205 Einsatzkräfte der Feuerwehr übten in Traunreut

205 Einsatzkräfte der Feuerwehr übten in Traunreut

Traunreut / Landkreis Traunstein – Mehr als 200 Frauen und Männer der heimischen Hilfsorganisationen trafen sich am Samstagnachmittag in Traunreut, um zusammen die Einsatzabläufe zu trainieren.

Die Freiwillige Feuerwehr Traunreut und die Werkfeuerwehr B/S/H/ Traunreut haben zusammen mit dem Kreisfeuerwehrverband Traunstein einen Übungstag mit insgesamt acht Stationen organisiert. Die Übungen waren so gestaltet, dass die Einsatzkräften in unterschiedlichen Konstellationen mit den Kameraden unterschiedlicher Blaulichtorganisationen zusammenarbeiten konnten. Den gesamten Nachmittag über herrschte im Stadtgebiet sowie auf dem Firmengelände reges Treiben. Den Ausklang fand der Tag mit einer gemeinsamen Brotzeit in der Kantine des B/S/H/ Traunreut mit einem Übungsfeedback der Organisatoren.
Auftakt des Tages war die Begrüßung durch Kreisbrandinspektor Martin Schupfner am Bereitstellungsraum vor den Toren des B/S/H/ Traunreut. Nach einer Übersicht zu den Abläufen wandte sich der Nußdorfer Bürgermeister Toni Wimmer mit lobenden Worten an die Übungsteilnehmer. Er, der selbst auch bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist, zeigte sich beeindruckt, so viele Ehrenamtliche stellvertretend für alle Bürgermeister aller beteiligten Feuerwehren begrüßen zu können und wünschte allen einen erfolgreichen Übungsverlauf.
Die Übungseinsatzleitung der Feuerwehr-Führungsstelle „Chiemsee“ hatte ihre Zelte im Traunreuter Feuerwehrhaus aufgeschlagen. Das Team koordinierte die Einsätze und versorgte die Kräfte mit den Informationen zu den jeweiligen Einsatzstellen. Erfahrene Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Landkreis waren vor Ort als Übungsbeobachter eingesetzt, um die Abläufe zu protokollieren und gaben den Teilnehmern im Anschluss an die Übung ein Feedback mit Verbesserungsmöglichkeiten. Rund 25 „Verletzte“ und Helfer verteilten sich auf die acht Stationen. Die Darsteller waren professionell mit echt wirkenden Verletzungen von der „Realistischen Unfalldarstellung“ des Roten Kreuzes geschminkt worden und sorgten so in den Szenarien täuschend echt wirkende Betroffene.

Um 13 Uhr konnten die Fahrzeuge ausrücken 

Um kurz nach 13:00 Uhr waren alle Fahrzeuge mit Ihren ersten Aufträgen versorgt und konnten zu den Übungsstellen abrücken. Gleich um die Ecke des Breitstellungsraumes am Frühlinger Sitz konnte mit der Unterstützung der Firma Lampersberger ein schwerer Unfall zwischen einem Fahrradfahrer und einem LKW bearbeitet werden. Durch die Größe des Sattelzuges war der Verletzte unter der Zugmaschine auf den ersten Blick nicht zu sehen und die Darstellung der alkoholisierten Fahrerin sorgte neben der Verkehrsregelung für eine weitere Herausforderung der Kräfte.
Im Traunreuter Schwimmbad, wurde ein undefinierbarer Geruch gemeldet. Die Floriansjünger wurden mit den Kollegen den Roten Kreuzes von einem Arbeiter in Empfang genommen, der von Schweißarbeiten im Technikraum des Bades berichtete bei denen und ein Kollege plötzlich umgefallen ist. Mit schwerem Atemschutzgerät wurden Trupps in den Kellerraum geschickt, um den Vermissten aus seiner misslichen Situation zu holen. Gesichert durch Brandschutz und Rettungsdienst wurde die Situation mehrmals erfolgreich gelöst.
Ebenfalls unbekannt war die Flüssigkeit, die bei der Übungsalarmierung an der Garchinger Straße als Ursache angenommen wurde. Auf einem Pritschenwagen lief Benzin aus einem größeren Container – eine „brenzlige“ Situation, die nur mit umfangreichen Brandschutzmaßnahmen und großer Vorsicht zu lösen war, um einen Schaden für die Umwelt sowie ein größeres Feuer zu verhindern.

