Starbulls: 1 Punkt gegen die Lausitzer Füchse, aber kein Tor

Starbulls: 1 Punkt gegen die Lausitzer Füchse, aber kein Tor

Rosenheim – Für die Starbulls Rosenheim stand am gestrigen Sonntag (8.12.2024) die weite Auswärtsfahrt nach Weißwasser auf dem Programm. Einen Treffer erzielten die Grün-Weißen zwar nicht, aber einen Punkt gewannen sie trotzdem. 

„Wir waren früh genug hier, aber wir waren mental nicht voll da und haben im ersten Drittel schlecht gespielt. In den ersten zehn Minuten des zweiten Drittels waren dann wir am Drücker, haben aber kein Tor geschossen. Das letzte Drittel war fifty-fifty, in der Overtime hatten wir dann aber gar nichts und der Gegner hat verdient gewonnen. Torwart Oskar Autio hat heute den Punkt für uns geholt“, fasste Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen die Partie zusammen, in der die Starbulls eigentlich Revanche für die knappe 1:2-Heimniederlage vom zweiten Spieltag nehmen wollten.

Audio überzeugte während der gesamten Spielzeit

Nach dem Heimspiel gegen Landshut am 1. November war es in der laufenden Saison bereits das zweite Mal, dass die Starbulls Rosenheim eine Partie mit einem 0:0 nach regulärer Spielzeit beenden. Öfters am Führungstreffer dran waren in der Eisarena Weißwasser allerdings die Hausherren – nicht nur im ersten Abschnitt, auch Mitte des zweiten Drittels. Da war Keeper Autio mit einer ganz starken Parade gegen Michael Bartuli zur Stelle, Sekunden später rettete die Latte für Rosenheim (30.). Kurz vor der zweiten Pause war der Starbulls-Schlussmann mit einer feinen Schoner-Abwehr gegen Lane Scheidl zur Stelle. Über die gesamte Spielzeit überzeugte Autio, wie schon in den Spielen zuvor, mit Ruhe, Übersicht, souveränem Stellungsspiel und tollen Reflexen.
Hausherren-Torwart Anthony Morrone blieb ebenfalls fehlerlos, hatte aber nur rund halb so viele Schüsse abzuwehren als sein Gegenüber. Die wohl größte Tat gelang ihm, als er einen platzierten Schuss von Simon Gnyp per Reflex aus dem langen Eck holte (35.). Zuverlässig zur Stelle war Morrone, als sich Manuel Strodel Ende des dritten Drittels nach einem Abspielfehler der gastgebenden Füchse überraschend die Chance zum späten Rosenheimer Siegtreffer bot (59.). In den Minuten zuvor feuerten die Starbulls im Powerplay mehrere gefährliche Schüsse ab. Insgesamt ließ die Mannschaft von Jari Pasanen vier Überzahlminuten ungenutzt, verteidigte aber auch sechs Unterzahlminuten erfolgreich.
Im Gegensatz zur 2:3-Heimniederlage am Freitag gegen Tabellenführer Krefeld, konnten die Starbulls nur in wenigen Situationen spielerisch überzeugen und in keiner Spielphase den Gegner länger als für Einzelmomente unter Druck setzen. Der Einsatz aber stimmte trotz der kraftraubenden Aufgabe zwei Tage zuvor erneut.
In der Verlängerung bekamen die Grün-Weißen allerdings keinerlei Zugriff mehr. Fünfmal konnte Autio den Siegtreffer der Gastgeber verhindern, gegen Roope Mäkitalo fischte er die Scheibe im letzten Moment noch von der Torlinie. Mit Anbruch der letzten Overtime-Minute war der Rosenheimer Schlussmann dann aber machtlos: Mäkitalo blieb zunächst hängen, doch seine anschließende Ablage hämmerte der heranbrausende kanadische Verteidiger Dylan Plouffe unhaltbar ins rechte untere Eck (65.).
„Es war nicht das Wochenende, das wir wollten. Aber man muss die Resultate respektieren“, kommentiere Jari Pasanen die Ausbeute von nur einem Punkt aus zwei intensiven und engen Spielen. Mit 41 Zählern aus 24 Spielen verbleit sein Team in den „Top Six“ der DEL2 mit zwei Punkten Vorsprung auf Platz sieben und 13 Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone.
Bereits am kommenden Freitag (13.12.2024)  bietet sich den Starbulls Rosenheim gegen die Lausitzer Füchse die Chance zur Revanche, denn dann kommt es zum erneuten Vergleich der beiden Teams im ROFA-Stadion (19:30 Uhr).
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls: Kein Punktgewinn gegen Krefeld am Nikolausabend

