Starbulls Rosenheim: Aufholjagd wird nicht belohnt

Starbulls Rosenheim: Aufholjagd wird nicht belohnt

Rosenheim / Regensburg – Duplizität der Ereignisse im ersten und dritten Drittel am Dienstagabend (2.1.2023) in der Donau-Arena Regensburg: Die Starbulls Rosenheim kassieren jeweils früh nach eineinhalb Minuten und unmittelbar nach dem Powerbreak ein Gegentor. Das Spiel scheint beim Stand von 4:0 für Regensburg Mitte des letzten Spielabschnitts zugunsten der gastgebenden Eisbären entschieden. Aber die Starbulls kommen innerhalb von zweieinhalb Minuten mit drei Toren durch C.J. Stretch (2) und Dominik Kolb zurück. Der Ausgleich gelingt trotz dazu vorhandener Möglichkeiten allerdings nicht mehr. Regensburg, spielerisch nicht besser, aber lange Zeit vor dem Tor effektiver als die Grün-Weißen, gewinnt am Ende knapp und glücklich 4:3 und feiert den Sprung auf Tabellenrang fünf, während die Starbulls auf Platz 13 zurückfallen.

Starbulls-Headcoach Jari Pasanen muss in Regensburg beim ersten Spiel im neuen Jahr erneut auf verletzte, neu erkrankte oder noch nicht wiedergenese Spieler verzichten. Neben den Torhütern Tomas Pöpperle und Christopher Kolarz fehlen die Verteidiger Hagen Kaisler, Niklas Länger, Denis Shevyrin und Marius Möchel sowie die Stürmer Lukas Laub und Kevin Handschuh. Topscorer Reid Duke sitzt das vorletzte Spiel seiner Sperre ab.

Die Partie begann aus Rosenheimer Sicht denkbar schlecht

Die Partie beginnt denkbar schlecht aus Rosenheimer Sicht, denn Regensburg nutzt nach eineinhalb gespielten Minuten gleich die erste Chance zur Führung. Andrew Yogan, mit Abstand torgefährlichster Spieler im bisherigen Saisonverlauf der DEL2, erkennt eine Schussbahn, fackelt nicht lange und trifft aus gut zehn Metern flach ins kurze Eck (2.). Danach geht es hin und her mit guten Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten ¬– und spielerischen Vorteilen für die Starbulls. Effektiv vor dem Tor präsentieren sich aber nur die Gastgeber, für die Tariq Hammond unmittelbar nach dem Powerbreak auf 2:0 stellt (9.). Torwart-Talent Patrik Mühlberger hat gegen den nach einem Fehler im Rosenheimer Spielaufbau frei vor ihm zum Abschluss kommenden und genau ins Kreuzeck treffenden Eisbären-Verteidiger, für den es das erste Saisontor ist, keinerlei Abwehrchance (9.).

Beim ersten Regensburger Powerplay ist Mühlberger mit zwei Glanzparaden zur Stelle (15.), ansonsten passiert in der zweiten Hälfte des ersten Spielabschnitt nicht mehr viel. Die Hausherren warten ab, die Starbulls vermeiden risikoreiche Aktion im Spiel nach vorne. So geht es auch im zweiten Drittel weiter, in dem die Starbulls ihrerseits ein Überzahlspiel nicht zu einem Torerfolg nutzen können. Nach einem Regensburger Fehlpass hat Chris Dodero die große Chance zum Anschlusstreffer, doch Eisbären-Keeper Thomas McCollum ist mit einem Reflex zur Stelle (33.). Je näher die zweite Pause kommt, um so druckvoller werden die Hausherren. Bei den Starbulls häufen sich dagegen die Abwehrfehler und Torwart Mühlberger hat alle Hände voll zu tun, den dritten Gegentreffer zu verhindern, vor allem bei einem Regensburger Überzahlspiel.

Im dritten Abschnitt ist es erneut Andrew Yogan der erneut nach bereits eineinhalb Minuten trifft¬ – diesmal bei einem Gegenstoß nach einem Querpass. Mühlberger pariert zunächst stark, gegen Yogans zweiten Versuch aus spitzem Winkel in das bereits verschobene Tor (der Treffer wird erst nach Ansicht der Videobilder anerkannt) ist Rosenheims Goalie aber machtlos Regensburg führtet 3:0 und die Bemühungen der Starbulls, noch einmal heranzukommen, fruchten zunächst nicht. Und wie schon im ersten Drittel treffen die Hausherren kurz nach dem Powerbreak nach einem abgefangenen Rosenheimer Angriff dank blitzschnellen Umschaltens. Diesmal legt Yogan „nur“ vor und Corey Trivino drückt zum 4:0 ein (51.).

Eiskalt versenkt zum 4:2

Noch in der gleichen Spielminute verkürzt Dominik Kolb mit einem Rückhandschuss aus eigentlich unmöglich spitzem Winkel auf 4:1 (51.). Ganze 16 Sekunden später taucht C.J. Stretch frei vor Keeper McCollum auf und versenkt eiskalt zum 4:2 (52.). Zwei Minuten danach bringt sich Stretch, hinter dem Regensburger Tor herum fahrend, selbst in Abschlussposition und versenkt die Scheibe aus dem Handgelenk am verdutzten McCollum vorbei im rechten oberen Eck zum 4:3 (54.). Bei allen drei Rosenheimer Treffern leisten Stefan Reiter und Manuel Strodel die Vorarbeit!

