Nach Schlägerei vor Starbulls-Spiel – Polizei taucht in Landshut nach Beweis

Nach Schlägerei vor Starbulls-Spiel – Polizei taucht in Landshut nach Beweis

Rosenheim /Landshut – Das Auswärts-Eishockeyspiel der Rosenheimer Starbulls gegen Landshut am 28. Dezember 2024 hat für gut 30 Fans ein Nachspiel. Gegen sie wird wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs ermittelt. Die Polizei taucht nun sogar in der Isar in Landshut nach einem Beweismittel.

Taucher der Technischen Einsatzeinheit der Bayerischen Bereitschaftspolizei tauchten am heutigen Dienstag (14.1.2025) im Bereich des Stadttheaters nah einer Bodycam. Diese ging bei einem Einsatz der Polizei vor dem Eishockeyspiel am 28. Dezember 2024 verloren. Fangruppen aus Rosenheim und Landshut mit insgesamt rund 60 Beteiligten trafen, nach den Angaben der Polizei, zunächst an der Preysingallee sowie am Stadttheater aufeinander und gingen sich gegenseitig an. Schließlich mussten die Fans durch Polizisten der Bayerischen Bereitschaftspolizei getrennt werden. Bei dem Einsatz wurden vier Polizeibeamte leicht verletzt.
Nun ermittelt die Kriminalpolizeiinspektion Landshut gegen rund 30 Tatbeteiligte aus beiden Fanlagern unter anderem wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Niederbayern / Beitragsbild: Polizeipräsidium Niederbayern)

Starbulls: Sieg in Selb macht Rosenheims Sechs-Punkte-Wochenende perfekt

Starbulls: Sieg in Selb macht Rosenheims Sechs-Punkte-Wochenende perfekt

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim holten am 36. Spieltag der DEL2 einen 4:2-Auswärtssieg gegen die Selber Wölfe und konnten mit dem „Sechs-Punkte-Wochenende“ (11. und 12.1.2025) den vierten Tabellenrang untermauern.

Je länger das Spiel in Selb dauerte, umso routinierter präsentierten sich die Grün-Weißen. Lukas Laub im ersten und Ludwig Nirschl im zweiten Drittel glichen Rückstände aus. Gleich zum Start des letzten Spielabschnitts brachte Ville Järveläinen die Starbulls bei zweifacher Überzahl erstmals in Führung, C.J. Stretch traf mit einem Empty-Net-Tor zum Endstand.
Zwei Tage nach dem emotionalen 4:2-Heimsieg gegen die Kassel Huskies stand für die Starbulls Rosenheim die pikante Auswärtsaufgabe gegen den Tabellenletzten auf dem Programm. Die Selber Wölfe hatten zum „Blaulichttag“ geladen, die Kulisse war mit 3.119 Zuschauern entsprechend groß. Mit Ryan Smith, Brent Raedeke, Jordan George und Ryan Sproul standen gleich vier nachverpflichtete Spieler im Line-up der Oberfranken, die in den ersten beiden Saisonduellen gegen die Starbulls noch nicht mit von der Partie waren.

Stammtorwart Oskar Autio legte eine Erholungspause ein

Rosenheims Cheftrainer Jari Pasanen musste mit Manuel Strodel auf einen weiteren wichtigen Mann verzichten. Für den regelwidrigen, im Spiel aber ungeahndeten Check zwei Tage zuvor, der Strodel ausschaltete, wurde Kassels Marco Müller im Nachhinein für vier Spiele gesperrt. Mit Simon Gnyp und Ludwig Nirschl stellten sich in Selb zwei angeschlagene Spieler in den Dienst der Mannschaft, mit deren Einsatz im Vorfeld kaum zu rechnen war. Das Rosenheimer Tor hütetet diesmal Pascal Seidel, Stammtorwart Oskar Autio erhielt eine Erholungspause und machte die Fahrt nach Oberfranken gar nicht mit.
Der erste Spielabschnitt ging mit 2:1 an die zunächst deutlich wacher wirkenden und strukturierter auftretenden Gastgeber. Alle drei Tor fielen binnen einer Minute. Zunächst traf Ryan Smith, der nicht bzw. zu spät angegangen wurde, mit einem platzierten Schuss aus dem rechten Bullykreis hoch ins kurze Eck (7.). Lukas Laub glich mit einem satten Schuss ins rechte obere Eck zum 1:1 aus, nachdem er an der blauen Linie einen schlampigen gegnerischen Aufbaupass abfangen konnte (8.). Chad Bassen brachte die Wölfe erneut in Führung, als er einen Schuss von Luis Marusch unhaltbar für Starbulls-Schlussmann Seidel abfälschte (8.).

