Warnung vor Erwerb gestohlener Gegenstände

Warnung vor Erwerb gestohlener Gegenstände

München / Bayern – Die Münchner Bundespolizei warnt davor Smartphones, Kleincomputer oder ähnliche Elektrogeräte ohne Eigentumsnachweis von fremden Personen zu erwerben.

Ein 16-jähriger Deutscher meldete der Bundespolizei, dass ihm sein Kleincomputer in einem Schnellrestaurant im Zwischengeschoss des Hauptbahnhofes München entwendet wurde. Er war mit Freunden im Schnellrestaurant als ein ihm unbekannter, neben ihn sitzender Gast die Jacke neben sich und über das iPad legte. Wenig später stand er auf und ging. Als ihm das Fehlen des iPad auffiel, hatte auch der Nachbar das Restaurant mittlerweile verlassen.

Der junge Mann aus Waldkraiburg konnte das gestohlene iPad dank Ortungsfunktion über sein Smartphone lokalisieren. Mit Bundespolizisten begab er sich zu einem Einkaufszentrum in Neuperlach, aus dem das Ortungssignal sendete. In einem Schnellrestaurant erkannte er den Mann, der im Burgerlokal im Hauptbahnhof schon neben ihm saß. Bei der Kontrolle und Durchsuchung des Rucksackes des 63-jährigen Deutschen wurde das iPad des 16-Jährigen aufgefunden. Dieser konnte das aufgefundene iPad, das er 2021 von seiner Großmutter geschenkt bekam, entsperren und weitere Hinweise liefern, dass es sich um seinen Kleincomputer handelt.
Nachdem im Rucksack des 63-Jährigen aus Berg am Laim vier ihm nicht zuzuordnende Smartphones aufgefunden wurden, ordnete die Staatsanwaltschaft München I eine Wohnungsdurchsuchung an. Hier konnte jedoch kein weiteres Diebesgut aufgefunden werden. Die Bundespolizei versucht nun die Besitzer der vier Handys zu ermitteln. Der 63-jährige, einschlägig Polizeibekannte, verblieb auf freien Fuß. Gegen ihn ermittelt die Münchner Bundespolizei wegen gewerbsmäßigem Diebstahl. Die Schadenssumme der fünf entwendeten Elektrogeräte wird auf ca. 1.125 EUR geschätzt.

Smartphone in S-Bahn vergessen – und weg war es

Weniger Glück hatte eine 24-jährige Deutsche. Sie befand sich kurz vor 18 Uhr in einer fahrenden S-Bahn. Als sie am Karlsplatz in die S2 umstieg, vergaß sie in der S-Bahn ein erst kurz zuvor erworbenes neuwertiges Smartphone.
Trotz schneller Info an DB-Mitarbeiter konnte es bei einer Absuche in der S-Bahn nicht mehr aufgefunden werden. Auch beim Fundbüro war bis abends noch kein iPhone 14 Pro abgegeben worden.
Die Bundespolizei wertet nun die Videoaufzeichnung der S-Bahn aus und hofft so der Person, die es mutmaßlich unterschlagen hat, auf die Spur zu kommen. Die Schadenssumme beläuft sich auf rund 1.300 EUR.

Die Bundespolizei warnt davor Smartphones, Kleincomputer oder ähnliche Elektrogeräte ohne Eigentumsnachweis von fremden Personen zu erwerben. Wer gestohlene oder unterschlage Gegenstände erwirbt, muss diese bei Aufklärung der Straftat – ohne Kostenerstattung – an den Eigentümer zurückgeben.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Statistik zu Feiertag „Mariä Himmelfahrt“

Statistik zu Feiertag „Mariä Himmelfahrt“

Fürht / Bayern – Am Dienstag, 15. August, feiern die Katholiken Mariä-Himmelfahrt. Nur in Saarland und vielen Gemeinden Bayerns ist das ein Feiertag. Wie viele Gemeinden in Bayern an diesem Tag tatsächlich frei haben, hat das Landesamt für Statistik ermittelt.

