Starbulls: In Ravensburg gut gespielt, aber 1:5 untergegangen

Starbulls: In Ravensburg gut gespielt, aber 1:5 untergegangen

Rosenheim – Nur 48 Stunden nach der unglücklichen 4:5-Auswärtsniederlage in Kaufbeuren (wir berichteten) gingen die Starbulls Rosenheim vor 2.582 Zuschauern auch auf Ravensburger Eis leer aus. Der 0:3-Rückstand nach dem Drittel war trotz spielerischer Ebenbürtigkeit im zweiten und dritten Spielabschnitt gegen einen cleveren Gegner mit einem sehr starken Torwart nicht mehr zu reparieren. 1:5 lautete das für die Starbulls bittere Endresultat. Alle Tore fielen bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis – die gastgebenden Towerstars konnten sechs, die Starbulls vier Überzahlminuten nicht nutzen.

Zum ersten Mal in dieser Spielzeit hütete beim Rosenheimer Auswärtsauftritt in Ravensburg Patrik Mühlberger, der am kommenden Dienstag 20 Jahre alt wird, das Starbulls-Tor. Als Backup saß der erst 17-jährige Clemens Stocker auf der Bank. Verteidiger Dominik Tiffels stand wieder im Line-up, Dominik Kolb musste für ihn Platz machen. Stürmer Lukas Laub schied bereits früh aus.

In der Anfangsphase konnte sich Keeper Mühlberger mit einigen guten Paraden und sicherem Stellungsspiel auszeichnen. In der 10. Spielminute musste er aber erstmals hinter sich greifen. Beim Schlagschuss von Simon Sezemsky war ihm die Sicht versperrt. Lukas Jung erhöhte mit einem Schuss von der blauen Linie, der neben dem Pfosten ins Rosenheimer Tor flatterte, auf 2:0 für Ravensburg (16.). Luca Hauf legt nach einem fürchterlichen Rosenheimer Fehlpass aus der Bandenecke in den Slot knapp drei Minuten später zum 3:0 nach (18.). Für Jung wie auch für Hauf war es der jeweils erste Torerfolg in der DEL2.

Starbulls fanden nur selten in gute Abschlusspositionen

Die Starbulls spielten in den ersten 20 Minuten munter mit, fanden aber nur selten in gute Abschlusspositionen. Ludwig Nirschl zog zweimal gefährlich ab, Stefan Reiter vergab frei auf Torwart Ilya Sharipov zufahrend die große Chance zum 2:1-Anschlusstreffer (16.). In der Spiel- und vor allem Defensivstruktur hatten die Hausherren deutliche Vorteile.

Den zweiten Spielabschnitt konnten die Grün-Weißen ausgeglichen gestalten. Shane Hanna schaltete nach einem abgelenkten Schuss von Fabjon Kuki schnell und zwirbelte den Puck über den hechtenden Ravensburger Keeper zum ersten und einzigen Rosenheimer Treffer ins Netz (25.). Eine Minute später hämmerte Mathew Santos die Scheibe an den Pfosten – Glück für die Starbulls, die dann aber den Gegner zum vierten Treffer einluden: Nach einem unerklärlichen Stellungsfehler stand Nick Latta im Slot völlig frei und hatte keine Probleme, einen Rückpass zum 4:1 zu versenken (29.).
Die Starbulls waren bemüht, irgendwie doch noch die Wende zu erzwingen und zeigten insbesondere zu Beginn des dritten Drittels einige sehenswerte Spielzüge. Trotz zahlreicher Abschlüsse aus guten Positionen war der herausragende Sharipov im Ravensburger Tor aber nicht mehr zu überwinden. Stattdessen erhöhte Robbie Czarnik bei einem eiskalt verwandelten Konter auf 5:1 (51.), womit die Partie endgültig entschieden war.

