Neue Kunstausstellung in Rosenheim: „Streifzüge – stille Beobachtungen“

Neue Kunstausstellung in Rosenheim: „Streifzüge – stille Beobachtungen“

Rosenheim – Mit einer neuen Ausstellungsreihe bringen die Privatschulen Dr. Kalscheuer zeitgenössische Kunst nach Rosenheim. Zum Auftakt werden Fotografien der Künstlerin Heidi Fembacher gezeigt, die Momentaufnahmen aus dem Alltag einfangen.

Unter dem Titel „Streifzüge – stille Beobachtungen“ präsentiert Heidi Fembacher Fotografien, die aus dem bewussten Erleben des Moments entstehen. Ohne Anspruch auf das perfekte Bild richtet sie ihren Blick auf alltägliche Szenen und stille Augenblicke. Ihre Arbeiten spiegeln eine ruhige, konzentrierte Auseinandersetzung mit der Umgebung wider und verstehen sich als Ausdruck von Achtsamkeit im Hier und Jetzt.
Mit der neuen Ausstellungsreihe möchten die Privatschulen Dr. Kalscheuer insbesondere ihren Schülern den Zugang zu zeitgenössischer Kunst ermöglichen und zugleich den Austausch mit Künstlern fördern.

Die Vernissage (nicht Öffentlich) findet am heutigen Donnerstagabend (26. März) im Dachgeschoss der Schule in der Königstraße 7 statt.
Für die Öffentlichkeit ist die Ausstellung im Anschluss zugänglich: Von Freitag, 27. März, bis einschließlich 1. April können Besucher die Werke kostenfrei besichtigen. Die Öffnungszeiten sind am 27. März von 13 bis 18 Uhr sowie vom 28. März bis 1. April jeweils von 13 bis 16 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung Privatschulen Dr. Kalscheuer / Beitragsbild: Copyright Heidi Fembacher)

 

Zwischen Imperium und Alltag: Römer kehren in den Lokschuppen zurück

Zwischen Imperium und Alltag: Römer kehren in den Lokschuppen zurück

Rosenheim – Mit dem Klang der Stadtkapelle begann am heutigen Mittwochvormittag (18.3.2026) im Rosenheimer Lokschuppen eine Reise durch rund 1.400 Jahre Geschichte: Vorgestellt wurde die neue Ausstellung „Römer – Gesichter eines Weltreiches“, die ab Freitag, 20. März, für die Öffentlichkeit geöffnet ist. Noch bevor sich die Türen offiziell öffnen, durften Medienvertreter bei einem Pressetermin eintauchen in eine Welt zwischen Macht, Mythos und Menschlichkeit – und bekamen einen ersten Eindruck davon, was Besucher erwartet. Im Lokschuppen ist damit eine neue Zeit angebrochen: die der Römer.
Römer-Ausstellung. Eröffnung März 2026. Fotos: Innpuls.me
Ab dem kommenden Freitag entsteht hier eine römische Stadt in Miniaturformat. Fotos: Karin Wunsam
Aus einem kleinen Dorf am Tiber wuchs einst eines der größten Imperien der Weltgeschichte. Über rund 1.400 Jahre spannt sich die Geschichte des Römischen Reiches – von Aufstieg über Blüte bis zum Zerfall. Das Erbe der Römer prägt unser Leben bis heute – in Politik, Kultur, Architektur und Alltag – und auch in der Region um das heutige Rosenheim hinterließen sie deutliche Spuren. Eine gewaltige Epoche, komprimiert auf wenige Ausstellungsräume. Eine Herausforderung, die die Kuratoren Dr. Jennifer Morscheiser, Romy Heyner und Dr. Stefan Reuter gemeinsam mit Florian Englert, Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim, bei der Pressekonferenz präsentierten.
Römer-Ausstellung. Eröffnung März 2026. Fotos: Innpuls.me
Dr. Jennifer Morscheiser, Lokschuppen-Leiterin und Kuratorin und Florian Englert, Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim schneiden eine Torte an – natürlich auch mit Römer-Motiv.
Die Ausstellung ist in mehrfacher Hinsicht besonders: Sie ist die 50. Schau im Lokschuppen – und zugleich die erste, die ein Thema ein zweites Mal aufgreift. Bereits im Jahr 2000 waren die Römer in Rosenheim zu Gast. Mit 270.000 Besuchern zählt diese Ausstellung bis heute zu den erfolgreichsten überhaupt. Für die neue Römer-Ausstellung setzt man erneut hohe Ziele: Mindestens 250.000 Besucher sollen sie sehen.
Schon beim Betreten werden Besucher von einer eindrucksvollen Statue des ersten römischen Kaisers Augustus empfangen. „Ohne ihn hätte es das römische Imperium nicht gegeben“, sagt Morscheiser. Von hier aus entfaltet sich die Geschichte in vielen Facetten: Große Namen wie Cäsar oder Marc Aurel begegnen den Besuchern ebenso wie einfache Menschen, deren Geschichten eigens für die Ausstellung geschrieben wurden.
Zehn bekannte Fantasy-Autoren, darunter Bernhard Hennen, Theresa Hannig und Markus Heitz, haben fiktive Lebensgeschichten entworfen, die dennoch nahbar wirken. Sie erzählen von Liebe, Hoffnung und Alltag – und schlagen so eine Brücke zwischen Antike und Gegenwart. Dass diese Verbindung funktioniert, zeigt ein kleines Objekt, das Kuratorin Romy Heyner besonders am Herzen liegt: eine unscheinbare Fibel mit einer Gravur auf der Rückseite. „Herrin, ich liebe Dich, alle anderen verlache ich“ – eine Botschaft, die auch heute noch verständlich ist.