Jäh unterbrochen werden die Rosenheimer Ausgleichsbestrebungen dadurch, dass Norman Hauner nach einer vergebenen Torchance mit anschließender Regensburger Provokation wegen Stockschlags für zwei Minuten auf die Strafbank muss. Die Starbulls überstehen aber auch diese Unterzahlsituation und versuchen in den danach verbleibenden drei Minuten noch einmal alles. 90 Sekunden vor der Schlusssirene eröffnet sich nach einem feinen Spielzug Sebastian Streu die große Chance zum 4:4, er trifft aus optimaler Schussposition aber nur die Maske des Regensburger Torhüters.

Eine letzte halbe Minute agieren die Grün-Weißen mit sechs Feldspielern und ohne Torwart gegen vier Regensburger Feldspieler und kommen dabei auch noch zu Torschüssen, aber McCollum lässt sich nicht mehr überwinden. Trotz der 3:4-Niederlage werden die Starbulls von ihren rund 300 Fans unter den 4.607 Zuschauern gefeiert, rutschen allerdings auf den vorletzten Tabellenrang ab.

„Einige Spieler haben gefehlt und einige haben angeschlagen gespielt. Es war ein bisschen komisch, denn am Anfang hatten wir wenig Energie, aber je länger das Spiel gedauert hat, umso mehr Energie bekamen wir. Die kranken Spieler haben dann aber auch weniger Eiszeit gehabt. Schade, dass wir die Gegentore so leicht abgegeben haben. Und schade, dass uns die unnötige Strafzeit in der Offensivzone am Ende das Momentum wieder genommen hat. Aber Riesenkompliment an meine Mannschaft, was im letzten Drittel passiert ist“, sagt Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen nach dem Spiel.

Am Freitag bestreiten die Starbulls Rosenheim ein weiteres Auswärtsspiel und sind dann zu Gast bei den Selber Wölfen (Spielbeginn 19:30 Uhr, Liveübertragung auf www.sprade.tv). Das nächste Heimspiel steht am Sonntag auf dem Programm, dann kommen die Bietigheim Steelers ins ROFA-Stadion (Spielbeginn 17 Uhr). Eintrittskarten sind unter www.starbulls.de/tickets erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls: Jubel nach 14 Sekunden Verlängerung

Starbulls: Jubel nach 14 Sekunden Verlängerung

Rosenheim – Einen Tag vor dem Jahreswechsel konnten die Starbulls Rosenheim nach zuvor fünf Niederlagen in Folge endlich wieder jubeln. Gegen die Krefeld Pinguine erkämpften sich die Grün-Weißen immerhin zwei Punkte. Stefan Reiter traf Mitte des zweiten Drittels zur Rosenheimer Führung, Chris Dodero gelang in der Verlängerung schon nach 14 Sekunden der 2:1-Siegtreffer. Das ROFA-Stadion war mit 5.022 Zuschauern bereits zum vierten Mal in dieser Saison ausverkauft.

Immerhin zwei Punkte erkämpften sich die Starbulls gegen die Krefeld Pinguine: Foto: Peter Lion

Immerhin zwei Punkte erkämpften sich die Starbulls gegen die Krefeld Pinguine: Fotos: Peter Lion

Mit Stefan Reiter, Manuel Strodel und Norman Hauner waren drei beim letzten Spiel ausgefallene Rosenheimer Stürmer gegen Krefeld wieder mit dabei. Auf Verteidiger Niklas Länger und die beiden Keeper Tomas Pöpperle und Christopher Kolarz musste Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen dagegen erneut verzichten. Das Rosenheimer Tor hütete zum dritten Mal in Folge Patrik Mühlberger. Das 19-jährige Nachwuchstalent hatte erneut einen starken Auftritt, musste aber nur wenige große Taten vollbringen. Denn die Starbulls-Defensive, allen voran der starke Shane Hanna, machte einen guten Job, sodass der Gegner vom Niederrhein nur zu einer überschaubaren Zahl gefährlicher Abschlüsse kam. Auch beim einzigen Krefelder Überzahlspiel Mitte des letzten Drittels entstand keine Gefahr für das Rosenheimer Tor.

Partie begann mit einem Paukenschlag

Die Partie begann mit einem Paukenschlag. C.J. Stretch zog nach einem tollen Solo ab und traf nach einer halben Spielminute den Pfosten des Gästetores. Weitere Großchancen waren im ersten Drittel aber rar gesät, sodass es torlos in die erste Pause ging. In der Anfangsphase des zweiten Abschnitts verhinderte Mühlberger mit einer prima Parade gegen Kevin Niedenz das 0:1, im Gegenzug scheiterte Chris Dodero nach einem feinen Move frei vor Gästekeeper Hendrik Hane (24.). Der Förderlizenzspieler der Düsseldorfer EG vertrat den erkranken Felix Bick und tat dies wie schon zwei Tage zuvor beim Krefelder Heimsieg gegen Dresden in exzellenter Art und Weise. Bei drei Rosenheimer Überzahlminuten (26. bis 28.), eine davon mit sogar zwei Spielern mehr auf dem Eis, entschärfte Hane zahlreiche Schüsse. Allerdings schafften es die Starbulls auch kaum, für irritierenden Verkehr vor dem Tor zu sorgen.