Die Übungsstelle am Traun-Wehr war eine Herausforderung 

Die Übungsstelle am Traun-Wehr unterhalb des Karl-Köppen-Weges war nicht nur für die Übungskräfte eine Herausforderung, sondern auch für die Übungsvorbereitung. Je nach ersteintreffender Organisation wurde das Szenario dynamisch angepasst. Wurde eine Feuerwehr zur Übung geschickt, wurde die Verunreinigung des Gewässers angenommen und die Kräfte der Wasserrettung (DLRG oder Wasserwacht) unterstützten die Floriansjünger bei der Ursachensuche und Separation der Schadstoffe. Waren die Wasserretter am Zug, musste eine spezielle Schwimmpuppe als Ohnmächtiger aus dem fließenden Gewässer gerettet werden, wobei wiederum die Kameraden der Feuerwehr mit der Absicherung ihrer Kollegen im Wasser unterstützend tätig waren.
Eine besondere Herausforderung stellte ein Waldunfall dar, der sich vor Ort als verletzter Jäger entpuppte. Auf einem Hochsitz hatte sich der „Unglücksrabe“ versehentlich ins Knie geschossen. Nicht nur, dass in gut fünf Meter Höhe die medizinische Versorgung durch die Rettungskräfte des BRK gewährleistet werden mussten, die Einsatzkräfte musste mit der Sicherung des Verunfallten und der Rettung durch Abseilen aus dem wackeligen Hochsitz sehr umsichtig agieren, um sich nicht selbst auch in Gefahr zu begeben und die angenommenen Verletzungen nicht weiter zu verschlimmern.

Drei Szenarien wurden am Siteco Firmengelände geübt

Auf dem Firmengeländer der B/S/H/ beziehungsweise Siteco trafen die Helfer auf drei unterschiedliche Szenarien. Eine Übung bestand darin, dass ein schwer verletzter Arbeiter in schwindelerregender Höhe von einem Hallendach mittels Trage gerettet werden musste. Bei der zweiten Station wurden die Helfer zu einem Stromunfall an einer Trafostation gerufen wurden. Eine Arbeiterin erlitt dort einen Stromstoß und musste gerettet werden. Zusammen mit Betriebsangehörigen mussten umfangreiche Sicherungsmaßnahmen getroffen werden, ehe die Retter zur Patientin durften. Ein Verkehrsunfall zwischen einem Stapler und einem PKW rundete das „Angebot“ für die Teilnehmer ab.
Als betriebliche Ansprechpartner standen Torsten Aha für die Öffentlichkeitsarbeit und Martin Köhldorfner von der Werkserhaltung vor Ort zur Verfügung und verfolgten die Abläufe der Retter. Neben den Floriansjüngern aus Traunreut, Chieming, Haslach, Hart, Hochberg und Ising nahmen Frauen und Männer der Feuerwehren Kammer, Surberg, Traunstein, Wolkersdorf, Matzing, Pierling, Stein und der Werkfeuerwehr B/S/H/ Traunreut am Übungssamstag teil. Zahlreiche Ehrenamtliche des Bayerischen Rote Kreuzes waren mit Rettungswägen vor Ort und wurden in die Übungen eingebunden. Auch von den Organisationen der Wasserrettung, also der Wasserwacht und der DLRG konnten Aktive begrüßt werden. Vertreter des Kreisverbindungskommandos Traunstein sowie von der Katastrophenschutzbehörde im Landratsamt verfolgten die Übungen als Beobachter.
„Die Verbesserung und Intensivierung der organisationsübergreifenden Zusammenarbeit ist eines der Ziele dieser Übungssamstage“, erklärte der Leiter der Werkfeuerwehr Albert Rieder. Das Abschlussgespräch unter den Führungskräften brachte ein einhelliges Fazit: „wir haben erneut viel dazu gelernt und die Übungen waren allesamt sehr gut ausgearbeitet“, lobte Kreisbrandinspektor Martin Schupfner die Verantwortlichen und dankte allen Teilnehmern für die Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzubilden. Seinen Dank richtete er auch an alle, die bei der Vorbereitung und bei der Durchführung engagiert waren. Insbesondere den Traunreuter Feuerwehrlern rund um den Kommandanten Konrad Unterstein, dessen Einsatzkräfte während des Übungstages bei einem echten Einsatz sogar ein Kind aus einem Aufzug retten mussten und bei den Aufräumarbeiten durch den Alarm einer Brandmeldeanlage unterbrochen wurden.
Kreisbrandrat Christof Grundner betonte, wie wichtig die Übungen für die Weiterentwicklung der Führungsfähigkeiten sind und dass diese die erfolgreiche Zusammenarbeit im Einsatz zu sichern. Den Erfolg des Tages konnte auch Kreisbrandmeister Albert Rieder bestätigen, der die Beteiligten am Ende zu einer gemeinsamen Brotzeit in die Betriebskantine eigeladen hatte. Traunreuts 1. Bürgermeister Hans-Peter Dangschat freute sich, „so viele Rettungskräfte der verschiedenen Organisationen begrüßen zu dürfen“ und dankte allen Beteiligten für die Organisation und Durchführung des Tages. Besonders stolz betonte er „Die Zusammenarbeit im Ehrenamt über die einzelnen Organisationen hinweg sorge für die Sicherheit der Bürger in unseren Gemeinden und Städten“, betonte er in seiner Ansprache.
(Quelle: Pressemitteilung: Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein )

24-Stunden Übung der Jugendfeuerwehr

24-Stunden Übung der Jugendfeuerwehr

Taching / Landkreis Rosenheim – Berufsfeuerwehrtage oder eben 24-Stunden-Übungen stehen immer öfters auf dem Übungsplänen der Jugendfeuerwehren. Die Nachwuchsretter können sich so in den Alltag einer Berufsfeuerwehr oder einer sogenannten ständig besetzten Feuerwache einleben und deren Abläufe kennen lernen.

Dazu sind diese Übungen ideal geeignet, verschiedene Einsatzszenarien kennen zu lernen und somit mit den Gerätschaften der Feuerwehr zu trainieren und Abläufe einzuüben, sind doch die regulären Feuerwehrübungen auf etwa zwei Stunden begrenzt. Nicht zu vergessen, fördert das Zusammensein auch die Kameradschaft und Freundschaft untereinander, was als zentrale Eigenschaften für ein gutes Miteinander in der Feuerwehr gelten.
Vor wenigen Tagen fand eine derartige Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr Taching am See statt. „Der Tagesablauf einer hauptamtlichen Feuerwache wurde für die Jugendlichen sehr realitätsnah nachgestellt“, so Michael Lechner. Dazu zählte unter anderem das Besetzen der Feuerwache über einen Zeitraum von 24 Stunden, das Ausrücken zu den Einsatzübungen, das Erweitern und Auffrischen von Feuerwehr-Grundwissen, sowie das Abarbeiten verschiedener „Pflichtaufgaben“ am Gerätehaus. So wurden die Mitglieder der Jugendfeuerwehr im Tagesdienst unter anderem zur Fahrzeug- und Gerätehauspflege, zum Küchendienst und zur Überprüfung verschiedener feuerwehrtechnischer Geräte eingeteilt. Neben der Tachinger Jugendfeuerwehr, die mit neun Jugendlichen, fünf Jugendwarten und rund zehn Aktiven die Übung veranstaltete, beteiligten sich zwei Jugendliche und vier Kameraden der Feuerwehr Palling mit ihren Fahrzeugen und Geräten am Übungsgeschehen. 

Verschiedene Szenarien wurden geübt

Die Jugendlichen beübten bei sommerlichsten Temperaturen verschiedenen Szenarien in nachgestellten Einsatzübungen, wie das Beseitigen einer Ölspur, einen Brandmeldealarm und eine Großtierrettung. Ebenfalls musste ein Baum nach einem angenommenen Sturmschaden von einer Straße beseitigt und ein echter Brand im Freien gelöscht werden. Abschließend gab es noch eine Vermisstensuche am Tachinger Strandbad, wobei auch das Rettungsboot der Wasserwacht Taching zum Einsatz kam. „Nach der erfolgreich beendeten Vermisstensuche zu Wasser und zu Lande blieb natürlich noch Zeit für eine Abkühlung im See“, schmunzelte Michael Lechner.
Abschließend kehrte die gesamte Mannschaft zum gemeinsamen Mittagessen beim Seewirt „Georgios“ ein, dass dankenswerterweise die Gemeinde Taching spendierte. Michael Lechner bedankte sich zum Abschluss noch bei allen Aktiven und Helfern, die den Tag vorbereitet hatten und somit einen lehrreichen und spannenden „Feuerwehrtag“ ermöglicht haben. 
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild Fotos: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Jugendfeuerwehr in einem Kreis stehend vor einem Feuerwehrfahrzeug. Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein
Jugendfeuerwehr auf einem Boot. Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein
Großangelegte Übungen für den Ernstfall

Großangelegte Übungen für den Ernstfall

Landkreis Rosenheim – Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, finden am 4. und 5. August im Rettungsdienstbereich Rosenheim vier Übungen zur Bewältigung von Massenanfällen von Verletzten statt.

Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung ist für Stadt und Landkreis Rosenheim sowie für den Landkreis Miesbach zuständig. Ähnliche Übungen gab es bereits im letzten Jahr, Sie wurden von der Arbeitsgruppe Behandlung auf dem Übungsgelände in Lampferding durchgeführt. Rettungs-, Sanitäts- und Betreuungseinheiten werden auch diesen Sommer gemeinsam mit Kräften der Bergwacht und den Wasserrettungseinheiten wichtige Abläufe praktisch üben.

Auftakt der Übungen am Sudelfeld

Der Auftakt findet am späten Freitagnachmittag, 4. August, statt. Geübt wird ein Unfall mit mehreren Verletzten einer Wandergruppe am Sudelfeld, Gemeindebereich Flintsbach a.Inn. Besonderes Augenmerk liegt an diesem Tag auf der Zusammenarbeit der Bergwacht mit dem Rettungsdienst. Von der Erstversorgung im unwegsamen Gelände bis zur Übergabe an den Rettungsdienst sollen hier die vordefinierten Standards geprobt werden.

Zweie Übung startet in Miesbach

Die zweite Übung am Freitag findet in Miesbach statt. Hier üben die Kräfte einen Zwischenfall mit mehreren Verletzten im Rahmen eines Sanitätsdienstes. Ziel ist hier, das Anwachsen einer Schadenslage mit bereits vorhandenen Sanitätskräften zu üben. Dieser Fall kann jederzeit bei den unzähligen Sanitätsdiensten eintreten und soll auch gezielt das Zusammenwirken von ehren- und hauptamtlichen Kräften fördern.

Fiktiver Gefahrgutunfall in Eiselfing

Am Samstagvormittag wird es in der Gemeinde Eiselfing einen fiktiven Gefahrgutunfall geben. Hier üben die Fachkomponenten der Feuerwehr die Erstmaßnahmen mit dem Schwerpunkt auf Dekontaminierung und übergeben die Patienten dann im Anschluss an den Sanitätsdienst.

Fiktiver Unfall an Badesee in Rohrdorf

Die letzte Übung findet ebenfalls am Samstagvormittag im Gemeindebereich Rohrdorf statt. Hier werden besonders die Kräfte der Wasserrettung gefordert sein, da es zu einem größeren fiktiven Unglück an einem Badesee kommen wird. Neben der Rettung aus dem Wasser steht hier auch die Erstversorgung und Übergabe an die Kräfte des Sanitäts- und Rettungsdienstes im Fokus.

An der Übung beteiligen sich die Kräfte des BRK Kreisverband Miesbach und Rosenheim, die Johanniter Wasserburg, die Ambulanz Rosenheim sowie die Malteser Rosenheim. Ebenfalls nehmen Helfer der DLRG und Wasserwacht, der Bergwacht Bayern die Einsatzführungsdienste, die ILS Rosenheim und Einheiten der Feuerwehr an der Übung teil. Damit wird ein starkes Zeichen des Miteinanders gesetzt, was wieder einmal den sehr guten Zusammenhalt aller Einheiten in unserem Rettungsdienstbereich unterstreicht.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Ambulanz Rosenheim, Matthias Fischer)

Aktionswochen „Erste Hilfe“

Aktionswochen „Erste Hilfe“

Rosenheim- Noch bis 1. Oktober dreht sich im BRK-Servicezentrum Rosenheim in der Stadtmitte in der Münchner Straße 16 alles um das Thema „Erste-Hilfe“. Es finden Kurzkurse zur Auffrischung statt, Trau-Dich-Kurse für Kinder und weitere Informationsveranstaltungen. Für den Tag der Ersten Hilfe am 10. September sind zusätzliche Aktionen wie Erste-Hilfe-Quiz, Übungsstationen etc. geplant.

