Starbulls: 5:4 nach 0:4 beim Spiel gegen Crimmitschau

Starbulls: 5:4 nach 0:4 beim Spiel gegen Crimmitschau

Rosenheim – Was für eine Dramatik am 38. Spieltag der DEL2 im ROFA-Stadion: 3.130 Zuschauer sehen am gestrigen Dienstagabend (16.1.2024), wie sich die gastgebenden Starbulls Rosenheim nahezu rezeptlos von den Eispiraten Crimmitschau auseinandernehmen lassen und Anfang des zweiten Drittels anscheinend aussichtslos mit 0:4 im Hintertreffen liegen. Dann leitet ein Treffer vom leidenschaftlich rackernden Manuel Strodel die Wende ein. Unermüdlich angetrieben vom starken Reid Duke (zwei Tore, eine Vorlage), schnuppern die Grün-Weißen sogar am Sieg nach regulärer Spielzeit. Letztlich dürfen sich die Starbulls über zwei wertvolle Punkte freuen, nachdem Dominik Kolb zwölf Sekunden vor Ende der Verlängerung zum 5:4 trifft.

Das Spiel am Dienstagabend schreibt auf Rosenheimer Seite viele Geschichten. Zum Beispiel die von Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen, der stark erkältet dick eingemummelt zwar an der Bande präsent ist, sich aber vorsichtshalber nicht in die Mannschaftskabine wagt und auch nicht an der Pressekonferenz teilnehmen kann, weil er unmittelbar nach dem Spiel den Weg ins Bett antreten muss. Oder die Story vom jungen Verteidiger Kilian Kühnhauser, der den wegen einer Handoperation erstmals in dieser Saison ausfallenden Top-Verteidiger Shane Hanna natürlich nicht ersetzen kann, aber den Verteidigungspart hervorragend spielt. Oder das kleine Märchen von Dominik Kolb, der in der zweiten Minute die Hausherren in Führung bringen könnte, aber nur den Pfosten trifft, dann in der Defensive einige Male glücklos aussieht und schließlich doch noch zum Matchwinner wird: Zwölf Sekunden vor Ende der Verlängerung drückt der eigentlich als Verteidiger aufgestellte Allrounder einen genialen Pass von Reid Duke technisch perfekt und unhaltbar ins Netz und macht das ROFA-Stadion zum Tollhaus.

Apropos Reid Duke: Der Topscorer der Starbulls erarbeitete für seine Starbulls unermüdlich Offensivmomente, war kaum von der Scheibe zu trennen, erzielte zwei Tore und glänzte mit mehreren spektakulären Alleingängen. Einen davon, als die Starbulls in Unterzahl spielten, hätte er fast mit dem Rosenheimer Treffer zum 5:4 noch in der regulären Spielzeit gekrönt, doch Gästekeeper Oleg Shilin hielt die Scheibe mit etwas Glück kurz vor Überschreiten der Torlinie auf (57.). Beim Abschluss griff Vincent Saponari regelwidrig ein, einen Strafschuss verhängten die Unparteiischen aber nicht, weil Duke die Scheibe im Fallen eben noch aufs Tor brachte.

Den Ausgleichstreffer zum 4:4 hatte Duke bei einem Fünf-gegen-drei-Powerplay erzwungen. Nachdem ihm Momente zuvor der Puck noch versprang, war der „Goldhelm“ mit einer flach einschlagenden Direktabnahme aus der Halbdistanz erfolgreich (45.). Die Rosenheimer Aufholjagd eingeleitet hatte Manuel Strodel, der 18 Sekunden nach dem vierten Crimmitschauer Treffer mit Wut im Bauch aus schon ziemlich ungünstigem Winkel abzog. Die Scheibe rutsche Gästegoalie Shilin zwischen Arm und Hüfte durch und trudelte ins Tor (25.).

Reid Duke versenkte den Puck mit einem satten Handgelenkschuss aus dem rechten Bullykreis hoch im kurzen Eck zum 2:4 (30.) und Stefan Tramm nagelte das Hartgummi aus zentraler Position überlegt in den rechten Torgiebel zum 3:4 (37.). Großen Anteil an diesem wichtigen Anschlusstreffer hatten Tyler McNeely, der mit einem Solo entlang der Bande und dem perfekten Rückpass vorbereitet hatte und Dominik Daxlberger, der sich so positionierte, dass dem Gästetorwart keinerlei Abwehrchance blieb.

Starbulls ab Mitte zweites Drittel das deutlich bessere Team

Die Starbulls waren ab Mitte des zweiten Drittels das deutlich bessere Team und blieben es bis Spielende auch. Die Eispiraten hatten allerdings auch noch ihre Momente, sodass die Partie im dritten Spielabschnitt auf des Messers Schneide stand. Der Ex-Rosenheimer Thomas Reichel hatte bei einem Unterzahl-Gegenstoß frei vor Starbulls-Torwart Christopher Kolarz die Chance zum 4:5, Sekunden später hätte Duke fast seinen zweiten Powerplaytreffer gefeiert und die Grün-Weißen erstmals in Führung gebracht (47.). Bei ihren insgesamt fünf Überzahlsituationen mit einem Spieler mehr auf dem Eis gelang den Starbulls aber kein Tor. Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit rettete Kolarz stark gegen den aus bester Position zum Schuss kommenden Tobias Lindberg, denn sonst wären die Hausherren trotz der furiosen Aufholjagd ohne jeden Zähler dagestanden.

