„Big promises“ in Rosenheim – Gemalte Filmplakate aus Ghana in der Städtischen Galerie

„Big promises“ in Rosenheim – Gemalte Filmplakate aus Ghana in der Städtischen Galerie

Rosenheim – Mit der Ausstellung „BIG PROMISES. Gemalte Filmplakate aus Ghana“ rückt die Städtische Galerie Rosenheim vom 28. Juni bis 16. August 2026 eine ungewöhnliche Form visueller Alltagskultur aus Westafrika in den Mittelpunkt.

Blood, Bones and Tears: Gemalte Filmplakate aus Ghana entfachen starke Emotionen. Foto: Städtische Galerie Rosenheim

Grusel, Schock und eine kräftige Prise Humor zeichnen die Filmplakate aus Ghana aus. Zu sehen in wenigen Tagen in der Städtischen Galerie Rosenheim. Fotos: Copyright Städtische Galerie Rosenheim

Im Fokus stehen handgemalte Filmplakate, die in Ghana ab den 1980er-Jahren bis in die 2010er-Jahre für Kinoveranstaltungen warben. Sie entstanden für regionale Produktionen ebenso wie für internationale Filme aus Hollywood, Bollywood oder Hongkong. Die oft sehr direkte Bildsprache verbindet dabei lokale Mythen, religiöse Vorstellungen und Elemente der jeweiligen Filmgenres.

Die Plakate zeigen starke Überzeichnungen von Emotionen, Konflikten und Handlungsszenen – von Gut gegen Böse bis hin zu dramatischen oder humorvollen Zuspitzungen. Eine reine Einordnung als „exotische“ oder schrille Bildwelt greift nach Angaben der Ausstellungsmacher jedoch zu kurz.

Mehr als nur Filmplakate – Blick auf eine eigene Bildkultur

Neben den Plakaten werden auch Fotografien gezeigt, die Kinos und die Entstehungssituation der Werke in Westafrika dokumentieren. Ein Video ergänzt die Ausstellung mit einem Gespräch eines der beteiligten Plakatmaler. Insgesamt sind mehr als 100 Werke aus der Sammlung des Rosenheimers Dr. Wolfgang Stäbler zu sehen.
Die Ausstellung versteht sich auch als Blick über den europäischen Kunstbegriff hinaus. Galerieleiterin Monika Hauser-Mair betont: „Wir sind es gewohnt, auf Kunst und Gestaltung durch eine westliche Brille zu schauen. Diese Ausstellung erinnert uns daran, dass Kreativität, Bildsprache und künstlerische Qualität nicht an europäischen Maßstäben gemessen werden dürfen. Die handgemalten Filmplakate aus Ghana schaffen Sichtbarkeit für eine besondere Form des Kunsthandwerks und zeigen, welche Wirkung plakative Übertreibungen erzeugen können.“

Sammler Dr. Wolfgang Stäbler, der über drei Jahrzehnte hinweg mehr als 500 ghanaische Filmplakate gesammelt hat, weist zudem auf den Wandel hin: „Wichtig wäre mir, dass man die Plakate nicht nur als exotische oder skurrile Objekte wahrnimmt, sondern als Ausdruck eines speziellen Kunsthandwerks, das aufgrund neuer technischer Gegebenheiten in Ghana am Verschwinden ist.“
(Quelle: Städtische Galerie Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Coyprght: Städtische Galerie Rosenheim) )

KronastHaus in Prien schließt vorübergehend für Ausstellungswechsel

KronastHaus in Prien schließt vorübergehend für Ausstellungswechsel

Prien / Landkreis Rosenheim – Im Zuge der Vorbereitungen für die Ausstellungen während der „Kunstzeit in Prien“ bleibt das KronastHaus am Marktplatz ab Freitag, 19. Juni vorübergehend geschlossen.

