Nach der Bundestagswahl: Bayerische Wirtschaft drängt auf zügige Einigung

Nach der Bundestagswahl: Bayerische Wirtschaft drängt auf zügige Einigung

München / Berlin –  Am Tag nach der Bundestagswahl (24.2.2025) fordert die bayerische Wirtschaft schnelle Gespräche zwischen den Parteien zur Bildung einer neuen Bundesregierung, die dann eine mutige und entschlossene wirtschaftspolitische Agenda für mehr Wachstum verfolgen müsse.

„Im Wahlkampf haben wir viele Ankündigungen gehört, jetzt kommt es auf die schnelle Umsetzung echter und wirksamer Impulse für alle Branchen an“, erklärt Klaus Josef Lutz, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK). „Eine politische Hängepartie – wie wir sie beispielsweise in Österreich erleben – wäre fatal. Wir brauchen nach den vergangenen Monaten wieder Verlässlichkeit und Planungssicherheit sowie Anreize für mehr Investitionen, Erwerbstätigkeit und Produktivität.“

Der BIHK mahnt aber auch zu Realismus. „Die Wirtschaftsleistung ist in Deutschland seit 2019 inflationsbereinigt nicht mehr gewachsen. Vor allem wegen des Renteneintritts der Boomer-Generation bleibt das Wachstumspotenzial auf Jahre hinaus unter einem halben Prozentpunkt. Aller Voraussicht nach werden die 20er Jahre das wachstumsschwächste Jahrzehnt seit Gründung der Bundesrepublik“, betont Lutz. „Der Gegenwind, gegen den die Wirtschaft derzeit ankämpft, lässt sich nicht von heute auf morgen abstellen. Die früheren Selbstverständlichkeiten wie Aufschwung durch hohe Exportüberschüsse, umfassende Gewinntransfers aus Geschäften mit China und den USA, günstige Energie aus Russland sowie Frieden und Sicherheit in Europa sind erst einmal passé. Dazu kommt die fortschreitende Alterung unserer Gesellschaft, die einen deutlichen Rückgang der
Erwerbstätigen Jahr für Jahr bedeutet,“ so Lutz. Deswegen brauche es laut den neun bayerischen IHKs in Deutschland sowie in der gesamten EU eine wirtschaftspolitische Generalsanierung für bessere Standortbedingungen und mehr internationale Wettbewerbsfähigkeit. „Der Dreh- und Angelpunkt ist ein ernst gemeinter und spürbarer Bürokratieabbau“, sagt Lutz. Der BIHK-Präsident verweist auf eine bayernweite Befragung, in der 94 Prozent der Firmen im Freistaat von der neuen Bundesregierung einen Abbau der überbordenden Regulatorik, Nachweis- und Berichtspflichten fordern.

„Deutschland muss wieder eine zentrale Führungsrolle in Europa einnehmen“

„Bürokratieabbau, wie er in Schweden oder Dänemark verwirklicht wurde, könnte uns in Deutschland ein jährliches Plus von 146 Milliarden Euro bei der Wirtschaftsleistung bringen“, adressiert Lutz an die Politik. Aus Sicht der bayerischen Wirtschaft sei es zudem zwingend geboten, mehr auf europäische Zusammenarbeit zu setzen. „Die Herausforderungen unserer Unternehmen enden nicht an der Grenze. Ob Bürokratieabbau im Binnenmarkt, grenzüberschreitende Energieversorgung, eine europäische Spar- und Investitionsunion oder neue EU-Handelsabkommen mit Ländern und Regionen: Wir brauchen auf jeden Fall mehr Miteinander und keine nationalen Alleingänge. Wenn wir als Europäer gemeinsam unsere Hausaufgaben erledigen, machen wir uns widerstandsfähiger gegenüber der zunehmenden Abschottung in China und in den USA sowie gegenüber geopolitischen Verwerfungen“, erklärt BIHK-Präsident Lutz. „Den Parteien sollte klar sein, dass Deutschland wieder eine zentrale Führungsrolle in Europa einnehmen muss. Eine starke europäische Wirtschaft ist dabei Voraussetzung für alle anderen Politikfelder.“
(Quelle: Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern / Beitragsbild. Symbolfoto re)

Bundestagswahl 2025: Der Tag nach dem Wahlsonntag

Bundestagswahl 2025: Der Tag nach dem Wahlsonntag

Rosenheim / Landkreis / Bayern – Der Tag nach der Bundestagswahl 2025 offenbart Gewinner und Verlierer. Innpuls.me blickt auf die Endergebnisse im Wahlkreis Rosenheim und die vorläufige Mandatsverteilung für Bayern. 