Nachdem die Gäste die Unterzahlphase schadlos überstanden hatten, leisteten sie sich einen schlechten Wechsel. Stretch roch den Braten und bediente Stefan Tramm, der frei zum Abschluss vor Hane kam. Der Keeper konnte parieren, doch der nachsetzende Stefan Reiter rutschte, von Gegenspieler Eric Gotz hart bedrängt, in den Abpraller und bugsierte die Scheibe mit der Schlittschuhkufe über die Linie. Die Hauptschiedsrichter erkannten den Treffer nach Studium der Videobilder an, die Starbulls führten 1:0 (29.).

Nach feinem Pass von Lukas Laub hätte Reiter fast sofort nachgelegt, doch seine Direktabnahme zischte knapp am langen Pfosten vorbei (30.). Eine weitere Großchance zum 2:0 vergab Maximilian Vollmayer, der nach einem Krefelder Fehler den Puck aus kurzer Distanz nicht am Gästetorwart vorbeibrachte (34.). Angesichts der deutlichen Rosenheimer Überlegenheit im zweiten Drittel hätte die Führung eigentlich höher ausfallen können. Stattdessen mussten die Gastgeber schon nach knapp zwei Spielminuten im dritten Spielabschnitt den Ausgleich zum 1:1 hinnehmen. Alexander Weiss lief nach einem Steilpass frei auf Torwart Mühlberger zu und vollendete in souveräner Manier per Rückhand unter die Latte (42.).

Sebastian Streu nach einem Rückpass von Tyler McNeely und Lukas Laub mit einem ansatzlosen Schuss Richtung Kreuzeck hatten binnen weniger Sekunden zwei großartige Möglichkeiten zur erneuten Rosenheimer Führung, doch Pinguine-Schlussmann Hane war mit starken Paraden zur Stelle (51.). Danach neutralisierten sich beide Mannschaften, sodass es zur Punkteteilung nach regulärer Spielzeit kam.

Verlängerung dauerte nur 14 Sekunden

Die Verlängerung dauerte lediglich 14 Sekunden. Chris Dodero gewann das erste Anspiel, leitete den Rosenheimer Angriff über die linke Seite ein, spielte Doppelpass mit Shane Hanna ¬und traf aus der Drehung ins linke untere Eck zum 2:1-Siegtreffer. Das ausverkaufte Stadion bebte und die Starbulls-Fans feierten das langersehnte und hochverdiente Erfolgserlebnis.

Ins neue Jahr starten die Starbulls mit zwei Auswärtsspielen. Am Dienstag, 2. Januar, sind sie zu Gast bei den Eisbären Regensburg (20 Uhr), am Freitag, 5. Januar, treten sie bei den Selber Wölfen an (19:30 Uhr). Das nächste Heimspiel bestreiten die Grün-Weißen am kommenden Sonntag, 7. Januar, gegen die Bietigheim Steelers (17 Uhr, ROFA-Stadion). Eintrittskarten sind unter www.starbulls.de/tickets erhältlich. Alle Spiele werden live auf www.sprade.tv übertragen.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Copyright Peter Lion)

Starbulls: Vosilvester-Heimspiel unter dem Motto „jetzt erst recht“

Starbulls: Vosilvester-Heimspiel unter dem Motto „jetzt erst recht“

Rosenheim – Am Silvester-Vorabend bestreiten die Starbulls Rosenheim in der DEL2 ein Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine. Anpfiff ist am morgigen Samstag (30.12.2023) um 19.30 Uhr. Angesichts der jüngsten Rosenheimer Negativserie, krankheits- und verletzungsbedingter Ausfälle zahlreicher Spieler und einem bestraften Spielberichtsverstoß kann das Motto von Team und Fans für das letzte Spiel im Jahr 2023 nicht anders lauten als „jetzt erst recht“! Gegen einen personell hochdekorierten und zurück in die DEL strebenden Gegner könnte für die Starbulls die Unterstützung von den Rängen im erneut mit über 4.000 Zuschauern besuchten ROFA-Stadion ein entscheidender Faktor sein.

Neben dem langfristig verletzten Hagen Kaisler, dem gesperrten Reid Duke und dem für die Augsburger Panther spielenden Kevin Handschuh fielen beim Starbulls-Auswärtsspiel gegen die Lausitzer Füchse am Donnerstag gleich ein halbes Dutzend weiterer Spieler aus. Tomas Pöpperle muss wegen einer möglichen Unterkörperverletzung genauer untersucht werden. Christopher Kolarz laboriert an den Folgen einer heftigen Erkältung. Stefan Reiter musste wegen muskulärer Probleme passen. Manuel Strodel, Norman Hauner und Niklas Länger erwischte ein Magen-Darm-Virus – Rückkehr zum Vorsilvester-Heimspiel gegen Krefeld mehr als fraglich. Cheftrainer Jari Pasanen hofft vor allem, dass sich nicht noch weitere Spieler angesteckt haben und zusätzlich ausfallen.