Glück für die Rosenheimer in der Anfangsphase des zweiten Drittels

Die größte Chance zum Ausgleich hatte Sebastian Zwickl, der nach einem feinen Antritt per Rückhand abschloss, aber am guten Selber Torwart Kevin Carr scheiterte (16.).
In der Anfangsphase des zweiten Drittels hatten die Starbulls Glück, nicht mit zwei Toren in Rückstand zu geraten. Ryan Smith traf mit einem satten Schuss den Pfosten und einer der Hauptschiedsrichter wähnte den Puck bereits hinter der Linie, was die Videobilder aber als klare Fehleinschätzung entlarvten. Momente später parierte Seidel herausragend gegen den nach einem Rückpass aus bester Position frei zum Abschluss kommenden Bassen (22.).
Auf der Gegenseite zeigte sich Dominik Kolb bei einem Ausflug von Keeper Carr aufmerksam, schnappte sich die Scheibe, legte perfekt in den Slot auf Charlie Sarault, der den Puck aber freistehend nicht am Schlussmann vorbeibrachte, der wieder rechtzeitig vor sein Tor zurückgekehrt war (28.). Fünf Minuten später war der Ausgleich aber fällig. Bei angezeigter Strafe zog Zack Dybowski zweimal zentral von der blauen Linie ab und der in der Schussbahn lauernde Ludwig Nirschl versenkte die hängengebliebene Scheibe aus der Drehung im rechten unteren Eck zum 2:2 (33.).
Die Starbulls agierten von Minute zu Minute stabiler, die Hausherren dagegen immer einfallsloser und unkontrollierter. Kleine Strafen gegen Daniel Schwamberger und Nick Miglio kurz hintereinander knapp vor der zweiten Pause eröffneten den Grün-Weißen die Möglichkeit, ins letzte Drittel in zweifacher Überzahl zu starten. 41 Sekunden dieser besonderen Phase waren nach der zweiten Pause gespielt, als Ville Järveläinen per Direktabnahme hammerhart ins linke obere Eck traf (41.); der Rückpass kam von Lukas Laub, der vorangegangene Pass hinter dem Tor von C.J. Stretch.
Nachdem Torwart Seidel bei einer Großchance von Raedeke stark retten konnte (43.), geriet die erstmalige Rosenheimer Führung kaum noch in nennenswerte Gefahr. Die Grün-Weißen hielten den Gegner mit einer nun äußerst routinierten Spielweise effektiv vom eigenen Tor fern und verteidigten auch die dritte und letzte Unterzahlsituation in dieser Partie gut.

MIglio zog die Notbremse

Als Charlie Sarault frei vor Kevin Carr zum Abschluss gekommen wäre, zog Miglio die Notbremse, es wurden aber nur zwei Minuten und kein Strafschuss ausgesprochen (52.). Auch Kilian Kühnhauser hatte die Möglichkeit zum vierten Rosenheimer Treffer, er scheiterte bei einem Alleingang am guten Selber Torwart (57.). Kurz danach musste Pascal Seidel ein letztes Mal entscheidend eingreifen und einen Direktschuss von Josh Winquist mit dem Schoner aus dem kurzen Eck fischen (58.).
Mit gezogenem Torwart und sechsten Feldspieler kamen die Hausherren nicht mehr zum Abschluss, stattdessen antizipierte Lukas Laub clever und legte uneigennützig in der neutralen Zone quer auf C.J. Stretch, der ins leere Tor zum 4:2-Endstand aus Rosenheimer Sicht traf (60.).