Zu den klaren Gewinnern bei den Direktkandidaten zählt für den Wahlkreis Rosenheim Daniela Ludwig von der CSU. Sie kommt auf 40,9 Prozent (Plus 4,8 Prozent im Vergleich zu 2021). Freuen kann sich auch Leyla Bilge von der AFD mit 18,3 Prozent – was im Vergleich zur Bundestagswahl von 2021 ein Plus von sattes Plus von 10 Prozent bedeutet. Einen Zugewinn gab es zudem bei den Linken: Ates Gürpinar kommt auf 4,6 Prozent, bedeutet ein Plus von 2,4 Prozent im Vergleich zur Bundestagswahl 2021. Andere Direktkandidaten wie Reka Molnar (SPD), Victoria Broßart (Grüne), Sepp Hofer (Freie Wähler) haben leicht verloren. Einen deutlichen Verlust musste die FDP im Wahlkreis Rosenheim hinnehmen mit Direktkandidat Marcus Moga. Es kam nur noch auf 2,9 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 waren es noch 9,3 Prozent.

vorläufiges Endergebnis für den Wahlkreis Rosenheim

So sieht das Wahlergebnis nach einem spannenden Wahlabend für den Wahlkreis Rosenheim aus. Grafik: Copyright Landratsamt Rosenheim

Mit dem vorläufigen amtlichen Ergebnis steht auch fest, wie viele Mandate im Bundestag auf Bayern entfallen: 101 von insgesamt 630 Mandate. Davon erhalten. laut aktueller Pressemitteilung des Bayerischen Landesamt für Statistik, die CSU 44, die AFD 22, die Grünen 13, die SPD 14 und die Linke 7 Sitze.

CSU in allen bayerischen Wahlkreisen vorne

In allen 47 bayerischen Wahlkreisen gab es bei den Erststimmen eine Mehrheit zugunsten der CSU.
Nach dem im Jahr 2023 geänderten Bundeswahlgesetz erhalten Bewerber einer Partei mit Erststimmenmehrheit nur dann ein Mandat, wenn das durch einen entsprechenden Zweitstimmenanteil ihrer Partei gedeckt ist. Nach der vorläufigen Sitzberechnung der Bundeswahlleiterin können 44 der 47 Bewerber der CSU mit Erststimmenmehrheit mit einem Mandat im 21. Deutschen Bundestag rechnen. In den Wahlkreisen München-Süd, Nürnberg-Nord sowie Augsburg-Stadt sind die drei Bewerber mit den geringsten Erststimmenanteilen, die nach der vorläufigen Berechnung kein Mandat im Bundestag erringen können. Bedeutet auch: die Rosenheimerin Daniela Ludwig (CSU) ist wieder drin.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Info: Landratsamt Rosenheim / Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re, ai-generiert / Grafik: Landratsamt Rosenheim)

Bundestagswahl 2025 – Liveticker

Bundestagswahl 2025 – Liveticker

Rosenheim / Landkreis / Bayern / Deutschland – Bundestagswahl 2025: Die Wahllokale haben geschlossen. Nun beginnt die Auszählung. Innpuls.me blickt im Liveticker auf die Ergebnisse für die Stadt Rosenheim und den Landkreis:

Update 22.20 Uhr: Die Ergebnisse von Brannenburg sind da und so sieht es bei den Zweitstimmmen im Landkreis Rosenheim jetzt aus: CSU: 38,6 Prozent, AfD: 20,0 Prozent, Grüne: 11,8 Prozent, SPD: 9,1 Prozent, FDP: 4,6 Prozent, Freie Wähler: 5,1 Prozent, BSW: 2,9 Prozent. Damit beenden wir unseren Liveticker.

