Kreuzotter in Bayern: Lebensräume schützen, Bestände sichern

Kreuzotter in Bayern: Lebensräume schützen, Bestände sichern

Bayern – Früher gab es Prämien für tote Tiere, heute ist die Kreuzotter in Bayern außerhalb der Alpen vom Aussterben bedroht. Das Landesamt für Umwelt (LfU) versucht die verbliebenen Populationen über ein Artenhilfsprogramm (AHP) zu schützen. Ein vielschichtiges Unterfangen, denn Kreuzottern brauchen je nach Jahreszeit und Entwicklungsstadium verschiedenartige Lebensräume.

Für das LfU begutachtet Thomas Lindner Kreuzotterbestände und ihre Lebensräume in verschiedenen Teilen Bayerns. „Die Kreuzotter ist eine sogenannte Leitart, ihr Vorkommen zeigt auf, dass Lebensräume intakt sind“, erläutert der 31-Jährige, der sich schon als Bub für diese Schlangenart begeistert hat. Im Anhauser Tal (Naturpark Augsburg – Westliche Wälder) ist seit Jahrzehnten ein kleiner, isolierter Bestand nachgewiesen. Anhand von Fotos und eigenen Sichtungen konnte Lindner dort 2025 vier Tiere identifizieren. „Bei dieser Begutachtung liegt der Fokus auf den Lebensräumen. Wir wissen seit Jahren, dass dort eine kleine Kreuzotter-Population vorkommt und die Tiere sich erfolgreich fortpflanzen. Wir wollen die wichtigen Lebensräume im Anhauser Tal erhalten und erweitern“, sagt der Reptilien-Experte des Bayerischen Artenschutzzentrums im LfU, Max Prietzel. Die Nahrungsgrundlage südwestlich von Augsburg ist sehr gut: Kröten und Frösche sind in großer Zahl in und um die Teiche zu finden, Ringelnattern und Blindschleichen wurden gezählt und Wald- und Zauneidechsen leben im Wald beziehungsweise an Dämmen und an der Schotterstraße.

Lebensraummanagement vor Ort

Rangerin Carolin Rolle vom Naturpark Augsburg – Westliche Wälder ist mit ihrem Kollegen Stefan Schonath beim Ortstermin mit von der Partie. Denn eines ihrer Aufgabenfelder, Besucherlenkung, spielt auch beim Schutz der Kreuzotter eine Rolle. Beispielsweise sollte an der Schotterstraße parallel zum Bachlauf der Auto- und Radverkehr abgebremst werden, damit keine Tiere überfahren werden. Auch Infotafeln sind im Gespräch.

An den Teichen liegen die Jagdgründe der jungen Kreuzottern: Jungtiere ernähren sich von Eidechsen, Fröschen und Kröten. Den Lebensraum für Nahrungstiere fördern, hilft auch der Schlange. An Dämmen und Teichen wird deutlich, dass beim Artenschutz darauf geachtet werden muss, dass bewirtschaftete Landschaftsteile auch weiterhin funktionieren – etwa für Fischwirtschaft oder Zufahrtswege. Oft lassen sich im Gespräch Kompromisslösungen finden, so die Naturpark-Gebietsbetreuerin Eva Liebig.

Optimierung der Lebensräume und genetische Vielfalt

Zwischen Bach und Wald liegt ein Schilfgürtel – ein fast perfekter Teillebensraum für Kreuzottern, mit nur geringfügigem Optimierungsbedarf. Thomas Lindner erläutert, wie wichtig ausreichend große Buchten sind, damit der richtige Sonneneinfall gewährleistet ist. Das gemähte Schilf soll in den Buchten zu kleinen Haufen geschichtet werden, auf denen sich die Schlangen sonnen können. Denn Wärmetanken ist für die wechselwarme Art überlebensnotwendig. Eva Liebig organisiert den Ablauf der Mahd, der richtige Zeitpunkt ist entscheidend, um beispielsweise trächtige Weibchen nicht zu stören. Mit Lindner und Prietzel spricht sie beim Ortstermin das Mahdkonzept für einzelne Flächen zur Aufwertung des Gesamtlebensraums durch Verbindungskorridore ab.

