Neuer Ärztlicher Direkter am RoMed Klinikum

Neuer Ärztlicher Direkter am RoMed Klinikum

Rosenheim – Das RoMed Klinikum Rosenheim hat einen neuen Ärztlichen Direktor. Privatdozent Dr. Andreas Bauer, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin folgt auf Dr. Hanns Lohner, Chefarzt der Neurologischen Klinik, der das Amt seit 2017 innehatte.

Mit Blick auf den nahenden Ruhestand Anfang nächsten Jahres stellte sich der bisherige Ärztliche Direktor nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Es wird damit auch ein Generationenwechsel in der ärztlichen Leitung des Klinikums vollzogen.

„Wir danken Herrn Dr. Lohner sehr herzlich für seinen jahrelangen Einsatz an dieser für die Fortentwicklung unseres Hauses so wichtigen Schnittstelle zwischen Kliniken, Ärzten, Patientenversorgung und Klinikleitung. Ein ganz besonderer Dank geht an ihn für seinen unermüdlichen Einsatz während der Corona-Pandemie. Sie haben das RoMed Klinikum Rosenheim souverän und professionell durch diese kritische Zeit geführt“, sagte Kaufmännischer Leiter Dr. Max von Holleben.

PD Dr. Andreas Bauer wurde von der Geschäftsführung unter Mitwirkung des Chefarztkollegiums vorgeschlagen und durch den RoMed-Aufsichtsrat einstimmig für die Amtsdauer von drei Jahren zum Ärztlichen Direktor bestellt. In Personalunion wird er weiterhin auch als Chefarzt die Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin leiten.

Der Ärztliche Direktor bildet zusammen mit dem Kaufmännischen Leiter und dem Pflegedienstleiter die Klinikleitung, die gemeinsam das Klinikum führt. Zu den künftigen Aufgaben von PD Dr. Bauer zählen organisatorische Fragen bei der Patientenversorgung und dabei insbesondere die optimale Zusammenarbeit im ärztlichen Dienst und den Fachabteilungen. Darüber hinaus leitet er die Hygienekommission des Klinikums. Er ist auch verantwortlich für den Austausch mit niedergelassenen Ärzten und anderen Kliniken.

Bindeglied zur gesamten Belegschaft

Zu seiner neuen Aufgabe am RoMed Klinikum Rosenheim sagt PD Dr. Bauer: „Über das entgegengebrachte Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit freue ich mich sehr. Wichtig ist mir vor allem, als Teil der Klinikleitung die medizinischen Entwicklungen bei RoMed mitzugestalten, die Ärzteschaft hierbei zu vertreten, aber auch als Bindeglied zur gesamten Belegschaft zu agieren.“
Andreas Bauer absolvierte sein Studium der Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, wo er im Jahre 2002 approbierte. Der 49-jährige gebürtige Freisinger ist langjähriger Facharzt für Anästhesiologie mit den Zusatzbezeichnungen spezielle anästhesiologische Intensivmedizin und Notfallmedizin. Seit Oktober 2017 bekleidet er die Funktion als Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am RoMed Klinikum Rosenheim mit außerordentlichem Engagement. Bereits während der Corona-Pandemie hatte PD Dr. Bauer eine führende Aufgabe im Krisenstab inne und organisierte insbesondere die Zusammenarbeit des RoMed-Verbundes mit den übrigen Kliniken der Region im intensivmedizinischen Bereich. Unisono freuen sich Kaufmännischer Leiter Dr. Max von Holleben und Pflegedienstleiter Hans Albert auf die kommende Zusammenarbeit in der Klinikleitung und betonen: „Die Kontinuität in der Arbeit dieses Gremiums bleibt damit erhalten und wir wünschen PD Dr. Bauer alles erdenklich Gute und viel Erfolg.“
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: RoMed Kliniken, zeigt Dr. Andreas Bauer)

Zwei RoMed-Staatspreisträgerinnen

Zwei RoMed-Staatspreisträgerinnen

Rosenheim / Bad Aibling – Im Rahmen der Absolventenfeier der RoMed Kliniken wurden Alina Kühnle aus Bruckmühl und Theresa Scheyerer aus Bad Endorf für ihre hervorragenden Leistungen beglückwünscht und erhielten neben der offiziellen Staatspreisurkunde auch kleine Geschenke von den Honoratioren ausgehändigt.