Update: 21.44 Uhr: Im Landkreis Rosenheim hakt es jetzt nur noch an einer kleinen Stelle in der Gemeinde Brannenburg. Aber langsam neigt sich ein spannender Wahlsonntag dem Ende zu.

Update 21.41 Uhr: Jetzt ist das Ergebnis für die Stadt Bad Aibling da – und so sieht es bei den Zweitstimmen aus: CSU: 37,1 Prozent, AfD: 19,2 Prozent, Grüne: 13 Prozent, SPD: 9,9 Prozent, FDP: 5,1 Prozent, Freie Wähler: 3,6 Prozent, BSW: 3,1 Prozent.

Update 21.37: Gibt es Unterschiede bei der Stimmenverteilung bei Urnen- und Briefwählern im Landkreis Rosenheim? Ja, gibt es: Blicken wir wieder auf die Zweitstimmen: Bei den Briefwählern kommt die AfD „nur“ auf 15,1 Prozent – bei den Urnenwähler auf 25,6 Prozent. Bei der CSU ist es genau andersherum. Da ist das Ergebnis bei den Briefwählern besser: 41,7 Prozent. Zum Vergleich: Urnenwähler 35 Prozent. Auch bei den Grünen punktet man mehr bei den Briefwählern: 12,6 Prozent – Vergleich Urnenwähler 10,9 Prozent.

Update: 21.31: Beim Landkreis Rosenheim „hakt“ es noch an zwei Stellen. Bis auf Brannenburg und Bad Aibling ist die Auszählung der Stimmen abgeschlossen. Aber so viel kann man schon mal sagen: Im Vergleich zum deutschlandweiten Trend gibt es keine großen Überraschungen. CSU klar vorne. AfD auf Platz 2, gefolgt von den Grünen und SPD. Anders als bei der gesamten Hochrechnung für Deutschland kommen aber die Freien Wähler im Landkreis Rosenheim auf knapp über 5 Prozent.

Bundestagwahl: Endergebnis Stadt Rosenheim. Screenshot Stadt Rosenheim

So sieht das Endergebnis bei den Zweitstimmen für die Stadt Rosenheim aus. Grafik: Screenshot Stadt Rosenheim

Update: 21.19 Uhr: In der Stadt Rosenheim ist die Auszählung der Stimmen abgeschlossen. So sieht das Endergebnis bei den Zweitstimmen aus: CSU: 21,3 Prozent, AfD: 17,8 Prozent, Grüne: 15,5 Prozent, SPD: 12,0 Prozent, FDP: 4,8 Prozent, BSW: 3,5 Prozent, Freie Wähler: 2,7 Prozent.

Update: 20.54 Uhr: Starke Wahlbeteiligung sowohl in der Stadt Rosenheim als auch dem Landkreis. 81,4 Prozent in der Stadt Rosenheim und im Landkreis 84,5 Prozent.

Update 20.49 Uhr:
Beim Landkreis Rosenheim schauen wir uns jetzt mal die Stimmenverteilung in der Gemeinde Kiefersfelden genauer an. Zweitstimmen: Die CSU dort seht stark mit 38,5 Prozent. Die AfD liegt mit 19,5 ,Prozent auf Platz 2, SPD: 10,9 Prozent, Grüne: 11,8 Prozent, Freie Wähler: 4,5 Prozent. FDP: 4,8 Prozent. BSW: 3 Prozent.

Update 20.43: In der Stadt Rosenheim ist man mit der Auszählung fast durch. Nur noch zwei sind übrig. Neu hinzugekommen ist aktuell das Stadtteil Kastenau. Da sieht die Stimmenverteilung bei den Zweitstimmen so aus: CSU bekommt 30,6 Prozent. Die AfD folgt mit 25,9 Prozent.. SPD: 10,8 Prozent, Grüne: 10,2 Prozent, FDP: 5,6 Prozent, BSW: 3,3 Prozent, Freie Wähler: 2,8 Prozent.

