Festnahmen nach Schockanrufen

Festnahmen nach Schockanrufen

Südöstliches Oberbayern –  Seit Monaten reißt die Welle der sogenannten Schockanrufe nicht ab. Vor allem ältere Personen werden immer wieder Opfer von perfiden Trickbetrügern, die unter der Vortäuschung von falschen Personalien und Sachverhalten horrende Geldsummen ergaunern. Nun gelang der Kriminalpolizei im südöstlichen Oberbayern die Festnahme von vier Personen, die im dringenden Verdacht stehen, als Geldabholer aufgetreten zu sein. Alle vier sitzen nun in Untersuchungshaft.

Die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd führt in zahlreichen Verfahren von Callcenterbetrügen die polizeilichen Ermittlungen. Diese gestalten sich in diesem Phänomenbereich häufig schwer. Das Callcenter, von dem aus die Anrufe bei den Opfern getätigt werden, befindet sich in vielen Fällen im Ausland. Betroffene Opfer melden sich zudem meist erst verspätet bei der Polizei, so dass die Abholer samt dem übergebenen Vermögen sprichwörtlich „über alle Berge“ sind.

Vergangene Woche konnten jedoch nach intensiven kriminalpolizeilichen Ermittlungen zwei 24-jährige Männer mit polnischer Staatsangehörigkeit in Traunstein auf frischer Tat festgenommen werden. Die beiden Männer fungierten als Abholer von Wertgegenständen in Höhe von rund 40.000 Euro, die ihnen eine Dame nach stundenlangen Telefonaten mit dem Callcenter ausgehändigt hatte. Der arglosen Frau war mitgeteilt worden, dass ihre Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte und sie nun, um eine sofortige Inhaftierung zu verhindern, eine Kaution bezahlen müsse. Die beiden Tatverdächtigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ.

Telefonbetrüger
auf frischer Tat ertappt

Am vergangenen Dienstag gelang der Kripo nun ein weiterer Schlag. Eine 31-jährige Frau konnte in Ruhpolding auf frischer Tat festgenommen werden, ihr 40-jähriger Begleiter kurze Zeit später im Bereich Siegsdorf. Beide hätten als Abholer bei einer älteren Dame aus dem südlichen Landkreis Traunstein fungiert, die zuvor einen Schockanruf erhalten hatte. Die Dame hatte sich durch die Betrüger jedoch nicht beirren lassen und ihre Angehörigen verständigt. Diese wiederum informierten unverzüglich die Polizei, so dass es zur Festnahme kam.
Die beiden Tatverdächtigen, die tschechische Staatsangehörige sind, wurden ebenfalls auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der auch gegen diese beiden die Untersuchungshaft anordnete.
Alle vier Festgenommenen befinden sich in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wieder mehr Wohnungsbaugenehmigungen

Wieder mehr Wohnungsbaugenehmigungen

Bayern – Rund ein Prozent mehr Wohnungsbaugenehmigungen in Bayern im ersten Halbjahr 2022. Dabei ist die Baunachfrage in Niederbayern, in der Oberpfalz und in Mittelfranken höher als anderswo. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamt für Statistik hervor.

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik werden von den unteren Bauaufsichtsbehörden in Bayern im ersten Halbjahr 2022 insgesamt 41 221 Wohnungsbaugenehmigungen (einschließlich Genehmigungsfreistellungen) erteilt. Die Anzahl der Wohnungsbaufreigaben steigt damit um 270 beziehungsweise 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 35 265 der Wohnungen sollen in neuen Wohngebäuden entstehen. Das sind 85,6 Prozent aller Wohnungsbaugenehmigungen. Durch Baumaßnahmen an bestehenden Wohngebäuden sind 4 793 Wohnungen projektiert sowie in neuen und bestehenden Nichtwohngebäuden insgesamt 1 163 Wohnungen.

