Bundespolizei übt am Bahnhof Rosenheim  – Beeinträchtigungen möglich

Bundespolizei übt am Bahnhof Rosenheim – Beeinträchtigungen möglich

Rosenheim – Nicht wundern, wenn das Polizeiaufgebot am Rosenheimer Bahnhof heute und morgen, 20. und 21. März 2024, groß ist: Dort findet aktuell eine Einsatzübung statt.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Am Mittwoch und Donnerstag (20./21. März 2024) führt die Bundespolizei am Bahnhof in Rosenheim eine Übung durch. Hieran werden rund 200 Beamtinnen und Beamte teilnehmen. Geübt werden polizeiliche Maßnahmen, wie etwa Festnahmen und Durchsuchungen von Personen.

Im Verlauf der Übung werden an den Vor- und Nachmittagen an den Bahnsteigen 6 und 7 sowie in ausgewiesenen Teilen der Bahnhofsunterführung verschiedene polizeiliche Eingriffsmaßnahmen trainiert. Seitens der Bayerischen Regiobahn (BRB) wird an einem der betreffenden Bahnsteige ein Zug zu Übungszwecken bereitgestellt.

Im Umfeld des von der Klepperstraße aus zu erreichenden Zugangs zur Bahnhofsunterführung sind Absperrungen erforderlich, um einen reibungslosen Übungsverlauf zu gewährleisten. Dies betrifft insbesondere den Taxi-Standplatz Klepperpark sowie daran angrenzende Bereiche. Während der An- beziehungsweise Abfahrt der Einsatzfahrzeuge kann es ferner in der Klepperstraße auf Höhe des Bahnhofs zu kurzzeitigen Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommen. Der Bahnverkehr selbst wird durch die Übung nicht eingeschränkt. Lediglich die planmäßig auf den Gleisen 6 und 7 verkehrenden Züge werden an anderen Gleisen ein- oder abfahren. Insofern wird empfohlen, die Anzeigetafeln am Bahnhof Rosenheim zu beachten.
Die Bundespolizei bittet die Bevölkerung und Reisende angesichts möglicher temporärer Beeinträchtigungen am Bahnhof Rosenheim und im direkten Umfeld um Verständnis.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Organisationsübergreifende „Winter-Rettungsübung“ der Feuerwehr

Organisationsübergreifende „Winter-Rettungsübung“ der Feuerwehr

Tittmoning / Landkreis Traunstein – Spannender Übungsabend für die Feuerwehren Tittmoning und Kirchheim. Zusammen mit der Wasserwacht Tengling-Törring trainierten sie bei frostigen Temperaturen die Personenrettung auf dem Leitgeringer See.

Mit den frostigen Temperaturen haben sich an vielen kleineren Gewässern mittlerweile Eisschichten gebildet. Da eine Mindesteisstärke von 15 beziehungsweise 20 Zentimeter für eine ausreichende Traglast vielerorts noch nicht erreicht ist, könnte das Betreten von Eisflächen trügerisch sein und dazu führen, dass man einbricht und auf sofortige Hilfe angewiesen ist. Den Ablauf einer Eisrettung haben kürzlich die Feuerwehren Kirchheim und Tittmoning sowie die Wasserwacht Tengling-Törring am Leitgeringer See trainiert.
„Bei Einsätzen mit Personen im Eiswasser kommt es auf jede Minute an, da man darin extrem schnell auskühlt“, erklärt Tittmonings Kommandant Erwin Hirschpoltner und ergänzt, „deshalb ist die Zusammenarbeit der beteiligten Retter in diesen Fall besonders wichtig“. Da es Feuerwehren in fast allen Orten gibt, sind diese meist als erstes zur Stelle, um erste Maßnahmen zur Menschenrettung einzuleiten. Die Wasserrettungseinheiten verfügen darüber hinaus über spezielle Ausrüstung zur „Eisrettung“ und sind zur Durchführung der Rettung einer Person aus dem Wasser bestens ausgebildet.
Auf Einladung der Wasserwacht trafen sich 25 Feuerwehrleute aus Kirchheim und Tittmoning und sechs Mitglieder der Wasserwacht zudieser Übung am Leitgeringer See. Wolfgang Deinböck, der stellvertretende technische Leiter der Wasserwacht Tengling-Törring hatte die Übungseinheit ausgearbeitet und führte durch den Abend. In einer kurzen Theorieeinheit wurde den Rettern der Ablauf und die Besonderheiten bei Rettung von Personen aus dem Eis nähergebracht. Darüber hinaus wurden Gefahren und Maßnahmen der Ersten Hilfe thematisiert.
Da es für diese Einsätze nicht nur einen „goldenen Weg“ gibt, wurden im Praxisteil verschiedene Szenarien mit unterschiedlichen Hilfsmitteln trainiert.

