Neue Räume der Tafel Kolbermoor sind offiziell eröffnet

Neue Räume der Tafel Kolbermoor sind offiziell eröffnet

Kolbermoor / Landkreis Rosenheim – Seit über 20 Jahren versorgt die Tafel Kolbermoor der Diakonie Rosenheim Menschen in Not mit Lebensmitteln. Nach einem vorübergehenden Aufnahmestopp aufgrund zu kleiner Räumlichkeiten können nun wieder alle Bedürftigen aufgenommen werden. Möglich wird dies durch neue Räume in der Pauline-Thoma-Schule, die seit rund einem Monat genutzt werden. Jüngst fand die offizielle Einweihung statt.

Die Stadt Kolbermoor stellt der Tafel seit ihrer Gründung im Jahr 2004 städtische Räumlichkeiten kostenfrei zur Verfügung und finanzierte auch den Umbau der neuen Räume. Tafelleiter Andreas Bobbert bezeichnete dies als „bemerkenswert großzügige und wertschätzende Unterstützung der Tafeltätigkeit“. Rund 60 geladene Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft nahmen an der Einweihung Ende Oktober teil.

Aufnahme neuer Tafelkunden wieder möglich

Bobbert erklärte bei der Einweihung: „Das Tafelteam freut sich sehr, dass im September planmäßig der ersehnte Umzug in moderne, deutlich größere und vor allem tafelgerechte Räumlichkeiten erfolgt ist.“ Durch die verbesserten Abläufe konnte der seit zwei Jahren bestehende Aufnahmestopp aufgehoben werden, und neue Kundinnen und Kunden werden wieder aufgenommen.
Die Öffnungszeiten bleiben unverändert: Spendenannahme mittwochs von 9:00 bis 14:00 Uhr, Lebensmittelausgabe von 14:30 bis 17:30 Uhr.

Mehr Platz für Lagerung und Begegnung

Sebastian Kurz, Geschäftsbereichsleiter der Diakonie Rosenheim, betont: „Die Tafel ist enorm wichtig für das Gemeinwesen.“ Rund 220 Kundinnen und Kunden nutzen die Tafel regelmäßig. In den neuen Räumen auf rund 160 Quadratmetern können Lagerung, Kühlung und Ausgabe nun effizienter gestaltet werden. Die Tafel ist künftig in der Dr.-Max-Hofmann-Straße 7 im Erdgeschoss des südwestlichen Gebäudeteils der Pauline-Thoma-Schule untergebracht.

Unterstützung durch Ehrenamtliche und Förderer

Bobbert und Kurz hoben die Rolle der Ehrenamtlichen hervor, die den laufenden Betrieb sowie den Umzug unterstützt haben. Die Ausstattung der neuen Räume – Lagervorrichtungen, Kühlgeräte und Möbel – wurde durch eine Förderung der Bayern-evangelisch-Stiftung ermöglicht, die kirchliche und diakonische Zwecke unterstützt.
(Quelle: Pressemitteilung Diakonie / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Glücksspielsucht im Fokus: Diakonie Rosenheim bringt Experten an einen Tisch

Glücksspielsucht im Fokus: Diakonie Rosenheim bringt Experten an einen Tisch

Rosenheim – Rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland sind von Glücksspielsucht betroffen, Tendenz steigend. Um aufzuklären und Lösungsansätze zu diskutieren, lud die Diakonie Rosenheim zu einer Fachveranstaltung mit Experten aus Wissenschaft, Praxis und Glücksspielbranche ein.

Dr. Tobias Hayer von der Universität Bremen betonte in seinem Vortrag die psychologischen Mechanismen hinter der Sucht. Glücksspiele würden oft als harmloses Freizeitvergnügen wahrgenommen, dabei sei der Hauptanreiz meist finanzieller Natur. Für Hayer ist klar: Glücksspielsucht ist eine ernstzunehmende Krankheit, keine Frage mangelnder Willenskraft.
Konrad Landgraf von der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern hob die Bedeutung gesetzlicher Regelungen hervor. Der Glücksspielstaatsvertrag verpflichte Anbieter unter anderem zu Frühintervention und Sperrsystemen, ein wichtiger Schritt zum Schutz gefährdeter Personen.