Unter den insgesamt 35 265 in neuen Wohngebäuden geplanten Wohnungen sind 14 144 beziehungsweise 40,1 Prozent Eigenheime. 9 588 dieser Eigenheime sind Einfamilienhäuser. Weitere 20 481 beziehungsweise 58,1 Prozent der Wohnungen werden in Mehrfamilienhäusern (ohne Wohnheime) entstehen. Damit liegen die Wohnungsbaufreigaben im Eigenheimbereich aktuell um 13,8 Prozent unter Vorjahresniveau und im Mehrfamilienhausbau um 19,9 Prozent darüber.

Rückläufiges Genehmigungsvolumen
in Oberbayern

Auch im ersten Halbjahr 2022 werden für Oberbayern mit Abstand die meisten Wohnungsbaugenehmigungen mitgeteilt: 14 533 beziehungsweise 35,3 Prozent. Mit einem Minus von 4,8 Prozent gehört Oberbayern jedoch zu den vier bayerischen Regierungsbezirken mit rückläufigem Genehmigungsvolumen gegenüber Vergleichszeitraum 2021. Den stärksten Rückgang bei den Wohnungsbaufreigaben auf Ebene der Regierungsbezirke verzeichnet Schwaben mit Minus 15,0 Prozent und den größten Zuwachs Mittelfranken mit einer Mehrung von 38,3 Prozent.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Schockanrufe werden immer dreister

Schockanrufe werden immer dreister

 Landkreis Rosenheim / Landkreis Garmisch Partenkirchen / Landkreis Weilheim-Schongau – Man könnte meinen, die fiese Masche mit den Schockanrufen ist mittlerweile jedem bekannt. Aber leider werden dadurch immer noch Menschen um viel Geld und Wertsachen geprellt – in der vergangenen Woche gab es in Bayern gleich mehrere Opfer – und die Masche wird immer dreister. Die Polizei warnt eindringlich vor den hinterhältigen Betrugsanrufen.

Zwei 80- und 86-jährige Seniorinnen aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen erhielten am vergangenen Donnerstag jeweils einen Anruf einer weinenden Frau, die sich als ihre angebliche Tochter ausgab. Den Seniorinnen wurde von einem „Rechtsanwalt“ mitgeteilt, dass ihre „Töchter“ einen tödlichen Unfall verursacht hätten und zur Abwendung einer Haftstrafe nun eine hohe Geldsumme zahlen müssten. Die erschrockenen Damen schenkten der erlogenen Geschichte leider Glauben und übergaben nach längeren Telefonaten letztlich Bargeld und Schmuck im Wert von rund 90.000 Euro an einen Kurier, der sie zu Hause aufgesucht hatte.
Eine 95-jährige aus dem Landkreis Weilheim-Schongau erhielt am gleichen Tag ebenfalls einen dieser hinterhältigen Anrufe. Ihr wurde nach den Angaben der Polizei mitgeteilt, dass ihre Cousine bei einem Verkehrsunfall in München einen kleinen Buben tödlich verletzt hatte. Auch sie schenkte den Anrufern  Glauben und hob bei einer Bank das geforderte Geld ab. Glücklicherweise traf sie auf dem Weg dorthin eine Bekannte, der sie sich anvertraute. So wurde in diesem Fall der Betrug noch in letzter Minute abgewandt.

Auch noch angeblicher
Kripobeamter am Telefon

Noch dreister mutet die Masche an, durch die ein 86-jähriger aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen beinahe einen hohen finanziellen Schaden erlitten hätte. Der Senior erhielt zunächst den „klassischen“ Anruf, dass sein Enkel einen tödlichen Autounfall verursacht hätte und nun durch Zahlung einer hohen fünfstelligen Summe dessen Inhaftierung verhindern könne.
Kurz darauf klingelte es erneut dem dem Senior und nun meldete sich ein angeblicher Kripobeamter des Betrugsdezernats, der ihm zusicherte, dass alles seine Richtigkeit habe und er völlig unbesorgt sein Geld übergeben könne. Einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass sich der 86-jährige doch noch bei der „richtigen“ Polizei meldete, um die Telefonnummer des Betrugsdezernats zu erfragen, so dass es auch hier zu keiner Geldübergabe kam.