„Das Tor von Luki Laub war goldwert“

Starbulls-Headcoach Jari Pasanen fasste das Spiel bescheiden zusammen: „Ich bin froh über die Punkte. Am Anfang sah das nicht so aus. Ich war beeindruckt, wie gut die Heimmannschaft im ersten Drittel rausgekommen ist. Wir hatten Probleme dagegenzuhalten. Das Tor von Luki Laub war goldwert. Im zweiten Drittel haben wir denn schon besser gespielt, wir haben sehr geduldig verteidigt und dann kamen auch die Tore. Glücklicherweise haben wir die Fünf-gegen-drei-Situation bekommen und genutzt.“
(Quelle: Preseemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto:Copyright: Ludwig Schirmer / Peter Lion )

„David gegen Goliath“: Starbulls treffen auf Kassel

„David gegen Goliath“: Starbulls treffen auf Kassel

Rosenheim – „David gegen Goliath“: Mit Kassel kommt am heutigen Freitag (10.1.2025) ein starker Gegner für die Starbulls Rosenheim ins ROFA-Eisstadion. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.

Die Meisterschaft in der DEL2 und der damit verbundene Aufstieg in die höchste deutsche Eishockeyliga sind die erklärten Ziele der Kassel Huskies. Nach zwei Spielzeiten, in denen die Nordhessen zumindest die Hauptrunde als meist unantastbarer Tabellenführer dominierten, gibt es in der laufenden Saison einen Dreikampf. Die Dresdner Eislöwen haben dabei als Spitzenreiter mit aktuell 74 Punkten die Nase deutlich vorn. Dahinter balgen sich momentan die Huskies (65 Punkte) mit den Krefeld Pinguinen (64 Punkte) um Rang zwei.

Spitzenspiel als Kampf „David gegen Goliath“

Und die Starbulls? Die könnten mit einem Heimsieg nach regulärer Spielzeit am Freitagabend bis auf drei Punkte an die Schlittenhunde, die sogar schon ein Spiel mehr bestritten haben, heranrücken. „Wenn wir zumindest einigermaßen komplett wären, dann wäre es definitiv ein Spitzenspiel“, sagt Jari Pasanen. „Tatsächlich ist es jetzt angesichts unserer Kadersituation aber ein Kampf ‚David gegen Goliath‘ – aber wir wissen ja, was da passiert ist“, fügt der Rosenheimer Cheftrainer mit einem Schmunzeln hinzu.
Pasanen selbst kämpft gerade mit einer heftigen Erkältung – und auch einige Spieler sind entsprechend angeschlagen und mussten mit dem Training aussetzen. „Wir können im Moment eigentlich gar nicht richtig trainieren, die Mannschaft war nach dem Ravensburg-Spiel am Dienstag völlig fertig“, hadert der Headcoach, der neben den Langzeitverletzten Norman Hauner, Maximilian Vollmayer und Stefan Reiter auch weiterhin auf Fabjon Kuqi verzichten muss und hinter dem Einsatz einiger weiterer Spieler große Fragezeichen sieht.
Was Jari Pasanen aber verspricht: „Wie im letzten Heimspiel werden die Spieler, die im Line-up stehen, ihr Bestes tun und alles geben!“
Kassel kommt mit nahezu voller Kapelle nach Rosenheim. Cheftrainer Todd Woodcroft verfügt über den wohl prominentesten und einen der breitesten Kader der DEL2. Rotation innerhalb der Reihen und auch zwischen Eis und Tribüne ist bei den Nordhessen derzeit an der Tagesordnung. Möglicherweise wird aber trotzdem noch einmal im Kader nachgelegt. Aktuell taucht in derartigen Diskussionen der Name David Wolf häufig auf. Der 35-jährige bullige Stürmer, der in der vergangenen Saison für die Adler Mannheim in der DEL spielte, war zuletzt Tribünen- und Trainingsgast bei den Huskies.

Maxwell oder Maurer im Tor der Huskies?

