Polizei rüstet sich für Ausflugsverkehr

Polizei rüstet sich für Ausflugsverkehr

Südliches Oberbayern – Mit der warmen Jahreszeit steigt bei den Menschen auch die Sehnsucht, möglichst viel Zeit in der feien Natur verbringen zu können. Seit einigen Jahren läuft dadurch aber auch oftmals der Ausflugsverkehr in bestimmten Bereichen komplett aus dem Ruder – insbesondere in den Berg- und Seeregionen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Die örtlich zuständigen Polizeidienststellen wollen deshalb ab Mitte April die Verkehrsüberwachung im Rahmen von Schwerpunkteinsätzen intensivieren.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd befinden sich zahlreiche touristische „Hotspots“. Die An- und Abfahrtswege sowie öffentlichen Parkplätze waren bereits vor der Corona-Pandemie regelmäßig durch den Ausflugsverkehr überfüllt und nicht mehr aufnahmefähig. In den vergangenen beiden Jahren kam es in den Regionen der oberbayerischen Berge und Seen zu Belastungsspitzen, die man so noch nicht kannte, schreibt die Polizei in ihrer aktuellen Pressemeldung. Ausflugsparkplätze waren vielerorts schon am frühen Vormittag restlos überfüllt, so dass zahlreiche Fahrzeuge am Fahrbahnrand, auf Grünstreifen, in Wäldern oder auf Wiesen abgestellt wurden. Diese „Wildparkerei“ habe oftmals zu massiven Verkehrsproblemen geführt, da auf den schmalen Zufahrtsstraßen durch die am Fahrbahnrand geparkten Fahrzeuge erhebliche Behinderungen entstanden.

Touristische „Hot-Spots“
werden stärker kontrolliert

Zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit sowie insbesondere zur Verhinderung von eklatanten Parkverstößen werden die vom Ausflugsverkehr betroffenen Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ab dem 11. April (Beginn der Osterferien) bis zum 12. September (Ende der Sommerferien) die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und das Freihalten der Rettungswege in den Ausflugsregionen verstärkt überwachen. Dabei werden örtliche und zeitliche Schwerpunkte gebildet. Die regionalen Polizeidienststellen werden dabei auch von den Zentralen Einsatzdiensten, der Verkehrspolizei, der Kontrollgruppe Motorrad und von Einsatzkräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Festgestellte Verstöße werden konsequent geahndet. Dies kann von einem Verwarnungsgeld oder einer Ordnungswidrigkeiten-Anzeige bis hin zur Abschleppung des Fahrzeugs reichen.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd appelliert im gemeinschaftlichen Interesse aller:

  • Parken Sie nur auf ausgewiesenen Parkplätzen und -flächen!
  • Denken Sie an die Umwelt! In Wiesen und Wäldern, die nicht explizit als Parkplatz ausgewiesen wurden, ist das Abstellen eines Fahrzeugs verboten!
  • Halten Sie stets Rettungswege frei und achten Sie beim Parken am Fahrbahnrand auf eine ausreichende Fahrbahnbreite für größere Einsatz- und Rettungsfahrzeuge!
  • Weichen Sie auf andere Parkplätze aus, auch wenn sich hierdurch Ihr Fußweg verlängert!
  • Fahren Sie keine Ausflugsziele an, von denen Sie z. B. aus dem Rundfunk wissen, dass es hier bereits zu Stauungen auf der Anfahrt kommt!
  • Nutzen Sie, wenn möglich, den öffentlichen Personennahverkehr!
    Überlegen Sie sich vor Fahrtantritt einen „Plan B“, also ein alternatives Ausflugsziel!
    (Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Ferdinand Staudhammer)Hier gibt es noch Tipps für Euch für alternative Ausflugsziele in Oberbayern: 
Lkw-Branche: Sorgen und Nöte

Lkw-Branche: Sorgen und Nöte

Kiefersfelden / Landkreis Rosenheim – Stundenlohn von 3 Euro, überlange Arbeitszeiten, überfüllte Rastplätze und fehlende sanitäre Einrichtungen – gerade für LKW-Fahrer, die hierzulande für Speditionen aus mittel- und osteuropäischen Ländern unterwegs sind, sind die Arbeits- und Lebensbedingungen oftmals untragbar. In einer gemeinsamen grenzüberschreitenden Aktion an der bayerisch-österreichischen Grenze an der Autobahnraststätte Inntal West in Kiefersfelden haben Vertreter von DGB Bayern, ver.di Bayern, ÖGB Tirol, dem DGB-Beratungsnetzwerk „Faire Mobilität“ und der BayernSPD auf diese Missstände aufmerksam gemacht und bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für die Beschäftigten eingefordert.