Beim angrenzenden Hangwald will Liebig den Kontakt zum Waldbesitzer herstellen und versuchen auf derartige Lösungen hinzuwirken. Stein-, Reisig- und Totholzhaufen sind weitere wichtige Strukturen für Schlangen – und auch andere Tierarten.

Eine grundsätzliche Problematik kann nur durch einen Eingriff des Menschen gesteuert werden: Bei kleinen, isolierten Populationen besteht Inzuchtgefahr. Beim Ortstermin wird auch darüber diskutiert, Tiere aus nahen Lech-Beständen umzusetzen. Welchen Genpool einzelne Kreuzotterpopulationen haben, soll heuer auch in einer bayernweiten Studie untersucht werden.
(Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU) / Beitragsbild: Copyright Caroline Rolle, Naturpark Augsburg – Westliche Wäler)

Weltartenschutztag 2026: Auch in Bayern sind viele Arten bedroht

Weltartenschutztag 2026: Auch in Bayern sind viele Arten bedroht

Bayern – Am heutigen 3. März 2026 ist Weltartenschutztag. Auch in Bayern ist die Artenvielfalt stark betroffen: Laut aktuellen Roten Listen sind fast die Hälfte der bewerteten Tier- und Pflanzenarten gefährdet, zahlreiche Arten gelten bereits als ausgestorben oder verschollen.

Seit 1973, dem Jahr der Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES), wird der 3. März weltweit begangen, um auf den Erhalt der biologischen Vielfalt aufmerksam zu machen. Die aktuellen Auswertungen für Bayern zeigen, dass besonders Amphibien, Reptilien, Insekten wie Heuschrecken und Tagfalter sowie viele heimische Pflanzenarten Bestandsrückgänge aufweisen. Von den rund 35.000 in Bayern vorkommenden Tierarten sind etwa die Hälfte bewertet, und knapp 48 % dieser Arten gelten als gefährdet. Bei den heimischen Gefäßpflanzen sind von 3.265 Arten über 1.200 bedroht oder bereits ausgestorben. Zahlreiche Arten gelten als ausgestorben oder verschollen, weitere zeigen deutliche Abnahme in ihrem Bestand.

Schreiadler und Salamander stark gefährdet

In den Wäldern, Wiesen und Gewässern Bayerns lassen sich diese Entwicklungen direkt beobachten. Der Schreiadler, ein seltener Greifvogel, benötigt große, ungestörte Wälder zum Brüten und offene Landschaften zur Nahrungssuche. Amphibien wie der Feuersalamander sind durch veränderte Gewässer und Umweltbelastungen beeinträchtigt. Auch zahlreiche Pflanzenarten, die früher in Feldrainen und an Waldrändern verbreitet waren, kommen heute deutlich seltener vor.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Infos: Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU), Regierung Oberfranken – Naturvielfalt in Bayern / Beitragsbild / Beitragsbild

Weniger Rinder und Milchkühe in fast allen Regierungsbezirken – Oberbayern verzeichnet leichte Zunahme

Weniger Rinder und Milchkühe in fast allen Regierungsbezirken – Oberbayern verzeichnet leichte Zunahme

Fürth / Landkreis Rosenheim – Die Zahl der Rinder in Bayern ist 2025 insgesamt leicht gesunken, einzig Oberbayern konnte einen leichten Anstieg verzeichnen. Zum Stichtag 3. November 2025 meldet das Fachteam des Bayerisches Landesamt für Statistik 2 713 070 Tiere in 37 434 Rinderhaltungen. Im Vorjahr waren es noch 2 733 203 Rinder in 38 092 Haltungen. Die Auswertung basiert auf dem Verwaltungsverfahren „Herkunftssicherungs- und Informationssystem Tier (HIT)“ und liefert ergänzend zur bayernweiten Übersicht auch regionale Zahlen.