Praxis der Hilfe: Beratung, Stabilisierung und Entlastung

Lejla Asenov, Mitarbeiterin der Fachstelle Glücksspielsucht bei der Diakonie Rosenheim, berichtete aus dem Beratungsalltag: Die Belastung der Betroffenen und ihrer Angehörigen sei oft enorm. Die Fachstelle biete daher individuelle, vertrauliche und unverbindliche Hilfe, nicht nur für Betroffene, sondern auch für deren soziales Umfeld. Dabei gehe es nicht nur um die Sucht selbst, sondern auch um die Stabilisierung des gesamten Lebensumfelds.
Hier setzt auch die Schuldnerberatung der Diakonie Rosenheim an. Nadine Hausburg, Leiterin der Schuldnerberatung, schilderte, dass finanzielle Notlagen oft erst bewältigt werden können, wenn die Sucht erkannt und behandelt wurde. „Wenn es den Menschen wieder besser geht, wenn sie stabil sind, kann man gemeinsam überlegen, wie der Weg aus der Ver-schuldung aussehen kann“, so Hausburg.

Gemeinsame Verantwortung im Dialog

In der abschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit aller Beteiligten ist. Auch Vertreter der Glücksspielbranche zeigten sich offen für Austausch und Regulierung. Peter Hüller von der Hüller Spielhallen GmbH lobte das bundesweite Sperrsystem OASIS als wirksames Instrument.
Der Tenor der Veranstaltung: Nur durch Zusammenarbeit aller Akteure kann Glücksspielsucht wirksam begegnet werden, mit Schutz, Hilfe und gemeinsamer Verantwortung.
(Quelle: Pressemitteilung Diakonie Rosenheim / Beitragsbild: Die Veranstalterinnen der Fachkonferenz:  Madlen Löffler, Lena Lorenz (Bereichsleitung) und Lejla Asenov (v.l.n.r.) arbeiten in der Fachstelle Glücksspielsucht der Diakonie Rosenheim, Copyright Claudia Neher).

Bündnis für Bildung: Gemeinsamer Jahresempfang der Diakonie und des Evang. Lutherischen Dekanats Rosenheim

Bündnis für Bildung: Gemeinsamer Jahresempfang der Diakonie und des Evang. Lutherischen Dekanats Rosenheim

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Beim gemeinsamen Jahresempfang der Bezirksstelle Rosenheim der Diakonie Bayern und des Evang.-Lutherischen Dekanats Rosenheim stand die evangelische Erwachsenenbildung im Mittelpunkt. Rund 140 Gäste aus Politik, Kirche, Wohlfahrt und Gesellschaft nahmen in der Geschäftsstelle der Diakonie Rosenheim teil.

Seit Januar 2025 bündeln Diakonie und Kirche ihre Bildungsarbeit in der Dietrich-Bonhoeffer-Akademie. „Damit wollen wir ein starker Träger für Bildungsarbeit in der Region sein“, erklärte Dr. Andreas Dexheimer, Vorstand und Sprecher der Geschäftsleitung der Diakonie Rosenheim, in seinem Grußwort.

Bildung wurde beim Empfang als Beitrag zu Teilhabe, Chancengerechtigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt thematisiert. Dekanin Dagmar Häfner-Becker betonte: „Zu Bildung gehört, dass wir bestehende Bilder von der Welt immer wieder hinterfragen und mit der Lebenswirklichkeit abgleichen. Eine kritische, verantwortungsvolle Haltung, wie sie Dietrich Bonhoeffer vorgelebt hat, soll uns dabei leiten.“

Die Akademie gliedert ihr Angebot in vier Bereiche: Beruf und Berufung, Ehrenamt, Leben und Spiritualität sowie Veranstaltungsmanagement.
Im Bereich berufliche Weiterbildung werden Quereinsteigende zu pädagogischen Assistenz- oder Ergänzungskräften qualifiziert. Multiplikatoren wie Dominik Altmann und Jennifa Buljan berichten, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer neben Fachwissen auch persönliche Kompetenzen entwickeln.