Zusammenarbeit ist Wichtig 

Einen Schwerpunkt des Übungsabends bildete dabei die Zusammenarbeit von Feuerwehr und Wasserwacht. Die Helfer brachten dazu einen aufblasbaren Rettungsschlitten zum Einsatz, mit dem sich ein Helfer der Wasserwacht vorsichtig über das Eis bis zur verunfallten Person vortasten. Da der Eigenschutz der ehrenamtlichen Helfer höchste Priorität genießt, wurde der Retter mittels Seile von den Feuerwehrleuten gesichert. Nachdem der Eingebrochene, ein Mitglied der Wasserwacht in Neoprenanzug erfolgreich auf den Schlitten gehievt war, wurden beide samt den Schlitten von den Kräften an Land zurück ans Ufer gezogen.
Da bei Einsätzen in der Regel die Feuerwehren als erstes vor Ort sind, galt der zweite Übungsschwerpunkt des Abends der Personenrettung mit Gerätschaften, die auf den Fahrzeugen der Feuerwehr mitgeführt werden. Dabei haben die Feuerwehrleute unter anderem tragbare Leitern zum Einsatz gebracht, da diese, ähnlich wie der Eisrettungsschlitten, die punktuelle Belastung auf die Eisfläche reduzieren. Gesichert mit Leinen und ausgestattet mit Schwimmwesten trainierten die Einsatzkräfte so die Fortbewegung auf der Eisfläche. Zum Festhalten für die eingebrochene Person testeten die Aktiven verschiedene Möglichkeiten wie Besenstile oder Einreißhacken, die ebenfalls zur Standardbeladung eines Feuerwehrfahrzeugs gehören.
Im Anschluss an die zweistündige Übungseinheit kamen alle Beteiligten im Feuerwehrhaus in Tittmoning zum Aufwärmen zusammen. Sie nutzen die Möglichkeit zu Erfahrungsaustausch und konnten sich mit wärmenden Getränken stärken. „Ich danke den Mitgliedern der Wasserwacht Tengling-Törring für die Durchführung dieses lehrreichen Übungsabends, bei dem wir alle viel gelernt haben“, so Erwin Hirschpoltner bei der Nachberechnung und ergänzt, „ich hoffe natürlich, dass wir dieses Wissen nie zur Anwendung bringen müssen, wenngleich ich nun weiß, dass wir gut vorbereitet sind“.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Übung: „Person in Eis eingebrochen“

Übung: „Person in Eis eingebrochen“

Übersee / Landkreis Traunstein – Aktive der Feuerwehr Übersee übten kürzlich das Vorgehen bei Unfällen, bei denen sich Menschen auf zugefrorene Wasserflächen begeben und dann einbrechen, und retteten eine „Übungspuppe“ aus einem Gewässer nahe des Osterbuchbergs.

