Solarstrom am Bauernhof

Solarstrom am Bauernhof

Hochstätt / Landkreis Rosenheim – Im Rahmen der Initiative Energiezukunft Rosenheim (ezro) veranstaltete das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim  eine Betriebsbesichtigung am landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Posch. Im Fokus stand der Solarstrom. Das Interesse war groß.

Die an der Erforschung von effizientem Solarenergieeinsatz auf
landwirtschaftlichen Betrieben spezialisierten Professoren der Technischen
Universität München (TU) Professor Dr. Bernhardt und der Hochschule für
angewandten Wissenschaften Weihenstephan (HSWT) Professor Dr. Stumpenhausen erörterten ausführlich und praxisbezogen Ihre Forschungsergebnisse.
Der moderne Betrieb mit 70 Milchkühen und Jungvieh benötigt selbst viel
Strom, hier ist die Deckung des Eigenbedarfs absolut naheliegend und hat
oberste Priorität. Der Bezug von Reststrom aus dem Netz soll möglichst
niedrig gehalten werden. Im Versuchsbetrieb unter wissenschaftlicher
Begleitung der TU und der HSWT konnte nach mehrjährigen Messungen die
Eigenversorgungsquote zum Betrieb von Melkroboter, Stalllüfter,
Heißwasser zur Reinigung des Melkroboters, Eiswasser zur Milchkühlung
und für den elektrischen Futtermischwagen optimiert werden. Die bei der
Kühlung der Milch gewonnene Abwärme wird zum Vorwärmen des
Heißwassers genutzt. Der nicht selbst benötigte Solarstrom wird ins Netz
eingespeist.
Die Veranstaltung war Teil des vielfältigen Angebots von ezro aus Anlass des
zehnjährigen Bestehens. Ziel von ezro ist es, die Energiewende und den
Klimaschutz in der Region Rosenheim erfolgreich voranzubringen.
(Quelle: Pressemitteilung AELF / Beitragsbild: AELF, zeigt Betriebsleiter Herr Posch mit der Bereichsleiterin Landwirtschaft des Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim Anna Bruckmeier bei der Betriebsbesichtigung zum effizienten Solarenergieeinsatz im Rahmen der Veranstaltung der Energiezukunft Rosenheim.)

Zum Osterfest regionale Produkte

Zum Osterfest regionale Produkte

Rosenheim / Landkreis Rosenheim – Zum Osterfest regionale Produkte vom Bauernhof. Kein Problem – Eine Plattform erleichtert die Suche nach Direktvermarktern aus dem Landkreis Rosenheim.

Da fühlen sich die Hühner wohl: Viel Auslauf und Pappelpflanzung. Foto: AELF

„Das wunderbare Angebot unserer Rosenheimer Erzeuger an hochwertigen Lebensmitteln ist so groß, dass für jede österliche Festtafel das richtige dabei ist. Und wer die Produkte dann direkt vom Erzeuger einkauft, erfährt auch viel darüber, wie und wo sie hergestellt werden“, so Anna Bruckmeier, Leiterin des Bereichs Landwirtschaft des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim. Damit die Verbraucher schnell und unkompliziert einen Direktvermarkter in ihrer Nachbarschaft finden, gibt es die App „Frisch vom Hof“ des
Vereins zur Förderung der Regionalentwicklung im Raum Rosenheim, kostenfrei zum Herunterladen mit Direktvermarktern, Bauernmärkten, Hofcafés und regionalen Produkten aus der Region.
Auch auf der Internetplattform „Regionales Bayern“ des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums sind mehr als 60 Direktvermarkter aus dem
Landkreis Rosenheim vertreten. Insgesamt sind mittlerweile fast 3.000 Bauernhöfe und handwerkliche Verarbeiter in ganz Bayern zu finden, die regionale Spezialitäten herstellen und vor Ort verkaufen.
Viele Bürger kaufen bereits auf dem Bauernhof ihres Vertrauens ein.

Ostereier von 
glücklichen Hühnern

So wie zum Beispiel bei Familie Ranhartstetter aus Osterkam bei Rohrdorf.
Ranhartstetters halten Biohühner. Das Besondere daran, die eigentlichen Waldvögel dürfen ihren Auslauf im wohltuenden Schatten einer Pappelpflanzung genießen. Sowohl die Plattform „regionales-bayern.de“ als auch die App“ Frisch vom Hof“ sind für Verbraucher wie auch für Direktvermarkter eine lohnende Adresse. Neben Infos zu den Hofläden, Online-Läden oder Automaten bieten die RegioNews des
Regionalportals aktuelle Informationen rund um regionale Lebensmittel je nach Saison. Jetzt zum Osterfest gibt es hier beispielsweise besondere Rezeptideen mit regionalen Erzeugnissen. „Je mehr Direktvermarkter mitmachen und sich auf den Plattformen präsentieren, desto erfolgreicher wird die Idee der regionalen Vermarktung. Das stärkt auch die Wertschöpfung in unserer Heimat“, so Bereichsleiterin Bruckmeier.
(Quelle: AELF Rosenheim / Beitragsbild – zeigt Einkaufsmöglichkeit direkt am Biohof der Familie Ranhartstetter in Osterkam / Foto: AELF Rosenheim)

