Nicht nur zur Karwoche: Fisch aus Bayern

Nicht nur zur Karwoche: Fisch aus Bayern

München / Bayern – In Bayern wird traditionell in der Karwoche und vor allem an Karfreitag Fisch gegessen. Rechtzeitig vor den kommenden Feiertagen hat Bayerns Ernährungsministerin Michaela Kaniber auf die vielen Vorzüge von frischem Fisch aus heimischen Seen, Teichen und Flüssen hingewiesen.

„Bayern bietet in seinen unterschiedlichen Regionen eine unglaubliche Vielfalt an Fischen, die unsere Fischer und Teichwirte im ganzen Land fangen bzw. aufziehen und immer frisch im Angebot haben. Fisch ist nicht nur ein Genuss, sondern wichtiger Teil einer ausgewogenen Ernährung“, sagte die Ministerin zu Beginn der Karwoche in München. Besonders bekannt sind ihren Worten zufolge die geschützten regionaltypischen Spezialitäten wie der „Oberpfälzer Karpfen“, der „Aischgründer Karpfen“ oder der „Fränkische Karpfen“.

Aber auch die bayerischen Forellenteichwirte würden hervorragende Forellen, Saiblinge und Lachsforellen liefern. Aus den Bächen, Flüssen und Seen stammen wohlschmeckende Renken, Hechte, Zander und Weißfische. Am Bodensee gibt es heuer eine Besonderheit: Bis zum 16. April veranstalten die Fischer dort die Internationalen Rotaugenwochen, um auf diese Köstlichkeit besonders hinzuweisen. All diesen unterschiedlichen Fischen sei eines gemeinsam: Regionale Erzeugung und Fang würden für kurze Transportwege, eine gute CO2-Bilanz und vor allem eine besondere Frische sorgen. Aber auch die fachgerechte und nachhaltige Erzeugung, vom Verbraucher gewünschte hohe Tierwohlstandards und die exzellente Qualität sind nach den Worten Kanibers unschlagbare Argumente für Fisch aus Bayern. „Wer sich für heimischen Fisch entscheidet, unterstützt damit nicht nur die Wertschöpfung in den ländlichen Regionen, sondern auch den Erhalt der Biodiversität in unserer wunderbaren Natur“, so die Ministerin. Denn die Gewässer und extensiv bewirtschafteten Teiche in Bayern sind wertvolle Rückzugsgebiete für zahlreiche bedrohte Pflanzen- und Tierarten wie Insekten, Amphibien und Vögel, die an Wasserlebensräume gebunden sind. Teiche bilden zudem vielfach einen Wasserrückhalt, tragen zur Verbesserung des Kleinklimas bei und dienen der Naherholung für die Bevölkerung. „Und nicht zu vergessen ist, wie die Teiche unsere wundervolle Landschaft bereichern“, so die Ministerin.
Als Ernährungsministerin weist Michaela Kaniber aber auch auf die große Bedeutung von Fisch für eine ausgewogene Ernährung hin: „Fisch ist mit seinen hochwertigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren leicht bekömmlich und damit ein ideales Lebensmittel für Jung und Alt, egal ob gebraten, gedünstet oder geräuchert.“ Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für eine gesunde Ernährung ein bis zwei Fischmahlzeiten in der Woche. „Nicht nur zu Karfreitag sollte man sich also diesen herrlichen Genuss gönnen und einen Fisch aus Bayerns Gewässern auf den Tisch bringen“, sagte Ministerin Michaela Kaniber. 
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten / Beitragsbild: Dr. Reinhard Reiter-StMELF)

„Wer war heute der Palmesel?“

„Wer war heute der Palmesel?“

Rosenheim / Bayern – Na, wer war bei Euch daheim heute der Palmesel? In Bayern bezeichnet man mit diesem Begriff die Person, die am Morgen des Palmsonntags als letzte den Weg aus dem Bett gefunden hat. Aber wie kam es überhaupt zu diesem Brauch?

Der heutige Palmsonntag erinnert im katholischen Glauben an den Einzug Jesu in Jerusalem. Der Überlieferung nach ritt er auf einem Esel in die Heilige Stadt und das Volk winkte ihm mit Palmzweigen zu.
Um diese Geschichte lebendig zu halten, ritten dann ab dem 10. Jahrhundert vielerorts die Dorfpfarrer auf Eseln den Palmprozessionen voran.
Nach und nach wurde der echte Esel übrigens aufgrund seines bekannt störrischen Wesens in immer mehr Kirchengemeinden durch ein hölzernes Exemplar ersetzt.
Der Esel spielte also immer schon eine wichtige Rolle am Palmsonntag. Wie es aber dann dazu kam, dass der Begriff „Palmesel“ bis heute auch spöttisch verwendet wird, lässt sich nicht mehr leicht nachvollziehen. Man geht aber davon aus, dass es erst einmal darum ging, an diesem Tag nicht zu spät in die Kirche zu kommen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neues von der Roselinde

Neues von der Roselinde

Griaß Eich liabe Leid!