Grafik Mariä Himmelfahrt. Bayerisches Landesamt für Statistik, Fürth 2023

Gemäß Art. 1 Abs. 1 Nummer 2 des Gesetzes über den Schutz der Sonn- und Feiertage (Feiertagsgesetz) ist in Bayern der 15. August – „Mariä Himmelfahrt“ – in einer Gemeinde dann ein gesetzlicher Feiertag, wenn dort mehr katholische als evangelische Einwohner ihren Hauptwohnsitz hatten. Auf welche Kommunen das zutrifft, stellt gemäß Art. 1 Abs. 3 Feiertagsgesetz das Bayerische Landesamt für Statistik auf Basis der letzten Volkszählung fest.

Die Festlegung, in welchen Gemeinden Bayerns „Mariä Himmelfahrt“ ein gesetzlicher Feiertag ist, beruht aktuell auf den Ergebnissen des Zensus 2011. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik ist das Fest „Mariä Himmelfahrt“ in 1 704 von insgesamt 2 056 Gemeinden Bayerns ein gesetzlicher Feiertag. In Oberbayern und Niederbayern ist der 15. August 2023 überall Feiertag, da dort in allen Gemeinden zum Stichtag des Zensus 2011 die Zahl der Katholiken überwog.

Auch in der Oberpfalz (96,0 Prozent der Gemeinden überwiegend katholisch), in Schwaben (95,3 Prozent) sowie in Unterfranken (87,0 Prozent) ist der 15. August für die meisten Bürgerinnen und Bürger frei. In den meisten Gemeinden der evangelisch geprägten Regierungsbezirke Oberfranken bzw. Mittelfranken ist „Mariä Himmelfahrt“ hingegen kein Feiertag. Dort sind nur 46,3 Prozent bzw. 18,1 Prozent der Gemeinden mehrheitlich katholisch.

Während in den bayerischen Großstädten München, Augsburg, Würzburg, Regensburg und Ingolstadt „Mariä Himmelfahrt“ ein gesetzlicher Feiertag ist, wird in den mittelfränkischen Großstädten Nürnberg, Fürth und Erlangen gearbeitet bzw. sind die Geschäfte geöffnet.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re / Grafik: Bayerisches Landesamt für Statistik, Fürth 2023)

Bald Landtierarztquote in Bayern?

Bald Landtierarztquote in Bayern?

Bayern – Für die Sicherstellung der tierärztlichen Versorgung auf dem Land setzt sich Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber für die Einführung einer Landtierarztquote in Bayern ein. Das Verfahren dazu schreitet voran: Der Stiftungsrat der Stiftung für Hochschulzulassung hat den Weg frei gemacht für die Einführung einer Landtierarztquote durch die Bundesländer.

Glauber betonte dazu am heutigen Freitag in München: „Wir brauchen mehr Tierärzte auf dem Land. Mehr Landtierärzte bedeuten mehr Tierschutz in der Fläche und mehr Lebensmittelsicherheit. Auch die Landwirte sind auf eine gute tiermedizinische Versorgung ihrer Tiere angewiesen. Mit unserer umfassenden Zukunftsstrategie wollen wir den Tierarztberuf auch in Zukunft attraktiv halten. Die Landtierarztquote ist wichtig, um eine flächendeckende Versorgung in allen Regionen Bayerns sicherzustellen. Ich freue mich, dass Bayerns Initiative zur Landtierarztquote im bundesweiten Gremium erfolgreich war. Das ist der erste Schritt. Jetzt kann die inhaltliche Ausgestaltung zur Umsetzung starten und es können die rechtlichen Voraussetzungen für eine Landtierarztquote in Bayern geschaffen werden. Ich werde mich auch weiter für eine Landtierarztquote einsetzen.“

„Es geht um mehr als den Hausarzt für den Hamster“

Auch Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume begrüßt, dass der Stiftungsrat auf Antrag des Freistaats Bayern grünes Licht für eine Landtierarztquote gegeben hat: „Bestmöglicher Tierschutz und höchste Lebensmittelsicherheit: Eine gute, sichere und flächendeckende tiermedizinische Versorgung gerade bei Nutztieren ist für uns alle wichtig – es geht um mehr als den ´Hausarzt´ für den Hamster. Deshalb setzen wir uns für mehr Tierärzte in allen Regionen Bayerns ein und stellen die Weichen schon bei der Ausbildung. Eine Landtierarztquote kann dabei ein wertvoller Baustein in einem Maßnahmenpaket sein.“