Rimsting bekommt Dirtbikepark

Rimsting bekommt Dirtbikepark

Rimsting / Landkreis Rosenheim Unter dem Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“ stärkt das EU-Förderprogramm LEADER die ländlichen Regionen in Bayern bei ihrer selbstbestimmten Entwicklung. Mit der Übergabe des Förderbescheids in Höhe von rund 9.300 Euro an Rimstings ersten Bürgermeister Andreas Fenzl durch Josef Reitmaier, 1. Vorsitzender der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG) Chiemgauer Seenplatte, kann die Umsetzung des Projekts „Dirtbikepark“ an den Start gehen.

„Die örtliche bikebegeisterte Jugend mit ihrem Sprecher Rio Wolf hat ihre Bitte für eine Radsportstrecke an die Gemeinde herangetragen“ so Bürgermeister Fenzl „und die Gemeinde hat das Anliegen aufgegriffen.“ Bisher war von den Jugendlichen bereits eine kleine Bikestrecke an einer an der Bahnlinie gelegenen kleinen Fläche angelegt worden. Die Gemeinde konnte die Nutzungsverhältnisse mit dem Grundstückseigentümer Fedor Volckmar-Frentzel langfristig sichern. Und so konnten die Vorstellungen der jugendlichen Radsportbegeisterten in die Planung eingearbeitet werden.

Drei Strecken für
die Dirtbiker in Rimsting

Es gibt künftig drei Strecken, die verschiedene Anforderungen an das Radsportkönnen -von
Anfängern bis zu geübten Fahrern – stellen und zusätzlich eine Anlage für Tricksprünge.
Zusätzlich werden auch Sitzgelegenheiten geschaffen, um Rastplatz für Begleiter und Zuschauer zu bieten. Die Gemeinde Rimsting stellt für die Umsetzung des Vorhabens gut
22.000 Euro zur Verfügung und errichtet mit dieser Begegnungsmöglichkeit ein zusätzliches
Freizeit- und Sportangebot für alle Altersgruppen zur Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders im Ort. Das entspricht auch einer der Zielsetzungen der LAG und damit konnte
auch die LEADER Förderung über das Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Rosenheim bewilligt werden.

Attraktive Bewegungsmöglichkeit
für Kinder und Jugendliche

„Gerade unter den Einschränkungen durch die Coronaregelungen zeigte sich der Bedarf für
attraktive Bewegungsmöglichkeit für Kinder und Jugendliche und es gibt künftig ein weiteres attraktives Angebot vor Ort“ lobte LEAER Koordinator Johann Kölbl das Vorhaben.
Auch Nachbargemeinden setzen aktuell LEADER geförderte Pumptrack- und Rollportstrecken um. Damit ergibt sich bald ein Netz an Radsportangeboten unterschiedlicher Ausrichtungen in der Nachbarschaft.
Das Programm LEADER bietet engagierten Bürgerinnen und Bürgern die Chance, ihre Region mit maßgeschneiderten Projekten zu stärken und sich direkt bei der Gestaltung ihrer
Heimat aktiv einzubringen. Das Herzstück dabei sind die Lokalen Aktionsgruppen (LAGs),
die in ihren Regionen die jeweiligen lokalen Entwicklungsstrategien erstellen, umsetzen und
die zu fördernden Projekte auswählen. LEADER ist in Bayern seit mehr als einem Vierteljahrhundert eine Erfolgsgeschichte und hat sich als wichtiges Gestaltungsinstrument etabliert. In der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2022 konnte im Gebiet der LAG Chiemgauer
Seenplatte bisher eine LEADER-Förderung von 1,45 Millionen Euro für 31 Projekte bewilligt werden. „Eine Bilanz auf die wir stolz sind“ so der Vorsitzende Josef Reithmeier. In der
angrenzenden Nachbar- LAG Mangfalltal Inntal, die den südwestlichen Teil des Landkreises
Rosenheim abdeckt, konnten 18 Projekte mit einer Fördersumme von 1,25 Mio. € bewilligt
werden. Beide LAGs erweitern für die neue Förderperiode ihre Gebietskulisse um zusätzliche Gemeinden. Das zeigt die Attraktivität dieses EU- Förderprogrammes und jedes umgesetzte Projekt trägt bei, unsere Heimat stärker und lebenswerter zu machen.