Bis zum ersten Starbulls-Treffer in der 25. Spielminute war aber überhaupt nicht abzusehen, dass die Zuschauer – auch aus Rosenheimer Sicht – an diesem Dienstagabend ein Eishockey-Highlight erleben durften. Denn bis dahin schienen die Starbulls überhaupt kein Rezept gegen das einfache, aber strukturierte und zielführende Eishockey der Westsachsen zu haben. Schon nach knapp drei Minuten führten die Gäste, weil sich Christopher Kolarz vom seitlich vor das Tor fahrenden Mario Scalzo überwinden ließ – dass die unter dem Torwart durchrutschende Scheibe kurz knapp hinter der Torlinie war, erkannten die Hauptschiedsrichter erst anhand der Videobilder. Dann nutzten die Eispiraten ihre ersten drei Überzahlsituationen zu drei Treffern. Scott Feser traf zunächst aus kurzer Distanz mühelos zum 0:2 (7.) und mit einer Direktabnahme unter die Latte zum 0:3 (13.). Hayden Verbeek staubte zum 0:4 ab, als die Starbulls-Defensive vor dem eigenen Tor einfach nicht konsequent eingriff (25.). Doch Sekunden später sollte sich das Blatt wenden.

Das starke Comeback der Starbulls war umso bemerkenswerter, als dass mit Shane Hanna, Denis Shevyrin, Lukas Laub und Thomas Pöpperle wichtige Akteure fehlten und mehrere Spieler nach Krankheit oder durch Verletzungen angeschlagen waren. Einer davon war Chris Dodero, der zuletzt fehlte, aber dem Rosenheimer Spiel an der Seite von Reid Duke mit zunehmender Spieldauer wichtige Impulse gab. Sebastian Streu stellte sich trotz gebrochener Nase in den Dienst der Mannschaft, Manuel Strodel ließ sich erneut von einem schmerzhaften Pucktreffer nicht bremsen.

Den Rückstand auf den begehrten Tabellenplatz zehn haben die Starbulls dank des Overtime-Erfolgs gegen Crimmitschau um einen Zähler auf zwei Punkte reduzieren können, wobei der zu überholende EHC Freiburg bereits ein Spiel mehr absolviert hat. Am Freitag steht bereits das nächste wichtige Rosenheimer Heimspiel in der DEL2 auf dem Programm. Zu Gast im ROFA-Stadion sind dann die Dresdner Eislöwen, die fünf Punkte hinter den Starbulls lauern und ebenfalls unbedingt die Pre-Playoffs erreichen wollen. Eintrittskarten sind auf www.starbulls.de/tickets buchbar.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls Rosenheim: Keine Punkte in Kaufbeuren

Starbulls Rosenheim: Keine Punkte in Kaufbeuren

Rosenheim – Zum dritten Mal im dritten Saisonvergleich gelang den Starbulls Rosenheim kein Punktgewinn gegen den ESV Kaufbeuren. Am gestrigen Sonntagabend  (14.1.2024) mussten sich die Grün-Weißen im Allgäu am 37. Spieltag der DEL2 vor 2.632 Zuschauern mit 2:5 geschlagen geben. Im letzten Drittel schöpften die von 300 Rosenheimer Fans lautstark unterstützten Starbulls nach den Anschlusstreffern zum 2:1 und 3:2 Hoffnung, die ein Kaufbeurer Empty-Net-Goal in der vorletzten Spielminute aber zunichtemachte. Allen Gegentoren gingen unnötige Rosenheimer Fehler voraus, die von den cleveren Gastgebern eiskalt bestraft wurden.

„Wenn man solche Fehler macht, dann ist es schwierig zu gewinnen. Wir haben verspätete Weihnachtsgeschenke an Kaufbeuren verteilt“, brachte es Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen auf den Punkt, musste aber auch eingestehen, dass sich seine Mannschaft erst im letzten Drittel wirklich am Riemen riss: „In den ersten 40 Minuten war Kaufbeuren die bessere Mannschaft. Dann haben wir aber die Chance bekommen, das Spiel noch zu drehen. Wie dann das 4:2 für den Gegner fällt, war symptomatisch für unser heutiges Spiel. Es ist sehr enttäuschend zu sehen, dass uns solche Fehler die Punkte kosten, die wir jetzt schon länger nicht mehr gemacht haben.“