Die Forderung der Einführung einer Landtierarztquote ist Teil des „Zukunftskonzepts Landtierärzte“ des Umweltministeriums. Ziel der Zukunftsstrategie ist es, den Tierarztberuf auf dem Land insbesondere in der Nutztierpraxis insgesamt attraktiver zu gestalten, um möglichen Versorgungslücken frühzeitig entgegenzuwirken. Die Zukunftsstrategie baut auf vielfältige Maßnahmen, darunter eine Unterstützung attraktiver Praxismodelle, Verbesserungen bei der Vergütung von Tierärzten und zwei neue Spezialisten-Netzwerke zur tierärztlichen Versorgung von Rindern und Schweinen, die das Umweltministerium als Sonderprojekte fördert. Auch der bundesweit einzigartige interdisziplinäre Masterstudiengang „Tiergesundheitsmanagement“ der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Zusammenarbeit mit der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München gehört dazu. Der Weiterbildungsstudiengang für Tierärzte mit Schwerpunkt auf der ländlichen Nutztierpraxis wird seit dem Wintersemester 2021/22 angeboten. Das Umweltministerium hat für die ersten beiden Studienjahrgänge insgesamt 25 Stipendien vergeben. Voraussetzung für ein Stipendium ist unter anderem, nach Abschluss des Studiengangs mindestens 60 Monate als Tierärztin oder Tierarzt in der kurativen Nutztierversorgung in Bayern zu arbeiten.

„Mit tierärztlicher Unterversorgung ist zu rechnen“

Nach einer Studie der Universität München ist in den kommenden Jahren in einigen Regionen Bayerns mit einer tierärztlichen Unterversorgung bei landwirtschaftlichen Nutztierbetrieben zu rechnen. Gerade in ländlichen Regionen gestaltet sich die Nachwuchsgewinnung in der Nutztierpraxis zunehmend herausfordernd. Auch der demographische Wandel hat zu einem deutlichen Rückgang der tierärztlichen Praxen für Nutztiere geführt: Gab es 2014 noch knapp 1.200 niedergelassene Tierärzte für die Versorgung von Nutztieren, sind es aktuell noch knapp 740.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerische Staatsregierung / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Monitoring von Stechmücken in Bayern

Monitoring von Stechmücken in Bayern

Würzburg / München / Bayern – Nachdem vor zwei Tagen erstmals im Stadtgebiet von Würzburg zwei Exemplare der Asiatischen Tigermücke und Eier des Insekts nachgewiesen wurden (Quelle: Landkreis Würzburg.de) will Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek nun verstärkt prüfen, in welchem Umfang sich in Folge des Klimawandels gebietsfremde Stechmückenarten im Freistaat verbreiten.

 

Holetschek betonte am heutigen Freitagvormittag in München: „Bayern hat sein Monitoring gebietsfremder Stechmücken in diesem Jahr auf insgesamt sechs neue Standorte ausgeweitet. Im Fokus steht dabei insbesondere die Asiatische Tigermücke, die unter Umständen Erreger von Krankheiten wie Dengue-, Zika- oder West-Nil-Fieber verbreiten kann. Holetschek erläuterte: „Der Klimawandel und die Globalisierung bringen neue gesundheitliche Herausforderungen. So wird es immer mehr Stechmückenarten im Freistaat geben, die bei uns eigentlich nicht beheimatet sind und Infektionskrankheiten übertragen können. Dafür müssen wir gewappnet sein.“

Der Minister ergänzte: „Wir hatten zunächst in einer Pilotphase verschiedene Fallentypen getestet, mit denen das Vorkommen gebietsfremder Stechmücken in Bayern überprüft werden soll. Nach dem Abschluss dieser Phase haben wir in den vergangenen beiden Monaten an sechs in Bayern verteilten Standorten Mückenfallen aufgestellt, um Stechmücken zu fangen und Vorgehensweisen zum Umgang mit Tigermücken zu erarbeiten. Die Fallen werden dann im Herbst wieder abgebaut und die Daten bis Ende des Jahres ausgewertet.“

Die entsprechende Machbarkeitsstudie läuft seit 2022 unter Federführung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Weitere Informationen dazu finden Sie hier. Bei der Standortplanung wurden auch Orte einbezogen, an denen es im Jahr 2022 bereits einzelne Funde der Asiatischen Tigermücke gab.

