Was ist neu auf dem Rosenheimer Herbstfest 2025?

Was ist neu auf dem Rosenheimer Herbstfest 2025?

Rosenheim – Der Countdown läuft: am Samstag, 30. August wird das Rosenheimer Herbstfest 2025 eröffnet. Es gibt einige Neuerungen – eine betrifft das Flötzinger Festzelt.

Die Pressekonferenz wenige Wochen vor Start der Wiesn hat Tradition. Am heutigen Mittwoch (13.8.2025) war es wieder soweit.  Klaus Hertreiter vom Wirtschaftlichen Verband gab wie immer einen Überblick darüber, was die Besucher in diesem Jahr alles auf der Loretowiese erwartet. „Gefühlt ist alles gleich, doch jedes Jahr gibt es einige Dinge, die anders sind“, leitete er das Pressegespräch ein.

Heuer erstmals Stehbereich im Flötzinger Festzelt

Die wohl größte Neuerung in diesem Jahr entsteht aktuell im Flötzinger Festzelt: erstmals gibt es einen Stehbereich gleich neben der Musikbühne- für alle, die mittendrin statt nur dabei sein wollen. Neu bei der Flötzinger Brauerei ist auch die Möglichkeiten zur Online-Reservierung für die Mittags- und Abendzeiten.

Einige Premieren bei den Fahrgeschäften

Auch bei den Fahrgeschäften gibt es in diesem Jahr einige Premieren. Erstmals mit dabei ist das „Magic House“ – ein dreistöckiges Laufgeschäft, das anstelle einer Geisterbahn mit einer Mischung aus Gruselspaß, Spannung und optischen Illusionen begeistern soll.
Ebenfalls erstmalig in Rosenheim zu Gast ist „Heidi the Coastter„. Die Achterbahn mit seiner 43ß Meter langen Streckenführung erinnert an die „Wilde Maus“, unterscheidet sich aber durch ihre bewegbaren Gondeln.
Eine weitere Neuheit in Rosenheim ist die bunt bemalte, stimmungsvoll mit LED beleuchtete „Gaudi Alm“. In der Spickerbude gibt es keine Verlierer, auch jeder Spieler, der das Ziel nicht erreicht bekomme einen Trostpreis.
Für die kleinen Besucher gibt es heuer mit der „World of Fantasy“  eine sogenannte „Kinder-Schleife“, die bisher noch nie Station in Rosenheim gemacht hat.

Es gibt auch einige „alte Bekannte“ bei den Fahrgeschäften

Daneben dürfen sich die Besucher auf einige „alte Bekannte“ freuen, die nach längerer Zeit nun wieder einmal mit dabei sind bei der Rosenheimer Wiesn: Rundfahrgeschäft „Roll Over“ (in früheren Zeiten gastierte der baugleiche Insider schon einmal in Rosenheim, letztmals 2007) , Laufgeschäft „Action House„, Berg und Talfahrt „Happy Sailor“, Rundfahrgeschäft „Playball“ (zuletzt 2017 in Rosenheim),   Kinder-Rundfahrgeschäft  „Bootsfahrt“, „Fliegender Teppich“ (erstmals wieder in Rosenheim seit 2009), „Rotor“ (nach mehrjähriger Pause wieder mit dabei) und das Laufgeschäft „Laser Pix“, bei dem man sich in ein Videospiel hineinversetzt fühlt.
Zu der Preisentwicklung: Die Fahrpreisgestaltung liegt 2025 zwischen 2 und 4 Euro.

Neuheiten beim gastronomischen Angebot

Auch beim gastronomischen Angebot gibt es heuer zwei Neuheiten: die „Veggi Hütte“ mit vegetarischen Gerichten wie gebackenes Gemüse und „Horländer`s Churros“ mit dem aus Spanien stammenden Gebäck aus Brandteil, das traditionell in heiße Schokolade getunkt wird.

