Besuch bei der Bundespolizei Rosenheim

Besuch bei der Bundespolizei Rosenheim

Rosenheim – Über 3000 Aufgriffe von illegal Einreisenden im vergangenen Jahr, dazu eine vorbildliche Zusammenarbeit mit der Bayerischen Grenzpolizei: Die Arbeit der Bundespolizeiinspektion Rosenheim ist nach Ansicht des CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag Friedrich Merz ein Musterbeispiel für ganz Deutschland. Bei seinem Besuch der Bundespolizeiinspektion bekräftigte der CDU-Politiker, dass er sich eine Grenzpolizei wie in Bayern auch in anderen Ländern vorstellen kann. „Ich kann nur sagen, die Zusammenarbeit der Landespolizei und der Bundespolizei funktioniert wahrscheinlich in keinem anderen Bundesland so gut wie in Bayern“, so Merz.

Dies zeigten gerade die Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze. „Die Zusammenarbeit dort hat dazu geführt, dass im vergangenen Jahr diese 3.000 Aufgriffe illegaler Migration möglich geworden sind. Ich würde mir wünschen, dass die Bundesinnenministerin das auch für andere Bundesländer akzeptieren würde, zum Beispiel für Brandenburg für die Grenze zu Polen und Tschechien.“

2008 solle der Bundespolizeistandort Rosenheim aufgelöst werden

Noch im Jahr 2008 sollte der Bundespolizeistandort Rosenheim aufgelöst werden, erinnerte die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig. „Jetzt steht er seit 2014 im Focus der Öffentlichkeit aufgrund der erheblichen Migrationswelle, die wir damals erlebt haben. Die Inspektion ist ein Beispiel dafür, wie Grenzkontrollen funktionieren können, wenn man die Bundespolizei ermächtigt, sie ordentlich durchzuführen, wenn man sie ermächtigt, mit der Landespolizei ordentlich zusammenzuarbeiten.“

Fast zwei Stunden lang informierten sich Merz und Ludwig beim Leiter der Bundespolizeiinspektion Rosenheim Ludger Otto in einem internen Gespräch über den gegenwärtigen Stand der Illegalen Einreisen, aber auch über die Aufgabenlast der rund 400 Mitarbeiter, und ihre Wünsche an die Politik. Beide machten deutlich, dass die Bundespolizei zwar parteiübergreifend großen Rückhalt hat, die Union aber deutliche Verbesserungen für sie fordert. So starten CDU und CSU aus der Opposition heraus einen neuen Anlauf für eine Änderung des Bundespolizeigesetzes. „Es ist dringend reformbedürftig“, so Merz. „Insbesondere die technische Ausrüstung, aber auch die Kompetenzen der Bundespolizei müssen kritisch überprüft werden. Nach unserer Auffassung muss die Bundespolizei mehr Strafverfolgungs-Kompetenzen haben. Aber auch die technische Ausrüstung der Bundespolizei steht auf dem Prüfstand. Wir sprechen hier beispielsweise über die Abwehr von illegalen Drohnenangriffen, die Nutzung von technischen Hilfsmitteln, oder die Überwachung von Telefonanschlüssen.“ Grenzkontrollen innerhalb der EU seien nötig, solange es keine effektiven Kontrollen an den Außengrenzen gebe, und auch EU-Regeln nicht befolgt werden, betonte der Fraktionsvorsitzende. Dazu gehörten auch Zurückweisungen von illegal Einreisenden. Genau das passiere eben hier in der Region dank der Arbeit der Bundespolizei, sagte Daniela Ludwig. „Es wird immer erzählt, Zurückweisungen würden nicht funktionieren in Deutschland. Doch das genau wird an dieser Grenze praktiziert, und hier haben wir eine ausgezeichnete Zusammenarbeit der Bundespolizei mit der Landespolizei, und das schon seit 2009. Rosenheim kann hier eine Blaupause für Deutschland sein.“ Klar ist, dass die Arbeitsbelastung der Bundespolizei nicht weniger wird. Das zeigt die Halbjahresbilanz der Bundespolizeidirektion München. Sie registrierte für ganz Bayern bis Juni 2023 genau 10.823 unerlaubte Einreisen. Im Vorjahreszeitraum waren es 10.305 Fälle. Allein im Monat Juni gab es in Bayern knapp 2.100 illegale Grenzübertritte.
(Quelle: Pressemitteilung Wahlkreisbüro Daniela Ludwig / Beitragsbild: Wahlreisbüro Daniela Ludwig, zeigt von links: Leiter der Bundespolizeiinspektion Rosenheim Ludger Otto, CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz und  Rosenheims CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig)

