Ekaterina Zacharova zeigt in Rosenheim Bilder zwischen OP-Saal und Ballett

Ekaterina Zacharova zeigt in Rosenheim Bilder zwischen OP-Saal und Ballett

Rosenheim – Was passiert hinter verschlossenen Türen – und was verändert sich, wenn wir Einblick in eine Welt bekommen, die eigentlich vor fremden Blicken geschützt ist? Mit ihrer Ausstellung „Unbefugten verboten“ lädt die vielfach prämierte Malerin Ekaterina Zacharova dazu ein, genau diese Grenze zu überschreiten. Ihre großformatigen Gemälde führen in den Operationssaal des RoMed-Klinikums und hinter die Kulissen des Balletts. Bei der Eröffnung in der Hypovereinsbank Rosenheim standen die eindrucksvollen Bildwelten im Mittelpunkt. 

Ausstellungseröffnung Kunstausstellung "Unbefugten verboten". Foto: Copyright Hendrik Heuser

Eine Szene aus einem Operationssaal – nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, aber nun auf Leinwand zu betrachten. Fotos: Copyright Hendrik Heuser

Zeit wird zu Raum

Auch die besondere Bildgestaltung trägt zur Wirkung bei. In den Kompositionen „Tanz der kleinen Schwäne“ und „OP, RoMed“ verbindet Zacharova verschiedene Momente eines Geschehens zu einem zusammenhängenden Bildfeld. Statt einen einzigen Augenblick festzuhalten, entfaltet sich die Handlung über die gesamte Länge der friesartigen Gemälde. Der Betrachter muss den Bildern mit den Augen folgen und legt dabei selbst eine Strecke zurück. So wird Zeit im Raum sichtbar – und die Dramatik des Geschehens verdichtet sich.
Besonders im Operationssaal erhält dieser Ansatz eine weitere Ebene. Die einheitliche Kleidung, die klar verteilten Aufgaben und die geregelten Bewegungsabläufe lassen den modernen Funktionsraum zugleich wie einen Ort mit festen Ritualen erscheinen. So öffnet Zacharova den Blick nicht nur auf medizinische Abläufe, sondern auch auf das Zusammenspiel von Mensch, Aufgabe und Gemeinschaft.

Der Titel „Unbefugten verboten“ ist  weit mehr als ein Hinweis auf einen abgeschirmten Bereich. Die Bilder lassen den Betrachter selbst zum Eindringling werden, der einen Blick in Räume erhält, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben. Zugleich scheint niemand der dargestellten Personen die fremden Blicke zu bemerken. Alle sind auf ihre jeweilige Aufgabe konzentriert und Teil eines eingespielten Ablaufs.
Gerade darin liegt eine überraschende Verbindung zwischen Ballett und Operationssaal: Hinter der Bühne herrscht geschäftiges Treiben, im OP geht es um Leben, Verletzlichkeit und Heilung. In beiden Welten kommt es auf Präzision, klare Rollen und das Zusammenspiel aller Beteiligten an. Was für Außenstehende außergewöhnlich oder dramatisch wirkt, gehört für die Menschen im Raum zum professionellen Alltag.

Laudatio im Zwiegespräch, Musik vom Trio „34you“

Die Laudatio hielt Privatdozent Dr. Christoph Knothe, früherer Ärztlicher Direktor und Chefarzt für Anästhesie. Er gestaltete sie als Zwiegespräch mit seiner Frau, der Journalistin Sigrid Knothe. Für den musikalischen Rahmen sorgte das junge Trio „34you“, das die Eröffnung mit seinem virtuosen Spiel begleitete.

Ballerinen hinter der Bühne - auch nichts, was die Öffentlichkeit normalerweise sieht. Repro: Hendrik Heuser

Ballerinen hinter der Bühne – auch nichts, was die Öffentlichkeit normalerweise sieht.

Ausstellung bis März 2027 zu sehen

Wer die Bilder von Ekaterina Zacharova selbst entdecken möchte, hat dafür noch mehrere Monate Gelegenheit. Die Ausstellung „Unbefugten verboten“ ist bis zum 26. März 2027 in der Hypovereinsbank Rosenheim, Münchener Straße 11, zu sehen. Ein Besuch ist während der regulären Öffnungszeiten der Bank möglich: Montag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 9 bis 12 Uhr. Am Samstag und Sonntag ist die Bank geschlossen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam – Infos Hendrik Heuser und Ekaterina Zacharova / Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)

27 Lieblingsbücher und die Geschichten dahinter: Ausstellung in der Bücherei Prien

27 Lieblingsbücher und die Geschichten dahinter: Ausstellung in der Bücherei Prien

Prien / Landkreis Rosenheim – Welches Buch ist dein ganz persönlicher Favorit – und warum? Bei der Sommerferienaktion „Mein Lieblingsbuch & Ich“ der Bücherei Prien konnten Leser ihre literarischen Lieblinge kreativ vorstellen. 27 Einsendungen sind jetzt in einer Ausstellung in der Bücherei zu sehen.