Nach den beiden Auswärtsniederlagen mit jeweils fünf Gegentreffen wollen die Starbulls am morgigen Sonntag nun unbedingt den zweiten Heimsieg feiern. Zu Gast im ROFA-Stadion sind die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim, die in der Tabelle noch zwei Punkte hinter den Grün-Weißen rangieren. Spielbeginn ist um 17 Uhr (Eintrittskarten: www.starbulls.de/tickets und ab 15 Uhr an der Stadionkasse)
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls-Nachwuchs will am Wochenende wieder punkten

Starbulls-Nachwuchs will am Wochenende wieder punkten

Rosenheim – Am Wochenende (5.10.2024 und 6.10.2024) stehen für den Nachwuchs der Starbulls Rosenheim erneut spannende Spiele an, bei denen die Teams ihre bisherigen Erfahrungen nutzen wollen, um wichtige Punkte zu sichern.

Die U20 wird mit viel Entschlossenheit in ihr nächstes Spiel gehen, nachdem sie zuletzt sowohl einen Sieg als auch eine knappe Niederlage verzeichnete. Das Team will an den positiven Aspekten des letzten Wochenendes anknüpfen und aus den Fehlern lernen, um den nächsten Schritt in der 1. Liga zu machen. Mit einer fokussierten Teamleistung sollen weitere Punkte eingefahren werden. Gelegenheit dazu bekommen sie am kommenden Wochenende gegen Iserlohn. Spielbeginn ist am Samstag um 19:30 Uhr und am Sonntag um 10:30 Uhr.
Auch die U17 ist nach einem gemischten Wochenende hochmotiviert, ihre Leistung zu stabilisieren. Nach einem Sieg und einer Niederlage will die Mannschaft in den kommenden Spielen wieder ihre Stärken ausspielen und auf Konstanz setzen. Die Spieler wissen, dass sie in der Lage sind, auch gegen starke Gegner zu bestehen, und wollen dies am kommenden Wochenende erneut unter Beweis stellen. Der neue Gegner heißt ESV Kaufbeuren und auf diesen wird am Samstag um 16:30 Uhr im ROFA-Stadion getroffen.

Die U13 tritt nach ihrem eindrucksvollen Sieg gegen Riessersee ebenfalls mit großem Selbstvertrauen an. Nach den Herausforderungen der letzten Wochen zeigt das Team, dass es in der Lage ist, auf hohem Niveau zu bestehen und kämpferisch aufzutreten. Die U15, die ebenfalls einen verdienten Sieg gegen Riessersee verbuchen konnte, geht mit viel Motivation in ihre nächsten Begegnungen und möchte ihre Siegesserie fortsetzen. Dieses Wochenende pausieren beide Mannschaften.
Das kommende Wochenende verspricht erneut packende Partien, bei denen der Starbulls-Nachwuchs zeigen will, dass die jüngsten Erfolge kein Zufall waren. Mit Teamgeist und Entschlossenheit streben die Mannschaften weitere Punkte an. Fans und Unterstützer dürfen sich auf spannende Spiele und engagierte Auftritte freuen. 
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Starbulls Rosenheim)

Siege und Niederlagen beim Starbulls-Nachwuchs

Siege und Niederlagen beim Starbulls-Nachwuchs

Rosenheim – Der vergangene Spieltag brachte für den Nachwuchs der Starbulls Rosenheim sowohl Erfolge als auch Enttäuschungen. Während die U17 und U20 Siege feiern konnten, mussten sie sich jeweils auch einmal geschlagen geben. Für die U13 gab es eine deutliche Niederlage.

Die U20 zeigte in ihrem ersten Spiel eine starke Leistung und konnte sich einen hart erkämpften Sieg sichern. Mit schnellem Umschaltspiel und einer stabilen Abwehrarbeit setzte sich die Mannschaft durch. Im zweiten Spiel des Wochenendes fehlte jedoch die nötige Konsequenz, sodass die U20 eine knappe Niederlage hinnehmen musste.

Die Spiele der Junioren im Detail:

28.09.2024 – ESV Kaufbeuren – Starbulls Rosenheim 5:6 (3:3/0:1/2:2)
Spielverlauf: 00:33 Farkas (Thal, Fischer), 01:49 1:1 Stein (Achatz, Musin), 05:57 2:1 Kirschenbauer (Wiche, Pohjamo), 08:13 2:2 Leicher (Eremias, Crepinsek), 09:27 3:2 Farkas (Fischer, Thal), 16:20 3:3 Eremias (Leicher, Kühnhauser), 31:27 3:4 Crepinsek (Kühnhauser, Eremias), 42:12 3:5 Schneider (Kühnhauser, Böhm), 44:11 4:5 Farkas, 52:30 5:5 Stöhr (Farkas), 56:51 Mayer (Stein, Achatz)

