„Entscheidung nicht nachvollziehbar“

„Entscheidung nicht nachvollziehbar“

Rosenheim / Traunstein / Berchtesgadener Land – Der Wolf in Oberbayern darf abgeschossen werden. Diese Entscheidung fiel am gestrigen Freitag (unser Kommentar hier). „Diese Abschussgenehmigung ist nicht nachvollziehbar“, so das Statement des LBV-Vorsitzenden Dr. Norbert Schäffer zur „Wolfs-Entnahme“:

„Die von der Regierung von Oberbayern im vorliegenden Fall angegebene Begründung für die Genehmigung der Wolfsentnahme, eine „Gefährdung von Menschen“, ist für den LBV nicht nachvollziehbar. Bei 12 von 13 in den Landkreisen Berchtesgaden, Traunstein und Rosenheim kürzlich belegten Vorfällen mit Wölfen kam es nach Angaben der Expertenkommission zu keiner Interaktion „Wolf-Mensch“. In einem Fall flüchtete der Wolf sofort. Das ist nach Ansicht des LBV normales Wolfsverhalten und rechtfertigt keinen Abschuss.“, so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.
(Quelle: Pressemitteilung LBV)

Kommentar: Der „böse“ Wolf muss weg?

Kommentar: Der „böse“ Wolf muss weg?

Der Wolf in Oberbayern darf abgeschossen werden! Das teilte die Regierung von Oberbayern am gestrigen Freitag mit. Der Bund Naturschutz will zwar prüfen, ob er gegen diesen Abschuss-Bescheid klagen will, aber ich glaube nicht mehr, dass es für das Tier, dass seit einigen Monaten in Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land unterwegs ist, noch ein Happy End gibt.
Mit seinem Tod soll vor allem eine Gefährdung des Menschen vermieden werden. Obwohl es nach Angaben der Expertenkommission bisher zu gar keiner Interaktion zwischen Wolf und Mensch gekommen ist. Bei einem Aufeinandertreffen ist das Wildtier wohl sofort geflüchtet, – also normales Wolfsverhalten.
Für einen Wolf normal ist es auch, dass er andere Tiere tötet oder verletzt. Wenn dann Bilder die Runde machen von grausam zugerichteten Schafe, Rehen und Co., ist der Aufschrei sofort groß.
Grundsätzlich auch verständlich. Auf diese Weise will niemand sein geliebtes Haustiere verlieren und für die Landwirte bringt der Wolf obendrein noch wirtschaftlichen Schaden mit sich.
Dennoch ging mir diese Entscheidung zur „Entnahme des Wolfes aus der Natur“ – wie es im verharmlosenden Bürokratendeutsch heißt –  zu schnell. Denn eines ist klar: es wird nicht bei diesem einzelnen Wolf bleiben. Irgendwann kommen weitere Wölfe, um sich auch bei uns in Oberbayern wieder niederzulassen, Nachwuchs zu bekommen und sich zu vermehren. Und dann? Wieder zum flächendeckenden Abschuss übergehen und diese Spezies ein zweites Mal komplett ausrotten?
Das kann und darf nicht die Lösung sein. Zur vielgepriesenen Artenvielfalt gehören nicht nur die Spezies, die uns Menschen als harmlos, kuschelig und wirtschaftlich tragbar erscheinen. Wenn wir Artenvielfalt wollen, werden wir lernen müssen, auch mit den weniger schönen und appetitlichen Seiten davon zurecht zu kommen. Dass das funktionieren kann, zeigt der Blick in andere Länder, in denen Wölfe und Bären nie ausgerottet waren.
Natürlich wird der eine oder andere jetzt wieder sagen, dass man das ja nicht vergleichen kann. Dass Oberbayern viel dichter besiedelt sei und es im Alpenraum viel schwieriger, Nutztiere mittels Zäune sicher vor den scharfen Zähnen des Wolfes zu schützen. Und ja, das stimmt. Es ist schwierig. Aber der richtige Weg war noch nie leicht.

Einbruchsserie in Schulen geklärt

Einbruchsserie in Schulen geklärt

Landkreis Mühldorf am Inn / RosenheimZwischen Ende Oktober und Anfang Dezember 2021 kam es zu einer Einbruchserie in unterschiedlichen Schulen im nördlichen Landkreis Rosenheim und im Landkreis Mühldorf am Inn. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft konnten zwischenzeitlich sieben Tatverdächtige ermitteln, wovon sich mittlerweile zwei in Untersuchungshaft befinden. Zwei Jugendliche vorläufig festgenommen. Fünf weitere Tatverdächtige im Alter zwischen 16 und 20 gefunden. Die Ermittlungen dauern an.