Oskar Brabanski, Regionalleiter Südost bei „Faire Mobilität“: „Als Faire Mobilität beraten wir die LKW-Fahrer vor Ort, wir werden aber auch von Ihnen bei Problemen kontaktiert. Sie sind wochen- und monatelang unterwegs und häufig gezwungen, unter menschenunwürdigen Bedingungen auf Rastplätzen zu übernachten. “ Die Unternehmen müssten die Kosten für Parkplätze, Unterkunft und Verpflegung tragen. Es sei skandalös, dass es in der Branche unmöglich sei, ein Arbeitsverhältnis zu fairen Bedingungen zu finden. „Wer auf Straßen in Deutschland Transporte ausführt, ist im Auftrag von deutschen Firmen unterwegs und sollte einen Lohn bekommen, der hierzulande üblich ist, so Oskar Brabanski.

„Das ist nichts weiter als
massiver Lohnbetrug“

Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Bayern: „Die Kolleginnen und Kollegen von ‚Faire Mobilität‘ leisten mit ihren Beratungsangeboten einen enormen Beitrag dafür, dass die Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer das erhalten, was ihnen rechtlich zusteht. Denn sie haben Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn, sobald sie nur durch Deutschland hindurchfahren.“ Stattdessen würden die Fahrer oft nur den geringen Mindestlohn des Landes erhalten, in dem ihr Arbeitgeber angemeldet ist: „Das ist nichts anderes als massiver Lohnbetrug.“
Benjamin Praxmarer, Landessekretär des ÖGB Tirol: „Mobilität ist grenzenlos, umso wichtiger ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich des Verkehrs und um bessere Arbeitsbedingungen für die LKW-Fahrer*innen zu erreichen. Diese werden oft mit Stundenlöhnen von läppischen 3 Euro abgespeist – und das, obwohl sie nicht selten monatelang unterwegs und von ihren Familien getrennt sind. Hier bedarf es dringend europaweiter Regelungen und vermehrter Kontrollen.“
David Merck, Vorsitzender des ver.di-Fachbereichs Postdienste, Speditionen und Logistik in Bayern: „Wir erleben im Bereich des LKW-Güterverkehrs in weiten Teilen einen systematischen Bruch von Arbeitsrechten und Sozialstandards, welcher einen immer größeren Lohndruck für alle Kraftfahrer und Kraftfahrerinnen bewirkt. Die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro, die langfristige Finanzierung und der Ausbau der Beratungsstellen der Fairen Mobilität sowie in Summe das Mobilitätspaket der EU sind daher wichtige Schritte zur Verbesserung der Situation.“
Diana Stachowitz, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion: „Vor Ort habe ich mit den LKW-Fahrer und Fahrerinnen gesprochen und mir ein Bild von den oftmals miserablen Arbeitsbedingungen gemacht. Ich fordere deshalb den weiteren Ausbau von Beratungsstellen durch Faire Mobilität. Die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aus dem Niedriglohnsektor müssen dadurch die Möglichkeit haben, dass sie z.B. durch sprachliche Unterstützung über ihre Rechte informiert werden. Als arbeitsmarktpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion kämpfe ich deshalb im Bayerischen Landtag für bessere Arbeitsbedingungen – der Freistaat Bayern muss handeln!“
Ronja Endres, Vorsitzende der BayernSPD: „Um die Menschen in Deutschland mit allen möglichen Gütern günstig zu versorgen, werden die LKW-Fahrer*innen systematisch ausgebeutet. Sie haben eine bessere Behandlung verdient: Wir müssen in der Planung von Gewerbegebieten unter anderem sanitäre Anlagen und Aufenthaltsmöglichkeiten für Berufskraftfahrende mitplanen und auch entsprechende Kontrollen z.B. auf Rastplätzen durchführen. Zudem muss gewährleistet werden, dass jeder, der Ware nach Deutschland liefert, auch den deutschen Mindestlohn erhält. Allerdings brauchen wir auch noch mehr Tarifbindung in der Branche.“