Ersatzgeschwächte Mannschaft erntete viel Lob

Die ersatzgeschwächte Rosenheimer Mannschaft trotzte den zahlreichen kurzfristigen Ausfällen und schlug sich in Weißwasser nach 650 Kilometer langer Busfahrt alles andere als schlecht. Gegen die formstarken Lausitzer Füchse, abwehrstärkste Mannschaft der Liga und zwei Tage zuvor in Landshut ohne Gegentor geblieben, präsentierten sich die Starbulls kämpferisch und spielerisch jederzeit auf Augenhöhe, phasenweise sogar überlegen und ernteten viel Lob für ihren Auftritt. Ein in den Special Teams deutlich effektiverer Gegner und die einmal mehr nicht überwundene eigene Schwäche in der Chancenverwertung verhinderten aber einen Rosenheimer Punktgewinn. Zu Buche stand die fünfte Niederlage nach regulärer Spielzeit in Folge, die vom Ergebnis her mit 1:4 identisch mit der Pleite zwei Tage zuvor in Ravensburg ausfiel ¬– zumindest auf dem Eis.

Aus 1:4 wird 0:5: Spielwertung wegen Aufstellungsfehler

Formal wurde das Rosenheimer 1:4 in Ravensburg am zweiten Weihnachtsfeiertag am „grünen Tisch“ in ein 0:5 umgewandelt. Damit gehen den Starbulls zwar keine Punkte verloren, das Torverhältnis verschlechtert sich aber von eigentlich minus 18 auf minus 20. Die Aufstellung der Starbulls auf dem Spielbericht entsprach in einem entscheidenden Punkt nicht den Durchführungsbestimmungen bzw. der Spielordnung. Denn diese besagen unter anderem, dass der 18. und 19. im Spielprotokoll aufgeführte Feldspieler (ein 20. Feldspieler ist in der DEL2 generell nicht zugelassen) eine U21-Förderlizenz besitzen müssen. Tatsächlich hatten die Starbulls mit Patrik Mühlberger, Paul Stocker und Sebastian Cimmermann sogar drei U21-Spieler auf dem Spielbericht stehen, darunter aber zwei Torhüter und eben nur einen Feldspieler. Demnach hätte, obwohl die maximal zulässige Anzahl von Normallizenzen (Ü24) korrekt eingehalten wurde, die 19. Feldspieler-Position unbesetzt bleiben müssen.

„Auch wenn es uns zum Glück keine Punkte kostet ist es natürlich sehr ärgerlich, dass so ein Fehler passiert“, sagt Jari Pasanen stellvertretend für das Trainerteam und die Mannschaftsführung und liefert auch die Erläuterung, wie es zu diesem Problem kam: „Tomas Pöpperle war für das Spiel in Ravensburg als Torhüter vorgesehen. Dominik Kolb sollte pausieren und wir haben mit 18 Feldspielern geplant. Diese Aufstellung wäre korrekt gewesen. Dann kam der kurzfristige Ausfall von Pöpperle, sodass Mühlberger erster Torwart wurde. Weil dadurch nur noch 14 von 15 zulässigen Ü24-Spielern in der Aufstellung waren, wurde Kolb doch noch nominiert. Mit Paul Stocker mussten wir schnell noch einen zweiten Torwart organisieren und in dieser Hektik ist der Fehler übersehen worden.“

Negativserie beenden und Trendwende einleiten

Trotz der jüngsten Negativerlebnisse und der aktuellen Ungewissheiten im Kader geht der Blick der Starbulls nach vorne. Gegen Krefeld soll einen Tag vor Silvester die Serie von inzwischen fünf Spielen ohne Punktgewinn hintereinander endlich gestoppt werden. Ein Blick auf die Tabelle lässt jetzt schon erahnen, dass jeder einzelne Zähler in der Endabrechnung entscheidend sein kann – sei es zum Erreichen des Klassenerhalts nach der Hauptrunde über den letzten Pre-Playoff-Rang zehn oder zumindest für den wichtigen Siegbonus in den Playdown-Runden gegenüber den beiden Letztplatzierten.

Die bisherige Rosenheimer Saison-Bilanz gegen die Krefeld Pinguine ist positiv. Im Heimspiel Ende September siegten die Starbulls 6:3, auswärts gelang beim 1:2 nach Verlängerung Anfang November immerhin ein Punktgewinn. Aus bisher 31 absolvierten Spielen hat der Jahres-Endgegner der Starbulls 46 Zähler erbeutet und steht damit aktuell fünf Punkte besser da als die Grün-Weißen.

„Wundertüte“ Krefeld reist schon am Vortag an

Die 2022 aus der PENNY DEL abgestiegenen Pinguine streben die Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse an und haben wirtschaftlich und strukturell beste Möglichkeiten dafür. Das von Saisonbeginn an hochkarätig besetzte Team präsentiert sich bisher allerdings als echte „Wundertüte“. Extrem starke und unerklärlich schwache Auftritte wechseln sich ab. Einem fulminanten 6:3-Heimsieg gegen Spitzenreiter Kassel Huskies am Freitag vor Weihnachten folgte ein völlig uninspirierter Auftritt und eine folgerichtige 2:5-Niederlage beim vormaligen Tabellennachzügler Freiburg am Dienstag. Zwei Tage später brauchten die Pinguine mit umgestellten Sturmreihen die halbe Partie, um gegen Dresden richtig ins Spiel zu kommen, gewannen dann aber doch noch mit 4:2. Dabei hütete erstmals Förderlizenzspieler Hendrik Hane (Düsseldorfer EG) das Krefelder Tor; Felix Bick, an sich unumstrittene Nummer eins, wurde eine Erholungspause gegönnt.