Insgesamt sind 1.228 Exponate aus rund 30 Museen und Privatsammlungen zu sehen, viele davon erstmals öffentlich. Zu den Höhepunkten zählt der monumentale Augsburger Siegesaltar, ein rund 1,70 Meter hohes Steinmonument aus der Spätantike. Eine weite Reise haben auch die Metallobjekte eines Wagengrabs aus dem ungarischen Nationalmuseum hinter sich.

Römer-Ausstellung. Eröffnung März 2026. Fotos: Innpuls.me
„Römer, geht nach Hause“ – Grammatisch falsch. Eigentlich müsste der korrekte lateinische Satz lauen“ Romani ite domum“. Aber dieses „Graffiti“ stammt aus dem Film „Das Leben des Brian“ von Monty Python. Zu finden in der Miniatur-Römerstadt.

Die Ausstellung will erlebt werden. Immer wieder dürfen Besucher originale Objekte berühren, interaktive Stationen laden zum Mitmachen ein. Besonders eindrucksvoll ist das digitale Wagenrennen im Circus Maximus: Hier können Besucher selbst zu Wagenlenkern werden, ihre Pferde antreiben, Äpfel für zusätzlichen Schub sammeln und Pfützen geschickt ausweichen.

Daneben gibt es bewusst auch ruhige Momente. In einem Raum, der mit Kissen und Sitzmöglichkeiten fast wie ein Wohnzimmer wirkt, können antike Brettspiele ausprobiert werden. Und auf einer Fläche von rund 45 Quadratmetern entsteht nach und nach die wohl größte römische Stadt aus Lego®-Steinen: 650.000 Bausteine stehen bereit. Erste Bauwerke wie das Kolosseum sind bereits entstanden – den Rest gestalten die Besucher selbst.

Römer-Ausstellung. Eröffnung März 2026. Fotos: Innpuls.me
Wer will, kann sich sogar wie ein Römer kleiden.

Es sind jedoch nicht nur die großen Inszenierungen, die im Gedächtnis bleiben. Oft sind es die kleinen Dinge. Zwei unscheinbare Schuhnägel etwa, Lieblingsstücke von Kurator Dr. Stefan Reuter, gelten als entscheidender archäologischer Beweis für die Anwesenheit römischer Legionäre unter Julius Cäsar während seiner Feldzüge in Gallien und Germanien.