Die Aktion endete am 15. September. Mitgemacht haben Büchereimitglieder verschiedener Altersgruppen. Sie setzten ihr Lieblingsbuch aus dem Bestand der Bücherei fotografisch in Szene und erzählten kurz, was sie an der jeweiligen Geschichte besonders begeistert.
Entstanden ist eine abwechslungsreiche Sammlung ganz persönlicher Buchtipps. Die Fotos und Beschreibungen sollen Besucher dazu inspirieren, selbst einmal zu einem der vorgestellten Titel zu greifen und vielleicht eine neue Lieblingsgeschichte zu entdecken.

Die Ausstellung ist voraussichtlich noch den gesamten Oktober über in den Räumen der Bücherei Prien zu sehen. Zusätzlich liegt dort eine Übersicht mit allen eingereichten Buchempfehlungen aus. So können sich Besucher einen Überblick über die vorgestellten Titel verschaffen und ihre eigenen Lesetipps auswählen.
Unter den Teilnehmern werden im Laufe der Ausstellung außerdem Preise verlost.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Markt Prien am Chiemsee)

„BehindArt“ in Rosenheim: Ausstellung mit Kalenderbildern für 2027 im AWO Mehrgenerationenhaus

„BehindArt“ in Rosenheim: Ausstellung mit Kalenderbildern für 2027 im AWO Mehrgenerationenhaus

Rosenheim – Im AWO Mehrgenerationenhaus Rosenheim sind derzeit die Motive des BehindArt-Kalenders 2027 zu sehen. Die farbenfrohen Werke stammen von Schülern der Berufsschulstufe der Philipp-Neri-Schule und sind noch bis Mitte Oktober ausgestellt.

Mit Motiven wie „Meeres-Erwachen“, „Abendrot im Winter“ und „Blühende Planeten“ geben Schüler der Abschlussklasse der Berufsschulstufe der Philipp-Neri-Schule bereits einen Ausblick auf den BehindArt-Kalender 2027.

Die entstandenen Kunstwerke sind derzeit im AWO Mehrgenerationenhaus Familienstützpunkt in der Ebersberger Straße 8 (2. Obergeschoss) in Rosenheim zu sehen. Die Ausstellung präsentiert ausdrucksstarke und fantasievoll gestaltete Bilder in unterschiedlichen Stilrichtungen.
Anschauen kann man die Werke dort noch bis Mitte Oktober. Der BehindArt-Kalender 2027 wird anschließend ab Herbst erhältlich sein.

Weitere Informationen, unter anderem zu den Verkaufsstellen, gibt es telefonisch unter 08031/40824-211 oder per E-Mail an kalender@philipp-neri-schule.de.
(Quelle: Pressemitteilung Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Rosenheim-Miesbach e.V. / Beitragsbild: Mit BehindART haben Schüler der Philipp-Neri-Schule gemeinsam mit ihrer Lehrerin Nadja Bernrieder für einen neuen Blickfang im AWO-Mehrgenerationenhaus gesorgt – auch zur Freude von Projektleiterin Tina Matousek (rechts). Copyright Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Rosenheim-Miesbach e.V.)

Kreative Einblicke: Waldorfschule Rosenheim lädt zur Kunstausstellung ein

Kreative Einblicke: Waldorfschule Rosenheim lädt zur Kunstausstellung ein

Rosenheim – Am Dienstag, 21. Juli, eröffnet die Waldorfschule Rosenheim (Mangfallstraße 53) um 18 Uhr die Kunstausstellung der 12. Klasse mit einer offiziellen Feier. Interessierte sind eingeladen, die Ausstellung zu besuchen und die entstandenen Werke kennenzulernen.

Die Ausstellung erstreckt sich über das gesamte Schulgebäude. Die künstlerischen Arbeiten der Schüler sind im Erdgeschoss sowie in der ersten und zweiten Etage zu sehen und geben einen Einblick in die Vielfalt der entstandenen Projekte.
Während des Abends werden die Schüler der 12. Klasse an ihren Werken anwesend sein. Sie stehen den Gästen für Gespräche zur Verfügung und geben Einblicke in ihre Ideen, Arbeitsweisen und kreativen Prozesse.
Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, junge Kunst aus Rosenheim kennenzulernen und sich in angenehmer Atmosphäre auszutauschen.
(Quelle: Pressemitteilung Freie Waldorfschule Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Neubeuern: Ausstellung „Wiedersehen macht Freude“ verbindet Holz und Farbe

Neubeuern: Ausstellung „Wiedersehen macht Freude“ verbindet Holz und Farbe

Neubeuern / Landkreis Rosenheim – Kunst zum Feierabend gab es am Mittwochabend (8.7.2026) in der Galerie am Markt in Neubeuern: Bei einem Ausstellungsrundgang führten die Bildhauerin Regina Marmaglio und der Maler Bernhard Paul persönlich durch ihre gemeinsame Ausstellung „Wiedersehen macht Freude“. Die Schau zeigt zwei unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen, die sich dennoch mit einer gemeinsamen Frage beschäftigen: Wie nehmen Menschen ihre Umwelt und sich selbst wahr?