Unter den Regierungsbezirken hat Oberbayern mit 824 854 Tieren den größten Rinderbestand, gefolgt von Schwaben mit 592 038 Rindern. Oberbayern verzeichnet damit einen Zuwachs von 0,2 Prozent, während Schwaben 0,8 Prozent Rückgang meldet. Niederbayern und Oberpfalz liegen mit 391 283 beziehungsweise 372 584 Tieren knapp hintereinander und verzeichnen Rückgänge von 1,1 und 1,3 Prozent. In Mittelfranken und Oberfranken sank die Zahl der Rinder auf 248 344 bzw. 188 738 Tiere (-1,5 bzw. -1,4 Prozent), Unterfranken meldet mit 95 229 Tieren den niedrigsten Bestand unter den Bezirken. Auf Kreisebene gibt es weiterhin vier Landkreise mit mehr als 100 000 Tieren: Ostallgäu mit 126 444 Rindern, Rosenheim mit 124 894, Unterallgäu mit 118 277 und Traunstein mit 100 380 Tieren.

Auch Zahl der Milchkühe leicht rückläufig

Auch die Zahl der Milchkühe ist leicht rückläufig. Mit 1 030 887 Tieren stellen sie 38 Prozent des gesamten Rinderbestands in Bayern. Gegenüber 2024 sank der Milchkuhbestand um 0,5 Prozent, die Haltungen gingen um 3,5 Prozent auf 21 676 zurück. Rückläufig sind die Bestände in allen Regierungsbezirken, wobei Unterfranken mit 424 Haltungen (-6,4 %) und Mittelfranken mit 1 526 Haltungen (-4,9 %) die größten prozentualen Rückgänge verzeichnen. Niederbayern meldet 2 829 Haltungen (-4,6 %), Oberpfalz und Oberfranken jeweils 2 943 bzw. 1 338 Haltungen (-4,0 %). Den geringsten Rückgang zeigt Oberbayern mit 7 584 Haltungen (-2,6 %).

Die größten Milchkuhbestände finden sich auf Kreisebene im Ostallgäu mit 61 535 Tieren, gefolgt von Rosenheim mit 59 483 und Unterallgäu mit 57 132 Milchkühen. Gleichzeitig steigt die durchschnittliche Größe einer Milchkuhhaltung in Bayern von 46 auf 48 Tiere. Die größten Bestände gibt es in Mittelfranken mit 59 Kühen, in Unterfranken mit 57 und in Oberfranken mit 56 Kühen. Am kleinsten sind die durchschnittlichen Milchkuhbestände in Oberbayern mit 43 Tieren pro Betrieb.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tag des Artenschutzes: LBV setzt bei letzten Ortolanen in Bayern auf KI und Bioakustik

Tag des Artenschutzes: LBV setzt bei letzten Ortolanen in Bayern auf KI und Bioakustik

Hilpoltstein / Bayern – Zum Tag des Artenschutzes am 3. März rückt der LBV  eine der seltensten Vogelarten des Freistaats in den Fokus: den Ortolan. Mit speziellen Aufnahmegeräten und künstlicher Intelligenz will der Verband in diesem Jahr erstmals genauer untersuchen, wie viele der vom Aussterben bedrohten Vögel nach Unterfranken zurückkehren und wie sich ihr Brutverhalten entwickelt.

Auch wenn der farbenfrohe Ammernvogel mit dem olivgrünen Kopf erst Ende April aus seinen südlichen Winterquartieren zurückkehrt, laufen die Vorbereitungen für die Brutsaison bereits jetzt. Der Ortolan gilt in Bayern als akut vom Aussterben bedroht.
„Unterfranken beherbergt in den Mainfränkischen Platten zwischen Würzburg und Schweinfurt das letzte Vorkommen im gesamten süddeutschen Raum“, erklärt Elena Weber, LBV-Biologin im Bayerischen Artenhilfsprogramm Ortolan. „Wir tragen deshalb eine besondere Verantwortung, dieses letzte Vorkommen in Bayern zu bewahren.“
Deutschland hat sich im Rahmen der EU-Biodiversitätsstrategie zum Ziel gesetzt, den Bestand bis 2030 zu verbessern. In Bayern stagniert die Population jedoch seit Jahren bei rund 80 Revieren – mit insgesamt abnehmender Tendenz.

