Stadtrat Rosenheim auf dem Herbstfest: Politikpause in geselliger Runde

Stadtrat Rosenheim auf dem Herbstfest: Politikpause in geselliger Runde

Rosenheim – Politikpause auf dem Rosenheimer Herbstfest: Der Stadtrat nutzte den gemeinsamen Besuch für Begegnungen in ungezwungener Atmosphäre. Statt Debatten und Entscheidungen standen dabei das Miteinander, persönliche Gespräche und die gemeinsame Zeit im Vordergrund.

Der Besuch des Rosenheimer Stadtrats auf dem Herbstfest hat Tradition. Neben den Stadträten war dazu auch die Presse eingeladen. Der Termin findet seit vielen Jahren abwechselnd im Flötzinger Festzelt und in der Auerbräu-Festhalle statt – in diesem Jahr traf man sich in der Auerbräu-Festhalle. Eingeladen hatte Oberbürgermeister Andreas März. Die Stimmung war wie gewohnt gut und gesellig.
(Quelle: Artikel: Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Stabwechsel beim Sozialraumteam Nord

Stabwechsel beim Sozialraumteam Nord

Rosenheim – Stabswechsel beim Sozialraumteam Nord in Rosenheim: Nach 13 Jahren verabschiedete sich Marcel Petzold von seiner Tätigkeit als Regionalleitung. Seine Nachfolgerin wird Judith Wölfel.

Caritas-Geschäftsführer Erwin Lehmann verabschiedet sich von Marcel Petzold mit einem kleinen Geschenk. Foto: Innpuls.me

Caritas-Geschäftsführer Erwin Lehmann (links) verabschiedet sich von Marcel Petzold mit einem kleinen Geschenk. Fotos: Innpuls.me

Bereits seit  20 Jahren gibt es die Sozialraumorientierung in Rosenheim. Das Sozialraumteam besteht aus sozialpädagogischen Fachkräften des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Rosenheim, der Caritas Kinder-, Jugend- und Familienhilfe des Kinderdorfes Irschenberg, des Kinderschutzbundes und der Stiftung St. Zeno. Gemeinsam entscheiden sie über alle Hilfen zur Erziehung und gestalten diese nach den Grundsätzen der Sozialraumorientierung.
Marcel Petzold war 13 Jahre lang Regionalleiter für das Sozialraumteam Nord. Nun will er neue Wege gehen und verabschiedet sich von dieser Tätigkeit. Mit Judith Wölfel ist bereits eine Nachfolgerin für dieses Amt gefunden. Sie ist ebenfalls schon seit vielen Jahren bei der Sozialraumorientierung tätig und freut sich nach eigenen Angaben sehr über die neue Herausforderung.

Judith Wölfel (Mittte) übernimmt die Leitung. Glückwünsche dafür kamen von Marianne Guggenbichler vom Rosenheimer Kinderschutzbund (rechts) und Wilma Hansen vom Kinderheim Schöne Aussicht. Foto: Innpuls.me

Judith Wölfel (Mittte) übernimmt die Leitung. Glückwünsche dafür kamen von Marianne Guggenbichler vom Rosenheimer Kinderschutzbund (rechts) und Wilma Hansen vom Kinderheim Schöne Aussicht.

Von den ehemaligen Kollegen gab es ein gemeinsames musikalisches Ständchen. Foto: Innpuls.me

Von den ehemaligen Kollegen gab es ein gemeinsames musikalisches Ständchen.

Die Stabübergabe fand jüngst im Rahmen einer Feierstunde im Bürgerhaus in der Lessingstraße statt. Mit dabei waren zahlreiche Wegbegleiter der beiden.
Caritas-Kreisgeschäftsführer Erwin Lehmann charakterisierte Petzold in seiner Rede als „streitbar in positivem Sinne“ und hob seine hohe Kompetenz in der Jugendhilfe hervor. Das Sozialraumteam Nord trage klar seine Handschrift: „Er ist ein Kollege, vor dem ich großen Respekt habe“.
Die Arbeit im Sozialraumteam Nord sei gerade in den Anfangsjahren alles andere als einfach gewesen, berichteten Marianne Guggenbichler, Geschäftsführerin des Kinderschutzbund Rosenheim und Wilma Hansen, Leiterin des Kinderheim Schöne Aussicht. Zusammen erinnerten sich die beiden in einem humorvollen Rückblick an viele Treffen, Gespräche und an ein großes Miteinander, das mit den Jahren mehr und mehr gewachsen sei.
Als besonderes Abschiedsgeschenk der Kollegen gab es dann ein gemeinsames musikalisches Ständchen. Danach stand Geselligkeit auf dem Programm.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)

Sommer-Jahresempfang des Kulturforums Rosenheim

Sommer-Jahresempfang des Kulturforums Rosenheim

Rosenheim – „Off Line. Sein“ lautete das Motto des Sommer-Jahresempfangs des Kulturforums Rosenheim am vergangenen Freitagabend. Die Gäste genossen in ruhiger Atmosphäre Musik, kulinarische Verpflegung und vor allem das Miteinander. 