Im Endspurt 2024 siegten die Kassel Huskies fünfmal in Folge, unter anderem beim absoluten Topspiel in Dresden. Der Start ins Jahr 2025 fiel aber ernüchternd aus. Am vergangenen Wochenende unterlag man am Freitag im Heimspiel gegen den EV Landshut mit 3:6 und kassierte am Sonntag eine schmerzhafte 2:3-Derbypleite nach Verlängerung in Bad Nauheim.
Den ersten Saisonvergleich zwischen Rosenheim und Kassel gewannen die Starbulls Mitte Oktober zuhause 3:2. Das erste Rückspiel in der Nordhessen-Arena ging Ende November mit 3:1 an die Huskies. Beide Male hütete der Deutsch-Amerikaner Brandon Maxwell das Kasseler Tor. Nach seinen sechs Gegentreffern am vergangenen Freitag kam am Sonntag in Bad Nauheim dann aber der gebürtige Landshuter Philipp Maurer zum Zug. Man darf gespannt sein, welcher Keeper auf Kasseler Seite am Freitag kurz vor 19:30 Uhr unter den „Starting Six“ im ROFA-Stadion vorgestellt wird.

Am Sonntag in Selb gegen „Spieler aus der Wundertüte“

Am Sonntag treten die Starbulls auswärts gegen die Selber Wölfe an. In den beiden bisherigen Spielen gegen die Oberfranken waren Tore rar gesät. Jeweils das Heimteam behielt mit 2:1 die Oberhand – die Starbulls im Heimspiel nach 60 Minuten, die Wölfe in der Porzellanstadt erst nach Shootout.
Mit 34 Punkten stehen die Hochfranken in der DEL2-Tabelle gemeinsam mit den Eispiraten Crimmitschau ganz unten. Die Hoffnung auf das Entkommen der Playdowns ist bei aktuell zehn Punkten Rückstand auf Platz zehn aber immer noch vorhanden. Wegen mehrerer langfristiger Ausfälle – auch für Mark McNeill ist die Saison nun wohl beendet, Marco Pfleger fehlt ebenfalls bis auf Weiteres – haben die Wölfe mehrere interessante Akteure nachverpflichtet. Mit Spielmacher Jordan George (34-jähriger Deutsch-Amerikaner) und Offensivverteidiger Ryan Sproul (31-jähriger Sino-Kanadier) stehen am Sonntag zwei Spieler aus der Kategorie „Wundertüte“ vor ihrer Heimspielpremiere in der DEL2.
Bereits vier Spiele für Selb (ein Tor, zwei Vorlagen) hat der deutsch-kanadische Stürmer Brent Raedeke bestritten. Ihn kennt Starbulls-Chefcoach Jari Pasanen aus Iserlohn, wo er ihn in der DEL als Coach vor zehn Jahren unter seinen Fittichen hatte: „Das ist ein super Typ, er arbeitet immer hart und sorgt für gute Stimmung in der Kabine. Er ist für eine Mannschaft schon durch seine Anwesenheit sehr wertvoll.“
Ticket und Getränk für Schüler und Studenten für 10 Euro!
Die DEL2-Spiele der Starbulls am Freitag um 19:30 Uhr gegen Kassel und am Sonntag um 18:30 Uhr in Selb werden wie gewohnt auf sportdeutschland.tv übertragen. Eintrittskarten für das Heimspiel am Freitag sind auf www.starbulls.de/tickets buchbar und ab 17:30 Uhr an der Tageskasse am Stadion erhältlich.
Im Rahmen der Tageskasse gibt es diesmal einen Extra-Schalter für eine besondere Aktion: Schüler und Studenten (bitte entsprechenden Ausweis vorlegen, bis 16 Jahre reicht der Altersnachweis) erhalten für nur 10 Euro ein Stehplatzticket inklusive einer Marke für ein Freigetränk, die an allen Stadionkiosken eingelöst werden kann.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls Rosenheim: Platz 4 erfolgreich verteidigt