Hier jetzt noch mal die Warnung der Polizei: 

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich dringende Ermittlungen, z. B. zu einem Einbruch in der Nähe oder einer dringend zu zahlenden Kaution!
  • Die Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen! Legen Sie einfach auf!
  • Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über ihr Hab und Gut, Ihr Bargeld und Ihre Wertgegenstände! Legen Sie einfach auf!
  • Lassen Sie niemanden in die Wohnung, der sehen will, wo Sie Geld oder Schmuck aufbewahren!
  • Rufen Sie nie über die am Telefon angezeigte Nummer zurück! Drücken Sie KEINE Wahlwiederholung. Legen Sie auf und wählen Sie dann den Notruf 110!
  • Erstatten Sie immer, auch im Versuchsfall, Anzeige bei Ihrer Polizeiinspektion!

Insbesondere die jüngere Generation wird ausdrücklich gebeten: Sprechen Sie offen über die perfiden Maschen der Telefonbetrüger und sensibilisieren Sie so Ihre nahestehenden Verwandten und Bekannten, die Opfer solcher hinterhältiger Anrufe werden könnten.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

 

 

Anhaltend hohe Waldbrandgefahr

Anhaltend hohe Waldbrandgefahr

Oberbayern – Wegen anhaltend hoher Waldbrandgefahr hat die Regierung von Oberbayern vorerst bis einschließlich Mittwoch, 20. Juli 2022 weiterhin die Luftbeobachtung für alle oberbayerischen Landkreise angeordnet. Die Flieger starten von den Stützpunkten Eichstätt, Pfaffenhofen an der Ilm, Oberpfaffenhofen, Königsdorf, Erding, Mühldorf am Inn sowie Ohlstadt und erreichen von dort aus gefährdete Wälder in den betroffenen Gebieten. Die Beobachtungsflüge finden jeweils am Nachmittag statt.

Aufgrund zunehmender Trockenheit weist der allgemeine Waldbrandgefahren-Index für weite Bereiche Oberbayerns aktuell eine hohe Waldbrandgefahr aus. Besonders gefährdet sind Wälder auf leichten sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder.
Die Regierung von Oberbayern bittet dringend darum, im Wald oder in einer Entfernung von weniger als 100 Metern davon

  • kein Feuer oder offenes Licht anzuzünden oder zu betreiben
  • keine offenen Feuerstätten zu errichten oder zu betreiben
  • keine Bodendecken abzubrennen und keine Pflanzen oder Pflanzenreste flächenweise abzusengen
  • keine brennenden oder glimmenden Sachen wegzuwerfen und nicht zu rauchen.

Dies gilt auch für Waldbesitzer, Jäger und alle Personen, die mit Waldarbeiten beschäftigt sind.

Die Luftbeobachtung ist eine vorbeugende Maßnahme der Waldbrandbekämpfung. Die Regierung von Oberbayern trägt die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds. Die Flugbereitschaft Oberbayern der Luftrettungsstaffel Bayern stellt die ehrenamtlichen Piloten. Die ausgebildeten amtlichen Luftbeobachter sind in der Regel Bedienstete der Katastrophenschutzbehörden oder Forstbehörden vor Ort.
(Quelle: Pressemitteilung Regierung von Oberbayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Erhöhte Waldbrandgefahr in Oberbayern

Erhöhte Waldbrandgefahr in Oberbayern

Oberbayern – Aufgrund zunehmender Trockenheit weist der allgemeine Waldbrandgefahren-Index für weite Bereiche Oberbayerns aktuell eine hohe Waldbrandgefahr aus (Stufe 3 und 4). Besonders gefährdet sind laut einer Pressemitteilung der Regierung von Oberbayner Wälder auf leichten sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder.

