Straßennamen in Rosenheim: Alpenblickstraße

Straßennamen in Rosenheim: Alpenblickstraße

Aising / Rosenheim – In unserer Serie „Straßennamen in Rosenheim“ geht es jeden Donnerstag um Namen im Stadtgebiet, die man im Alltag oft übersieht – obwohl sich dahinter manchmal interessante Geschichten verbergen. Diesmal führt der Weg in die Alpenblickstraße im Stadtteil Aising. Einen berühmten Namensgeber sucht man hier vergeblich. Dafür verrät der Straßenname ziemlich genau, was die Anwohner einst von dort aus sehen konnten.

Die Alpenblickstraße entstand Ende der 1980er Jahre im Zuge der Erschließung neuer Wohnquartiere. Ihr Name ist ein sogenannter räumlich-beschreibender Straßenname. Er nimmt also nicht Bezug auf eine Person oder ein historisches Ereignis, sondern auf die Lage und die Umgebung.
Und die war bei der Namensgebung offenbar ausschlaggebend: Die Straße liegt am südlichen Stadtrand von Rosenheim. Von dort bot sich ein freier Blick auf die Alpen – insbesondere auf das Panorama der Chiemgauer Alpen und des Mangfallgebirges.

Der Blick auf die Berge als Namensgeber

Der Name „Alpenblickstraße“ beschreibt damit nicht nur eine schöne Aussicht, sondern verweist auch auf die Lage des Wohnquartiers. Solche ausblicksbezogenen Straßennamen gehören in Rosenheim zu einer größeren Gruppe von Straßennamen, die geografische oder räumliche Eigenschaften aufgreifen.
Die Alpenblickstraße ist dabei nicht allein. In ihrer direkten Nachbarschaft finden sich mit der Hochriesstraße und der Wendelsteinstraße weitere Straßen, deren Namen an markante Berge der Region erinnern.

Die Hochries ist mit 1.569 Metern einer der bekanntesten Gipfel der Chiemgauer Alpen. Der Wendelstein erreicht 1.838 Meter und gehört zum Mangfallgebirge. Beide Berge sind von Rosenheim aus gut zu sehen und prägen das Landschaftsbild der Region.

Ein Viertel mit Blick in die Berge

Das Zusammenspiel der Straßennamen ist dabei kein Zufall. Die Alpenblickstraße bildet gewissermaßen das verbindende Element zwischen den nach einzelnen Alpengipfeln benannten Straßen. Gemeinsam spiegeln die Namen die besondere Lage des Wohnquartiers wider: am südlichen Rand der Stadt und mit den Bergen als prägendem Bestandteil des Landschaftsbildes.
Heute hat sich die Umgebung natürlich verändert. Neue Gebäude und die gewachsene Bebauung können den Blick von einzelnen Stellen aus stärker einschränken als noch zur Zeit der Erschließung. Der Name erinnert aber weiterhin daran, dass die Aussicht auf die Berge bei der Gestaltung des Quartiers eine Rolle spielte.

Die Alpenblickstraße ist damit vielleicht keine Straße, deren Name eine spektakuläre Lebensgeschichte oder ein bedeutendes historisches Ereignis erzählt. Aber auch solche Straßennamen gehören zur Geschichte Rosenheims. Sie zeigen, wie die Stadt gewachsen ist – und wie die Landschaft rund um Rosenheim bei der Gestaltung neuer Wohngebiete mitgedacht wurde.
Wer heute durch die Alpenblickstraße fährt, trägt also ein kleines Stück Rosenheimer Landschaft im Straßenschild: den Blick auf die Alpen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Straßennamen in Rosenheim: Aisinger Straße

Straßennamen in Rosenheim: Aisinger Straße

Rosenheim – Warum heißt eine Straße eigentlich Aisinger Straße? Die Antwort scheint zunächst einfach: Sie führt nach Aising. Doch hinter diesem Namen steckt weit mehr als nur eine Richtungsangabe. In unserer Serie „Straßennamen in Rosenheim“ geht es jeden Donnerstag um Namen im Stadtgebiet, die man im Alltag oft übersieht, die aber Geschichten über die Entwicklung der Stadt erzählen. Diesmal führt der Blick auf eine Straße, die den Weg von einem alten Bauerndorf zum heutigen Rosenheimer Stadtteil nachzeichnet.