 

Schwammerlsaison startet früh

Schwammerlsaison startet früh

Rosenheim / Landkreis / Bayern – Grund zur Freude bei den Schwammerlsuchern: Derzeit kehren sie nach ihren Touren in Bayerns Wälder schon oft mit vollen Körben zurück. Die Schwammerlsaison startet heuer nämlich schon sehr früh.

Auch in den Wäldern in der Region Rosenheim sprießen die Pilze schon sehr gut, wie auch unser Beitragsbild mit den Maronen-Röhrlingen beweist. Das Bild hat uns ein erfahrener Schwammerlsucher aus Bad Aibling (Landkreis Rosenheim) geschickt. „Die Schwammerl sind heuer sehr früh dran“, hat er uns dazu erzählt. Normalerweise beginne die Hauptsaison der Schwammerlsucher immer erst im September. Aber aufgrund des vielen Regens in den vergangenen Wochen seien sie heuer eben etwas früher dran.

Für alle, die sich jetzt auch auf Schwammerlsuche machen wollen, gilt aber: lieber immer auf Nummer Sicher gehen. Es gibt eben auch einige giftige und sogar extrem giftige Pilze. Die Verwechslungsgefahr ist bei einigen Arten sehr groß. Deshalb im Zweifelsfall immer auf die Erfahrung von Pilzberatern setzen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Eine Liste der Pilzsachverständigen findet man hier: 

„Abschuss kann Herdenschutz nicht ersetzen“

„Abschuss kann Herdenschutz nicht ersetzen“

Hilpoltstein / Eichstätt /  Bayern – Tauchen in Bayern Wölfe auf und reißen Nutztiere, werden meist umgehend Stimmen nach einem ‚konsequenten Management‘ laut, was in der Regel mit einer Forderung nach einem Abschuss gleichzusetzen ist. Dies ist auch in der aktuellen Diskussion um Risse durch das bei Eichstätt ansässige Wolfsrudel der Fall. Für den LBV steht aber fest: „Abschuss kann den Herdenschutz nicht ersetzen“. Tierhalter in Wolfsgebieten werden zu Kooperation aufgefordert.

Die Pressemitteilung des LBV im Wortlaut:
„Der Abschuss eines Wolfs ist in den meisten Fällen überhaupt nicht notwendig und kann stets nur die allerletzte Lösung sein. Stattdessen haben wir in Bayern einen gut ausgearbeiteten Managementplan mit verschiedenen Stufen, der den Tierhaltern andere Möglichkeiten bietet, ihre Tiere vor Übergriffen durch Wölfe zu schützen“, betont Dr. Andreas von Lindeiner, Landesfachbeauftragter Naturschutz des bayerischen Naturschutzverbands LBV.
So gibt es für den Herdenschutz in einer staatlich ausgewiesenen Gebietskulisse inzwischen eine Investitionsförderung. Außerdem hat die EU Ende 2018 die Richtlinien für staatliche Hilfen für die Landwirtschaft angepasst und damit die vollständige Kompensation sowohl von Schäden, die von Großen Beutegreifern wie dem Wolf verursacht werden, sowie von Maßnahmen zum Herdenschutz ermöglicht. Die Abwicklung erfolgt über das für den Tierhalter jeweils zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF).