In der eigenen Arena mit großer Fan-Unterstützung ¬– die Pinguine sind mit 4.765 Spielbesuchern im Schnitt mit großen Abstand Zuschauerkrösus der DEL2 (die Starbulls folgen mit 3.849 Zuschauern pro Heimspiel auf Rang zwei) – holten die Seidenstädter bisher das Gros ihrer Punkte. In der Auswärtstabelle stehen sie dagegen mit 16 Zählern aus 15 Spielen auf dem letzten Rang (Starbulls: 18 Punkte). Zum Spiel in Rosenheim reisen die Krefelder bereits am Vortag an und übernachten vor Ort, um ohne Bus in Kopf und Beinen auflaufen zu können. „Wir müssen unbedingt in Rosenheim einen Weg finden, unsere Auswärtsbilanz zu verbessern“, kündigte Krefelds Headcoach Greg Poss am Donnerstagabend an.

Nach Blank und Hohenberger nun Gregg

Greg Poss, Ende Oktober bei DEL-Tabellenschlusslicht Iserlohn freigestellt, übernahm erst Anfang Dezember als Cheftrainer bei den Gelb-Schwarzen und wird dieses Amt nicht über das Saisonende hinaus bekleiden (Krefeld Headcoach ab der kommenden Spielzeit steht schon fest, wurde aber noch nicht offiziell verkündet). Poss ist bei den Pinguinen nach Boris Blank, der Ende Oktober gehen musste, und Herbert Hohenberger, der für Blank übernommen hatte und nun wieder als Assistenztrainer tätig ist, in der laufenden Saison bereits der dritte Mann in der Hauptverantwortung hinter der Bande.

Auch im hochdekorierten Spielerkader tat sich am Niederrhein seit Saisonbeginn einiges. In der Spielpause Mitte November wurden mit Jerome Flaake und Lucas Lessio gleich zwei DEL-erfahrene Stürmer nachverpflichtet. Der jüngste Neu-Import ist der Kanadier Matt Marcinew, der den langfristigen Ausfall von Josh MacDonald kompensieren soll.

Über 4.000 Zuschauer im ROFA-Stadion erwartet

Das Vorsilvester-Heimspiel am Samstag beginnt um 19:30 Uhr. Trotz der zuletzt nicht erfreulichen Ergebnisse, insbesondere im ausverkauften Heimspiel gegen den EV Landshut zwei Tage vor Weihnachten, hoffen die Starbulls erneut auf die großartige akustische Unterstützung ihrer treuen Fans in einem stimmungsvollen ROFA-Stadion, was gegen die starke Krefelder Mannschaft zum mitentscheidenden Faktor werden kann.

Es werden einmal mehr über 4.000 Zuschauer erwartet, darunter auch rund 250 Fans aus Krefeld, die mit Bussen anreisen (ein ursprünglich geplanter Sonderzug wurde abgesagt). Für die Fans der Pinguine wird ein eigener Eingang über die Außentreppe hinter der Gästekurve eingerichtet. Einlass ins Stadion ist bereits um 18 Uhr. Eintrittskarten sind auf www.starbulls.de/tickets buchbar. Die Stadionkassen öffnen um 17:30 Uhr. Die Liveübertragung der Partie ist buchbar auf www.sprade.tv.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls / Beitragsbild: Copyright Ludwig Schirmer)

Starbulls Rosenheim: keine Punkte in Ravensburg

Starbulls Rosenheim: keine Punkte in Ravensburg

Rosenheim – Am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages waren die Starbulls Rosenheim in der DEL2 beim Tabellenzweiten Ravensburg Towerstars zu Gast. Auf Rosenheimer Seite stand erstmals das 19-jährige Nachwuchstalent Patrik Mühlberger im Tor. Seine starke Leistung reichte aber nicht, um Punkte mitzunehmen. Die Rosenheimer Führung im zweiten Drittel durch einen Treffer von Norman Hauner hielt nur drei Minuten, am Ende siegten die Gastgeber mit 4:1. Einmal mehr ließen die Starbulls viele Überzahlspiele ungenutzt.

Die Starbulls mussten ohne Reid Duke antreten, der nach seiner Spieldauer-Disziplinarstrafe im Heimspiel gegen Landshut von der Liga für fünf Spiele gesperrt wurde und damit erst wieder im Heimspiel am 7. Januar gegen Bietigheim eingesetzt werden darf. Für Duke rückte Tyler McNeely ins Team, auch Manuel Strodel war wieder mit dabei. Das Rosenheimer Tor hütete erstmals in der DEL2 der junge Patrik Mühlberger, als Backup war der erst 18-jährige Paul Stocker auf der Bank.

Mühlberger überzeugte mit starker Leistung

Mühlberger überzeugte über die gesamte Spielzeit mit einer starken Leistung und entschärfte reihenweise Ravensburger Großchancen. Vor allem in den Anfangsphasen der ersten beiden Spielabschnitte scheiterten die arrivierten Ravensburger Stürmer Robbie Czarnik, Nick Latta, Sam Herr und Charlie Sarault reihenweise am Debütanten im Starbulls-Gehäuse. Glück hatten die Grün-Weißen, als Matt Alfaro bei einem Ravensburger Unterzahl-Gegenstoß nur den Pfosten traf (28.).