Die Aisinger Straße gehört zu den Straßennamen, die keine einzelne Person oder ein besonderes Ereignis würdigen. Sie zählt zu den sogenannten Ortsnamen: Der Name verweist auf den Ort, zu dem die Straße einst führte – und mit dem sie über Jahrhunderte eng verbunden war.

Von „Agusinga“ zum Rosenheimer Stadtteil

Aising ist deutlich älter als die heutige Straße. Bereits im Jahr 778 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt – damals unter dem Namen „Agusinga“. Der Name gilt als frühmittelalterliche Urform des heutigen Ortsnamens Aising.

„Agusinga“ lässt sich sinngemäß mit „Siedlung des Aghis“ oder „bei den Leuten des Aghis“ übersetzen. Der erste Teil des Namens geht vermutlich auf einen bajuwarischen Sippenführer oder Grundherrn namens Aghis zurück. Der althochdeutsche Personenname wiederum wird mit dem Wort „agiso“ in Verbindung gebracht, das „Schrecken“ bedeutet (Quelle Wikipedia)

Die Endung „-inga“ war typisch für viele bajuwarische Ortsnamen des frühen Mittelalters. Sie bezeichnete die Zugehörigkeit zu einer Person – also etwa die Sippe, die Nachkommen oder die Gefolgschaft eines Grundherrn. Viele dieser Ortsnamen entwickelten sich später weiter: Aus „-inga“ wurde im heutigen Deutsch die Endung „-ing“.

Zu dieser Zeit gab es Rosenheim in seiner heutigen Form noch nicht. Der Bereich rund um Aising war landwirtschaftlich geprägt und entwickelte sich über die Jahrhunderte zu einem großen Haufendorf mit zahlreichen bäuerlichen Anwesen.
Eine dem heiligen Stephanus geweihte Kirche ist in Aising bereits seit dem Jahr 1315 nachgewiesen. Um 1800 war der Ort mit seinen umliegenden Weilern längst eine gewachsene Siedlung: Im Jahr 1803 lebten dort rund 330 Menschen in 55 Häusern.

Mit dem Gemeindeedikt von 1818 wurde Aising eine eigenständige Landgemeinde. Ihr Gebiet reichte im Norden bis zur damaligen Gemeinde Roßacker. Erst viele Jahrzehnte später sollte sich die Verbindung zu Rosenheim grundlegend verändern: Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Aising im Zuge der bayerischen Gebietsreform mit damals 5.888 Einwohnern in die Stadt Rosenheim eingegliedert.

Ein alter Weg zwischen Stadt und Land

Die Aisinger Straße selbst ist deutlich älter als ihr heutiger Name. Über lange Zeit war sie die Verbindung vom Markt Rosenheim hinaus in das südwestlich gelegene Aising. Sie war eine klassische Landstraße, auf der Menschen, Waren und Fuhrwerke zwischen Stadt und Umland unterwegs waren.

Entlang dieser Verbindung entstanden im 19. Jahrhundert zahlreiche landwirtschaftliche Anwesen. Ein Beispiel dafür ist das denkmalgeschützte Bauernhaus an der Aisinger Straße 96. Der stattliche Tuffsteinbau erinnert bis heute an die Zeit, als Aising noch stark vom bäuerlichen Leben geprägt war.

Auch der „Alte Wirt“ war über viele Jahrzehnte ein wichtiger Fixpunkt an dieser Straße. Das Gasthaus am südlichen Ortsrand von Aising lag günstig an der alten Landstraße Richtung Tirol. Bereits um 1838 befand es sich im Besitz des Gastwirts Georg Schmid. Lange Zeit galt der „Alte Wirt“ als Wahrzeichen des Ortes. Erst im vergangenen Jahr wurde das historische Gebäude abgerissen.

