Gewitterstürme zerstören Wald

Gewitterstürme zerstören Wald

Landkreis Rosenheim – In den vergangenen Tagen haben gleich mehrere Gewitterstürme im Landkreis Rosenheim erheblichen Schaden im Wald angerichtet. Ein Aufenthalt dort ist darum aktuell sehr gefährlich.

Schwerpunkt der Zerstörung sind nach Auskunft des Amts für Ernährung, Landwirtschat und Forsten, Flächen in den Gemeinden Prutting und Söchtenau sowie Riedering und südlich von Vogtareuth.
Durch teils starke Böen sind hier Bäume umgeknickt oder abgesplittert, insbesondere an Laubbäumen wurden zudem Äste abgebrochen, die teils noch in den Kronen der Bäume hängen und jederzeit herabfallen können.

Die Lage in den Wäldern ist aktuell gefährlich

Aufgrund dieser gefährlichen Lage rät das Amt für Ernährung, Landwirtschaften und Forsten Rosenheim dringend die betroffenen Waldgebiete nicht zu betreten. Denn auch wenn der Sturm vorbei ist, besteht weiterhin eine große Gefahr durch herabfallende Äste, überhängende und unter Spannung stehende Bäume. Hier gilt es auch für Waldbesitzende äußert vorsichtig zu sein und besonnen zu handeln. Die Aufarbeitung von Sturmholz, das vielfach unter lebensgefährlicher Spannung steht, ist am sichersten durch Profis mit Forstmaschinen durchzuführen.
Vor der Aufarbeitung ist ebenfalls zu beachten, dass eine entsprechende Meldung an das zuständige Finanzamt erfolgt, um vorhandene steuerliche Erleichterungen in Anspruch nehmen zu können.

Beratung für betroffene Waldbesitzer

Betroffene Waldbesitzer können sich von den Revierförstern des Forstamts beraten lassen. Der jeweilig zuständige Förster ist auf der Homepage der Forstverwaltung unter www.waldbesitzer-portal.bayern.de/foersterfinder mit entsprechenden Kontaktinformationen zu finden. 
(Quelle: Pressemitteilung Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten / Beitragsbild: Martin Holzäpfel)

Kronacher Grauwacke Gestein des Jahres 2023

Kronacher Grauwacke Gestein des Jahres 2023

Kronach / Bayern – Bayerns Gestein des Jahres 2023 ist die Grauwacke im Glosberger Steinbruch im oberfränkischen Kronach. „Kronach beherbergt einen der wenigen Orte in Bayern, wo das versteinerte Zeugnis einer stürmischen Vergangenheit bestaunt werden kann“, begründete Roland Eichhorn, Leiter des Geologischen Dienstes im Landesamt für Umwelt, die Auswahl.

Die Prämierung würdigt damit das über 30 Jahre lange Engagement der Naturpark-Ranger, die gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Frankenwald und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz den längst verlassenen Steinbruch pflegen. Ihnen ist es zu verdanken, dass dieses steinerne Naturwunder bis heute gut erhalten ist. Früher war der graue Wackerstein als Schotter und Mauerstein sehr begehrt und wurde im Frankenwald in mehr als 60 Steinbrüchen gewonnen; mittlerweile ist kein einziger Steinbruch mehr in Betrieb.

„drunter und drüber“

Vor rund 340 Millionen Jahren erschütterten heftige Erdbeben den Meeresstrand, so dass Gesteinsmaterial als Schlammstrom („Lawine“) von der flachen Küste in die Tiefen des Ozeans rutschte. Sobald ein solcher Schlammstrom den Tiefseeboden erreichte, wurde die Lawine aus aufgewühltem Schlamm und Sand langsamer und sank auf den flachen Tiefseeboden – die schweren, großen Sandkörner zuerst, der leichtere Schlamm und Ton danach. Ruhe kehrte ein, bis das nächste Erdbeben die nächste Schlammlawine in die Tiefsee beförderte. Nach und nach wuchsen diese Lagen zu einem mächtigen, rhythmisch gebänderten Gesteinspaket – dem Turbidit. Der Name kommt daher, dass es in einer Lawine „drunter und drüber“, also turbulent zugeht. Aus dem sandigen Material des Turbidits entstanden mächtige Grauwacken-Bänke wie sie im Glosberger Steinbruch eindrucksvoll zu sehen sind.
(Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt – LfU (Beitragsbild: Copyright LfU, Loth)

Sommerfest der Heimatmusik

Sommerfest der Heimatmusik

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Ein Sommerfest der Heimatmusik findet am Samstag, 5. August, in Bruckmühl (Landkreis Rosenheim) statt. 

