Heute wird geblitzt

Heute wird geblitzt

Rosenheim / Landkreis / Bayern – Heute, 24. März, um 6 Uhr startete der europaweite Blitzmarathon. Auch Bayern beteiligt sich an der 24-Stunden-Aktion gegen Raser (wir berichteten).

Koordiniert wird der „Speedmarathon“ vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk „ROADPOL“. Im vergangenen Jahr hat die Polizei im Zuge dieser Aktion 7036 Geschwindigkeitssünder erwischt – trotz frühzeitig veröffentlichter Messstellen.

Wo diese in Oberbayern sind, könnt Ihr hier nachlesen:

Bergtour endete tödlich

Bergtour endete tödlich

Unterammergau / Landkreis Garmisch-Partenkirchen – Eine Bergtour am Sonnenberggrat in Unterammergau endete für einen 41-jährigenBruckmühler am gestrigen Montagvormittag tödlich.

Nach den Angaben der Polizei war der Mann mit seiner Begleiterin vom Pürschling aus kommend auf dem Grat unterwegs, als er unweit des 1622 Meter hohen Sonnenberges auf einer schattigen und harschigen Schneefläche ins Rutschen geriet. Er konnte nicht mehr stoppen und stürzte rund 200 Höhenmeter über steiles, teils felsdurchsetztes Gelände ab, bevor er in einem steilen Grabengelände zum liegen kam.
Sein Begleiterin setzte einen Notruf und und stieg zu dem bewusstlosen 41-jährigen ab.
Als die Rettungsmannschaft der Bergwacht Unterammergau mit dem Hubschrauber an der Unfallstelle eintraf, war der Mann tot.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragbild: Symbolfoto: re)

Heute wird geblitzt

Blitzmarathon 2022

Rosenheim / Landkreis – Blitzmarathon 2022: Am kommenden Donnerstag, 24. März, startet um 6 Uhr der europaweite „Speedmarathon“, der vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk „ROADPOL“ koordiniert wird. Auch Bayern beteiligt sich an der 24-Stunden-Aktion gegen Raser.

„Unser Blitzmarathon soll alle Verkehrsteilnehmer wachrütteln, sich unbedingt an die Tempolimits zu halten. Es nicht nicht darum, möglichst viele Verwarnungen auszusprechen oder Bußgeldbescheide zu verschicken“, betont Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in einer aktuellen Pressemitteilung. Zu schnelles Fahren sei die Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle. Rund ein Viertel der Verkehrstoten auf Bayerns Straßen gehe darauf zurück.

109 Personen durch
Geschwindigkeitsunfälle getötet

2021 wurden in Bayern insgesamt 109 Personen durch Geschwindigkeitsunfälle getötet worden ( 2021 insgesamt 443 Verkehrstote):
Die Bayerische Polizei führt die bayernweit verstärkten Geschwindigkeitskontrollen von Donnerstag, 24. März, 6 Uhr, bis Freitag, 25. März, 6 Uhr durch.  Rund 2100 Messtellen in Bayern wird es geben. Rund 1800 Polizisten sowie rund 50 Bedienstete der Gemeinden und Zweckverbände der kommunalen Verkehrsüberwachung kontrollieren die Geschwindigkeit mit Schwerpunkt vor allem auf Landstraßen.
Beim achten Bayerischen Blitzmarathon im vergangenen Jahr hat die Bayerische Polizei rund 7036 Geschwindigkeitssünder erwischt – trotz frühzeitig veröffentlichter Messtellen. Den Negativrekord erzielte dabei ein Motorradfahrer, der auf der Staatsstraße 2020 bei Bubesheim mit 231 Stundenkilometer anstatt der erlaubten 100 unterwegs war.
(Quelle: Information Bayerisches Staatsministerium des Inneren, für Sport und Integration / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Hier geht es zu den Messtellen im Regierungsbezirk Oberbayern:

Kriminalstatistik 2021 veröffentlicht

Kriminalstatistik 2021 veröffentlicht

Rosenheim / Oberbayern – Kriminalstatistik 2021: Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd (Das Einsatzgebiet geht von Altötting bis Weilheim) blickt auf ein Jahr voller Herausforderungen zurück – bestimmt durch die Corona- Pandemie. Gefälschte Impfpässe beschäftigten die Polizei dabei ebenso wie der enorme Anstieg von öffentlichen Versammlungen.