In den 1950er und 1960er Jahren war die Wiese vor dem Gasthaus außerdem Schauplatz der überregional bekannten Aisinger Ochsenrennen. Damit wurde der Bereich rund um die Aisinger Straße auch zu einem Treffpunkt weit über die Ortsgrenzen hinaus.

Vom Dorfweg zur Hauptverkehrsader

Die Entwicklung rund um die Aisinger Straße spiegelte auch das Wachstum der Stadt wider. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Umgebung noch vergleichsweise locker bebaut. Vor allem in den 1920er und 1930er Jahren entstanden neue Siedlungen entlang der Aisinger Landstraße und in der Aisingerwies.

Schon 1910 lebte mehr als die Hälfte der damaligen Gemeindebevölkerung in den Siedlungsbereichen nahe der Stadt Rosenheim. Aus dem ursprünglichen Verbindungsweg zwischen Stadt und Dorf wurde zunehmend eine wichtige Verkehrsachse.

Heute verbindet die Aisinger Straße die Stadtteile Oberwöhr, Aisingerwies und das alte Aisinger Ortszentrum. Ihr Name erinnert also an einen Ort mit einer langen Geschichte – und daran, dass Rosenheim aus vielen ehemals eigenständigen Dörfern und Siedlungen zusammengewachsen ist.
((Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: ai generiert)

Feuerwehr Aising lädt zum Maibaumfest

Feuerwehr Aising lädt zum Maibaumfest

Aising / Rosenheim – Tradition, Blasmusik und bayerische Schmankerl: Beim Maibaumfest der Feuerwehr Aising (Stadt Rosenheim) ist am  Freitag, 1. Mai wieder einiges geboten. Los geht’s am späten Vormittag – Höhepunkt folgt am Nachmittag.

Das traditionelle Maibaumfest der Feuerwehr Aising findet am Freitag, 1. Mai, ab 11 Uhr auf dem Platz vor dem Feuerwehrhaus statt. Gegen 13 Uhr werden die Maibaumtaferl angebracht.
Für das leibliche Wohl der Besucher ist gesorgt: Die Feuerwehr bietet Grill- und weitere herzhafte Spezialitäten, dazu gut gekühltes Bier sowie Kaffee und Kuchen. Für die passende Stimmung sorgt die Wasner Musi mit musikalischer Unterhaltung.
(Quelle: Pressemitteilung Feuerwehr Aising / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Streit unter Fahrzeugführern eskaliert – Schubserei und Sachschaden

Streit unter Fahrzeugführern eskaliert – Schubserei und Sachschaden

Aising / Rosenheim – Ein Streit zwischen zwei Fahrzeugführern ist am Mittwochmittag (18.3.2026)  im Rosenheimer Stadtteil Aising eskaliert. Dabei kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung sowie zu einem Sachschaden.

Ein 35-jähriger Busfahrer wollte, nach den Angaben der Polizei, gegen 12.45 Uhr an einem Wendehammer in eine angrenzende Seitenstraße abbiegen. Dort stand jedoch ein Sattelzug, dessen 56-jähriger Fahrer aus Thüringen mit seinem Fahrzeug die Zufahrt blockierte.
Der Busfahrer stieg aus und sprach den Lkw-Fahrer an. Im Verlauf des Gesprächs entwickelte sich ein Streit, bei dem der Busfahrer den Lkw-Fahrer aufforderte, wegzufahren. Die Situation spitzte sich zu: Nach Angaben des 35-Jährigen soll der 56-Jährige ihn mehrfach geschubst und auch auf den Kopf geschlagen haben.
Im weiteren Verlauf schlug der Busfahrer die Tür der Fahrerkabine des Sattelzugs so heftig zu, dass ein darin gelagerter Staubsauger am Plastikgehäuse beschädigt wurde. Der entstandene Schaden wird auf rund 50 Euro geschätzt.
Eine medizinische Versorgung war vor Ort nicht erforderlich.
Die Polizei ermittelt nun wegen Körperverletzung gegen den Lkw-Fahrer sowie wegen Sachbeschädigung gegen den Busfahrer.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kolbermoorer Schäffler tanzen wieder in der Region Rosenheim

