Die heimischen Feuerwehren starten ins neue Ausbildungsjahr

Die heimischen Feuerwehren starten ins neue Ausbildungsjahr

Traunstein. Brände, Verkehrsunfälle, Unwetterschäden. Die Feuerwehren im Landkreis Traunstein sind tagtäglich für die Sicherheit der Bürger in der Region im Einsatz und werden dabei mit den unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert. Nun starten sie ins neue Ausbildungsjahr.

Innerhalb kürzester Zeit müssen daher Entscheidungen getroffen und wirkungsvolle Maßnahmen eingeleitet werden. Damit die etwa 4.700 Aktiven darauf gut vorbereitet sind, sorgt das Lehrgangsangebot des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein für die nötigen Grundlagen. Die Verantwortlichen haben nun den neuen 88-seitigen Lehrgangskatalog für 2024 vorgestellt.
In 53 verschiedenen Lehrgängen stehen insgesamt rund 2.500 Lehrgangsplätze zur Verfügung. „Die überwältigende Anzahl an Angeboten wird von Ehrenamtlichen aus den eigenen Reihen durchgeführt“, betont Florian Ettmayr, der sich als zuständiger Fach-Kreisbrandmeister für die Ausbildung im Kreisfeuerwehrverband Traunstein verantwortlich zeigt. Dabei soll die gesamte Abwicklung von der Buchung bis zur Durchführung möglichst einfach gestaltet werden. „Mittlerweile haben sogenannte QR-Codes Einzug gehalten, mit denen die Feuerwehren schnell und einfach die Lehrgänge buchen können“, freut sich Florian Ettmayr und ergänzt, „dass sich neben dem Papierformat auch die digitale Version auf der Homepage des Verbandes fest etabliert hat“. Neben dem Kernauftrag, wie der Grundausbildung oder Weiterbildungslehrgängen zum Atemschutzgeräteträger, zum Maschinisten oder der Technischen Hilfeleistung werden zahlreiche spezielle Lehrgänge für die unterschiedlichsten Anforderungen angeboten. 
Es wird auch wieder Lehrgänge für Drehleitermaschinisten, für Gerätewarte und die Ausbildung als Gruppenführer auf Landkreisebene geben. Neu hingegen ist ein eigenes Seminar mit dem Thema „Sonder- und Wegerecht“, dass sich mit den Rechtsgrundlagen befasst und den Fahrern Verhaltensregeln an die Hand geben soll. In der modularen Führungsausbildung wird auch in diesem Jahr erneut die gesamte Palette von den Grundlagen bis hin zur Bewältigung von Großschadenslagen angeboten.
Neben der klassischen „THL-Ausbildung“ richtet sich ein Angebot speziell an die „Technische Hilfeleistung bei Lastkraftwägen“ und die Seminarreihe „E-Mobilität“ wird auch in diesem Jahr mit unterschiedlichen Themenfeldern fortgesetzt. Geplant ist heuer auch wieder ein sogenannter „Techniktag Zug“, bei dem die Einsatzkräfte umfangreiche Informationen über die technischen Bauteile aber auch über Rettungsmöglichkeiten erhalten.

