Königstraße, Rosenheim, 1908

Königstraße, Rosenheim, 1908

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1908. Auf unserem historischen Foto zu sehen ist die Königstraße in Rosenheim.

Ein besonders interessantes Detail auf diesem Foto ist das kleine Rußwurmhaus am Ludwigsplatz. 1955 musste es einem Vierstockwerkbau weichen. Ein genauerer Blick lohnt sich auch bei der künstlerisch gestalteten Straßenlaterne davor. Und natürlich gibt es auch noch eine ganze Reihe anderer kleiner Dinge, für die es sich lohnt, dieses Foto genauer zu studieren.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Anerkennung für 2 Traditionen aus Bayern

Anerkennung für 2 Traditionen aus Bayern

Bayern – Ab sofort sind zwei weitere Traditionen aus Bayern im Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes zu finden: das niederbayerische „Englmarisuchen“ und die „Handweberei“.

„Von insgesamt 144 Einträgen im Bundesverzeichnis sind 35 aus Bayern. Das zeigt, wie vielfältig Bräuche und traditionelle Handwerkstechniken bei uns gelebt und bewahrt werden. So wird der kulturelle Reichtum unserer bayerischen Heimat sichtbar. Die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis ist auch ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung für alle Trägerinnen und Träger der Kulturformen und ihrem bedeutsamen Ausdruck gelebter Heimatverbundenheit. Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die das ‚Englmarisuchen‘ und die ‚Handweberei‘ lebendig erhalten und damit ihr und unser kulturelles Erbe pflegen!“ so Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.

„Englmarisuchen“ ist
ein religiöses Schauspiel

Das „Englmarisuchen“ ist ein religiöses Schauspiel, das die Legende vom Leben, dem gewaltsamen Tod und der Auffindung des Leichnams des seligen Engelmar (verstorben um 1100) erzählt. Das Spiel ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts belegt und war bis 1906 in eine Fronleichnamsprozession eingebunden, seither findet es alljährlich am Pfingstmontag in Sankt Englmar im Bayerischen Wald (Niederbayern) statt. Kern des Brauchgeschehens ist ein Umzug in historisierenden Kostümen mit einem von Ochsen gezogenen Wagen zum Kapellenberg. Dort soll der Überlieferung nach der selige Engelmar gelebt haben, ermordet und aufgefunden worden sein. Um das Schauspiel haben sich weitere Bräuche wie eine Reiterprozession, das Auftreten des „Pfingstl“ und der „Pfingstltuscher“ zu einem seit Generationen gepflegten zentralen Festtermin gruppiert. Das „Englmarisuchen“ steht bereits seit 2020 im Bayerischen Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes.

„Handweberei“ ist eine
sehr alte Kulturtechnik

Bei der „Handweberei“ handelt es sich um die Herstellung von Geweben an Webrahmen, Flachwebstühlen oder anderen nichtmaschinellen Webgeräten durch die rechtwinkelige Verkreuzung von Fäden auf einer oder mehreren Ebenen. Das Handweben gehört zu den sehr alten Kulturtechniken und ist eng mit dem Grundprinzip des Flechtens verbunden. Der Brauch der Handweberei ist auf allen Kontinenten verbreitet und wird heute vor allem im Kunsthandwerk und als Hobby ausgeführt. Die „Handweberei“ steht bereits seit 2022 im Bayerischen Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes.

Über die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis wird im zweijährigen Turnus in einem mehrstufigen Verfahren entschieden. Die Erstellung eines nationalen Registers ist eine Verpflichtung aus dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes, dem Deutschland vor zehn Jahren beigetreten ist. Ziel ist, weltweit die Vielfalt des lebendigen Kulturerbes zu erhalten, zu pflegen und zu fördern. Die Auswahl der Vorschläge für das Bundesweite Verzeichnis erfolgt in Bayern auf Grundlage des Bayerischen Landesverzeichnisses nach fachlicher Empfehlung eines unabhängigen Expertengremiums.

Die nächste Bewerbungsrunde startet am 1. April 2023. Für Interessierte und Antragsteller findet am 24. März 2023 von 14 bis 17  Uhr eine Informationsveranstaltung in Landshut statt. Die Anmeldung zur Informationsveranstaltung sowie weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren finden sich im Internet unter www.ike.bayern.de.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Finanzen und für Heimat / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Halbzeit beim Starkbierfest Raubling

Halbzeit beim Starkbierfest Raubling

Raubling / Landkreis Rosenheim – Beste Stimmung am vergangenen Wochenende beim Starkbierfest in Raubling. Der Höhepunkt steht aber erst bevor – mit dem kommenden Josefi-Wochenende. 

