Rosenheimer Rallye-Team im Pech

Rosenheimer Rallye-Team im Pech

Rosenheim / Landkreis – Zum ersten Mal seit vielen Jahren fand wieder eine Rallye in Nordbaden statt: die „1. ADAC Rallye Nordbaden“ auf dem Gelände des Hockenheimrings, dem badischen Motodrom. Angemeldet zur Teilnahme hatten sich auch der Großkarolinenfelder Rallye Pilot Thomas Sobek, Rallye-Gemeinschaft Rosenheim e.V. im ADAC, mit Co-Pilotin Nicole Scheungraber, AC Deggendorf e.V. im ADAC, diesmal unterwegs mit dem Ehrle Mitsubishi EVO X, in der Wertungsgruppe NC1.

Charakteristisch für die ADAC Rallye Nordbaden war die spezielle Streckenführung: untypisch, eng und kompakt – die anders als im Rallyesport üblich – nicht über Wald- und Wiesenwege führte, sondern über verschiedene Streckenabschnitte und Geländebereiche des Hockenheimrings, inklusive der spektakulären WM – Rallyecross-Strecke im Motodrom. Insgesamt standen sieben Wertungsprüfungen auf dem Plan, wobei eine davon dreimal und die beiden anderen zweimal zu befahren waren. Veranstaltet wurde die Rallye, nicht wie sonst üblich von einem ADAC Ortsclubs, sondern von der Motorsportdachorganisation selbst, dem ADAC Nordbaden e.V.

Angemeldet zur Teilnahme hatten sich auch der Großkarolinenfelder Rallye Pilot Thomas Sobek, Rallye-Gemeinschaft Rosenheim e.V. im ADAC, mit Co-Pilotin Nicole Scheungraber, AC Deggendorf e.V. im ADAC, diesmal unterwegs mit dem Ehrle Mitsubishi EVO X, in der Wertungsgruppe NC1. Insgesamt meldeten sich 66 Rallye Team´s zum Wettbewerb an. Schon die Streckenbesichtigung zeigte den beiden, dass das Geläuf mit den eckigen, winkeligen und vielen engen Kurven nicht für die Mittelklasselimousine geschaffen war.

Pünktlich um 11:30 Uhr startete Rallye Leiter Benjamin Schmidt von Box Nr. 1 aus am Hockenheimring die Veranstaltung. Mit Startnummer 6 gaben Sobek/ Scheungraber dem Ehrle Mitsubishi EVO X die Sporen. Auf Wertungsprüfung eins, getauft auf den Namen „Parabolika“, wurde dann gleich mal ein Begrenzungspfosten geküsst und man musste rückwärts rangieren. Auf Rang 22 erreichte das Team mit dem lädierten EVO das Etappenziel.
In der zweiten Wertungsprüfung, der „Nordkurve“ lief es nicht recht viel besser, dennoch verbesserten sich Sobek/Scheungraber auf Gesamtrang 16. Auf der dritten Wertungsprüfung, genannt „Motodrom“, lief es endlich nach Plan und Thomas Sobek/Nicole Scheungraber erreichten mit Rang acht eine Top Ten Wertungsprüfungszeit. Die bedeutete in der Zwischenwertung Rang 14. Unfreiwillige Kontakte mit den Streckenbegrenzungen wiederholten sich in den folgenden Wertungsprüfungen vier und fünf, dennoch Rang elf in der Zwischenwertung. Die letzten beiden Wertungsprüfungen der Rallye Nordbaden wollten die beiden in bester Manier beenden. Im zweiten Durchgang der Wertungsprüfung „Motodrom II“ ein weiteres Highlight mit der sechst besten Gesamtzeit. Weiterhin mit Rang elf im Gesamtergebnis – die Top Ten in Schlagdistanz.