Die Staatspreisträgerinnen hatten es, wie alle anderen Absolventen, wahrlich nicht leicht. Die erste Pflegeklasse 2020 der sogenannten Generalistik – diese umfasst Kinder-, Erwachsenen- und Altenpflege – musste die gesamte Ausbildungszeit während der Corona-Pandemie bewerkstelligen. „Das war schon eine komische Zeit. So begann die Ausbildung zunächst: mit Urlaub. Als die IT-Strukturen entsprechend ausgebaut waren, folgte dann monatelang ausschließlich digitaler Unterricht. Ein echtes Kennenlernen war daher erst sehr viel später unter Einhaltung strengster Hygieneregeln möglich. Das hat an jedem Einzelnen von uns gezehrt! Doch wir alle haben gemeinsam das Beste daraus gemacht und uns den jeweiligen Anforderungen gestellt“, blickte die stellvertretende Schulleiterin, Karin Wünsch, zurück.

Auch praktische Einsätze waren herausfordernd

So waren mitunter auch die praktischen Einsätze sehr herausfordernd. Denn egal, ob im Kindergarten, in der Langzeitpflege oder in der ambulanten Pflege: alle externen Einrichtungen hatten eigene Vorgaben, wie der Infektionsschutz einzuhalten ist. „Da war schon viel Flexibilität gefragt, dass trotz dieser Umstände die Ausbildung erfolgreich durchlaufen werden konnte und dabei Spitzenergebnisse erzielt wurden“, waren sich die Ehrengäste einig, lobten das Durchhaltevermögen und gratulierten allen Absolventen verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: RoMed-Kliniken, zeigt von links: Die stolzen Staatspreisträgerinnen Alina Kühnle und Theresa Scheyerer.)

Neuer Spezialist für Zöliakie am RoMed Klinikum

Neuer Spezialist für Zöliakie am RoMed Klinikum

Rosenheim / Landkreis – Glutenunverträglichkeit früh erkennen und Lebensqualität verbessern: Mit Dr. Jörg Felber gibt es am RoMed Klinikum Rosenheim einen neues Spezialisten für Zöliakie.

Bauchschmerzen, Blähungen und chronischer Durchfall, aber auch Depressionen und Migräne bis hin zu Menstruationsstörungen bei Frauen sind einige der sehr unterschiedlichen Anzeichen für Zöliakie. Die Betroffenen leiden dabei an einer Unverträglichkeit von Gluten, ein in verschiedenen Getreidesorten enthaltenes Eiweiß. Allein in Deutschland ist in etwa jeder 100ste an Zöliakie erkrankt. Der Körper bildet durch eine Autoimmunreaktion Antikörper gegen Gluten, welche die Dünndarmschleimhaut angreifen und zu Entzündungen führen. Betroffene müssen lebenslang eine glutenfreie Diät einhalten.

Bluttest ermöglicht schnelle Diagnose

„Da die vielfältigen Symptome häufig nicht eindeutig sind, bringen unsere Patientinnen und Patienten bis zur endgültigen Diagnose bisweilen einen langen Leidensweg hinter sich“, berichtet Dr. Jörg Felber, neuer leitender Oberarzt und Gastroenterologe der Medizinischen Klinik 2 am RoMed Klinikum Rosenheim. Um bei dem Verdacht auf Glutenunverträglichkeit zu einer schnelleren Beurteilung zu kommen, empfiehlt er als Koordinator der aktuellen Leitlinie „Zöliakie“ verstärkt auf die Erstdiagnostik mithilfe von Bluttest zu setzen. „Es ist möglich, im Serum Antikörper nachzuweisen, die nur bei einer Zöliakie auftreten. Der im Blut des Patienten ermittelte Titer, also die Antikörperkonzentration im Serum, erlaubt eine sehr präzise Diagnostik“, erläutert Felber.