Highlight in diesem Jahr

Ein Highlight in diesem Jahr wird dabei sicherlich die Möglichkeit, auf einem Ausbildungsschiff am Rhein ein mehrtägiges Praxistraining zum Thema „Einsatz auf Fließ- und Binnengewässer“ zu besuchen. „Darüber freuen wir uns ganz besonders und werden im Nachgang gemeinsam mit der Staatlichen Feuerwehrschule die dort gewonnenen Erkenntnisse in einem Leitfaden für die Feuerwehren niederschreiben“, sagt Kreisbrandrat Christof Grundner über diese einzigartige Möglichkeit.
Da gerade der Umweltschutz sowie der Klimawandel immer mehr in das Blickfeld der Öffentlichkeit rückt, beschäftigt sich beispielsweise eine Ausbildung mit dem „sinnvollen und richtigen Einsatz von Löschschaum“. Weiter wird es auch wieder Möglichkeiten zur Fortbildung in der Vegetationsbrandbekämpfung oder Aufbaukurse für Motorkettensägenführer, speziell bei Arbeiten mit Bäumen, die unter Spannung stehen, geben.
Zahlreiche Seminare bieten eine Fortbildungsmöglichkeit zu speziellen Themen. Zum ersten Mal erfolgen Angebote in Kooperation mit der AOK. Bewegung und Suchtprävention stehen dazu heuer erstmals zur Verfügung. Darüber hinaus wird es ein Angebot über die Datenschutzgrundverordnung, verschiedene EDV-Angebote aber auch Rhetorik- und Kommunikationsseminare geben, die der Landesfeuerwehrverband Bayern auch heuer wieder anbietet. Neu in diesem Bereich ist ein eigenes Angebot mit dem Titel „überlegte Argumentation“.
„Neben den klassischen Angeboten sind auch in diesem Jahr einige Besonderheiten und Neuerungen im Angebot“, so das zusammenfassende Fazit von Florian Ettmayr und ergänzt, „damit geben wir den Feuerwehren im Landkreis Traunstein die Möglichkeit, ihren Einsatzkräften eine umfassende und moderne Ausbildung für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte anzubieten, die letztlich dabei hilft, die Herausforderungen in Einsätzen zu bewältigen“.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Dreiklang für das Berufliche Schulzentrum Wasserburg

Dreiklang für das Berufliche Schulzentrum Wasserburg

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Feierstunde am Beruflichen Schulzentrum in Wasserburg am Inn. Jüngst wurde dort die Fertigstellung der insgesamt fünfjährigen Baumaßnahmen gefeiert. Gleichzeitig wurde die Schulleiterin Claudia Romer in den Ruhestand verabschiedet und ihr Nachfolger Gerhart Zimmermann vorgestellt.

Im Rahmen der Baumaßnahmen wurde das gesamte Gebäude des Beruflichen Schulzentrums neu organisiert. Rund 3300 Quadratmeter wurden saniert, knapp 6000 Quadratmeter neu gebaut. Das Hauptgebäude beinhaltet nun neue Werkstätten für die Fachrichtungen „Kunststofftechnik“ und „Technische Produktdesigner“, Klassen- und Gruppenräume, moderne CAD-Arbeitsplätze sowie die Schulverwaltung und die Schulmensa mit einer Großküche. Vor dem Hintergrund einer Lehrplanänderung hat der Landkreis zudem eine Erstausstattung für die Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik beschafft.
„Die modernisierten Räumlichkeiten bieten jungen Menschen im Landkreis nun ein zeitgemäßes Lernumfeld und die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und Talente bestmöglich zu entfalten“, sagte Landrat Otto Lederer. „Ich darf mich herzlich bedanken, dass hier Schulfamilie und Planer zusammengefunden haben, um den Schulalltag wirklich zukunftsfähig zu machen.“

Das neue Raumkonzept biete optimale Voraussetzungen für Schüler, Lehrer und Schulverwaltung. Bei der Sanierung habe man nicht nur auf eine moderne und funktionale Ausstattung der Klassenräume geachtet, sondern auch für eine verbesserte Akustik und ein angenehmes Raumklima gesorgt. Mit einer hochgedämmte Gebäudehülle erfülle das Gebäude die ökologischen Anforderungen für klimagerechtes Bauen. Eine Solaranlage mit einer Leistung von 75 Kilowattpeak beliefert sowohl die Schule als auch das öffentliche Stromnetz. Die großen Maschinen der Werkstätten und die neue Wärmepumpe profitieren unmittelbar von dem Strom, der durch die Photovoltaikanlage bereitgestellt wird.

Landkreis Rosenheim hat rund 37 Millionen Euro in den Bau investiert

Beginn der Baumaßnahmen war im Herbst 2018. In drei Bauabschnitten wurde Stück für Stück abgerissen, saniert und neugebaut. Dadurch konnte der Schulbetrieb, teilweise in Containern, parallel weiterlaufen. An dem Bau waren über 60 Firmen beteiligt. Als Sachaufwandsträger hat der Landkreis Rosenheim insgesamt rund 37 Millionen Euro investiert.