Mitsubishi Aggregat war von
heftigen Zündaussetzern geplagt

Doch zum Start zur letzten Wertungsprüfung, der „Parabolika III“ kam es nicht, da das Mitsubishi Aggregat von heftigen Zündaussetzern geplagt wurde und an Weiterkommen nicht zu denken war. Daher konnten Thomas Sobek/Nicole Scheungraber die Nordbaden Rallye nicht in Wertung beenden. Von den 66 gestarteten Rallye Team´s erreichten 39 in Wertung das Ziel – was einer unüblichen hohen Ausfallquote von 40 Prozent entspricht.
Neben der sportlich mit mehreren Bestzeit Wertungsprüfungen durchgeführten Veranstaltung im Format Rallye 35 gab es auch eine separate Retro Rallye Wertung. Teilnahmeberechtigung hier haben Fahrzeuge die älter als 20 Jahre sind. Wertungsgrundlage ist hier die Gleichmäßigkeit im Befahren der Wertungsstrecke und nicht die Bestzeit. Hier startete mit AUDI A4 V6 Quattro der Bad Rappenauer Sven Hoßfelds, startend für den ADAC Nordbaden e.V., mit dem Bruckmühler RGR´ler Frank Huber als Beifahrer. In dieser Wertungsklasse gingen 31 Team´s an den Start – 29 erreichten in Wertung das Ziel. Mit einem Abstand von 1,21 Sekunden bei einer Vorgabezeit von 40 Minuten und 26 Sekunden erreichten Sven Hoßfeld und Frank Huber eine vielbeachteten dritten Platz in der Retro-Wertung.

Seitens der Veranstaltungsorganisation zeigte man sich ebenfalls zufrieden. Marcus Maleck, Organisationsleiter und Vorstandsmitglied beim ADAC Nordbaden e.V., war froh dass die Veranstaltung so gut angekommen ist – sowohl bei den Teams, als auch bei den ehrenamtlichen Helfern und den vielen Zuschauern. Dass so viele Fans mit von der Partie waren bestätigt uns darin, dass das Interesse an Rallye Sport sehr groß ist.
(Quelle: Artikel biwi /Beitragsbild: Copyright Sascha Dörrenbacher, zeigt:Thomas Sobek / Nicole Scheungraber, unterwegs im Hockenheim Motodrom mit dem Mitsubishi EVO X, unterstützt von Team Ehrle, BRT AG, H2O und GRIESSER Moto-Sport)

 

Auftakt der Motorsportsaison

Auftakt der Motorsportsaison

Landkreis Rosenheim – Für den Großkarolinenfeldener Thomas Sobek, dem Neumartk St. Veit´er Andreas Rehwald und Peter Müller aus Flintsbach begann am vergangenen Wochenende die diesjährige Motorsportsaison. Die Piloten der Rallye-Gemeinschaft Rosenheim e.V. im ADAC starteten beim Schotter Slalom im niederbayerischen Emmersdorf und gaben erfolgreich Gas.

In Niederbayern startete am vergangen Wochenende der MSC Emmersdorf im ADAC mit dem „10. Emmersdorfer ADAC Winter Cross Slalom” in die Motorsport Saison 2023. Austragungsort des Schotter Slalom´s war die Kiesgrube in Aldersbach. Es galt auf gefrorenem bis lockeren Schotter über Schnee und Eis die beiden Wertungsläufe auf Bestzeit zu bewältigen. Toll war die Teilenehmerresonanz für den Veranstaltenden ADAC Ortsclub – für 100 Sportfahrer hob sich die Starterflagge – 95 von Ihnen erreichten in Wertung das Ziel.