Dabei kam unter anderem ein spezieller Rettungsschlitten zum Einsatz, der speziell für diese Situationen konzipiert wurde und bei Rettungsaktionen am Gewässer wertvolle Dienste leistet. Achtung: Derzeit reicht die Eisdicke auf den Gewässern in der Region meist noch nicht aus, um sicher betreten werden zu können.
Die Übung fand an einem teilweise zugefrorenen Weiher unterhalb des Osterbuchergs statt. Die Übung, die von Michael Stefanutti vorbereitet wurde, begann mit einer kurzen theoretischen Schulungseinheit im Feuerwehrhaus, bei der die Teilnehmer auf die spezifischen Gefahren und Techniken im Bereich der Eisrettung vorbereitet wurden.
Im Anschluss begaben sich die 14 Übungsteilnehmer zu den Weihern unterhalb des Osterbuchbergs, um das Gelernte in einer Praxisübung umzusetzen. Dabei kam ein schwimmfähiger Rettungsschlitten (X-Sled) zum Einsatz, der die Menschenrettung aus dem eisigen Wasser deutlich erleichtert. Zwei Feuerwehrleute, ausgestattet mit einem Neoprenanzug und gesichert mit Rettungsleine und Schwimmweste, machten sich auf den Weg zu der eingebrochenen Person, die durch eine Übungspuppe simuliert wurde. Mit vereinten Kräften zog man den „Verunfallten“ aus dem eisigen Wasser und brachte ihn anschließend ans sichere Ufer.

Unterschiedliche Techniken getestet

Sie nutzten den Übungsabend auch dazu, um verschiedene Techniken zur Eisrettung zu testen und sich mit den unterschiedlichen Ausrüstungsgegenständen unter „realen“ Bedingungen vertraut zu machen. Darunter fiel auch das sogenannte „Spineboard“, ein Rettungsbrett aus Kunststoff, dass als Hilfsmittel zur Rettung von Personen eingesetzt werden kann. Der Neoprenanzug schützt die Einsatzkräfte vor Kälte beziehungsweise einem zu raschen Auskühlen des Körpers. Das Material wirkt wie eine Dämmschicht und bietet dennoch eine maximale Beweglichkeit für den Träger des Anzugs. Die Floriansjünger aus Übersee hoffen natürlich, dass die Technik nicht zum Einsatz kommen muss, dennoch ist es aus ihrer Sicht wichtig, auf mögliche Ernstfälle bestmöglich vorbereitet zu sein.
Bei der Übung war nicht nur eine große Portion an körperlicher Fitness erforderlich, sondern auch ein „kühler Kopf von Nöten“, damit man die erforderlichen Maßnahmen schnell und koordiniert einleitet. Bedingt durch das flächendeckende Netz der Feuerwehren sind die Floriansjünger meist als erstes vor Ort und müssen lebensrettende Maßnahmen einleiten. Grundsätzlich sind für die Menschenrettung auf Gewässern die Wasserrettungseinheiten wie die Wasserwacht oder die DLRG zuständig.
Die Feuerwehren sind in vielen Fällen innerhalb von zehn Minuten an allen zugänglichen Einsatzstellen. „Deshalb sind sie insbesondere in der Erstphase mit der Einleitung von lebensrettenden Maßnahmen gefordert“, sagt Thomas Schmelz von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein. Bei tieferen stehenden Gewässern sollte die Eisdecke mindestens 15 Zentimeter betragen, ehe man diese besteigt, bei Fließgewässern werden mindestens 20 Zentimeter Eisdicke empfohlen. „Dies Dicke haben sicherlich erst ganz wenige Gewässer in der Region erreicht“, so die Einschätzung von Thomas Schmelz.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Wolfgang Gasser, Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Spektakuläre Jahresabschlussübung in Almau

Spektakuläre Jahresabschlussübung in Almau

Übersee / Landkreis Traunstein – Vor wenigen Tagen wurde eine Einsatzübung im Bereich des Achendammes bei Übersee abgehalten. Die Verantwortlichen der Feuerwehr Übersee haben sich als „Jahresabschlussübung“ eine besondere Herausforderung ausgedacht.