Bereits nach 34 Sekunden waren die Starbulls in Rückstand

Bereits nach 34 gespielten Sekunden gerieten die Starbulls, bei denen zusätzlich zu Denis Shevyrin, Chris Dodero und Hagen Kaisler auch noch Tyler McNeely fehlte, am späten Sonntagnachmittag in Rückstand. Nach einem Rosenheimer Puckverlust und viel zu viel Freiraum für Sami Blomqvist hinter dem Tor drückte Jere Laaksonen den Rückpass zur Kaufbeurer Führung ein. Das Beste aus Rosenheimer Sicht war, dass die läuferisch, stock- und spieltechnisch überlegenen Gastgeber ihre Vorteile nicht in weitere Tore ummünzen konnten. Der gute Torwart Tomas Pöpperle war einige Male gefordert, die Starbulls selbst kamen lediglich zu einer Handvoll Halbchancen.

Nach der ersten Pause dauerte es nur 31 Sekunden, bis es im Rosenheimer Gehäuse zum zweiten Mal klingelte. Diesmal konterten die gastgebenden „Buron Joker“ blitzschnell, nachdem die Starbulls den Puck an der gegnerischen Zone vertändelten. Tyler Spurgeon bediente John Lammers, der frei vor Pöpperle zum 2:0 abschließen konnte. Eine Minute später verletzte sich Sebastian Streu bei einem Zusammenprall mit Dieter Orendorz und musste mit blutverschmiertem Trikot in die Kabine. Er kam aber Mitte des zweiten Drittels wieder zurück und setzte das Spiel in einem Ersatztrikot trotz gebrochener Nase fort!

Nach wie vor hatten die Hausherren mehr vom Spiel, endlich kamen aber auch die Starbulls zu Chancen. C.J. Stretch scheiterte nach einem herausragenden Solo an Torwart Daniel Fießinger (23.), dem zwei Minuten später ein satter Schuss von Norman Hauner fast durchgerutscht wäre, die Scheibe blieb aber knapp vor der Torlinie liegen (25.). Im Powerplay hatten die Starbulls immer wieder gute Momente, einmal lag die Scheibe sogar im Tor, doch der Treffer fand zurecht keine Anerkennung; Stretch hatte den Puck mit dem Handschuh über die Linie bugsiert (37.). Zuvor standen die Grün-Weißen in Unterzahl enorm unter Druck und hatten Glück, nicht das 0:3 kassiert zu haben.

In der Anfangsphase des Schlussabschnitts fasste sich Reid Duke, der viel einstecken musste, was aber kein einziges Mal mit einer Strafzeit für den Gegner geahndet wurde, ein Herz und hämmerte den Puck aus halbrechter Position unhaltbar ins linke ober Eck zum 2:1-Anschlusstreffer (43.). Die Vorlage kam von Stretch. Doch keine 50 Sekunden später verloren die Starbulls in der Defensive die Zuordnung und Micke Saari traf nach Zuspiel von Blomqvist aus der Drehung unhaltbar in den rechten Torwinkel (43.).

Partie wurde zum offenen Schlagabtausch

Nun wurde die Partie zum offenen Schlagabtausch. Lukas Laub scheiterte bei einem Alleingang an Fießinger (44.) und musste bei seinem nächsten Wechsel einen heftigen Check einstecken, eine Strafe wurde jedoch nur gegen Rosenheims Duke ausgesprochen. Die Starbulls machten es aber in Unterzahl geschickt, insgesamt verteidigten sie alle fünf Kaufbeurer Powerplaysituationen in diesem Spiel ohne Gegentor.
Knapp vier Minuten vor Schluss drückte Stefan Reiter bei einem Gegenstoß einen Querpass von Streu durch die Schoner von Fießinger zum 3:2-Anschlusstreffer über die Torlinie (57.). Bald danach nahm Jari Pasanen eine Auszeit und Tomas Pöpperle vom Eis, um mit einem zusätzlichen Feldspieler den Ausgleich zu erzwingen. Ein Scheibenverlust an der Bande in der Angriffszone bescherte allerdings Blomqvist die Möglichkeit zum 4:2 ins leere Tor, die sich der abgezockte Finne nicht nehmen ließ (59.). Max Oswald konnte, nach einem Rosenheimer Puckverlust allein auf Pöpperle zulaufend, sogar noch auf 5:2 erhöhen (60.).