Gut fünf Minuten später gingen die Starbulls in Führung. Nach einem überstandenen Unterzahlspiel konterte Marvin Feigl über die linke Seite und legte quer auf Norman Hauner, der die Scheibe in Richtung Tor drückte. Towerstars-Schlussmann Ilya Sharipov brachte seinen Schoner noch in Stellung, aber der Puck hatte die Torlinie wohl um Millimeter überschritten. Auch der Videobeweis brachte keine genaue Aufklärung, der Treffer zählte, die rund 300 Rosenheimer Fans unter den 3.321 Zuschauern in der CHG-Arena jubelten (34.).
Drei Minuten nach dem Rosenheimer Führungstreffer glichen die Hausherren aus. Denis Pfaffengut war mit einem satten Handgelenkschuss erfolgreich, der über die Unterkante der Latte im Netz einschlug (37.). Momente zuvor war Nick Latta frei vor Mühlberger gescheitert.

In der Anfangsphase des dritten Drittels versäumten es die Starbulls mehrfach, erneut in Führung zu gehen. Schon wenige Sekunden nach der Pause legte C.J. Stretch bei einem schnellen Angriff auf Lukas Laub, aber Torwart Sharipov parierte stark. Danach ließen die Grün-Weißen ein 94 Sekunden langes Fünf-gegen-drei-Überzahlspiel ungenutzt. Viele Schüsse wurden zur Beute von Torwart Sharipov, die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte aber. Im Spielverlauf zuvor waren bereits zehn Rosenheimer Überzahlminuten mit einem Spieler mehr ohne Ertrag geblieben.

Knapp zehn Minuten vor Spielende verwertete Sam Herr einen Ravensburger Konter frei vor Torwart Mühlberger eiskalt zur ersten Führung der Hausherren (51.). Bei einem weiteren Rosenheimer Powerplay hatte Stefan Reiter den 2:2-Ausgleich auf dem Schläger (53.), zielte aber knapp vorbei. Auf der anderen Seite stellte Charlie Sarault für die Towerstars in Überzahl mit einem satten Flachschuss auf 3:1 (56.). Sarault war es auch, der mit einem Empty-Net-Goal den 4:1-Endstand herstellte (60.).

„Unsere Überzahl war heute nicht gut genug“

„Unser junger Torwart hat uns die Chance gegeben das Spiel zu gewinnen, aber wir haben sie nicht genutzt. Unsere Überzahl war heute nicht gut genug, um die Tore zu schießen, die man für einen Sieg braucht“, sagte Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen nach dem Spiel.

Bereits am Donnerstag müssen die Starbulls zu einem weiteren Auswärtsspiel gegen die Lausitzer Füchse im 650 Kilometer entfernten Weißwasser antreten (19:30 Uhr, Liveübertragung auf www.sprade.tv). Zwei Tage später findet das Rosenheimer Vorsilvester-Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine statt (Samstag, 19:30 Uhr, ROFA-Stadion). Eintrittskarten sind auf www.starbulls.de/tickets buchbar.

Starbulls: Vorweihnachtliche Bescherung fiel aus

Starbulls: Vorweihnachtliche Bescherung fiel aus

Rosenheim – Die vorweihnachtliche Bescherung für die Rosenheimer Eishockeyfans fiel aus. Die Starbulls blieben am gestrigen Freitagabend (22.12.2023) in der DEL2 vor 5.022 Zuschauern im ausverkauften ROFA-Stadion auch im dritten Saison-Derby gegen den EV Landshut ohne Punkte. Sebastian Streu schoss die Grün-Weißen Mitte des ersten Drittels zwar in Führung, aber die Hausherren gewährten den Niederbayern danach drei einfach Tore und konnten erst in der letzten Spielminute durch Lukas Laub auf 2:3 verkürzen. Trotzdem hätten sie in den Schlusssekunden fast noch die Verlängerung erzwungen.

Starbulls.Maskottchen kommt auf das Eis.

Mit großen Erwartungen gingen die Rosenheimer Starbulls auf das Eis. Fotos: Ludwig Schirmer / Peter Lion

„Schade, dass das Tor zum 3:3 nicht mehr gefallen ist. Ich hätte es gerne erlebt, wie das Stadion explodiert wäre“, kommentierte Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen die beiden Großchancen von C.J. Stretch und Stefan Reiter in den allerletzten Sekunden, als sein Team ohne Torwart und mit sechstem Feldspieler fast noch den Ausgleich erzielt hätte. In dieser Konstellation war den Gastgebern 23 Sekunden vor der Schlusssirene der Anschlusstreffer gelungen. Stretch legte diagonal auf Norman Hauner, dessen Direktabnahme konnte Gästetorwart Jonas Langmann nicht festhalten und Lukas Laub drückte den trudelnden Puck endgültig über die Torlinie.