Bei einem angenommenen Forstunfall wurden mehrere Personen verletzt und mussten mit technischem Gerät gerettet werden. Dabei wurden die Floriansjünger von den Aktiven des Technischen Hilfswerk (THW) Traunstein unterstützt, die in die Rettungsarbeiten eingebunden waren.
Für die Vorbereitungen zeigte sich der stellvertretende Überseer Kommandant Michael Stefanutti verantwortlich. In der „Übungsalarmierung“ wurde bekannt gegeben, dass sich im Bereich des Achendammes bei Almau ein Forstunfall zugetragen haben soll, bei dem ein Anhänger umgestürzt ist und mehrere Arbeiter unter sich begraben haben soll. Zusätzlich wurde eine weitere Peron in diesem Bereich vermisst. Angenommen wurde, dass der „Rücke Anhänger“ falsch beladen wurde und infolgedessen umstürzte.
Unmittelbar nach Eintreffen der Rettungskräfte am Schadensort und der Erkundung durch den Einsatzleiter Florian Egart wurden zwei Schwerpunkte der Rettung festgelegt. Die Mitglieder des THWs übernahmen unter der Leitung ihres Zugführers Markus Eisenreich die Personensuche und die Absicherung des umgestürzten Anhängers samt den umherliegenden Baumstämmen. Innerhalb weniger Minuten ist es somit gelungen, dass die abgängige Person gefunden und von den Einsatzkräften einer medizinischen Erstversorgung zugeführt werden konnte. Die Helfer der Feuerwehr kümmerten sich unterdessen um die Rettung und Versorgung der eingeklemmten Personen.

Anspruchsvolle Aufgabe für die Rettungskräfte 

Die räumlich beengte Situation am Achendamm sowie die schwierigen Bedingungen durch Matsch und Schnee stellten die Rettungskräfte vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Dennoch gelang es den Helfern durch den Einsatz von Greifzügen, Spanngurten, Hebekissen, einer Büffelwinde sowie durch gezielte Schnitte mit der Motorsäge, die Personen zügig aus ihrer misslichen Lage zu befreien. „Die reibungslose Zusammenarbeit zwischen THW und Feuerwehr wurde in diesem Szenario besonders deutlich und stellt eine wichtige Erfahrung für zukünftige Einsätze dar“, so Florian Egart nach der Übung im Gespräch mit Thomas Schmelz von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein.
Bei der anschließenden Übungsnachbesprechung betonte Michael Stefanutti „die Zusammenarbeit mit dem THW ist für uns nicht neu, denn in den vergangenen Jahren haben wir bereits mehrere Großschadenslagen gemeinsam bewältigt. Dies waren mehrere Unwetter- und Hochwasserlagen sowie die extreme Schneelage im Jahr 2019“. Ebenso dankte er dem Helfern Johann Maier, Markus Ebner und Peter Stöger, die die „Unfallfahrzeuge“ zur Verfügung gestellt haben und beim Aufbau des Szenerios einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Übung beigetragen haben. Den Abschluss des Übungsabends bildete eine gemeinsame Brotzeit im Feuerwehrhaus.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Landkreisübergreifende Großbrandübung bei Kirchanschöring

Landkreisübergreifende Großbrandübung bei Kirchanschöring

Kirchanschöring / Landkreis Traunstein – In Kirchanschöring gab es eine groß angelegte Einsatzübung. Zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis Traunstein und dem Berchtesgadener Land nahmen teil.

„Übung! Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Eschelbach! Übung!“, so lautete die Durchsage vom zuständigen Kreisbrandmeister Hans Heinrich am Sprechfunk, um die Feuerwehr Kirchanschöring sowie Wehren aus dem Umkreis zu alarmieren. Hintergrund war eine großangelegte Einsatzübung in dem Weiler Eschelbach in der Gemeinde Kirchanschöring. Ausgearbeitet wurde das Szenario durch den Feuerwehrkommandanten Johann Kirchhofer, der vor Ort auch die Einsatzleitung übernommen hatte. Rund 150 Floriansjünger aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land beteiligten sich an der Aufgabenstellung und hatten unter anderem alle Hände voll zu tun, damit genügend Löschwasser zur Verfügung stand.