Die Veranstaltung fand in der Städtischen Galerie in Rosenheim statt. Dort wird aktuell die Textilkunst-Ausstellung „Separat waschen“ gezeigt. Andrea Hailer, Vorsitzende des Kulturforums Rosenheim begrüßte die Gäste. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von den „Rosenkavalieren“.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos, Info: Hendrik Heuser)
Hier weitere Bilder der Veranstaltung:

Sommer-Jahresempfang des Kulturforums Rosenheim in der Städtischen Galerie Rosenheim. Fotos: Hendrik Heuser
Sommer-Jahresempfang des Kulturforums Rosenheim in der Städtischen Galerie Rosenheim. Fotos: Hendrik Heuser
Sommer-Jahresempfang des Kulturforums Rosenheim in der Städtischen Galerie Rosenheim. Fotos: Hendrik Heuser
Abschied in wohlverdienten Ruhestand

Abschied in wohlverdienten Ruhestand

Prien / Landkreis Rosenheim – Nach 27 Jahren im Dienst der heutigen Prien Marketing GmbH (PriMa) wurde Judith Schmidbauer im Kreise ihrer Kollegen in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Im Rahmen einer kleinen Feierlichkeit bedankte sich die Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH Andrea Hübner für die geleistete Arbeit und für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Seit 1981 umfasste das Hauptaufgabengebiet von Judith Schmidbauer die Betreuung und Information der Gäste vor Ort. Nach der Kinderzeit, im Jahre 2000, arbeitete die dreifache Mutter für vier Jahre in der Touristinfo Bernau. Danach kehrte die gebürtige Prienerin wieder zurück ins Haus des Gastes, wo sie seitdem für die PriMa tätig war. Die langjährige Mitarbeiterin bereicherte das Tourismusbüro Prien mit reichlich Erfahrung und einem umfangreichen kulturellen Wissen. Als „wandelndes Lexikon“ hatte sie stets eine Antwort für Urlauber als auch Kollegen parat.  Das gesamte PriMa-Team sagt danke für die gemeinsame Zeit: „Judith, du bist eine Seele von Mensch!“
(Quelle: Pressemitteilung Prien Marketing GmbH / Beitragsbild: Prien Marketing GmbH, zeigt von links: Ob „wandelndes Lexikon“ oder „gute Seele“, für Judith Schmidbauer (im Bild mittig) gibt es viele Bezeichnungen.  Als kleine Aufmerksamkeit zum Abschied überreichte ihr der Erste Bürgermeister der Marktgemeinde Andreas Friedrich (zweiter von links) und die Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH Andrea Hübner (sechste von links) im Beisein des Betriebsrats der PriMa – Katrin Fink, Florian Tatzel und Magdalena Berka – Blumen und einen Präsentkorb))

Junge Rosenheimerin mit Kurzfilmen erfolgreich

Junge Rosenheimerin mit Kurzfilmen erfolgreich

Rosenheim – Antonia Lange (Beitragsbild rechts) hat ein festes Ziel vor Augen: sie will Produzentin und Regisseurin werden (wir berichteten). Die 22-Jährige Rosenheimerin verfolgt diesen Traum mit großer Konsequenz: sie studiert an der University of Westminster in London CMP (Contemporary Media Practice). Gerade hat sie ihre Bachelor-Arbeit zum Thema „The male gaze in cinema“ abgegeben – ein top-aktuelles Thema in Zeiten von Genderturbulenz und dem Streben nach wahrer Gleichberechtigung. Sie hat dieses Jahr ihren ersten Kurzfilm „88 MhZ“ gedreht – zusammen mit KommilitonInnen, darunter James Weisz.