Erfolgsgeschichte LEADER
geht in Bayern weiter

Erfreulicherweise geht die Erfolgsgeschichte LEADER in den knapp 70 Aktionsgruppen in
Bayern weiter. Für die neue Förderperiode wurden die LAGs bereits aufgerufen sich an
LEADER 2023 – 2027 zu beteiligen. Momentan erstellen die LAGs die neuen Lokalen Entwicklungsstrategien (LES). Auch in der neuen Förderperiode bleiben Vernetzung, Nachhaltigkeit, Zusammenarbeit, Lebensqualität, regionale Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung
die zentralen Elemente bei LEADER.
Alle Akteure des ländlichen Raums, Kommunen, Vereine, Verbände, Unternehmen, aber
auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich bei der Erstellung der LES
einzubringen. Ansprechpartner zu den Veranstaltungen und für Projektanfragen sind die lokalen Aktionsgruppen vor Ort, die LAG Chiemgauer Seenplatte und die LAG Mangfalltal
Inntal. Kontaktadressen und Veranstaltungshinweise sind im Internetauftritt der LAGs zu
finden.
(Quelle: Pressemitteilung Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) / Beitragsbild: AELF – zeigt: Rimstings Bürgermeister Andreas Fenzl (rechts) erhält den Förderbescheid aus der Hand der Vorstandes der LAG Chiemgauer Seenplatte, Josef Reithmeier, Pittenhart (links), von links Grundstückseigentümer Fedor Volckmar-Frentzel, Bikesport Sprecher Rio Wolf, LEADER Manager Christian Fechter, Johann Kölbl, Leader Koordinator,AELF Rosenheim.)

Rücksicht auf Wildtiere

Rücksicht auf Wildtiere

Rosenheim / Oberaudorf – Wildtiere im Winter! Es kommt auf Ruhe, Rücksicht und Respekt an – Darüber sind sich die Gebietsbetreuerin, der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim (AELF) und die Sektion Rosenheim des Deutschen Alpenvereins einig.

Carmen Neumann Gebietsbetreuerin der Rosenheimer Alpen, Franz Knarr DAV Sektion
Rosenheim, Dr. Georg Kasberger Behördenleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft
und Forsten Rosenheim und Christoph Schnurr Leiter der Geschäftsstelle der Alpenvereinssektion Rosenheim zusammen vor der naturverträglichen Skitourenkarte am Auerbachwanderparkplatz in Oberaudorf. Foto: AELF Rosenheim

Bei bestem Bergwetter trafen sich Carmen Neumann, die Gebietsbetreuerin Alpen von der Unteren Naturschutzbehörde Rosenheim, Christoph Schnurr, Leiter der Geschäftsstelle der Alpenvereinssektion Rosenheim und Dr. Georg Kasberger, Behördenleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten am Auerbach-Wanderparkplatz. Von diesem Parkplatz aus erschließt sich Skitourengehern und Schneeschuhwanderern das Brünnstein- und Traithengebiet. Dort befinden sich auch sensible Lebensräume des heimischen Auer- und Birkwilds sowie der Gams, des Rotwildes und des Steinbocks. All diese Arten sind besonders im Winter auf Ruhe angewiesen, erklärt die Gebietsbetreuerin Carmen Neumann.

Birkwild und Co. verbrauchen bei 
Flucht wertvolle Energiereserven

Da es für die Tiere ums Überleben geht, sind Störungen durch Menschen, die ihren Lebensraum durchqueren besonders schlecht. Die Tiere flüchten dann und verbrauchen ihre Energiereserven. Bei besonders empfindlichen Arten wie dem Birkwild können Störungen sogar zum Totalverlust des Nachwuchses führen. Das Birkwild ist z.B. nur an ein bis zwei Tagen im Jahr fruchtbar. Wird es an diesen Tagen bei der Fortpflanzung gestört, kann das immensen Schaden für die Art bedeuten. Damit Erholungssuchende auf diesen wichtigen Lebensraum aufmerksam gemacht werden, hat die Alpenvereinssektion Rosenheim am Auerbachparkplatz eine Informationstafel mit eingezeichneten
Wald-Wild-Schongebieten aufgestellt. Christoph Schnurr erörterte den Behördenvertretern das Projekt Natürlich auf Tour des DAV, welches Grundlage für die Erarbeitung der naturverträglichen Skitourenkarte ist. Im Rahmen dieses Projektes wird auch am 12.Februar 2022 ein Aktionstag am Sudelfeld stattfinden, an dem die Alpenvereinssektion zusammen mit Carmen Neumann an den Ausgangspunkten über naturverträgliche Skitouren aufklären wird.

Gestresstes Wild verbraucht
wesentlich mehr Nahrung

Dr. Georg Kasberger begrüßt ausdrücklich diese Aktivitäten des Alpenvereins und
appelliert an alle Erholungssuchenden und Freizeitsportler, die Empfehlungen der Skitourenkarte zu befolgen. Nach seiner Erfahrung hat die Verringerung der Störungen des Wildes auch positive Effekte auf den Schutzwald. Ruhige Wildtiere benötigen unterm Strich weniger Nahrung als gestresstes Wild, was den Verbiss an Jungpflanzen insgesamt in dem Gebiet reduziert. Das ist dort besonders wichtig, da sich hier viele Steilhänge befinden, in denen Förster und Waldbesitzer für die Pflege des Schutzwalds verantwortlich sind.
(Quelle:  Pressemitteilung AELF Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto:re / Zeichnung Energieverbrauch: Sebastian Schrank /  Skitourenkarte: AELF Rosenheim)

Für unsere kleinen Leser gibt es hier einen Basteltipp: eine niedliche Reh-Schachtel zum Verschenken und selbst verwenden: