Gute Nachricht für Schul- und Vereinssport

Gute Nachricht für Schul- und Vereinssport

Rosenheim – Die Luitpoldhalle in Rosenheim wird nach wie vor für die Unterbringung Geflüchteter genutzt. Nun gibt es aber zumindest einen teilweisen Ersatz für Schul- und Vereinssport in der Bundespolizei-Sporthalle.

Seit Mitte März steht die Sporthalle in der von der Bundespolizei genutzten Liegenschaft in der Burgfriedstraße dem Schul- und Vereinssport zur Verfügung. Genutzt wird sie für den Schulsport der Mittelschule am Luitpoldpark, von den Handballern des ESV Rosenheim, vom Ju-Jutsu-Verein und von der Freiwilligen Feuerwehr. Sie alle waren von der notwendigen Umnutzung der Luitpoldhalle als Unterbringungsmöglichkeit für Geflüchtete betroffen.

Zulassung von Zuschauern
nicht vorgesehen

„Diese Trainingsmöglichkeiten können den Ausfall der Luitpoldhalle zwar nicht vollständig ausgleichen, sind aber eine deutliche Verbesserung der bisherigen Situation. Mein Dank gilt der Bundespolizei, die ihre Liegenschaft für unsere Rosenheimer Sportlerinnen und Sportler zur Verfügung stellt“, so Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März. Die Nutzungsmöglichkeit ist auf den reinen Sportbetrieb beschränkt. Die Zulassung von Zuschauern ist nicht vorgesehen. Weitere Bedarfe von Schulen und Vereinen koordiniert das städtische Schul- und Sportamt.
In der Liegenschaft an der Burgfriedstraße befinden sich insgesamt fünf Dienststellen der Bundespolizei mit insgesamt rund 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Größte Dienststelle mit etwa 450 Angehörigen ist die Bundespolizeiinspektion Rosenheim. Deren Leiter, Polizeidirektor Ludger Otto, erklärt, dass die Bundespolizei sich bereits seit Herbst 2022 in einem regen Austausch mit der Stadt Rosenheim befunden habe, um Unterstützungsmöglichkeiten der Bundespolizei auszuloten. „Schließlich bin ich mit Oberbürgermeister März übereingekommen, dass sich eine Unterbringung von Geflüchteten weder über Tage, noch mehrere Wochen oder sogar Monate bewerkstelligen ließe – wohl aber eine zeitlich begrenzte und bestimmbare Sporthallennutzung.

Diese war jedoch erst mit der Anpassung der behördeninternen Infektionsschutzmaßnahmen im Februar dieses Jahres möglich, die in den letzten Jahren auch für die Angehörigen der Bundespolizei eine Nutzung der Sporthalle für die Aus- und Fortbildung deutlich eingeschränkt hatten. Insofern freuen wir uns, dass wir jetzt Schulen und Vereinen, die Möglichkeit der Nutzung unserer Sporthalle anbieten können“, so Inspektionsleiter Otto.

Unterbringung von Geflüchteten auf
Gelände der Bundespolizei kaum realisierbar

Eine immer wieder diskutierte Unterbringung von Geflüchteten auf dem Gelände der Bundespolizei wäre hingegen nur unter erheblichem Aufwand realisierbar. Die Gründe hierfür sind laut gemeinsamer Pressemitteilung von Stadt Rosenheim und Bundespolizeiinspektion vielschichtig: „Zum einen gibt es in den verschiedenen Gebäudekomplexen so gut wie keine Leerstände, zum anderen würde eine Unterbringung von externen Personen einen immensen organisatorischen Aufwand bedeuten. So wären unter anderem umfangreiche Abtrennungen und die Beschäftigung eines eigenen Sicherheitsdienstes notwendig, um den sicherheitsrelevanten Erfordernissen einer Polizeiliegenschaft, in der mehrere Dienststellen und Organisationseinheiten untergebracht sind, Rechnung tragen zu können.“
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim und Bundespolizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Bundespolizeiinspektion Rosenheim)

 

Blick in Mobilhome-Siedlung für Flüchtlinge

Blick in Mobilhome-Siedlung für Flüchtlinge

Rosenheim – Die Aufnahme von Flüchtlingen bereitet vielen Kommunen zunehmend Kopfzerbrechen. Denn es gibt große Platzprobleme. Rosenheim macht da keine Ausnahme. Nun wird dort eine Mobilhome-Siedlung im Norden der Stadt aufgebaut. Die ersten Familien sollen dort Ende März einziehen. Innpuls.me hat sich am gestrigen Mittwoch die neue Zufluchtstätte angesehen.

Die Fläche für die Mobilhomes in Rosenheim

Die ersten Mobilhomes stehen bereits. Insgesamt sollen es 15 Stück und ein Gemeinschaftshaus werden. Angeliefert werden die kleinen, mobilen Eigenheime in Fertigbauweise. Pro Einheit betragen die Kosten ca. 75.000 Euro. Insgesamt kommt man damit auf etwa 1,7 Millionen Euro. Mit Aufbau kostet die Maßnahme rund 2,7 Millionen Euro. Die Stadt übernimmt erst einmal die Kosten dafür, später soll das Geld vom Freistaat Bayern zurückkommen.

Blick auf ein Mobilhome für Flüchtlinge in Rosenheim

Insbesondere die Suche nach einem geeigneten Standort sorgte für großes Kopfzerbrechen. Denn frei Flächen sind in der Stadt Rosenheim schon lange Mangelware. Fündig wurde man schließlich auf dem Parkplatz der FOS / BOS an der Westerndorfer Straße:

Blick in ein Mobilhome in Rosenheim
Küchenzeile im Mobilhome für Flüchtlinge in Rosenheim
Sitzecke im Mobilhome für Flüchtlinge in Rosenheim

Eine Einheit ist 45 Quadratmeter groß. Vier Personen können darin maximal wohnen. Ausgestattet sind die Räumlichkeiten funktional, aber mit einer kleinen Wohnecke durchaus gemütlich. Es gibt eine Küchenzeile, ein kleines Bad mit WC und Dusche, ein extra Kinderzimmer mit zwei Einzelbetten und ein Eltern-Schlafzimmer mit Doppelbett und Schrank.

Stühle an langem Tisch in Gemeinschaftsunterkunft
Waschmaschinen in der Flüchtlingsunterkunft
Elternbett im Mobilhome für Flüchtlinge

Das Gemeinschaftshaus soll Miteinander fördern und auch von den Kindern für ihre Hausaufgaben genutzt werden. Dort gibt es Sitzmöglichkeiten und Waschmaschinen. Ebenfalls vorhanden Wäschetrockner, laut Auskunft der Stadt aufgrund mangelnder Fläche für Wäscheleinen im Freien. Dafür soll dort noch ein Spielplatz für die kleinen Bewohner entstehen.

Blick zur Eingangstür eines Mobilhomes

Bezogen werden sollen die Mobilhomes hauptsächlich von ukrainischen Flüchtlingen. Der Bezug durch Menschen aus anderen Ländern soll aber auch nicht ausgeschlossen werden. All diejenigen, die in Kürze dort einziehen sollen, sind bereits in Rosenheim angekommen und leben derzeit in Sporthallen oder anderen Wohnungen, die aber eigentlich für eine Familie zu klein sind.

Insgesamt können in der neuen Zufluchtstätte maximal 60 Menschen unterkommen. Weitere Mobilhomes können in Zukunft nicht mehr aufgestellt werden, weil der Platz damit schon komplett ausgenutzt ist.

Eine weitere Mobilhome-Siedlung in Rosenheim sei aktuell nicht geplant, so die Auskunft der Stadtverwaltung.
(Quelle: Artikel: Josefa Staudhammer / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

„Wunschträume“ eröffnet

„Wunschträume“ eröffnet

Traunstein – Die Diakonie im Achental und die Privatschulen Dr. Kalscheuer Traunstein luden zur Wanderausstellung „Wunschräume – Wunschträume“ ein. Gezeigt wurden Kunstwerke von jungen Erwachsenen und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in der Aula der Schule, die nach traumatischen Erfahrungen von Krieg, Gewalt und Flucht ihre Wünsche zu Papier gebracht haben.

Gäste der Vernissage im Gespräch

Zur Vernissage in der Aula der Schule kamen viele Ehrengäste, darunter die stellvertretende Bürgermeisterin Burgi Mörtel-Körner und der Geschäftsführer der Diakonie Südostbayern, Andreas Karau- Die Teamleiterin der Flüchtlings- und Integrationsberatung der Diakonie, Waltraud Huber, und Beate Knott vom bayernweiten Wohnraumprojekt (WoFa), die mit Diakon Michael Sörgel für geflüchtete Menschen nach deren schweren Wegen ein sicheres Zuhause bietet, waren an diesem Abend ebenfalls zu Gast.
Auch für eine gelungene musikalische Untermalung war gesorgt. Die Sängerin und Songwriterin Sabine Xoxi Huber untermalte die Veranstaltung mit ihrer Stimme und ihrem Spiel verschiedener Instrumente. Die Schüler der Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement verwöhnten die Gäste währenddessen kulinarisch.
Diakon Michael Soergel von der Diakonie im Achental ging in seiner emotionalen Rede ausführlich auf die Entstehungsgeschichte der Kunstwerke und auf die einzelnen Künstler ein.

Man sah an diesem Abend bewegende Bilder, beispielsweise von Wagas, versehen mit dem Untertitel „Ich bin Wagas, ich komme aus Afghanistan und träume von einem Wiedersehen mit meiner Familie“. Die Brücke auf einem seiner Bilder, zwischen Afghanistan und Deutschland, war nur schemenhaft gezeichnet; eigentlich gibt es keine. Das war aber schon der Fall, bevor die Taliban das Land übernahmen.

„Ich träume davon, eine
glückliche Person zu werden“

Der Künstler Kabba schrieb zu seinen Bildern: „Ich komme aus Sierra Leone. Ich träume davon, eine glückliche Person zu werden“. Luwam aus Eritrea träumt hingegen von einer Ausbildung zur Grafikdesignerin oder zur Altenpflegerin. Ihre großformatigen Bilder sind ein Blickfang in der Ausstellung.
Die Diakonie im Achental widmete diese Ausstellung dem Projekt TAFF (Therapie Angebote für Flüchtlinge).
(Quelle: Presseinformation Privatschulen Dr. Kalscheuer / Fotos: Privatschulen Dr. Kalscheuer)

 

Wunschräume – Wunschträume

Wunschräume – Wunschträume

Traunstein – „Wünschräume – Wunschträume“ ist der Titel einer Kunstausstellung in den Privatschulen Dr. Kalschauer in Traunstein. Gezeigt werden von 17. November bis zum 20. November Bilder von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen. Der Eintritt ist frei.

Im Rahmen eines therapeutischen Projekts für Flüchtlinge des Diakonischen Werks Bayern haben unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge die Bilder angefertigt. Die Ausstellung umfasst rund 50 Kunstwerke, darunter Aquarelle, Drucke und Collagen von jungen Erwachsenen mit traumatischen Erfahrungen von Krieg, Gewalt und Flucht.
Die jungen Erwachsenen haben aus der Subsahara, Afghanistan und Syrien in Bayern Zuflucht gefunden. Ihre Bilder sind entweder alleine oder in kleinen Gruppen entstanden. 
Zu sehen ist die Ausstellung in den Räumen der Privatschulen Dr. Kalschauer, Weckerlestraße 17, 83278  Traunstein, jeweils Freitag und Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr und am Samstag zwischen 10 und 18 Uhr. 
(Quelle: Pressemitteilung Privatschulen Dr. Kalschauer / Beitragsbild: Privatschulen Dr. Kalscheuer)

Was wird aus dem „Seehotel Hubertus“?

Was wird aus dem „Seehotel Hubertus“?

Rosenheim – Viele Jahre war das Seehotel Hubertus am Happinger See in Rosenheim ein beliebtes Ausflugslokal mit Fremdenzimmern. Doch das ist lange her. Interessenten gab es in der Vergangenheit schon einige. Über die zukünftige Nutzung gibt es immer wieder einmal Spekulationen. Wir haben bei der Pressestelle der Stadt nachgefragt, wie es aktuell aussieht. 