Kein Glutenverzicht vor den Tests

Um ein unverfälschtes Ergebnis zu erhalten, ist es jedoch ausschlaggebend, dass sich die Betroffenen vor der Testung noch nicht auf eine glutenfreie Ernährung umgestellt haben. „Ein Verzicht auf Gluten vor der Diagnosestellung erschwert diese erheblich, denn mit unseren diagnostischen Tests messen wir die Reaktionen des Immunsystems auf Gluten – auch den langfristigen Effekt, den es auf die Darmschleimhaut hat. Fehlen Antikörper im Blut oder Entzündungszeichen der Darmschleimhaut, ist eine eindeutige Diagnose oft nicht möglich“, erläutert Felber.

Qualifizierte Ernährungsberatung nutzen

Die derzeit einzige wirksame Therapie bei Zöliakie besteht in einer lebenslangen glutenfreien Ernährung. Das bedeutet für die Patienten, Getreidesorten sowie darauf basierende Nahrungsmittel wie beispielsweise Brot, Kuchen, Bier oder Malzkaffee strikt zu meiden. Bereits geringste Mengen an Gluten können den Krankheitsprozess wieder fördern. Um das Erlernen und Einhalten einer glutenfreien Diät zu erleichtern, ist eine ausführliche Ernährungsberatung mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzte ratsam. „Denn das Wichtigste ist, den Betroffenen gemeinsam mit professionellen Ernährungstherapeutinnen und -therapeuten zu helfen, selbst Kompetenzen und Wissen in Bezug auf ihre Ernährung aufzubauen“, erklärt Felber.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Copyright RoMed Kliniken, zeigt: Dr. Jörg Felber, Zöliakie-Experte und Leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik 2 am RoMed Klinikum Rosenheim)

Wechsel an der Spitze der RoMed Klinik Bad Aibling

Wechsel an der Spitze der RoMed Klinik Bad Aibling

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – An der RoMed Klinik Bad Aibling gab es einen Wechsel an der Spitze: Sandra Zabel ist die neue Kaufmännische Leiterin und folgt damit auf Dr. Martina Bielawski, die an das Klinikum Rechts der Isar wechselte.

Sandra Zabel ist diplomierte Betriebswirtin und seit fast zwölf Jahren in der Klinikleitung am Aiblinger Standort beschäftigt. Für ihre neue Aufgabe bringt die gebürtige Berlinerin, die es seit ihrem Studium nach Bayern verschlug, somit langjährige Erfahrung in den Abläufen des RoMed-Hauses für Altersmedizin, Innere Medizin und Palliativmedizin, Unfallchirurgie, elektive Chirurgie und Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde mit. Zuletzt verantwortete sie als stellvertretende Kaufmännische Leiterin bereits diverse Klinikbereiche eigenständig.

„Wandel als Chance sehen“

„Ein Krankenhaus wie in Bad Aibling zu leiten, war stets mein berufliches Ziel,“ erzählt die passionierte Bergsteigerin. „Allerdings wollte ich nie den RoMed-Verbund verlassen und so musste ich nicht lange überlegen, als sich mir jetzt die Gelegenheit bot.“ In der Führung einer Klinik sieht sie natürlich die aktuellen Herausforderungen im Gesundheitswesen. Die letzten Jahre brachten weitreichende Veränderungen mit sich – nicht nur coronabedingt. So wurden auch in Bad Aibling zahlreiche Prozesse angestoßen und in neue Bahnen gelenkt. „Für die Zukunft müssen wir vieles neu denken und den Wandel als Chance sehen. Ein großer Schritt in diese Richtung ist sicher unser neues gemeinsames Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie Rosenheim-Bad Aibling“, so Sandra Zabel. RoMed-Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram betont: „Wir freuen uns, dass wir mit Frau Zabel eine erfahrene Kollegin, die das Aiblinger Haus sehr gut kennt, für diese anspruchsvolle Tätigkeit – vor allem in Zusammenhang mit den anstehendenden Digitalisierungs- und Transformationsprozessen – gewinnen konnten und wünschen ihr ein gutes, erfolgreiches Wirken.“
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Klinik Bad Aibling / Beitragsbild: Copyright RoMed Kliniken Bad Aibling) 

Dr. Wolfgang John geht in Ruhestand

Dr. Wolfgang John geht in Ruhestand

Rosenheim – Über viele Jahrzehnte hat Dr. Wolfgang John in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am RoMed Klinikum Rosenheim gewirkt und mit seiner souveränen, einfühlsamen und besonnenen Art unzähligen Kindern und Familien geholfen. Doch nun geht eine Ära mit dem Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand zu Ende.

