Mit „Bayerischem Aerobic“ in die Festsaison

Mit „Bayerischem Aerobic“ in die Festsaison

Rosenheim  – Mit bayerischem Aerobic und Dreher, Walzer und Polka hinein in die Festsaison! Der bereits seit langem von den Alt Rosenheimer Trachtlern geplante Kurs „Boarisch Tanzen“ wurde nun von den beiden Volkstanzwarten des Vereins, Hans Löw und Ulli Berchtold endlich in die Tat umgesetzt.

Trachtenverein Alt Rosenheim,

Letzter Abend des Kurses „Boarisch Tanzen“. Foto: U. Willenbrink

Tanzbegeisterte und Interessierte waren in den Stadtjugendringsaal im Lokschuppen
Rosenheim eingeladen, an drei Kursabenden Dreher, Walzer, Polka und einiges mehr zu lernen,
um für die kommenden traditionellen Feste, Hochzeiten, Schulabschlüsse und andere
Gelegenheiten gut gerüstet zu sein. Nach einem etwas zögerlichen Start konnten am zweiten
Kursabend auch absolute Neulinge bereits die Grundschritte Dreher, Walzer und Polka sowie
die ersten leichten Figurentänze. Mit viel Spaß und den lockeren Erklärungen von Hans und Uli
waren am letzten Abend zehn Paare flott auf dem Parkett unterwegs.

Weitere öffentliche
Tanzabende geplant

Die Teilnehmer möchten das Erlernte gerne bei weiteren Tanzabenden ausbauen. Deshalb
haben die beiden Tanzmeister beschlossen, weitere monatliche öffentliche Tanzübungsabende
anzubieten. Der nächste Termin ist am Dienstag, 21. Juni, 19.30 Uhr, ebenfalls im
Stadtjugendringsaal.

Fit für den Brauchtumsabend
auf dem Herbstfest

Mit einer Woche Pause begann dann der Plattlerkurs unter der Leitung von Hans Löw, der auch 1. Vorplattler der Alt Rosenheimer Aktiven ist. An drei Dienstagen konnten
mutige Quereinsteiger im Stadtjugendringsaal „Bayerische Aerobic“ trainieren. Herkunft und
Alter sind dabei völlig egal. Wichtig ist, Platteln lernen zu wollen, um mit Kraft, Konzentration
und Taktgefühl den Gleichgewichtssinn und die Ausdauer zu stärken. Zu Beginn zeigten die
Aktiven Plattler die Amboss-Polka, wie sie nach dem Kurs aussehen sollte. Nach einem kleinen
warm up wurden die Muskeln und die beiden Gehirnhälften geweckt. Wie bei einem Puzzle
wurde der Plattler Stück für Stück zusammengebaut, um am Ende als Ganzes zu wirken.
Von Übungsabend zu Übungsabend wurden die Athleten sicherer und konnten am Ende des
Kurses sogar in Original-Geschwindigkeit platteln. Damit sind alle bestens auf den
Brauchtumsabend auf dem Rosenheimer Herbstfest vorbereitet.
Um die verschiedenen Elemente und Plattler zu vertiefen, sind alle herzlich eingeladen, zu den
wöchentlichen Aktivenproben in der Mittelschule am Luitpoldpark in der Wittelsbacherstraße
16 zu kommen. Damit steht auch einem gemeinsamen Plattler beim nächsten
Feierabendplattler am Freitag, 24. Juni  ab 17  Uhr auf dem Ludwigsplatz nichts mehr im
Weg. „Auf geht‘s Buam! Grabig san ma – griabig bleim ma!
(Quelle: Pressemitteilung Trachtenverein Alt Rosenheim / Beitragsbild, Foto: U. Willenbrink)

Zu Fuß um die Welt gegen Atomkraft

Zu Fuß um die Welt gegen Atomkraft

Rosenheim / Südkorea – Der südkoreanische Professor Dr. Won-Young Lee kam gestern auf seinem rund 11000 Kilometer langen Protestmarsch gegen die Atomkraft von Südkorea bis nach Rom auch bei uns in Rosenheim. An der Mangfallbrücke in der Nähe des Innspitz wurde er von Mitgliedern des Bund Naturschutz empfangen: „Im Hinblick auf die Taxonomie-Pläne der EU und den geplanten Neubau von Atomkraftwerken in Frankreich unterstützen wir diesen Protest bedingungslos“. Innpuls.me hat den Pressetermin genutzt, um mit Dr. Won-Young Lee ein Interview zum Thema „Atomkraft“ zu führen.

Frage: Seit 2017 marschieren Sie um die Welt,  um gegen Atomkraft zu protestieren. Ihr Ziel: eine atomwaffenfreie Welt. Wie weit ist die Welt gerade von diesem Ziel entfernt?
Antwort: Der Wandel hat begonnen. Deutschland hat den Start gemacht. Auch wenn es jetzt noch langsame Schritte sind. Der Umbruch kann schnell kommen.

Frage: Ist es nicht zur früh für den Atomausstieg? Welche Alternativen zur Energiegewinnung sehen Sie?
Antwort:  Der Weg in die richtige Richtung ist wichtig. Zum Beispiel wurden nach Fukushima alle japanischen Kernkraftwerke für lange Zeit abgeschaltet. Aber trotz 30 Prozent elektrischer Bremsung war die Wirtschaftlich kein Problem, weil viele Anlagen selbst Strom erzeugen. Die Privatwirtschaft hat Lösungen gefunden. Noch ein Beispiel. Der Stickstoffdünger des deutschen Chemikers Fritz Haber überwand das Bevölkerungsgesetz von Thomas Robert Malthus (demnach kann die Erde nur eine begrenzte Zahl Menschen ernähren – Anmerkung der Redaktion). Die Technologie, die wir jetzt schon haben, hat die Fähigkeit, sich weiter zu entwickeln. Können ist genug da. Jetzt kommt es auf die richtige Richtung an.

