Hirschkäfer gesucht

Hirschkäfer gesucht

Rosenheim / Landkreis Bayern – Hirschkäfer gesucht! Das erfolgreiche Projekt des Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) und des Biodiversitätszentrum Rhön (BioZ) im Bayerischen Landesamt für Umwelt startet in eine neue Runde.

Im Jahr 2022 riefen die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) und das Biodiversitätszentrum Rhön (BioZ) im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) die Bevölkerung auf, Hirschkäferfunde zu melden. Allein 2022 wurden in Kooperation mit dem Verein Hirschkäferfreunde-NatureTwo e.V. auf diese Weise 1.733 bestätigte Hirschkäfermeldungen von 1.305 Meldern aufgenommen. Jetzt geht das Projekt in eine neue Runde.

Vor allem zwischen 12 und 15 Uhr sind die Hirschkäfer unterwegs

Betrachtet man die Meldedaten aus 2022 genauer, liegt der Verbreitungsschwerpunkt der wärmeliebenden Art vor allem in Franken. Einzelne Funde wurden aber auch aus München und Passau gemeldet Die meisten Käfer (1125) wurden in Siedlungsbereichen gefunden. Deutlich weniger Hirschkäfer fanden sich am Waldrand (301), im Wald (173) und im Offenland (134) an. Besonders erfreulich war aus Sicht des Bayerischen Landesamt für Umwelt, dass es sich bei knapp 90 Prozent der Fundmeldungen um unverletzte Käfer handelte. Ein Großteil der Meldungen stammt aus den Monaten Mai und Juni und hier vor allem aus der Zeit zwischen 12 und 15 Uhr. „Bei warmen Temperaturen sind die Käfer sehr mobil und es erhöhen sich die Chancen, sie hören, sehen und beobachten zu können“, erklärt die LWF-Expertin Anna Kanold.

Unter FFH-Arten versteht man Arten, die – wie der seltene und gefährdete Hirschkäfer – dem Schutz der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie unterliegen. Zur Beurteilung ihres Erhaltungszustandes werden Langzeitbeobachtungen durchgeführt. „Ein derartiges Monitoring ist bei Hirschkäfern mit herkömmlichen Methoden jedoch schwer umzusetzen. Denn die Käfer entwickeln sich bis zu acht Jahre unterirdisch an sich zersetzendem Holz, fliegen nach dem Schlüpfen mehrere Kilometer weit und lassen sich nur bis maximal zwölf Wochen im Jahr lebend beobachten,“ so Kanold. Auch tote Hirschkäfer sind jedoch wichtige Nachweise. Insbesondere Weibchen sterben oft ganz in der Nähe ihrer Eiablagestelle, was diese Funde besonders wertvoll für den Schutz der Art macht.

Hier könne „Citizen Science“ einen wertvollen Beitrag für das Monitoring leisten: Bei vielen Hirschkäferfunden handelt es sich um Zufallsbeobachtungen beim Spaziergang am Waldesrand, im eigenen Naturgarten oder sogar an einem warmen Frühsommertag im Biergarten, da der größte einheimische Käfer lichte, wärmebegünstigte Laubwälder mag. Die LWF und das BioZ setzen daher auch dieses Jahr wieder auf die Unterstützung der Bevölkerung. Mithilfe der Internetseite www.hirschkaefer-suche.de können 2023 Funde wieder einfach und unkompliziert gemeldet werden – am besten mit Fotos. Auf www.hirschkaefer-suche.de finden sich nicht nur viele interessante Informationen zum Hirschkäfer sondern auch eine Karte der bayerischen Vorkommensnachweise aus dem Jahr 2022.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Umwelt / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Prien und Umgebung entdecken

Prien und Umgebung entdecken

Prien / Landkreis Rosenheim  – Ob in der Gruppe oder allein, als Einheimischer oder Gast – ab Saisonbeginn, Anfang Mai, geht es auf Entdeckungstour. Die Prien Marketing GmbH (PriMa) hat in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches und spannendes Programm zusammengestellt.