Monitoring mit Horchboxen und KI

In der kommenden Saison setzt der LBV erstmals auf ein bioakustisches Monitoring. Digitale Aufnahmegeräte, sogenannte Horchboxen, sollen die Gesänge der Ortolane in ihren Lebensräumen erfassen. Die gewonnenen Daten werden anschließend mit Hilfe künstlicher Intelligenz ausgewertet.
„In diesem Jahr nehmen wir die Rufe der Vögel zum ersten Mal mit speziellen Geräten auf und werten sie mit KI aus. So wollen wir erfahren, wie viele Ortolane in die fränkischen Brutgebiete zurückkehren, wo sie sich dort ansiedeln und wie sie brüten“, sagt Weber.

„Forschende aus Polen und Italien konnten zeigen, dass sich einzelne Ortolane anhand ihres Gesangs eindeutig unterscheiden lassen – gewissermaßen wie an einem akustischen Fingerabdruck“, so die LBV-Biologin. Auf dieser Grundlage soll nun geprüft werden, ob sich diese Erkenntnisse auf das fränkische Vorkommen übertragen und systematisch im Monitoring einsetzen lassen.
Die individuelle Erkennung könnte Hinweise darauf liefern, wie viele Vögel den Zug nach Afrika überleben und in ihre Brutgebiete zurückkehren. Auch Warn-, Kontakt- und Bettelrufe sollen analysiert werden, um Rückschlüsse auf Paarbildung und Brutverlauf zu ermöglichen – bislang waren dafür invasive Methoden wie gezielte Nestersuchen notwendig.

Ein Vorteil der Bioakustik: Das Brutgeschehen wird nicht gestört. Die Geräte zeichnen unabhängig von Tageszeit und Wetter auf und liefern ein umfassenderes Bild als punktuelle Beobachtungen. „Unsere ehrenamtlichen Kartierer leisten seit vielen Jahren unverzichtbare Arbeit. Die bioakustische Erfassung soll ihre Beobachtungen ergänzen und vertiefen“, erklärt Weber.

Eigenständiger fränkischer Dialekt

Bemerkenswert ist zudem die akustische Besonderheit der fränkischen Population. Sie liegt rund 400 Kilometer vom nächsten Bestand entfernt und hat einen eigenen Dialekt ausgebildet. „Sogar Menschen, die die vogeltypischen Frequenzen viel schlechter hören als die Vögel selbst, können diese Dialekte unterscheiden“, so Weber. „Das zeigt, wie stark der Gesang bei dieser Art geprägt ist und welche Bedeutung akustische Analysen für den Artenschutz haben können.“

Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft

Neben dem technischen Monitoring bleibt die Kooperation mit der Landwirtschaft zentraler Bestandteil des Artenhilfsprogramms. Der Ortolan brütet am Boden und ist auf vielfältige, extensiv bewirtschaftete Agrarflächen angewiesen. Gemeinsam mit rund 80 Landwirten setzt der LBV ortolanfreundliche Maßnahmen um, darunter das Pflanzen von Bäumen als Singwarten.
Von diesen erhöhten Sitzplätzen aus kann der Vogel seine Umgebung überblicken, Nahrungsflächen erreichen und sein Nest besser sichern. „Die langjährige Zusammenarbeit vor Ort ist eine wichtige Grundlage dafür, dass der Bestand in Bayern bislang erhalten werden konnte“, betont Weber.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Auf Spurensuche in den Winterquartieren der Fledermäuse

Auf Spurensuche in den Winterquartieren der Fledermäuse

Landkreis Rosenheim – Während die meisten Menschen die kalten Wintertage in beheizten Räumen verbringen, herrscht in den verborgenen Tiefen unserer Region Hochbetrieb – oder besser gesagt: tiefste Ruhe. Der Rosenheimer Fledermausbegeisterte und Artenschützer Bernhard Baron Boneberg begab sich gemeinsam mit Dr. Andreas Zahn, Experte der Koordinierungsstelle für Fledermausschutz Südbayern, auf eine Expedition in einen bislang unbekannten Eiskeller im nördlichen Landkreis Rosenheim. Ziel der Begehung war die Suche nach überwinternden Fledermäusen.