Als sechstes Kind der Familie kam Dr. Wolfgang John als Hausgeburt zur Welt. Was er beruflich einmal machen möchte, beschäftigte ihn im letzten Abschnitt zum Abitur intensiv. Obwohl in der Familie kein Arzt vertreten war, reizte ihn die Medizin. So sammelte der gebürtige Raublinger 1977 als Zivildienstleistender im Pflegedienst in der Unfallchirurgie und Orthopädie am damaligen städtischen Krankenhaus Rosenheim erste Erfahrungen. „Es war ein Test, ob das der richtige Weg für mich ist. Eine Alternative wäre vielleicht Journalismus oder etwas mit Sprachen gewesen“, berichtet Dr. John.
Als „Babyboomer“ war es für diese Generation gar nicht so einfach, einen Studienplatz zu bekommen. So startete der junge Mann aus Bayern sein Medizinstudium 1978 in Hamburg und beendete es in Würzburg mit der Approbation als Arzt. Seine Doktorarbeit verfasste er neben dem Studium zum Thema „Komplikationen nach hüftchirurgischen Eingriffen“ und erhielt die Promotion 1985. Frisch fertig studiert lernte der Arzt auf der 2. Medizinischen Abteilung im Rosenheimer Krankenhaus im Zivildienst die Innere Medizin kennen. Der damalige Chefarzt Dr. Bruno Ederer hatte einen sehr prägenden Einfluss auf ihn, insbesondere dessen empathischer und einfühlsamer Umgang mit schwerstkranken Patienten.
Als in der Pädiatrie eine Stelle frei und der Jungmediziner aus etwa 100 Bewerbern ausgewählt wurde, war der Weg für die Kindermedizin geebnet. 1986 begann er die Facharztweiterbildung und in dieser Rotation kam er 1988 auf die Kinderintensivstation. „Und dort bin ich bis heute geblieben“, berichtet Dr. John schmunzelnd gut 37 Jahre später. Die kinderärztliche Facharztweiterbildung schloss er 1992 ab und wurde im folgenden Jahr zum Oberarzt und ärztlichen Leiter des Perinatalzentrums berufen. Die Schwerpunktbezeichnung „Neonatologie“ – also Spezialist für Erkrankungen bei Neu- und Frühgeborenen – folgte 1995.

Perinatalzentrum:
Dr. John einer der Pioniere

Noch als Assistent ging Dr. John zu seinem damaligen Chefarzt und berichtete, dass sich etwas tut in der Neu- und Frühgeborenen-Medizin und es in Richtung absolute Spezialisierung für Hochrisikopatienten geht. Hierfür sollten Perinatalzentren geschaffen werden, die dann den Versorgungsauftrag erhalten. Vonseiten des damaligen Chefarztes und der Krankenhausverwaltung erfolgte die rückhaltlose Unterstützung für diese Pläne. In erster Linie galt es, die Qualifikation des Personals auf ärztlicher und pflegerischer Seite vorzuweisen und eine hochspezialisierte apparative und logistische Ausstattung vorzuhalten. Zur großen Freude wurde gleich beim ersten Anlauf im September 1993 die Anerkennung durch das Gesundheitsministerium ausgesprochen. Darauf durfte man stolz sein, denn das Rosenheimer Perinatalzentrum war 1993 eines der ersten in Bayern!