Der Rückstand der Starbulls Rosenheim auf den begehrten zehnten Tabellenplatz beträgt nun wieder drei Zähler, da Konkurrent Freiburg gegen Schlusslicht Bietigheim mit 4:2 die Oberhand behielt. Eine neue Chance auf Punkte und die Möglichkeit, mit einem Heimdreier mit Freiburg wieder gleichzuziehen, haben die Starbulls bereits am Dienstag. Dann sind die Eispiraten Crimmitschau im ROFA-Stadion zu Gast. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr, Eintrittskarten sind buchbar auf www.starbulls.de/tickets bzw. ab 17:30 Uhr an der Abendkasse am Stadion erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls: 6:2 gegen Bad Nauheim

Starbulls: 6:2 gegen Bad Nauheim

Rosenheim – Nach neun Spielen ohne dreifachen Punktgewinn feiern die Starbulls Rosenheim in der DEL2 am 36. Spieltag endlich wieder einen Sieg nach regulärer Spielzeit. Gegen die Roten Teufel Bad Nauheim gelingt den Starbulls am Freitagabend ein früher Führungstreffer, ein Überzahl- und sogar ein Unterzahltor. Trotz einiger Rosenheimer Probleme im zweiten Drittel steht es am Ende im ROFA-Stadion vor 4.139 Zuschauern, darunter rund 650 per Sonderzug angereiste Gästefans, 6:2 für die Hausherren. Die Starbulls-Tore erzielen C.J. Stretch (2), Maximilian Vollmayer, Stefan Reiter, Lukas Laub und Tyler McNeely.

 

Die Maskottchen der Eishockeymannschaften Starbulls und Rote Teufel Bad Nauheim. Foto: Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion

Ohne Maskottchen geht es beim Eishockey nicht: Bulle gegen Teufel: Diesmal setzte sich der Bulle durch. Fotos: Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion

Der Kanadier Tyler McNeely, der am Spieltag jederzeit damit rechnen muss, dass seine Frau ein Kind zur Welt bringt, kommt bei den Starbulls gegen Bad Nauheim zum Zug, weil der US-Amerikaner Chris Dodero wegen zu starker Schmerzen passen muss. Außerdem fehlt Verteidiger Denis Shevyrin krankheitsbedingt im Rosenheimer Line-up. Mit Kevin Orendorz und Christoph Körner müssen aber auch die Gäste aus der hessischen Kurstadt auf zwei wichtige Spieler verzichten.

Schon nach 13 Sekunden erhält Rosenheims C.J. Stretch eine kleine Strafe, die zwei frühen Unterzahlminuten überstehen die Gastgeber aber ohne große Gefahr für ihr Tor. Und als Stretch wieder auf dem Eis ist, leitet er die von McNeely eroberte Scheibe perfekt auf Maximilian Vollmayer, der sie aus dem rechten Bullykreis halbhoch im linken Eck zur 1:0-Führung versenkt (3.). Beim ersten Rosenheimer Überzahlspiel läuft der Puck ebenfalls gut – und Stefan Reiter gelingt per Direktschuss nach Pass von Stretch der erste Powerplay-Treffer der Starbulls nach zuletzt 28 ertraglosen Überzahlsituation in Folge. Die Scheibe findet den Weg flach via Innenpfosten ins Netz, Dominik Kolb nimmt Gästekeeper Niklas Lunemann die Sicht und damit jede Abwehrchance – 2:0 (12.).

Eishockey - Starbulls gegen Bad Nauheim. Fotos: Ludwig Schirmer / Peter Lion

Die Hausherren zeigten diesmal großen Siegeswillen – das zahlte sich am Ende aus. 

Die Rosenheimer Führung ist verdient, die Hausherren sind spritziger als die Roten Teufel, deren zahlreiche Fans in Schockstarre scheinen. Bei den wenigen Gästechancen ist der souveräne Starbulls-Torwart Tomas Pöpperle auf dem Posten. Vor allem das erfolgreiche Backchecking quer durch alle Linien der Grün-Weißen ist beeindruckend.

Eishockey - Starbulls gegen Bad Nauheim. Fotos: Ludwig Schirmer / Peter Lion

Auch Show gehört zu einem Eishockeyspiel dazu.

Mit Beginn des zweiten Drittels ist es mit der Rosenheimer Eishockey-Herrlichkeit aber zunächst vorbei. Minutenlang schalten und walten die Gäste in der Angriffszone, die Starbulls finden selten Zugriff und die Versuche zum Spielaufbau gehen in die Hose. Bei einem zweiminütigen Unterzahlspiel halten sich die Gastgeber noch schadlos, mit Anbruch der 28. Minute müssen sie aber den Nauheimer Anschlusstreffer zum 2:1 hinnehmen. Einen Schuss von der blauen Linie von Christoph Fischer fälscht Julian Lautenschlager noch leicht ab, sodass Pöpperle keine Chance hat und der Puck links oben im Netz zappelt.

Noch in der gleichen Spielminute muss Gästeverteidiger Alexander Dersch wegen eines Kniechecks zum Duschen. In der fünfminütigen Überzahlphase läuft bei den Starbulls nichts zusammen, immer wieder verspringt die Scheibe und wiederholt können sich die Roten Teufel mühelos befreien und sogar Gegenangriffe ausspielen. Pech hat allerdings Nauheims Kapitän Marc El Sayed, der von der Scheibe am Knie getroffen wird und das Spiel nicht fortsetzen kann (30.).

Eishockey - Starbulls gegen Bad Nauheim. Fotos: Ludwig Schirmer / Peter Lion

Wieder ein Treffer – für die Starbulls Rosenheim.

