Bilderbogen vom Festsonntag in Pang

Bilderbogen vom Festsonntag in Pang

Pang / Rosenheim – Schee war`s! Über 2000 Besucher feierten am vergangenen Sonntag das 150-jährige Bestehen der Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Hier Bericht und ein bunter Bilderbogen von unserem Kollegen Martin Aerzbäck.

Seit 150 Jahren steht die Freiwillige Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim) für gelebte Nächstenliebe, für eine funktionierende Kameradschaft und einen ehrenamtlichen Dienst zu Gunsten der Sicherheit von Bürgern und Gästen. Das wurde jetzt einmal mehr deutlich beim großen Festsonntag im Rahmen der Feierlichkeiten zum runden Geburtstag der Floriansjünger. Mehrere tausend Besucher aus nah und fern empfingen hierzu die Panger unter Leitung von Vorstand Thomas Fischbacher und Kommandant Günter Scholz.

Viele Ehrengäste nahmen teil

Unter den Ehrengästen waren Rosenheims Oberbürgermeister und Schirmherr Andreas März mit Gattin, Bürgermeister Daniel Artmann, zahlreiche Stadträte sowie die Ehrenmitglieder. Auch Vertreter der weiteren Rosenheimer Stadtteilwachen, der befreundeten Feuerwehren aus dem Landkreis und darüber hinaus sowie der Ortsvereine beglückwünschten die Feuerwehr. Als Festkapelle fungierte die Wasner Musi unter Leitung von Hans Rutz, als Festleiter Michael Kaffl und Stefan Wanek.

Den Festgottesdienst, der aufgrund der Wetterbedingungen kurzfristig in den Pausenhof der Grundschule verlegt worden war, hielt das pastorale Team der Stadtteilkirche Rosenheim-Am Wasen mit Gemeindereferentin Maria Leutgäb, Pfarrvikar Mathias Klein-Heßling und Pfarrvikar Pater Dariusz Burdalski. Für eine feierliche musikalische Umrahmung sorgte der Kirchenchor der Stadtteilkirche-Am Wasen unter Leitung von Andreas Penninger zusammen mit der Wasner Musi.

Christlicher Gedanke der Nächstenliebe

In seinem Grußwort hob Oberbürgermeister März den christlichen Gedanken der Nächstenliebe auf, den die Feuerwehr Pang seit 150 Jahren verkörpere. Stadtbrandrat Hans Meyrl schloss sich den Glückwünschen an und nutzte die Gelegenheit für einen Appell, die Panger Wehr für Frauen zu öffnen. Pfarrvikar Klein-Heßling segnete die restaurierte Vereinsfahne samt Fahnenbänder, welche Theresa Gilg und Elisabeth Dinzenhofer präsentierten. Vorstand Fischbacher bedankte sich bei allen, die zum Gelingen der Festwoche beigetragen haben und sprach sich dafür aus, weiter tatkräftig anzupacken.

Garniert mit Pferdegespannen, Kutschen, historischen Gerätschaften und vier Blaskapellen war der Festzug, der durch Pang und Aising führte. Um einen reibungslosen Verlauf zu garantieren, waren die Ortsdurchfahrten hierzu bis zum Nachmittag für den Pkw-Verkehr gesperrt. Im Festzelt angekommen spielte die Musikkapelle Großholzhausen mit Dirigent Stephan Heinke beim gemeinsamen Mittagessen auf.
Glückwünsche überbrachten dort die Kameraden der befreundeten Feuerwehren aus Dibbersen (Stadt Buchholz in der Nordheide) im niedersächsischen Landkreis Harburg bei Hamburg sowie aus Niedersulz (Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich) ebenso wie Vertreter vom Patenverein Raubling. Die Feuerwehr Happing, ebenfalls Pate, hatte bereits am Donnerstagabend Geschenke überreicht. Auch der Kinderchor der Feuerwehr gab sein einstudiertes Lied zum Besten.