Nach dreijähriger Pause kann heuer endlich das 40. Raublinger Starkbierfest am Kapellenweg neben dem Raublinger Gymnasium  stattfinden. Erstmals findet es an drei Wochenenden statt. Der Eintritt ist.
Die Festwirtsfamilie Kirner zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden und freut sich jetzt auf das kommende Wochenende. Denn da wird Josefi gefeiert. Für musikalische Umrahmung sorgen am Freitag, 17. März „Die lustigen Bergla“, am Samstag, 18. März, die Musikkapelle Bad Feilnbach und am Sonntag, 19. März die „Sunnseit Musi“. Am Montag, 20. März, steht Kesselfleischessen und Musik mit der  Musikkapelle Neubeuern auf dem Programm. Zum Endspurt der Starbierzeit in Raubling geht es dann ab dem Freitag, 24. März. Weitere Infos hier.
(Quelle: Pressemitteilung Familie Kirner / Beitragsbild: Familie Kirner – Copyright: Adam Vinzenz)

Trachtler stimmen auf Gründungsfest ein

Trachtler stimmen auf Gründungsfest ein

Rosenheim – „Unser Fest – unser Engagement – unser Erfolg“, mit diesen Worten stimmte Vorstand Alfred Licht die Mitglieder des Trachtenvereins „Innviertler“ Rosenheim in der Frühjahresversammlung auf das bevorstehende 120-jährige Gründungsfest ein. Es soll ein Fest im kleinen Rahmen sein.

Unser Beitragsbild zeigt die „Innviertler bei der Fahnenweihe 1949 des Patenvereins „D`Lindntaler“ Lauterbach. Der Taferlbua ist das heute 86-jährige Ehrenmitglied der „Innviertler“ Josef Leitner.
Das Programm für das 120-jährige Gründungsfest des Vereins in diesem Jahr steht nun fest: Am Samstag, 1. Juli, wird um 17.30 Uhr zum Kirchgang in die Stadtpfarrkirche „St. Nikolaus“ geladen. Im Anschluss findet ein kleiner Festzug – unter Führung der Blaskapelle „Am Wasen“ – vom Ludwigspatz zur „Auerbräu-Festhalle“ statt. Dort heißt es dann ab 20 Uhr „Plattln und Tanzen mit den Innviertlern“. Es spielen die „Mitteroimer“ und „Weißngroanaer“ Musikanten. Die Vorbereitungen für das Fest laufen auf Hochtouren.
Beim Patentreffen mit den „Lindntalern“ Lauterbach am 18 Juni wird ein neues Vereinsgruppenbild gemacht.

Viel geboten im vergangenen Halbjahr

Silvia Krenzler lies bei der Versammlung mit ihrem Schriftführerbericht das letzte Halbjahr Revue passieren. Es war gespickt mit Veranstaltungen. Herausragend waren der Kathreintanz, die Weihnachtsfeier, der Trachtenball in Neumarkt am Wallersee und der Lumpenball.
Kassier Bernhard Kaiser präsentierte eine solide Kasse. Der Verein steht trotz der bevorstehenden Ausgaben für das Jubiläum finanziell gut da.
Anna Wimmer berichtete über die vielfältige Jugendarbeit und warb für die Brauchtumsveranstaltung „Sepp, Depp, Hennadreck“ am 12. und 13. April im Pfarrheim „St. Michael“. Musikwart Leonhard Wimmer stellte eine einfache „Kinderzither“ in den Focus seines Berichts. Stellvertretend für die Vorplattler warb Vorstand Alfred Licht um den regelmäßigen Besuch der Aktivenproben.
Mit Geburtstagswünschen, Schuhplattlern und Trachtentänzen endete die harmonisch verlaufende „Innviertler“ Frühjahresversammlung.
(Quelle: Pressemitteilung Trachtenverein „Innviertler“ Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Trachtenverein „Innviertler“ Rosenheim) 

Mal ohne Elterntaxi

Mal ohne Elterntaxi

Rosenheim / Landkreis / Bayern – Innerhalb von 6 Wochen mindestens 20-mal ohne Elterntaxi zur Schule. Das ist die Herausforderung beim Schulprojekt „SpoSpiTo“. Start ist am 20.März. 