Im Jahr 2021 wurden 1612 öffentliche Versammlungen registriert. 2020 waren es 571. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von 182,3 Prozent. Dieser enorme Anstieg sei den 1048 Versammlungen  und Mahnwachen gegen „Einschränkungen der persönlichen Freiheit“ und Impffreiheit“ in Zusammenhang mit den bestehenden Corona-Regelungen geschuldet, außerdem einer Vielzahl von nicht angemeldeten sogenannten „Spaziergängen“. „Der exorbitante Zuwachs an täglichen Versammlungen und Mahnwachen hat uns vor große Herausforderungen gestellt“, sagt dazu Polizeivizepräsident Frank Hellwig. Das Polizeipräsidium und die nachgeordneten Polizeidienststellen hätten diese Demonstrationen stets professionell begleitet. „Leider wurden meine Kolleginnen und Kollegen bei diesen, oft als Spaziergängen titulierten Versammlungen manchmal zur Zielscheibe von frustrierten Bürgerinnen und Bürgern. Dabei kam es mehrfach zu Beleidigungen und vereinzelt zu tätlichen Übergriffen gegen unsere Einsatzkräfte“, so Frank Hellwig.

Gefälschte Impfausweise
ab zweitem Quartal 2021

Ab dem zweiten Quartal des Jahres 2021 verzeichnete das Polizeipräsidium Oberbayern Süd Fälle von gefälschten Impfausweisen – insgesamt waren es 2021 über 500 Fälle. In den meisten Fällen besorgen sich, laut aktuellem Sicherheitsbericht der Polizei, Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollten, einen Impfpass mit gefälschten Eintragungen und gefälschten Chargenaufklebern. Unter Vorlage dieses Dokuments wurde anschließend versucht, in Apotheken ein EU-Impfzertifikat zu erlangen. 
Ein enormer Anstieg solcher Taten war laut der Kriminalstatstik für Oberbayern Süd ab der 45. Kalenderwoche bis zum Jahresende 2021 feststellbar. Die Strafrechtsnovellierung zum 24. November 2021 habe dann zu einem spürbaren Rückgang geführt. 
Auffällig in der Statistik ist auch der Anstieg von Gewalttaten – im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent. Polizeipräsident Manfred Hauser führt diese Entwicklung auf die gelockerten Pandemie-Maßnahmen zurück, beispielsweise dem zwischenzeitlichen Wegfall der Ausgangssperre, Lockerungen der Kontaktbeschränkungen usw.: Wenngleich die Gesamtzahl noch deutlich unter der der Jahre 2016 bis 2019 liegt, betrachten wir diese Entwicklung mit einem besonderen Augenmerk.“
Insgesamt verzeichnete das Polizeipäsidum Oberbayern Süd im Jahr 2021 51.060 Straftaten. 2020 waren es 54.141 Straftaten. Das bedeutet ein Minus von 5,7 Prozent. Noch ein Blick auf die Stadt Rosenheim: Die Zahl der Straftaten im Jahr 2021 betrug 4103 (Vorjahr 4211). Das bedeutet ein Minus von 2,6 Prozent.
(Quelle: Pressemitteilung des Polizeipäsidiums Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

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Schießerei in Polling

Schießerei in Polling

Polling / Weilheim-Schongau – Einen Großeinsatz der Polizei gab es am gestrigen Montagnachmittag in Polling. Ein psychisch auffälliger 35-järiger verschanzte sich mit  Schusswaffe in einem Wohnhaus und zielte damit, nach den Angaben der Polizei, auch mehrmals auf Polizeibeamte.

Zunächst bedrohte sich der Mann selbst. Später gab er zahlreiche Schüsse auch in Richtung der Polizeibeamten ab, die sich im Umfeld des Hauses befanden.
Rund 170 Polizisten waren im Einsatz. Das Nachbaranwesen wurde geräumt, Verkehrssperrungen eingerichtet und das Hau des 35-jährigen umstellt. Neben besonders geschulten Beamten des Polizeipäsidiums Oberbayern Süd, welche den Kontakt mit dem Mann aufnehmen sollten, wurden auch Spezialeinsatzkräfte er Bayerischen Polizei hinzugezogen.