Frage: Neben dem Abschied von der Atomkraft geht bei Ihrem Fußmarsch um die Welt auch um die Würde des Lebens. Wie steht es damit Ihrer Meinung nach auf der Welt?
Antwort: Länder wie Deutschland und Österreich zeigen, wie es geht. Auch in Südkorea funktioniert es seit einiger Zeit. Die ganze Menschheit muss folgen.

Frage: Was hat Sie auf Ihrer Weltreise bis jetzt besonders bewegt?
Antwort: Zorn. Es ist schlimm, wenn Eltern ihren Kindern Opfer aufzwingen, aber noch schlimmer ist, dass sie ihren Kindern ein Beispiel geben. Atomkraft ist der Weg zur Selbstzerstörung. Damit gibt es keine Hoffnung für die Menschheit. Diese Wut ist das Motiv für meine Pilgerreise.

Frage: Wie geht Ihre Reise weiter und was kommt danach?
Antwort: Jetzt geht es erst einmal weiter nach München. Im Sommer geht die Reise weiter. Wenn ich im Juni starte, werde ich wahrscheinlich im August im Vatikan ankommen.

Frage: Wie lange bleiben Sie in Rosenheim und gibt es etwas, was sie bei uns unbedingt sehen wollen?
Antwort: Leider nur sehr kurz. Ich hoffe, ich treffe viele Bürger, denn wir sind alle Genossen.
(Beitragsbild / Video: Karin Wunsam)

Ausflugstipp: Gasthof Neuhaus

Ausflugstipp: Gasthof Neuhaus

Kufstein / Rosenheim – Ein guter Ausflugstipp im benachbarten Österreich ist der Gasthof Neuhaus in Kufstein. Erbaut wurde er um 1890 herum. Besonders interessant zu sehen ist die große Stube im Jugendsti. Zum größten Teil ist das Gebäude mitterlweile wunderbar restauriert, berichtet unser Kollege Hendrik Heuser von seinem jüngsten Besuch dort. Das Gasthaus ist auch ein idaler Ausgangspunkt für schöne Wanderungen. In etwa 20 Minuten ist man zu Fuß bei der Wallfahrtskirche Thierberg. Vom dortigen Burgturm hat man eine grandiose Rundum-Aussicht, beispielsweise auf den Pendling, wie unsere Fotos zeigen.
(Quelle: Hendrik Heuser / Beitragsfoto / Fotos: Hendrik Heuser)

Kriseninterventionsteam zieht Bilanz

Kriseninterventionsteam zieht Bilanz

Rosenheim / Landkreis RosenheimBetreuung von über  235 Betroffenen, Zeugen, Angehörigen, Vermissten und Hinterbliebenen nach 62 belastenden Ereignissen wie beispielsweise Tod im häuslichen Bereich, Arbeitsunfall, Brand oder Suizid – das ist die Bilanz der BRK Kriseninterventionsteams (KID) Kreisverband Rosenheim für das Jahr 2021.

Aufgrund von Corona fand die Jahresabschlussfeier des BRK Kriseninterventionsdienstes (KID) Kreisverband Rosenheim online statt. Laut Fachdienstleiter Horst Henke wurden die Helfer in der Öffentlichkeit zu fünf schweren Verkehrsunfällen mit LKW bzw. Traktor mit insgesamt vier Toten im Stadtgebiet Rosenheim und in Brannenburg hinzugezogen.

Helfer waren auch im
Hochwassergebiet im Einsatz

Zwei Einsatzkräfte der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) waren zudem mehrere Tage in Rheinland-Pfalz im Hochwassereinsatz. Auch Einsatzkräfte –­ vom einfachen Mittarbeiter über Helfer verschiedener Hilfsorganisationen bis zum Notarzt – wurden nach elf belastenden Ereignissen von den PSNV-E-Helfern im Bereich Rosenheim und Miesbach betreut. Besonders schwierig war hier die Entscheidung, einen Helfer auf Grund seiner hohen Belastungen stationär unterzubringen. Für die Betreuungen waren die Helfer insgesamt 658 Stunden im Einsatz.
Im vergangenen Jahr 2021 waren außerdem wieder zwei Helfer dauerhaft als Fachberater im Einsatzstab „Corona“ des BRK Kreisverbandes tätig. Die PSNV-Ausbilder konnten trotz der Pandemie 86 Personen in der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) aus- und weiterbilden. 21 Helfer leisteten über 5.755 Stunden in Stadt und Landkreis Rosenheim, davon 989 Stunden für Aus- und Fortbildung.

Heuer wird
20-jähriges Jubiläum gefeiert

Im Jahr 2022 feiert das KID Rosenheim sein 20jähriges Jubiläum. Derzeit sammelt der Fachbereich Spenden für ein Einsatzfahrzeug. Da die PSNV keine Kosten erstattet bekommt, ist die man hier rein auf Spenden angewiesen. Ziel sei es, das Jubiläum mit der Anschaffung zu krönen.
Unter www.brk-rosenheim.de/psnv findet man weitere Infos zum Spendenprojekt. Wer spenden will, kann dies unter Spendenkonto: DE33 7115 0000 0000 0110 56 bei der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, Verwendungszweck PSNV-Einsatzfahrzeug tun. Die Einsatzkräfte der PSNV freuen sich auf die Unterstützung.
(Quelle: Pressemitteilung BRK Kreisverband Rosenheim / Beitragsfoto: BRK Kreisverband Rosenheim – nachgestellte Szene, Horst Henke vom Kriseninterventionsteam im Einsatz).