Das Fest für Frühchen
ist schon Tradition

Einige besonders unreife Frühgeborene verbringen bis zu einem halben Jahr nach der Geburt auf der Intensiv- und dann auf der Säuglingsstation. Das bedeutet vor allem für die Eltern oftmals eine extrem belastende und stressreiche Zeit. Dem gesamten Team ist und war es besonders wichtig, für die ehemaligen Patienten und Familien regelmäßig Frühchen-Feste zu organisieren. „Es war immer eine große Freude zu sehen, wie sich die Kleinen entwickelt haben. Gleichzeitig waren diese Feste immer ein gutes Feedback, wie es den Familien und Kindern nach Jahren geht“, berichtet Dr. John. Über 1.000 extrem unreife Frühchen hat der leidenschaftliche Kinderarzt in seiner langjährigen Berufstätigkeit begleitet. „Die Zahl der moderat unreifen Frühgeborenen kann ich beim besten Willen nicht abschätzen. Mittlerweile kommen ehemalige Frühchen – jetzt selbst Eltern – zu mir und erinnern sich. Das ist schon sehr bewegend und erstaunlich! Ein Stück weit sind es genau diese Erfolgsgeschichten, die für mich den Arztberuf so wertvoll machen“, erzählt Dr. John.
Eines der letzten großen Projekte und Herzensanliegen von Dr. John war die OVB-Weihnachtsspenden-Aktion. Hier sollen für die Eltern der kleinen Patienten angemessene Räumlichkeiten im Klinikum geschaffen werden, um in dieser für sie so belastenden Zeit möglichst nah bei ihren Kindern zu sein. Seine Freude über die Hilfsbereitschaft und die großzügigen Spenden der Bevölkerung ist dabei riesig. Und natürlich der herzliche Dank an alle Spender!

Gründungsmitglied des
Ethikkomitees

Auf der Kinderintensivstation zu arbeiten, heißt auch im Grenzbereich zwischen Leben und Tod tätig zu sein. Es erfordert besondere Stärke und Belastbarkeit, physisch wie psychisch für Personal, Kind und Eltern. Helfen kann da: Das Team und persönliche Umfeld, ein professioneller Umgang, Erfahrung und Glaube. Wichtig war Dr. John hier immer auch die Betrachtung von der ethischen Seite. So engagierte er sich außerordentlich bei der Gründung und Etablierung des klinischen Ethikkomitees. Seine Meinung und sein Rat waren hier immer sehr gefragt und geschätzt.

„Der Teamgedanke war mir sehr wichtig, insbesondere mit dem Pflegepersonal, welches ich immer in der Rolle des Partners in der schwierigen Mission verstanden habe. Sonst wären die Erfolge undenkbar gewesen. Genauso wesentlich waren der Rückhalt und die Wertschätzung von Chefarzt Dr. Uhlig und der gute Kontakt zu den anderen Disziplinen – vor allem der Geburtshilfe, Kinder-Anästhesie oder Kinderchirurgie“, so John. „Man verbringt so viel Zeit in der Klinik, da entwickelt sich tiefes Vertrauen und Freundschaften und die enormen medizin-technischen Entwicklungen haben uns im Laufe der Zeit ganz andere Möglichkeiten eröffnet“, berichtet der Mediziner weiter. „So waren es immer besonders glückliche Momente, wenn es ein extrem unreifes Frühchen nach monatelangem Klinikaufenthalt geschafft hatte und über dem Berg war.“

Außerdem war es für Dr. John selbstverständlich, im Rahmen seiner Weiterbildungsermächtigung ab 1996 junge Ärzte in die Neonatologie und Intensivmedizin einzuführen. Mit Stolz sieht er die hervorragende Praxisarbeit von vielen niedergelassenen Kollegen, an deren Ausbildung auch er beteiligt war. 2011 wurde Dr. John in das Prüfungsgremium der Bayerischen Landesärztekammer für den Schwerpunkt Neonatologie berufen. Sein Credo: „Empathie, das Einfühlen in den Patienten, ist mir das Wichtigste, denn auswendig lernen kann jeder und Fachwissen aneignen auch. Doch auf die Umsetzung kommt es ganz entscheidend an.“

Arni Kirchner folgt
auf Dr. Wolfgang John

Wie geht es denn jetzt weiter, gibt es einen Nachfolger? „Zu meiner großen Zufriedenheit ist meine Nachfolge geregelt. Mit Arni Kirchner tritt ein Kollege, der schon seit gut 20 Jahren Teil der Abteilung ist, in meine Fußstapfen“, freut sich Dr. John.