Das SEK stürmte
schließlich das Haus

Um kurz nach 17 Uhr erfolgte dann der Zugriff von Spezialeinsatzkräften (SEK) im Haus. Weil der 35-järhige dabei auch mit der Waffe auf die Beamten gezielt habe, kam es auch seitens der Beamten zum Gebrauch der Schusswaffe, meldet heute das Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Der 35-jährige wurde dabei an der Hand getroffen und verletzt.
Er wurde schließlich überwältigt und festgenommen. Im Anschluss kam er zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Dort wird er seitdem von der Polizei bewacht.
Gegen den 35-jährigen wurden Ermittlungen wegen Bedrohung eingeleitet. Warum er zu dieser Eskalation kam, steht aktuell noch nicht fest.
ei der Durchsuchung des Wohnhauses stellte die Kripo zwei Waffen sicher. Es handelt sich dabei um eine Schreckschuss- und eine Druckluftwaffe.
Die Prüfung der Rechtmäßigkeit des polizeilichen Schusswaffengebrauchs übertrug die Staatsanwaltschaft, wie in solchen Fällen vorgesehen, dem Bayerischen Landeskriminalamt.
(Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Buchtipp: Talgeschichte(n)

Buchtipp: Talgeschichte(n)

Leitzachtal / Bayern – Warum ist das Sudelfeld eines der ältesten Skigebiete in Bayern? Warum war der Wendelstein lange der berühmteste Berg Bayerns? Wie läuft ein Tag in der überregional bekannten Marienwallfahrt Birkenstein ab? Das sind nur einige Fragen, um die sich das neue Buch „Talgeschichte(n)“ von Andreas Estner dreht. 

Andreas Estner wohnt in Fischbachau. Seit 2001 arbeitet er für den Bayerischen Rundfunk als Autor und Moderator zahlreicher Hörfunksendungen und Reportagen.
Immer schon fasziniert hat ihn die Geschichte unserer Region. In seinem Werk „Talgeschichte(n) wird der Leser mitgenommen auf eine spannende Reise in die Vergangenheit. Beim blättern, lesen und schauen merkt man schnell, wie viel Herzblut der Autor in dieses Werk gesteckt hat. Unglaublich viel Recherchearbeit hat er dafür investiert. Fündig wurde Andreas Estner dabei sowohl bei Privatpersonen und auch in Gemeindearchiven und der Staatsbibliothek.

Liebhaber von historischen Fotografien
kommen voll auf ihre Kosten

Insbesondere auch Liebhaber von historischen Fotografien kommen bei diesem Buch voll auf ihre Kosten. Unser Beitragsbild stammt aus dem Jahr 1954 und zeigt die Heuernte im Leitzachtal. Andreas Estner hat dazu folgendes in Erfahrung gebracht: „Die Heuarbeit war die aufwendigste Arbeit im ganzen Jahr auf den Höfen im Leitzachtal. Das lebensnotwendige Heu war das wichtigste Winterfutter für Kühe, Schafe und Rösser und brauchte deshalb die beste Pflege. Viel Erfahrung und größte Sorgfalt waren deshalb bei der Heuernte notwendig – und viele fleißige Hände. Alle mussten anpacken, auch die Kinder. Viele Höfe bekamen erst Anfang der 1960er-Jahre einen Traktor. Heuwagen, die von Rössern gezogen wurden, waren deshalb bis in die späte Nachkriegszeit selbstverständlich zu sehen. Die langen Reihen des frisch gemähten Grases, die „Schlagl“, mussten ausgebreitet und einige Stunden später mit den Holzrechen gewendet werden. Am späten Nachmittag wurden sie wieder zusammengerecht. Je nach Witterung wiederholte sich die Prozedur zwei bis drei Tage. Heutzutage beinahe nicht mehr vorstellbar, wie viele Handgriffe für jedes einzelnen Büschl Gras notwendig waren, damit daraus Heu für das Vieh wurde.“

Von Holzknechten, Bergbauern
Dienstboten und alten Bräuchen

Das ist nur ein Kapitel in dem neuen Buch, das auf 554 Seiten auch viele weitere spannenden Themen aufgreift: die früheren Arbeits- und Lebenswelten von Holzknechten, Bergbauern und Dienstboten, die ältesten Bauernhäuser und Almen, die Kunstwerke von Möbel- und Lüftlmalern, aber auch seltene und vergessene Bräuche wie den Kuchlwagentag, die Haar- und Tuchkasten oder das Haberfeldtreiben, das im Leitzachtal und rundherum beliebt und gefürchtet war.
Auch die Zeit des Nationalsozialismus wird in dem Buch beleuchtet. Etwa die Geschichte des SS-Berghauses am Sudelfeld, wo mehrere Jahre lang ein Außenkommando des KZ-Dachau war und der Bau einer Versuchsanlage der Luftwaffe, von der heute noch Reste im Landkreis Rosenheim zu sehen sind.
Unser Fazit: Eine sowohl informative als auch unterhaltsame Lektüre für alle, die mehr wissen wollen über die Geschichte unserer Region.
(Quelle: Beitragsbild / Cover: Archiv / Foto: Andreas Estner)

Mehr zu Buch und Autor gibt es hier: