18. Bayerischer Wirtschaftsschultag: Festakt im KuKo Rosenheim stieß auf große Resonanz

18. Bayerischer Wirtschaftsschultag: Festakt im KuKo Rosenheim stieß auf große Resonanz

Rosenheim / Bayern – Auf große Resonanz stieß der Festakt zur Eröffnung des 18. Bayerischen Wirtschaftsschultages im Kultur- und Kongresszentrum in Rosenheim. Gastgeber waren die Privatschulen Dr. Kalscheuer in Rosenheim.

Geschäftsführerin Nicole Strasser, die souverän durch das zweistündige Programm führte, freute sich, zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Bildung und Wirtschaft begrüßen zu dürfen. Sie bedankte sich besonders für die Unterstützung des Wirtschaftsschultages durch die Arbeitsgemeinschaft Bayerische Wirtschaftsschule (ARGE) in Zusammenarbeit mit ihren Verbänden und Vereinigungen (LEV, DBW, VBP, VLB).
Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März würdigte in seinen Grußworten die praxisnahe, fundierte Ausbildung junger Menschen in den 1949 von Dr. Franz Kalscheuer gegründeten Wirtschaftsschulen in Rosenheim und Traunstein. Viele Absolventen hätten später eine beachtliche Karriere gemacht. Die Wirtschaftsschule sei mit ihrem ausgewogenen Portfolio in einer sich rasch ändernden Welt eine solide Ausgangsbasis.
Der Vorsitzende des Verbands der bayrischen Privatschulen Bernd Dietrich bedankte sich in seiner humorvollen Rede bei den Schülern der Wirtschaftsschule Kalscheuer für ihr großes Engagement. Randolf John, Schulleiter der Wirtschaftsschule Alpenland Bad Aibling, erhielt von ihm zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand einen Bausatz für ein Klassenzimmer der gewünschten 5. Klasse Wirtschaftsschule. Zu Landrat Otto Lederer gewandt, betonte Dietrich: „Erst wenn Sie mitspielen, wird´s was“.
In der anschließenden Podiumsdiskussion unter der Leitung von Nino Speranza, Director Sales der Interprint GmbH Arnsberg und ehemaliger Schüler der Wirtschaftsschule Kalscheuer, wurde die große Bedeutung der Wirtschaftsschule in der bayerischen Schullandschaft deutlich. Sabine Bittner, Beratungskonrektorin der Grund- und Mittelschule Siegsdorf, unterstrich die Wichtigkeit der Information über die Wirtschaftsschule als weiterführende Schule bereits in der Grundschule. Beratungslehrerin Gaby Bartsch wies auf die positiven Erfahrungen mit der 5. Klasse hin, in der ökonomische und digitale Bildung Teil der kaufmännischen Ausbildung seien. Im Klassenverband könnten sich Schülerinnen und Schüler viele Jahre auch gegenseitig unterstützen.

„Gute Vorbereitung auf die moderne Arbeitswelt“

Für Rosenheims Landrat Otto Lederer hat die Wirtschaftsschule eine wichtige Funktion in der bayerischen Schullandschaft und ist eine gute Vorbereitung auf die moderne Arbeitswelt. „Der Erfolg der letzten Jahrzehnte soll in die Zukunft getragen werden“, so Lederer. Landtagsabgeordneter Dr. Martin Brunnhuber, selber Berufsschullehrer, lobte den Schultyp, der in der beruflichen Bildung als wichtiges Segment seinen Platz hat. Für Raphael Geisreiter vom Wirtschaftsverband des Landkreises Traunstein stehen die Digitalisierung und die Zusammenarbeit von Schule und Betrieb im Mittelpunkt: „Es muss Spaß machen“. Ministerialrat Maximilian Pangerl verglich die Wirtschaftsschule mit Bayern: traditionsreich, offen für Entwicklungen und stets am Puls der Zeit.
Pankraz Männlein, Oberstudiendirektor und Vorsitzender vom Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung und vom Verband der Lehrkräfte an beruflichen Schulen, wies auf die Vorreiterrolle der Wirtschaftsschule hin. Mit ihrem praxisnahen Angebot und innovativem Konzept vermittle sie den Jugendlicheneine grundlegende Allgemeinbildung und ökonomische Grundbildung. Die Vorsitzende der Landeselternvereinigung Ilona Brunner und Elternbeiratsvorsitzende Karin Mühsam wünschten sich die freie Wahl des Schultyps nach der Grundschule. Dann wären die Schüler ab der 5. Klasse bis zum Schulabschluss zusammen: „Die Einführung der 5. Klasse wäre ein Mega-Gewinn“, so Brunner.