Spende anstatt Ehrengaben

nstelle von Ehrengaben entschloss sich die Feuerwehr Pang, eine Spende an den Landesfeuerwehrverband für in Not geratene Kameraden sowie für Hinterbliebene von verunglückten Einsatzkräften zu tätigen. Der Betrag wurde von Franz Baumann und der ehemaligen Aisinger Fahnenbraut kurzfristig aufgestockt, sodass 1000 Euro überwiesen werden können. Zum Ende des offiziellen Programms gab schließlich Oberbürgermeister März den Ton bei der Wasner Musi an griff zum Dirigentenstab.
Am Abend klang die Festwoche mit einem gut besuchten Bier- und Weinfest aus, das die Showband „Fogelwuid“ musikalisch umrahmte. Gut besucht waren den gesamten Tag über auch Kaffee- und Festbar.
(Quelle: Artikel Martin Aerzbäck / Beitragsbild, Fotos: Martin Aerzbäck)

Hier Bilder von der Veranstaltung:

Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Festsonntag Feuerwehr Pang (Stadt Rosenheim). Foto: Martin Aerzbäck
Ehrlicher Finder gibt drei wertvolle Ringe zurück

Ehrlicher Finder gibt drei wertvolle Ringe zurück

Regensburg / Nürnberg – Eine 61-jähriger Deutscher verlor während ihrer Bahnreise von Wien nach Regensburg drei wertvolle Ringe im Wert von rund 31.000 Euro. Ein Zugbegleiter fand den Schmuck im Zug und übergab ihn in Nürnberg der Bundespolizei.

Erst als die 61-jährige wieder daheim war, bemerkte sie beim Händewaschen den Verlust. Nach eigenen Angaben sei ihr sofort bewusst gewesen, wo ihr die Ringe abhandengekommen waren. Sie alarmierte umgehend das Bundespolizeirevier Regensburg. 
Die Regensburger Bundespolizisten informierten den Zugchef des betreffenden Zuges und parallel die Bundespolizeiinspektion Nürnberg. Ein Zugbegleiter entdeckte die Ringe und übergab sie nach Eintreffen des Zuges in Nürnberg den am Bahnsteig wartenden Nürnberger Bundespolizisten.
Die 61-jährige zeigte sich, nach den Angaben der Polizei, sehr berührt über den ehrlichen Finder und möchte sich noch bei dem Mann bedanken, sobald sie die Ringe in Nürnberg abgeholt hat.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Maibaum-Aufstellen in Ellmosen und Pfaffenhofen

Maibaum-Aufstellen in Ellmosen und Pfaffenhofen

Ellmosen / Pfaffenhofen / Landkreis Rosenheim – Maibaum-Aufstellen in Ellmosen (unser Beitragsbild) und Pfaffenhofen im Landkreis Rosenheim: Beide Traditionsveranstaltungen waren gut besucht.

 

Maibaumaufstellen in Pfaffenhofen. Foto: Hendrik Heuser

Auch Pfaffenhofen hat einen neuen Maibaum. Fotos: Hendrik Heuser

Wegen der abgesperrten Aktionsfläche wurde bei beiden Veranstaltungen kein Sicherheitskran benötigt. Pure Manneskraft kam zum Einsatz, um die Maibäume in die Höhe zu bringen. Damit blieben die Besucher von Dieselgrummeln und -gestank verschont.
(Quelle: Bildtext: Hendrik Heuser / Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)

Touristische Zusammenarbeit wird fortgesetzt

Touristische Zusammenarbeit wird fortgesetzt

Prien / Landkreis Rosenheim – Prien – Gemeinde Chiemsee und Prien Marketing GmbH setzen die touristische Zusammenarbeit fort: Erster Bürgermeister der Gemeinde Chiemsee Armin Krämmer und die Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH Andrea Hübner unterzeichneten für ein weiteres Jahr einen Kooperationsvertrag in der Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn am Chiemsee.

