„Aus is und gar is“ – Herbstfest Rosenheim 2025 geht friedlich zu Ende

„Aus is und gar is“ – Herbstfest Rosenheim 2025 geht friedlich zu Ende

Rosenheim – Mit einem letzten sonnigen Spätnachmittag ging am gestrigen Sonntag (14.9.2025)  das Rosenheimer Herbstfest 2025 zu Ende. Vormittags noch Regen und graue Stimmung, später dann goldenes Licht und warme Temperaturen – perfektes Wiesn-Finale also. Entsprechend groß war der Andrang auf dem Festplatz, bevor es nun wieder heißt: Zelte abbauen, Fahrgeschäfte einpacken.

Wiesn-Abschluss 2025. Foto: Innpuls.me

Auch das Riesenrad drehte am gestrigen Sonntag seine letzten Runden in Rosenheim – erst bei Regen, dann bei Sonnenschein. Fotos: Innpuls.me

Auch die Polizei zieht ein positives Fazit der zwei Herbstfestwochen. „Stark präsent, beherzt konsequent – so konnten wir den Rosenheimerinnen und Rosenheimern einen sicheren Wiesnbesuch ermöglichen“, betonen Polizeidirektor Volker Klarner und Erster Polizeihauptkommissar Robert Maurer in ihrer abschließenden Wiesn-Blaulichtmeldung.

Und auch die prachtvollen Brauerei-Gespanne waren noch einmal im Einsatz.

Mehr Wiesnverbote, weniger Körperverletzungen

Die Beamten hatten vor allem an den Wochenenden gut zu tun. 116 Wiesnverbote wurden ausgesprochen – deutlich mehr als im Vorjahr (77). Bei den Körperverletzungsdelikten dagegen ist ein Rückgang zu verzeichnen: 16 Anzeigen (2024: 19), allesamt ohne schwere Verletzungen.

Taschendiebe und Fahrräder im Visier

18 Eigentumsdelikte (2024: 14) wurden gemeldet, darunter gestohlene Handys und Geldbörsen. Rund die Hälfte betrifft Fahrraddiebstähle. Videoüberwachung und Prävention sorgten dafür, dass die Zahlen dennoch niedrig blieben.

Mehr Festnahmen – aber insgesamt friedlich

Elf Besucher mussten in Gewahrsam genommen werden (2024: 7). Auffällig: Sechs Beleidigungen und 16 Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr, allerdings ohne schwerwiegende Folgen.

Jugendliche im Fokus

Gemeinsam mit dem Jugendamt kontrollierte die Polizei den Konsum von Alkohol, Drogen und Tabak. Knapp 120 Kinder und Jugendliche (2024: 90) wurden beim Rauchen erwischt, mehr als die Hälfte davon mit E-Zigaretten. Vereinzelt wurde auch Cannabis festgestellt. Positiv: Alkohol wurde an den bekannten Treffpunkten kaum mehr offen konsumiert.

Verkehr und Abschleppaktionen

Neun Autofahrer wurden mit Alkohol oder Drogen am Steuer aus dem Verkehr gezogen (2024: 3). 109 Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden, weil sie Rettungswege oder Behindertenparkplätze blockierten.
„Mit Unterstützung der benachbarten Dienststellen und der Bereitschaftspolizei sowie in enger Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, den Sicherheitsbehörden und den Rettungsdiensten haben wir diese Herausforderung reibungslos und professionell bewältigt“, so Klarner und Maurer.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Herbstfest, Rosenheim, 1969

Herbstfest, Rosenheim, 1969

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1969. Auf der historischen Aufnahme sehen wir das Riesenrad auf dem Rosenheimer Herbstfest. 🎡

Das Riesenrad ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil auf dem Rosenheimer Herbstfest. Im Jahr 1967 feierte es Premiere – damals war es knapp 29 Meter hoch. 1970 war es dann schon 40 Meter hoch und heute misst es sogar stolze 55 Meter.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Miss Herbstfest 2025 beginnt Innenarchitektur-Studium an der TH Rosenheim

Miss Herbstfest 2025 beginnt Innenarchitektur-Studium an der TH Rosenheim

Rosenheim – Eva Maria Bachmaier, Miss Herbstfest 2025, startet zum Wintersemester ihr Bachelorstudium Innenarchitektur an der Technischen Hochschule Rosenheim. Auf dem Rosenheimer Herbstfest traf sie die Hochschulleitung und verschaffte sich einen ersten Eindruck vom Hochschulleben.

„Wir freuen uns, dass Frau Bachmaier nun offiziell Teil unserer Hochschule wird“, sagte Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster beim Treffen im Flötzinger-Festzelt. „Ihr Weg zeigt, wie stark die TH Rosenheim in der Region verankert ist und junge Talente begeistert.“

Gänsehaut-Erlebnis auf der Festzelt-Bühne

Bereits vor Studienbeginn kam Bachmaier mit der Hochschulgemeinschaft in Kontakt: Am ersten Herbstfest-Sonntag spielte die Holzerband, die Studentenband der TH Rosenheim, in der Auerbräu-Festhalle. Vor Hunderten Studierenden und Hochschulangehörigen war auch die amtierende Miss Herbstfest dabei – und unterstützte die Band auf der Bühne. „Der Auftritt der Holzerband war ein Gänsehaut-Erlebnis. Jetzt freue ich mich noch mehr aufs Studium und die Gemeinschaft an der TH Rosenheim“, so Bachmaier.
Die 21-Jährige bringt für ihr Studium bereits praktische Erfahrung mit: eine Ausbildung zur Bauzeichnerin und ein Jahr Tätigkeit bei einem Kirchenmaler. „Für die TH Rosenheim habe ich mich entschieden, weil der Studiengang Innenarchitektur einen sehr guten Ruf hat und ich in der Region verwurzelt bin“, erklärt Bachmaier.