Die Kurzkurse „Fit in Erste Hilfe“ sind in verschieden Module aufgeteilt, die sich verschiedenen Schwerpunkten widmen. Sie dauern jeweils 90 Minuten und sind in sich abgeschlossen. Diese Kurzkurse ersetzen allerdings nicht einen „normalen“ Erste-Hilfe-Kurs, wie man ihn z.B. als Führerscheinanwärter benötigt.
„Alle sind herzlich eingeladen, das Angebot zu nutzen und die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse zu prüfen“, so Kreisgeschäftsführer Direktor Martin Schmidt. „Unser Servicezentrum in der Rosenheimer Stadtmitte ermöglicht jedem, der sich gerade in der Stadt aufhält, sich kurz und umfassend zu informieren“, so Schmidt weiter.

Die kommenden Fit-in-Erste-Hilfe-Module und Termine:

• 24.08. von 16 bis 17:30 Uhr: Modul 2 – Thema Senioren
(z.B. Stolperfallen, Präventionsmaßnahmen, Sturzmaßnahmen)
• 30.08. von 12 bis 13:30 Uhr: Modul 3 – Thema Verkehr
(z.B. Eigenschutz, Absichern der Unfallstelle, Notruf, Helmabnahme, Stabile Seitenlage)
• 20.09. von 17:30 bis 19 Uhr: Modul 4 – Thema Sport
(z.B. Gelenkverletzungen, Wadenkrampf, Wundversorgung)
• 27.09. von 18 bis 19:30 Uhr: Modul 5 – Thema Kinder
(z.B. mögliche Gefahrenquellen, Wundversorgung, akute Erkrankungen bei Kindern)
• 29.09. von 16:30 bis 18 Uhr: Modul 6 – Thema Verletzungen
(z.B. Verbände anlegen, Blutung stillen, Augenverletzungen)

Kurse und Infotage für Kinder und Jugendliche:
Kinder und Jugendliche können sich in den Sommerferien ebenfalls im Servicezentrum informieren und mitmachen. Für sie sind folgende Termine geplant:

• 23.08. von 15 bis 16 Uhr für Kinder von 6 bis 11 Jahren: Erste-Hilfe-Kurs für Kinder
• 31.08. von 11 bis 14 Uhr Ansprechpartner für die Jugend vor Ort
• 08.09. ganztägig – Ansprechpartner für die Jugend vor Ort und
von 11 bis 12 Uhr: Erste-Hilfe-Kurs für Kinder
Für alle Kurse im Servicezentrum während des Aktionszeitraums gilt: Eine Anmeldung ist nicht notwendig und die Teilnahme ist jeweils kostenlos.
Weitere Infos gibt es unter www.brk-rosenheim.de
(Quelle: Pressemitteilung BRK Kreisverband Rosenheim / Beitragsbild. © Foto: I. Sinnesbichler)

 

Feuerwehr trainiert mit Motorsäge

Feuerwehr trainiert mit Motorsäge

Landkreis Traunstein / Landkreis Rosenheim – Kaum ein schweres Unwetter in der Region vergeht ohne umgestürzte Bäume. Wenn diese auf den Straßen, Autos oder sogar auf Wohnhäusern landen, ist das Tätigwerden der Feuerwehr nötig. Dabei kommt es nicht selten vor, dass die umgestürzten Bäume unter Spannung stehen oder in instabilen Positionen landen und somit ein hohes Gefahrenpotenzial für die Einsatzkräfte nach sich ziehen. Damit diese Gefahren bestmöglich erkannt und vermieden werden, sind die sogenannten „Motorsägen Module“ im Lehrgangskatalog des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein  ein fester Bestandteil.