Kolbermoorer Schäffler tanzen wieder in der Region Rosenheim

Aising / Rosenheim – Die Kolbermoorer Schäffler waren in den vergangenen Tagen in vielen Orten der Region unterwegs – darunter auch vor der Sparkasse im Rosenheimer Stadtteil Aising (unser Beitragsbild), wo sie zahlreiche Zuschauer begeisterten.

Die Schäffler zogen auch bei ihrem Auftritt vor der Sparkasse Aising zahlreiche Zuschauer an. Fotos: Copyright Herbert Borrmann

Der Schäfflertanz hat in Kolbermoor eine lange Tradition: 1886 wurde er erstmals aufgeführt, inspiriert vom Münchner Original und mit königlicher Genehmigung von Prinzregent Luitpold. Der Tanz war ursprünglich ein Brauchtum, das den Menschen nach Pest und Seuchen Mut machen sollte. Heute symbolisiert er historische Geschichten, handwerkliches Können und Verbundenheit mit der Region.

Die Aufführung folgt klaren Figuren: Von der „Königsschlange“ über das Kreuz bis hin zur „Krone“ – jede Bewegung hat historische Bedeutung. Höhepunkte sind unter anderem das Klopfen der Schäfflerbögen, das Fassklopfen der Tänzer sowie der Auftritt des Fasskasperls, der geschickt Reifen mit Getränken über seinen Kopf wirbelt. Tradition und Showelemente verbinden sich so zu einem eindrucksvollen Spektakel.

Für die Kolbermoorer Schäffler stehen in den kommenden Wochen weitere Auftritte auf dem Programm – wer die Gruppe erleben möchte, hat in der Region noch zahlreiche Gelegenheiten dazu. Weitere Infos gibt es auf der Webseite des Trachtenverein Immergrün.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Infos Trachtenverein Immergrün Kolbermoor / Beitragsbild, Foto: Herbert Borrmann)

Schmähpreis „Abriss des Jahres 2025“: „Alter Wirt“ in Rosenheim auf Platz zwei

Schmähpreis „Abriss des Jahres 2025“: „Alter Wirt“ in Rosenheim auf Platz zwei

Rosenheim/ Prien/Winkelhaid – Beim Schmähpreis „Abriss des Jahres 2025“ belegte der ehemalige Gasthof „Alter Wirt“ in Aising den zweiten Platz. Das traditionsreiche Gebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert stand bereits rund zehn Jahre leer, bevor im April 2025 die Abbrucharbeiten begannen. Den ersten Platz belegte das Lechnerhaus in Prien, den dritten ein Fachwerkhaus in Winkelhaid.

Ein Stück Heimatgeschichte verschwindet: Der ehemalige Gasthof „Alter Wirt“ in Aising

Mit seinen Wurzeln im frühen 19. Jahrhundert war der ehemalige Gasthof „Alter Wirt“ Treffpunkt für Vereine, Feste und das gesellschaftliche Leben in Aising. Bis zuletzt gab es Versuche, das historische Gebäude zu erhalten: Die Interessengemeinschaft Rosenheim Süd unternahm Ende 2024 gemeinsam mit Bauherren, Planern, Denkmalpflege-Experten und Politikvertretern einen letzten Vorstoß. Auch eine Petition, die Anfang April 2025 im Landtagsausschuss für Wissenschaft und Kunst behandelt wurde, fand einstimmige Zustimmung.

Trotz aller Bemühungen begannen Ende April 2025 die Abbrucharbeiten zunächst am Nebengebäude aus den 1960er Jahren, in dem das Aisinger Schützenheim untergebracht war. Für die Aisinger Schützen bedeutete dies den Verlust ihrer bisherigen Heimat. Ein Anwohner kommentierte resigniert, dass es vorbei sei und „nicht mehr zu ändern“ (wir berichteten).