Antonia Lange, Faten Bushehri und James Weisz (von links) bei der Premiere ihrer beiden Kurzfilme "Bloom" und "In Battle" in Amsterdam. Foto: re

Antonia Lange, Faten Bushehri und James Weisz (von links) bei der Premiere ihrer beiden Kurzfilme „Bloom“ und „In Battle“ in Amsterdam. Foto: re

Der 37-Jährige Theaterregisseur und Schauspieler, der in Brighton ein Theater führte, spielt darin die Hauptrolle und hat sich entschlossen, weiter mit Antonia zusammen zu arbeiten. Entstanden sind daraus drei Kurzfilme: Bloom, In Battle und Silver Lining. Die ersten beiden feierten vor wenigen Monaten Premiere in Amsterdam und sind seither auf Festivaltour: und das ziemlich erfolgreich. Vor kurzem bekam Bloom bei den New York Independent Cinema Awards den ersten Preis für den besten internationalen Kurzfilm und die beste Regisseurin.
Gewonnen hat der Kurzfilm auch bei der One-Reeler Short Film Competition: hier gab es den Award of Excellence.
In einigen anderen, darunter das European Short Film Festival, Lift-Off Filmmaker Session und Finalisten bei den Cooper Awards schafften es Antonia Lange, Faten Bushehri und James Weisz mit ihrer hochkreativen Arbeit, vom Drehbuch über Produktion und Regie bis hin zum Sound, für erste Plätze nominiert zu werden.

Der Dreh für Silver Lining, finanziert über Fundraising, begann im Februar letzten Jahres. Seit Januar wird auch dieser Kurzfilm bei Film Festivals eingereicht. Die Geschichte von Silver Lining stammt aus der Feder des preisgekrönten Autors Bob Eckhard. Lara, die Hauptfigur, findet in einer sterbenden Welt ein Baby, einzig Überlebender eines Autounfalls, scheinbar von aller Welt vergessen. Lara, gespielt von Lara Lemon, trifft eine Entscheidung, die ihr Leben verändern wird – und sei es nur für einen Moment.

„Silver Lining ist eine 
Geschichte der Hoffnung“

Im Grunde, so die beiden Produzenten, sei Silver Lining eine Geschichte der Hoffnung. „Gibt es keine Hoffnung mehr im Leben, kann sich das Leben sinnlos anfühlen.“ Den Silberstreif am Horizont zu entdecken, egal wie dunkel oder schwer es sein mag, das sei eine bemerkenswerte Fähigkeit des Menschen. Ohne sich auf die aktuelle Lage der Welt zu beziehen, ist es fast unvermeidlich, Vergleiche zu ziehen zwischen dem Film und den Schrecken, die das Leben da draußen bietet. „Auch wenn viele Menschen ohne Hoffnung sind, gibt es immer eine positive Wahl, die man treffen kann“: Dies wollen Antonia Lange und James Weisz mit Silver Lining klar machen.
„Nachdem ich die Story gelesen hatte, sah ich die Bilder genau vor mir“, schildert James Weisz.
Sehr schnell war ihm und Antonia Lange klar, dass dieser Film von diesen Bildern, und nicht vom Text leben sollte. Es gibt nur eine einzige Dialogzeile – Eindruck macht der Film durch die Visualisierung von Gefühlen. Der Zuschauer verfolgt die Geschichte durch Laras Augen. Er sieht, was sie sieht und beginnt zu fühlen, was sie fühlt. Auf diese Weise soll Silver Lining sprachliche und physische Barrieren überwinden. „Der moderne Stil des Films erlaubt es, eine innigere Beziehung zwischen der Welt, den Figuren des Films und dem Publikum aufzubauen. Ist die Szenerie anfangs apokalyptisch, mündet das Geschehen in einem geschützten, friedlichen und tröstlichen Ambiente“, erklärt die junge Regisseurin und Produzentin.
Gedreht wurde das Werk mit einer Blackmagic Pocket Cinema Kamera 6 K, die den Bildern eine hohe Qualität verleiht.

„Im Lauf dieses Projekts 
sind Freundschaften entstanden“

James Weisz und Antonia Lange sehen dieses Projekt als Sprungbrett für alle Kreativen, die daran mitgewirkt haben und einen Zirkel aus innovativen, ambitionierten, inspirierten und frischen Filmschaffenden gründen. Jeder der Mitwirkenden ist ein herausragendes Talent in seinem Fach. „Im Lauf dieses Projekts sind Freundschaften entstanden“, freut sich die 22-Jährige. „Wir arbeiten jetzt gezielt zusammen an weiteren Projekten.“ Eine Tatsache, die Hoffnung darauf macht, noch mehr von der jungen Rosenheimerin zu hören und zu sehen.
(Artikel: Quelle: re / Beitragsbild, Foto: re)

 

Dr. Wolfgang John geht in Ruhestand

Dr. Wolfgang John geht in Ruhestand

Rosenheim – Über viele Jahrzehnte hat Dr. Wolfgang John in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am RoMed Klinikum Rosenheim gewirkt und mit seiner souveränen, einfühlsamen und besonnenen Art unzähligen Kindern und Familien geholfen. Doch nun geht eine Ära mit dem Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand zu Ende.