Anlässlich seiner Verabschiedung blickten Chefarzt Dr. Torsten Uhlig, Klinikleiter Dr. Max von Holleben und RoMed Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram auf das Wirken von Dr. Wolfgang John zurück, würdigten seine außerordentlichen Leistungen und bezeichneten ihn als einen leidenschaftlichen Kämpfer für die Kleinsten und Schwächsten der Gesellschaft. „Als einer der Pioniere des Perinatalzentrums danke ich Ihnen herzlich für Ihr herausragendes Engagement. Mit Ihrer Kompetenz, Ihrer empathischen und besonnenen Art und Weise haben Sie gegenüber den kleinen Patienten, Eltern, ärztlichen wie pflegerischen Kollegen immer wertschätzend agiert“, betonte Dr. von Holleben. Der angehende Ruheständler freut sich sehr, endlich Herr über die eigene Zeit zu sein. Er wird Schulungen für das Kinderhospiz geben, weiterhin seine Tätigkeit bei der Landesärztekammer als Prüfer ausführen und vor allem eines tun: viel Reisen. Es zieht ihn in den hohen Norden, mehr als einmal schon bis zum 80. Breitengrad, denn die landschaftlichen Erlebnisse dort haben es ihm angetan.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: RoMed Kliniken)

Geschäftsführerin im Medical Park Chiemsee

Geschäftsführerin im Medical Park Chiemsee

Prien / Landkreis Rosenheim – Am 1. Januar 2023 hat Stefanie Ludwig die Geschäftsführung im Medical Park Chiemsee und im Medical Park Kronprinz Prien übernommen. Außerdem ist sie zweite Geschäftsführerin im Medical Park Chiemseeblick. Sie löst damit Tobias Diesing ab, der diese Aufgaben bisher interimsweise zusätzlich zu seiner Funktion als Leiter des Zentralbereichs Finanzen und Controlling wahrnahm.

Stefanie Ludwig ist Diplom-Betriebswirtin. Von 2003 bis 2014 hat sie in unterschiedlichen Leitungspositionen in mehreren Kliniken des HELIOS Konzerns gearbeitet. Von 2010 bis 2016 war sie Geschäftsführerin eines Schwerpunktversorgers in Borna bei Leipzig, zuletzt unter Trägerschaft der Sana-Kliniken. 2016 übernahm sie als Geschäftsführende Direktorin mit der Asklepios Klinik Hamburg Barmbek ein weiteres Schwerpunkthaus. Seit Mitte 2020 ist sie Geschäftsführerin der Ernst Freiberger-Stiftung in Amerang und des Museums EFA Mobile Zeiten.
„Ich freue mich auf diese neue Aufgabe und die Möglichkeit, meine langjährige berufliche Erfahrung jetzt bei Medical Park als Premium-Rehaanbieter einbringen zu können. “, sagt Stefanie Ludwig. „Die beiden Häuser haben einen sehr guten Ruf und sind bei den Patienten sehr beliebt. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern Ergebnis einer exzellenten Teamleistung. Außerdem freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Birk Heinrich, den ich beruflich schon lange kenne.“ Stefanie Ludwig wird weiterhin Geschäftsführerin der Ernst Freiberger-Stiftung und der EFA Mobile Zeiten bleiben.

Der Vorsitzende Geschäftsführende Direktor von Medical Park, Ulf Ludwig, wünscht seiner Ehefrau für die neue Aufgabe viel Erfolg. „Unter den jetzigen Rahmenbedingungen in der Branche ist es eine große Herausforderung, die hohe Qualität der Reha in den Kliniken weiter sicherzustellen, die Häuser für Mitarbeiter und für Bewerber noch attraktiver zu machen und die Top-Position der Kliniken im Markt weiter auszubauen. Wir haben dafür viele Ideen und Pläne und wir haben die Kraft, diese konsequent umzusetzen“.
(Quelle: Pressemitteilung Medical Park / Beitragsbild: Copyright Medical Park – Urs Golling)