Lawine reißt Skitourengeher mit

Lawine reißt Skitourengeher mit

Ramsau / Landkries Berchtesgadener Land – Beim Aufstieg zum Steintalhörndl wurden am Samstagnachmittag zwei Skitourengeher aus dem benachbarten Salzburger Land von einer Lawine mitgerissen. Für einen 61-jährigen kam jede Hilfe zu spät. Sein 41-jähriger Begleiter wurde schwer verletzt in ein Klinikum geflogen.

Der Lawinenlagebericht hatte für den Unfalltag Warnstufe 3 – erheblich – ausgegeben. Zu dem Unglück kam es nach den Angaben der Polizei um die Mittagszeit. Die beiden Skitourengeher befanden sich im Aufstieg über das Sittersbachtal auf das 2468 Meter hohe Steintalhörndl. Etwa 150 Meter unterhalb des Gipfels löste sich im sehr steilen Gelände ein Schneebrett und riss die beiden Männer mit sich. Ein Zeuge konnte den 61-jährigen noch vor Eintreffen der Rettungskräfte orten und zum Teil ausgraben. Aber er war schon tot. Der 41-jährige wurde mit schweren Verletzungen in ein Salzburger Krankenhaus geflogen. Die Bergung des Leichnams erfolgte durch die Bergwacht Raumsau, einen Polizeibergführer und einen Polizeihubschrauber.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

„Unsere Stärken ausspielen“

„Unsere Stärken ausspielen“

Landkreis Rosenheim / Region – Nicht nur das gesellschaftliche Leben, auch die politische Arbeit bleibt durch Corona weiterhin eingeschränkt – was die Kreisverbände der Jungen Union (JU) in der Region 18 jedoch nicht davon abhielt, mit einem kraftvollen Auftakt ins neue Jahr zu starten.  Da die traditionelle Klausurtagung auf der Fraueninsel erneut der Pandemie zum Opfer fiel, entschieden sich die JU-Verbände im Südosten Oberbayerns dazu, auf ein virtuelles Format auszuweichen. Zu ihrem digitalen „Kick off 22“ luden sie mit Manfred Weber, dem CSU-Parteivize und Vorsitzenden der Fraktion der Europäischen Volksparteien (EVP) im Europarlament, einen hochkarätigen Gast ein. In seinem Impulsvortrag ging dieser auf die derzeit wichtigsten europapolitischen Fragen und die Lage der CSU ein.

Nach einer Begrüßung durch den JU-Vorsitzenden aus dem Landkreis Rosenheim, Matthias Eggerl, begann Weber seine Ausführung mit dem derzeit brennendsten Thema auf europäischer Ebene, dem schwelenden Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, der sich immer mehr zuspitzt. „Hier gehen die Aggressionen und Provokationen ganz klar von russischer Seite aus“, sagte Weber und kritisierte in diesem Zusammenhang Altkanzler Schröder, der der Ukraine „Säbelrasseln“ vorwarf. „Von solchen Äußerungen sollte sich die SPD schnellstens distanzieren“, forderte Weber. Er zeigte sich zudem enttäuscht von der Bundesregierung: „Mit der Entscheidung, 5000 Helme in die Ukraine zu schicken und das noch als starkes Signal zu feiern, macht sich Deutschland zum Gespött in der ganzen Welt.“