Update 20.11 Uhr: So viel steht schon mal fest: die AfD hat im Landkreis Rosenheim im Vergleich zur Bundestagswahl 2021 am meisten zugelegt. Damals kam die AfD bei den Zweitstimmen auf 8,7 Prozent.

Update 20.08 Uhr: In der Stadt Rosenheim hat man es fast geschafft Ausgezählt sind jetzt bereits 54 von 60. Und so schaut es bei den Zweitstimmen aus: Die CSU immer noch klarer Sieger mit 32,6 Prozent. Die AfD kommt mit 17 Prozent auf en zweiten Platz – dicht gefolgt von den Grünen mit 16,1 Prozent. Die SPD abgeschlagen mit 12 Prozent und FDP, Freie Wähler und BSW unter 5 Prozent.

 

Update: 20.05 Uhr:  Blicken wir jetzt mal auf den deutschlandweiten Trend. Nach der ARD-Hochrechnung liegt CDU/CSU auf 28,6 Prozent vor der AFD mit 20,4 Prozent. Die SPD kommt auf 16,3 Prozent, Grüne auf 12,3 Prozent, Linke auf 8,5 Prozent, FDP auf 4,7 Prozent, BSW auf 4,9 Prozent.

Zweitstimmen Bürgerhaus Happing. Foto: Screenshot Stadt Rosenheim

Im Bürgerhaus Happing gab es für die AfD die meisten Stimmen. Foto: Screenshot Stadt Rosenheim

Update 19.55 Uhr: Interessant bei der Stadt Rosenheim ist der Unterschied bei den Wählerstimmen aus der Innenstadt im Vergleich zu den Wählerstimmen aus den Stadtteilen. In der Innenstadt können die Grünen deutlich besser punkten als in den Stadtteilen. In den Stadtteilen ist dagegen aktuell die AfD besonders stark und liegt beispielsweise im Bürgerhaus Happing hauchdünn vor der CSU.

Bundestagswahl Screenshot Landratsamt Rosenheim

Ausgezählt 333 von 388. So ist der Stand um 19.50 Uhr im Landkreis Rosenheim. Grafik: Screenshot Landratsamt Rosenheim

Update 19.45 Uhr: Im Landkreis Rosenheim kommt man mit dem Auszählen gut voran. Stand jetzt sind es bereits 322 von 388. Und so sieht die politische Lage aus: Die CSU kommt jetzt bei den Zweitstimmen auf  38,5 Prozent vor der AfD mit 20,4 Prozent und den Grünen mit 11,8 Prozent. Die SPD holt 9 Prozent, die Freien Wähler könnten jetzt den Sprung schaffen mit 5 Prozent. Unter 5 Prozent bleiben weiter FDP (4,6 Prozent) und BSW (2,9 Prozent)

Update 19.17 Uhr: In der Stadt Rosenheim sind jetzt 11 von 60 ausgezählt. Blicken wir wieder auf die Zweitstimmen: Die CSU liegt mit 34 Prozent vor den Grünen mit 18,1 Prozent und der AfD mit 16,2 Prozent. Es folgen auf Platz 4 die SPD mit 10,7 Prozent. FDP, Freie Wähler und  BSW weiter unter 5 Prozent.

Screenshot Bundestagwahl.  Foto: Screenshot Landkreis Rosenheim

Grafik Zweitstimmen im Landkreis Rosenheim, Stand 19.13 Uhr – ausgezählt 150 von 388. Grafik: Landkreis Rosenheim

Update 18.47: Jetzt gibt es in der Stadt Rosenheim das erste Ergebnis von insgesamt 60 Wahlstätten. Vorläufiges Ergebnis bei den Zweitstimmen: CSU mit 34,7 Prozent auf Platz Eins. Die Grünen folgen mit 21,7 Prozent. Die SPD kommt auf 11,9 Prozent. AfD: 12,3 Prozent. FDP liegt bei 4 Prozent  Unter 5 Prozent die Freien Wähler und die BSW.