Im Juni 2022 waren die Gemeinde Chiemsee (GC) und die Prien Marketing GmbH (PriMa) erstmals eine befristete Kooperation eingegangen, um Ferienunterkünfte der Chiemseeinseln über das Tourismusbüro Prien zu vermarkten (es wurde berichtet). „Wir freuen uns sehr, die enge Zusammenarbeit fortzusetzen“, erklärt Armin Krämmer. Da die GC über kein eigenes Tourismusbüro und somit auch über keine eigene Auskunftsstelle für die Beherbergungsbetriebe verfüge, sei es wichtig die Synergie mit der PriMa zu nutzen, um den Wirtschaftsfaktor Tourismus zeitgemäß-qualitätvoll auszubauen sowie das Netzwerk der Akteure zu stärken.
(Quelle: Pressemitteilung Prien Marketing GmbH / Beitragsbild: Copyright Prien Marketing GmbH zeigt von links:  Die touristische Zusammenarbeit ist für ein weiteres Jahr besiegelt – die Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH Andrea Hübner und der Erste Bürgermeister der Gemeinde Chiemsee Armin Krämmer unterzeichnen den Kooperationsvertrag)

„Zamhocka“ in Aschau im Chiemgau

„Zamhocka“ in Aschau im Chiemgau

Aschau / Landkreis Rosenheim – „Zamhocka“ so lautet das touristische Jahresmotto 2023 für Aschau im Chiemgau und das Bergsteigerdorf Sachrang.

Die öffentliche Auftaktveranstaltung zum Jahresmotto „Zamhocka“ findet mit einem Sommerkonzert der Musikkapelle Aschau und Rahmenprogramm am Donnerstag, 4. Mai um 19:30 Uhr am Hans-Clarin-Platz (bei Regenwetter im Chalet Saal) statt. An diesem Abend wird auch das neue „Zamhocka-Bankerl“ enthüllt.
„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ – dieses Zitat von Dr. Martin Buber trifft die Zielsetzung der Tourist Info Aschau am Inn. Nette Begegnungen auf der Alm, am Wanderziel, im Gasthof, bei der Fahrt in der Bergbahn, in einem Konzert – ob Musikkapelle, ob Festivo oder Meisterkursen – bei einem Bierfest, oder auf der Rast auf einem Bankerl mit einem kleinen Ratsch, daran wird sich der Gast, lange positiv an seinen Urlaubort erinnern.

„Zamrutschn“ beim „Zamhocka-Tisch“

Das 10-jährige Jubiläum „Bankerldorf“®, wird ebenfalls thematisiert. Passt es doch bestens zum Thema „Zamhocka“. Ein umfangreiches Programm erwartet Gäste und Einheimische: Zum Beispiel der „Zamhocka-Tisch“. Über 20 Wirtschaften, Almen, Cafés, usw. haben passend zum diesjährigen Jahresmotto einen solchen Tisch in ihren Lokalen ins Leben gerufen. Mit dem „Zamhocka-Tisch“ möchte die Tourist Info Aschau imChiemgau und Sachrang Gäste einladen, mehr als nur nebeneinander Platz zu nehmen. Vielmehr: Kontakt aufnehmen, Freude haben, genießen, feiern und nette Begegnungen mit Einheimischen oder anderen Gästen zu haben.

Ganz unter dem Motto „Wer hockt si mit mir zam?“, finden Gespräche zu unterschiedlichen Themenbereichen mit verschiedenen Persönlichkeiten über ihr Leben und ihren Alltag an dem neuen Aschauer „Zamhocka-Bankerl“ am Hans-Clarin-Platz statt. An diesen Terminen darf gerne jeder Interessierte teilnehmen und bei der Sprechstunde aufm Bankerl vorbeischauen und seine Anliegen und Fragen loswerden. Für die erste Gesprächsrunde konnte Peggy Freifrau von Cramer-Klett und der Revierjagdmeister Josef Rinner von den Frhrl. v. Cramer-Klett’schen Forstbetrieben gewonnen werden. Thema: Wald, Grund und Adel im Priental. Die Gesprächsrunde findet am Donnerstag, 11. Mai, von 16 bis 17 Uhr am Hans-Clarin Platz statt.