Neben ausgewählten Themenführungen, Kunst- und Kulturführungen können sich Interessierte auf geführte Radl-Touren, Wanderungen und Segway-Touren freuen. Das Spektrum reicht von der klassischen Ortsführung bis hin zu Spezialführungen mit vielversprechenden Titeln wie „Der Natur auf der Spur“ oder „Mit dem Ruderboot ans Ende des Sees“. „Geführte Erlebnistouren mit der Familie, Führungen durch die malerische Kulturlandschaft oder sportliche Entdeckertouren mit Freunden – bei unserem facettenreichen Führungsangebot ist für jeden etwas dabei“, so der Leiter des Tourismusbüros Florian Tatzel. „Mit der Priener Gästekarte können sich unsere Besucher bei der ein oder anderen Führung einen Rabatt sichern.“

Die Führungen sind auf der Internetseite www.tourismus.prien.de unter der Rubrik „Erlebnisse“ detailliert aufgeführt.
(Quelle: Pressemitteilung Prien Marketing GmbH / Beitragsbild: Copyright Prien Marketing GmbH, zeigt von links: Wegweiser für die nächste Entdeckungstour. Das Team des Tourismusbüros Prien – der Leiter des Tourismusbüros Florian Tatzel und seine Kolleginnen Stefanie Sattlberger, Leonie Muschalla, Sarah Völk, Andrea Stephan und Gaby Hauk)

Motivierte Teilnehmer beim Obstbaum-Schnittkurs

Motivierte Teilnehmer beim Obstbaum-Schnittkurs

Landkreis Rosenheim – Die Streuobstbestände in Bayern sind seit 1965 um etwa 70 Prozent zurückgegangen. Um ihren Erhalt zu sichern, ist auch das Wissen um die Pflege wichtig. Darum veranstaltete das Landratsamt Rosenheim nun einen Obstbaum-Schnittkurs.

Im Rahmen des im Oktober 2021 geschlossenen Streuobstpaktes sollen die Streuobstbestände langfristig erhalten und bis 2035 eine Million zusätzliche Obstbäume gepflanzt werden. Mit dem Rückgang der Bestände ist auch das Wissen um die Pflege und Bewirtschaftung von Obstbäumen in der breiten Bevölkerung verloren gegangen. Bei einem zweitätigen Intensivkurs haben die Kreisfachberater für Gartenbau vom Landratsamt Rosenheim, Susanne Summerer und Roman Pröll, gemeinsam mit dem neuen Streuobstberater Martin Landes und Baumwart Rupert Altermann vom Obst- und Gartenbauverein Griesstätt Ende März gezeigt, wie Obstbäume richtig geschnitten werden.

Praktische Erfahrung beim
Obstbaumschnitt gesammelt

Weder Wind noch Regen hielten die 25 Teilnehmer des Kurses am Bauernhausmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern ab. Neben theoretischen Grundlagen konnten sie selbst Hand anlegen, das frisch gelernte Wissen in die Tat umsetzen und praktische Erfahrung beim Obstbaumschnitt sammeln.
Der Obstbaum-Schnittkurs war einer der ersten Einsätze des neuen Streuobstberaters des Landkreises. Martin Landes ist künftig die zentrale Anlaufstelle für alle Belange rund ums Streuobst. Er möchte Praktiker beraten, das Engagement verschiedener Akteure bündeln und Projekte anstoßen. Er steht Gemeinden, Verbänden und Bürgern in allen fachlichen Fragen zum Thema Streuobst zur Seite.
Bei Fragen rund ums Streuobst  kann man sich telefonisch unter 08031 / 392-3332 oder per Mail unter martin.landes@lra-rosenheim.de melden.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Martin Lange- Landratsamt Rosenheim)