Asiatische Tigermücke wird bis jetzt vereinzelt in Bayern gefunden.

Die Asiatische Tigermücke wurde in den vergangenen Jahren vereinzelt in Bayern gefunden. Zuvor konnte sie sich bereits in Südeuropa und Deutschland entlang des Rheingrabens etablieren. Man erkennt die Asiatische Tigermücke an ihrer auffälligen schwarz-weißen Musterung. Neben schwarz-weiß geringeltem Körper und Beinen trägt sie eine weiße Linie, die mittig von Kopf bis Brustkorb verläuft. Außerdem ist die Tigermücke im Vergleich zu einheimischen Mücken deutlich kleiner und aggressiver. Asiatische Tigermücken sind auch am Tag aktiv
Professorin Claudia Traidl-Hoffmann, Sonderbeauftrage für Klimaresilienz und Prävention, erklärte: „Im Zuge des Klimawandels werden sich bisher gebietsfremde Stechmückenarten, die Infektionserkrankungen übertragen können, weiterverbreiten. In den letzten Jahren haben Vektor-vermittelte Erkrankungen zugenommen.“ Unter Vektor-vermittelten Krankheiten versteht man Infektionskrankheiten, bei denen die Erreger z. B. durch Mücken oder Zecken übertragen werden.

„Übertragungsrisiko von exotischen Viren sehr gering“.

Holetschek unterstrich: „Aktuell ist das Übertragungsrisiko von exotischen Viren durch gebietsfremde Steckmücken wie die Asiatische Tigermücke sehr gering. Durch den Klimawandel wird die Ausbreitung der Vektoren allerdings wahrscheinlicher und damit könnten solche Infektionen zunehmen. Das Monitoring ist wichtig, damit wir einen Überblick über Ausbreitungstendenzen der Asiatischen Tigermücke in Bayern bekommen und praktikable Strategien zu ihrer Bekämpfung entwickeln können.“

Holetschek ergänzte: „Wir können alle etwas tun, um die Asiatische Tigermücke einzudämmen. Denn die Tigermücke nutzt fast alle Arten von Wasseransammlungen, um ihre Eier abzulegen. Deshalb sollten wir beispielsweise Regentonnen oder kleine Wasseransammlungen in Gießkannen oder Blumentöpfen verschließen oder zumindest regelmäßig entleeren, damit wir schon die Eiablage vermeiden. Da der Flugradius der Tigermücke nur rund 200 Meter beträgt, können lokale Bekämpfungs- und Vermeidungsstrategien durchaus wirksam sein.“
Professorin Dr. med. Caroline Herr, Amtsleitung Gesundheit am LGL, erläuterte: „Schutz vor Mückenstichen und einer potenziellen Übertragung von Infektionen bietet zum Beispiel ein geeignetes Mückenschutzmittel, das regelmäßig auf Haut und Kleidung aufgetragen wird, ebenso das Tragen von langer und heller Kleidung.“

Untypisch oder auffällig erscheinende Mückenexemplare können zur morphologischen Bestimmung sowohl an das LGL als auch an den „Mückenatlas Deutschland“ eingesendet werden. Nähere Informationen gibt es unter https://mueckenatlas.com oder https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionswege/asiatische_tigermuecke.htm.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerische Staatsregierung / Beitragsbild: Symbolfoto re, zeigt Tigermücke)

 

Kräutersegnungen zu Mariä Himmelfahrt

Kräutersegnungen zu Mariä Himmelfahrt

München – Mit feierlichen Gottesdiensten und Kräutersegnungen begehen Katholiken am Dienstag, 15. August, das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel. Es wird auch Mariä Himmelfahrt oder Frauentag genannt und gilt als wichtigstes unter den Marienfesten. Traditionell werden zu Sträußen gebundene Kräuter gesegnet, die Gläubige zu den Gottesdiensten mitbringen. Mehr als 100 Kirchen im Erzbistum München und Freising begehen an diesem Tag auch ihr Patrozinium.

Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, feiert um 10 Uhr einen Pontifikalgottesdienst in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf in München. Der Bischofsvikar für die Seelsorgsregion Nord, Weihbischof Wolfgang Bischof, zelebriert um 10.30 Uhr einen festlichen Gottesdienst im Freisinger Mariendom. Weihbischof emeritus Bernhard Haßlberger feiert um 11 Uhr anlässlich des Jubiläums 550 Jahre Wallfahrt zur Filialkirche Mariä Himmelfahrt im Marzlinger Ortsteil Rudlfing im Landkreis Freising einen Festgottesdienst.

In den zwei Münchner Marien-Wallfahrtskirchen Ramersdorf und Thalkirchen beginnt am 15. August auch wieder der traditionelle „Frauendreißiger“: 30 Tage lang bis zum Fest Kreuzerhöhung am 14. September finden in den Kirchen täglich Gottesdienste, Andachten und Rosenkranzgebete statt. Gläubige und vor allem auch pfarrliche Gruppen pilgern zu den beiden Gnadenorten, um Ruhe und Einkehr zu finden. In Maria Ramersdorf wird der Frauendreißiger um 10 Uhr mit dem Pontifikalgottesdienst mit Kardinal Marx eröffnet, in Maria Thalkirchen um 19 Uhr mit anschließender Lichterprozession.

Der Brauch der Kräuterweihe geht auf eine Erzählung des Johannes von Damaskus zurück, der als Mönch um 700 im Kloster Mar Saba bei Jerusalem lebte. Laut dieser Erzählung erfüllte „wundersamer Kräuterduft“ das Grab Mariens. Auch aus dem 14. Jahrhundert ist eine Legende überliefert, wonach die Grabtücher, in die der Leichnam Mariens gewickelt war, „gleich Balsam und der Blume der Lilien“ dufteten. Vor diesem Hintergrund werden in Bayern zu Mariä Himmelfahrt die zu Sträußen zusammengebundenen Kräuter gesegnet. Bei der Kräutersegnung wird über die Fürsprache Mariens Gottes Heil erbeten. Darin drückt sich nicht nur die Achtung vor der Schöpfung aus, die Heilkraft der Kräuter symbolisiert auch die liebende Zuwendung Gottes zu den Menschen.

Diese Pflanzen gehören traditionell in den Kräuterbuschen

Traditionell werden lebensnotwendige und heilkräftige Pflanzen wie Brotgetreide, Heil- und Gewürzpflanzen eingebunden. Vor allem im Oberland wird in der Mitte eine Königskerze eingefügt. Hinzu kommen Rohrkolben und Rainfarn sowie Heilpflanzen wie Johanniskraut, Salbei, Schafgarbe und Kamille. Als Gewürzpflanzen gehören Majoran, Thymian, Bohnenkraut, Minze und Liebstöckl in den Strauß, daneben die Hauptgetreidearten Hafer, Gerste, Weizen und Roggen. Oft wird der Kräuterbuschen auch mit Blumen aus dem sommerlichen Garten und einer Rose, dem Symbol für Maria, geschmückt. Gerade in bäuerlichen Familien werden die Kräuterbuschen kopfüber an einem schattigen Ort aufgehängt, getrocknet und später im Herrgottswinkel aufgesteckt.
(Quelle: Pressemitteilung Erzdiözese München und Freising / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Positive Halbjahresbilanz von Tourismus und Gastgewerbe

Positive Halbjahresbilanz von Tourismus und Gastgewerbe

Fürth / Bayern – Für den Juni 2023 meldet das Bayerische Landesamt für Statistik für die 11 584 geöffneten Beherbergungsbetriebe1) Bayerns rund 4,0 Millionen Gästeankünfte und knapp 10,3 Millionen Übernachtungen. Im ersten Halbjahr 2023 liegen die Gästeankünfte bei rund 17,3 Millionen und somit um 27,1 Prozent über den Gästeankünften des Vorjahreszeitraums. Die Übernachtungen belaufen sich auf fast 44,7 Millionen, was einer Zunahme um 17,9 Prozent entspricht.