Römer-Ausstellung. Eröffnung März 2026. Fotos: Innpuls.me

Dieser Fund aus der Römerzeit – ein Dodekaeder – gibt bis heute Rätsel auf.

Rätselhaft bleibt dagegen ein anderes Objekt: ein bronzener Dodekaeder mit zwölf durchlochten Flächen. Etwa 130 Exemplare sind bekannt, doch ihre Funktion ist bis heute ungeklärt. Die Deutungen reichen vom Messinstrument bis zum Kultobjekt. Morscheiser schmunzelt über eine besonders originelle Theorie: „Eine Strickliesel für Fingerhandschuhe.“

Mit einem Investitionsvolumen von rund vier Millionen Euro ist eine Ausstellung entstanden, die bewusst in Bewegung bleibt. Aufgrund der langen Laufzeit bis zum 1. August 2027 werden Exponate regelmäßig ausgetauscht. So gibt es immer wieder Neues zu entdecken – darunter eine vergoldete Replik des Pferdekopfs von Waldgirmes oder ein Schatzfund mit silbernem Klappstuhl aus der Pfalz.

Römerlager im Mangfallpark

Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Ein Höhepunkt dürfte das Römerlager im Mangfallpark am 20. und 21. Juni werden – mit Gladiatorenspielen, römischer Hochzeit und historischem Handwerk.

So kehren die Römer nach Rosenheim zurück – nicht nur als ferne historische Größe, sondern als Menschen mit Geschichten, die bis heute nachwirken.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)

„DYKE AIME-MOI“: Knallige Kunst und queere Impulse in Rosenheim

„DYKE AIME-MOI“: Knallige Kunst und queere Impulse in Rosenheim

Rosenheim – Die Münchner Künstlerin Veronica Burnuthian, Absolventin der Kunstakademie München, zeigt ihre duftigen Stoffarbeiten in der Kleinen Werkraumgalerie von Alfons Röckl im ersten Stock der Heilig-Geist-Straße 4. Bei der Vernissage am Donnerstag, 5. März 2026, herrschte beste Stimmung in den Ausstellungsräumen. Die Pop-up-Ausstellung „DYKE AIME-MOI“, präsentiert von foyer.art, thematisiert queere Identität, Entwurzelung und kulturelles Gedächtnis – umgesetzt in knalligen Farben, Malerei und textilen Materialien wie Tüll.

Die Eröffnung wurde von der Multikünstlerin Cécile Pierrot eingeführt, die zuvor als eine der Akteurinnen der Kunstgalerie foyer.art in der Wittelsbacherstraße aktiv war. Da das ehemalige Bankgebäude dort nun abgerissen wird, nutzt die Initiative gefördert von der Stadt Rosenheim gemeinsam mit Röckls Galerie nun einen ersten neuen Ausstellungsraum in der Stadt. Burnuthian verbindet in ihren Arbeiten Optik mit Akustik und zeigt ihre Werke in großen und kleinen Formaten, die intensive Farbigkeit und queere Themen erlebbar machen.

Bereits am Samstag, 7. März, fand eine Lesung von Elisabeth R. Haber aus ihrem Roman „Der tanzende Berg“ statt. Am Nachmittag las sie aus der Geschichte zweier ungewöhnlicher Frauen, am Abend folgte ein Musikprojekt von Veronica Burnuthian im Saal des Rosenheimer Lokschuppens. In den kommenden Wochen gibt es weitere Programmpunkte an wechselnden Orten: Am 19. März findet um 17 Uhr ein Collagen-Workshop mit Franziska Eslami statt, am 21. März um 19 Uhr eine Performance, und die Ausstellung endet am 28. März mit der Finissage.
Die Ausstellung ist Teil des „Festival mit V“ und noch bis zum 28. März in der Kleinen Werkraumgalerie zu sehen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunam / Info Hendrik Heuser / Beitragsbild: Hendrik Heuser)