29.09.2024 – ESV Kaufbeuren – Starbulls Rosenheim 4:2 (1:1/1:0/2:1)

Spielverlauf: 07:58 1:0 Farkas (Kirschenbauer, Stöhr), 13:22 1:1 Crepinsek (Eremias), 30:16 2:1 Farkas (Kischenbauer, Stöhr), 49:34 3:1 Doronin (Andzs, Simm), 57:38 3:2 Achatz (Stein), 59:59 Farkas (Pohjamo, Pfaffengut)

Auch die U17 erlebte ein auf und ab. Nach einem kämpferischen Auftritt gelang es dem Team im ersten Derbyspiel gegen Landshut, sich den Sieg zu sichern und wertvolle Punkte zu sammeln. Allerdings blieb die Mannschaft im zweiten Spiel hinter ihren Möglichkeiten und musste eine Niederlage hinnehmen. Trotz des gemischten Wochenendes zeigt die U17 weiterhin spielerische Fortschritte und arbeitet hart an ihrer Konstanz

Die Spiele der Jugend im Detail:

28.09.2024 – EV Landshut – Starbulls Rosenheim 4:5 (1:1/2:2/1:2)
Spielverlauf: 06:14 0:1 Laprecht (Lindlacher, Bauer), 17:08 1:1 Becker (Lier, Schwarz), 35:13 1:2 Leitner (Mühlfenzl, Schwarz), 38:30 2:2 Becker (Lier, Dorosh), 38:30 3:2 Schwarz (Fischer, Sisman), 39:49 3:3 Leitner (Mühlfenzl, Mayer), 50:02 3:4 Mayer (Leitner, Nirschl), 54:12 3:5 Lamprecht (Lindlacher, Gerhofer), 59:33 4:5 Brandl (Lier, Fischer)

29.09.2024 – Starbulls Rosenheim – EV Landshut 2:5 (0:3/1:1/1:1)
Spielverlauf: 08:42 0:1 Dietzinger (Haak, Migas), 12:21 0:2 Haak (Dietzinger, Brandl), 19:35 0:3 Schwarz (Lier, Becker), 20:15 0:4 Schwarz (Lier,Haak), 39:40 Leitner (Radosits, Mayer), 45:57 1:5 Schwarz (Dietzinger, Lier), 47:41 2:5 Binder

Die U13 musste nach einer klaren Niederlage erneut Lehrgeld zahlen. Trotz großem Einsatz und Willen gelang es dem Team nicht, gegen den starken Gegner ins Spiel zu finden. Die Niederlage war eine Enttäuschung, doch die Mannschaft bleibt fokussiert und wird an den nötigen Verbesserungen arbeiten. „Trotz der Niederlage bin ich überaus zufrieden mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben. Die Jungs haben spielerische Akzente gesetzt und sich gegenseitig gut unterstützt. An dieser Entwicklung lässt sich arbeiten“, so Rick Böhm, Cheftrainer der U13.
Insgesamt zeigte sich der Starbulls-Nachwuchs bei den jüngsten Spielen kämpferisch, auch wenn nicht alle Teams ihre Ziele erreichen konnten. Nun heißt es, die gemachten Erfahrungen in die nächsten Trainingseinheiten mitzunehmen, um gestärkt in die kommenden Spiele zu gehen.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Starbulls Rosenheim)

Starbulls: „Achterbahnfahrt“ im Allgäu ohne Happy End

Starbulls: „Achterbahnfahrt“ im Allgäu ohne Happy End

Rosenheim – Zum zweiten Mal binnen weniger Tage müssen die Starbulls Rosenheim die Heimreise von einem bayerischen Derby ohne Punkte im Gepäck absolvieren. Die 4:5-Niederlage am 7. Spieltag der DEL2 in Kaufbeuren am gestrigen Mittwochabend (2.9.2024)  war ebenso unnötig wie jene am Freitag zuvor in Landshut. Kaufbeuren bestrafte drei haarsträubende Fehler im Rosenheimer Spielaufbau und war zweimal in Überzahl erfolgreich. Die Starbulls konnten einen 0:2-Rückstand verdientermaßen in eine 3:2-Führung ummünzen, schenkten diese aber wieder leichtfertig her, auch aufgrund unnötiger Strafzeiten.

Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen stellte beim Spiel in Kaufbeuren Ville Järveläinen wieder in die zweite Offensivlinie als Linksaußen zu Center Charlie Sarault und den rechts stürmenden Stefan Reiter. Den dritten Sturm bildeten Ludwig Nirschl, Travis Ewanyk und Manuel Strodel, den vierten Sturm führte wie bisher Fabjon Kuqi mit Kevin Handschuh und Sebastian Zwickl. U19-Fördervertragsspieler Kilian Kühnhauser stand nicht im Aufgebot, die 19. Feldspieler-Position im Rosenheimer Line-up blieb deshalb unbesetzt. Bei den Gastgebern fehlte überraschend der Kanadier Colby McAuley, der beim Kaufbeurer Heimspiel drei Tage zuvor gegen Selb (5:3) mit zwei Toren glänzte.

Nach einem ausgeglichenen ersten Spielabschnitt stand eine 2:1-Führung der Gastgeber auf der Anzeigetafel. Beide Kaufbeurer Treffer waren die Folge von völlig unnötigen Rosenheimer Aufbaufehlern fernab gegnerischer Störaktionen. Zunächst Joseph Lewis, der einen Querpass aus kurzer Distanz eindrückte (8.) und dann Samir Kharboutli, der frei auf Torwart Oskar Autio zufahrend cool blieb (12.), nahmen die Geschenke an und stellten auf 2:0. Unmittelbar vor dem zweiten Rosenheimer Gegentor hatte Shane Hanna bei einem Konter das 1:1 auf dem Schläger, scheiterte aber an ESVK-Goalie Daniel Fießinger. Nach einer guten Ablage von Lukas Laub machte es Hanna aber besser und bugsierte den Puck frei vor Fießinger ins rechte obere Eck zum schnellen Anschlusstreffer (13.).

Im zweiten Drittel hatten die Starbulls ihren Gegner im Griff

Im zweiten Drittel hatten die Starbulls ihren Gegner von Beginn am bestens im Griff. Nach mehreren guten Ausgleichschancen schoss Travis Ewanyk gefährlich und Manuel Strodel hebelte den Abpraller per Rückhand unters Tordach zum 2:2 (25.). Eine Minute später traf Lukas Laub nur den Pfosten. Nach zwei folgenlos gebliebenen Strafzeiten für Norman Hauner und Dominik Kolb durften erstmals auch die Grün-Weißen in Überzahl ran – und trafen zur verdienten 3:2-Führung. Ein Schuss von Ewanyk fand zwischen einer Schlittschuhkufe von Torwart Fießinger und dem Pfosten den Weg über die Torlinie (35.).

Unmittelbar nach dem folgenden Anspiel fing sich Hauner sein zweite kleine Strafe ein – und das nutzten die Hausherren auf durchaus fragwürdige Art und Weise. Oskar Autio schien die Fanghand im Torraum schon auf der Scheibe zu haben, Jamal Watson stocherte den Puck dennoch mit dem Schläger weiter, Kharboutli schob ins leere Gehäuse und die Referees erkannten den Treffer an (37.). In den verbleibenden gut drei Minuten bis zur zweiten Pausensirene ging es wild hin und her. Kaufbeurens Torwart Fießinger verhinderte gegen Stefan Reiter und Lukas Laub den erneuten Führungstreffer der Starbulls (40.).

Der letzte Spielabschnitt mutierte endgültig zu einer Achterbahnfahrt. Kaufbeuren machte Powerplaydruck, doch Ewanyk hatte die große Chance zum Unterzahltreffer (43.). Autio verhinderte binnen Sekunden zweimal gegen Watson den vierten Einschlag im Starbulls-Kasten (45.). Danach minutenlanger Druck der Grün-Weißen, aber viele falsche Entscheidungen bei den Abschlüssen – ebenso wie bei der sich anschließenden letzten Rosenheimer Überzahlsituation. Die Allgäuer hingegen schlugen ein weiteres Mal mit einem Mann mehr auf dem Eis zu. Simon Schütz traf mit einem Schlagschuss von der blauen Linie zum 4:3 (54.) – eine Sekunde bevor die Strafzeit für Dominik Kolb abgelaufen wäre.