Fragestellung: Reicht das Löschwasser?

„Neben der eigentlichen Brandbekämpfung wollten wir auch Erkenntnisse über die Löschwasserversorgung gewinnen“, so der Kirchanschöringer Feuerwehrchef im Gespräch mit Thomas Pfeffer von Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein und ergänzt, „das Hydrantennetz allein hätte für ein Feuer in dieser Dimension sicher nicht ausgereicht und daher haben wir einen sogenannten Pendelverkehr mit Tankfahrzeugen in das Szenario eingebaut“. Um eine realistische Einsatzlage darzustellen, wurde die gesamte Einsatzstelle mittels ungefährlichem Übungsrauch vernebelt.
Nach dem Eintreffen des Einsatzleitfahrzeuges der Kirchanschöringer Feuerwehr mussten sich die Führungskräfte zunächst einen Überblick über das genaue Ausmaß verschaffen.
Da zwei Personen vermisst wurden, konzentrierten sich zunächst zahlreiche Atemschutztrupps darauf, die Personen in der weitläufigen Stallung zu finden. Gleichzeitig wurden Maßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung des angenommen Brandes auf das angrenzende Wohnhaus zu verhindern. Außerdem wurde eine umfangreiche Brandbekämpfung über die beiden Drehleitern der Feuerwehren Laufen und Fridolfing eingeleitet, die die „Bodentruppen“ mittels Wasserwerfer unterstützen.

Test eines sogenannten Pendelverkehrs

Ein zentrales Element der Übung bildete der Pendelverkehr mit Löschfahrzeugen, der das benötigte Wasser von einer Wasserentnahmestelle im Nachbarort Kulbing an die Übungsstelle brachte. Dabei kam der 8.000 Liter fassende Abrollbehälter „Wasser“ aus Laufen zum Einsatz, der als Wasserpuffer an der Übungsstelle diente. „Wenn man Wasser über eine größere Distanz transportieren möchte, dann muss man zwischen einer langen Schlauchstrecke oder einem Wassertransport mittels Fahrzeuge abwägen und es bedarf einer gründlichen Planung“, erklärt Johann Kirchhofer.
Dabei müssen in erster Linie die Führungskräfte Überlegungen anstellen, wie weit die Wasserentnahmestelle von vom Einsatzort entfernt ist, wie hoch die benötigte Wassermenge ist, über welchen Zeitraum die Förderung benötigt wird und ob die Fahrstrecke für die großen Feuerwehrfahrzeuge geeignet ist. „In die Planungen muss man auch die Möglichkeit eines Einbahnstraßenverkehrs einbeziehen und personelle Ressourcen wie Lotsendienste bedenken“, so Alexander Heide, der sich im Kreisfeuerwehrverband Traunstein schwerpunktmäßig um die „Wasserförderung über lange Wegstrecken“ kümmert und bei der Übung als Abschnittsleiter „Wasserversorgung“ eingesetzt war.