Die Schließung dient dem Aufbau der neuen Sonderausstellungen und der Einrichtung der Ausstellungsräume. Ab Freitag, 17. Juli ist das KronastHaus wieder für Besucher geöffnet.
Zur Wiedereröffnung präsentiert das KronastHaus neben der Dauerausstellung „Sammlung Abé: Hugo Kauffmann“ die Sonderausstellung „Die langsame Form der Dinge – Topografien des Lebendigen“. Gezeigt werden Arbeiten von Clemens Büntig, Vicky Anna Lardschneider, Torsten Mühlbach und Gregor Passens. Die Ausstellung ist freitags und samstags von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Parallel dazu ist im „Scherzl“, dem gemütlichen Lokal im KronastHaus, die Ausstellung „Fluid State“ von Katharina Obermaier zu sehen. Die Räumlichkeiten sind donnerstags bis samstags jeweils ab 17 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen im Tourismusbüro Prien unter Telefon +49 8051 6905-0 oder info@tourismus.prien.de sowie unter tourismus.prien.de.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Copyright Markt Prien a. Chiemsee, Tanja Ghirardini)

Ausstellung zu Walter Trier im Mesnerhaus von Kloster Seeon

Ausstellung zu Walter Trier im Mesnerhaus von Kloster Seeon

Seeon / Landkreis Rosenheim – Im Mesnerhaus von Kloster Seeon ist bis zum 11. Oktober die Wanderausstellung „Es geht um die Kinder“ der Internationalen Jugendbibliothek zu sehen. Sie widmet sich dem Illustrator Walter Trier, dessen Zeichnungen die Kinderbücher von Erich Kästner prägten.

Trier schuf unter anderem die bekannten Illustrationen zu „Emil und die Detektive“. Seine farbenfrohen Zeichnungen und die markanten gelben Buchumschläge trugen wesentlich zum Erfolg von Kästners Werken bei. Die Ausstellung zeigt Illustrationen aus den Kinderbüchern sowie Informationen zum Leben und Wirken des 1890 in Prag geborenen Künstlers.
Walter Trier war zunächst als Karikaturist und Illustrator erfolgreich, emigrierte nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nach London und verbrachte seine letzten Lebensjahre in Kanada. Bis zu seinem Tod 1951 illustrierte er sämtliche Kinderbücher sowie Märchen- und Klassikbearbeitungen Kästners.

Kinonachmittage in den Sommerferien

Im Rahmen der Ausstellung bietet Kloster Seeon im Sommerferienprogramm für Kinder und Jugendliche zwei besondere Kinonachmittage an. Am 10. August wird um 14 Uhr der Animationsfilm „Die Konferenz der Tiere“ gezeigt. Am 18. August folgt ebenfalls um 14 Uhr der Filmklassiker „Emil und die Detektive“ aus dem Jahr 1931. Auch Erwachsene sind zu beiden Vorführungen willkommen.

Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 12.30 Uhr sowie von 13.30 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Tickets für die Filmvorführungen sind am Veranstaltungstag vor Ort erhältlich.
Weitere Informationen unter: www.kloster-seeon.de
(Quelle: Pressemitteilung Kloster Seeon / Beitragsbild: Blick in die Ausstellung Copyright Kloster Seeon)

Kunst trifft Tierschutz: Bernhard Witsch stellt auf Gut Aiderbichl aus

Kunst trifft Tierschutz: Bernhard Witsch stellt auf Gut Aiderbichl aus

Henndorf am Wallersee – Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums von Gut Aiderbichl zeigt der Tiroler Metallkünstler Bernhard Witsch ab sofort eine Auswahl seiner Werke am Gründergut in Henndorf. Die Ausstellung „Querschnitt“ umfasst unter anderem tierische Skulpturen und setzt sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Tier auseinander. Kuratiert wird die Schau von Jürgen Fux (ART 75).

Gut Aiderbichl steht seit 25 Jahren für gelebten Tierschutz. Die geretteten Tiere dienen dabei auch als Inspirationsquelle für den Künstler. „Tiere und ihre Charaktere beschäftigen mich immer wieder. Die Ausstellung auf Gut Aiderbichl versteht sich als Einladung zum Hinsehen, zum Innehalten und zum respektvollen Miteinander von Mensch und Tier“, sagt Bernhard Witsch.
Die ausgestellten Skulpturen können erworben werden. 20 Prozent des Erlöses kommen Gut Aiderbichl zugute und unterstützen die Versorgung der geretteten Tiere.

(Quelle: Pressemitteilung Wier Public Relations, Gut Aiderbichl / Beitragsbild: Der Tiroler Metall-Künstler Bernhard Witsch stellt seine Werke auf Gut Aiderbichl aus. Copyright Gut Aiderbichl)

Freier Eintritt zur Römer-Ausstellung: Rosenheimer Kinder profitieren von neuem Bildungsprojekt

Freier Eintritt zur Römer-Ausstellung: Rosenheimer Kinder profitieren von neuem Bildungsprojekt

Rosenheim – Die Kultur- und Sozialstiftung Dr. Michael Stöcker (KUS) und der Freundeskreis Lokschuppen Rosenheim e.V. ermöglichen im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts im Jahr 2026 Kindern und Jugendlichen aus der Stadt Rosenheim den Zugang zur Ausstellung „RÖMER – Gesichter eines Weltreiches“ im Ausstellungszentrum Lokschuppen.

