Von der Aisinger Straße ging es aber dann auch schon zum „Alten Wirt“. „Dieses Thema bewegt viele Menschen“, weiß Andreas März. Viel Neues erzählte er dazu aber nicht. Aktuell liege noch kein Antrag auf Vorbescheid vor. März machte aber auch keinen Hehl daraus, dass der Eigentümer beabsichtigt, das historische Gebäude aus dem Jahr 1838 abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Rechtliche Möglichkeiten dagegen seien von Seiten der Stadt kaum gegeben. Und auch das machte Rosenheims Stadtoberhaupt Andreas März klar: Er selbst sieht einen Neubau als Chance. Natürlich gäbe das Gebäude dem Stadtteil eine gewisse Identität – dies betreffe aber vor allem die ältere Generation, die das Gebäude noch selbst als Gaststätte erlebt hätten. Kinder und deren Kinder würde dagegen kaum mehr etwas mit dieser Historie verbinden.
Wunsch nach einem Bürgerhaus in Aising
Eine Aisingerin schlug vor, dass die Stadt das Gebäude kauft und daraus ein gemeinwohlorientiertes Bürgerhaus macht, das auch den Vereinen des Stadtteils eine Heimat bieten könnte. Für derartige Pläne sieht Andreas März keine Zukunft und verwies dabei auch auf die angespannte Haushaltslage. Warum es denn dann mit der Realisierung von Bürgerhäusern in anderen Rosenheimer Stadtteilen geklappt habe, wollte ein anderer Besucher wissen. Die Situation sei nicht vergleichbar, entgegnete März. Happing oder Lessingstraße seien wesentlich „instabilere“ Gegenden als Aising, darum habe es dort für den Bau der Bürgerhäuser Fördergelder gegeben. „Müssen wir jetzt also auch instabil werden?“, meinte daraufhin ein Besucher empört. Darauf gab es keine Antwort mehr.
Es gab aber auch noch einige andere Themen und Anfragen, die an diesem Abend behandelt werden mussten.