Als sechstes Kind der Familie kam Dr. Wolfgang John als Hausgeburt zur Welt. Was er beruflich einmal machen möchte, beschäftigte ihn im letzten Abschnitt zum Abitur intensiv. Obwohl in der Familie kein Arzt vertreten war, reizte ihn die Medizin. So sammelte der gebürtige Raublinger 1977 als Zivildienstleistender im Pflegedienst in der Unfallchirurgie und Orthopädie am damaligen städtischen Krankenhaus Rosenheim erste Erfahrungen. „Es war ein Test, ob das der richtige Weg für mich ist. Eine Alternative wäre vielleicht Journalismus oder etwas mit Sprachen gewesen“, berichtet Dr. John.
Als „Babyboomer“ war es für diese Generation gar nicht so einfach, einen Studienplatz zu bekommen. So startete der junge Mann aus Bayern sein Medizinstudium 1978 in Hamburg und beendete es in Würzburg mit der Approbation als Arzt. Seine Doktorarbeit verfasste er neben dem Studium zum Thema „Komplikationen nach hüftchirurgischen Eingriffen“ und erhielt die Promotion 1985. Frisch fertig studiert lernte der Arzt auf der 2. Medizinischen Abteilung im Rosenheimer Krankenhaus im Zivildienst die Innere Medizin kennen. Der damalige Chefarzt Dr. Bruno Ederer hatte einen sehr prägenden Einfluss auf ihn, insbesondere dessen empathischer und einfühlsamer Umgang mit schwerstkranken Patienten.
Als in der Pädiatrie eine Stelle frei und der Jungmediziner aus etwa 100 Bewerbern ausgewählt wurde, war der Weg für die Kindermedizin geebnet. 1986 begann er die Facharztweiterbildung und in dieser Rotation kam er 1988 auf die Kinderintensivstation. „Und dort bin ich bis heute geblieben“, berichtet Dr. John schmunzelnd gut 37 Jahre später. Die kinderärztliche Facharztweiterbildung schloss er 1992 ab und wurde im folgenden Jahr zum Oberarzt und ärztlichen Leiter des Perinatalzentrums berufen. Die Schwerpunktbezeichnung „Neonatologie“ – also Spezialist für Erkrankungen bei Neu- und Frühgeborenen – folgte 1995.

Perinatalzentrum:
Dr. John einer der Pioniere

Noch als Assistent ging Dr. John zu seinem damaligen Chefarzt und berichtete, dass sich etwas tut in der Neu- und Frühgeborenen-Medizin und es in Richtung absolute Spezialisierung für Hochrisikopatienten geht. Hierfür sollten Perinatalzentren geschaffen werden, die dann den Versorgungsauftrag erhalten. Vonseiten des damaligen Chefarztes und der Krankenhausverwaltung erfolgte die rückhaltlose Unterstützung für diese Pläne. In erster Linie galt es, die Qualifikation des Personals auf ärztlicher und pflegerischer Seite vorzuweisen und eine hochspezialisierte apparative und logistische Ausstattung vorzuhalten. Zur großen Freude wurde gleich beim ersten Anlauf im September 1993 die Anerkennung durch das Gesundheitsministerium ausgesprochen. Darauf durfte man stolz sein, denn das Rosenheimer Perinatalzentrum war 1993 eines der ersten in Bayern!

Das Fest für Frühchen
ist schon Tradition

Einige besonders unreife Frühgeborene verbringen bis zu einem halben Jahr nach der Geburt auf der Intensiv- und dann auf der Säuglingsstation. Das bedeutet vor allem für die Eltern oftmals eine extrem belastende und stressreiche Zeit. Dem gesamten Team ist und war es besonders wichtig, für die ehemaligen Patienten und Familien regelmäßig Frühchen-Feste zu organisieren. „Es war immer eine große Freude zu sehen, wie sich die Kleinen entwickelt haben. Gleichzeitig waren diese Feste immer ein gutes Feedback, wie es den Familien und Kindern nach Jahren geht“, berichtet Dr. John. Über 1.000 extrem unreife Frühchen hat der leidenschaftliche Kinderarzt in seiner langjährigen Berufstätigkeit begleitet. „Die Zahl der moderat unreifen Frühgeborenen kann ich beim besten Willen nicht abschätzen. Mittlerweile kommen ehemalige Frühchen – jetzt selbst Eltern – zu mir und erinnern sich. Das ist schon sehr bewegend und erstaunlich! Ein Stück weit sind es genau diese Erfolgsgeschichten, die für mich den Arztberuf so wertvoll machen“, erzählt Dr. John.
Eines der letzten großen Projekte und Herzensanliegen von Dr. John war die OVB-Weihnachtsspenden-Aktion. Hier sollen für die Eltern der kleinen Patienten angemessene Räumlichkeiten im Klinikum geschaffen werden, um in dieser für sie so belastenden Zeit möglichst nah bei ihren Kindern zu sein. Seine Freude über die Hilfsbereitschaft und die großzügigen Spenden der Bevölkerung ist dabei riesig. Und natürlich der herzliche Dank an alle Spender!