Um genau diese Spannungssituationen zu trainieren konnten die heimischen Feuerwehren erneut auf die Unterstützung des Kreisfeuerwehrverbandes Rosenheim zurückgreifen, der über ein „Simulationsgerät“ verfügt, an dem sowohl Zug- als auch Druckkräfte in Holzstämmen künstlich erzeugt werden können. In sechs Halbtagessschulungen auf dem Übungsgelände der Feuerwehr Traunstein konnten 54 heimische Feuerwehrler den Aufbaukurs „Spannungsschnitte“ absolvieren. Ein wesentlicher Teil dieser Fortbildung war es, dass die Teilnehmer ein Auge für die möglichen Gefahren entwickeln und mit Vorsicht und Bedacht an die Arbeit gehen.
Bei den Ausbildern konnte man erneut auf bewährte Profis vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Traunstein zurückgreifen. Josef Mörtl, Reinhard Koch und Josef Weiss sind seit vielen Jahren hauptberuflich „im Geschäft“ und haben es auch in dieser Ausbildungsreihe sehr gut verstanden, den Teilnehmern die zentralen Gefahrenquellen zu verdeutlichen und mit zahlreichen „Tipps und Tricks“ den Ausbildungstag interessant und abwechslungsreich gestaltet.
„Wir wollen seitens des Kreisfeuerwehrverbandes alles unternehmen, um die heimischen Feuerwehrleute bestmöglich auf die oft gefährlichen Arbeiten in Zusammenhang mit Unwettern vorzubereiten“, informiert der Fach-Kreisbrandmeister „Ausbildung“ Florian Ettmayr
Teilgenommen hatten aktive Feuerwehrkräfte der Feuerwehren Bergen, Fridolfing, Grassau, Haslach, Hart, Kammer, Kienberg, Kirchheim, Maisenberg, Matzing, Nirnharting, Nußdorf, Oberfeldkirchen, Palling, Pietling, Reit im Winkl, Ruhpolding, Seebruck, Staudach-Egerndach, Stein, Taching, Tettenhausen, Tittmoning, Traunreut, Traunwalchen, Traunstein, Trostberg, Übersee, Waging, Waldhausen sowie von der Werkfeuerwehr BSH Traunreut.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein-hob / Beitragsbild: Kreisfeuerwehrverband Traunstein-hob)

Lehrreiche Feuerwehrübung in Stein

Lehrreiche Feuerwehrübung in Stein

Stein / Landkreis Traunreut – Nachdem jetzt lange Zeit keine größeren Übungen in den Feuerwehren möglich war, nutzen die Feuerwehren Stein und Altenmarkt nun die Möglichkeit, in einem Wohngebäude der Firma Geyer Holz eine umfangreiche Atemschutzübung durchzuführen. 45 Aktive beider Feuerwehren beteiligten sich daran. „Man merkt schon, dass das praktische Training nach zwei Jahren Pause fehlt, deshalb sind wir froh, dass wir nun wieder üben dürfen und können“, so die beiden Hauptorganisatoren Helmut Braml und Christian Weidinger im Gespräch mit Innpuls.me.

Angenommen war ein Zimmerbrand mit mehreren vermissten Personen. Als die beiden Feuerwehren am Übungsobjekt eintrafen, starteten sie zunächst einen ersten Angriff in das Gebäude. Mehrere Atemschutztrupps machten sich zur Brandbekämpfung und Menschenrettung auf den Weg. Dabei gingen sie sowohl über das Treppenhaus des mehrgeschossigen Gebäudes vor und brachten tragbare Leitern in Stellung, um von außen in die oberen Stockwerke zu gelangen.
Innerhalb kurzer Zeit war die erste Person aufgefunden und wurde ins Freie gebracht. Nach etwa zwanzig Minuten schafften es die Atemschutzkräfte, alle drei vermissten Personen zu retten und an der Verletztensammelstelle zu übergeben. Premiere feierte indes die Hygienekomponente des in Stein stationierten Dekontaminationsfahrzeugs. In Form von diversen Waschmöglichkeiten auf Rollcontainern können sich dort die eingesetzten Kräfte nach dem Einsatz einer ersten Reinigung unterziehen.
Neben der eigentlichen Brandbekämpfung lies Einsatzleiter Bernd Neugebauer eine Wasserversorgung vom Hydranten und dem nahegelegenen Mühlbach aufbauen, damit die Löschmannschaften auf ausreichend Löschwasser zurückgreifen konnten. Als Einsatzleitfahrzeug fand das Mehrzweckfahrzeug aus Altenmarkt Verwendung. Mehrere Einsatzkräfte erstellten dort Lagekarten und dokumentierten die Abläufe.
Nach rund einer Stunde waren alle gesteckten Übungsziele erreicht und die Floriansjünger traten zur Nachbesprechung zusammen. Stefan Helmel, der zuständige Kreisbrandmeister für die Feuerwehr Stein, war als Übungsbeobachter vor Ort. „Ich bin sehr froh darüber, dass die Feuerwehren nach der Zwangspause jetzt wieder umfangreichere Übungen durchführen können. Dadurch wird die Zusammenarbeit gestärkt und die Abläufe gehen flüssiger von der Hand“, so sein Fazit am Ende der Übung.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein-Hubert Hobmaier / Fotos. Daniela Steiner)