Demoankündigung gegen geplante Sammelunterkunft in Rott am Inn

Demoankündigung gegen geplante Sammelunterkunft in Rott am Inn

Rott am Inn / Landkreis Rosenheim – Am 6. Januar 2026 um 10  Uhr ruft die Bürgerinitiative Rott Rottiert zu einer Demonstration gegen die geplante Sammelunterkunft für mehrere hundert Flüchtlinge in Rott am Inn auf.

Nach Auffassung der Bürgerinitiative hält der Rosenheimer Landrat trotz einer Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs an dem Vorhaben fest. Zudem sei erneut ein Bauantrag eingereicht und eine Ausnahme von der geltenden Veränderungssperre beantragt worden. Die Initiative kritisiert, dass dadurch erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen in Verwaltung, Politik und Justiz gebunden würden – auf kommunaler, regionaler und staatlicher Ebene.

Die Bürgerinitiative bezeichnet dieses Vorgehen als Missachtung des Bürgerwillens und fordert die sofortige Einstellung des Vorhabens sowie eine gerechte, dezentrale und faire Verteilung von Schutzsuchenden im Landkreis Rosenheim. Großunterkünfte lehnt die Initiative ausdrücklich ab. „Integration anstatt Verwahrung“, betont die Bürgerinitiative.

Autokorse startet hinter dem Rathaus

Der Treffpunkt für den Autokorso ist am 6. Januar um 10:00 Uhr am Parkplatz hinter dem Rathaus in Rott am Inn. Von dort aus fährt der Korso gemeinsam zum Kloster Seeon, wo zeitgleich die CSU-Klausurtagung stattfindet. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr werden nahegelegene Parkmöglichkeiten bereitgestellt.
Vor Ort werden unter anderem Markus Söder und Friedrich Merz erwartet. Die Bürgerinitiative will die Gelegenheit nutzen, um auf das Vorgehen des Rosenheimer Landrats aufmerksam zu machen und die politischen Verantwortlichen über die Situation zu informieren.

Angesichts der bevorstehenden Kommunalwahl sieht die Bürgerinitiative die Notwendigkeit, ein klares Signal an Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit zu senden. Entscheidungen und Bürgerbeteiligung müssten ernst genommen und respektiert werden, betont die Initiative.

Die Bürgerinitiative Rott Rottiert stellt klar, dass sie sich von Hass, Diskriminierung, Gewalt sowie jeglicher Form von rechts- oder linksextremem Verhalten distanziert. Ziel sei eine sachliche, demokratische Auseinandersetzung aus der Mitte der Gesellschaft. Die Initiative betont, dass keine Gemeinde durch die notwendige Unterbringung von Schutzsuchenden überfordert werden dürfe.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sind verfügbar unter:
www.rott-rottiert.de
(Quelle: Pressemitteilung Rott Rottiert / Beitragsbild: Copyright Rott Rottiert)

Gottesdienst zum Weltflüchtlingstag

Gottesdienst zum Weltflüchtlingstag

Rosenheim – Am Sonntag, 15. Juni, findet um 19 Uhr in der Kirche St. Nikolaus in Rosenheim ein Gottesdienst anlässlich des Weltflüchtlingstags statt. Der Gottesdienst wird gemeinsam vom Fachdienst Asyl und Migration der Caritas Rosenheim sowie der katholischen Pfarrei St. Nikolaus veranstaltet.

Im Anschluss sind die Besucher zu einer Begegnung auf dem Platz vor der Kirche eingeladen. Bei verschiedensten Aktionen zum Thema Flucht und Migration gibt es die Möglichkeit sich an der Plauderbar der Caritas bei Getränken zu informieren. Auch wer sich für ein Ehrenamt interessiert, kann mit der Ehrenamtskoordination ins Gespräch kommen.
Eingeladen sind alle Interessierten, unabhängig von der Religion oder der Nation.
(Quelle: Pressemitteilung Caritas / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Neue Anschlussunterkunft für Asylsuchende in Kolbermoor geplant

Neue Anschlussunterkunft für Asylsuchende in Kolbermoor geplant

Kolbermoor / Landkreis Rosenheim – Nach Rott und Vogtareuth soll nun auch in Kolbermoor (alles Landkreis Rosenheim) eine neue Unterkunft für Asylsuchende entstehen. Das teilt das Landratsamt Rosenheim in einer aktuellen Pressemitteilung mit.