Elektrozaun, Herdenschutzhunde und Hirten

Zu präventiven und effektiven Herdenschutzmaßnahmen gehören Elektrozaun, Herdenschutzhunde und Hirten. Und auch wenn die Umsetzung nicht immer einfach und in manchen Alpengebieten undurchführbar sein mag, so ist sie in den allermeisten Gebieten möglich und wird vom Staat bezahlt. Auch im aktuellen Fall hatte das für den Landkreis Eichstätt zuständige AELF Ingolstadt-Pfaffenhofen bereits im August 2021 in einem Schreiben an alle Weidetierhalter Informationsangebote unterbreitet. „Wie sich herausgestellt hat, haben längst nicht alle Tierhalter dieses Angebot auch angenommen und ihre Tiere wirksam vor Wolfsübergriffen geschützt“, so der LBV-Wolfsbeauftragte Willi Reinbold, der im Landkreis Eichstätt lebt. „So musste es zu Rissen kommen, die wohl vermeidbar gewesen wären.“
Nachdem die dauerhafte Anwesenheit eines Wolfes in einem Gebiet bestätigt wurde, so wie es im Landkreis Eichstätt der Fall ist, sieht die Regelung vor, dass Tierhalter ein Jahr Zeit haben, Förderung für Schutzmaßnahmen in Anspruch zu nehmen. Danach entfällt bei Rissen ungeschützter Tiere der Anspruch auf Entschädigung.
Unter Fachleuten ist völlig unumstritten, dass einzig flächendeckender Herdenschutz die Weidetiere schützen kann. „Wölfe als Sündenböcke abzustempeln, wenn Herdenschutz nicht umgesetzt wird und stattdessen den Abschuss zu fordern, hilft niemandem. Vielmehr muss endlich dem bayerischen Wolfs-Aktionsplan die Chance gegeben werden, sich zu bewähren“, fordert Andreas von Lindeiner.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kleinod zur Abendstunde

Kleinod zur Abendstunde

Aschau / Landkreis Rosenheim – Besonders zur Abendstunde zeigt das Priental seine reizvolle Seite. Die untergehende Sonne taucht die aus dem 17. Jahrhundert stammende Feldkapelle in Höhenberg, die von prächtigen Linden beschirmt wird, in einen warmen goldenen Schein.

Besonders in Aschau im Chiemgau (Landkreis Rosenheim) lohnt es sich auf den Weg der Gotteshäuser zu machen, denn es wurde ein eigens kreierter Kapellenweg mit 14 Orten der Ruhe und Kraft zusammengestellt. Auf über 40 Seiten gibt es nicht nur Wissenswertes über die einzelnen Gotteshäuser zu erfahren, sondern Psalmen und zahlreiche Fotos runden diesen kostenlosen Führer ab. Der Aschauer Kapellenwegweiser ist in den Tourist Infos Aschau, Tel. 08052-90490 oder Sachrang, Telefon 08057 / 909737 bzw. unter www.aschau.de erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Tourist Info Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: H. Reiter)

Kräutersegnung in Kirche St. Nikolaus

Kräutersegnung in Kirche St. Nikolaus

Rosenheim – Mit feierlichen Gottesdiensten und Kräutersegnungen begehen Katholiken am heutigen Dienstag, 15. August, das Hochfest Mariä Himmelfahrt. Auch in der Kirche St. Nikolaus in Rosenheim wurden am Vormittag zu Sträußen gebundene Kräuter gesegnet.

Auch der Altar von St. Nikolaus in Rosenheim ist heute prächtig mit Kräutern und Blumen geschmückt. Foto: Innpuls.me

Auch der Altar von St. Nikolaus in Rosenheim ist heute prächtig mit Kräutern und Blumen geschmückt. Foto: Innpuls.me

Die beiden Rosenheimerinnen Amalie Döbler und Johanna Wörndl (unser Beitragsbild) haben in die Kirche gleich einen ganzen Korb voller Kräuter mitgenommen, die sie in ihren Gärten und auf dem Feld gepflückt haben. Traditionell gehören in die Kräuterbuschen lebensnotwendige und heilkräftige Pflanzen. Diese werden nach der Segnung zu Hause getrocknet und aufbewahrt. „Im nächsten Jahr zerkrümle ich dann die trockenen Pflanzen und verstreue sie auf die Beete, um so den Segen für die neuen Pflanzen weiterzugeben“, erzählt Amalie Döbler.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Karin Wunsam)