„Müssen gute soziale Rahmenbedingungen
an den Parkplätzen und Raststätten schaffen“

Günter Zellner, DGB-Regionsgeschäftsführer für Oberbayern und Organisator der Grenzaktion, wies zusätzlich auf die Besonderheiten des LKW-Verkehrs im Inntal hin: „Da die Eisenbahn-Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel auf bayerischer Seite immer noch nicht über die Trassenfindungsphase hinaus sind, wird der Straßenverkehr weiter zunehmen. LKW-Fahrende werden deswegen mit vermehrten Staus und Blockabfertigung zu rechnen haben. Daher müssen wir für sie gute soziale Rahmenbedingungen an den Parkplätzen und Raststätten schaffen.“
(Quelle: Pressemitteilung DGB Region Oberbayern / DGB Region Oberbayern, zeigt von rechts: David Merck, Petr Anican, Benjamin Praxmarer, Günter Zellner, Diana Stachowitz, Bernhard Stiedl, Ronja Endres)

Führungswechsel bei Polizeiinspektion Berchtesgaden

Führungswechsel bei Polizeiinspektion Berchtesgaden

Berchtesgaden – Die Polizeiinspektion Berchtesgaden bekommt zum 1. April dieses Jahres einen neuen Dienststellenleiter. Erster Polizeihauptkommissar Wilhelm Handke (rechts im Bild), der die Inspektion über fünfeinhalb Jahre geleitet hat, wurde durch Polizeipräsident Manfred Hauser in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig führte der Polizeipräsident als Nachfolger Polizeihauptkommissar Stefan Scharf in sein neues Amt als Leiter der Polizeiinspektion Berchtesgaden ein.

Der Amtswechsel wurde im Rittersaal der Polizeiinspektion, pandemiebedingt im verkleinerten Rahmen, durchgeführt.  Polizeipräsident Manfred Hauser, der pandemiebedingt nicht persönlich an der Veranstaltung teilnehmen konnte, lies es sich aber nicht nehmen, sich per Video zuschalten zu lassen. Dabei würdigte er die Verdienste des 60-jährigen Ersten Polizeihauptkommissars Wilhelm Handke, der über fünfeinhalb Jahre die Funktion des Dienststellenleiters bei der Polizeiinspektion in Berchtesgaden ausgezeichnet ausgeführt habe. Er wünschte Wilhelm Handke nach 43 Dienstjahren für den Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand alles Gute und viel Gesundheit.

Stefan Scharf folgt auf
Wilhelm Handke

Als Nachfolger und neuer Leiter der wohl schönsten Polizeiinspektion im gesamten Polizeipräsidium, wurde zum 1. April 2022 der im Landkreis Berchtesgaden wohnhafte 45-jährige Polizeihauptkommissar Stefan Scharf (links im Bild) bestellt.
Der neue Chef der Berchtesgadener Polizei begann seine Laufbahn im Jahr 1993 mit der Einstellung und der sich anschließenden Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei.
Nach der Ausbildung wurde Herr Scharf für mehrere Jahre bei den Einsatzzügen in Rosenheim und Traunstein eingesetzt, bevor er aufgrund seiner guten Leistungen im Jahr 2004 das Studium an der Hochschule für den öffentlichen Dienst – Fachbereich Polizei – in Fürstenfeldbruck beginnen durfte. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums, wurde er ab 2006 für gut sechs Jahre bei der Polizeiinspektion Freilassing als Dienstgruppenleiter eingesetzt.
Seit dem Jahr 2012 bis zum jetzigen Zeitpunkt verrichtete PHK Scharf seinen Dienst beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd im Präsidialbüro. Hier hatte er die Funktion des Teamleiters des dort ansässigen Webbüros inne. Ende 2019 wurde er für insgesamt sechs Monate als stellvertretender Dienststellenleiter zur Polizeiinspektion Freilassing abgeordnet.
(Quelle: Presseinformation Polizeipräsidium Oberbayern Süd/ Beitragsbild: Copyright: PP Oberbayern Süd)