In der Wertungsklasse der serienmäßigen Fahrzeuge, eingestuft in der G3, mit insgesamt 20 startenden Wettbewerbern gingen im stahlblauen Subaru Impreza Diesel Rallyespezialist Thomas Sobek und, aufgrund der Doppelstarterregelung, Rundstreckenmatador Andreas Rehwald den Wettbewerb an. Das Subaru Team trat mit der Perspektive an in der Wertungsklasse vorn mit zu mischen und ein achtbares Gesamtergebnis einzufahren. Über die letzten Wochen wurde das Wettbewerbsfahrzeug für die 23er Motorsportsaison revidiert und man war bestens vorbereitet. Hier gilt der Dank für die Unterstützung an BRT Automotive, Team Ehrle, H20 Folientechnik, Griesser Moto-Sport und Ravenol.
Thomas Sobek trat als erster im Subaru zum Trainingslauf an. Durch die Strafzeit wegen eines Pylonen Fehlers hieß es volle Konzentration bei den Wertungsläufen. In den folgenden Durchgängen wühlte sich der allradgetrieben Subaru Diesel gekonnt und präzise durch die winterliche Landschaft. Mit 2:59 Sekunden nach dem ersten Lauf und 1:86 Sekunden Vorsprung im zweiten Lauf war der Sieg in der Wertungsklasse G3 Thomas Sobek sicher.

Hier folgte auf Rang zwei Alexander Mutz vom MSC Dreiburgenland mit BMW E36 Compact 318ti und 4:45 Sekunden Abstand. Als Dritter auf dem Podest, mit Zeitrückstand 10:68 Sekunden fand sich in der G3 Alois Scheidhammer, vom veranstaltenden MSC Emmersdorf mit Nissan Z am Start, im Ziel ein. Durch seine fabulösen Wertungsfahren entschied Thomas Sobek mit deutlichem Vorsprung auch die Gesamtwertung der serienmäßigen Wertungsklasse G für sich.

In beiden Wertungsdurchgängen
fehlerfrei durch das Ziel

Für den erfolgreichen und erfahrenen Rundstreckenpiloten Andreas Rehwald, ebenfalls auf dem Subaru Impreza Diesel in der G3 unterwegs, war es nach der Asphalt Slalom Premiere im letzten Jahr, beim diesjährigen Emmersdorfer Schotter Slalom wieder eine Premiere. Die bisher gesammelten sportlichen Erfahrungswerte waren auf der ca. ein km langen Strecke in der Kiesgrube von Aldersbach so gut wie nichts mehr wert. Dennoch chauffierte er das Sportgerät bei den wechselnden Fahrbahneigenschaften in beiden Wertungsdurchgängen fehlerfrei ins Ziel. Final hieß es bei ihm Rang 13 in der Wertungsklasse G3 sowie Rang 60 im Gesamtklassement.

Die Mannschaft des Rallye-Gemeinschaft Rosenheim e.V. im ADAC vervollständigte Slalomspezialist Peter Müller mit Ford Escort, startberechtigt in der Wertungsklasse F8 für verbesserte Fahrzeuge. Sonst auf Asphaltpisten erfolgreich im Fiat Abarth unterwegs war für ihn die Kiesgrubenarena mit dem losen Geläuf eine fahrerische Herausforderung. Mit zwei fehlerfreien Wertungsdurchgängen war im Ziel der 14. Platz in der Wertungsklasse F8 und ein 68. Gesamtplatz zu notieren.
Mit Ankunft des letzten Teilnehmers im Ziel wurde vom Veranstalter rasch das Gesamtergebnis aller 95 gewerteten Teilenehmer erstellt. Mit 5:32 Sekunden Rückstand zum Erstplatzierten, dem Neuhausener Alexander Erdödy, mit BMW 325iX am Start, durfte sich Thomas Sobek als Gesamt Dritter noch mal auf dem Siegerpodest einfinden. Aus den Händen von Slalomleiter Manfred Kothe erhielt er den Ehrenpreis. Der Veranstalter lieferte erneut eine Top organisierte Veranstaltung und von allen Teilnehmern gelobte Veranstaltung ab – was sich im sehr großen Teilnehmerfeld widerspiegelt.
(Quelle: Rallye-Gemeinschaft Rosenheim – biwi / Foto: Copyright: Sobek)