Starbulls Rosenheim: Platz 4 erfolgreich verteidigt

Rosenheim – Revanche erfolgreich, Tabellenrang vier verteidigt! Die Starbulls Rosenheim schlugen am Dienstagabend (7.1.2025)  die Ravensburg Towerstars im heimischen ROFA-Stadion 4:2, nachdem sie zwei Tage zuvor auswärts gegen den gleichen Gegner noch äußerst unglücklich mit 3:4 das Nachsehen hatten. im Nachholspiel vom 18. Spieltag brachten Ville Järveläinen und C.J. Stretch die Grün-Weißen mit zwei Powerplaytoren im ersten Drittel auf die Siegerstraße. Charlie Sarault erhöhte im zweiten Drittel auf 3:0. Lukas Laub traf im letzten Drittel zum 4:2-Endstand, nachdem die hart spielenden Gäste zwischenzeitlich auf 3:2 herangekommen waren.

Starbulls vs. Ravenstburg am 7. 1.2025. Fotos: Ludwig Schirmer und Peter Lion

Auch bei diesem Spiel konnten sich die Starbulls der Unterstützung ihrer Rosenheimer Fans sicher sein. Fotos: Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion

Die Konstellation hatte etwas von Playoffs – und das am Dienstagabend auf dem Eis des ROFA-Stadions Gebote hatte in der Tat entsprechenden Charakter. Die 3.614 Zuschauer sahen ein intensives und umkämpftes Spiel mit vielen Nickligkeiten und harten Zweikämpfen – von Ravensburger Seite auch über die Grenzen des Erlaubten hinaus.

Das erste Drittel lief aus Rosenheimer Sicht optimal

Das erste Drittel lief aus Rosenheimer Sicht optimal. Bei einer frühen und sehr schön herausgespielten Ravensburger Großchance war Starbulls-Keeper Oskar Autio zur Stelle und tauchte die von Robby Czarnik auf das Tor gebrachte Scheibe per Reflex mit dem Schoner noch aus dem kurzen Eck (2.). Das erste Rosenheimer Überzahlspiel war so druckvoll, dass der Führungstreffer zwangsläufig fiel. Ville Järveläinen staubte nach einem abgewehrten Schuss von C.J.Stretch erfolgreich ab (6.). Kurz zuvor war Järveläinen noch am Pfosten gescheitert.

Starbulls vs. Ravenstburg am 7. 1.2025. Fotos: Ludwig Schirmer und Peter Lion

Gespielt wurde mit harten Bandagen. 

Die Gäste indes konnten ein Powerplay nicht nutzen und nahmen auch ein Rosenheimer Geschenk nicht an: Nach einem Leichtsinnsfehler von Torwart Autio brachte Czarnik die Scheibe aus kurzer Distanz nicht im leeren Tor unter (16.).
Momente später wurde Starbulls-Stürmer Lukas Laub von Luca Hauf regelwidrig in die Bande gecheckt (17.). Hauf musste folgerichtig zum Duschen, der kurzzeitig benommene Laub konnte glücklicherweise weiterspielen. In Überzahl erhöhten die Hausherren drei Sekunden vor der Pausensirene auf 2:0. Gästekeeper Nico Pertuch konnte einen satten Schuss von Zach Dybowski noch abwehren, den Nachschuss aber versenkte C.J.Stretch aus dem Hinterhalt eiskalt im linken oberen Eck. Auch in diesem Powerplay wurde der Rosenheimer Druck einfach zu groß für die Oberschwaben.

Starbulls vs. Ravenstburg am 7. 1.2025. Fotos: Ludwig Schirmer und Peter Lion

Die Ravensburger Seite gingen bei den Zweikämpfen auch über die Grenzen des Erlaubten hinaus. 