Die Ausstellung bringt zwei unterschiedliche künstlerische Aspekte zusammen. Fotos: Hendrik Heuser

Die Ausstellung wurde bereits am Freitag (3.7.2026) mit einer Einführung der Kunsthistorikerin Ulrike Gierlinger eröffnet. Veranstalter ist der Künstlerkreis Neubeuern. Noch bis Sonntag, 19. Juli,) sind die Arbeiten der beiden Künstler in der Galerie am Markt, Marktplatz 4 in Neubeuern, zu sehen.
Im Mittelpunkt stehen Holzskulpturen von Regina Marmaglio und serielle Malerei von Bernhard Paul. Obwohl beide Künstler mit sehr unterschiedlichen Materialien arbeiten, verbindet ihre Kunst die Auseinandersetzung mit Wahrnehmung und menschlichen Themen.

Holzfiguren und Farbserien

Regina Marmaglio beschäftigt sich in ihren bildhauerischen Arbeiten vor allem mit zwischenmenschlichen Beziehungen. Ihre gegenständlichen und figürlichen Werke entstehen überwiegend aus Holz. Die gebürtige Rosenheimerin absolvierte ihre Ausbildung an der Berufsfachschule für Holzbildhauerei in Berchtesgaden und arbeitet heute als freiberufliche Künstlerin in Neubeuern. Sie ist langjähriges Mitglied im Künstlerkreis Neubeuern.

Bernhard Paul lebt und arbeitet in Rosenheim. Der Maler widmet sich vor allem seriellen Arbeiten. Während des Entstehungsprozesses setzt er sich intensiv mit zeitgenössischer Musik auseinander. Seine systematisch entwickelte Malweise führt zu Farbkompositionen, die vertraute Sehweisen hinterfragen und neue Blickwinkel eröffnen können.

Die Ausstellung bringt damit zwei unterschiedliche künstlerische Ansätze zusammen: Während Marmaglios Holzarbeiten die sichtbare und emotionale Ebene menschlicher Begegnungen aufgreifen, übersetzen Pauls Farbserien nach eigener künstlerischer Herangehensweise musikalische Strukturen in visuelle Erlebnisse.

Die Galerie am Markt ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

  • Freitag: 18 bis 20 Uhr
  • Samstag: 14 bis 19 Uhr
  • Sonntag: 11 bis 19 Uhr
    (Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info, Beitragsbild, Foto: Hendrik Heuser)
Kloster Seeon: Führung durch die Klostergeschichte und Konzert mit Gitarrist Volker Luft

Kloster Seeon: Führung durch die Klostergeschichte und Konzert mit Gitarrist Volker Luft

Seeon / Landkreis Traunstein – Das Kloster Seeon lädt am Samstag, 11. Juli, zu zwei Kulturveranstaltungen ein. Auf dem Programm stehen eine kostenlose Führung durch die Dauerausstellung zur mehr als 1.000-jährigen Klostergeschichte sowie am Abend ein Konzert des Gitarristen Volker Luft in der Kirche St. Walburg.

Kulturinteressierte erwartet am Samstag im Kloster Seeon ein abwechslungsreiches Programm. Den Auftakt macht um 14 Uhr eine kostenlose Führung durch die Dauerausstellung „Kloster Seeon – 994 bis heute“. Kunsthistorikerin Hedwig Amann gibt dabei Einblicke in die über 1.000-jährige Geschichte des ehemaligen Benediktinerklosters – vom mittelalterlichen Klosterleben über den Besuch von Wolfgang Amadeus Mozart bis zur heutigen Nutzung als Kultur- und Bildungszentrum. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird eine Anmeldung per E-Mail an kultur@kloster-seeon.de empfohlen. Treffpunkt ist der Eingangsbereich der Dauerausstellung.

Am Abend um 19 Uhr folgt in der Kirche St. Walburg das Konzert „Soli deo Gloria“ mit dem renommierten Gitarristen Volker Luft. In seinem Programm verbindet er die Lebensgeschichten und Musikwelten von Johann Sebastian Bach und Martin Luther mit musikalischen Einflüssen aus Renaissance, Flamenco, Tango und Blues. Ergänzt wird das Konzert durch eine Moderation mit historischen und kulturellen Hintergründen. Der Einlass beginnt um 18.30 Uhr, die Platzwahl ist frei. Eintrittskarten kosten 15 Euro und sind im Vorverkauf im Klosterladen Seeon, im Webshop www.kloster-seeon.de und über München Ticket www.muenchenticket.de und den Vorverkaufsstellen erhältlich sowie – sofern noch verfügbar – an der Abendkasse erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Kloster Seeon / Beitragsbild: Symbolfoto re)