 Aschauer Hockerwettbewerb 2023

Die InkAS Innovatiosgruppe „Natur und Tourismus“ hat sich zusammen mit der Tourist Info etwas Pfiffiges überlegt. „Do haut‘s di vom Hocker“, so lautet die Aktion des Aschauer Hocker Wettbewerbs, bei dem es nicht nur attraktive Preise zu gewinnen gibt, sondern dabei auch noch Gutes getan wird. Teilnehmen kann jeder, und wer möchte, darf seinen Hocker anschließend für einen wohltätigen Zweck zum Verkauf anbieten. Zwischen dem 1. Mai und dem 29. September können alle Kreativen ihren besonderen Hocker bei der Tourist Info abgeben. Diese Hocker werden dann bis Ende Oktober im Rathausfoyer ausgestellt und können dort von den Besuchern des Rathauses bewertet werden. Preisverleihung ist am 14. November vor der Gemeinderatssitzung.

„Zamhocka“ Veranstaltungen

Es stehen auch verschiedenste Veranstaltungen zum Thema „zamkemma & zamhocka“ an: z.B. Zamhocka im Pfarrgarten – und plaudern über Gott und die Welt, Dorfblick Führung mit Brunnenratsch, Hofführung und Hausbankratsch mit Lisi, Zamhocka mit „Alt und Jung“ – Spielenachmittag, Zamkemma und Bäume pflanzen, Brunchgottesdienst der evangelischen Kirche, Zamkemma und „Fluss des Lebens“ Führung, Zamhocka und musizieren im Müllner-Peter-Museum und auf noch vieles mehr kann man sich freuen. Das kostenlose Faltblatt und weitere Infos zum Jahresmotto „Zamhocka“ gibt es in der Tourist Info Aschau i.Chiemgau, Tel. 08052 90490 bzw. unter www.aschau.de.
(Quelle: Pressemitteilung Tourist Info Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Josef Reiter)

Österreichische Bartgeier für Bayern

Österreichische Bartgeier für Bayern

Berchtesgaden / Österreich – Große Freude bei dem bayerischen Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) und dem Nationalpark Berchtesgaden: Auch 2023 wird es zwei junge Bartgeier aus dem europäischen Bartgeier-Zuchtnetzwerk der Vulture Conservation Foundation (VCF) – diesmal aus dem Nachbarland Österreich – für die Auswilderung der gefährdeten Vogelart in Bayern geben.

„Die vier bereits ausgewilderten Bartgeier der ersten beiden Projektjahre stammten aus Spanien. In diesem Jahr werden wir zwei Jungvögel aus Österreich erhalten, die die Population der majestätischen Art in den Ostalpen langfristig stärken soll“, sagt der LBV-Projektleiter und Bartgeierexperte Toni Wegscheider. Zwei kleine Bartgeier wachsen momentan im Alpenzoo Innsbruck sowie in der Richard-Faust-Bartgeier-Zuchtstation Haringsee auf.. Das gemeinsame Projekt-Team aus Bartgeier-Expert*innen wird sie Ende Mai in eine vorbereitete Felsnische im Nationalpark Berchtesgaden setzen, bis sie nach ca. drei bis vier Wochen zu ihren ersten Flügen aufbrechen.