Eine knappe Minute später bestraften die Hausherren einen erneuten Rosenheimer Fehler im Spielaufbau. Noran Yalemko verfehlte zwar das Tor deutlich, aber Premysl Svoboda drückte den Bandenabpraller von der gegenüberliegenden Seite des Tores über die Linie zum 5:3 (55.). Ohne Torwart und mit zusätzlichem Feldspieler kamen die Starbulls 44 Sekunden vor der Schlusssirene noch zum 5:4-Anschlusstreffer durch Shane Hanna, bei dessen Flachschuss Torwart Fießinger die Sicht verstellt war.

„Zu viele dumme Strafzeiten bekommen“

„Es war ein hart umkämpftes Spiel, das die cleverere Mannschaft gewonnen und die dümmere Mannschaft verloren hat“, sagte Jari Pasanen nach der Partie. „Wir haben teilweise sehr gut gespielt, haben Moral bewiesen und waren im zweiten Drittel anfangs die klare bessere Mannschaft. Das Momentum, das wir durch das 3:2 hatten, haben wir dann selbst wieder gekillt und nicht mehr zurückgekriegt. Wir haben zu viele dumme Strafzeiten genommen und den Gegner zu den Torchancen eingeladen“, trauerte der Rosenheimer Cheftrainer leichtfertig verschenkten Auswärtszählern nach.

Die nächste Chance auf Punkte bietet sich den Starbulls am morgigen Freitag (4.9.2024) erneut auswärts, dann geht die Reise zu den Towerstars nach Ravensburg (Spielbeginn 20 Uhr, Liveübertragung bei sportdeutschland.tv). Am Sonntag folgt das Rosenheimer Heimspiel gegen die Roten Teufel Bad Nauheim (17 Uhr, ROFA-Stadion, Eintrittskarten www.starbulls.de/tickets.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls: Drei Spiel innerhalb von fünf Tagen

Starbulls: Drei Spiel innerhalb von fünf Tagen

Rosenheim – Mit gleich drei Spielrunden innerhalb von fünf Tagen startet die zweite deutsche Eishockeyliga intensiv in den Oktober. Für die Starbulls Rosenheim steht zunächst ein Auswärtsdoppelpack mit glücklicher Weise überschaubaren Reiseentfernungen auf dem Programm. Am Mittwoch sind die Grün-Weißen beim ESV Kaufbeuren zu Gast, am Freitag geht es zu den Towerstars nach Ravensburg. Zwei Tage später sind die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim zu Gast im ROFA-Stadion. Zum vierten Mal hintereinander fällt ein Rosenheimer Heimspiel auf einen Sonntag.

Auch die beiden darauffolgenden Rosenheimer Heimauftritte gegen die Kassel Huskies und gegen die Dresdner Eislöwen finden an Sonntagen statt. Dass die Starbulls mit sechs Sonntagsheimspielen am Stück in die aktuelle DEL2-Saison starten müssen – und übrigens die Hauptrunde ab Ende Januar auch mit sechs Sonntagsheimspielen am Stück wieder beenden werden – gefällt Cheftrainer Jari Pasanen überhaupt nicht: „Freitags auswärts spielen bedeutet, dass Du am Wochenende vor dem Spiel am Sonntag eine Nacht weniger hast als der Gegner. Dass das zum Saisonstart für uns gleich sechs Mal hintereinander der Fall ist, kann ich nicht verstehen. Das ist sehr ärgerlich.“