Knapp fünf Minuten waren im zweiten Drittel gespielt, als Gästestürmer Mathew Santos das Spiel für Rosenheims Verteidiger Simon Gnyp mit einem heftigen Check gegen den Kopf beendete. Gnyp musste benommen in die Kabine, droht für die kommenden Spiele auszufallen. Bestraft wurde der Topscorer der Towerstars für seine folgenschwere Aktion allerdings nicht. Die Starbulls antworteten auf ihre Weise – mit dem 3:0. Travis Ewanyk legte zentral ab auf Charlie Sarault und der Ex-Ravensburger zimmerte den Puck unhaltbar über das linke oberen Innengestänge ins Netz (25.).
Das dritte Rosenheimer Powerplay blieb dank guter Paraden von Pertuch torlos, beim zweiten Ravensburger Powerplay hingegen verkürzte Erik Karlsson mit einem platzieren Schuss hoch ins kurze Eck auf 3:1 (31.). Im nun zerfahrenen und von harten Zweikämpfen und Nickligkeiten geprägten Spiel hätten Laub und Järveläinen auf 4:1 erhöhen können, beide zielten aber knapp über die Latte des Gästetores.
Schon früh im letzten Drittel fiel der Ravensburger Anschlusstreffer zum 2:3. Erneut war Karlsson der Torschütze, der Schwede bugsierte den Puck im Liegen aus der Luft am verdutzten Oskar Autio vorbei über die Linie (42.). Bevor die Gäste zu einer richtigen Ausgleichschance kamen, erhöhte Lukas Laub auf 4:2. Niklas Hübner schlug als Verteidiger an der blauen Linie der Rosenheimer Zone über die Scheibe, Laub roch den Braten, zog auf und davon und schob Gästekeeper Pertuch die Scheibe durch die Beine (46.) – im ersten und zweiten Drittel war Laub bei Alleingängen noch an Pertuch gescheitert.

Starbulls vs. Ravenstburg am 7. 1.2025. Fotos: Ludwig Schirmer und Peter Lion

Die Zuschauer erlebten ein intensives Spiel. 

Das Spiel hatte nun etwas von Abnutzungskampf, was den mit zwei Toren in Front liegenden Starbulls entgegenkam. Ein drittes und letztes Ravensburger Überzahlspiel killten sie erfolgreich und auch gegen am Ende sechs Ravensburger Feldspieler verteidigten die Grün-Weißen clever und effektiv.
Dank des verdienten Heimdreiers haben die Starbulls Rosenheim Tabellenrang vier erfolgreich verteidigt bei nun drei Punkten Vorsprung auf den ECH Freiburg und vier Zählern Vorsprung auf die Ravensburg Towerstars.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion)

Starbulls: Sieg in Selb macht Rosenheims Sechs-Punkte-Wochenende perfekt

DEL2-Playoff-Vorgeschmack im Rosenheimer Eisstadion

Rosenheim – Wenn die Starbulls Rosenheim am heutigen Dienstag (7.1.2024) um 19.30 Uhr die Ravensburg Towerstars zum direkten Rückspiel herausfordern, weht schon ein Hauch von Playoff-Luft durchs Rofa-Stadion.

Das Duell mit den Oberschwaben um Tabellenplatz vier ist zwar nur eine Momentaufnahme, könnte aber spannender und enger kaum sein. Dass die Starbulls am Sonntag in Ravensburg denkbar knapp und unglücklich mit 3:4 den Kürzeren zogen, macht die Sache zusätzlich pikant.
Rosenheim gegen Ravensburg: Die Nachholpartie der 18. Runde, die am 15. November über die Bühne ging, ist das einzige DEL2-Spiel an diesem Dienstag. Die Konkurrenz schaut zu, in welche Richtung sich der Kampf um den im Hinblick auf die Playoffs interessanten Tabellenrang vier (Heimrecht im Viertelfinale) entwickelt.
Noch stehen die Starbulls auf dieser Tabellenposition. Freiburg konnte am Sonntag durch einen Sensationssieg in Krefeld (mit nur 13 Feldspielern, davon drei Spieler aus dem Nachwuchs) nach Punkten gleichziehen. Die Towerstars Ravensburg sind den Grün-Weißen durch den Drei-Punkte-Erfolg im direkten Duell bis auf einen Zähler herangerückt und haben nun die Chance zum Überholmanöver. Das wollen die Starbulls natürlich mit einem Heimsieg verhindern. Die Ravensburger haben zudem noch ein weiteres Nachholspiel – zuhause gegen Weiden Mitte Februar – in der Hinterhand.
Auch Travis Ewanyk, am Sonntagabend für alle drei Rosenheimer Tore verantwortlich (wir berichteten), spricht von „Playoff-Feeling“, das der aktuelle Doppelvergleich mit den Towerstars für die Spieler ausstrahlt. Das Team brennt natürlich auf Revanche. In Ravensburg konnten sich die Grün-Weißen für die tolle Moral, mit der sie den 0:2-Rückstand des ersten Drittels in eine 3:2-Führung nach dem zweiten Spielabschnitt drehten, nicht belohnen.
Die Forderung von Cheftrainer Jari Pasanen für den neuen Vergleich zwei Tage später ist klar: Strafzeiten, vor allem derart unnötige wie im ersten Drittel am Sonntag, unbedingt vermeiden; schließlich sind die von Bo Subr trainierten Towerstars das effektivste Überzahlteam der Liga. Vor allem aber ärgerten den finnischen Headcoach die beiden Gegentore zu Beginn und Ende des letzten Drittels, die seiner Mannschaft die Punkte kosteten: „Beide Male war es dasselbe. Wir machen die Schussbahn nicht zu, nehmen dann aber selbst unserem Torwart die Augen“.