Premiere für das nagelneue Einsatzfahrzeug aus Leobendorf

Rund 150 Einsatzkräfte mit 21 Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehren aus Kirchanschöring, Lampoding, Leobendorf, Laufen, Fridolfing, Petting, Saaldorf, Surheim, Pietling, Weildorf und der Unterstützungsgruppe der Örtlichen Einsatzleitung (UG-UEÖL) des Landkreises Traunstein waren bei der Übung eingesetzt. Von der Kreisbrandinspektion Traunstein waren Kreisbrandrat Christof Grundner, sowie der für das Gebiet zuständige Kreisbrandinspektor Günter Wambach und die beiden Kreisbrandmeister Hans Heinrich und Georg Fleischer vor Ort. Thomas Pfeffer und Hubert Hobmaier von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes begleiteten den Einsatz medial und standen für eine eventuelle Pressebetreuung von Journalisten zur Verfügung. Premiere feierten dabei die Floriansjünger aus Leobendorf. Ihr nagelneues Mittleres Löschfahrzeug hatte bei der Einsatzübung seinen ersten Einsatz – „alles super gelaufen“, so die einhellige Meinung der Aktiven.
Im Anschluss an die Rettung der beiden vermissten Personen sowie der erfolgreichen Belüftung des Gebäudes mittels Hochleistungslüftern zogen die Verantwortlichen „vor versammelter Mannschaft“ in der Übungsnachbesprechung ein erstes Fazit. „Der Übungsablauf darf als erfolgreich bewertet werden und die eingesetzten Kräfte leisteten eine hervorragende Arbeit“, freute Johann Kirchhofer. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen im Nachgang genauestens analysiert werden und zukünftig in die Objektplanung einfließen. Kreisbrandrat Christof Grundner sprach seinen Dank an alle Teilnehmer der landkreisübergreifenden Übung aus, ehe die Mitwirkenden auf Einladung der Gemeinde Kirchanschöring zu einer gemeinsamen Brotzeit übergingen.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Die Feuerwehr Kirchanschöring hatte zu einer landkreisübergreifenden Übung geladen, Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Einsatzübung mit mehreren Überraschungen

Einsatzübung mit mehreren Überraschungen

Tittmoning / Kirchheim / Landkreis Rosenheim –  Wie sich aus einer Standardalarmierung zu einem „gewöhnlichen Verkehrsunfall“ eine fordernde Übung für Feuerwehr und Rettungsdienst entwickeln kann, wurde bei einem interessanten Szenario für die 50 Rettungskräfte in Kirchheim bei Tittmoning deutlich.

Ein angenommener Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge bildete die Kernaufgabe der gemeinsamen Einsatzübung zwischen den Freiwilligen Feuerwehren Kirchheim und Tittmoning sowie des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) aus Tittmoning und Fridolfing. Bei dem angenommenen Unfall mussten insgesamt elf verletze Personen gerettet, betreut und mitunter medizinisch versorgt werden. Für realitätsgetreue Verletzungsmuster unter den „Schauspielern“ sorgten die Mitglieder der Notfalldarstellung des BRK. Insgesamt waren rund 70 Frauen und Männer an der Übung beteiligt.
„Die gemeinsamen Vorbereitungsarbeiten für dieses aufwendige Szenario haben wir bereits in den Nachmittagsstunden gestartet“, informiert Kommandant Erwin Hirschpoltner von der Feuerwehr Tittmoning im Gespräch mit Thomas Pfeffer von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein und ergänzt, „dass die beiden Unfallfahrzeuge platziert sowie die Verletztendarsteller geschminkt und eingewiesen werden mussten“. In den Abendstunden wurde dann zunächst die Feuerwehr Kirchheim und ein Rettungswagen der Schnellen Einsatzgruppe (SEG) des BRK Tittmoning zu einem „THL 1 Verkehrsunfall – Lage Unklar“ auf die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hainach und Wies alarmiert.
Bereits während Anfahrt der ersten Kräfte wurde das Stichwort auf „Technische Hilfeleistung 3, Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person“ erhöht. Dies bedeutete eine Nachalarmierung der Feuerwehr Tittmoning sowie zweier weiterer Einsatzfahrzeuge der SEG Fridolfing und Tittmoning. „Als die ersten Kräfte an der Unfallstelle eintrafen, fanden die Retter neben mehreren aufgebrachten und teilweise betreuungspflichtigen Ersthelfern zwei verunfallte PKWs vor“, schildert der stellvertretende Kommandant Christoph Thalbauer von der Feuerwehr Kirchheim. „In einem PKW waren von den vier Insassen zwei eingeklemmt, zwei weitere lediglich im Innenraum eingeschlossen. Der zweite PKW lag in einigen Metern Entfernung seitlich neben der Fahrbahn. In diesem befanden sich augenscheinlich zwei Verletzte“, so Christoph Thalbauer.
Somit waren die Retter schon in dieser frühen Phase der Übung mit insgesamt neun Personen sowie unterschiedlichen Verletzungsgranden konfrontiert und mussten zeitgleich die die Rettung der eingeklemmten und eingeschlossenen Personen einleiten. Nach einer kurzen Absprache unter den Führungskräften konzentrierte sich die Aktiven aus Kirchheim auf den Aufbau einer Einsatzleitung und die Koordinierung des eingesetzten Personals. Außerdem zeigten sie sich für die Sicherung des seitlich liegenden Fahrzeuges sowie die Rettung der darin befindlichen Personen zuständig.