Von 14 bis 16 Uhr werden gemeinsam mit Ernst Schusser Heimat- und Volkslieder im Schatten der Parkanlage „von Eichendorffplatz“ gesungen. Für das leibliche Wohl sorgen die ehrenamtlichen Helfer des „Betreuten Wohnen zu Hause“.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtmarketing Bruckmühl / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Blühstreifen für Artenvielfalt

Blühstreifen für Artenvielfalt

Babensham / Landkreis Rosenheim – In voller Blütenpracht zeigt sich den Spaziergängern am Penzinger Seebach (Landkreis Rosenheim) derzeit der Blühstreifen, der als Demonstrationsfläche im Rahmen der sogenannten „Wildlebensraumberatung“ angelegt wurde.

Mit Unterstützung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim konnte auf einer von Landwirt Ludwig Oberlinner aus Riepertsham bewirtschafteten Wiese im Frühjahr 2022 ein Blühstreifen mit hohem Anteil an heimischen Wildkräutern angesät werden. Bei der Auswahl geeigneter Flächen wirkten auch Jonas Garschhammer, Biodiversitätsberater am Landratsamt Rosenheim und Isabella Eicher als Nachhaltigkeitsbeauftragte der Gemeinde Babensham mit.

Häufiges Mähen lässt Blüte vieler Wiesenpflanzen nicht zu

Um sehr eiweißhaltiges, zartes Gras als Futter für Milchkühe zu erzeugen, werden Wiesen immer früher und häufiger gemäht. Diese Form der Nutzung lässt eine Blüte vieler Wiesenpflanzen nicht zu. Blüten besuchende Bienen und andere Insekten finden daher weniger Nahrung. Die Anlage von Blühstreifen soll einen Beitrag liefern, die Wiesen in unserer Region insbesondere auf ertragsschwächeren Standorten mehr zum Blühen zu bringen und damit die Artenvielfalt zu fördern.

„Differenzierte“ Grünlandbewirtschaftung

Artenvielfalt durch „differenzierte“ Grünlandbewirtschaftung
Wie funktioniert das? Das Grünland wird in seiner Gesamtheit wirtschaftlich genutzt. Auf einer schmalen Teilfläche wird eine Blühmischung mit hohem Kräuteranteil eingesät. Dieser Wiesenteil wird nur zweimal im Jahr gemäht. Die Düngung auf dieser Teilfläche wird deutlich verringert oder ganz eingestellt. So kommen Wiesenpflanzen zur Blüte und können absamen. Ein artenreicher Pflanzenbestand stellt sich ein, in dem viele Insekten, Vögel und andere Tiere ihren Lebensraum finden. Geeignete Flächen für Blühwiesen gibt es viele, z.B. Gewässerrandstreifen, Teilflächen mit ungünstiger Ausformung, ertragsärmere Bereiche wie staunasse oder trockene Standorte, Waldränder oder steile Hänge.
Die Menge des Aufwuchses auf den Blühstreifen ist zwar geringer, kann aber als gesundes strukturreiches Futter z.B. für trockenstehende Kühe oder Jungvieh sinnvoll verwertet werden.
(Quelle: Pressemitteilung Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim mit Landwirtschaftsschule – AELF ( Beitragsbild: AELF, zeigt: von links: Behördenleiter Dr. Georg Kasberger, Nachhaltigkeitsbeauftragte Isabella Eicher und Landwirt Ludwig Oberlinner freuen sich über den gelungenen Blühstreifen am Penzinger Seebach)

 

Vertrauensbeweis für Landesvorstand des Bayerbunds

Vertrauensbeweis für Landesvorstand des Bayerbunds

München – Turnusmäßig alle drei Jahre stellt sich der Landesvorstand des Bayernbunds seinen Mitgliedern zur Wiederwahl. Vor einigen Tagen kamen die Delegierten zur jährlichen Landesversammlung in der Olympia-Schießanlage der Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) in Garching-Hochbrück zusammen und sprachen dem Vorstand ihr Vertrauen aus.

 

Neu oder wiedergewählt wurden (v.l.): Bezirksrat Hubert Dorn (Beisitzer), Gabriele Then (Landesschriftführerin), Fritz Lutzenberger (Beisitzer), Bürgermeister Stephan Schlier (Landeschatzmeister), Christian Glas (Stellvertretender Landesvorsitzender), Bezirksrat Sebastian Friesinger (Landesvorsitzender), Monika Kaltner (Beisitzerin), Wolfgang Kink (Stellvertretender Landesvorsitzender). Nicht im Bild bzw. in Abwesenheit gewählt: Landrat Bernd Sibler (Stellvertretender Landesvorsitzender), Prof. Dr. Dieter J. Weiß (Beisitzer), Thomas Blösel (Beisitzer). Foto: Anton Hötzelsperger

Der Landesvorstand hatte Landtagspräsidentin Ilse Aigner eingeladen und sie gebeten, zur Entwicklung der Demokratie in Bayern zu sprechen. Die Landtagspräsidentin lobte zunächst den Bayernbund als überparteiliche Organisation, die sich für die politische Kultur und den Föderalismus einsetzt.