Bilanz des 24-Stunden-Blitzmarathon

Bilanz des 24-Stunden-Blitzmarathon

Rosenheim / Landkreis / Südliches Oberbayern – Der 24-Stunden-Blitzmarathon ist vorbei. Geblitzt wurde bis 6 Uhr in der Früh am heutigen Freitag. 18947 Fahrzeuge wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gemessen. Der „Tagesschnellste“ brachte es auf 190 km/h statt der vorgeschriebenen 80 km/h.

An 137 Messstellen wurde kontrolliert. 586 Verkehrsteilnehmer wurden, nach den Angaben der Polizei, wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit beanstandet. Zusätzlich wurden noch 127 Verstöße festgestellt, die ebenfalls geahndet wurden.
Besonders eilig hatte ein Fahrer auf der Autobahn A995 auf Höhe der Anschlussstelle Unterhaching. Auf diesem Streckenabschnitt ist zum Schutz der Anwohner vor Lärm in der Nachtzeit nur noch eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erlaubt. Doch besagter Fahrer brachte es auf sage und schreibe 190 km/h. Dem Negativ-Rekordhalter erwartet nun eine Geldbuße in Höhe von 1400 Euro, zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei in Flensburg und ein Fahrverbot von drei Monaten. 
Insbesondere bei den tödlichen Unfällen spielte überhöhte Geschwindigkeit im vergangenen Jahr im südlichen Oberbayern die größte Rolle. 18 Menschen – und damit ein Viertel der gesamten Verkehrstoten – verloren ihr Leben, weil zu schnell gefahren wurde. Raser waren zudem für 1344 zum Teil schwerverletzte Verkehrsteilnehmer verantwortlich.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Kein Feuer entzünden

Kein Feuer entzünden

Landkreis Rosenheim – Das außergewöhnlich trockene Wetter sorgt dafür, dass in Teilen des Landkreises Rosenheim in den kommenden Tagen hohe, teils sogar sehr hohe Waldbrandgefahr herrscht (wir berichteten). In einer aktuellen Pressemitteilung weist des Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung im Landratsamt Rosenheim darauf hin, dass gemäß der Verordnung über die Verhütung von Bränden das Anzünden von Daxenfeuern verboten ist.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Erhöhte Waldbrandgefahr

Erhöhte Waldbrandgefahr

Rosenheim / Landkreis / Oberbayern Erhöhte Waldbrandgefahr in Oberbayern! Am gestrigen Mittwoch fand deshalb, auf Anordnung der Regierung von Oberbayern, bereits Luftbeobachtungflüge für die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Miesbach, Mühldorf am Inn, Garmisch-Partenkirchen, Erding, Ebersberg, Berchtesgadener Land, Bad Tölz-Wolfratshausen und Altötting statt.  

Aufgrund zunehmender Trockenheit weist, laut Mitteilung der Regierung von Oberbayern, der allgemeine Waldbrandgefahren-Index für Teile im östlichen und südlichen Oberbayern aktuell eine hohe Waldbrandgefahr aus (Stufe 4 von 5). Besonders gefährdet seien Wälder auf leichten sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder.
Deshalb starteten am gestrigen Mittwoch Flieger zwecks Beobachtung der Lage vom Himmel aus von den Stützpunkten Erding, Ohlstadt und Mühldorf. 

Die Regierung von Oberbayern bittet die Bevölkerung dringend darum, im Wald oder in einer Entfernung von weniger als 100 Meter:

  • kein Feuer oder offenes Feuer anzuzünden oder zu betreiben
  • keine offenen Feuerstätten zu errichten oder zu betreiben
  • keine Bodendecken abzubrennen und keine Pflanzen oder Pflanzenreste flächenweise abzusenden
  • keine brennenden oder glimmenden Sachen wegzuwerfen und nicht zu reichen.
    (Quelle: Information Regierung von Oberbayern / Beitragsbild: Symbolfoto: re)