„Kanzler Scholz darf sich
nicht wegducken“

Es gehe um nicht mehr und nicht weniger als um den Frieden in Europa, auch Kanzler Scholz dürfe sich hier nicht wegducken, sondern müsse Stellung beziehen. Weiter beschäftige die EU gerade die Frage, wie eine klimafreundliche Energiegewinnung der Zukunft aussehen kann. Deutschland habe sich entschieden, einen Weg ohne Kohle und Atomkraft zu gehen, das sei eine mögliche Lösung. „Aber andere Länder gehen andere Wege und dies haben wir in Deutschland zu akzeptieren, wir dürfen hier nicht oberlehrerhaft auftreten“, sagte Weber zur Einstufung von Atomstrom als förderwürdige „grüne“ Energieform. „Wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen, dann darf auch das kein Tabu sein, da wir aufgrund des angespannten Verhältnisses zu Russland uns nicht nur auf das Gas verlassen können.“
Im dritten Teil seiner Rede ging Weber auf die Lage der CSU eineinhalb Jahre vor der Landtagswahl ein. Für die CSU gehe es um die Frage, ob sie weiter Regierungspartei bleiben kann. Sollte eine Koalition gegen die CSU möglich sein, so werde diese auch zustande kommen, ist Weber überzeugt. Es gelte daher, jetzt alle Gräben innerhalb der Partei zuzuschütten und die Erfolge voranzustellen. Insbesondere sollte München nicht nur als Gegenspieler der Ampel in Berlin wahrgenommen werden, sondern vor allem mit eigenen Ideen punkten.

„Auf Kernkompetenzen
besinnen“

Damit leitete Michael Mitterer, JU-Chef in Altötting, in die Diskussion über. Zahlreiche Fragen wurden angemeldet. Unter anderem wurde angeregt, die Staatsregierung solle als Reaktion auf den Förderstopp für energetische Sanierungen ein eigenes bayerisches Programm auflegen.  Auch das Selbstverständnis der Europäischen Volkspartei, zu der auch CDU und CSU gehören, nach der Wahlniederlage in Deutschland stand im Fokus. Weber meinte hierzu, dass der Verlust der Kanzlerschaft in Deutschland ein herber Schlag für die EVP gewesen sei. Diese stelle jetzt nur noch fünf von 27 Regierungschefs in Europa. „Wir müssen vor allem innerhalb der EVP wieder enger zusammenarbeiten. Als Volkspartei haben wir eigentlich eine unglaubliche Schlagkraft, die wir nur auszuspielen müssen.“ Weitere Fragen drehten sich um die europaweit unterschiedliche Corona-Politik, die Zukunft des Individualverkehrs und die Finanzpolitik in der EU.
Hannah Lotze, die Kreisvorsitzende aus dem Berchtesgadener Land übernahm schließlich den zweiten Teil der Veranstaltung, in dem intern über die künftige Parteiarbeit und einzelne inhaltliche Fragen diskutiert wurde. Hier konnte die JU auch ihren Bezirksvorsitzenden Josef Rohrmoser begrüßen, der sich spontan zuschaltete. Die JUler sind sich einig, dass die CSU nur dann erfolgreich sein wird, wenn sie sich auf ihre Kernkompetenzen besinnt und mit einem guten Team in die Landtagswahl geht. Personaldiskussionen sind ebenso unangebracht wie Fundamentalopposition in Berlin.
(Quelle: Pressemitteilung der Jungen Union Rosenheim-Land / Beitragsbild: Matthias Eggerl)

Wetter-Warnung für Bayern

Wetter-Warnung für Bayern

Rosenheim / Landkreis / Region / Bayern – Noch ist alles ruhig bei uns in der Region Rosenheim, wie auch dieses Bild aus Wildenwart mit Blick auf die Kirche Christkönig zeigt. Aber das könnte sich im Laufe des Tages ändern. Aktuell warnt der Deutsche Wetterdienst ab 18 Uhr vor Sturmböen. Auch für viele andere Regionen liegt mittlerweile eine amtliche Warnung vor.
(Beitragsbild: Anton Hötzelsperger von samerberger-nachrichten.de)

Günter Zellner im Amt bestätigt

Günter Zellner im Amt bestätigt

Rosenheim / OberbayernIm Rahmen der 22. Ordentlichen Bezirkskonferenz des DGB Bayern in Würzburg haben die Delegierten der acht DGB Mitgliedsgewerkschaften Günter Zellner in seinem Amt als Regionsgeschäftsführer des DGB Oberbayern für weitere vier Jahre bestätigt. Zellner, der 89 Prozent der Stimmen erhielt, führt seit zehn Jahren den DGB in Oberbayern. „Das Wahlergebnis ist für mich ein großer Vertrauensbeweis“ so Günter Zellner.