Ilona Brunner dankte Geschäftsführerin Nicole Strasser für die Organisation des Wirtschaftsschultages und Schulsekretärin Jessica Fütterer für ihr unermüdliches Engagement. Einen Preis für herausragende schulische Projekte erhielten die Wirtschaftsschulen Erlangen, Nürnberg und Würzburg. Der erste Preis wurde der Wirtschaftsschule Freising für die Implementierung eines Schülerparlamentes verliehen. Das Grundverständnis für unseren Staat gerate laut Oberbürgermeister Andreas März mehr und mehr in Vergessenheit: „Der Einsatz für gelebte Demokratie ist goldmedaillenwürdig.“

Über 600 Besucher nahmen an 33 Workshops teil

In 33 hochkarätigen Workshops konnten sich die mehr als 600  Besucher  in den Räumen der Wirtschaftsschule Kalscheuer über den neuen Lehrplan der Wirtschaftsschul und aktuelle Trends informieren. Höhepunkt war neben Vorträgen zum Sprechtraining, zur Lesekompetenz und neuen Modulen wie „Life Skills“ eine spannende Präsentation von Spitzenkletterer Alexander Huber zu dem Thema „Wie wachse ich über mich hinaus?“
(Quelle: Artikel: Georg Füchtner-Privatschulen Dr. Kalscheuer / Beitragsbild: Privatschulen Dr. Kalscheuer)

Deutlicher Starbulls-Sieg im letzten Auswärtsspiel der Hauptrunde

Deutlicher Starbulls-Sieg im letzten Auswärtsspiel der Hauptrunde

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim feierten am Freitagabend (28.2.2025) dem vorletzten Hauptrundenspieltag der DEL2, einen 6:2-Auswärtssieg in Weißwasser. Die gastgebenden Lausitzer Füchse, die auf einige Leistungsträger verzichten mussten, egalisierten im ersten Drittel die frühe Rosenheimer 2:0-Führung, bissen sich danach aber am starken Patrik Mühlberger im Rosenheimer Gehäuse die Zähne aus. Der junge Goalie musste bereits nach wenigen Spielminuten für Cody Porter übernehmen. Ville Järveläinen gelangen zwei Powerplaytore, außerdem trafen Manuel Strodel, Stefan Reiter, Simon Gnyp und Zack Dybowski für die Grün-Weißen.

Starbulls-Cheftrainer konnte kurzfristig doch auf den unter der Woch kranken Lukas Laub zurückgreifen und damit vier komplette Sturmreihen auf das Eis schicken. Die Hausherren konnten sogar alle möglichen 19 Feldspieler aufbieten, mussten aber wie schon in den Spielen zuvor auf die Leistungsträger und Torjäger Roope Mäkitalo und Lane Scheidl verzichten.
Die Anfangsminuten in der Eisarena Weißwasser vor 2.709 Zuschauern, darunter auch eine bemerkenswerte Anzahl von Rosenheimer Schlachtenbummlern, gehörten den Starbulls. Zielstrebigen Offensivbemühungen entsprangen zwei frühe Treffer. Der zentral vor dem Tor lauernde Manuel Strodel löffelte mit Anbruch der vierten Spielminute einen genauen Diagonalpass von Tobias Beck zur Führung ins Netz.