Die geplante Flüchtlingsunterkunft in Rott ist der Widerstand nach wie vor groß (wir berichteten). In Vogtareuth ist ein Containerbau für insgesamt 36 Geflüchtete geplant (wir berichteten). In der Rosenheimer Straße in Kolbermoor (Landkreis Rosenheim) soll nun eine neue Anschlussunterkunft für Asylsuchende entstehen. Das Landratsamt Rosenheim hat als staatliche Behörde im Auftrag des Freistaats Bayern einen Mietvertrag mit dem Grundstückseigentümer abgeschlossen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 15 Jahren.

Kolbermoors Bürgermeister Peter Kloo wurde von dem Rosenheimer Landrat Otto Lederer informiert teilt das Landratsamt in einer aktuellen Pressemitteilung mit.  Derzeit liegt der Bauantrag bei der Stadtverwaltung Kolbermoor und durchläuft das reguläre Genehmigungsverfahren. Der städtische Bauausschuss wird demnächst über das Vorhaben beraten.

Platz für bis zu 212 Geflüchtete

Entsprechend dem Eingabeplan ist der Abriss der vorhandenen Gebäude und die Neuerrichtung einer Wohnanlage in modularer Bauweise vorgesehen. Die geplante Einrichtung ist eine Anschlussunterkunft und soll insbesondere der Unterbringung von bis zu 212 Geflüchteten mit positiver Bleibeperspektive dienen. Der Zeitpunkt der Fertigstellung hängt vom weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens ab.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Landratsamt Rosenheim)

Neue Anschlussunterkunft für Asylsuchende in Kolbermoor geplant

Geplante Flüchtlingsunterkunft in Rott am Inn: Landratsamt Rosenheim veröffentlicht FAQs

Rott / Landkreis Rosenheim – Die geplante Flüchtlingsunterkunft in Rott am Inn erhitzt nach wie vor die Gemüter. Die Gemeinde Rott am Inn hat eine Klage gegen die Baugenehmigung angekündigt (wir berichteten). Die Baugenehmigung bleibt aber dennoch vorerst wirksam. Das Landratsamt hat jetzt zu den Projekt umfassende FAQs veröffentlicht.

Rein rechtlich hat die von der Gemeinde Rott am Inn angekündigte Klage gegen die Baugenehmigung keine aufschiebende Wirkung, sodass die erteilte Baugenehmigung wirksam bleibt. Lediglich im Falle eines erfolgreichen Eilantrags, den die Gemeinde zusätzlich zur Klage stellen kann, müsste das Projekt bis zur endgültigen gerichtlichen Entscheidung ruhen“, stellt das Landratsamt Rosenheim in einer aktuellen Pressemitteilung klar.
Vor einigen Tagen hat das Landratsamt auf seiner Webseite einen umfassenden Fragen- und Antworten-Katalog zur geplanten Flüchtlingsunterkunft in Rott am Inn veröffentlicht. Dort zu finden sind viele Hintergrundinformationen von der rechtlichen Grundlage der am 18. Dezember erteilten Baugenehmigung bis hin zum Beschluss des Petitionsausschusses des Bayerischen Landtags.

“Mit der Veröffentlichung dieser ausführlichen Informationen kommen wir dem berechtigten Interesse der Bürgerinnen und Bürger nach Transparenz nach”, erklärt Rosenheims Landrat Otto Lederer. “Uns ist bewusst, dass das Thema viele Menschen bewegt. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir alle Fakten auf den Tisch legen und sachlich informieren.” Die Unterbringungssituation im Landkreis sei weiter angespannt: „Aus Mangel an Alternativen müssen die Schulturnhallen in Raubling und Bruckmühl weiter als Ankunftseinrichtung genutzt werden. Das beeinträchtigt den regulären Schul- und Vereinssport erheblich. Die geplante Ankunftseinrichtung in Rott am Inn soll hier dringend benötigte Entlastung schaffen. Die Belegung wird dabei in zwei Phasen erfolgen – zunächst mit 120 bis 150 Personen, erst nach sechs Monaten ist die volle Belegung mit maximal 270 Personen vorgesehen. Die Nutzung ist bis zum 30. September 2028 befristet“