Update 18.43: Im Landkreis Rosenheim aktuell ausgezählt 11 von 388.  Blicken wir jetzt mal auf die Zweitstimmen: Da liegt die CSU mit 38 Prozent vor der AfD mit 22,7 Prozent, den Grünen mit 11,1 Prozent. SPD folgt mit 9,2 Prozent. Weit abgeschlagen dahinter landen die Freien Wähler mit 3,8 Prozent und die BSW mit 3,1 Prozent.

 

Update 18.29 Uhr: Drei Gebiete im Landkreis Rosenheim sind bereits ausgezählt. Bei den Erststimmen liegt die CSU mit 51,3 Prozent vor der AfD mit 17,6 Prozent und den Grünen mit 12,6 Prozent. Die SPD kommt mit 6,7 Prozent auf Platz Vier. Nicht über die 5 Prozent-Hürde kommen FDP (2,9 Prozent) und Freie Wähler (4,2 Prozent)

Update 18.26: Die Auszählung im Landkreis Rosenheim hat begonnen. Die Wahlbeteiligung liegt laut Hochrechnung aktuell bei 66,9 Prozent.

 

Update 17.25: Wie werden sie sich entscheiden? Die 2,3 Millionen Erstwähler

Update: 17.12 Uhr: 
Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2021 lag bei 76,6 Prozent.  Im Jahr 2017 betrug sie 76,2 Prozent und 2013 71,5 Prozent. Heuer zeichnet bereits ab, dass die Wahlbeteiligung hoch ausfällt.

Wahlkampf. Symbolfoto re

Um 18 Uhr schließen die Wahllokale.

Update: 17.10 Uhr: Wer hat noch nicht? Dann wird es jetzt höchste Zeit, sich auf den Weg zum Wahllokal zu machen. Um 18 Uhr ist Schluss. 

Update 16.50 Uhr:  Die jüngste Kandidatin bei der Bundestagswahl 2025 ist 18 Jahre alt. Die älteste Bewerberin ist 88 Jahre alt.

Update 16.40 Uhr:  Es gibt in Deutschland für alles Vorschriften – auch für Stimmzettel: Sie müssen mindestens DIN-A4-Größe haben, auf weißem Papier gedruckt sein – und ganz wichtig, man darf nach dem Falten nicht erkennen können, wie gewählt wurde.
Auch interessant: die rechte obere Ecke bei Stimmzetteln fehlt oder sie ist gelocht: Grund. dadurch können blinde Menschen Schablonen anlegen, die das Lesen mit den Fingern ermöglichen.

Update 16.32 Uhr:
 Durch die Wahlrechtsreform 2023 wird die Größe des Bundestages gesetzlich auf 630 Sitze begrenzt. Es gibt keine Überhang- und Ausgleichsmandate mehr. Zum Vergleich: Nach der Wahl 2021 bestand der Bundestag aus 736 Abgeordneten – die größte Zahl in der Geschichte des Parlaments (Quelle:bundesregierung.de)

Wahlrechtliche Bannmeile. Foto: Innpuls.me

In der Stadt Rosenheim wurde eine „Bannmeile“ gezogen. Fotos: Innpuls.me

Update 16.25 Uhr:  Die Stadt Rosenheim hat für die Bundestagswahl 2025 eine „Wahlrechtliche Bannmeile“ angeordnet. Bedeutet: Am Wahltag ist es während der Abstimmungszeit in und an den Gebäuden, in denen sich die Abstimmungsräume befinden, sowie unmittelbar vor dem Zugang zu den betreffenden Gebäuden verboten,  Wähler durch Ton, Schrift, Bild oder auf andere Weise, insbesondere durch Umfragen oder Unterschriftensammlungen zu beeinflussen, behindern oder zu belästigen.

Update 15.45:  Die Wahlbeteiligung an der Urne liegt in Bayern um 14 Uhr bei 48 Prozent. Das gibt das Bayerische Landesamt für Statistik bekannt. Die Gesamtwahlbeteiligung um 14 Uhr wird auf rund 69 Prozent geschätzt.