Ihre erste Überzahlsituation gestalteten die Starbulls mit Dynamik, präzisen Pässen und guten Abschlüssen. Und schließlich traf Ville Järveläinen nach Zuspiel von Lukas Laub aus kurzer Distanz in die hohe Lücke im kurzen Eck zum 2:0 (6.). Während die Starbulls jubelten, ging der zuvor im Rosenheimer Tor beschäftigungslose Cody Porter vom Eis (Pasanen: „Er ist krank geworden“), Patrik Mühlberger übernahm.

Gleich zwei Tore binnen dreieinhalb Minuten für die Lausitzer Füchse

Der junge Rosenheimer Goalie musste gleich zweimal binnen dreieinhalb Minuten hinter sich greifen. Zuerst drückte Eric Valentin einen Diagonalpass von Clark Breitkreuz unorthodox und unberechenbar mit dem Bein über die Linie (9.). Und dann war es Breitkreuz selbst, der aus spitzem Winkel verwandeln konnte, weil gleich mehrere Spieler durch Mühlberges Sichtfeld fuhren – 2:2 (13.).
Die Starbulls schlugen aber zurück. Simon Gnyp zog von der blauen Linie ab, der im Sturm spielende Kilian Kühnhauser nahm Füchse-Keeper Daniel Filimonov die Sicht und der Puck zappelte im Netz (17.). Eineinhalb Minuten danach fälschte Stefan Reiter am Torraum einen Schuss aus dem Halbfeld von Charlie Sarault unhaltbar zum 4:2 für Rosenheim ab (18.).

Reiter stand auch gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts im Blickpunkt. Bei einem Konter wurde er von Marlon Braun per Stockschlag regelwidrig am Torabschluss gehindert. Den fälligen Strafschuss führte Reiter selbst aus, scheiterte aber an Filimonov (21.). Auch kurz vor der zweiten Pause konnte Reiter den Schlussmann der Hausherren nach einem Alleingang nicht überwinden. Da führten die Grün-Weißen aber schon 5:2, weil sie auch ihre zweite und letzte Überzahlsituation nutzten. Nach einer herrlichen Scheibenstafette leitete C.J. Stretch per Rückhand auf den in seinem Rücken wartenden Järveläinen, der ohne Mühe eindrückte (35.).

Starbulls standen defensiv meist gut

Die Füchse waren im zweiten und dritten Drittel das Team mit der Mehrzahl an Spielanteilen und Torschüssen, die Starbulls aber standen defensiv meist gut und hatten mit Patrik Mühlberger einen sicheren Rückhalt, der mit zahlreichen Paraden glänzte und Großchancen entschärfte. Vor allem im Schlussanschnitt bügelte er einige Fehler seiner Vorderleute aus, die sich nun die ein oder andere Unkonzentriertheit leisteten.
Für den Schlusspunkt sorgte Zack Dybowski. Der Verteidiger stand nach einem von der Bande abgeprallten Schuss goldrichtig, reagierte blitzschnell und schob die Scheibe durch die Beine des verwirrten Torwarts Filimonov zum sechsten Rosenheimer Treffer über die Torlinie (46.). Ärgerlich aus Rosenheimer Sicht: Zwei Minuten vor Schluss musste Jannick Stein mit blutender Nase in die Kabine. Tim Sezemsky hatte den jungen Stürmer bei einem ungeahndeten Check hart im Gesicht getroffen.
Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen wollte den deutlichen Auswärtserfolg nicht überbewerten: „Bei der Heimmannschaft haben wichtige Leute gefehlt und das hat man meiner Meinung nach ab dem zweiten Drittel ein bisschen gemerkt. Das erste Drittel war intensiv, danach ist die Intensität im Spiel verloren gegangen. Wir hatten ein paar schöne Spielzüge, ein paar schöne Tore, aber eigentlich relativ leichte Tore. Es war ein Spiel, wie es so kurz vor den Playoffs typisch ist.“
Weil die Ravensburg Towerstars parallel mit 5:1 in Dresden siegten, war bereits am Freitagabend klar, dass die Starbulls Rosenheim die DEL2-Hauptrunde als Tabellenfünfter abschließen werden. Ob der Playoff-Viertelfinalgegner der Grün-Weißen – in Frage kommen mit Dresden, Krefeld und Ravensburg nun noch drei Teams – tatsächlich wie erwartet am Sonntagabend feststehen wird, blieb zunächst fraglich. Denn das am Freitag angesetzte Spiel des Tabellenvierten Krefeld gegen den Tabellensechsten Landshut wurde kurzfristig abgesagt, weil der Landshuter Mannschaftsbus stundenlang im Stau auf der Autobahn steckte und ein Anpfiff der Partie vor 22 Uhr nicht mehr absehbar war. Eine Entscheidung, ob das Spiel gewertet oder nachgetragen wird, stand am Freitagabend noch aus.