.Wegen erhöhter Waldbrandgefahr hat die Regierung von Oberbayern bereits für den vergangenen Mittwoch die Luftbeobachtung für die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Dachau, Freising sowie Pfaffenhofen an der Ilm angeordnet. Dies geschah in Abstimmung mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt-Pfaffenhofen an der Ilm, das insoweit für ganz Oberbayern zuständig ist.

Die Regierung von Oberbayern bittet dringend darum, im Wald oder in einer Entfernung von weniger als 100 Metern davon:

  • kein Feuer oder offenes Licht anzuzünden oder zu betreiben
  • keine offenen Feuerstätten zu errichten oder zu betreiben
  • keine Bodendecken abzubrennen und keine Pflanzen oder Pflanzenreste flächenweise abzusengen
  • keine brennenden oder glimmenden Sachen wegzuwerfen und nicht zu rauchen.

Dies gilt auch für Waldbesitzer, Jäger und alle Personen, die mit Waldarbeiten beschäftigt sind.
(Quelle: Pressemitteilung der Regierung von Oberbayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

IHK ehrt ehrenamtliche Prüfer

IHK ehrt ehrenamtliche Prüfer

RosenheimDie IHK für München und Oberbayern hat 16 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer aus Stadt und Landkreis Rosenheim für ihr langjähriges Engagement innerhalb des beruflichen Bildungssystems ausgezeichnet. Bei einer feierlichen Verleihung in München erhielten sie Ehrennadeln für ihren jeweils zehn- oder zwanzigjährigen Einsatz.

„Die Prüferinnen und Prüfer sind mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und ihrer
Kompetenz das Rückgrat des beruflichen Bildungssystems in der Region“, erklärt
Andreas Bensegger, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim. „Diesem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Prüfungen in der Aus- und
Weiterbildung eine so hohe Qualität haben.
Das sichert den Fachkräftenachwuchs
und damit den weiteren Erfolg unseres Wirtschaftsstandortes.“ Jährlich werden im Kammerbezirk der IHK für München und Oberbayern rund 60.000 IHK-Prüfungen durch knapp 10.000 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer abgenommen. Allein im Jahr 2021 fielen dabei rund 280.000 Prüferstunden in 230 verschiedenen Ausbildungs-, 70 Fortbildungs- und 20 Sach- und Fachkundeprüfungen an. Das Aufgabenspektrum der Prüferinnen und Prüfer umfasst nicht nur die Besetzung der Prüfungsausschüsse und die Beurteilung von Prüfungsleistungen. Auch beim Erstellen von Prüfungsaufgaben oder Überprüfen der Prüfungszulassungen können IHK-Prüferinnen und IHK-Prüfer mitwirken.

Folgende Prüferinnen und Prüfer aus Stadt und Landkreis Rosenheim erhielten eine
Ehrennadel in Gold für ihr 20-jähriges Engagement:
• Kreszentia Artmann
• Heidi Gross
• Anna Herrmann
• Christopher Kastenhuber
• Andreas Klinger
• Anton Maier
• Herbert Reiter
• Michael Schmid

Folgende Prüferinnen und Prüfer aus Stadt und Landkreis Rosenheim erhielten eine
Ehrennadel in Silber für ihr 10-jähriges Engagement:
• Günter Friedlein
• Peter Huber
• Stefan Hühn
• Silvia Hundhammer
• Alois Irger
• Daniela Kautschor
• Birgit Kellermann
• Alfred Stoiber
(Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern / Beitragsbild: IHK, zeigt: Die geehrten Prüferinnen und Prüfer aus Stadt und Landkreis Rosenheim mit IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl (ganz links), Nikolaus Binder (Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Traunstein; Zweiter von links), IHK-Vizepräsident Georg Dettendorfer (Vierter von rechts) und Andreas Bensegger (Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim; Zweiter von rechts)