Zwei Spiele innerhalb von 48 Stunden

Vor dem Heimspiel am kommenden Sonntag (6.9.2024) müssen die Starbulls gleich zweimal binnen 48 Stunden auswärts ran – immerhin aber mit nur rund zweieinhalb Stunden (Kaufbeuren) bzw. dreieinhalb Stunden (Ravensburg) Rückreisezeit und deshalb zumindest noch einer knappen halben Nacht im Bett. Punkte im Gepäck wären da jeweils ein schönes spätes „Betthupferl“. Und die bisherigen drei positiven Auswärtsauftritte der Grün-Weißen, selbst bei der unglücklichen Derby-Niederlage letzten Freitag in Landshut, lassen auf Ausbeute auf fremden Eis auch bei zwei „Top-Sechs-Kandidaten“ am Mittwoch und Freitag hoffen.
Der ESV Kaufbeuren steht mit zehn Zählern einen Punkt vor den Starbulls auf Tabellenrang sechs – und kommt mit Selbstvertrauen aus einem Sechs-Punkte-Wochenende (3:2 in Crimmitschau, 5:3 gegen Selb). Dabei setzte Stürmer Colby McAuley ein Ausrufezeichen. Der kurzfristig verpflichtete Kanadier, der beim ESVK erst zum dritten Spieltag eingriff, machte gegen Selb mit zwei Treffern innerhalb von zwei Minuten aus einem 2:2 ein 4:2. Gegen die Starbulls am Mittwoch wird ein weiterer kurzfristig verpflichteter Neuzugang seine Saisonpremiere im rot-gelben Kaufbeurer Jersey geben: Tomas Schmidt, der bereits in der vorletzten Saison für die „Joker“ verteidigte, soll den längerfristigen Ausfall von Defender Alexander Thiel kompensieren.

Die Ravensburg Towerstars, Rosenheims Freitagsgegner, rangieren mit zwölf Zählern aus sechs Spielen punktgleich mit Spitzenreiter Krefeld, den sie am vierten Spieltag mit 4:1 besiegten, auf Tabellenplatz zwei. Mit dem neuen Cheftrainer Bo Subr (vormals Kassel) will der DEL2-Meister 2023 in dieser Spielzeit wieder besser abschneiden als in der Vorsaison. Da stand nach der Hauptrunde nur der siebte Tabellenplatz zu Buche und in den Playoffs war im Viertelfinale Endstation. In der vergangenen Saison gab es für die Starbulls auf Ravensburger Eis nichts zu holen, 0:4 und 1:4 lauteten die Endresultate (wobei letzteres wegen eines Rosenheimer Aufstellungsfehlers nachträglich mit 0:5 gewertet wurde). Auch diesmal sind die Oberschwaben favorisiert, aber Jari Pasanen sagt: „Wir gehen jedes Spiel so an, dass wir es gewinnen wollen. Jeder kann jeden schlagen, die Intensität ist noch höher als letztes Jahr, jedes Spiel wirkt so, als stehe man schon kurz vor den Playoffs.“

In die Playoffs will auf alle Fälle Rosenheims Sonntagsgegner Bad Nauheim, nachdem in der Vorsaison bis kurz vor Hauptrundenschluss die Playdowns drohten und in den gerade noch erkämpften Pre-Playoffs gegen die Lausitzer Füchse Schluss war. Bei den Roten Teufeln ging im Februar die Ära Harry Lange nach knapp 12 Jahren als Spieler, Assistenz- und schließlich Headcoach zu Ende. Nachdem Rich Chernomaz einige Wochen als „Feuerwehrmann“ agierte, rückte Adam Mitchell vom Co- zum Cheftrainer auf. Der 41-jährige Deutsch-Kanadier, der auf elf Spielzeiten als Stürmer in der DEL und vier weitere Jahre in der DEL2 zurückblickt, trug einst auch das Trikot des EV Landsberg 2000. Im Frühjahr 2006 kegelte er mit den Lechstädtern die Starbulls im Viertelfinale aus den Oberliga-Playoffs und feiert als Topscorer mit Landsberg den Aufstieg in die zweite Liga.

In der heutigen DEL2 hat der 41 Jahre junge Mitchell mit den Roten Teufeln nach sechs Spielen zwar erst sieben Punkte ergattert, kann aber auf rundum überzeugende Leistungen seiner Truppe zurückblicken. In den letzten beiden Auswärtsspielen gegen Spitzenreiter Krefeld (3:4) und Titelverteidiger Regensburg (2:3) verloren die Wetterauer erst im Shout-out. Was allerdings noch gar nicht funktioniert ist das Powerplay. 21 Überzahlsituationen entsprang erst ein einziger Treffer – bei den Starbulls waren es bei ebenso vielen Situationen allerdings auch nur deren zwei.