Plötzlich mehr Verletzte als gedacht

Die Floriansjünger aus Tittmoning starteten gleichzeitig mit der Rettung der eingeklemmten Personen aus dem zweiten Unfallfahrzeug. Dabei galt es, einen Insassen aufgrund der Schwere der Verletzungen so schnell wie möglich sowie die weitere Person besonders schonend aus dem Unfallwrack zu retten. Bis zu ihrer Rettung mussten die beiden weiteren Mitfahrer vom Einsatzpersonal auf der Rücksitzbank betreuet werden.
Während der laufenden Rettungsarbeiten wurde plötzlich bekannt, dass sich im zweiten PKW zum Unfallzeitpunkt ebenfalls vier Personen befunden haben, die auf Grund der Wucht des Aufpralls aus dem PKW geschleudert wurden. Diese Information führte dazu, dass die gesamte Umgebung abgesucht werden musste. Innerhalb kurzer Zeit konnten durch die Rettungskräfte zwei weitere, schwer verletzte Personen, aufgefunden und der medizinischen Erstversorgung zugeführt werden.
Nach rund einer Stunde waren alle Aufgaben gemeistert und die Einsatzleitung konnte „alle Verletzten befreit und dem Rettungsdienst übergeben“, melden. Als Übungsbeobachter waren Vertreter der Feuerwehr Törring sowie des Roten Kreuzes vor Ort, die im Anschluss an die Übung die Abläufe zusammenfassten und ein erstes Übungsfeedback gaben. Neben dem 1. Bürgermeister der Stadt Tittmoning, Andreas Bratzdrum, war auch der Feuerwehrreferent der Stadt Tittmoning, Karlheinz Berreiter, war vor Ort, um die Arbeiten der Helfer zu verfolgen.
Bei der Nachbesprechung am Tittmoninger Feuerwehrhaus bedankten sich Christoph Thalbauer, Andreas Glöckner und Erwin Hirschpoltner als Organisatoren der Übung bei allen Mitwirkenden. Ein „dickes Vergelt´s Gott“ sprachen sie dabei Familie Mayer aus Wies für die Unterstützung bei der Durchführung der Übung aus. Lobende Worte fanden die Verantwortlichen auch für Barbara Horak sowie für das gesamte Team der Notfalldarstellung für die realitätsgetreue Darstellung der verletzten Personen.
„Es ist beruhigend wissen, dass die Mannschaft ruhig und sicher und nicht zuletzt sehr professionell sämtliche Herausforderungen gemeistert hat“, so der Tittmoninger Feuerwehrchef. Für Christoph Thalbauer von der Feuerwehr Kirchheim freute sich insbesondere über die eingespielte Zusammenarbeit der beiden Feuerwehren sowie dem Rettungsdienst. Nach Abschluss der sehr lehrreichen und interessanten, aber auch fordernden Übung folgte für die Teilnehmer der „gesellige Teil“ in Form eines gemeinsamen Kameradschaftsabends.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright  Kreisfeuerwehrverband Traunstein )