Kurz vor der zweiten Pause schlagen die Starbulls zweimal binnen 42 Sekunden zu. Nach einem genialen Pass von McNeely aus der eigenen Zone verwertet der schnelle Lukas Laub frei vor Torwart Lunemann eiskalt zum 3:1. Und bei einem weiteren Gegenstoß entscheidet sich der von halblinks kommende C.J. Stretch gegen den Pass auf den mitgelaufenen Reiter und versenkt den Puck selbst hoch im rechten Toreck zum 4:1 (38.). Eine derartige Effektivität sah man in den letzten Wochen nur bei den Rosenheimer Gegnern.

Im Schlussdrittel kehrt die Stabilität bei den Starbulls zurück. Einige Male darf und muss Pöpperle aber seine Künste zeigen. Ganz nah dran an ihrem zweiten Treffer sind die Kurstädter bei einem Tohuwabohu am Rosenheimer Torraum, aber letztlich bleibt die Scheibe an einer Schlittschuhkufe vor der Torlinie noch hängen (47.).

Ein weiterer Doppelschlag – diesmal fallen die beiden Tore binnen 37 Sekunden – entscheidet die Partie endgültig zugunsten der Hausherren. Zunächst ist Stretch bei Rosenheimer Unterzahl nach einem Fehlpass von Jerry Pollastrone auf und davon und verwandelt frei vor Lunemann zum 5:1. Kurz nachdem die Starbulls wieder komplett auf dem Eis sind zwirbelt der von der Strafbank gekommene Bastian Eckl beim Gegenstoß den Puck in den Slot, wo ihn Tyler McNeely in vollem Lauf aus der Luft ins Tor drückt – 6:1 (52.). Danach dürfen die Gäste noch mehrere Minuten in Überzahl ran und können dabei per Abstauber nach einem Abpraller durch Fabian Herrmann zum 6:2-Endstand verkürzen (58.).

Mit nun 49 Zählern bleiben die Starbulls Rosenheim auf Tabellenrang elf, ziehen aber mit dem Tabellenzehnten Freiburg nach Punkten gleich und verkürzen den Abstand auf den direkten Playoff-Rang sechs (Crimmitschau) auf fünf Punkte.

Am Sonntag bestreiten die Starbulls ein Auswärtsspiel beim ESV Kaufbeuren (17 Uhr, Liveübertragung auf www.sprade.tv). Bereits am Dienstag, 16. Januar, steht das nächste Rosenheimer Heimspiel auf dem Programm. Zu Gast im ROFA-Stadion sind dann die Eispiraten Crimmitschau, Spielbeginn ist um 19:30 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion)

Starbulls Rosenheim machen Schule

Starbulls Rosenheim machen Schule

Rosenheim / Wasserburg – In der Zusammenarbeit mit Schulen aus Stadt und Landkreis Rosenheim wollen die Starbulls Rosenheim Kindern und Jugendlichen die Sportart Eishockey näherbringen. Nun stand ein Besuch im Luitpold-Gymnasium in Wasserburg auf dem Programm.

Die Freude über diesen außergewöhnlichen Schulunterricht war groß bei den Schülern. Fotos: Starbulls Rosenheim

Die Freude über diesen außergewöhnlichen Schulunterricht war groß bei den Schülern. Fotos: Starbulls Rosenheim

Die drei Spieler Bastian Eckl, Marius Möchel und Sebastian Streu und der Athletiktrainer der Starbulls Rosenheim machten sich gleich am ersten Tag nach den Weihnachtsferien mitsamt Eishockeyequipment auf den Weg nach Wasserburg am Inn. Mit insgesamt vier Klassen der 7. Jahrgangsstufe wurde in der Sporthalle des Gymnasiums viel Action geboten.
Gestartet wurde zuerst einmal mit einer kleiner Fragerunde an die Spieler. Danach ging es weiter mit einem Aktivprogramm für die Kinder. Beim Starbulls- Athletiktrainer gab es Mobilitätsübungen für den Schulalltag und bei den Spielern durften sich die Schüler am Eishockeyschläger versuchen. Abgerundet wurde das unterhaltsame Vormittagsprogramm mit einer Autogrammstunde und jeder Schüler bekam dann auch noch eine Freikarte für ein Heimspielt der Starbulls Zusätzlich gab es auch von den Partnern des Schulkonzepts einige Geschenke.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Starbulls Rosenheim)

Starbulls auf Punktejagd: Freitags-Heimspiel

Starbulls auf Punktejagd: Freitags-Heimspiel

Rosenheim – Dank des Vier-Punkte-Beutezugs am vergangenen Wochenende haben die Starbulls Rosenheim in der Tabelle der DEL2 den direkten Anschluss an die Pre-Playoff-Zone halten können. Im Heimspiel am Freitag um 19:30 Uhr vor erneut großer Kulisse gegen die Roten Teufel Bad Nauheim, die mit einem Sonderzug rund 600 Fans ins ROFA-Stadion mitbringen, möchten die Eishockey-Spieler von der Mangfall unbedingt nachlegen – und vor allem die eigene Torausbeute steigern. Am Sonntag auswärts wollen die Starbulls erstmals in dieser Saison gegen den ESV Kaufbeuren punkten. Zwei Tage später steht schon das nächste Rosenheimer Heimspiel auf dem Programm. Dann geht die grün-weiße Punktejagd gegen die Eispiraten Crimmitschau weiter.