Ziel der Kooperation ist es, insbesondere jungen Menschen den Besuch der kulturhistorischen Ausstellung zu erleichtern und außerschulische Bildung zu fördern. Die KUS übernimmt dabei den Eintritt für insgesamt 350 Schüler – vorausgesetzt, es wird ein Workshop gebucht.
Das Angebot richtet sich an Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten der Stadt Rosenheim. Bei Interesse wird gebeten, dies bei einer Anfrage entsprechend zu vermerken. Eine mögliche Kostenübernahme durch die KUS wird im Einzelfall geprüft.

Detail zu Anfragen:

Anfragen können beim Besucherservice des Ausstellungszentrums Lokschuppen gestellt werden.
Telefon: +49 8031 365 9036
E-Mail: besucherservice@vkr-rosenheim.de

Servicezeiten: Montag bis Donnerstag: 10 bis 15:30 Uhr und Freitag: 10 bis 12 Uhr
(Quelle: Pressemitteilung Freundeskreis Lokschuppen Rosenheim e.V. / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Holz, Zeit und Raum: Ausstellung in Prien lädt zum Eintauchen ein

Holz, Zeit und Raum: Ausstellung in Prien lädt zum Eintauchen ein

Prien / Landkreis Rosenheim – Schweres Holz, feine Strukturen und ein Spiel aus Innen und Außen: In der Galerie im Alten Rathaus in Prien gibt es ab Mai eine Ausstellung, die Besucher auf eine eindrucksvolle Reise durch Material und Wahrnehmung mitnimmt. Von Samstag, 9. Mai, bis Sonntag, 21. Juni 2026 zeigt die Galerie im Alten Rathaus die Ausstellung „INNEN AUSSEN II“ mit Arbeiten des Künstlers Franz Xaver Angerer.

Im Mittelpunkt von Angerers Werk steht das Material Holz. Geprägt von Zeit und Widerstand wird es in seinen Arbeiten zum Träger von Erinnerung und Erfahrung. Häufig schwarz gebrannt, entwickelt das Holz eine archaische Wirkung, aus der zugleich überraschend leichte Strukturen entstehen. Dünne Lamellen greifen in den Raum und wirken durch Maß, Rhythmus und Balance beinahe schwebend.

Zwischen Schwere und Leichtigkeit

Angerer bewegt sich dabei zwischen verschiedenen Ausdrucksformen: Skulpturen, Raumbilder, Collagen, Aquadrucke, Holzschnitte und Fotografien treten in einen Dialog und erzeugen ein spannungsreiches Zusammenspiel. Themen wie Schwere und Leichtigkeit, Stabilität und Fragilität sowie Werden und Vergehen ziehen sich durch die Arbeiten. Auch geologische Formationen, Schichtungen und innere Erinnerungsräume spielen dabei eine Rolle.

Der Titel „INNEN AUSSEN II“ steht für das Wechselspiel von Wahrnehmung und Erfahrung. Gegensätze wie Innen und Außen oder Öffnung und Verdichtung greifen ineinander und prägen den Raum. Die Ausstellung lädt dazu ein, sich zu bewegen, die Werke aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und sich ihnen Schritt für Schritt zu nähern.

Die Galerie im Alten Rathaus ist während der Ausstellung mittwochs bis sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 4 Euro, Besucher bis einschließlich 21 Jahre haben freien Eintritt. Der Eingang befindet sich in der Alten Rathausstraße 22 in Prien.

Weitere Informationen gibt es unter galerie-prien.de oder telefonisch unter +49 8051 6905-17. Der Ausstellungsflyer ist im Tourismusbüro Prien (Alte Rathausstraße 11) sowie online erhältlich.

Bildunterschrift: Angerers Arbeiten laden dazu ein, sich im Raum zu bewegen, die Werke zu umkreisen und sich ihnen schrittweise anzunähern. Im Sehen und im Verweilen entsteht ein Erfahrungsraum, der sich immer wieder neu formt.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Symbolfoto re)