Schulleiterin Claudia Romer (mitte) mit ihrem Nachfolger Gerhart Zimmermann (links) und Regierungspräsident Dr. Konrad Schober (rechts). Fotos: Landratsamt Rosenheim

Schulleiterin Claudia Romer (mitte) mit ihrem Nachfolger Gerhart Zimmermann (links) und Regierungspräsident Dr. Konrad Schober (rechts). Fotos: Landratsamt Rosenheim

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde Schulleiterin Claudia Romer in den Ruhestand verabschiedet. Landrat Otto Lederer dankte Romer für die herausragende Arbeit und sprach von einem Glücksfall für die Schulgemeinschaft: „Claudia Romer hat das Bauprojekt mit viel Engagement bis zum Abschluss betreut. Gleichzeitig hat sie durch die notwendigen Umstrukturierungen die Grundlage dafür geschaffen, dass aus vier Schulen ein Schulzentrum geformt wird.“
Der Regierungspräsident von Oberbayern, Dr. Konrad Schober, hob das überdurchschnittliche Engagement von Claudia Romer hervor sowie ihre Verdienste um die Schulfamilie. „Sie pflegten einen durch und durch demokratischen Führungsstil, getragen von Respekt, Anstand, Wertschätzung und Menschlichkeit. Insofern waren Sie auch ein wichtiges Vorbild für demokratische Bildung.“ Gleichzeitig gab Schober bekannt, dass Gerhart Zimmermann die Leitung des Berufliches Schulzentrums übernehmen wird. Zimmermann war zuletzt stellvertretender Schulleiter.

Seit dem laufenden Schuljahr sind unter dem Dach des Beruflichen Schulzentrums Wasserburg die Berufsschule, die Fachschule für Kunststofftechnik und Faserverbundtechnologie, die Fachoberschule sowie die Berufsoberschule zusammengefasst.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Landratsamt Rosenheim)

Touristische Nachwuchskräfte präsentieren ihre „Gesellenstücke“

Touristische Nachwuchskräfte präsentieren ihre „Gesellenstücke“

Prien / Landkreis Rosenheim – In der Aula des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums BGL in Freilassing stellten die Abschlussschüler der Kaufleute für Tourismus und Freizeit ihre Projektergebnisse ihren Ausbildern, der Schulleitung und ihren Lehrkräften vor.

Gerade für die jungen Fachkräfte bietet die Digitalisierung im Tourismus Tätigkeitsfelder und Entwicklungspotenziale, was bei den Präsentationen eindrücklich aufgezeigt wurde Entstanden sind innovationsfreudige „Gesellenstücke“, darunter verschiedene Tagesprogramme für „Traumtage am Tegernsee“ in der Tegernsee App, ein digitaler „Berchtesgadener Adventskalender“, eine Fahrradroute mit „Verweilorten im Isarwinkel“ und eine Produktübersicht bei Regenwetter für den gesamten Naturpark Altmühltal. 
Seit 2021 werden die Projekte von touristischen Unternehmen an Gruppen aus zwei bis vier Schülern vergeben, in Zusammenarbeit mit den Betrieben und den Lehrkräften durchgeführt und anschließend an der Berufsschule präsentiert. Durch diese Verzahnung von Theorie und Praxis erlernen die Schüler die Kompetenzen, die für die Arbeit im Tourismus so wichtig geworden sind. Zudem wird zum Abschluss der Berufsausbildung ein „handfestes“ Produkt erstellt, das einem Gesellenstück im Handwerk an nichts nachtsteht. 
Mit Stolz blickt der Leiter des Tourismusbüros Prien Florian Tatzel auf die Projektpräsentation seiner Auszubildenden Leonie Muschalla, die zusammen mit ihren Klassenkollegen Emelie Wagner (Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden), Caroline Reischl (TI Seeon-Seebruck) und Korbinian Lenz (TI Schönau am Königsee) die Idee hatte, die Adventszeit in Berchtesgaden für Übernachtungsgäste noch attraktiver zu machen. Für die Türchen des „Berchtesgadener Adventskalenders“ konnte das Projektteam 24 Leistungspartner gewinnen, die für Übernachtungsgäste teils hochwertige Sonderaktionen zur Verfügung stellten. Teilnehmende Urlaubsgäste nahmen zusätzlich an einer wöchentlichen Sonderverlosung teil, bei der unter anderem ein Gutschein für die Bartholomä Weihnacht oder für ein Day-Spa ausgelost wurden. Aus bis zu 1 000 Urlaubsgästen wurde jedes Wochenende ein Gewinner ausgelost, ein Indiz, dass die Projektgruppe hervorragende Arbeit geleistet hat. Um den Adventskalender bekannt zu machen, wurde dieser in den Veranstaltungskalender eingepflegt, über die Website beworben, Plakate und Gästenewsletter erstellt und die Social-Media-Kanäle von Berchtesgaden genutzt. Zusätzlich wurde über Push-Benachrichtigungen aus der MaxlApp über die Türchen und das Gewinnspiel informiert. Die hohe Zufriedenheit der Urlaubsgäste mit dem Adventskalender (Ergebnis einer Gästebefragung) führte auch dazu, dass Teresa Hallinger, Leiterin des Destinationsmanagement Bergerlebnis Berchtesgaden diesen Adventskalender auf Basis der erarbeiteten Strukturen gerne die nächsten Jahre weiterführen möchte. 
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitrgsbild: Die Auszubildenden von Links Leonie Muschalla (Tourismusbüro Prien), Emelie Wagner (Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden), Korbinian Lenz (TI Schönau am Königsee) und Caroline Reischl (TI Seeon-Seebruck) haben mit dem Projekt „Berchtesgadener Adventskalender“ bewiesen, den Tourismus nachhaltig weiter entwickeln zu können, der in vielen Gemeinden eine hohe Kaufkraft, durch direkte und indirekte Einkommenseffekte, erzielt.
Copyright Staatliches Berufliches Schulzentrum Berchtesgadener Land Freilassing)