Am 20. März startet in mehreren Bundesländern für über 110.000 Kinder eines der größten Schulprojekte in Deutschland für mehr Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz auf dem Schulweg und geht in die vierte Runde. Die Abkürzung SpoSpiTo steht dabei für Sporteln-Spielen-Toben.

Die Herausforderung: Innerhalb von sechs Wochen mindestens 20-mal ohne Elterntaxi in die Schule zu kommen. Ob mit dem Rad, dem Tretroller oder zu Fuß – Hauptsache das Auto bleibt in der Garage. Kinder, die diese Aufgabe meistern, erhalten als Anerkennung für so viel Bewegung und Klimaschutz eine SpoSpiTo-Urkunde! Doch der eigentliche Lohn ist eine tägliche Bewegungs-Einheit noch vor Unterrichtsbeginn – und der Stolz, den Weg zur Schule selbst zurückgelegt zu haben. Vielleicht spart das morgens sogar Zeit. Denn der Stau und das Verkehrschaos vor der Schule entfallen prompt. Für die Eltern endet stattdessen der morgendliche Stress an der eigenen Haustür. Wer will, darf seinen Sprössling aber natürlich zur Schule begleiten
Und ganz nebenbei: Unter allen erfolgreich teilnehmenden Kindern werden Preise im Wert von über 20.000 Euro verlost. Zu gewinnen gibt es: 400 Gutscheine im Wert von jeweils 20 Euro von Decathlon, 60 Scooter Sprite der Marke Micro und 100 Kinderrucksäcke von Vaude. 
Welche Schulen sich zum Bewegungspass 2023 in Bayern angemeldet haben, sieht man hier. 
(Quelle: Pressemitteilung SpoSpiTo / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Keine Bettensteuer in Bayern

Keine Bettensteuer in Bayern

München / Rosenheim – Rechtssicherheit für Bayerns Kommunen und keine zusätzlichen Belastungen für Tourismusbetriebe durch die Änderung des Kommunalabgabengesetzes – dafür sorgte jetzt die CSU-Fraktion unter Federführung von Klaus Stöttner, tourismuspolitischer Sprecher der CSU im Landtag.

Konkret wird damit künftig die Erhebung einer Steuer auf Übernachtungen durch Bayerns Kommunen verhindert. Hintergrund ist die von der Stadt München geplante Übernachtungssteuer von fünf Prozent, die der Münchner Stadtrat am 01.03.2023 mehrheitlich beschlossen hatte. Aktuell ist das gemäß einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts möglich, wenn keine Landes- oder Bundesgesetze dies untersagen. Hier schafft Bayern jetzt auf Initiative der CSU-Fraktion die entsprechende Regelung.
Klaus Stöttner verdeutlichte als tourismuspolitische Sprecher der CSU-Fraktion die Haltung der Staatsregierung: „Die von München angedachte Bettensteuer zu Lasten der Münchner Gastgeber kommt nicht der Tourismusbranche zugute, sondern fließt in den allgemeinem Stadthaushalt.

„Übernachtungssteuer
absolut kontraproduktiv“

Die rot-grüne regierte Stadt München nutzt das legitime Finanzierungskonzept der Fremdenverkehrsabgabe nicht, sondern belastet einseitig die Gastgeber. Solche Vorhaben kommen angesichts von Energiekrise, Inflation und Rezession absolut zur Unzeit.“
Als Präsident des Verbands Tourismus Oberbayern München hält er die geplante Einführung einer Übernachtungssteuer in der Landeshauptstadt München für absolut kontraproduktiv. „Die Tourismusbranche hat nach der Corona-Pandemie gerade mühsam zwei Schritte nach vorne gemacht und erholt sich langsam, nun geht man wieder einen Schritt zurück. Das ist für einen der wichtigsten Wirtschaftszweige in Bayern ein herber Rückschlag“, so der Landtagsabgeordnete. Mit einem ähnlichen Vorstoß war die Stadt München bereits 2012 mit einer Klage vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gescheitert. Der Bayerischen Landtag hatte die Einführung einer örtlichen Übernachtungssteuer zuvor 2011 abgelehnt, da diese dem übergeordneten Ziel der Stärkung des Tourismus widerspreche.
Die aktuelle Änderung des Kommunalgesetzes schafft jetzt Klarheit und verhindert zusätzliche Belastungen für Tourismusbetriebe. Sie stärkt damit insbesondere den Standort München als attraktiven Ort für Messen und Veranstaltungen.
(Quelle: Presseinformation Abgeordnetenbüro Klaus Stöttner / Beitragsbild: Symbolfoto re)