„Gesichter eines Weltreiches“: Wenn im Lokschuppen Rosenheim die Römer einziehen

„Gesichter eines Weltreiches“: Wenn im Lokschuppen Rosenheim die Römer einziehen

Rosenheim – Staub liegt in der Luft, Bohrmaschinen surren, Zollstöcke klicken auseinander. Kisten werden geöffnet, Holzverschläge abgeschraubt, schwere Transportdecken beiseitegezogen. Wer derzeit die Ausstellungshallen im Lokschuppen Rosenheim betritt, steht mitten auf einer Baustelle. Und doch ist schon jetzt zu spüren: Hier wächst etwas Großes heran.

Am 20. März startet die neue Ausstellung „Gesichter eines Weltreiches“. Gut vier Wochen davor laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Innpuls.me erhielt am heutigen Freitag (27.2.2026 bei der traditionellen Baustellenführung exklusive Einblicke in eine Schau, die die Römerzeit überraschend lebendig, farbenfroh und nahbar erzählen will.

Baustellenführung Römerausstellung Februar 2026. Fotos: Karin Wunsam

Noch sind viele der Exponate in Kisten sicher verpackt. Fotos: Innpuls.me

Zentimeterarbeit für 400 Kilogramm Geschichte

Noch stehen viele Wände roh im Raum, frische Farbe trocknet, Vitrinen werden ausgerichtet. Doch die ersten Exponate haben ihren Platz bereits gefunden – unter ihnen ein echtes Schwergewicht: der Viergötterstein aus Speyer.

400 Kilogramm bringt der würfelförmige Stein auf die Waage. Einst bildete er die Basis einer Jupitergigantensäule – Monumente, die sich wohlhabende Römer in ihre Gärten stellten. Bis ein solches Stück an seinem endgültigen Standort steht, ist höchste Präzision gefragt. Zentimeterarbeit. Jeder Handgriff sitzt. Denn was hier bewegt wird, ist unwiederbringliche Geschichte.

Baustellenführung Römerausstellung Februar 2026. Fotos: Karin Wunsam

Eigentlich ist der Augsburger Siegesaltar noch verhüllt. Bei der Baustellenführung lüftete Dr. Jennifer Morscheiser aber schon mal kurz die Plane.

Nicht minder imposant: der Augsburger Siegesaltar aus Jurakalkstein. 1992 wurde er bei Bauarbeiten in der Augsburger Jakobervorstadt (Gänsbühl) in einem ehemaligen Lecharm entdeckt, knapp 400 Meter außerhalb des römischen Stadtareals. Nun steht er – sorgfältig gesichert und ausgeleuchtet – im Lokschuppen Rosenheim und schlägt eine Brücke von der Antike in die Gegenwart.

Viele weitere Objekte sind noch unterwegs oder lagern gut verpackt in Kisten. Schritt für Schritt nimmt die Ausstellung Gestalt an.

Weg vom Klischee der weißen Antike

Durch die Baustellenführung leiteten Museumsleiterin Dr. Jennifer Morscheiser und Kurator Arne Schönfeld. Ihr Anspruch: ein realistisches Bild der Römerzeit zeichnen.
„Wenn man an die Römer denkt, hat man automatisch Bilder von weißen Marmorsäulen und Männern in weißen Togas vor Augen“, erklärt Kurator Schönfeld. „Die Wirklichkeit sah anders aus.“

Die Welt der Römer sei bunt gewesen – leuchtend bemalte Fassaden, farbige Statuen, kräftige Stoffe. Dass wir heute vor allem weißem Marmor begegnen, liegt daran, dass die Farben über die Jahrhunderte verloren gingen. Dieser Erkenntnis trägt die Ausstellung auch gestalterisch Rechnung: Farbgebung und Licht spielen eine zentrale Rolle.