Mit lediglich drei Toren in der regulären Spielzeit haben es die Starbulls Rosenheim zuletzt zu vier Punkten gegen Keller-Konkurrenten gebracht. Dank der Siege im Shout out in Selb am vergangenen Freitag (3:2) und nach Verlängerung gegen die Bietigheim Steelers am Sonntag (2:1) hat die Rosenheimer Eishockeymannschaft nur noch einen Zähler Rückstand auf den letzten Pre-Playoff-Rang zehn, den aktuell die Freiburger Wölfe belegen. Um dick im Geschäft um den direkten Klassenerhalt nach der Hauptrunde zu blieben, wollen die Starbulls am Wochenende mit weiteren Punktgewinnen nachlegen – am besten mit Siegen nach regulärer Spielzeit. Der letzte Rosenheimer Drei-Punkte-Erfolg, ein 3:2 beim Spitzenreiter Kassel Huskies, liegt bereits zehn Spieltage bzw. exakt einen Monat zurück.

Powerplay-Durststrecke und maue Torchancen-Verwertung

Fast genauso lange warten die Starbulls auf einen Powerplay-Treffer: Seit dem 15. Dezember blieben in neun Spielen inzwischen 28 Rosenheimer Überzahlsituationen in Folge ohne Tor-Ertrag. Cheftrainer Jari Pasanen, der sich an eine derart lange Durstrecke in seinem bisherigen Hockey-Leben nicht erinnern kann, kennt die Gründe: „Wir haben Probleme, vor das Tor zu gehen und wir bewegen die Scheibe zu wenig und nicht schnell genug. Deshalb sieht der gegnerische Torwart zu viel und hat zu große Chancen, zu reagieren. Wir müssen es einfacher spielen, aber schneller.“

Neben der Powerplay-Misere war natürlich auch die zuletzt wieder auffallend schwache Verwertung der vielen hochkarätigen Torchancen Thema in der Kabine und im Training. „Wir haben uns die Szenen aus dem Spiel gegen Bietigheim angesehen und die Spieler haben den Kopf geschüttelt. Die einhellige Meinung war, dass wir fünf, sechs Tore hätten machen müssen“, so Pasanen. Der Starbulls-Headcoach hat im Training entsprechende Situationen simulieren lassen und hofft auf Wettkampf-Wirkung ¬– wohl wissend, dass „Torjäger einfach Torjäger sind oder eben nicht“.

Defensiv-Stabilität mit sicherem Torwart Pöpperle

Sehr positiv bewertet Jari Pasanen die wiedergewonnene Rosenheimer Defensiv-Stabilität mit einem Ruhe und Sicherheit ausstrahlenden Tomas Pöpperle, der auch gegen Bad Nauheim das Starbulls-Tor hüten soll. Als Backup wird Christopher Kolarz, der unter der Woche in München trainiert, aller Voraussicht nach zur Verfügung stehen. Verteidiger Niklas Länger trainiert in Augsburg mit, ist aber für den Wochenend-Einsatz im Starbulls-Jersey fest eingeplant. Stürmer Chris Dodero droht wegen zu starker Schmerzen auszufallen. Ob Norman Hauner im Heimspiel am Freitag wieder eingreifen kann, entscheidet sich kurzfristig.

Positive Zwischen-Bilanz gegen Bad Nauheim

Gegen Bad Nauheim haben die Starbulls in den ersten beiden Saisonvergleichen fünf der sechs zu vergebenden Punkte einfahren können (3:2-Sieg nach Verlängerung im Heimspiel, 5:3-Erfolg auswärts). Die Mannschaft von Cheftrainer Harry Lange, in der Vorsaison Vizemeister, hinkt den Erwartungen bislang etwas hinterher. Den Fall in der Tabelle in Richtung Play-Down-Region haben die Wetterauer am vergangenen Wochenende mit zwei Siegen (4:1 in Krefeld, 3:0 gegen die Lausitzer Füchse) zunächst jedoch abfangen können. Am Dienstag folgte in einem vorgezogenen Spiel eine 2:5-Heimniederlage gegen Regensburg. Mit 53 Zählern aus 36 Spielen und damit sieben Punkten Vorsprung ¬auf die Starbulls steht für die Roten Teufel derzeit der achte Tabellenplatz zu Buche.