Warum Eiskeller überlebenswichtig sind

Für Fledermäuse ist die Wahl des richtigen Winterquartiers eine Überlebensfrage. Im Alpenvorland sind natürliche Höhlen selten, weshalb vom Menschen geschaffene Strukturen wie alte Eiskeller, Stollen oder tiefgelegene Gewölbe eine Ersatzfunktion übernehmen. Diese Orte bieten Frostfreiheit, eine konstante Temperatur zwischen 3 und 8 Grad Celsius sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Letztere ist entscheidend, damit die empfindlichen Flughäute der Tiere während des Winterschlafs nicht austrocknen.

Experten im Einsatz für den Fledermausschutz

Die Koordinationsstelle für Fledermausschutz Südbayern, die im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt arbeitet, betont die Schutzwürdigkeit solcher Quartiere. Dr. Andreas Zahn und viele Ehrenamtliche erfassen diese Standorte akribisch, da viele historische Keller durch Sanierungen, Verfüllungen oder den Verlust von Einflugsöffnungen bedroht sind. „Jeder neu entdeckte Keller ist ein potenzieller Rettungsanker für Arten wie die Kleine Hufeisennase oder die Mopsfledermaus“, so Zahn während der Begehung.

Naturschutz als aktive Aufgabe

Die Begehung zeigt: Naturschutz findet nicht nur am Schreibtisch statt, sondern erfordert Entdeckergeist und fachliche Expertise. Für den Erhalt der Artenvielfalt in Oberbayern ist es unerlässlich, diese „stillen Zeugen“ der Vergangenheit zu bewahren. Effektiver Fledermausschutz bedeutet auch, historische Bausubstanz als wertvollen Lebensraum zu begreifen. Im Voralpenland dienen Kirchen, Schlösser und Stadel Dachräume als Sommerquartier für Arten wie das Mausohr oder die Wimperfledermaus.

Nur wenn diese Rückzugsorte bekannt und geschützt werden, können Fledermäuse weiterhin über Wiesen und Wälder ziehen und ihre Rolle als fliegende Insektenjäger erfüllen.

Eure Mithilfe ist gefragt

Wer Hinweise auf alte Eiskeller, tiefe Gewölbe oder ungenutzte Stollen im Landkreis Rosenheim hat oder weiß, wo Fledermäuse an oder in Gebäuden leben, kann diese direkt an die Experten der Koordinationsstelle melden. Jeder Hinweis hilft, das Netzwerk schützenswerter Quartiere zu vervollständigen.
Kontakt: andreas.zahn@iiv.de

(Quelle: Artikel: Bernhard Baron Boneberg und Dr. Andreas Zahn / Beitragsbild: Copyright BBB)

Passagieraufkommen an bayerischen Flughäfen 2025 gestiegen

Passagieraufkommen an bayerischen Flughäfen 2025 gestiegen

Fürth / Bayern – Die drei bayerischen Verkehrsflughäfen München, Nürnberg und Memmingen verzeichneten im Jahr 2025 ein steigendes Passagier- und Flugaufkommen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden insgesamt 391.088 Starts und Landungen registriert, 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der beförderten Passagiere wuchs um 5,6 Prozent auf rund 51,5 Millionen. Die transportierte Luftfracht stieg um 9,4 Prozent auf 344.186 Tonnen.

Besonders der internationale Luftverkehr legte zu: Die Zahl der Einsteiger aus dem Ausland stieg um 6,6 Prozent, die Zahl der Aussteiger ins Ausland um 6,4 Prozent. Die Zahl der inländischen Passagiere blieb nahezu konstant.

Einzelne Flughäfen:
  • München: 329.549 Starts und Landungen (+3,4 %), 43,4 Millionen Passagiere (+4,4 %), 340.715 Tonnen Luftfracht (+9,5 %). Rund 84 Prozent aller Flugbewegungen und Passagiere in Bayern entfielen hier.
  • Nürnberg: 35.795 Flugbewegungen (+9,5 %), knapp 4,5 Millionen Passagiere (+12 %), 3.471 Tonnen Luftfracht (-0,1 %).
  • Memmingen: 25.744 Starts und Landungen (+14,3 %), rund 3,7 Millionen Passagiere (+13,3 %).

Insgesamt zeigt die Entwicklung, dass insbesondere die internationalen Verbindungen in Bayern deutlich zulegen, während der Inlandsverkehr stabil bleibt.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto: re)