Am Sonntag geht es gegen die Krefeld Pinguine

Am Sonntag, 2. März, empfangen die Starbulls nun zu ihrem letzten Hauptrunden-Heimspiel die Krefeld Pinguine (17 Uhr, ROFA-Stadion, Eintrittskarten auf www.starbulls.de/tickets und ab 15 Uhr an der Stadionkasse, Liveübertragung auf sportdeutschland.tv). Mit einem Sieg nach regulärer Spielzeit würde sich das Rosenheimer Eishockeyteam den Titel der besten Heimmannschaft dieses DEL2-Hauptdurchgangs holen.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Archiv Ludwig Schirmer – Peter Lion).

Wohntürme in der Innsbrucker Straße in Rosenheim: es gibt neue Pläne

Wohntürme in der Innsbrucker Straße in Rosenheim: es gibt neue Pläne

Rosenheim – Für die Wohntürme in der Innsbrucker Straße in Rosenheim besteht bereits seit vielen Jahren Sanierungsbedarf. Mehrmals wechselte die Wohnanlage den Besitzer, getan hat sich aber bisher nichts. Doch nun gibt es neue Pläne. 

Konkret ist noch nichts. Das betonte Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März mehrmals in der Sitzung des Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschuss am Donnerstagabend (20.2.2025). Abgestimmt werden sollte über einen Antrag auf Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplan für die Innsbrucker Straße 2 bis 6.  „Erst einmal geht es mit diesem Schritt darum, überhaupt eine Entwicklung anzustoßen“, erklärte März dazu.

„Westdeutsche Variante des ostdeutschen Plattenbaus“

Rosenheims Altbürgermeisterin Gabriele Bauer bezeichnete die Wohntürme aus den 1970er Jahren einst als „westdeutsche Variante des ostdeutschen Plattenbaus“. Deshalb begrüßt die Stadt im Jahr 2017 auch die geplante Modernisierung. Damals war geplant, dass ein Turm abgerissen wird und durch ein terrassenförmiges Gebäude ersetzt werden soll. Die Zahl der Wohnungen hätte sich dadurch um 100 auf 260 erhöhen lassen. Zusätzlich sollten die beiden anderen Türme saniert und modernisiert werden.
Doch daraus wurde nichts. Über das „Warum“ gab es Spekulationen, Fakt ist, dass das Areal samt Bebauung in den vergangenen Jahren mehrmals den Besitzer gewechselt hat.

Neben der Sanierung sind auch vier zusätzliche Gebäude geplant

Der jetzige Investor hat nun neue Pläne präsentiert: Neben einer Sanierung der bestehenden Türme strebt er eine Nachverdichtung des Areals an – mit vier neuen vier bis sieben geschossigen Wohngebäuden mit einer gesamten Grundfläche von ca. 1240 Quadratmeter und einer Bruttogeschossfläche von rund 6.550 Quadratmeter mit insgesamt ca. 63 neuen Wohneinheiten. In das Wohnangebot soll eine Großtagespflegeeinrichtung integriert werden für zwei Tagespflegegruppen von bis zu 10 Plätzen. Die Auto-Stellplätze würden nach jetziger Planung in eine Tiefgarage verlegt werde