Gute Nachricht für alle Fans des „Saim Restaurant“: Auch wenn Chueprasert Vison und seine Frau Hildegard nach 30 Jahren gastronomischer Tätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand getreten sind, geht es mit dem auf der Wiesn beliebten Imbiss in diesem Jahr weiter. Betrieben wird er jetzt von Korbinian Vogl in bewährter Weise.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Busangebot zum Rosenheimer Herbstfest: So sieht es heuer aus

Busangebot zum Rosenheimer Herbstfest: So sieht es heuer aus

Rosenheim – Wie sieht es aus mit dem ÖPNV zur Rosenhemer Herbstfestzeit? Im vergangenen Jahr gab es dafür viel Kritik. Heuer wird das Busangebot ausgeweitet. Aber einige Probleme bleiben.

Anfang Mai diesen Jahres forderte die Stadtratsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen in einem Antrag einen „erweiterten Fahrplan“ für die Wiesnzeit. Konkret bedeutete das.:

  • Montag bis Mittwoch: Erweiterung der Nachverkehrslinien bis 23.30 Uhr
  • Donnerstag: Erweiterung der Nachtverkehrslinien im Stundentakt bis 2 Uhr
  • Freitag und Samstag: Erweiterung der Nachtverkehrslinien im Stundentakt bis 4 Uhr
  • Sonntag Inbetriebnahme der Nachtverkehrslinien tagsüber von 12 bis 23.30 Uhr. Zusätzlich wünschten sich die Grünen für den umgangssprachlich bekannten „Promille-Express“ einen reduzierten Fahrpreis von 1,50 Euro als zusätzlichen Anreiz für die Nutzung (wir berichteten)
Antrag der Grünen wurde von der Tagesordnung genommen

Bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag, 22. Juli, sollte über diesen Antrag öffentlich beraten werden. Doch der Punkt wurde zu Beginn der Sitzung von der Tagesordnung genommen und wenige Tage später dann nichtöffentlich in der Aufsichtsratssitzung der Verkehrs-KG behandelt..

„Busangebot zum Herbstfest ausgeweitet“

Nun liegt das Ergebnis vor. Die Stadt Rosenheim informiert die Öffentlichkeit mittels Pressemitteilung über das Herbstfest-Busangebot 2025. „Mehr Nachtfahrten und Rückkehr des Promille-Expresses – die Stadtbusse weiten zum Rosenheimer Herbstfest ihr Angebot aus. Zusätzlich wurden Fahrten an die Bahnanschlüsse angepasst“, heißt es darin. „Währen der Wiesn verlängern wir den Busbetrieb von Montag bis Mittwoch bis Mitternacht. Und an den Wochenenden fahren die Busse teilweise bis 4 Uhr morgens“, freut sich Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März und weiter: „Außerdem pendelt heuer zwischen dem Bahnhof, der Stadtmitte und der Wiesn der beliebte Promille-Express. Sein Fahrplan wurde auf die Zugzeiten abgestimmt und zu Stoßzeiten wird es zusätzliche Fahrten geben“.

„Promille-Express“ – eine Definitionsfrage

Zum sogenannten Promille-Express“ muss man wissen, dass es da unterschiedliche Definitionen gibt. Umgangssprachlich werden mit diesem Begriff gerne alle Nachtbuslinien zur Herbstfestzeit so bezeichnet. Bei der Stadt sieht man das wesentlich differenzierter. Im vergangenen Jahr war damit lediglich die Verbindung Stadtmitte zum Herbstfesteingang Kaiserstraße und zurück gemeint. Heuer pendelt der Promille-Express“, nach Auskunft der Stadt, stündlich zwischen 18 und 24 Uhr zwischen dem Herbstfest und dem Bahnhof. Außerdem wurden Zusätzlich fährt das Wiesn-Bockerl täglich von 11.30 Uhr bis 18.30 Uhr von der Wiesn über den Max-Josefs-Platz zum Bahnhof.
Für Fahrgäste aus den Stadtteilen gibt es heuer beim „Promille-Express“ (Linie 419) aber auch einen Nachteil. Laut Pressemitteilung der Stadt ist er nicht mehr in die Stadtteile durchgebunden. Somit müssen sich die Fahrgäste auf einen zusätzlichen Umstieg auf die Nachtlinien am Bahnhof oder in der Stadtmitte einstellen müssen, um wieder nach Hause zu kommen.