Die Pläne der Bauherren – „Meine Volksbank Raiffeisenbank eG“ und „Auerbräu GmbH“ – sehen auf dem Gelände einen Neubau mit Biergarten und Veranstaltungssaal, einen Nahversorger, eine Bankfiliale sowie Wohnungen vor. Die Fertigstellung wird in etwa zwei Jahren erwartet.

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In der aktuellen Pressemitteilung des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege zur Preisverleihung werden auch Stimmen von Betroffenen veröffentlicht, die den Verlust des ehemaligen Gasthofs kommentieren. Ein Einsender schreibt, dass „leider sang- und klanglos immer mehr Gebäude der vergangenen Baukultur verschwinden und dafür seelenlose Bauten entstehen. Dieses Gasthaus ist mir noch immer in guter Erinnerung. Auch in Kienberg stand ein schöner großer Bauernhof am Ortseingang, jetzt ist es nur noch ein geschredderter Steinhaufen.“ Ein anderer meint, „jeder Abbruch ist ein kultureller Verlust, den die Menschen vor Ort meist erst merken, wenn es zu spät ist. Außerdem wird oft unnötig graue Energie vernichtet.“

Zur Wahl des ehemaligen Gasthofs zum zweiten Platz erklärte der Bayerische Landesverein für Heimatpflege wörtlich: dass es sich um „ein traditionsreicher Gasthof mit Wurzeln im frühen 19. Jahrhundert, ein Treffpunkt für Vereine, Feste und das gesellschaftliche Leben“ handelte und „nach rund zehn Jahren Leerstand 2025 abgerissen“ wurde. Auf dem Gelände entstehen künftig ein Neubau mit Biergarten und Veranstaltungssaal, ein Nahversorger, eine Bankfiliale sowie Wohnungen. Die Fertigstellung wird in etwa zwei Jahren erwartet.

Oberbayerische Abrisse im Blick

Das Lechnerhaus in Prien, das den ersten Platz beim „Abriss des Jahres 2025“ belegte, entstand Ende des 19. Jahrhunderts für die einflussreiche Unternehmerfamilie Lechner und symbolisierte die örtliche Industriekultur. Nach wechselnder Nutzung stand es ab 2006 leer und verfiel. Auf dem Grundstück sollen künftig Wohnungen entstehen, konkrete Zeitpläne gibt es noch nicht.

Fachwerkhaus in Winkelhaid auf Platz drei

Auf dem dritten Platz landete ein fränkisches Fachwerkhaus in Winkelhaid, ein Wohnstallhaus aus der Zeit um 1600. Nach Veräußerung des Grundstücks an einen Bauträger wurde das Gebäude im Inneren offenbar mutwillig zerstört, wodurch es seine Denkmaleigenschaft verlor und zum Abriss freigegeben wurde.

Die Beispiele aus Prien, Aising und Winkelhaid verdeutlichen nach Einschätzung des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege eine fatale Entwicklung: Historische Gebäude würden zunehmend der maximalen Grundstücksverwertung weichen. Selbst die Denkmaleigenschaft biete nicht immer Schutz, wie der Fall Winkelhaid besonders schmerzlich zeige.

Gasthaus Bichler in Ramerberg Anwärter für „Abriss des Jahres“ 2026?

Auch in Ramerberg (ebenfalls Landkreis  Rosenheim) beobachtet der Landesverein derzeit einen bevorstehenden Abriss: Das Gasthaus Bichler soll offenbar durch sieben Doppelhäuser ersetzt werden, was bei den Bewohnern großes Bedauern auslöst. Ob der Gasthof auf der „Abriss des Jahres“-Liste 2026 stehen wird, bleibt abzuwarten.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Infos: Pressemitteilung Landesverein für Heimatfplege / Beitragsbild: Fotomontage Archiv Innpuls.me)