Der Happinger See mit seinem klaren Wasser, den kleinen Buchten und dem Bergpanorama zählt sicher zu den schönsten Plätzen Rosenheims. Das „Seehotel Hubertus“ war darum auch viele Jahre eine beliebte Adresse für Gäste aus nah und fern. Doch dann kam das Gebäude in die Jahre, die Besucher bleiben zunehmend aus und schließlich stand es dann lange leer.
Für Empörung bei vielen Rosenheimern sorgte dann vor gut zehn Jahren das Vorhaben des inzwischen verstorbenen Professor Dr. Anton Kathrein. Der Unternehmer wollte das ehemalige Gasthaus durch einen wesentlich größeren Hotelbau ersetzen, den Badestrand für die Öffentlichkeit sperren und daneben einen kostenpflichtigen Badeplatz anlegen. Im September 2011 nahm die Stadt daraufhin überraschend ihr Vorverkaufsrecht für das Gelände am Happinger See wahr.
2012 wurden dann erstmals Asylbewerber in dem ehemaligen Gasthaus einquartiert.  Damals rechnete man noch mit einem vorübergehenden Belegungs-Zeitraum „von etwa vier Monaten“, wie in einem OVB-Artikel vom 25. Januar 2012 nachzulesen ist. Weiter heißt es dort: „Der Sanierungsaufwand betrage rund 20.000 Euro, nötige Einrichtungsgegenstände werden vom Sozialamt besorgt“.

„Die Stadt braucht die Möglichkeit
zur Unterbringung von Flüchtlingen“

Heute, zehn Jahre später, leben immer noch Asylbewerber im ehemaligen Seehotel. Und das wird wohl auch noch länger so bleiben. „Die Stadt braucht diese Möglichkeit zur Unterbringung von Flüchtlingen“, wird uns von der Pressestelle der Stadt Rosenheim dazu mitgeteilt. Auch aus der Ukraine kämen nach wie vor Menschen, für die man dringend Unterkünfte benötige und der Wohnungsmarkt ist der Stadt sei weiter angespannt.
Wann sich diese Situation ändert, kann momentan wohl niemand voraussagen. Für die Zeit danach gibt es aber reichlich Visionen und Wünsche. Einige Stamm-Badegäste erzählen Innpuls.me, dass sie hoffen, dass das Gebäude eines Tages wieder zur Gaststätte wird. „Die Lage dafür ist doch gigantisch“, meint eine 56-jährige Rosenheimerin. Ihr Begleiter stimmt ihr zu: „So etwas darf man doch nicht verfallen lassen. “ Beide hoffen auf baldige Sanierung und äußern damit verbunden den Wunsch nach neuen sanitären Anlagen und Duschen am See.
Eine andere Nutzungsidee hatte der Rosenheimer Stadtjugendring im Jahr 2019. Das ehemalige Gasthaus sollte der Jugendarbeit zugeführt werden, hieß es. Die Vision eines Jugendbildungshauses inklusive Jugendherberge war geboren. Doch auch diese Idee wird sich wohl noch lange nicht realisieren lassen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

Sonderöffnungszeiten werden eingestellt

Sonderöffnungszeiten werden eingestellt

Landkreis Rosenheim – Am kommenden Dienstag, 31. Mai, bietet das Landratsamt Rosenheim zum letzten Mal von 13 Uhr bis 16 Uhr eine Sonderöffnungszeit für ukrainische Kriegsflüchtlinge an, damit sich diese in Deutschland anmelden können. Ab 1. Juni werden die Sonderöffnungszeiten eingestellt.

Grund hierfür sind, nach Informationen des für das Pass- und Meldewesen zuständigen Sachgebiets im Landratsamt Rosenheim, neue Vorgaben, die ebenfalls am 1. Juni in Kraft treten. Demnach dürfen sogenannte Fiktionsbescheinigungen (vorläufiges Aufenthaltsrecht) und die Aufenthaltstitel für Schutzsuchende nur noch erteilt werden, wenn die Antragsteller vorher erkennungsdienstlich behandelt wurden. Diese zeitintensive erkennungsdienstliche Registrierung ist nur nach vorheriger Terminabsprache unter der E-Mail-Adresse auslaenderwesen@lra-rosenheim.de möglich.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)