Die Bus Bedienzeiten im Abendverkehr sehen für die Wiesnzeit 2025 so aus (jeweils letzte Abfahrten):

  •  Linie 420 (Traberhof–Happing–Kastenau): 23:35 Uhr (Mo–Mi), 03:35 Uhr (Do–Sa)
  • · Linie 421 (Aising–Pang–Schwaig): 23:50 Uhr (Mo–Mi), 03:50 Uhr (Do–Sa)
  • · Linie 422 (Schwaig–Pang–Aising): 23:35 Uhr (Mo–Sa)
  • · Linie 423 (Traberhof–Happing–Am Oberfeld): 00:05 Uhr (Mo–Sa)
  • · Linie 424 (Unterfürstätt–Egarten-Küpferling): 00:20 Uhr (Mo–Sa)
  • Linie 426 (Erlenau–Westerndorf–Kaserne): 00:52 Uhr (Mo–Mi), 02:42 Uhr (Do–Sa)
  • · Linie 427 (Endorfer Au–Oberwöhr): 00:35 Uhr (Mo–Sa)
  • · Linie 429 (Aicherpark–Kolbermoor Süd): 00:10 Uhr (Mo–Mi), 02:35 Uhr (Do–Sa)

Sonderregelungen:

  • ·Die Linie 426 bedient ab 19:42 Uhr ersatzweise „Kaiserstraße/Loreto“ und „Schirmbeckstraße“ statt „Ellmaierstraße“, „Pettenkoferstraße“ und „Bürgerheim“. Die Haltestelle „Pernauerstraße“ wird um ca. 200 m zur Kreuzung Rechenauer-/ Pernauerstraße verlegt.
  • · Das AnrufSammelTaxi (AST) fährt während des Herbstfestes ausschließlich ab der Stadtmitte, Haltestelle G. Die Haltestellen Ellmaierstraße, Kaiserstraße/ Loreto, Friedhof und Ludwigsplatz
  • Die Buslinien 405 und 406 verbinden die Innenstadt mit der Haltestelle „Kaiserstraße/Loreto“ direkt am Wiesn-Eingang. Wegen des hohen Fußgängeraufkommens entfallen auf der Linie 406 ab etwa 16 Uhr die Haltestellen „Herbststraße/Loreto“ und „Friedhof“.

Einige Punkte aus dem Antrag von Bündnis90 / Die Grünen wurden also tatsächlich umgesetzt. Die Freude bei der Stadtratsfraktion ist deshalb groß, wie ein aktueller Post auf Facebook zeigt. „Wir sagen, Gut, dass unsere Initiative Wirkung zeigt, schön, dass OB und die anderen Fraktionen unserem Antrag gefolgt sind, bärig, dass das Herbstfest Rosenheim wieder direkt an den Busverkehr abgeschlossen ist und es deutlich verlängerte Fahrzeiten gibt“.
Aber alle Vorschläge der Grünen wurden bei der Neuregelung nicht berücksichtigt. „Vielleicht müssen wir für komplett durchschlagende Erfolge geschlossen in Tracht ins Rathaus stiefeln, Manderl und Weiberl?!“, heißt es in dem Post abschließend.

Weiter keine Busse an den drei Wiesn-Sonntagen

Ein großes Problem bleiben nämlich die  drei Wiesn-Sonntage. Familien und Gäste, die das Herbstfest da mittels Bus besuchen wollen, gehen weiterhin leer aus. Denn in diesen Tagen bleiben die Busse auch in diesem Jahr wieder ganztägig im Depot. Es gibt also in der ganzen Stadt weder Busfahrtmöglichkeiten zum Herbstfest noch nach Hause. Davon betroffen sind auch die großen Veranstaltungen wie das Erntedankfest und der Blasmusikabend im Flötzinger Festzelt. Der Ärger einiger Herbstfestbesucher um vergangenen Jahr (wir berichteten) hat hier also offenbar keine Wirkung bei der Stadt erzeugt.