Zehn Lebensgeschichten – so hätte es gewesen sein können

Im Mittelpunkt stehen zehn fiktive Lebensgeschichten. Sie sind erfunden – könnten sich nach heutigem wissenschaftlichem Stand jedoch genau so zugetragen haben. Ein Gladiator. Ein Legionär. Ein Handwerker…

Anhand ihrer Biografien erfahren Besucher, wie Menschen im Römischen Reich tatsächlich lebten, arbeiteten, hofften und litten. Es geht um Alltag statt Kaiserpathos, um Sorgen, Ehrgeiz und soziale Unterschiede. „Die Menschen damals hatten ähnliche Sorgen wie wir heute“, sagt Schönfeld. Und vieles von dem, was heute selbstverständlich erscheint, hat seinen Ursprung in der Römerzeit.

Mitbauen, mitspielen, mitfiebern

Neben Originalexponaten setzt die Ausstellung bewusst auf Mitmach-Elemente.
Ab dem 20. März können Besucher die weltweit größte idealtypische Römerstadt „LOCDVNVM“ aus rund 600.000 LEGO®-Steinen miterrichten. Gegen eine Teilnahmegebühr von drei Euro wird jeder Gast zum Stadtbaumeister und erhält als „Lohn“ eine selbstgeprägte – nicht ganz römische – Münze (wir berichteten).

Auch typische Spiele der Römerzeit dürfen ausprobiert werden. Ein besonderes Highlight verspricht das virtuelle Pferderennen: Besucher nehmen die Lederzügel selbst in die Hand und erleben dank eigens programmierter Technik, wie es sich angefühlt haben könnte, im Streitwagen durch die Arena zu rasen.

Die Rennställe – oft in vier Farben organisiert – genossen damals hohes Ansehen und besaßen sogar politischen Einfluss. Auch das zeigt: Spektakel und Macht waren schon in der Antike eng miteinander verwoben.

Römer in Rosenheim

Das Römische Reich war riesig – und es reichte auch bis in unsere Region. Deshalb widmet sich ein eigener Bereich der Römerzeit in und um Rosenheim. Gezeigt werden Funde aus der Region, die belegen, dass das Weltreich auch hier seine Spuren hinterlassen hat.

Noch ist vieles Baustelle. Doch zwischen Staub, Schrauben und schweren Steinen wird bereits sichtbar, was Besucher ab 20. März erwartet: keine ferne, marmorne Vergangenheit – sondern Gesichter eines Weltreiches, die erstaunlich vertraut wirken.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)

„Not Nice Girls“: Sammlerin Andra Spallart im Gespräch in Prien

„Not Nice Girls“: Sammlerin Andra Spallart im Gespräch in Prien

Prien / Landkreis Rosenheim – Die Ausstellung „Not Nice Girls“ in der Galerie im Alten Rathaus in Prien am Chiemsee läuft noch bis 12. April 2026 – Anfang März gibt es ein besonderes Begleitprogramm: Sammlerin Andra Spallart spricht gemeinsam mit Kuratorin Ute Gladigau über die gezeigten Werke.

Am Sonntag, 1. März 2026, findet um 14.30 Uhr in den Ausstellungsräumen das Podiumsgespräch „Not Nice Girls: Im Gespräch mit der Sammlerin Andra Spallart“ statt. Im Anschluss lädt eine Führung mit Kuratorin Ute Gladigau zu vertiefenden Einblicken in die Fotografien und die kuratorischen Hintergründe ein.

Die Galerie im Alten Rathaus widmet sich mit „Not Nice Girls“ noch bis Sonntag, 12. April 2026 dem Werk von Fotografinnen aus der Sammlung SpallArt. Seit etwa 40 Jahren sammelt Andra Spallart, die privat in Prien lebt, ein breites Spektrum fotografischer Werke vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Der Schwerpunkt liegt auf künstlerischer Fotografie, dokumentarischen Arbeiten sowie seltenen historischen Abzügen, die die Entwicklung des Mediums nachvollziehbar machen.

Bedeutende private Fotosammlung aus Österreich

Neben klassischen amerikanischen und europäischen Positionen umfasst die Sammlung zahlreiche zeitgenössische Arbeiten mit einem Schwerpunkt auf Fotokunst aus Österreich. Weibliche Positionen haben dabei einen besonderen Stellenwert.

Durch Kooperationen mit Museen, Galerien und Forschungseinrichtungen trägt die Sammlung SpallArt zur Förderung der Fotokultur in Österreich und darüber hinaus bei. In vier Jahrzehnten ist sie zu einer bedeutenden österreichischen privaten Fotosammlung mit Sitz in Salzburg gewachsen. Die gesamte Sammlung ist online unter www.sammlung-spallart.at
einsehbar.

Öffnungszeiten und Anmeldung

Eine Anmeldung zum Podiumsgespräch ist per E-Mail an galerie@tourismus.prien.de
erforderlich.

Während der aktuellen Ausstellung ist die Galerie im Alten Rathaus mittwochs bis sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt vier Euro, Personen bis einschließlich 21 Jahre haben freien Eintritt. Ein begleitender Ausstellungskatalog ist erhältlich. Der Eingang befindet sich in der Alten Rathausstraße 22. Weitere Informationen gibt es unter galerie-prien.de sowie telefonisch unter +49 8051 6905-17. Der Ausstellungsflyer „Not Nice Girls“ ist im Tourismusbüro Prien, Alte Rathausstraße 11, sowie online erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: © Anna Aicher)

Multimediale Ausstellung im Stadtarchiv Rosenheim: „Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938.1945“

Multimediale Ausstellung im Stadtarchiv Rosenheim: „Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938.1945“

Rosenheim – Vom 27. Februar bis 31. März 2026 zeigt das Stadtarchiv Rosenheim die Wanderausstellung „Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945“. Die Sonderschau stellt historische Fotografien von Deportationen während der NS-Zeit in den Mittelpunkt und macht die Bilder in einem multimedialen Kontext zugänglich.

Zwischen 1938 und 1945 wurden mehr als 200.000 Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma sowie Opfer des sogenannten „Krankenmordes“ aus dem Deutschen Reich deportiert und vielfach in Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet. Viele Fotografien dieser Ereignisse dokumentieren die Verschleppung und zeigen zugleich Perspektiven von Tätern, Opfern und Zuschauern.

Historische Aufklärung und Erinnerungskultur

„Die Ausstellung leistet einen wichtigen Beitrag zur historischen Aufklärung und zu einem verantwortungsvollen Gedenken an die Opfer der NS-Verfolgung“, sagt Wolfgang Hauck, Kulturreferent der Stadt Rosenheim. „Dabei ist es auch wichtig, die Geschichte der Deportationen konkret mit den Schicksalen von NS-Verfolgten aus Rosenheim zu verknüpfen.“

Auf einen Blick:
  • Ausstellung: „Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945“
  • Zeitraum: 27. Februar bis 31. März 2026
  • Eröffnung: Freitag, 27. Februar 2026, 18:00 Uhr
  • Ort: Stadtarchiv Rosenheim, Reichenbachstraße 1a, 83022 Rosenheim
  • Öffnungszeiten: Dienstag & Mittwoch 9:00–12:00 Uhr; Donnerstag 9:00–12:00 Uhr und 14:00–16:00 Uhr
  • Eintritt: frei
  • Anmeldung: nicht erforderlich
  • Barrierefreiheit: Das Stadtarchiv ist barrierefrei zugänglich

Die Sonderschau wurde im Rahmen des Projekts LastSeen Projekt erarbeitet, einem Kooperationsprojekt unter anderem des Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg an der Freien Universität Berlin und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München. Ziel des Projekts ist die Sammlung, Erforschung und Veröffentlichung von Fotografien der NS-Deportationen in einem digitalen Bildatlas.

Die Ausstellung wird am Freitag, 27. Februar 2026, um 18:00 Uhr im Stadtarchiv Rosenheim eröffnet. Neben Wortbeiträgen der städtischen Verwaltung präsentiert Dr. Maximilian Strnad vom Kulturreferat der Stadt München das Projekt LastSeen in einem Fachvortrag.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtarchiv Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)