Auch das Ehrenamt wird durch die Akademie unterstützt

Auch das Ehrenamt wird durch die Akademie unterstützt. Eine ehrenamtliche Notfallseelsorgerin berichtete, dass der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie kontinuierliche Fortbildungen geschätzt werden. Weitere Qualifizierungsangebote bestehen unter anderem in der Klinikseelsorge und der Seniorenarbeit.
Die Akademie bietet zudem Seminare im Bereich Spiritualität an, um Lebensübergänge zu begleiten. Akademie-Geschäftsführer Günter Jaritz erklärte: „Gerade Lebensübergänge seien ‚Chancen zum Wachstum‘, bei denen spirituelle Impulse hilfreich sein können.“
(Quelle: Diakonie Bezirksstelle Rosenheim / Evang.-Luth. Dekanat Rosenheim – Susanne Neumann)

Hilfe in Haft: Diakonie Rosenheim baut Suchtberatung trotz Finanzdruck aus

Hilfe in Haft: Diakonie Rosenheim baut Suchtberatung trotz Finanzdruck aus

Rosenheim – Rund zwei Drittel aller Inhaftierten sind von einer Suchterkrankung betroffen. Umso wichtiger ist es, dass sie während ihrer Haftzeit durch eine qualifizierte Suchtberatung begleitet werden. Trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen erweitert die Diakonie Rosenheim nun ihr Angebot: Ab September verstärken zwei neue Fachkräfte das Team der Suchtberatung im Jugendvollzug der Justizvollzugsanstalt Laufen-Lebenau.

„Belastende Lebensumstände oder schwierige Biografien sind häufige Auslöser von Suchterkrankungen“, erzählt Bianka Schorcht, die im Bereich der externen Suchtberatung tätig ist. Besonders im Justizvollzug sind daher viele Inhaftierte betroffen. Mitarbeitende der externen Suchtberatung begleiten die Betroffenen während ihrer Haftzeit. „Die Begleitung dieser Menschen erfordert neben fachlicher Kompetenz auch ein hohes Maß an Erfahrung und Einfühlungsvermögen“, betont Monika Reuter, ebenfalls tätig in der externen Suchtberatung. Die Berater unterstützen bei der Aufarbeitung der individuellen Konsumgeschichte und helfen dabei, neue Perspektiven für die Zeit nach der Haft zu entwickeln. So leistet die externe Suchtberatung einen wichtigen Beitrag zur Resozialisierung.

Finanzierungslücken gefährden Versorgung

Trotz ihrer gesellschaftlichen Bedeutung steht die externe Suchtberatung seit Jahren unter großem finanziellem Druck. „Diese strukturelle Unterfinanzierung gefährdet auf Dauer ein bewährtes und wichtiges Angebot“, warnt Lena Lorenz, Bereichsleiterin der Fachambulanz für Suchterkrankungen der Diakonie Rosenheim. „Immer mehr Wohlfahrtsverbände müssen die Fortführung der externen Suchtberatung kritisch prüfen“, so Lorenz weiter.
Die derzeitigen Fördermittel reichen nicht aus, um die Angebote dauerhaft zu sichern. Pro Vollzeitstelle müssten jährlich rund 10.000 Euro aus Eigenmitteln der Träger aufgebracht werden. Auch Sachkosten und weitere Aufwendungen seien nicht ausreichend finanziert. „Die Finanzierung muss langfristig sichergestellt werden – zum Wohl der Betroffenen und im Sinne eines gelingenden Resozialisierungsprozesses“, appelliert Lorenz.

Erweiterung des Angebots ab September

Die Fachambulanz für Suchterkrankungen der Diakonie Rosenheim bietet bereits seit vielen Jahren externe Suchtberatung in den Justizvollzugsanstalten Bernau, Bad Reichenhall und Traunstein an. Ab September wird das Angebot nun auf den Jugendvollzug in der Justizvoll-zugsanstalt Laufen-Lebenau ausgeweitet. Zwei zusätzliche Fachkräfte verstärken dort das bestehende Team.
(Quelle: Pressemitteilung Diakonie Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wenn aus Minus Plus wird: Diakonie Rosenheim fordert mehr Investitionen in die Finanzbildung

Wenn aus Minus Plus wird: Diakonie Rosenheim fordert mehr Investitionen in die Finanzbildung

Rosenheim – Anlässlich der bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung, die vom 2. bis 6. Juni stattfand, fordert die Diakonie Rosenheim gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) mehr Investitionen in die Finanzbildung.