Unterschiede in den einzelnen Stadtteilen

Und bei der Sichtung der neuen Regelung sticht noch ein weiteres Problem ins Auge: Wer nach dem Herbstfest noch feiern möchte, sollte sich ganz genau informieren, wann der letzte Bus geht. Denn da gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Stadtteilen: Während nach Aising, Pang und Schwaig jeweils am Donnerstag, Freitag und Samstag die letzte Fahrt um 3.50 Uhr startet, müssen alle Bewohner von Westerndorf St. Peter, Langenpfunzen, Erlenau und Kolbermoor schon über eine Stunde früher aufbrechen (2.35 Uhr bzw. 2.43 Uhr). Wer in die Stadtteile Oberwöhr, Endorfer Au, Unterfürstätt, Egarten und Küpferling muss, hat sogar nur bis 00.35 bzw. 00.20 Uhr Zeit für den letzten Ratsch oder das letzte Getränk.

Zuletzt noch ein Blick auf das AnrufSammel-Taxi, kurz AST in diesem Jahr: Während der Herbstfestzeit fährt es ausschließlich ab der Stadtmitte, Haltestelle G. Die Haltestellen Ellmaierstraße, Kaiserstraße/Loreto, Friedhof und Ludwigsplatz entfallen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Partystimmung bei der Miss Herbsfest Wahl 2025

Partystimmung bei der Miss Herbsfest Wahl 2025

Rosenheim – De Wahl zur Miss Herbstfest is a fester Bestandteil im Vorfeld vom Rosenheimer Herbstfest. Junge Mädls aus da Region stelln si dabei da Jury vor und zeigen, warum’s si guad eign’d han, Botschafterin fürs Fest zum sei. Im Autohaus Bernegger is am Pfinzta, 24. Juli, d’neie Miss Herbstfest g’wählt worn.

Mit dabei warn vier Kandidatinnen: Melina Kühbandner, Leonie Voit, Anna-Lena Mayer und Eva Maria Bachmeier. Zuerst ham se si mit kurzen Videos vorgstellt, in dene se a weng über se selbst und ihre Verbindung zum Herbstfest g’sagt ham.
Dann war’s Zeit fürs traditionelle Maßkrug-Schieb’n und Wettmelken in Teams mit de Sponsoren.
Im Anschluss durften de Gäste vor Ort ihre Stimme abgeb’n. Am End hod dann de Jury des letzte Wort g’habt. De Jury is aus m Michael Hinterseer (Auer Bräu), Maximilian Werndl (Wirtschaftlicher Verband Rosenheim), Hermann Tomczyk (Ehrenvorstand Wirtschaftlicher Verband), Maria Berger (Miss Herbstfest 2024), Sophie Stegmüller (Flötzinger Brauerei Stegmüller GmbH & Co. KG) b´standn.

Gwunna hod am Ende de Eva Maria Bachmeier und de werd jetzt ois Miss Herbstfest 2025 bei vui Dreffa rund ums Fest mid dabei sei.
Übrigens: De Miss-Wahl hat heier zum 23. Mal stattg’funden – allerdings san wegen da Pandemie bislang nur 21 Missen g’kürt worn. Bis 2008 war des Ganze nur für glone Gäst dacht, dann a Zeitlang offen für jed’n – und heier wieder im klernan rahma, mit glone Gäst, wiea an Oberburgameisda und wichtige leid von da Stadt.
(Quelle: Artikel Pauline Obermaier / Beitragsbild: Fotos Copyright Josefa Staudammer, / Video: Josefa Staudhammer, Pauline Obermaier)

 

 
 
 
 
 
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Wer wird Miss Herbstfest 2025?

Wer wird Miss Herbstfest 2025?

Rosenheim – Auch 2025 wird wieder eine Miss Herbstfest gewählt. Die Wahl, organisiert vom Wirtschaftlichen Verband Rosenheim, gilt als fester Bestandteil des Volksfests. Gesucht wird eine Repräsentantin, die das Herbstfest sowohl auf der Loretowiese als auch bei offiziellen Anlässen in der Stadt vertritt. Die Finalrunde der Wahl findet am 24. Juli statt.