Gründungsmitglied des
Ethikkomitees

Auf der Kinderintensivstation zu arbeiten, heißt auch im Grenzbereich zwischen Leben und Tod tätig zu sein. Es erfordert besondere Stärke und Belastbarkeit, physisch wie psychisch für Personal, Kind und Eltern. Helfen kann da: Das Team und persönliche Umfeld, ein professioneller Umgang, Erfahrung und Glaube. Wichtig war Dr. John hier immer auch die Betrachtung von der ethischen Seite. So engagierte er sich außerordentlich bei der Gründung und Etablierung des klinischen Ethikkomitees. Seine Meinung und sein Rat waren hier immer sehr gefragt und geschätzt.

„Der Teamgedanke war mir sehr wichtig, insbesondere mit dem Pflegepersonal, welches ich immer in der Rolle des Partners in der schwierigen Mission verstanden habe. Sonst wären die Erfolge undenkbar gewesen. Genauso wesentlich waren der Rückhalt und die Wertschätzung von Chefarzt Dr. Uhlig und der gute Kontakt zu den anderen Disziplinen – vor allem der Geburtshilfe, Kinder-Anästhesie oder Kinderchirurgie“, so John. „Man verbringt so viel Zeit in der Klinik, da entwickelt sich tiefes Vertrauen und Freundschaften und die enormen medizin-technischen Entwicklungen haben uns im Laufe der Zeit ganz andere Möglichkeiten eröffnet“, berichtet der Mediziner weiter. „So waren es immer besonders glückliche Momente, wenn es ein extrem unreifes Frühchen nach monatelangem Klinikaufenthalt geschafft hatte und über dem Berg war.“

Außerdem war es für Dr. John selbstverständlich, im Rahmen seiner Weiterbildungsermächtigung ab 1996 junge Ärzte in die Neonatologie und Intensivmedizin einzuführen. Mit Stolz sieht er die hervorragende Praxisarbeit von vielen niedergelassenen Kollegen, an deren Ausbildung auch er beteiligt war. 2011 wurde Dr. John in das Prüfungsgremium der Bayerischen Landesärztekammer für den Schwerpunkt Neonatologie berufen. Sein Credo: „Empathie, das Einfühlen in den Patienten, ist mir das Wichtigste, denn auswendig lernen kann jeder und Fachwissen aneignen auch. Doch auf die Umsetzung kommt es ganz entscheidend an.“

Arni Kirchner folgt
auf Dr. Wolfgang John

Wie geht es denn jetzt weiter, gibt es einen Nachfolger? „Zu meiner großen Zufriedenheit ist meine Nachfolge geregelt. Mit Arni Kirchner tritt ein Kollege, der schon seit gut 20 Jahren Teil der Abteilung ist, in meine Fußstapfen“, freut sich Dr. John.

Anlässlich seiner Verabschiedung blickten Chefarzt Dr. Torsten Uhlig, Klinikleiter Dr. Max von Holleben und RoMed Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram auf das Wirken von Dr. Wolfgang John zurück, würdigten seine außerordentlichen Leistungen und bezeichneten ihn als einen leidenschaftlichen Kämpfer für die Kleinsten und Schwächsten der Gesellschaft. „Als einer der Pioniere des Perinatalzentrums danke ich Ihnen herzlich für Ihr herausragendes Engagement. Mit Ihrer Kompetenz, Ihrer empathischen und besonnenen Art und Weise haben Sie gegenüber den kleinen Patienten, Eltern, ärztlichen wie pflegerischen Kollegen immer wertschätzend agiert“, betonte Dr. von Holleben. Der angehende Ruheständler freut sich sehr, endlich Herr über die eigene Zeit zu sein. Er wird Schulungen für das Kinderhospiz geben, weiterhin seine Tätigkeit bei der Landesärztekammer als Prüfer ausführen und vor allem eines tun: viel Reisen. Es zieht ihn in den hohen Norden, mehr als einmal schon bis zum 80. Breitengrad, denn die landschaftlichen Erlebnisse dort haben es ihm angetan.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: RoMed Kliniken)