Mit der Verpflichtung des flinken Stürmers Maxwell Gerlach zum Jahreswechsel hatten die Kurstädtern offenbar ein glückliches Händchen. Der Wandervogel erzielte in den letzten vier Spielen vier Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. Der 25-jährige US-Amerikaner nimmt die vierte Kontingentstelle ein, die seit Mitte Dezember vakant war, weil sich Spielgestalter Taylor Vause am Kreuzband verletzte und bis Saisonende ausfällt.

Rosenheimer Punkte-Premiere am Sonntag gegen Kaufbeuren?

Am Sonntag wollen die Starbulls erstmals auch gegen den ESV Kaufbeuren Zählbares erreichen. In den beiden bisherigen Pflichtspiel-Duellen gegen die Buron Joker, die 1:4 auswärts und 2:4 zuhause verloren gingen, waren die Grün-Weißen jeweils nicht das schlechtere Team, wurden vom abgezockten Gegner aber für Fehler gnadenlos bestraft.

Die Kaufbeurer Ausbeute hat sich mit dem zum Cheftrainer aufgerückten Daniel Jun, der Anfang Dezember den freigestellten Marko Raita ersetzte, leicht von 1,55 auf 1,66 Zähler pro Partie verbessert. Zuletzt waren die Ergebnisse der Gelb-Roten von der Wertach stets sehr knapp. Drei Auswärtsspielen mit Siegen nach Verlängerung (4:3 in Crimmitschau) bzw. im Shout out (3:2 in Weißwasser, 1:0 in Ravensburg) folgte am vergangenen Sonntag gegen Krefeld eine 1:2-Heimniederlage nach regulärer Spielzeit. Mit 58 Punkten aus bisher 35 Spielen steht der Hauptrunden-Dritte der Vorsaison aktuell auf dem vierten Tabellenplatz.

Stimmungsvolle Kulisse und viele Gästefans am Freitag

Eintrittskarten für das Heimspiel der Starbulls Rosenheim am Freitag um 19:30 Uhr gegen die Roten Teufel Bad Nauheim sind auf www.starbulls.de/tickets und ab 17:30 Uhr an der Stadionkasse erhältlich. Einmal mehr wird in einem sehr gut gefüllten ROFA-Stadion herausragende Eishockey-Stimmung herrschen. Aus der Kurstadt im Wetteraukreis rollt erfreulicherweise ein Sonderzug mit rund 600 Fans an, für die ein eigener Eingang über die Außentreppe hinter der Gästekurve eingerichtet wird. Die Ambition der Roten Teufel auf „Heimspiel-Atmosphäre“ in Rosenheim ist angesichts der sicher wieder sehr zahlreichen Fans in Grün und Weiß und deren herausragender akustischer Unterstützung natürlich zu relativieren. Einlass ins Stadion ist ab 18 Uhr.

Weiteres Heimspiel am Dienstag: Starbulls empfangen Crimmitschau

Am kommenden Dienstag steht in der DEL2 ein regulärer Spieltag auf dem Programm, der den Rosenheimer Eishockey-Fans ein weiteres Heimspiel beschert. Zu Gast im ROFA-Stadion (Spielbeginn 19:30 Uhr) sind dann die Eispiraten Crimmitschau. Die Westsachsen halten sich bislang wacker in der Tabellenregion für die direkte Playoff-Qualifikation. Nach 35 Spielen rangieren sie mit 54 Punkten auf Tabellenplatz sechs – acht Zähler vor den Starbulls. In der ersten Saisonhälfte behielten allerdings die Grün-Weißen – zuhause mit 6:3, auswärts mit 2:1 nach Verlängerung – zweimal die Oberhand.
Von allen Rosenheimer Heim- und Auswärtsspielen in der DEL2 werden Liveübertragungen angeboten, die auf dem Portal www.sprade.tv buchbar sind.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion)

Starbulls: 3:2 Sieg in Selb

Starbulls: 3:2 Sieg in Selb

Rosenheim – Nach vier Auswärts-Nullrunden hintereinander haben die Starbulls Rosenheim am 34. Spieltag der DEL2 beim Gastspiel im oberfränkischen Selb zwei Punkte einfahren können und in der Tabelle mit dem Gegner und dem EHC Freiburg gleichgezogen. Die über 500 Rosenheimer Fans unter den 3.085 Zuschauern in der Netzsch-Arena bejubelten am Vorabend des Dreikönigstages Rosenheimer Tore durch Marvin Feigl und Chris Dodero in der regulären Spielzeit. Den Zusatzpunkt sicherte Stefan Reiter mit dem einzig verwandelten Schuss im Shout out.

Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen hatte erstmals seit zahlreichen Spielen kaum Aufstellungssorgen. Neben dem Langzeitverletzen Hagen Kaisler und dem noch gesperrten Reid Duke stand lediglich Norman Hauner nicht zur Verfügung. Die zuletzt fehlenden Lukas Laub, Niklas Länger, Denis Shevyrin und Marius Möchel waren ebenso wie Kevin Handschuh wieder mit dabei. Tomas Pöpperle kehrte ins Tor zurück, Christopher Kolarz war sein Backup.