Im Vorfeld konnten sich interessierte Teilnehmer mit einem kurzen Video online bewerben um das Herbstfest, welches dieses Jahr vom 30. August bis zum 14. September stattfindet, zu vertreten. Anschließend hatten die Bürger die Möglichkeit, über ein öffentliches Online-Voting für ihre Favoritin abzustimmen. Das Voting ist inzwischen abgeschlossen.
Von den ursprünglich fünf Bewerbern wurden die vier mit den meisten Stimmen ins Finale gewählt. Die Finalrunde selbst findet am 24. Juli im Rosenheimer Autohaus Bernegger statt (nicht öffentlich).
Eine Jury entscheidet dort über die Vergabe des Titels. Bewertet werden neben dem äußeren Erscheinungsbild vor allem Ausstrahlung, heimatverbundene Haltung und ein authentisches Auftreten.

Übersicht der Finalkanidaten:

Kanidatin Nummer 1: Eva Bachmaier aus Aschau im Chiemgau
Kanidatin Nummer 2: Melina Kühbandner aus Rosenheim
Kanidatin Nummer 3: Anna-Lena Mayer aus Flintsbach
Kanidatin Nummer 5: Leonie Voit aus Söchtenau
(Quelle: Artikel: Pauline Obermaier / Beitragsbild: Symbolfoto re) 

München: Wies-Besucher stört Rettungsmaßnahme

München: Wies-Besucher stört Rettungsmaßnahme

München – In der Nacht auf den heutigen Sonntag (29.9.2024) wurde die Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof mit einem renitenten Wiesn-Besucher konfrontiert. Der 55-jährige Deutsche störte eine Rettungsmaßnahme am Münchner Hauptbahnhof und beleidigte die Beamten.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Gegen 2:30 Uhr traf der alkoholisierte 55-Jährige am Hauptbahnhof München auf eine Streife der Bundespolizei, die den Rettungsdienst bei einem Einsatz unterstützt hatte. Der alkoholisierte Deutsche ließ auch nach Aufforderung der Beamten nicht davon ab die Rettungsmaßnahme zu stören und erhielt daraufhin einen Platzverweis. Diesem kam der in der Schweiz wohnhafte 55-Jährige nicht nach und musste mit Zwang aus dem Bahnhof gebracht werden.
Dabei wehrte er sich gegen die polizeilichen Maßnahmen und beleidigte die Beamten. Bei der anschließenden Mitnahme zur Dienststelle leistete der mit 1,6 Promille stark alkoholisierte Deutsche weiterhin massiven Widerstand. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen konnte er in den frühen Morgenstunden seine Heimreise fortsetzen. Die Bundespolizei leitet nun Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und den Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

 

TUM erprobt Autonome Mobilität im Wiesnverkehr

TUM erprobt Autonome Mobilität im Wiesnverkehr

München  – Das Münchner Oktoberfest als Härtetest für KI: Zum ersten Mal stellt sich ein autonom gesteuertes Fahrzeug dem besonders dichten Verkehr rund um das größte Volksfest der Welt. Unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) hat das Münchner Cluster für die Zukunft der Mobilität in Metropolregionen (MCube) das vollautomatisierte „Wiesn Shuttle entwickelt“. In einem zweittägigen Reallabor wird es am 25. und 26. September getestet.

Reger Stadtverkehr, unberechenbare Fußgängerströme, Fahrräder, Rikschas und andere Verkehrsteilnehmende – auch verkehrstechnisch herrscht während des Oktoberfests rund um die Theresienwiese eine besondere Situation. Mit modernsten Sensoren und Computertechnik ausgerüstet, stellt sich das TUM-Versuchsfahrzeug EDGAR der Herausforderung. Das Team ist sich sicher, dass die Künstliche Intelligenz (KI) die Aufgabe mit Bravour bewältigen wird, im Notfall kann aber jederzeit ein Mensch in die Fahrt eingreifen. Autonomes Fahren ist einer der vielversprechendsten Bausteine für die Verkehrswende.