Gastansprache von Landtagspräsidentin Aigner

Rückblickend auf das Krisenjahr 1923 in dem Adolf Hitler am 9. November versuchte, die erste Demokratie in Bayern und Deutschland gewaltsam zu beenden, sagte Ilse Aigner:
Die Lage heute sei in mancherlei Hinsicht anders als 1923: „Wir dürfen die Feinde der Demokratie aber nie unterschätzen. Das lehrt die Geschichte. Wir dürfen die Radikalen aber auch nicht größer machen, als sie sind. Wir können stolz sein auf die breite Mitte unserer Gesellschaft! Darin liegt der entscheidende Unterschied im Blick zurück.“ Ihr Fazit: „Die Demokratie ist das Beste, was wir haben. Wir schulden ihr, wir schulden uns, sie zu beschützen. Die erste deutsche Demokratie war nicht wehrhaft genug. Bei der zweiten ist es an uns, sie zu bewahren.“

„Wir müssen uns geschlossen zeigen, nach innen und nach außen!“

Angesichts von Polemik, Angriffen und Protesten hierzulande sagte sie: „Die Demokratie muss wehrhaft sein und bleiben – auch, wenn es Verständnis für berechtigte Anliegen gibt. Der Zweck heiligt nicht jedes Mittel. Niemand steht über dem Gesetz!“
Zur politischen Kultur im bayerischen Landtag merkte die Präsidentin an, dass in der abgelaufenen Legislaturperiode erstmals in der Geschichte des Hause 25 Rügen durch das Präsidium ausgesprochen werden mussten. Wichtig sei die inhaltliche Auseinandersetzung, aber der Stil müsse gewahrt bleiben. Sie beabsichtige deshalb Ordnungsgelder und einen Demokratiekodex im Landtag einzuführen.
Landtagspräsidentin Ilse Aigner schloss mit der Bitte: „Unterstützen Sie die Demokratie und gehen Sie zur Wahl!“

In ihren Grußworten bekräftigten der 1. Landesschützenmeister des Bundes Bayerischer Sportschützen BSSB Christian Kühn und der 1. Landesvorsitzende des Bayerischen Trachtenverbands Günter Frey die starke Verbindung zum Bayernbund, ihren Einsatz für den Schutz unserer Demokratie und forderten die Zuhörer ebenfalls auf, zur Wahl zu gehen.
Nach dem Finanzbericht von Landesschatzmeister Stephan Schlier und dem Verlesen des Berichts der Kassenprüfer wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet. Bei den anschließenden Wahlen zum Landesvorstand wurden die bisherigen Mitglieder und die neuen Kandidaten von der Versammlung mit einem hervorragenden Ergebnis für die nächsten drei Jahre berufen.
(Quelle: Pressemitteilung Bayermbund – Fritz Lutzenberger / Beitragsbild: Fritz Lutzenberger, zeigt:  der wiedergewählte Landesvorsitzende des Bayernbunds Sebastian Friesinger dankte Landtagspräsidentin Ilse Aigner für ihre Ansprache, Foto: Anton Hötzelsperger, zeigt: Neu oder wiedergewählt wurden (v.l.): Bezirksrat Hubert Dorn (Beisitzer), Gabriele Then (Landesschriftführerin), Fritz Lutzenberger (Beisitzer), Bürgermeister Stephan Schlier (Landeschatzmeister), Christian Glas (Stellvertretender Landesvorsitzender), Bezirksrat Sebastian Friesinger (Landesvorsitzender), Monika Kaltner (Beisitzerin), Wolfgang Kink (Stellvertretender Landesvorsitzender).

Nicht im Bild bzw. in Abwesenheit gewählt: Landrat Bernd Sibler (Stellvertretender Landesvorsitzender), Prof. Dr. Dieter J. Weiß (Beisitzer), Thomas Blösel (Beisitzer))

Heuberg hat ein neues Gipfelkreuz

Heuberg hat ein neues Gipfelkreuz

Heuberg / Nußdorf / Landkreis Rosenheim – Der Heuberg hat Ende Juni ein neues Gipfelkreuz bekommen. Der Nußdorfer Trachtenverein hat es dem verstorbenen Altbürgermeister gewidmet. 

Das alte Kreuz stammte aus dem dem Jahr 1967 und war schon stark verwittert. Das neue Bergkreuz wurde dem verstorbenen ehemaligen Bürgermeister von Nußdorf, Sepp Oberauer, gewidmet.
Bei einem festlichen Berggottesdienst wurde das Gipfelkreuz dann Ende Juni aufgestellt. Nußdorfs Pfarrer Christoph Rudolf weihte es. Aufgestellt wurde es am Grasbuckel.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Julia Dinner)