Eine solche Konsequenz vor dem Tor ließen die Starbulls zuvor allerdings weitgehend vermissen. Nur selten kam der sichere Gästekeeper Jonas Langmann in größere Bedrängnis. In einer Phase, als beide Mannschaften nur vier Feldspieler auf dem Eis hatten, ergaben sich gute Chancen für Laub (52.) und Maximilian Vollmayer (53.), die aber beide knapp verzogen. Zu diesem Zeitpunkt war Reid Duke nicht mehr auf dem Eis. Er wurde nach einem Check gegen Landshuts Simon Stowasser von den Hauptschiedsrichtern mit einer großen Strafe plus Spieldauer-Disziplinarstrafe belegt (52.). Jari Pasanen sah in der Situation allerdings keine entsprechende Regelwidrigkeit seines Topscorers.

Rosenheimer Starbulls gegen EV Landshut. Fotos: Ludwig Schirmer / Peter Lion

Mit dem Auftritt seiner Mannschaft im letzten Drittel war der Rosenheimer Headcoach einverstanden, stellte aber fest, dass die Gäste aus Landshut in den ersten 40 Minuten das bessere Team waren. Überhaupt nicht einverstanden war Pasanen mit dem Verhalten seiner Spieler auf dem Eis bei allen drei Gegentoren. „Da haben wir wie Schüler nur zugeschaut, das war ganz anders besprochen“.

Beim Landshuter Ausgleichstreffer zum 1:1 war eine Rosenheimer Strafzeit gerade abgelaufen, als Tyson McLellan frei zum Abschluss kam. Keeper Tomas Pöpperle rettete per Reflex großartig, aber Samir Kharboutli konnte ungehindert abstauben (17.). Beim 1:2 griff die Rosenheimer Defensive nach vergebenen Schüssen von McLellan und Nick Pageau nicht ein und schaute auch beim Rebound von Brett Cameron, der aus der Drehung traf, nur zu (24.). Beim 1:3 erfreute sich Brett Cameron zu großer Freiheit, bei seinem Überraschungs-Schuss ins lange Eck sah zudem Torwart Pöpperle nicht glücklich aus (32.). Dass Doppelpacker Cameron für Landshut überraschend auflaufen konnte, entschied sich erst wenige Stunden vor Spielbeginn, wie Gäste-Chefcoach Heiko Vogler nach der Partie verriet.

Rosenheimer Starbulls gegen EV Landshut. Fotos: Ludwig Schirmer / Peter Lion

Im Gegensatz zu den ersten beiden Rosenheimer Derbys gegen Landshut, die beide 1:4 verloren gingen, waren es diesmal die Starbulls, die das 1:0 erzielten. Sebastian Streu erlief sich einen Befreiungsschlag und traf mit einem satten Distanzschuss, der halbhoch neben dem rechten Pfosten einschlug (9.). Norman Hauner hatte bei einem geschickt verzögerten Abschluss die Möglichkeit zum 2:0 (12.). Insgesamt hatten die Gäste, die unaufgeregt und taktisch clever spielten, aber auch im ersten Drittel Vorteile. In der Anfangsphase des zweiten Spielabschnitts ließen die Starbulls die Möglichkeit liegen, erneut in Führung zu gehen. Stefan Reiter und zweimal Lukas Laub vergaben Großchancen bei einem gut anzusehenden Rosenheimer Powerplay. Bei weiteren Überzahlspielen Ende des zweiten Drittels und Anfangs des dritten Spielabschnitts geriet das Gästetor dagegen kaum in Gefahr.

Für die Starbulls, die mit aktuell 40 Zählern auf Tabellenrang zehn stehen und drei Punkte Vorsprung auf die Playdown-Zone haben, stehen nun zwei Auswärtsspiele hintereinander auf dem Programm. Am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertags treten die Grün-Weißen bei den Ravensburg Towerstars an (18:30 Uhr, Liveübertragung auf www.sprade.tv). Der Meister der Vorsaison hat sich nach Anlaufschwierigkeiten mit inzwischen 50 Punkten auf den zweiten Tabellenrang vorgearbeitet und stellt die beste Überzahlmannschaft der Liga (24,5 Prozent). Beim ersten Gastspiel in der „Türmchenstadt“ gab es für die Grün-Weißen nichts zu holen (0:4), im Rückspiel blieben immerhin zwei Punkte an der Mangfall (3:2 nach Shout out).

Am Donnerstag müssen die Starbulls die weite Reise nach Weißwasser antreten. Dort unterlagen die Grün-Weißen den Lausitzer Füchsen im ersten Saisonvergleich mit 2:5, im ROFA-Stadion revanchierten sie sich aber mit 4:3. Aktuell hat der Kontrahent von der polnischen Grenze im Norden Sachsens, der das erfolgreichste Unterzahlspiel der Liga für sich reklamieren kann (89,5 Prozent), fünf Punkte mehr auf dem Konto als Rosenheim und steht auf einem direkten Playoff-Platz.
Das nächste Heimspiel bestreiten die Starbulls Rosenheim am Silvester-Vorabend. Zu Gast im ROFA-Stadion (Samstag, 19:30 Uhr) sind dann die Krefeld Pinguine.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Copyright Ludwig Schirmer / Peter Lion)

Starbulls Rosenheim gegen EV Landshut. Fotos: Ludwig Schirmer / Peter Lion
Starbulls wollen Derby-Durststrecke endlich beenden

Starbulls wollen Derby-Durststrecke endlich beenden

Rosenheim – Zwei Tage vor Heiligabend wollen die Rosenheimer Eishockey-Spieler sich und ihre Fans vorzeitig beschenken – mit einem Heimsieg im seit Wochen ausverkauften ROFA-Stadion gegen den EV Landshut.