Zellner sagte nach der Wahl: „In den nächsten Jahren stehen wir in der DGB Region Oberbayern vor großen Herausforderungen. Es gilt den Strukturwandel in der Wirtschaft, der durch den Weg hin zur Klimaneutralität und durch die fortschreitende Digitalisierung entsteht, im Sinne der Beschäftigten sozial zu gestallten. Wir müssen regional mehr Weiterbildung und Qualifizierung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erreichen.“
Auch der Einsatz für mehr Demokratie, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt ist Ziel der DGB Arbeit in Oberbayern. Gerade die aktuellen Versuche von rechtsextremen Organisationen und Parteien, unsere Gesellschaft zu Spalten und unsere Demokratie zu beschädigen, treffen auf den Widerstand der Gewerkschaften.

Der neu gewählte Vorsitzende des DGB Bayern, Bernhard Stiedl, gratuliert zur Wahl: „Die Wiederwahl von Günter Zellner ist ein Beleg für die hervorragende Arbeit, die er seit vielen Jahren in Oberbayern leistet. Gerade die Arbeit des DGB in den Regionen wird immer wichtiger. Die Transformation der Arbeitswelt und die Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge findet vor Ort in den Betrieben, Verwaltungen und Einrichtungen statt. Dort müssen wir Lösungsansätze entwickeln, um den Wandel und die Zukunftssicherung im Sinne der Beschäftigten zu gestalten. Ich freue mich, in den kommenden Jahren diese Aufgabe mit den Regionsgeschäftsführer*innen und den Mitgliedsgewerkschaften anzugehen.“
Weitere Informationen zur 22. Ordentlichen Bezirkskonferenz des DGB Bayern finden Sie unter https://bayern.dgb.de/bezirkskonferenz2022.
(Quelle: Pressemitteilung DGB / Beitragsbild: Copyright: Werner Bachmeier)

 

 

Die Meisen sind zurück

Die Meisen sind zurück

Hilpoltstein / Bayern – Die Meisen sind zurück, der Buntspecht ist in jedem zweiten bayerischen Garten zu Gast und der Spatz ist wieder Spitzenreiter – das ist das Ergebnis der „Stunde der Wintervögel 2022“ von LBV und NABU.

Insgesamt haben die über 34.300 bayerischen Teilnehmer aus mehr als 24.100 Gärten knapp 802.400 Vögel während des verlängerten Dreikönigswochenendes gezählt und dem LBV gemeldet. Das ist die zweitbeste Teilnahme in der 17-jährigen Geschichte der Mitmachaktion nach der Rekordbeteilung von 40.4000 Teilnehmern während des Corona-Lockdowns im vergangenen Jahr. „Die zahlreichen Meldungen geben uns einen guten Überblick über die tpyische Vogelwelt in bayerischen Gärten im Winter“, so Dr. Angelika Nelson, LBV-Biologin.

Anzahl der Vögel
ist rückläufig

Im Schnitt wurden diesmal 33 Vögel pro Garten gmeldet. Damit würden die Teilnehmer der MItmachaktion rund zehn Vögel weniger als noch vor zehn Jahren in ihren Gärten sehen: Der kontinuierliche Rückgang der Anzahl von Vögeln ist auch durch wissenschaftliche Studien und Monitoring-Programme belegt.“

Den Spitzenplatz bei der „Stunde der Wintervögel“ belegt zum vierten Mal in Folge der Haussperling. In jedem zweiten Garten wurden durchschnittlich fünf Spatzen gezählt. Dass es dem Spatz in Bayern gut geht, könne man daraus jedoch nicht schließen: „Vor allem in großen Städten sucht der gesellige kleine Vogel oft vergeblich nach geeigneten Brutplätzen in großer Zahl, ausreichend Nahrung und Versteckmöglichkeiten wie Büschen oder Hecken“, so die LBV-Biologin.