Starbulls treten wohl mit der gleichen Aufstellung an, wie zwei Tage zuvor in Ravensburg

Die Starbulls werden am heutigen Dienstag aller Voraussicht nach mit der gleichen Aufstellung antreten wie zwei Tage zuvor in Ravensburg – mit U20-WM-Teilnehmer Kilian Kühnhauser und ohne den erkrankten Fabjon Kuqi. Bei den Towerstars könnte Nick Latta ins Team zurückkehren.
Eintrittskarten für das Dienstagsheimspiel der Starbulls Rosenheim gegen die Ravensburg Towerstars sind auf www.starbulls.de/tickets buchbar und ab 17:30 Uhr an der Kasse am ROFA-Stadion erhältlich. Einlass ins Stadion ist um 18:30 Uhr, Spielbeginn um 19.30 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Copyright: Ludwig Schirmer / Peter Lion)

Starbulls Rosenheim: Keine Punkte in Ravensburg

Starbulls Rosenheim: Keine Punkte in Ravensburg

Rosenheim / Ravensburg – Am 34. Spieltag (5.1.2025) der DEL2 traten die Starbulls Rosenheim bei den Ravensburg Towerstars an – und lagen nach einem schwachen Auftritt im ersten Drittel zurecht mit 0:2 in Rückstand. Doch die Grün-Weißen zeigten am Sonntagabend tolle Moral und gewannen den zweiten Spielabschnitt mit 3:0, weil Travis Ewanyk dreimal hart und erfolgreich am Torraum arbeitete. Belohnt wurden die Starbulls am Ende aber nicht, denn zwei glückliche Tore im letzten Drittel bescherten den Gastgebern einen knappen 4:3-Sieg. Bereits am Dienstag kommt es zur Revanche auf Rosenheimer Eis.

Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen musste im ersten Auswärtsspiel im neuen Jahr kurzfristig auf Fabjon Kuqi verzichten. Dafür stand der frisch von der U20-Weltmeisterschaft zurückgekehrte Kilian Kühnhauser wieder im Rosenheimer Line-up.

Bereits nach wenigen Spielmomenten musste Zack Dybowski wegen eines unnötigen Vergehens (Halten des Stocks) direkt vor den Augen eines Hauptschiedsrichters auf die Strafbank. Die Hausherren nutzten das unverhoffte frühe Powerplay schon nach wenigen Sekunden zum Führungstreffer durch Jan Nijenhuis, der unhaltbar ins kurze Eck traf (1.). Und auch das zweite Überzahlspiel münzten die Towerstars in einen Torerfolg um. Fabian Dietz traf nach Querpass von Robbie Czarnik per Direktabnahme zum 2:0 (8.). Nach einem Solo von Mathew Santos verhinderte Starbulls-Keeper Oskar Autio mit einer starken Aktion den möglichen dritten Ravensburger Treffer (12.).