Die SPD-Stadtratsfaktion beschäftigt sich schon seit langem intensiv mit der „Innsbrucker Siedlung“; wie dieses Wohngebiet gerne umgangssprachlich bezeichnet wird. Vorsitzender Abuzar Erdogan begrüßt zwar ausdrücklich, dass sich nun endlich wieder was tut, äußerte aber dennoch auch Bedenken. Sorge bereitet ihm vor allem der Mieterschutz. Er befürchtet verbunden mit einer möglichen Sanierung der Wohntürme eine Entmietungswelle, Stichwort „Gentrifizierung“ – also die Umwandlung von günstigeren Mietobjekten in hochpreisige Luxus-Wohnungen. Es müsse sichergestellt werden, dass die jetzigen Mieter nach abgeschlossener Sanierung zu gleichen Mietkonditionen wie bisher dort leben könnten, meinte er.
Bedenken äußerte er außerdem hinsichtlich der zusätzlichen vier Gebäude, die auf dem Areal entstehen sollen: „Vier zusätzliche  Gebäude auf diesem kleinen Raum sehe ich kritisch“; sagte er. Schon jetzt platze die Innsbrucker Straße aus allen Nähten, was beispielsweise die Kinderbetreuung betreffe.

„Schon jetzt ein sozialer Brennpunkt“

CSU-Fraktionsvorsitzender Herbert Borrmann schloss sich den Worten von Erdogan an. „Das muss man sich dann ganz genau anschauen“, meinte er. Schon jetzt sei die Innsbrucker Siedlung ein sozialer Brennpunkt: „Da muss man dann auch die Folgekosten denken, die beispielweise durch en Einsatz von Sozialpädagogen entstehen. Diese muss dann die Stadt tragen“.
Und auch Franz Lukas von den Grünen sah die aktuellen Baupläne kritisch. „Das ist eine massive zusätzliche Verdichtung“; gab auch er zu bedenken. Er schlug vor, doch zu prüfen, ob nicht einer der geplanten neuen Baukörper sich als Kindertagestätte nutzen ließe, immerhin schaffe man bei Zustimmung ein massives Baurecht für den Investor.
CSU Stadtrat Josef Gasteiger wie dann auch noch auf das Thema „Lärmemission“ hin. Auch das müsste man im Hinblick auf die Nähe zum Rosenheimer Eisstadion im Blick behalten, um sich nicht im nachhinein Probleme einzuhandeln. In dieser Hinsicht gab es aber von Seiten der Stadt Entwarnung, da die neuen Gebäude allesamt hinter der bestehenden Bebauung entstehen würden.
Rundum positiv betrachtete dagegen Dr. Beate Burkl von den Freien Wählern die neuen Planungen. „Ich finde, das ist geschickt gemacht und gelöst“, sagte sie. Ihrer Meinung nach könnte sich eine zusätzliche Bebauung auch positiv auf das soziale Gefüge in diesem Areal auswirken: „Ich könnte mir vorstellen, dass dadurch eine soziale Mischung entsteht“.

Trotz einiger Vorbehalte signalisierten alle anwesenden Stadträte am Schluss der Diskussion grünes Licht für die weiteren Schritte. Die endgültige Entscheidung für den Antrag auf Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplan soll bei der Stadtratssitzung am 26. Februar fallen.(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Rosenheimer Klinik-Förderverein wählt neue Vorstandschaft

Rosenheimer Klinik-Förderverein wählt neue Vorstandschaft

Rosenheim – Neuwahlen standen bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins „Freunde des Klinikums Rosenheim“ auf dem Programm. Judith Hartl-Merget folgt auf Altbürgermeisterin Gabriele Bauer als Erste Vorsitzende. Die neue Vorstandschaft möchte nunmehr den Wirkungskreis des Fördervereins erweitern. 

Rosenheim – Die Mitgliederversammlung fand Im kleinen Rathaussaal statt. Zu Beginn zog das vergangene Geschäftsjahr Revue. Dabei kam auch der Kauf eines neuen mobilen E-Pianos für die Klinikkapelle zur Sprache. Schatzmeister Heinz Bösl gab einen finanziellen
Überblick und vermeldete Spendeneingänge von 3.400 Euro. Nach Abzug aller Aufwendungen verbleibt eine Rücklage von etwas mehr als 23.000 Euro.