Unfallfrei und sicher unterwegs

Als Test-Fahrgäste stellten sich am 25. September Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann und der Referent für Arbeit und Wirtschaft, Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner, zur Verfügung. Der Rundkurs führte rund 20 Minuten lang durch die Gegend um das Volksfestgelände.
Prof. Thomas F. Hofmann, Präsident der TUM, sagte: „Das MCube Wiesn Shuttle hier am größten Volksfest der Welt ist ein wunderbares Beispiel für die Verbindung von Tradition und Zukunft. Es bringt Pioniergeist und Spitzenforschung an die Menschen und macht München einmal mehr als europäische Vorreiterin für zukünftige Mobilität erfahrbar.“

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume sagte: „Mit dem weiß-blauen Partybus entspannt und fahrerlos zur Wiesn – die TUM macht’s mit dem MCube Cluster möglich! Das Wiesn-Shuttle ist der nächste Coup für das erfolgreiche TUM-Fahrzeugtechnik Team. Der Münchner Verkehr zur Wiesnzeit: Sicher ein ganz besonderes herausforderndes Reallabor für die Mobilitätswende. Aber das mit TUM-Technik vollgepackte Shuttle EDGAR – stilecht in weiß-blau – besteht den Härtetest im Münchner Stadtverkehr mit Bravour. In diesem Jahr heißt es auf der Wiesn nicht nur ‚O’zapft is‘, sondern auch ‚Ob‘gfahrn is‘. Und damit die Technologie zügig in die reale Anwendung kommen kann, fördern wir den Cluster MCube auch weiterhin.“
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter sagte: „Was hier an der Theresienwiese zwei Tage lang stattfindet, ist nicht nur Forschung im Reallabor, sondern ein spannendes Testfeld für die Mobilität der Zukunft. Unser Forschungsfahrzeug EDGAR ist also weit mehr als eine sympathische Wiesnattraktion. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ein automatisierter ÖPNV könnte Personalengpässe ausgleichen, für mehr Sicherheit sorgen und das Angebot für die Kund*innen attraktiver machen. Ich bin gespannt, was die Daten ergeben und wünsche allen, die mitfahren wollen, viel Spaß!“ Am heutigen Donnerstag (26.9.2024) können sich auch andere Gäste des Oktoberfests für eine Fahrt anmelden.

Erfolgreiche Rennsport-Technologie im Einsatz

Wichtige Grundlagen für das „Wiesn Shuttle“ kommen aus dem autonomen Motorrennsport. Seit 2022 nimmt das Team um Markus Lienkamp, Professor für Fahrzeugtechnik an der TUM und Sector Head Mobility des Munich Institute for Robotics and Machine Intelligence, an verschiedenen internationalen Rennserien teil. „Ohne menschlichen Fahrer oder Fernsteuerung, allein mit der überlegenen autonomen Software, konnte das Team bereits zahlreiche Siege einfahren, zuletzt im April auf der Formel 1-Strecke in Abu Dhabi. Selbst ohne Kontakt zu einem Navigationssatelliten, etwa in Tunneln, navigiert das Fahrzeug sicher“, sagte Markus Lienkamp.

Open-Source-Ansatz: Mehr Sicherheit und Wissenstransfer

Eine Besonderheit des Projekts ist die Offenlegung des Quellcodes der eingesetzten Software. Dadurch sind alle sicherheitsrelevanten Mechanismen auch von externen Fachleuten einsehbar und überprüfbar. Mögliche Schwachstellen können so von einer riesigen weltweiten Community identifiziert und vom Projektteam dann umgehend behoben werden. Kommerzielle Anbieter hingegen halten ihre Quellcodes meist streng geheim. Geht es nach Markus Lienkamp, soll der Open-Source-Ansatz in Zukunft nicht nur in der Forschung zum Einsatz kommen, sondern dafür sorgen, dass auch kommerzielle autonome Fahrzeuge nachvollziehbar und sicher fahren.
(Quelle: Pressemitteilung TUM / Beitragsbild: Symbolfoto re)