Laub und Gnyp bekamen kaum Zugriff auf das Spiel

Zwar hatten die Starbulls durch Lukas Laub (2.) und Simon Gnyp (9.) unmittelbare Chancen zum Ausgleichs- bzw. Anschlusstreffer, Zugriff auf das Spiel bekamen sie im ersten Spielabschnitt aber kaum. Die Towerstars konnten fast nach Belieben schalten und walten. In der letzten Minute vor der ersten Pause scheiterte Laub bei angezeigter Strafe bei einem Alleingang an Keeper Ilya Sharipov.
Dem ersten Rosenheimer Powerplay entsprang nach Wiederbeginn aber der Anschlusstreffer. Just als der fünfte Feldspieler der Hausherren zurück auf das Eis kam, bediente Ville Järveläinen den am Torraum für einen Moment alleine gelassenen Travis Ewanyk, der den Puck perfekt über die Fanghand von Sharipov ins Netz chippte (22.). Rekordverdächtige vier Sekunden nach dem folgenden Anspiel musste der Torschütze wegen hohen Stocks auf die Strafbank. Die dritte Situation in Unterzahl an diesem Abend überstanden die Starbulls mit Geschick und Glück aber ohne Gegentreffer – und waren nun drin im Spiel.

Travis Ewanyk war der auffälligste Akteur auf dem Eis

Auffälligster Akteur auf dem Eis blieb Travis Ewanyk. Bei einem Schuss von Pascal Zerressen nahm er Sharypov die Sicht und wurde dann vom Ravensburger Keeper zu Fall gebracht, wodurch die zunächst hängen gebliebene Scheibe zum 2:2 über die Torlinie rutschte (34. – als Torschütze wurde, vorläufig, Charlie Sarault angegeben, der allerdings weit abseits des Geschehens stand und den Pass auf Zerressen gegeben hatte). Eindeutig war die Angelegenheit knapp fünf Minuten später. Dominik Tiffels schoss von der blauen Linie, Travis Ewanyk fälschte am Torraum noch leicht ab und die Starbulls lagen – nun verdient – 3:2 in Führung (39.).
Im dritten Drittel sahen die 3.093 Zuschauer in der Ravensburger CHG-Arena, darunter fast 200 Starbulls-Fans, ein offenes Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. Die Towerstars kamen früh zum Ausgleich. Niklas Hübner zog von der blauen Linie nahe der Bande ab und traf genau ins Kreuzeck, Starbulls-Keeper Oskar Autio hatte keine Sicht (43.). Eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene hatte Autio erneut Pech, weil er bei einem Schuss von Fabian Dietz, der flach im kurzen Eck zum 4:3 einschlug, ebenfalls im entscheidenden Moment von einem Mitspieler irritiert wurde (59.). Obwohl die Starbulls auch im letzten Drittel insgesamt Vorteile hatten, standen sie am Ende mit leeren Händen da.

„Es ist sehr bitter, dass wir ohne Punkte heimfahren“

„Wir hatten ein Busgehirn heute im ersten Drittel. Das waren dumme Strafzeiten und schlechtes Unterzahlspiel. Es war enttäuschend, wie wir da in mehreren Situationen agiert haben. Im zweiten Drittel waren dann alle Mann an Bord. Wir haben viele Scheiben auf das Tor gebracht, viel Verkehr gemacht, gut geackert, gut verteidigt. Wir haben das gemacht, was man auswärts machen sollte. Bei den Gegentoren im letzten Drittel haben unsere eigenen Verteidiger dem Tormann die Augen weggenommen. Es ist sehr bitter, dass wir ohne Punkte heimfahren“, sagte Rosenheims Cheftrainer Jari Pasanen nach dem Spiel.

Bereits am morgigen Dienstag kommt es zum nächsten Vergleich der Starbulls mit den Towerstars, dann auf Rosenheimer Eis. Spielbeginn im ROFA-Stadion ist um 19:30 Uhr. Mit einem Heimsieg wollen die Grün-Weißen Revanche nehmen und den vierten Tabellenrang verteidigen, den sie sonst an die Ravensburger abtreten müssten.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)