115 Ausbildungsplätze in Rosenheim unbesetzt

115 Ausbildungsplätze in Rosenheim unbesetzt

Rosenheim – Nachwuchs-Mangel: Der Ausbildungsmarkt in Rosenheim steht unter Druck. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen. Nach Angaben der NGG registriert die Arbeitsagentur in Rosenheim 115 unbesetzte Ausbildungsstellen.

16 davon in der Lebensmittelindustrie. „Wir haben einen Azubi-Mangel. Gleichzeitig haben in Bayern 14 Prozent der 20- bis 34-Jährigen keinen Berufsabschluss. Ein Phänomen, das auch viele junge Menschen in Rosenheim betrifft. Sie haben damit nicht die besten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt, auch was den Lohn angeht“, so Manuel Halbmeier. Der Geschäftsführer der NGG Rosenheim-Oberbayern beruft sich dabei auf Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
Die Gewerkschaft befürchtet einen „gefährlichen Trend“: Jugendliche, die maximal einen Hauptschulabschluss haben, schafften immer seltener den Sprung in eine Ausbildung. „Es kommt darauf an, dass diese Jugendlichen intensiver gefördert werden. Sie müssen für eine Ausbildung fit gemacht werden“, so Halbmeier. Arbeitsagenturen, Jobcenter und Unternehmen sollten bei der Ausbildungsförderung von Jugendlichen deshalb jetzt in den Turbogang schalten.
Betriebe sollten auf „Azubi-Lotsen“ setzen. „Die müssten sich aktiv darum kümmern, überhaupt erst einmal an junge Menschen heranzukommen. Dann geht es darum, sie für Ausbildungsberufe zu begeistern. Und wenn Jugendliche beispielsweise Schwierigkeiten beim Lernen haben, kann das für den Betrieb auch bedeuten, drei Jahre lang Nachhilfe anzubieten. Denn das Pensum, das die Berufsschulen haben, überfordert viele junge Menschen“, sagt Manuel Halbmeier von der NGG Rosenheim-Oberbayern. Die Wirtschaft in Rosenheim müsse sich für das neue Ausbildungsjahr besser präparieren.
Es sei grundsätzlich notwendig, mehr für den Job-Nachwuchs zu tun. „Das fängt damit an, das Potential zu erkennen, das in einem jungen Menschen steckt“, so Halbmeier. Ab diesem Sommer gebe es für Jugendliche außerdem Rückenwind aus Berlin: „Der Bundestag hat eine Ausbildungsgarantie beschlossen. Ab August haben junge Menschen damit Anspruch auf eine Ausbildung. Wer keinen Ausbildungsplatz in einem Betrieb gefunden hat, bekommt das Recht auf eine außerbetriebliche Ausbildung“, sagt Manuel Halbmeier.
Attraktiver sei natürlich die Ausbildung in einem Betrieb – also „mitten im Berufsleben“. Deshalb spricht sich die NGG Rosenheim-Oberbayern zudem für eine umlagefinanzierte Ausbildungsgarantie aus. „Dabei zahlen alle Betriebe in einen Fonds ein. Wer ausbildet, bekommt dann aus diesem Ausbildungstopf einen Großteil der Kosten erstattet, etwa für die Vergütung, die Azubis bekommen“, erklärt Manuel Halbmeier.
(Quelle: Pressemitteilung NGG / Beitragsbild: Copyright NGG)