Bartgeier-Küken haben bis jetzt noch keinen Namen

„Die bisher nur unter ihren Zuchtbuchnummern BG1168 und BG1171 bekannten Küken stammen aus zwei für die alpine Bartgeierwiederansiedlung äußerst geschichtsträchtigen Orten“, berichtet LBV-Bartgeierexperte Toni Wegscheider. BG1168 ist in Haringsee am 23. Februar geschlüpft und BG1171 hat am 26. Februar in Insbruck das Licht der Welt erblickt. Dem Alpenzoo Innsbruck gelang es in den 1970er Jahren weltweit zum ersten Mal Bartgeier in Gefangenschaft erfolgreich zu züchten und legte damit den Grundstein für Auswilderungen.
Die Richard-Faust-Bartgeier-Zuchtstation Haringsee ist eines der wenigen auf Bartgeier spezialisierten Zuchtzentren in Europa. 1986 führten die Greifvogelexpert*innen dort die weltweit erste Bartgeierauswilderung durch. Dr. Àlex Llopis Dell, Leiter des europäischen Bartgeier-Zuchtprogramms sagt: „Eine möglichst große genetische Vielfalt der lokalen Bartgeierpopulationen in den europäischen Freilassungsgebieten ist wichtig, um Inzucht zu vermeiden. Die beiden österreichischen Küken sind eine gute Ergänzung zu den vier aus Spanien stammenden, nah verwandten Jungvögeln, die bisher in Berchtesgaden ausgewildert wurden.“

Jungen Bartgeierpaaren passieren oft Fehler

Über Europa verteilt sind dieses Jahr mehr als 35 Bartgeierküken geschlüpft. Trotz dieses sehr guten Bruterfolgs in den vielen beteiligten Zoos und Zuchtstationen gab es Herausforderungen: Eine ungewöhnliche hohe Zahl von Bartgeierpaaren haben deutlich früher oder später als üblich ihre Eier gelegt. Mehrere Paare, die über viele Jahre erfolgreich brüteten, waren in diesem Jahr zu alt und fielen aus. Jungen Bartgeierpaaren passieren dagegen bei den ersten ein bis zwei Bruten häufig Fehler. Deshalb überwachen die internationalen Bartgeier-Teams diese Brut aufwändig. „Es ist komplex, die Jungvögel in die verschiedenen Auswilderungsgebiete oder zum Verbleib innerhalb des Zuchtprogramms zuzuweisen. Faktoren wie genetische Linie, Schlupfdatum oder Geschlecht spielen hier eine erhebliche Rolle. Der Schlupf der Küken gibt auch den Zeitpunkt der Auswilderung vor. In diesem Jahr werden die beiden Junggeier etwas früher, bereits Ende Mai, in Berchtesgaden ausgewildert“, sagt der Nationalpark-Projektleiter Ulrich Brendel.

Das Geschlecht der beiden österreichischen Bartgeierküken ist noch unbekannt. „Ob nach bisher vier weiblichen Bartgeiern in diesem Jahr auch einmal ein Männchen dabei ist, wird sich erst nach Auswertung der Blutproben der Küken zeigen. Äußerliche Merkmale, um Männchen und Weibchen zweifelsfrei zu unterscheiden, gibt es bei dieser Art nicht“, erklärt Ulrich Brendel. Das Geschlecht der ausgewilderten Tiere ist momentan nicht von großer Bedeutung, weil im gesamten Alpenraum einige Dutzend Jungvögel aus natürlichen Bruten der letzten Jahre auf Partnersuche sind. Immer wieder werden solche Wildvögel auch in den bayrischen Bergen gesichtet.

Die bisher in Berchtesgaden freigelassenen Bartgeier finden in den nächsten Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit Anschluss an den wildlebenden Bartgeierbestand, um mit einem Partner ein eigenes Revier zu gründen. „Unsere ausgewilderten Mädels Bavaria, Recka und Dagmar sind sozusagen im Grundschulalter und haben daher noch kein Interesse an Männchen. Ob sie sich in einigen Jahren mit einem zukünftig von uns dazugesetzten Burschen oder einem Wildvogel zusammentun, spielt für den Bestand letztlich keine Rolle“, so Toni Wegscheider.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Copyright Richard-Faus-Bartgeier-Zuchtstation)