Starbulls: Kein Punktgewinn gegen Krefeld am Nikolausabend

Rosenheim – Am gestrigen Nikolausabend (6.12.2024) gab es keinen Punktgewinn für die Rosenheimer Starbulls. Nach acht Heimsiegen in Folge nahm Krefeld im Rofa-Stadion alle drei Punkte mit. Die Rosenheimer Eishockeyprofis zeigten sich aber beim knappen 2:3 vor 3.881 Zuschauer jederzeit auf Augenhöhe. 

Eishockeyspiel im Rofa-Eisstadion: Rosenheim: Starbulls vs. Krefeld am 6.12. 2024. Foto: Copyright Ludwig Schirmer und Peter Lion

Das Starbulls- Maskottchen trat als Nikolaus an. Trotz Niederlage gab es auch von dieser Seite aber mehr Lob als Tadel trotz Niederlage der Rosenheimer Mannschaft. Fotos: Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion

Wie schon im Vorfeld angekündigt, fehlte bei den Starbulls Rosenheim neben den torgefährlichen Außenstürmern Norman Hauner und Stefan Reiter auch Maximilian Vollmayer. Dem Verteidiger droht wegen einer Oberkörperverletzung eine lange Ausfallzeit von über zwei Monaten. Trotzdem zeigten sich die Hausherren gegen den stark aufgestellten Spitzenreiter vom ersten Bully an ebenbürtig und hatten über die 60 Spielminuten sogar ein leichtes Übergewicht an guten Torchancen. Die Pinguine konnten vier, die Starbulls sogar acht Überzahlminuten nicht zu einem Powerplaytreffer nutzen, obwohl die Scheibe in diesen Situationen oft schnell und sicher im Angriffsdrittel lief und gefährliche Schüsse abgegeben wurden.
Die Gäste gingen kurz vor der ersten Pause in Führung. Jonathan Matsumoto tauchte frei vor dem Rosenheimer Tor auf und zwirbelte den Puck per Rückhand abgezockt an Torwart Oskar Autio per Rückhand zum 0:1 unter die Latte (19.). Kurz zuvor scheiterte auf der Gegenseite Ludwig Nirschl nach prima Ablage von Manuel Strodel am guten Gästetorwart Felix Bick.

Eishockeyspiel im Rofa-Eisstadion: Rosenheim: Starbulls vs. Krefeld am 6.12. 2024. Foto: Copyright Ludwig Schirmer und Peter Lion

Die Rosenheimer Fans feuerten ihre Spieler natürlich wieder mit voller Kraft an.

Starbulls drehen 0:1-Rückstand in 2:1-Führung

Im zweiten Spielabschnitt gelang den in speziellen Weihnachts-Trikots aufgelaufenen Starbulls bereits nach 31 Sekunden der Ausgleichstreffer. C.J. Stretch dokumentierte wie so oft seine mit unglaublich viel Spielverständnis gepaarte Scheibentechnik und legte von hinter der Grundlinie für Ville Järveläinen auf, der aus kurzer Distanz zum 1:1 vollstreckte (21.). Danach neutralisierten sich beide Mannschaften rund zehn Minuten lang, ehe es turbulent wurde. Binnen weniger Sekunden schrammte ein satter Schlagschuss des torgefährlichsten DEL2-Verteidigers, David Vandane, knapp am Rosenheimer Tor vorbei, dann parierte Oskar Autio gegen den frei vor ihm zum Abschluss kommenden Matsumoto und den anschließenden Gegenstoß verwertete Starbulls-Youngster Sebastian Zwickl zum 2:1. Der 17-jährige zwirbelte die Scheibe nach perfekter Vorlage von Fabjon Kuqi über die Stockhand von Torwart Bick über die Torlinie (31.).

Eishockeyspiel im Rofa-Eisstadion: Rosenheim: Starbulls vs. Krefeld am 6.12. 2024. Foto: Copyright Ludwig Schirmer und Peter Lion

Die beiden Mannschaften schenkten sich nichts.

Die Gastgeber waren im weiteren Verlauf des Mitteldrittels das dominierende Team und machten viel Druck. „Da können wir uns bei Torwart Felix Bick bedanken, dass die Rosenheimer Führung nicht höher ausgefallen ist“, gestand Krefelds Cheftrainer Thomas Popiesch nach dem Spiel ein. Seine Mannschaft aber traf schließlich aus dem Nichts noch zum Ausgleich vor der zweiten Pause. Kurz nach einer abgelaufenen Krefelder Strafzeit fälschte Mike Fischer einen Schuss von Maximilian Adam am Torraum unhaltbar für Torwart Oskar Autio zum 2:2 ab (39.).

Krefeld rettet knappe Führung mit Routine und Glück über die Zeit

In der Anfangsphase des letzten Drittels rutscht Gästekeeper Bick ein Schuss von Stretch durch die Hosenträger, aber Vandane konnte gegen den zum Abstauber bereits Lukas Laub noch rettend eingreifen – und leitet damit einen schnellen Krefelder Gegenzug ein, der zum 2:3 führte. Max Newton verwandelte einen Querpass von Matt Marcinew direkt und humorlos, Autio war machtlos (44.). Danach warf der Tabellenführer all seine Routine in die Waagschale und verteidigte die Rosenheimer Ausgleichsbemühungen zunächst souverän weg. In der Schlussphase hing der Sieg der Gäste aber am seidenen Faden. Bick rettete mehrfach stark, ein abgefälschter Schuss von Simon Gnyp verfehlte das Krefelder Gehäuse haarscharf.

Eishockeyspiel im Rofa-Eisstadion: Rosenheim: Starbulls vs. Krefeld am 6.12. 2024. Foto: Copyright Ludwig Schirmer und Peter Lion

In Überzahl und, weil ohne Torwart agierend, mit zwei Feldspielern mehr als der Gegner setzten die Starbulls die Pinguine unter Druck – und hatten in der Schlussminute Pech. Ville Järveläinen nagelte den Puck an den Pfosten.
„Hut ab vor der Leistung meiner Mannschaft, sie hat alles gegeben und gut gespielt, keine Frage. Aber wir wollen nicht nur gut spielen, sondern gewinnen. Krefeld ist die zurzeit stärkste Mannschaft der Liga. Aber alle drei Krefelder Tore sind aus unseren Fehlern resultiert. Das ist enttäuschend und bitter, denn das waren Situationen, die wir vorher besprochen haben. Wir müssen noch ein bisschen was lernen“, fasste Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen nach dem Spiel zusammen.
Mit nur 52 Gegentreffern stellen die Starbulls Rosenheim aber weiterhin die effektivste Defensive der Liga und dank der Ausbeute von durchschnittlich 1,74 Punkten pro Partie steht nach 23 absolvierten Partien ein sehr guter fünfter Tabellenrang für die Mannschaft von Jari Pasanen zu Buche.

Eishockeyspiel im Rofa-Eisstadion: Rosenheim: Starbulls vs. Krefeld am 6.12. 2024. Foto: Copyright Ludwig Schirmer und Peter Lion

Auch für den Krefelder Torwart gab es einiges zu tun.

Nach der ersten Heimniederlage nach zuvor acht Triumphen auf eigenem Eis sieht der DEL2-Spielplan für die Starbulls Rosenheim nun einen Doppelvergleich mit den Lausitzer Füchsen vor. Am morgigen Sonntag, 8.12.2024)  treten die Grün-Weißen im knapp 650 Kilometer entfernten Weißwasser an (Spielbeginn 17 Uhr, Liveübertragung bei sportdeutschland.tv), ehe es am kommenden Freitag zum Rückspiel im ROFA-Stadion kommt. Dort entführte der Liga-Dino aus der Oberlausitz, der in der 21. Saison in Folge in der zweiten deutschen Eishockeyliga spielt, beim ersten Rosenheimer Heimspiel der laufenden Spielzeit alle drei Punkte. Die Starbulls brennen nun auf eine Revanche.
(Quelle: Pressemitteilun Starbulls Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Copyright Ludwigs Schirmer, Peter Lion)

Starbulls-Nachwuchs bereit für spannendes Spielwochenende

Starbulls-Nachwuchs bereit für spannendes Spielwochenende

Rosenheim – Am kommenden Wochenende (7. und 8.12.2024) steht für die Nachwuchsmannschaften der Starbulls Rosenheim erneut ein spannendes Programm auf dem Plan, mit Heim- und Auswärtsspielen in den verschiedenen Mannschaften.

Die U20 tritt zweimal vor heimischem Publikum gegen Bietigheim an. Den Auftakt macht das Spiel am Samstagabend, 7.12.2024 um 19.30 Uhr, bevor am Sonntagmorgen, 8.12.2024 um 10.30 Uhr das zweite Duell folgt. Die Mannschaft will an ihre zuletzt starken Leistungen anknüpfen und die maximale Punkteausbeute erzielen.
Die U17 empfängt am Sonntag, 8.12.2024) den EHC Nürnberg. Das Heimspiel im ROFA-Stadion beginnt um 17:00 Uhr. Die Spieler sind hochmotiviert, sich gegen die Gäste durchzusetzen und wichtige Punkte in der Meisterrunde einzufahren.
Für die U15 geht es am Sonntag, 8.12.2024 auswärts nach Nürnberg. Um 17:30 Uhr trifft das Team auf die starken Gastgeber und wird alles daransetzen, sich mit einer engagierten Leistung zu behaupten.
Die U13 ist am Samstag zu Gast in Bayreuth. Die Partie beginnt um 17:30 Uhr, und auch in dieser Altersklasse erwartet die Fans ein spannendes Aufeinandertreffen. Die Starbulls-Team sind bestens vorbereitet und freuen sich auf die Unterstützung ihrer Fans.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Starbulls Rosenheim)

Starbulls: „Pascal Seidel per Förderlizenz an die Mangfall“

Starbulls: „Pascal Seidel per Förderlizenz an die Mangfall“

Rosenheim – Per Förderlizenz an die Mangfall Die Starbulls Rosenheim verstärken sich mit dem 21-jährigen Pascal Seidel auf der Torhüterposition. Seidel ist ab sofort spielberechtigt für die Rosenheimer Eishockeymannschaft. 

In der Saison 2023/24 bestritt Seidel bei den Dresdner Eislöwen seine ersten Spiele in der DEL2 und überzeugte in 12 Spielen mit einer Fangquote von 90,5 Prozent. Mit seinem starken Auftreten in verschiedenen Teams und Ligen hat Seidel seine Entwicklung vorangetrieben und sich als talentierter Schlussmann bewiesen.

Derzeit ist der gebürtige Neusser bei den Straubing Tigers unter Vertrag und wird nun für weitere Einsätze in der DEL2 per Förderlizenz bei den Starbulls Rosenheim tätig.
Parallel dazu sind die Starbulls Rosenheim mit einem Eishockey-Oberligisten in Verhandlungen, um Patrik Mühlberger mit einer Förderlizenz auszustatten. Für den jungen Rosenheimer Goalie würde sich damit die große Chance ergeben, durch Einsätze in der DEB-Oberliga für seine Entwicklung wertvolle Spielpraxis auf hohem sportlichen Niveau zu sammeln.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls: 3:0-Sieg in Freiburg dank herausragendem Torwart Autio