Fast 75 neue Atemschutzgeräteträger für die Feuerwehren

Fast 75 neue Atemschutzgeräteträger für die Feuerwehren

Trostberg / Landkreis Traunstein – Der Kreisfeuerwehrverband Traunstein hat erfolgreich fast 75 neue Atemschutzgeräteträger ausgebildet, die nun bestens für ihre verantwortungsvolle Aufgabe im Einsatzdienst gerüstet sind.

Die Feuerwehrmänner haben die anspruchsvolle Grundausbildung in vier aufeinanderfolgenden Lehrgängen an den Ausbildungsstätten in Traunstein und Trostberg abgeschlossen. Der Atemschutzverantwortliche Stefan Thurner von der Kreisbrandinspektion dankt im Nachgang insbesondere den vielen Ausbildern für deren Engagement und würde sich freuen, wenn Interessenten aus den Reihen der Feuerwehren ins Team dazustoßen.
„Eine breitgefächerte Atemschutzgeräteträgerausbildung ist von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit der Einsatzkräfte sowie für eine effiziente Brandbekämpfung in schwierigen Situationen“, betont Fach-Kreisbrandmeister Stefan Thurner. In den Lehrgängen wurden die Feuerwehrangehörigen umfassend auf ihre zukünftige Aufgabe vorbereitet, einschließlich theoretischer Grundlagen und intensiver praktischer Übungen sowie Trainings in der insbesondere die körperlichen Belastungen mit der Ausrüstung simuliert wurden.
Die neuen Atemschutzgeräteträger erlangten nicht nur fundiertes Wissen über Atemschutztechniken und -geräte, sondern wurden auch in den Bereichen Einsatzführung, Kommunikation und Teamarbeit geschult. Die Ausbildung legte einen besonderen Fokus auf praktische Komponenten, um die Feuerwehrkräfte optimal auf die Herausforderungen im Ernstfall vorzubereiten. Dies beinhaltet sowohl das Tragen von Filtermasken als auch den sogenannten „schweren Atemschutz“, mit dem die Einsatzkräfte auf keinerlei Umgebungsluft angewiesen sind.
Neben einem schriftlichen Teil mussten die Lehrgangsteilnehmer ihren ersten Durchlauf in der Atemschutzstrecke durchlaufen. Dieser Belastungstest bildet zukünftig einmal jährlich eine der Pflichtübungen für Atemschutzgeräteträger und bildet neben einer Übung unter „einsatznahen Bedingungen“ sowie einer regelmäßigen ärztlichen Untersuchung eine der zentralen Säulen im Ausbildungsbetrieb.

Feuerwehren im Landkreis Traunstein sind stolz

Die Feuerwehren im Landkreis Traunstein sind stolz darauf, mit den neuen Atemschutzgeräteträgern ihre Einsatzkapazitäten weiter zu stärken und die Sicherheit in der Region zu gewährleisten. Sie gehören mit dieser Sonderausbildung ab sofort zu etwa 1.600 Einsatzkräften, die im Landkreis als Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden können.
„Ich bin insbesondere unseren ehrenamtlichen Ausbildern im Atemschutzbereich sehr dankbar. Trotz der hohen Lehrgangsdichte sind alle mit Feuereifer dabei und geben ihr Wissen gerne an den Nachwuchs weiter“, so Stefan Thurner im Gespräch mit Hubert Hobmaier von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein. Dennoch betont er, „wenn aus den Reihen der Feuerwehren jemand zum Ausbilderteam dazustoßen möchte, dann ist er jederzeit gerne willkommen“.
Nachdem die Teilnehmer allesamt ihre Zeugnisse erhalten haben, werden sie in den kommenden Jahren die Aufbaumodule „Innenbrandbekämpfung“ an der Brandsimulationsanlage in Traunreut sowie die Realbrandausbildung des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein in Übersee besuchen. „Damit erreichen wir ein sehr hohes Ausbildungsniveau unserer Atemschutzgeräteträger“ freut sich Stefan Thurner. Dies waren die letzten Lehrgänge vor der Weihnachtspause im Atemschutzbereich, ehe im Januar die Belastungsübungen für alle Atemschutzkräfte des Landkreises in den beiden Übungsstrecken starten.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