Mehr Pflegebedürftige prognostiziert als erwartet

Mehr Pflegebedürftige prognostiziert als erwartet

München / Bayern – Neuen Prognosen des aktualisierten Pflegegutachtens Bayern 2050 zufolge könnte die Zahl der Pflegebedürftigen im Freistaat bis zum Jahr 2050 auf fast 1,1 Millionen Menschen ansteigen. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek am heutigen Sonntag in München hingewiesen. Der Minister erläuterte: „Im Dezember 2021 waren in Bayern bereits 578.147 Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes. Den aktuellen Prognosen zufolge wird diese Zahl bis 2050 deutlich steigen, und zwar auf bis zu 1.082.777 Menschen. Das sind fast 90.000 Pflegebedürftige mehr, als wir bisher erwartet hatten.“

Die Prognosen des Pflegegutachtens Bayern 2050 wurden auf Basis der neuesten Pflegestatistik 2021 aktualisiert. Holetschek betonte: „Die aktuelle Pflegestatistik und die neuen Prognosen verdeutlichen: Die Pflege ist eine der größten gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Denn mit der steigenden Zahl an Pflegebedürftigen nimmt auch der Bedarf an Pflegeplätzen und an Pflegepersonal zu. Wir müssen jetzt mit mutigen Lösungen die Weichen stellen und die Zukunft der Pflege nachhaltig gestalten.“

Holetschek fordert von Bundesregierung raschen Pflegegipfel

Der Minister forderte: „Auch die Bundesregierung muss sich ihrer Verantwortung stellen und endlich handeln. Bundesgesundheitsminister Lauterbach sollte alle Beteiligten rasch zu einem Pflegegipfel einladen. Die Herausforderung in der Pflege können Bund, Länder, Kommunen, Träger und Verbände nur in einem gemeinsamen Kraftakt lösen. Wir brauchen eine umfassende Reform, die die Pflegebedürftigen finanziell entlastet, die pflegenden Angehörigen angemessen unterstützt und die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte wirklich verbessert.“
Holetschek erläuterte: „Schon heute nimmt die Zahl der Pflegebedürftigen von Jahr zu Jahr zu. So hat sich die Zahl der Menschen, die zuhause gepflegt werden, seit der letzten Pflegestatistik aus dem Jahr 2019 um 18 Prozent erhöht. Die Zahl der Pflegebedürftigen, die Ende 2021 von ambulanten Diensten versorgt wurden, ist bayernweit im Vergleich zu 2019 um rund 5 Prozent gestiegen. Im teilstationären Bereich, also beispielsweise bei der Tages- oder Nachtpflege, ging die Zahl der versorgten Pflegebedürftigen um 6 Prozent und im vollstationären Bereich um 4,5 Prozent leicht zurück. Grund dafür war vor allem die Corona-Pandemie.“

Der Minister ergänzte: „Im Jahr 2021 waren in Bayern 89.224 Pflegekräfte in der Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen Personen beschäftigt, davon 43.458 Pflegefachkräfte und 45.766 Pflegehilfskräfte. Schon im Basisszenario des Gutachtens steigt der Personalbedarf in der Langzeitpflege bis zum Jahr 2050 um insgesamt 53.328 Pflegekräfte auf 142.551 Pflegekräfte, jeweils in Vollzeit gerechnet. Das ist immens.“

Holetschek betonte: „Wie sich die Zahl der Pflegebedürftigen, aber auch die Zahl der Pflegeangebote und des Pflegepersonals von 2017 bis 2021 im Detail tatsächlich entwickelt hat und wie die Prognosen bis ins Jahr 2050 konkret aussehen, zeigt ab Montag im Internet unser neues Portal www.pflegebedarf2050.bayern.de anschaulich.“  (Das Webportal ist ab Montag (14.8.) unter www.pflegebedarf2050.bayern.de abrufbar. Dort steht auch das aktualisierte Pflegegutachten zum Download bereit. Anmerkung der Redaktion)
(Quelle: Pressemitteilung Bayerische Staatsregierung / Beitragsbild: Symbolfoto re)