Niedrigste Haussperlings-Dichte
in München

München mit durchschnittlich nicht einmal einem Spatz pro Zählort hat die niedrigste Haussperlings-Dichte im bundesweiten Vergleich. Bayernweit am wohlsten fühlt sich der kleine Vogel in den drei Landkreisen Kitzingen, Schweinfuhrt und Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim.

Bestand der Blaumeisen
hat sich erholt

Das Endergebnis der Mitmachaktion zeigt auch, dass die häufigsten Wintervögel hierzulande die Amsel und die Kohlmeise sind. Sie wurden in 9 von 10 Gärten beobachtet. „Der Bestand der Amseln scheint sich seit dem Einbruch im Jahr 2018,der wohl auf Todesfälle durch das Usutu-Virus zurückgeht, weiterhin zu erholen“, freut sich Angelika Nelson. Neben der Kohlmeise sei auch ihre kleinere Verwandte, die Blaumeise, im Vergleich zum Vorjahr wieder in ihrer üblichen Anzahl aus den Gärten gemeldet worden. Der Bestandseinbruch aus 2021 kann aus Sicht des LBV verschiedene Ursachen gehabt haben: „Das Bakterium Suttonella ornithocola löste im Frühling 2020 in weiten Teilen Deutschlands eine Epidemie bei kleinen Meisenarten aus und führte zu teils starken Abnahmen in manchen Populationen. Diese sind aber scheinbar wirder erfolgreich ausgeglichen“, so Angelika Nelson.

Überraschend viele Meldungen
von Buntspechten

Überraschend viele Meldungen seien heuer vom Buntspecht eingegangen. Er sei in fast jedem zweiten Garten gesichtet worden. Dies könne an dem reichlichen Angebot an den Futterhäuschen im Siedlungsraum liegen oder an einem Nahrungsmangel im Wald. Ähnliche jährliche Bestandsschwankungen seien bei Eichelhäher und Kleiber, zwei weiteren Waldvogelarten, zu erkennen.

Regionale
Unterschiede

Die meisten Vögel bekamen mit knapp 40 gefiederten Gästen pro Garten die Teilnehmer in Niederbayern zu sehen, gefolgt von 36 Vögel pro Garten in der Oberpfalz. Die Teilnehmer in den am dichtesten besiedelten Regierungsbezirken Bayerns – Mittelfranken und Oberbayern – zählen – laut Ergebnis –  im Schnitt pro Garten weniger gefiederte Gäste als andere bayerische Vogelfreunde.

Hier das Gesamtergebnis Bayern im Überblick:
Platz 1: Haussperling
Platz 2: Kohlmeise
Platz 3 Feldsperling
Platz 4: Amsel
Platz 5: Blaumeise
Platz 6: Buchfink
Platz 7: Grünfink
Platz 8: Elster
Platz 9: Buntspecht
Platz10: Rabenkrähe
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: re)

Für unsere kleinen Leser hier noch ein Basteltipp -Vogel-Futterhaus aus Milchtüten:

Bereits zahlreiche Unfälle wegen Schnee

Bereits zahlreiche Unfälle wegen Schnee

Rosenheim / Landkreis / Oberbayern Süd – Die einsetzenden Schneefälle haben am heutigen Donnerstagabend bereits im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zu zahlreichen Verkehrsunfällen und Verkehrsbehinderungen geführt, weil Straßen teilweise spiegelglatt sind – meldet aktuell das Polizeipräsidium Oberbayern Süd.
Die Polizei rät derzeit dazu, Fahrten mit dem PKW oder LKW in den nächsten Stunden zu vermeiden, die nicht unbedingt notwendig sind.
Die BAB A8 bei Grabenstätt in Fahrtrichtung Salzburg ist derzeit gesperrt und auf zahlreichen Straßen ist nur Schrittgeschwindigkeit möglich.
Die meisten Unfälle verliefen glücklicherweise mit Blechschäden vergleisweise glimpflich, meldet die Polizei.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto: re)