Die Serie begann nach Erkenntnissen der Ermittler in der Nacht von 26. auf 27. Oktober 2021 mit einem Einbruch in das Berufliche Schulzentrum Mühldorf am Inn. Weitere Einbrüche folgten Mitte November in Waldkraiburg sowohl in die Realschule, in die Mittelschule als auch ins Gymnasium. Fortgesetzt wurde die Serie in der Mittelschule Neumarkt-St. Veit, ehe Ende November in Wasserburg die Berufsschule sowie die Fachober- und Berufsoberschule heimgesucht wurden.
Das nächste Ziel der bis dahin unbekannten Täter war die Grund- und Mittelschule Töging am Inn am 2. Dezember 2021, wo sie 400 Euro Sachschaden anrichteten, jedoch nichts erbeuteten. Von 3. auf 4. Dezember 2021 waren erneut Schulen im Stadtbereich Mühldorf am Inn das Ziel der Täter. Zunächst stiegen sie in die Grundschule Mößling ein, ehe sie gegen 3.30 Uhr morgens die Berufsschule 2 heimsuchten.
Bei diesem Fall konnten zwei Jugendliche aus Waldkraiburg und Mühldorf auf frischer Tat vorläufig festgenommen werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein erließ der zuständige Ermittlungsrichter die Untersuchungshaft gegen die beiden. Sie wurden in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein führten zu fünf weiteren Tatverdächtigen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren aus Mühldorf und Neumarkt-St. Veit. Derzeit wird die Beteiligung der einzelnen Tatverdächtigen an den oben genannten Taten geprüft. Insoweit dauern die Ermittlungen an.

Mußmaßliche Tatbeute
sichergestellt

Im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung konnten die Ermittler bei einem 18-jährigen Tatverdächtigen mutmaßliche Tatbeute aus einem der Einbrüche sicherstellen. Während der Einbruchserie wurden Bargeld, elektronische Geräte und weiteres Schulzubehör im unteren fünfstelligen Bereich erbeutet. Den gesamten Sachschaden, den die Einbrecher bei den jeweiligen Taten angerichtet hatten, beziffern die Ermittler auf ungefähr 65.000 Euro. Die Ermittlungen von Kripo und Staatsanwaltschaft dauern an.
(Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Erholung für die Sinne am Kirchsee

Erholung für die Sinne am Kirchsee

Sachsenkam / Bad Tölz – Der Kirchsee zählt zu den schönsten Seen in Bayern. Er liegt etwas unterhalb von Kloster Reutberg in der Gemeinde Sachsenkam nordöstlich von Bad Tölz. Ein wunderbares Ausflugsziel – wie diese aktuellen Fotos unseres Kollegen Hendrik Heuser zeigen. Gut verbinden lässt sich damit eine Rast in den Biergärten der Brauerei von Kloster Reutberg. Von dort hat man einen phänomenalen Ausblick über das Naturschutzgebiet Ellbach-Kirchseemoor.
(Quelle: Hendrik Heuser / Beitragsbild – Fotos: Hendrik Heuser)

Bankeinbruch ohne Beute

Bankeinbruch ohne Beute

Mehring / Landkreis Altötting Eingebrochen wurde am gestrigen Dienstagabend, 12. Januar in eine Bankfiliale in Mehring im Landkreis Altötting. Die Täter flüchteten noch vor dem Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte der Polizei ohne Beute. Im  Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gab es seit 7. November 2022 bereits sechs ähnliche Fälle. Die Kriminalpolizei Mühldorf bietet um sachdienliche Hinweise.

Der Vorfall betrifft eine Bankfiliale in der Kollmünzerstraße in Mehring ( Landkreis Rosenheim. Nach den Angaben der Polizei verschafften sich der oder die Täter über ein Fenster auf der Gebäuderückseite Zugang zum Haus. In den Räumlichkeiten wurde anschließend die Tür zum Tresorraum gewaltsam geöffnet. Warum die Täter dann von ihrem Vorhaben abließ, ist aktuell noch unklar. Es enstand ein Sachschaden in Höhe von 1000 Euro.

Zur Klärung des Sachverhalts bittet die Kriminalpolizei Mühldorf unter der Telefonnummer 08631/3673-0 um Hinweise:

  • Wem sind in den Abendstunden des Dienstag, 12.01.2022, verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Kollmünzerstraße im Mehringer Ortsteil Öd aufgefallen?
  • Sind jemandem bereits vor den fraglichen Tatzeiten Personen oder Fahrzeuge im Umfeld der Bankfiliale aufgefallen, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten?
    (Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsfoto: Symbolfoto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd)
 
Wohnungsbrand in Haslach

Wohnungsbrand in Haslach

Traunstein – Zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus kam es am heutigen Mittwochnachmittag im Axtdorfer Feld in Traunstein. Eine Bewohnerin erlitt leichte Brandverletzungen. Der Sachschaden wird im sechsstelligen Bereich geschätzt.

Nach den Angaben der Polizei ging gegen 14.45 Uhr über die integrierte Leitstelle ein Notruf ein.

Löste Christbaum
den Brand aus?

Laut ersten Erkenntnissen brach das Feuer in einer Wohnung im Erdgeschoss im Bereich eines Christbaums aus.. Eine 84-jährige Bewohnerin erlitt leichte Brandverletzungen und wurde nach medizinischer Erstversorgung durch den Rettungsdienst vor Ort in ein Krankenhaus verbracht. Die örtlichen Feuerwehren konnten das Feuer relativ rasch unter Kontrolle bringen und so ein Übergreifen der Flammen auf andere Wohnungen sowie angrenzende Gebäude verhindern.Das Fachkommissariat 1 der Kripo Traunstein hat unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein die Ermittlungen in dem Fall übernommen.Laut den ersten Einschätzungen der Brandfahnder liegen keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung vor. Zur genauen Brandursache können noch keine Angaben gemacht werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto: re)