Starbulls: 3:0-Sieg in Freiburg dank herausragendem Torwart Autio

Rosenheim / Freiburg – Am gestrigen 1. Adventssonntag gelang den Starbulls Rosenheim in der DEL2 ein 3:0-Auswärtssieg gegen den EHC Freiburg. Dominik Kolb und C.J. Stretch brachten die Grün-Weißen vor 1.903 Zuschauern in der „Echte Helden Arena“ im ersten Drittel in Führung, Manuel Strodel fixierte mit einem Empty-Net-Treffer in der letzten Spielminute den Endstand. Bester Mann auf dem Eis war Rosenheims Torwart Oskar Autio, der bereits zum fünften Mal in der laufenden Saison kein Gegentor zuließ. Dank des sechsten Auswärtssiegs im zwölften Auswärtsspiel springen die Starbulls Rosenheim mit nun 40 Punkten aus 22 Spielen auf den vierten Tabellenrang der DEL2!

Es war am 23. Spieltag der erste Saisonvergleich zwischen Rosenheim und Freiburg. Bei den Starbulls fehlte neben Norman Hauner auch Stefan Reiter, der sich im Heimspiel gegen Kaufbeuren eine Unterkörperverletzung zuzog und mehrere Wochen pausieren muss. Cheftrainer Jari Pasanen nominierte daher Tobias Beck als Außenstürmer in der vierten Reihe und außerdem Kilian Kühnhauser als siebten Verteidiger.

Starbulls starten hellwach in die Partie

Die Starbulls starteten hellwach in die Partie und kamen von Beginn an zu Torchancen. Ein frühes Überzahlspiel blieb zwar ohne Ertrag, den Grundstein zum Sieg legten die Grün-Weißen aber mit einem Doppelaschlag noch vor der ersten Pause. Beim Führungstreffer trug Travis Ewanyk die Scheibe aus der eigenen Zone an der Bande entlang in hohem Tempo ins gegnerische Drittel. Seine Ablage nahm Dominik Kolb direkt, Torwart Patrik Cerveny parierte, den Nachschuss versenkte Kolb aber unter die Latte (13.). Auch beim zweiten Tor überbrückten die Starbulls schnell die neutrale Zone, diesmal über Ville Järveläinen und Lukas Laub, der für C.J. Stretch ablegte. Stretch nahm Tempo auf und traf platziert aus dem rechte Bullykreis halbhoch ins linke Eck (16.).

Autio strahlte große Sicherheit aus

Defensiv präsentierten sich die Grün-Weißen sehr ordentlich und konnten sich auf ihren Torwart Oskar Autio verlassen, der große Sicherheit ausstrahlte und keine Abpraller zuließ. Stark gefordert war Autio zu Beginn des zweiten Drittels, als die Starbulls in Unterzahl – über eine Minute lang sogar mit zwei Spielern weniger – unter Druck gerieten. Der 25-jährige Finne präsentierte sich aber unüberwindbar. Auch im weiteren Verlauf des Mitteldrittels, das die gastgebenden Wölfe dominierten, hatte Autio einiges zu tun Seine wohl wichtigste Parade packte er kurz vor der zweiten Pause aus, als Freiburgs Topscorer Eero Elo nach einem Solo aus allerbester Schussposition abschließen konnte – es war eine der wenigen Situationen, in denen sich die Rosenheimer Abwehr gar nicht auf der Höhe zeigte (39.).
Im Schlussdrittel versäumten es die Starbulls, die Führung bei einem Überzahlspiel und weiteren guten Tormöglichkeiten auszubauen. Mehrere gefährliche Abschlüsse von Lukas Laub wurden zur Beute des ebenfalls stark spielenden Freiburger Torwarts Cerveny. Auf der anderen Seite verhinderte Oskar Autio noch einige Male den Anschlusstreffer. Schließlich blieb er zum zweiten Mal auswärts und zum bereits fünften Mal insgesamt in der laufenden Saison ohne Gegentor!

„Am Ende einfach nur glücklich über den Sieg“

Kurz nach Anbruch der Schlussminute eroberte Manuel Strodel die Scheibe in der Bandenecke des eigenen Drittels und traf von hinter der Grundlinie ins leere gegnerische Tor. Weil Freiburg nicht nur den Keeper durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzt hatte, sondern zudem in Überzahl spielte, geht dieser Empty-Net-Treffer als Unterzahltor in die Statistik ein.
„Es war sicherlich kein 3:0-Spiel“, beschwichtigte Jari Pasanen. „Bester Mann war unser Torwart, er hatte großen Anteil daran, dass wir mit drei Punkten nach Hause fahren. Freiburg hat gut gespielt und viele Torchancen kreiert, mehr als wir. Unser Anfang war gut, aber durch zu viele Strafzeiten haben wir im zweiten Drittel das Momentum abgebeben. Am Ende sind wir einfach nur glücklich über den Sieg“, so der Rosenheimer Cheftrainer.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Archiv: Copyright: Ludwig Schirmer / Peter Lion)

Starbulls: Mit Järveläinen-Doppelpack zum achten Heimsieg in Folge

Starbulls: Mit Järveläinen-Doppelpack zum achten Heimsieg in Folge

Rosenheim – Achter Heimsieg für die Starbulls Rosenheim am Stück – und was für einer! Die Grün-Weißen legen am gestrigen Freitagabend (29.11.2024) vor 4.209 Zuschauern im ROFA-Stadion taktisch, kämpferisch und spielerisch eine hervorragende Leistung aufs Eis, lassen sich durch Rückschläge nicht entmutigen und entscheiden ein schnelles, intensives und faires DEL2-Spiel gegen einen starken Gegner im letzten Drittel für sich. Beim verdienten 5:2-Erfolg gegen den ESV Kaufbeuren trifft Ville Järveläinen für die Starbulls doppelt, außerdem tragen sich auf Rosenheimer Seite Shane Hanna, Manuel Strodel und Ludwig Nirschl in die Torschützenliste ein.

Eishockeyspiel Rosenheim gegen Kaufbeuren am 29. November 2024. Fotos: Copyright Peter Lion

Für die Rosenheimer Fans gab es Grund für Jubel. Fotos: Copyright Peter Lion

Vor dem ersten Bully wird Starbulls-Torwart Oskar Autio als Gewinner der Wahl zum Spieler des Monats Oktober der DEL2 geehrt – um dann einmal mehr eine starke, fehlerfreie Leistung abzuliefern. Von Beginn an deutlich öfters im Brennpunkt ist allerdings sein Gegenüber Daniel Fießinger im Kaufbeurer Tor, das von den druckvoll ins Spiel gehenden Hausherren gleich mehrfach gefährlich ins Visier genommen wird. Keine 20 Sekunden sind gespielt, da trifft Rosenheims Stratege C.J. Stretch den Pfosten. Auch Ville Järveläinen, der erneut in der ersten Sturmreihe der Starbulls für den langfristig verletzten Topscorer Norman Hauner spielt, strapaziert des Eisen des Gästetores (4.).

Gastgeber haben weiter die besseren Torchancen

Danach geht es ausgeglichen weiter, die besseren Torchancen haben aber weiterhin die Gastgeber. Ludwig Nirschl, Pascal Zerressen und Järveläinen scheitern am sicheren ESVK-Schlussmann. Rosenheims Abschlüsse entspringen meist sehenswerten Spielzügen, hinten stehen die Grün-Weißen gegen einen spielerisch und taktisch auffallend guten Gegner sehr sicher.

Eishockeyspiel Rosenheim gegen Kaufbeuren am 29. November 2024. Fotos: Copyright Peter Lion

Für den Kaufbeurer Torwart gab es viel zu tun. 