Update 15.40 Uhr:  Die meisten  der Insgesamt 59,2 wahlberechtigten Deutschen kommen aus Nordrhein-Westfalen. Dort sind 12,6 Millionen Menschen Wahlberechtigt. Auf Platz 2 Bayern mit 9,2 Millionen.

Update 14.50 Uhr:  Zahlen zum Wahlsonntag: Etwa 59,2 Millionen Deutsche sind heute wahlberechtigt – davon 30,6 Millionen Frauen und 28,6 Männer.  Unter ihnen sind 2,3 Millionen Erstwähler.
Bundesweit ist knapp die Hälfte der Wahlberechtigten zwischen 30 und 59 Jahre alt. Jede vierte wahlberechtigte Person ist älter als 69 Jahre (Quelle: Bundesregierung.de)

Unternehmen fordern umfassende Strukturreformen

Unternehmen fordern umfassende Strukturreformen

Raubling / Landkreis Rosenheim – Großes Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Bayern, aber ein Katalog an Forderungen an die künftige Bundesregierung – das ist das Fazit einer aktuellen Mitgliederumfrage der Wirtschaftsjunioren Bayern. „Drei Viertel unserer Mitglieder sehen den Standort Bayern in 20 Jahren positiv“, sagte der Landesvorsitzende Bernhard Fuchs der Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig bei einem Gespräch in Raubling (Landkreis Rosenheim).

„Aber für eine sichere Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes müssen viele strukturelle
Probleme erst gelöst werden.“ Beispiele dafür seien die Themen Steuern, Bürokratie und die dringend nötige Rentenreform. Für Daniela Ludwig haben diese Aspekte höchste Priorität. „Die Ampel hat die Wirtschaft an die Wand gefahren. CDU und CSU werden im Fall einer Regierungsverantwortung ihr Fünf-Punkte Programm umsetzen.“

Die Wirtschaftsjunioren Bayern sind mit 4.500 Mitgliedern in 58 Kreisen der größte Landesverband der Wirtschaftsjunioren Deutschland. Deutschlandweit vereinen die
Wirtschaftsjunioren 1,2 Millionen Arbeitsplätze und 34.000 Ausbildungsplätze.
Der Landesvorsitzende Bernhard Fuchs, Landesgeschäftsführer Andreas Burkhardt und Daniela Ludwig waren sich über die ersten wichtigen Schritte für eine Wende in der Wirtschaftspolitik einig. „Wir müssen Einkommenssteuern und Unternehmenssteuern senken, dringend Bürokratie abbauen und Überstunden steuerfrei stellen“, so Ludwig. „Das hat die Union in ihrem Wahlprogramm festgelegt, und das hat höchste Priorität. Dazu müssen wir die Energiekosten senken, mit niedrigeren Stromsteuern und niedrigeren Netzentgelten.“

Die Union werde zudem mit steuerfreien Überstunden bei Vollzeitarbeit und der Aktiv-Rente
für Rentner die Beschäftigung ankurbeln. „Wir schaffen auch das Bürgergeld ab. Es setzt falsche Anreize und kostet 50 Milliarden Euro im Jahr.“

Handlungsbedarf beim Thema Rente

Die Wirtschaftsjunioren sehen vor allem beim Thema Rente dringenden Handlungsbedarf. „Die Kosten für die Rente gehören zu den größten Posten im Staatshaushalt. Das bedeutet Lücken beim Bund für nötige Investitionen. Man denke hier nur an den Verteidigungshaushalt oder die notwendigen Investitionen in die Digitalisierung“, so Landesgeschäftsführer Andreas Burkhardt. Die von der Union geplante Frühstart-Rente sehen die Wirtschaftsjunioren positiv. „Der Staat wird pro Kind 10 Euro im Monat in Investmentfonds einzahlen“, so Daniela Ludwig. „Das ist ein guter Start, und es sensibilisiert Jugendliche und Eltern für das Thema Altersvorsorge mit Fonds. Wir brauchen dringend eine zweite Säule für die Alterssicherung.“
Ein richtiger Schritt, betonte der Landesvorsitzende Bernhard Fuchs. „Das muss aber auch begleitet werden von einer intensiveren Wirtschaftsbildung in der Schule. Was ein Dax ist,
was Investmentfonds oder ETF-Fonds sind, das wissen noch viel zu wenig Schüler oder Eltern.“