Nach einer torlosen Anfangsphase leisteten sich die Grün-Weißen einen riskanten Wechsel. Selbs Neuzugang Chad Bassen erkannte die Situation und bediente Nick Miglio, der frei vor Pöpperle zum Abschluss kam und den Puck unhaltbar unter das Tordach hob (7.). Marvin Feigl gelang aber noch vor der ersten Pause der Ausgleich zum 1:1; von rechts außen vor das Tor ziehend, mogelte er die Scheibe ins kurze Eck und ließ Wölfe-Torwart Michel Weidekamp dabei nicht gut aussehen (19.).

Im zweiten Drittel verzeichneten die Starbulls ein Übergewicht an Spielanteilen und Abschlüssen. Die beste Möglichkeit zum Führungstreffer hatte C.J. Stretch, der einen Schlenzer von Niklas Länger an die Latte abfälschte (31.). Zwei Minuten später musste Pöpperle mit einer Glanztat gegen den frei vor ihm zu Abschluss kommenden Nikita Nauman allerdings den erneuten Rosenheimer Rückstand verhindern.

Großchance im dritten Drittel für Lukas Laub

Im dritten Drittel bot sich zunächst Lukas Laub eine Großchance, nachdem Shane Hanna einen Selber Vorstoß erfolgreich stören konnte und sofort den Gegenangriff einleitete. Aber Torwart Weidekamp ließ sich nicht überwinden (44.). Knapp zwei Minuten danach spielten Chris Dodero und Manuel Strodel Doppelpass und Dodero schloss frei vor dem Wölfe-Keeper zum 2:1 aus Rosenheimer Sicht ab (46.) ¬– Starbulls-Schlussmann Pöpperle bekam für seinen feinen Pass im Vorfeld einen Scorer-Punkt gutgeschrieben. Die Starbulls hätten nachlegen können, spielten ihre Gegenangriffe, teils in Unterzahl, jedoch nicht effektiv aus. Stattdessen fiel das 2:2 – auf völlig unnötige Art und Weise: Nach einem eigentlich von den Grün-Weißen gewonnen Anspiel vor dem eigenen Tor kam Luis Marusch an die überhastet abgeschenkte Scheibe und zog von der blauen Linie ab, Jordan Knackstedt irritierte zunächst Pöpperle und drückte den Abpraller reaktionsschnell über die Torlinie (53.).

Manuel Strodel hätte postwendend die Rosenheimer Führung wieder herstellen können, brachte nach einem prima Solo den Puck aber nicht über die auf der Torlinie ausgefahrene Beinschiene von Weidekamp hinweg. Großes Glück hatten die Starbulls, dass Donat Peter bei einem Powerplay, als Pöpperle schon geschlagen war, nur den Pfosten traf (57.). Das Rosenheimer Überzahlspiel (sechs Situation bzw. zwölf Minuten) blieb an diesem Abend ebenfalls ohne Ertrag.

Nach der torlosen Verlängerung scheiterten im Shout out Jordan Knackstedt, Peter Trska und Rasmus Heljanko für Selb und Shane Hanne sowie Sebastian Streu für die Starbulls. Stefan Reiter hingegen verwandelte als dritter Rosenheimer Schütze seinen Versuch souverän.

Rosenheims Headcoach Jari Pasanen fasste die Partie so zusammen: „Es war ein fulminantes Spiel, das Playoff-Charakter hatte. Vor allem unsere jungen Spieler haben hervorragendes Hockey gespielt. Im zweiten Drittel haben Überzahlsituationen das Momentum auf unsere Seite gebracht – schade, dass wir da nicht mehr draus gemacht haben. Trotzdem waren wir 2:1 vorne, haben dann aber eine Bullysituation nicht gut gespielt. Rechter und linker Verteidiger waren falsch positioniert, so kriegen wir die Scheibe nicht raus und bekommen das 2:2. Penalty-Schießen ist dann etwas Lotterie. Pöpperle hat uns mit drei gehaltenen Schüssen die Chance gegeben, zu gewinnen und Reiter hat sie genutzt. Ich bedanke mich bei unseren Fans für die unglaubliche Unterstützung. Beide Fanlager haben tolle Stimmung gemacht, in so einer Atmosphäre ist es schön zu spielen.“

In der Tabelle haben die Starbulls dank des Teilerfolgs im direkten Duell mit den Selber Wölfen, aber auch mit dem auf Pre-Playoff-Rang zehn rangierendenden EHC Freiburg nach Punkten (44) gleichgezogen. Am morgigen Sonntag (7.1.2023) gilt es nun, im heimischen ROFA-Stadion gegen die Bietigheim Steelers – das Tabellenschlusslicht gewann gegen Dresden deutlich mit 5:2 – nachzulegen. Spielbeginn ist um 17 Uhr (Eintrittskarten: www.starbulls.de/tickets.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)