Und wie is `s Eich  jetzt gestan eagang. Seits ihr in den April gschickt wordn oda hobt epaa dorthin gschickt?
Oiso i bin wieda amoi mein bestn Taubn-Spezi, den Beni, aufm Leim ganga. Der hod ma eazählt, dass ètz aa zua Ostan Lebkuacha aufn Max-Josefs-Blot vakafft warn, und de fuada i doch so gern.  Oiso bin i do glei higlfogn – natürle umsonst und da Beni, der Batzi, hod se voa Lacha gar nimma eikrieagt.
So is des hoid med de Aprilscherz. Do weard gflunkat und glong. 
Aba i und die zwoa anderen Damen von Innpul.me ham ebenfalls gestan ganz schne vui Leid in den April gschickt. Mia ham geschriebn, dass aus Karstadt in Rosenhoam „Welleria Kraulstadt“ weard.  Natürle stimmt des ned. Heid sogt ma zu soichana Meldung, des war a „Fake-News“. 
Und genau do liegt des Problem. „Fake-News“ san ja heid quasi scho an da Tagesordnung. Wia soid jettz do no da traditionelle Aprilscherz raustecha?
Gar ned so einfach und darum ham gestan ganz sche vui Medien lieaba darüber gschriebn, dass da Aprilscherz in da Krise steckt ois dass se se  traut ham, no seiba oan zu macha.
Weil do eckt ma nämlich imma irgendwo o, des ham mia gestan scho a gspannt. Ganz vui ham glacht, aba a paar ham gschriebn, des kannt ma doch ned macha in a Zeit, wo Karstadt in so oana tiefn Krise steckt. 
Kannt oiso tatsächlich schwierig wearn für den Aprilscherz, wei Krisn gibt´s mittlerweile so vui und auf Kostn vo irgendwm geht a Scherz hoid imma irgendwie.
Darum weard dann a in dene Bericht über den Niedagang da Scherzkultur a Psychologe zitiert, der se scho ganz sicha is, dass da Aprilscherz üba kurz oda lang verschwindn weard.

Aba oans kon i Eich jetzt an dera Stei versprecha – bei uns auf Innpuls.me verschwindt da Aprilscherz ned, wei wia hod da Ringelnatz a moi so treffend gmoant: „Humor ia da Knopf, der verhindat, dass uns da Kragn platzt“ oda nach Valentin: „I grei mi, wenn`s regnet, denn wenn i mi ned gfrei, regnet`s  auch“.
I dem Sinne – schau ma moi, wos uns im nächstn Jahr für Eich eifoid und ob ihr uns dann wieda auf`n  Leim gehts“

Bis zum nächstn Moi
Eire Roselinde

 

Palmsonntag in Aschau im Chiemgau

Palmsonntag in Aschau im Chiemgau

Aschau / Landkreis Rosenheim – Am Sonntag vor Ostern feiert die katholische Kirche Palmsonntag. Dazu gehört auch die Palmweihe, die heute vielerorts begangenen wird – auch in Aschau im Chiemgau, wo unser Beitragsbild entstand.

Der Palmsonntag ist der sechste und letzte Sonntag der Fastenzeit. An diesem Tag wird des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gedacht. Die am Palmsonntag geweihten Palmzweige galten früher als wirksames Mittel, um Häuser vor Ungemach zu schützen. 
Unser Beitragsbild entstand vor der katholischen Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“ in Aschau im Chiemgau. Neben den Palmbuschen ist auch noch ein Stopselhut zu sehen, der Trachtenhut vom drittältesten Trachtenverein Bayerns: „D`Griabinga Hohenaschau“, gegründet im Jahr 1884. 
Dieses Arrangement zeigt sehr gut, Tradition, Kirche und Glaube gehören in Bayern immer noch sehr eng zusammen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: H.Reiter)

Alkoholausschank für 14-bis 16-jährige abschaffen?

Alkoholausschank für 14-bis 16-jährige abschaffen?

München / Bayern – Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren sollen nach Meinung von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek in Bars oder Restaurant keinen Alkohol mehr konsumieren dürfen, auch nicht, wenn sie dabei von einer sorgeberechtigten Person begleitet werden. „Dieses sogenannte begleitete Trinken muss meiner Ansicht nach abgeschafft werden,“ sagte er am gestrigen Freitag anlässlich der Eröffnung des Deutschsprachigen Ländertreffens in München.