„Jeder einzelne Cent für das Klinikum wichtig“

Vor der Neuwahl des Vorstandes betonte Gabriele Bauer, wie wichtig jeder einzelne Cent für
das Klinikum sei. Sie berichtete, dass es ohne einige Großspenden und die engagierte Akquise des ehemaligen zweiten Bürgermeisters Anton Heindl nicht möglich gewesen wäre Projekte, wie den Erhalt der Glasbild-Fensterbänder von Karl Prokop, umzusetzen. Sie erklärte, dass sie den Verein weiterhin von Herzen gerne unterstützen möchte, nunmehr jedoch nicht mehr so nah am Klinikgeschehen sei und insofern für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stehen würde.

Damit der Verein weiter besteht, hatte im Vorfeld Judith Hantl-Merget, Pflegedirektorin der
RoMed Kliniken, erklärt, sich zur Wahl als Vorsitzende zu stellen. Und so bestimmte das
Gremium eine neue Vorstandschaft und wählte einstimmig Judith Hantl-Merget zur ersten
Vorsitzenden, Andrea Rosner und Dr. Christoph Knothe zu stellvertretenden Vorsitzenden.
Gemeinsam möchten sie künftig Projekte des gesamten RoMed Klinikverbundes fördern. Im
Fokus stehen moderne IT- und KI-Lösungen zur Unterstützung von Pflegekräften und Ärzten. „Der demographische Wandel lässt den Fachkräftemangel weiter anwachsen. Um diese Lücke zu kompensieren, brauchen wir kreative Lösungen – zum Wohle der Patientinnen und Patienten“, ist sich die neue Vorsitzende sicher.

Altoberbürgermeisterin Gabriele Bauer und ihrem Team dankte die neue Vorstandschaft für
deren langjähriges Engagement und wertvollen Impulse. „Wir übernehmen ein gut
aufgestelltes Fundament und freuen uns darauf, die Vereinsziele mit Elan
weiterzuverfolgen“, betonte Hantl-Merget abschließend.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: RoMed-Kliniken)

Daniela Ludwig (CSU) besucht Firma Salus in Bruckmühl

Daniela Ludwig (CSU) besucht Firma Salus in Bruckmühl

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Die Firma „Salus“ in Bruckmühl (Landkreis Rosenheim(  hat rund 10 Millionen Euro in sein neues Biomasseheizwerk investiert. Rosenheims Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig (CSU) informierte sich jüngst vor Ort.

Salus ist ein Familienunternehmen mit rund 400 Beschäftigen allein in Bruckmühl und weltweit bekannt für seine Tonika, Tees und Tropfen. Im Herbst 2024 hat das Unternehmen sein neues Biomasseheizwerk in Betrieb genommen.

Salus deckt damit nahezu 100 Prozent seiner Wärmeversorgung. Für die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig ein Musterbeispiel dafür, dass regenerative Energien in der Wirtschaft eine wichtige Rolle spielen können. „Dass Salus nach Corona und mit Beginn des Ukraine-Kriegs zehn Millionen Euro in die Energieversorgung investiert hat, beweist viel Mut und unternehmerische Voraussicht. Es zeigt aber auch, dass wir in der Energiepolitik auf mehrere Standbeine setzen müssen. Wir müssen in Deutschland weg von der Diskussion ‚Kohle oder Atomkraft‘ und hin zu innovativen Konzepten. Salus beweist, dass dies geht.“

Die heimische Wahlkreisabgeordnete informierte sich bei einem Firmenbesuch mit Bürgermeister Richard Richter und Mitgliedern der örtlichen CSU über Energieversorgung und die Produktion bei Salus.
Die Einsparpotenziale durch das neue Biomasseheizwerk sind enorm. „Wir sparen damit jährlich 1.800 Tonnen Kohlendioxid aus fossilen Quellen ein“, so der Technische Leiter Thomas Günther. „Mit dem Dampf aus dem Heizwerk gewinnen wir die Prozesswärme, die wir für die Produktion von Tonika, Tropfen und Extrakten brauchen.“ Die Schadstoffemissionen seien auf dem absoluten Minimum, betonte Günther. Grund dafür sind die hohen Temperaturen bei der Verbrennung von Altholz und der Einbau modernster Filtertechnik, die weit über die geltenden Vorschriften hinausgeht.