Rund 4,0 Millionen Gäste kommen im Juni 2023 für einen Aufenthalt in einen der 11 584 geöffneten Beherbergungsbetriebe nach Bayern (+10,4 Prozent i. Vgl. z. Vorjahresmonat). Die Übernachtungen liegen bei knapp 10,3 Millionen (+4,5 Prozent i. Vgl. z. Vorjahresmonat).

In den Monaten Januar bis Juni 2023 erreichen die Gästeankünfte bereits rund 17,3 Millionen und übersteigen somit die Ankünfte aus dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 27,1 Prozent. Auch die Übernachtungen übertreffen das erste Halbjahr 2022 mit rund 44,7 Millionen um 17,9 Prozent.

Woher kommen die meisten Gäste im ersten Halbjahr 2023?

Aus fünf Herkunftsländern kommen von Januar bis Juni 2023 bereits jeweils mehr als 200 000 Gäste nach Bayern: Die meisten Besucher stammen aus Österreich (Gästeankünfte: 0,4 Millionen; Übernachtungen: 0,8 Millionen), den Niederlanden (Gästeankünfte: 0,4 Millionen; Übernachtungen: 0,6 Millionen), den Vereinigten Staaten (Gästeankünfte: 0,4 Millionen; Übernachtungen: 0,8 Millionen), der Schweiz (Gästeankünfte: 0,3 Millionen; Übernachtungen: 0,7 Millionen) und Italien (Gästeankünfte: 0,2 Millionen; Übernachtungen: 0,5 Millionen). Der Anteil ausländischer Gäste im ersten halben Jahr liegt bei den Gästeankünften bei 21,3 Prozent (Übernachtungen aus dem Ausland: 18,6 Prozent). 78,7 Prozent aller Besucher kommen demnach aus dem Inland (Übernachtungen aus dem Inland: 81,4 Prozent).

Wie sieht der Trend bei der Entwicklung der Betriebsarten aus?

Für den Monat Juni 2023 betrachtet, liegen die Hotels garnis (Gästeankünfte: +13,4 Prozent; Übernachtungen: +6,1 Prozent) und die klassischen Hotels (Gästeankünfte: +12,4 Prozent; Übernachtungen: +6,2 Prozent) bei der Entwicklung der Gästezahlen an der Spitze. Anders als in den Vormonaten gibt es aber auch rückläufige Tendenzen, welche zum einen bei den Übernachtungen der Pensionen (Gästeankünfte: +0,4 Prozent; Übernachtungen: -4,5 Prozent), den Gasthöfen (Gästeankünfte: +2,0 Prozent; Übernachtungen: -2,1 Prozent) und den Ferienzentren, -häusern und -wohnungen (Gästeankünfte: +5,1 Prozent; Übernachtungen: -0,3 Prozent) zu beobachten sind. Bei den Vorsorge- und Reha-Kliniken zeigt sich ebenfalls eine Verringerung der Gästeankünfte um -9,1 Prozent (Übernachtungen: +7,8 Prozent).

Bei Betrachtung des ersten Halbjahres liegen alle Betriebsarten über den Zahlen des Vorjahreszeitraums. Dies gilt sowohl für die Gästeankünfte, als auch für die Übernachtungen. Die größte Zunahme bei den Gästeankünften gibt es hier bei den Erholungs-, Ferien-, und Schulungsheimen (Gästeankünfte: +41,8 Prozent; Übernachtungen: +32,8 Prozent). Bei den Übernachtungen liegen die Jugendherbergen und Hütten mit +32,9 Prozent knapp an der Spitze (Gästeankünfte: +38,6 Prozent).
(Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)