Erlass der Corona-Soforthilfen möglich

Erlass der Corona-Soforthilfen möglich

München / Bayern – Die Bayerische Staatsregierung will Klein-Unternehmen und Selbstständigen, die zu viel erhaltene Corona-Soforthilfen zurückzahlen müssen, weitestmöglich entgegenkommen. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Unsere Maxime lautet: Niemand soll durch die Rückzahlung zu viel gezahlter Hilfen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.“

Insbesondere zahlreiche kleine Gewerbetreibende wie Friseure und Soloselbständige würden sich angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Situation mit der Rückzahlung zu viel gezahlter Corona-Soforthilfen überfordert fühlen. „Für den Fall der Existenzgefährdung haben wir jetzt eine gute Lösung gefunden. Wer als Alleinstehender bis zu 25 000 bzw. ansonsten 30.000 Euro nach Steuern verdient, wird nichts zurückzahlen müssen. Wir wollen damit die Spielräume, die wir juristisch sehen, maximal ausschöpfen“, so Hubert Aiwanger.

Grundsätzlich sei ein Erlass immer dann möglich, wenn eine Rückzahlung die Existenz bedrohe. Als grobe Faustregel sei damit ein Erlass oder zumindest Teilerlass wegen Existenzgefährdung – vorbehaltlich weiterer Einkünfte sowie des liquiden Betriebsvermögens – möglich, wenn das Betriebsergebnis nach Steuern in dem Bereich unter 25.000 (ohne Unterhaltspflichtige) bis 30.000 Euro (mit einem Unterhaltspflichtigen) liege
Eine Existenzgefährdung werde vermutet, wenn der erwartete Jahresüberschuss nach Steuern, die weiteren Einkünfte sowie das liquide Betriebsvermögen nicht ausreicht, um die Soforthilfe-Rückzahlung – angenommen wird in allen Fällen eine fiktive Ratenzahlung von 5.000 Euro pro Jahr – zu leisten.

Im Interesse der Betroffenen könnten inhabergeführte Unternehmen und Soloselbständige den individuellen Pfändungsfreibetrag ergänzt um den pfändungsfreien Beitrag zur Altersvorsorge geltend machen. Bei den weiteren Einkünften würde man Einkünfte der Ehegatten nur berücksichtigen, soweit diese über 30.000 Euro jährlich hinausgehen. Vom liquiden Betriebsvermögen könnten die laufenden notwendigen Personal- und Sachausgaben – beispielsweise Löhne und Mietzahlungen – für die auf den Zeitpunkt der Erlassantragstellung folgenden drei Monate als Schonvermögen abgezogen werden.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie / Beitragsbild: Symbolfoto re)

 

Aiwanger: „Wer wenig verdient und seine Existenz gefährdet sieht, kann ab 1. Juni den Erlass der Rückzahlung der Corona-Hilfen online beantragen. Es erfolgt dann eine Einzelfallprüfung nach klaren Kriterien, die die wirtschaftliche Situation des Antragstellers berücksichtigt und im Falle eines positiven Prüfungsergebnisses die Rückzahlung erlässt.“ Ein Rechtsanspruch besteht nicht.

 

Schon bisher galt: Wenn zu viel erhaltene Soforthilfe aus wirtschaftlichen Gründen nicht fristgerecht bis 30. Juni zurückgezahlt werden kann, sind großzügige Ratenzahlungen von bis zu 24 Monaten – im Einzelfall auch länger – möglich. Auch die Ratenzahlungen können spätestens ab 1. Juni über die Online-Plattform beantragt werden.

 

Aiwanger: „Stundung und Ratenzahlungen sind in Zeiten multipler Krisen wie dem Ukraine-Krieg, hohen Energiepreisen, Inflation und Lieferkettenschwierigkeiten gerade für Wenigverdienende nicht immer hilfreich. Mit den Eckpunkten für den Erlass der Corona-Soforthilfen haben wir eine gute Lösung gefunden.“

 

Bayerische Spargelsaison ist eröffnet

Bayerische Spargelsaison ist eröffnet

Bayern – Die bayerische Spargelsaison ist eröffnet. Den offiziellen Anstich übernahm die amtierende Spargelkönigin Veronika Hussnätter gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber auf ihrem elterlichen Landwirtschaftsbetrieb.