Als Landratsamt habe man nicht nur eine gesetzliche, sondern auch eine humanitäre Verantwortung. „Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, brauchen ein Dach über dem Kopf. Gleichzeitig nehmen wir die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst”, betont Landrat Lederer.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Landratsamt Rosenheim)

Neue Anschlussunterkunft für Asylsuchende in Kolbermoor geplant

Landratsamt Rosenheim erteilt Baugenehmigung für Erstaufnahme-Einrichtung in Rott am Inn

Rott / Landkreis Rosenheim – Diese Meldung kurz vor den Weihnachtsfeiertagen haben sich viele Bewohner in Rott am Inn sicher nicht gewünscht: Das Landratsamt Rosenheim hat die Baugenehmigung für eine umstrittene Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge erteilt. 

Die Bürgerinitiative „Rott Rottiert“ setzte sich in diesem Jahr entschlossen dafür ein, die geplante Sammelunterkunft im Gewerbegebiet „Am Eckfeld 10“ für 506 Flüchtlinge und Asylbewerber zu stoppen. Demos und Informationsveranstaltungen wurden organisiert (wir berichteten). Schließlich wurde auch eine Online-Petition gestartet. Knapp 5.000 Unterschriften gingen ein. „Wir sind überzeugt, dass keine Gemeinde dieser Größe mit einer Massenunterkunft in dieser Größenordnung belastet und überfordert werden sollte“, hieß es dazu Ende November in einer Pressemitteilung.
Doch nun steht fest: das Engagement der Bürgerinitiative und ihren Unterstützern führte beim Landratsamt Rosenheim nicht zu einem Umdenken. Die Baugenehmigung wurde nun erteilt. Das Landratsamt sieht sich sowohl vom Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags als auch des Landtagsplenum in seiner Entscheidung gestützt, wie aus einer aktuellen Pressemitteilung zu entnehmen ist. „Die Planungen bezüglich der Inbetriebnahme der Unterkunft werden nicht beanstandet und können somit von Seiten der staatlichen Verwaltung weiterverfolgt werden“; so das Landratsamt Rosenheim.
Das Landratsamt Rosenheim werde die Empfehlungen des Petitionsausschusses beachten. So werde die Belegung der Unterkunft gestaffelt erfolgen. Das heißt, in einem ersten Schritt sollen 120 bis 150 Flüchtlinge in den Räumlichkeiten untergebracht werden. Sechs Monate später erfolge die zweite Phase mit einer Belegung von insgesamt bis zu 270 Personen.
Gleichzeitig will das Landratsamt Rosenheim der Gemeinde Rott am Inn schriftlich zusichern, dass es keine Verlängerung des Mietvertrags geben wird. Die Nutzungsänderung (Baugenehmigung“ sei dementsprechend bis zum 30. September 2028 befristet worden.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Info: Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Landratsamt Rosenheim)

Neue Anschlussunterkunft für Asylsuchende in Kolbermoor geplant

Wohncontainer für Flüchtlinge werden in Wasserburg zwischengelagert

Wasserburg / Landkreis – 150 Wohncontainer sollen zukünftig für die Unterbringung von Flüchtlingen auf Gut Spreng in der Gemeinde Riedering (Landkreis Rosenheim) genutzt werden. Vorerst werden sie aber in Wasserburg am Inn zwischengelagert.

Nach Auskunft des Rosenheimer Landratsamtes werden die 150 Container ab den kommenden Montag, 15. Oktober auf dem Parkplatz des ehemaligen RoMed-Krankenhauses in der Dr.-Martin-Geiger-Straße in Wasserburg am Inn vorübergehend gelagert. 
Die endgültige Stationierung der Container in der Gemeinde Riedering verzögert sich aufgrund des verweigerten Einvernehmens zur Baugenehmigung durch die Gemeinde Riedering. „Um Lagerkosten zu vermeiden, werden die Wohncontainer vorübergehend auf dem landkreiseigenen Gelände zwischengelagert, bis sie an ihrem Bestimmungsort zum Einsatz kommen können“, schreibt dazu das Landratsamt Rosenheim
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Landratsamt Rosenheim)