Was die Special-Teams betrifft, stehen die Grün-Weißen vor einem interessanten Kontrastprogramm: In Kaufbeuren (Quote 68,8 Prozent) und Ravensburg (72,7 Prozent) sieht man sich den beiden ligaweit bisher nominell schwächsten Unterzahlteams gegenüber. Auf der anderen Seite haben die Towerstars nach sechs DEL2-Spieltagen die mit Abstand beste Powerplay-Ausbeute (sieben Treffer in 19 Situationen – 36,8 Prozent!).

Personell sieht es bei den Rosenheimer Starbulls gut aus

Personell sieht es bei den Starbulls weiterhin gut aus. Noch ein paar Tage pausieren muss Verteidiger Dominik Tiffels, eine Ausfalldauer über das kommende Wochenende hinaus ist aber nicht zu befürchten. Durchaus möglich ist, dass Jari Pasanen Torwart Oskar Autio im Rahmen des anstehende „Fünf-Tage-Triples“ ein Spiel Pause gönnt und Patrik Mühlberger (wird am kommenden Dienstag 20 Jahre alt) zu seinem ersten DEL2-Saisoneinsatz im Rosenheimer Gehäuse kommt.

Von den Spielen der Starbulls Rosenheim am Mittwoch in Kaufbeuren (19:30 Uhr, Erdgas Schwaben Arena), am Freitag in Ravensburg (20 Uhr, CHG-Arena) und am Sonntag zuhause gegen Bad Nauheim (17 Uhr, ROFA-Stadion) werden Liveübertragungen angeboten, die bei sportdeutschland.tv buchbar sind. Eintrittskarten für das Rosenheimer Heimspiel am Sonntag sind online buchbar auf www.starbulls.de/tickets. Die Kasse am ROFA-Stadion öffnet am Spieltag um 15 Uhr, Einlass ins Stadion ist um 16 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls: Glücklicher Heimdreier gegen Crimmitschau

Starbulls: Glücklicher Heimdreier gegen Crimmitschau

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim haben in der DEL2 am sechsten Spieltag im dritten Heimspiel den ersten Heimsieg einfahren können. Am gestrigen späten Sonntagnachmittag (29.9.2024)  schossen die Grün-Weißen gegen die Eispiraten Crimmitschau bereits bis zur 12. Spielminute durch zwei Tore von Norman Hauner und einen Treffer von Lukas Laub eine 3:0-Führung heraus. Danach blieben die Rosenheimer Offensivbemühungen aber komplett erfolglos. In der Schlussphase kämpften und zitterten die Grün-Weißen vor 3.153 Zuschauern im ROFA-Stadion eine knappe 3:2-Führung über die Zeit und hatten Sekunden vor Ende Glück, dass die Gäste nur den Pfosten trafen.

Eishockey, Rosenheim gegen Crimmitschau. Fotos: Ludwig Schirmer / Peter Lion

Zu Beginn läuft es für die Starbulls diesmal sehr gut. Fotos: Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion

Dank des ersten dreifachen Punkgewinns vor eigenem Publikum weißen die Starbulls nach sechs Spielen eine ausgeglichene Bilanz auf: Mit 17:17 Toren haben die Rosenheimer Eishockeyspieler neun von 18 bisher zu vergebenden Zählern einfahren können. Gegen die Eispiraten Crimmitschau hing der Heimerfolg am Sonntag aber am Ende am seidenen Faden.

Die Gäste aus Westsachsen, die ihre ersten beiden Auswärtsspiele mit 2:7 in Bad Nauheim und 1:7 in Landshut deutlich verloren hatten, präsentierten sich sehr verunsichert. Die Starbulls wussten dies zunächst auszunutzen – und konnten gleich die erste Überzahlsituation der Partie in einen Torerfolg ummünzen. Norman Hauner traf nach Diagonalpass von C.J. Stretch aus der Halbdistanz ins kurze Eck zum 1:0 (5.). Drei Minuten später bestrafte Hauner einer Fehlerkette in der gegnerischen Abwehr mit einem Abschluss ins lange Eck zum 2:0 (8.). Kurz zuvor hatte Fabjon Kuqi nach einem sehenswerten Schuss bereits gejubelt, in der Video-Nachschau erkannten die Schiedsrichter dann aber, dass der Puck nur Pfosten und Latte des Crimmitschauer Tores getroffen und die Torlinie nicht überquert hatte.