Etwa 20 Prozent der bayerischen Spargelanbaufläche liegt in Franken. Über die Hälfte der bayerischen Spargelbetriebe hat dort ihren Sitz. „150 meist kleinstrukturierte Landwirte erzeugen auf rund 800 Hektar mit die beste Qualität weltweit!“, so Miriam Adel vom Spargel-Erzeugerverband Franken e.V. Grund zur Verwunderung gibt das nicht, denn Deutschland hat nicht nur die größten Liebhaber dieser Delikatesse, sondern auch die idealsten Anbaubedingungen. Hierzulande lassen sich die edelsten Regionen mit der geschützten geografischen Angabe „g.g.A.“ nach den Richtlinien der Europäischen Union kennzeichnen. Das Siegel, in diesem Fall „Spargel aus Franken“, soll den Kunden darauf hinweisen, dass er etwas ganz Besonderes kauft.

Das immer stärker zunehmende Bewusstsein der Verbraucher für Regionalität stärke nicht nur die kleinstrukturierte Landwirtschaft, sondern sei vor allem auch ein Bekenntnis zu aktiv gelebtem Umweltschutz. Dem Spargel nur den Weg vom Feld zum Hof und vom Hof nach Hause zu geben, sei für Frische, Geschmack und den Schutz der Natur das Ideal.

Spargel-Anbaufläche in Bayern liegt bei rund 3500 Hektar

Die Anbaufläche für Spargel in Bayern belief sich in den letzten Jahren relativ konstant auf ca. 3500 Hektar. Auf bayerischen Spargelfeldern wächst in erster Linie Bleichspargel, also weißer Spargel, wohingegen der grüne und violette Spargel eine untergeordnete Rolle spielen. Die bayerischen Kunden bevorzugen ihren weißen Spargel am liebsten mit zerlassener Butter oder Sauce Hollandaise. 
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Bauernverband / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Brauchtum spielerisch erlebt

Brauchtum spielerisch erlebt

Rosenheim – Am heutigen und gestrigen Nachmittag führte der Trachtenverein „Innviertler“ Rosenheim Kinder und Jugendliche spielerisch in bayerisches Brauchtum ein. Das Programm mit Tanz, Spielen, Singen, Platteln und „Oascheim“ kam bei den Besuchern sehr gut an.

 

Auch die "Reise nach Jerusalem" stand bei den beiden unterhaltsamen Nachmittagen auf dem Programm. Foto: Innpuls.me
Die jungen Trachtler beim Spiel

Auch das Kinderspiel „Die Reise nach Jerusalem“ stand an den beiden unterhaltsamen Nachmittagen auf dem Programm. Fotos: Karin Wunsam

Utensilien zum Hochsteckfrisurenmachen

Wer wollte, konnte sich auch eine Hochsteckfrisur frisieren lassen.

Die Jugendbrauchtumsveranstaltung stand unter dem Motto „Sepp, Depp, Hennadreck“. Das alte bayerische Tanzlied ist in Gefahr ebenso in Vergessenheit zu geraten wie viele andere bayerische Bräuche. Um das zu verhindern, veranstaltet der Trachtenverein „Innviertler“ Rosenheim regelmäßig Brauchtumsveranstaltungen speziell auch für Kinder und Jugendliche, um für sie den Trachtenverein spielerisch erlebbar zu machen.
Das Programm im Pfarrheim St. Michael kam bei den Besuchern sehr gut an. Mit Begeisterung tanzten, plattelten und sangen sie mit und bewiesen ihre Fertigkeiten auch in dem zu Ostern so beliebten „Oascheim“. Sogar an einem Zitherworkshop konnten sie teilnehmen oder sich auf Wunsch eine Trachtenfrisur stecken lassen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)