44 Nachwuchskräfte der Feuerwehr erreichen Meilenstein der Ausbildung

44 Nachwuchskräfte der Feuerwehr erreichen Meilenstein der Ausbildung

Fridolfing / Tittmoning-Törring / Landkreis Traunstein – Ehrenamtliches Engagement bei den Feuerwehren im Landkreis Traunstein bedeutet nicht nur Einsätze zu bewältigen, sondern auch kontinuierliche Aus- und Fortbildung zu betreiben. 44 Nachwuchskräfte erreichten einen Meilenstein in der Ausbildung.

Insgesamt 44 Nachwuchskräfte im östlichen konnten kürzlich „Meilensteine“ in ihrer Grundausbildung erreichen und haben in der Modularen Truppausbildung das Basis- beziehungsweise das Abschlussmodul erfolgreich absolviert.
Den Grundstock für die aktive Feuerwehrlaufbahn legt die sogenannte „Modulare Truppausbildung“ (MTA). Das dreiwöchige Basismodul absolvierten 24 Teilnehmer der Feuerwehren Freutsmoos, Fridolfing, Inzell, Pietling, Tittmoning und Waging am See. Alle haben die theoretische und praktische Prüfung im Feuerwehrhaus Fridolfing erfolgreich über bestanden. Auf sie wartet nun die weitere Ausbildung im Bereich „Digitalfunk“ und das Abschlussmodul der MTA. In den Feuerwehren vor Ort, werden dabei die nötigen Grundtätigkeiten sowie das dazugehörige Wissen vermittelt, dass in den Aufbaulehrgängen dann gefestigt und überprüft wird.
Diese Schritte haben die erfolgreichen Teilnehmer des MTA-Abschlussmoduls in Törring bereits erfolgreich gemeistert und haben somit die Grundausbildung abgeschlossen. Die Freiwilligen Feuerwehren Asten, Kay, Kirchheim, Taching, Tettenhausen und Törring können sich über insgesamt 20 weitere Feuerwehrmänner freuen, die nun als „vollwertige Einsatzkräfte“ zur Verfügung stehen. Die Frauen und Männer haben nun die Möglichkeit, sich in weiteren Fachlehrgängen wie dem Atemschutz oder als Maschinisten weiterzuentwickeln und somit weitere Kompetenzen zu erwerben.

Dank an die Ausbilder 

„Das Feedback aller Teilnehmer war wieder sehr positiv und die Absolventen sind alle motiviert, in ihren Wehren die nächsten Fortbildungen in Angriff zu nehmen“, freut sich der zuständige Kreisbrandinspektor Günter Wambach. Seinen Dank richtete er an die vielen Ausbilder im Lehrgang aber auch bei den Feuerwehren vor Ort. Seinen Worten nach, „sind sie maßgeblich dafür verantwortlich, dass den Nachwuchskräften eine grundsolide Basisausbildung genießen dürfen“. Gleichzeitig lobte er insbesondere die beiden zuständigen Kreisbrandmeister Hans Heinrich und Georg Fleischer für ihren ganzjährigen Eifer, den sie im Bereich „Ausbildung“ an den Tag legen.
Mit diesen beiden Lehrgängen geht es für den Inspektionsbereich „Florian Traunstein Land 3“ nun in die Winterpause. Die Terminplanungen für das kommende Jahr sind bereits abgeschlossen und die Lehrgänge der Grundausbildung starten im März 2024. Geplant sind dann wieder jeweils zwei Angebote des Basismoduls, der Funkausbildung und des Abschlussmoduls im Frühjahr beziehungsweise Herbst. Die genauen Lehrgangstermine finden sich im „druckfrischen Lehrgangskatalog“ des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein, der bereits auf der Homepage (www.kfv-traunstein.de) in der Rubrik „Aktuelles – Veröffentlichungen“ zum Download zur Verfügung steht.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright  Kreisfeuerwehrverband Traunstein)