Eishockey Rosenheim gegen Crimmitschau, 29. September 2024. Fotos: Ludwig Schirmer / Peter Lion

Die Eispiraten in Bedrängnis.

Lukas Laub erhöhte auf 3:0. Wie das warme Messer durch die Butter ging er skatend durch die Verteidigungslinie der Gäste und schob den Puck durch die Hosenträger von Torwart Oleg Shilin (12.). Eispiraten-Cheftrainer Jussi Tuores sah sich zu einer Auszeit gezwungen – und die zeigte Wirkung. Sein Team präsentierte sich fortan defensiv kompakter und im Spiel nach vorne mutiger – und die Starbulls ließen merklich nach. 100 Sekunden Unterzahl mit gleich zwei Spielern weniger auf dem Eis verteidigten die Grün-Weißen zwar erfolgreich, als der vierte Rosenheimer Feldspieler zurück war aber verkürzte Scott Feser mit einem verdeckten Nachschuss unter den Schonern von Keeper Oskar Autio hindurch auf 3:1 (16.).

Zerfahrenes zweites Drittel

In einem zerfahrenen zweiten Drittel konnten die Hausherren zwei Überzahlsituationen nicht nutzen. Die Gäste aus Westsachsen hatten nun etwas mehr vom Spiel, die Starbulls fanden bei ihren Gegenstößen nur selten zur Abschlusschance. In der Anfangsphase des letzten Spielabschnitts drückte Tobias Lindberg einen Pass von Colin Smith aus kurzer Distanz zum 3:2-Anschlusstreffer ein und deckte dabei Zuordnungsmängel in der Rosenheimer Defensive auf (44.). In zwei Unterzahlminuten hielten sich die Starbulls schadlos, die Eispiraten blieben aber das dominierende Team. Die große Rosenheimer Chance zum 4:2 vergab Fabjon Kuqi, als er eine Ablage von Hauner aus bester Position am linken Eck des Gästetores vorbeijagte (53.).
In den Schlussminuten sahen sich die Starbulls permanent eingeschnürt in der eigenen Zone. Zwei Minuten lang agierten die Westsachsen erstens in Überzahl und zweitens mit einem zusätzlichen Feldspieler und ohne Torwart. Eine Chance auf einen Treffer ins leere gegnerische Tor gab es nicht. Neben großem Rosenheimer Abwehrkampf und starken Paraden von Oskar Autio war auch eine Menge Glück dafür verantwortlich, dass alle drei Punkte an der Mangfall blieben: Tobias Lindberg nagelte zwei Sekunden vor der Schlusssirene einen Abpraller aus nächster Nähe anstatt ins leere Tor an den Pfosten.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Ludwig Schirmer / Peter Lion)

Eishockey Rosenheim gegen Crimmitschau, 29. September 2024. Fotos: Ludwig Schirmer / Peter Lion

In den Schlussminuten sahen sich die Starbulls permanent eingeschnürt.

Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen Statement sagte nach dem Spiel: „Wir hätten in den ersten zehn Minuten fünf Tore schießen können. Wir haben drei Tore geschossen und dann ein bisschen aufgehört zu spielen. Dass Crimmitschau zum ersten Tor kam, war komplett unnötig, aber das hat ihnen Energie gegeben. Im zweiten Drittel waren wir zehn Minuten komplett unter Wasser, das war unerklärlich. Die mentale und physische Energie hat gefehlt nach einem harten und emotionalen Spiel am Freitag und vielleicht haben wir am Samstag auch zu hart trainiert. Der Kampf war da, die Jungs geben alles, aber die Art und Weise, wie wir im zweiten und dritten Drittel gespielt haben, damit bin ich nicht zufrieden“. Ein spezielles Lob stellte der Rosenheimer Headcoach seiner ersten Sturmreihe aus: „Unglaublich in den letzten zwei Spielen, was Luki Laub und Hauni spielen und radeln. Hut aber vor ihrer Leistung mit Stretchi in der Mitte, das ist für unsere Mannschaft echt wichtig“.