Aktuelle Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung von 2021 würden zeigen, wie verbreitet Alkoholkonsum in Deutschland schon bei Jugendlichen ist. Demnach hat knapp ein Fünftel der 12- und 13-Jährigen schon einmal Alkohol probiert. Bei den 16- und 17-Jährigen ist es mit gut 88 Prozent bereits die überwiegende Mehrheit. Knapp ein Fünftel der 16- und 17-Jährigen konsumiere Alkohol regelmäßig – also wöchentlich. Rauschtrinken habe fast ein Viertel der Jugendlichen in dieser Altersgruppe innerhalb der letzten 30 Tage praktiziert.

Erhöhung des Einstiegsalters
„maßgebliches Präventionsziel“

Der Minister unterstrich: „Wir setzen uns entschieden für einen verantwortungsvollen Umgang von Erwachsenen mit Alkohol ein. Für Kinder und Jugendliche, für die Alkoholkonsum ein besonders hohes Gesundheitsrisiko darstellt, sind insbesondere die Sensibilisierung für das Thema und die Erhöhung des Einstiegsalters beim Alkoholkonsum maßgebliche Präventionsziele. Zudem ist ein konsequenter Vollzug des Jugendschutz- und Gewerberechts für die Prävention von Alkoholkonsumstörungen unabdingbar. Das sind mir wichtige Anliegen.“

Holetschek ergänzte: „Mit dem Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen haben wir in Bayern bewährte Organisationen und Strukturen zur Prävention von schädlichem Alkoholkonsum. Selbsthilfegruppen, darunter Sucht-Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Alkoholiker, ergänzen und bereichern die professionelle Versorgungslandschaft niedrigschwellig durch eine psychologische und soziale Komponente. Sie ermöglichen einen selbstbestimmten Austausch Betroffener sowie Angehöriger, um die Lebensqualität zu verbessern, Eigenverantwortung zu betonen und Teilhabe zu stärken.“

Bayernweit rund 1.200 Selbsthilfegruppen zum Thema „Sucht“

Bayern gibt es geschätzt rund 1.200 Selbsthilfegruppen aus dem Suchtbereich. Die Anonymen Alkoholiker sind eine vor fast 90 Jahren von ehemaligen Alkoholkranken in den USA gegründete Selbsthilfeorganisation. Sie ist im deutschsprachigen Raum in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten. In Deutschland gibt es sie seit 70 Jahren. Mitglied können nur Menschen werden, die eine Alkoholkonsumstörung haben. Die Selbsthilfeorganisation vermeidet eine zentrale Organisation und ihre Mitglieder bleiben weitgehend anonym.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege / Beitragsbild: Symbolfoto re)

 

 

Borkenkäfer: Erster Schwarmflug ab Mitte April

Borkenkäfer: Erster Schwarmflug ab Mitte April

München / Bayern – Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber rechnet auch heuer bayernweit mit einer starken Ausbreitung des Borkenkäfers. Denn auf Grund der milden Witterung im vergangenen Jahr konnte der Waldschädling eine hohe Ausgangspopulation aufbauen.

Die Ministerin ruft deshalb alle Waldbesitzer jetzt zum Handeln auf: „Wir erwarten ab Mitte April den ersten Schwärmflug. Zuvor müssen dringend alle befallenen Bäume aus dem Wald gebracht werden. Die Waldbesitzer sollten deshalb die nächsten Wochen nutzen, um ihre Wälder intensiv auf Käferbefall zu kontrollieren“. Der Forstministerin zufolge ist diese vorbeugende Bekämpfung im Frühjahr auch in Regionen wichtig, in denen es bisher noch wenige Borkenkäfer-Schäden gab.

Rotverfärbte Kronen können
Anzeichen für Befall sein

Stämme, Kronen oder stehende Bäume, in denen die Käfer überwintert haben, sollten zügig aufgearbeitet und das Holz abgefahren oder im Abstand von mindestens 500 Metern zum nächsten Fichtenwald gelagert werden. Anzeichen für befallene Bäume sind häufig rotverfärbte Kronen, grüne Nadeln am Boden oder abgefallene Rinde. Im Zweifel hilft auch ein Blick unter die Rinde.
Sind Borkenkäfer vorhanden, gelte es schnell zu handeln und auch die umliegenden Bäume intensiv zu untersuchen. Unterstützung und Beratung erhalten die Waldbesitzer von den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie von den forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen. Aktuelle Infos zur Borkenkäfergefahr und eine Praxishilfe zum Erkennen von Befall gibt es im Internet unter www.borkenkaefer.org. Für Fragen und Informationen zur waldbaulichen Förderung sollten sich die Waldbesitzer an den zuständigen Beratungsförster wenden. 
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten / Beitragsbild: Symbolfoto re)