Trotz hohen Tempos und intensiven Zweikämpfen gibt es keine Strafzeiten – bis die Gäste in der Anfangsphase des zweiten Drittels unsauber wechseln und den Starbulls wegen zu vielen Spielern auf der Eisfläche zwei Überzahlminuten ermöglichen. Sekunden nachdem die Allgäuer wieder komplett sind fällt das 1:0. Nirschl spielt in den hohen Slot auf Shane Hanna, dem der Puck schon zu verspringen scheint, aber der kanadische Verteidiger kommt doch noch zum Abschluss und überwindet Torwart Fießinger, dem die Scheibe unter der Fanghand durchrutscht (24.).
Momente später haben die Starbulls Glück, dass einer der wenigen Defensivfehler nicht bestraft wird – Kaufbeurens Leon Sivic scheitert am Pfosten (25.). Zwei Minuten später klärt Torwart Autio per Spagat mit der Schlittschuhkufe einen Schuss von Joseph Lewis spektakulär. Rosenheim zieht das Spiel aber schnell wieder an sich, zeigt sich lauffreudig und kombinationssicher und lässt den Allgäuern einige Minuten überhaupt keinen Zugriff mehr. Fießinger verhindert mit starken Paraden unter anderem gegen Lukas Laub, Fabjon Kuqi und Charlie Sarault das 2:0.

Eishockeyspiel Rosenheim gegen Kaufbeuren am 29. November 2024. Fotos: Copyright Peter Lion

Verdienter 5:2 Erfolg für die Rosenheimer.

In den letzten Minuten vor der zweiten Pause sind plötzlich die Gäste kreuzgefährlich. Autio brilliert mehrfach, rettet gegen den Ex-Rosenheimer Marvin Feigl, gegen Sten Fischer und gegen Sami Blomqyist – und ist dann doch machtlos. Nick Maul behaupte sich an der Bande, spielt nach innen, Blomqyist hat zu viel Platz und nagelt den Puck über die Unterkante der Latte ins Netz zum 1:1 (39.).
Eine Sekunde vor der Pausensirene zieht Simon Schütz gegen Lukas Laub per Stockschlag die Notbremse, beim folgerichtigen Strafschuss bleibt Gästekeeper Fießinger gegen Stretch Sieger. Die vergebene Großchance zur 2:1-Führung ist nicht der einzige Rückschlag, den die Starbulls verkraften müssen. Mit Manuel Strodel und Stefan Reiter mussten im zweiten Spielabschnitt binnen weniger Minuten gleich zwei Stürmer verletzt in die Kabine. Strodel kommt im letzten Drittel zurück, Reiter nicht – er wird wegen einer Unterkörperverletzung, die er sich ohne gegnerische Einwirkung zuzog, wohl mehrere Wochen ausfallen.

Auch davon, dass Järveläinen nach einem Kaufbeurer Fehlpass aus bester Position statt zur erneuten Führung nur die Latte trifft (43.) lassen sich die Grün-Weißen nicht entmutigen. Eine Minute später erobert Shane Hanna an der Bande den Puck – und dann geht es ganz schnell. Hanna bedient Nirschl, der legt von hinter der Grundlinie sofort vor den Torraum und Strodel drückt ein zum 2:1 (44.). Beim zweiten und letzten Powerplay des Abends wird Ville Järveläinen dann endlich für seinen unermüdlichen Einsatz belohnt. Sein erster Versuch wird abgeblockt, der Puck aber springt von Travis Ewanyks Kinn – autsch, das tat weh – zurück und der kleine Deutsch-Finne wuchtet ihn aus kurzer Distanz unter die Latte – 3:1 (45).

Starbulls machen Druck, Gäste schwimmen

Die Starbulls machen weiter Druck, die Gäste schwimmen. Nach feinen Scheibenstafetten und präziser Ablage von Stretch erhöht Järveläinen mit einem platzierten Schuss aus halblinker Position auf 4:1 (51.). Nirschl drückt nach einer schnellen Kombination über Sarault und Strodel zum 5:1 ein (52.). Die Partie, in der die Starbulls keine einzige Strafzeit kassieren, ist nach vier Rosenheimer Treffer innerhalb von nicht einmal neun Minuten entschieden. Nick Maul gelingt in der vorletzten Minute aus der Drehung noch die Ergebniskosmetik zum 5:2 (59.).
Die Starbulls springen in der DEL2-Tabelle auf Rang sechs und rücken bis auf zwei Punkte an den ESV Kaufbeuren ran. Am morgigen Sonntag (1.12.2024) steht das Rosenheimer Auswärtsspiel beim EHC Freiburg auf dem Programm (18:30 Uhr, live bei sportdeutschland.tv).
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Copyright Peter Lion)