„Finanzielle Bildung ist weit mehr als der bloße Umgang mit Geld“, sagt Nadine Hausburg, Leiterin der Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Rosenheim. „Sie ist der Schlüssel zu Eigenverantwortung, gesellschaftlicher Teilhabe und einem selbstbestimmten Leben.“ Das Motto der Aktionswoche – „Beste Investition Finanzbildung – Wenn aus Minus Plus wird“ – brachte das Anliegen auf den Punkt.
In einer zunehmend komplexen Finanzwelt sei es wichtig, Menschen frühzeitig Wissen und Kompetenzen im Umgang mit Geld zu vermitteln. „Unsere Erfahrung zeigt: Gute Finanzbildung kann Überschuldung vorbeugen und verhindert oft, dass Menschen erneut in die Schuldenfalle geraten. Das stärkt das Selbstvertrauen – und die Zukunftsperspektiven der Betroffenen“, so Hausburg.
Die AG SBV, ein Zusammenschluss aus Schuldnerberatungsstellen der Freien Wohlfahrtspflege und der Verbraucherzentralen, fordert unter anderem mehr finanzielle Mittel für präventive Aktionen sowie Finanzbildung als festen Bestandteil in den Lehrplänen aller Schulformen.

Kostenfreie Beratung für betroffene Menschen aus Rosenheim

Die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Rosenheim unterstützt kostenfrei Bürger aus der Stadt Rosenheim, die sich in finanziell schwierigen Situationen befinden. Neben Sprechstunden und telefonischen Beratungen sind auch Online-Beratungen möglich. Weitere Informationen unter: dwro.de/standorte/einrichtung/schuldner-und-insolvenz-beratung-rosenheim/
(Quelle: Pressemitteilung Diakonie Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bewegung als Jungbrunnen im Alter

Bewegung als Jungbrunnen im Alter

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Wie bleibt man im Alter stark, sicher und mobil? Dieser Frage widmete sich ein gut besuchter Fachtag für Ehrenamtliche in der Seniorenarbeit, der Anfang April bei der Diakonie Rosenheim in Mietraching stattfand. Unter dem Motto „Probiers mal mit Gemütlichkeit – aber doch nicht nur?“ stand die Bedeutung von Bewegung für Lebensqualität und Selbstständigkeit im Mittelpunkt.

In ihrem Vortrag machten Professor Dr. Petra Bauer und Professor Dr. Hanna Brandt von der Technischen Hochschule Rosenheim deutlich: Bewegung ist weit mehr als gesund – sie ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben im Alter. Ehrenamtliche erhielten praxis-nahe Impulse, wie sie ältere Menschen im Alltag motivieren und dabei gezielt Mobilität för-dern können.

Workshops mit Praxisnähe und Ideenvielfalt

Anschließend konnten die knapp 60 Teilnehmenden aus mehreren Workshops wählen, die sich mit altersgerechten Bewegungsangeboten beschäftigten – von sanften Übungen bis hin zu spielerischen Trainingsmethoden. Die praxisnahen Formate luden zum Mitmachen und Ausprobieren ein und lieferten konkrete Anregungen für die ehrenamtliche Arbeit mit Senioren.
Neben den fachlichen Inhalten stand auch der Austausch im Mittelpunkt: In entspannter Atmosphäre nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit, sich zu vernetzen und eigene Erfahrungen zu teilen. „Die Ehrenamtlichen waren begeistert und deshalb planen wir auch im nächsten Jahr wieder einen Fachtag“, berichtete Stephanie Staiger von der Diakonie Rosenheim.

Gemeinsam stark für die Seniorenarbeit

Hinter dem Fachtag steht ein breites Bündnis: Diakonie Rosenheim, Caritas, katholische Se-niorenpastoral, Dietrich-Bonhoeffer Akademie, katholisches Bildungswerk, Pro Senioren, Se-niorenbeirat Rosenheim und das Landratsamt Rosenheim ziehen gemeinsam an einem Strang – mit dem Ziel, ehrenamtliches Engagement in der Seniorenarbeit zu stärken und weiterzuentwickeln.
(Quelle: Pressemitteilung Diakonie Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stephanie Staiger)