Die Entscheidung für die millionenschwere Investition sei nicht leicht gewesen, so Geschäftsführer Dr. Florian Block. „Aber rückblickend war sie wichtig. Es bringt nichts und ist viel teurer, wenn man fossile Brennstoffe aus ausländischen Quellen zukauft.“ Der Bau entstand in Rekordzeit. „Der Genehmigungsbescheid erging Anfang 2023, im März haben wir mit dem Bau begonnen und im Herbst 2024 in Betrieb genommen.“ Ein enormer Aufwand mit hohem Engagement. Deshalb hatte der technische Leiter Thomas Günther auch einen Wunsch an die Bundestagsabgeordnete: „Die Genehmigungsverfahren für solche Anlagen sind sehr aufwändig, erfordern höchsten Personaleinsatz, es gibt ein Dickicht an Vorschriften. Das ist für einen Mittelständler schwer zu leisten. Die Verfahren müssen entschlackt werden.“ Bei Daniela Ludwig stößt das Unternehmen damit auf offene Ohren. „Der Abbau von Bürokratie ist ein zentrales Thema für die Union und Teil unseres Wahlprogramms. Wir müssen unsere besonders mittelständisch geprägte Wirtschaft entlasten.“

Schädlingsbefall muss unbedingt verhindert werden

Beeindruckend für die Besucher war die Besichtigung der Produktionsanlagen. Hier ist besondere Sorgfalt geboten: „Das Schlimmste, was passieren kann, ist ein Schädlingsbefall bei den getrockneten, angelieferten Kräutern“, so Block Beim Arzneimittelhersteller herrschen strengste Hygienevorschriften. „Bei der Abfüllung unserer Flüssigkeiten ist Sterilität das Gebot der Stunde.“ Salus verwertet rund 340 Heilkräuter und produziert auch für den internationalen Markt Tonika, Tees, Tropfen und Extrakte. Das Produktionstempo ist auch rekordverdächtig, wie die Gäste beobachten konnten. Zahllose kleine Fläschchen wurden auf Fließbändern abgefüllt und zur Verpackung transportiert. Allein rund 43.000 kleine Fläschchen werden pro Schicht abgefüllt. Geschäftsführer Dr. Florian Block brachte die Leistung von Salus so auf den Punkt: „Wir produzieren mit der Sorgfalt eines Arzneimittelherstellers und der Geschwindigkeit der Getränkeindustrie.“
(Quelle: Pressemitteilung Wahlkreisbüro Daniela Ludwig / Beitragsbild: Wahlkreisbüro Daniela Ludwig)

Autos krachen in Rosenheim zusammen – 10.000 Euro Sachschaden

Autos krachen in Rosenheim zusammen – 10.000 Euro Sachschaden

Rosenheim – Auffahrunfall in der Rosenheimer Rathausstraße am gestrigen Samstag (18.1.2025): Personen wurden nicht verletzt. Der Sachschaden wird von der Polizei auf rund 10.000 Euro geschätzt.

Ein 25-jähriger Rosenheimer fuhr gegen 21 Uhr mit seinem Auto die Rathausstraße entlang. Vor ihm war eine 27-jährige Autofahrerin aus dem Rosenheimer Stadtgebiet unterwegs. Nach den Angaben der Polizei musste die 27-jährige verkehrsbedingt an einer Einmündung ein Bremsmanöver einleiten. Der 25-jährige erkannte dies zu spät und krachte mit seiner Pkw-Front in das Heck des Autos vor ihm.
Der 25-jährige Unfallverursacher wurde von der Rosenheimer Polizei verwarnt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)