Der Reformbedarf in Deutschland ist gewaltig, darin waren sich die Abgeordnete und der Vorstand der Wirtschaftsjunioren einig. Neben der Renten- und Steuerreform gehöre auch das Thema Pflege zu den Aufgaben, die sofort angepackt werden müssten.
Bernhard Fuchs fasste es so zusammen: „Deutschland ist nach wie vor die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Wir haben keine Krise. Wir haben strukturelle Probleme. Und die gehören gelöst – so schnell wie möglich.“
(Quelle: Pressemitteilung Wahlkreisbüro Daniela Ludwig / Beitragsbild: Wahlkreisbüro Daniela Ludwig)

Politiker stellen sich in Rosenheim Fragen der Jugend

Politiker stellen sich in Rosenheim Fragen der Jugend

Rosenheim – Kandidaten für den Bundestag stellten sich am Dienstagabend (18.2.2025) beim Stadtjugendring Rosenheim den Fragen von jungen Wählern aus Rosenheim. Daniela Ludwig (CSU), Reka Molnar (SPD), Victoria Brossart (B90/ Grüne), Sepp Hofer (FW) und Marcus Moga (FDP) verdeutlichten ihre Positionen vor allem zu jugendpolitischen Themen.

Fünf Kandidaten stellten sich den Fragen der Besucher. Foto: Stadtjugendring Rosenheim

Fünf Kandidaten für den Bundestag stellten sich den Fragen der jungen Wähler. Fotos: Stadtjugendring Rosenheim

Organisiert wurde die Veranstaltung von verschiedenen Institutionen aus der Jugendarbeit in
Rosenheim und dem Ring Politischer Jugend Rosenheim (RPJ). Die Diskussion wurde live auf dem YouTube-Kanal vom Ring der politischen Jugend übertragen. Im Vorfeld der Veranstaltung gab es Kritik, weil Linke und AfD nicht zu der Veranstaltung eingeladen wurden (wir berichteten).

Rund 120 junge Besucher mit dabei

Moderatorin Karola Kellner gab allen Politikern zunächst die Möglichkeit, allgemein ihre
Forderungen zu Themen wie Jugendbeteiligung, Absenkung des Wahlalters und Kinderarmut darzustellen. Im Anschluss konnten die ungefähr 120 Besucher und auch ebenso viele Zuschauer der Liveübertragung, ihre Fragen an konkrete Kandidaten stellen. Die Jugendlichen interessierten sich dabei für sehr konkrete politische Themen, wie steigende Wohnungspreise, Rentensicherheit oder die Bezahlung von sozialen Berufen. Auch die Positionen zum Zustrombegrenzungsgesetz oder Fragen der sozialen Gerechtigkeit und des Klimaschutzes wurden angesprochen.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtjugendring Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Stadtjugendring Rosenheim)

Wegen Bundestagswahl: Rathaus Eggstätt am 24. Februar geschlossen

Wegen Bundestagswahl: Rathaus Eggstätt am 24. Februar geschlossen

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – Wegen Bundestagswahl: Die Eggstätter Gemeindeverwaltung hat am Montag, 24. Februar geschlossen.

Grund hierfür, sind nach Auskunft der Eggstätter Gemeindeverwaltung, sind die Nacharbeiten für die Bundestagswahl 2025. Die Tourist-Info bleibt genauso wie die Bücherei geöffnet. Ebenso steht das Bürgerserviceportal unter www.eggstaett.de wie gewohnt rund um die Uhr für verschiedenste Anliegen zur Verfügung.
(Quelle: Pressemitteilung Gemeinde Eggstätt / Beitragsbild: Symbolfoto re)