Neben dem Studium interessiert sie sich auch für Musik: „Singen kann ich nicht so gut, aber ich spiele Klavier.“ Vielleicht ist künftig also auch eine Miss Herbstfest am Keyboard in der Holzerband zu sehen.

Der Studiengang Innenarchitektur gehört zu den traditionsreichsten Fachrichtungen der TH Rosenheim und genießt überregional hohes Ansehen. Mit Bachmaiers Studienstart setzt sich diese Tradition fort – verbunden mit regionaler Verwurzelung und einem Hauch Herbstfest-Glanz.
(Quelle: Pressemitteilung TH Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Julia Hinterseer)

Funkelnder Wiesn-Himmel: Brillant-Feuerwerk läutet Endspurt auf dem Rosenheimer Herbstfest ein

Funkelnder Wiesn-Himmel: Brillant-Feuerwerk läutet Endspurt auf dem Rosenheimer Herbstfest ein

Rosenheim – Lauter oder leiser? Diese Fragte stellt sich nach dem Brillant-Feuerwerk am Donnerstagabend (11.9.2025) auf dem Rosenheimer Herbstfest. Das traditionelle Spektakel ist einer der Höhepunkte der Wiesn und zugleich Anlass für Debatten, seit die Organisatoren 2024 erstmals ein leiseres Feuerwerk versprachen (wir berichteten).

Wie gewohnt begann das Wiesn-Feuerwerk mit einer lauten Blitzbombe, damit auch die Besucher in den Festzelten und in der Festhalle wussten: Jetzt heißt es rausgehen und nach oben schauen. Anschließend folgte eine rund zehnminütige Choreografie aus Farben, Lichtern und Effekten. Dabei setzte der Wirtschaftliche Verband erneut auf eine Mischung aus lauten und leiseren Bildern. Die Begründung: So lasse sich die Gesamtlautstärke reduzieren und dennoch ein abwechslungsreiches Schauspiel bieten.

Schon im Vorjahr war auf den traditionellen „Endknall“ verzichtet worden (zum Artikel). Daran hielten die Organisatoren auch in diesem Jahr fest. Unsere Einschätzung bei Innpuls.me: Im Vergleich zu 2024 wirkte das Feuerwerk diesmal wieder etwas lauter – möglicherweise auch, weil es währenddessen regnete und sich die Geräusche anders übertrugen. Die Bilder am Himmel waren jedoch beeindruckend – besonders der Abschluss mit goldenen Bukets, die über eine Minute hinweg immer wieder neu am Himmel aufblühten.

Mit dem Brillant-Feuerwerk ist die Rosenheimer Wiesn nun im Endspurt angekommen. Noch bis Sonntag, 14. September, haben Besucher Gelegenheit, die besondere Stimmung auf der Loretowiese zu genießen.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

Seit dem 18. Jahrhundert bekannt: Die „Kalte Ente“ auf der Wiesn

Seit dem 18. Jahrhundert bekannt: Die „Kalte Ente“ auf der Wiesn

Rosenheim – Bier gehört zum Rosenheimer Herbstfest. Das ist klar. Doch auch ein anderes Getränk hat seinen Platz gefunden: die „Kalte Ente“. Die Bowle hat eine lange Tradition und geht zurück bis ins 18. Jahrhundert. 

Die Bowle besteht aus Weißwein, Sekt und Zitrusfrüchten und wurde bereits bei unseren Vorfahren gerne bei festlichen Anlässen ausgeschenkt. Sie galt schon damals als leichte, gesellige Erfrischung. 
Auf dem Rosenheimer Herbstfest findet man das Kultgetränk mit Geschichte im Barbereich des Johann Auer. 
(Quelle: Pressemitteilung AuerBräu / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Herbstfest, Rosenheim, 1950er

Herbstfest, Rosenheim, 1950er

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise führt heute zurück in die 1950er-Jahre. Auf der historischen Aufnahme sehen wir das Rosenheimer Herbstfest.

Damals war vieles noch eine Nummer kleiner. An Attraktionen fehlte es jedoch nicht – dazu zählte auch der „Toboggan“, bei dem man von einem Turm herunterrutschen konnte. Zuvor musste man allerdings mithilfe eines Laufbands erst einmal nach oben gelangen – und wurde dabei nicht selten zur freiwilligen oder unfreiwilligen Lachnummer. Im Jahr 2011 war der „Toboggan“ noch einmal in Rosenheim zu Gast, anlässlich des 150. Geburtstags der Wiesn.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)