Die ersten beiden Derbys gegen die Niederbayern in der laufenden Spielzeit gingen jeweils mit 1:4 an den Lokalrivalen. Und auch in den Heimspielen gegen die drei weiteren bayerischen Vertreter in der DEL2 gelang den Starbulls im bisherigen Saisonverlauf noch kein einziger Punktgewinn. Diese Derby-Durststrecke soll nun endlich ihr Ende finden.
1:4 gegen Landshut, 3:7 gegen Selb, 2:4 gegen Kaufbeuren, 1:3 gegen Regensburg – in der ersten Saisonhälfte entführten alle vier bayerischen Liga-Mitvertreter in der DEL2 alle drei Zähler aus dem ROFA-Stadion. Im dritten Traditions-Duell dieser Spielzeit gegen den EV Landshut – auch im Auswärtsspiel unterlagen die Starbulls 1:4 – soll am Freitag vor Weihnachten nun die Wende her. Mit einem Sieg nach regulärer Spielzeit würden die bei bislang 40 Punkten stehenden Starbulls den niederbayerischen Rivalen (42 Punkte) in der Tabelle sogar überrunden – und vor allem das recht dünne Polster von derzeit lediglich drei Punkten auf die Playdown-Zone ausbauen oder zumindest wahren.
Der EV Landshut ist knapp hinter Tabellenführer Kassel zweitbeste Auswärtsmannschaft der DEL2 und holte 26 seiner bislang gesammelten Punkte in fremden Stadien. In den Heimspielen war die Ausbeute im ersten Saisondrittel jedoch schwach. Das Powerplay ist mit einer Erfolgsquote von 15,3 Prozent statistisch zusammen mit jenem der Starbulls (15,2 Prozent) das ineffektivste der Liga. Nebengeräusche gibt es abseits des Eises. Mehrfach sah sich die Organisation veranlasst, auf Anfeindungen von Fanseiten gegen Chefcoach Heiko Vogler öffentlich zu reagieren und ihm den Rücken zu stärken. Vor dem vergangenen Wochenende verkündete der EVL per Pressemitteilung, dass man ab sofort nicht mehr mit Marco Pfleger plane und sich der Stürmer einen neuen Verein suchen kann. Im letzten Aufeinandertreffen mit den Starbulls Ende Oktober war Pfleger noch zweifacher Torschütze für Landshut, seit vorletzter Saison erzielte er für die Niederbayern in 133 DEL2-Spielen 135 Scorerpunkte.

EVL mit vier Kontingentspielern unterwegs

Aktueller Topscorer im Landshuter Team ist der 24-jährige Deutsch-Tscheche Samir Kharboutli (zwölf Tore und 17 Vorlagen in 28 Spielen). Erst seit 1. Dezember ist der EVL mit vier Kontingentspielern unterwegs, die zuvor vakante Stelle nahm der Kanadier Alex Tonge ein. In bisher sechs Spielen erzielte der 28-jährige Linksaußen zwei Tore und liefert bei zwei weiteren Treffern eine Vorlage.
Die Gäste reisen nach ihrem 3:1-Heimsieg gegen Regensburg am Sonntag mit Rückenwind und wohl ohne Ausfälle von der Isar an die Mangfall. Bei den Starbulls steht hinter dem Einsatz von Manuel Strodel ein großes Fragezeichen. „Manu hat in Dresden zwei Schüsse geblockt, einen an die Ferse und einen ans Knie bekommen. Es ist zwar nichts Schlimmeres passiert, aber er ist mit Schwellungen gehandicapt und es muss natürlich Sinn machen, dass er spielt“, sagt Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen. Falls Strodel passen muss, ist der zuletzt aussetzende Dominik Kolb eine Option als Mittelstürmer. Grünes Licht gaben die Ärzte am Mittwoch für Bastian Eckl, der somit gegen seinen Ex-Verein zumindest vor einem „Comeback light“ mit dem ein oder anderen Wechsel steht. Verzichten muss Jari Pasanen dagegen auf die Förderlizenzspieler Christopher Kolarz (München) und Kevin Handschuh (Augsburg), die in der PENNY DEL unterwegs sind.
Ein spezielles Highlight wird den Derby-Zuschauern im ROFA-Stadion übrigens mit dem „Mustang-Shot“ geboten. In der ersten Drittelpause werden zwei Teilnehmer ausgelost, die in der zweiten Drittelpause die Chance bekommen, den Puck von der Mittellinie durch eine kleine Öffnung ins Tor zu schießen. Der Preis für den ersten zielsicheren Schützen: ein selbst beim Autohaus Freilinger & Geisler konfigurierbarer Ford Mustang im Wert von 60.000 Euro. Lose dafür gibt es ausschließlich online für 5 Euro unter dem Link www.starbulls.de/de/gewinne-einen-ford-mustang.
Einlass zum ausverkauften Derby am Freitag ist bereits ab 18 Uhr. Für die Gästefans steht ein spezieller Eingang über die Außentreppe hinter dem Bereich der Gästekurve auf der Mangfallseite des ROFA-Stadions zur Verfügung. Die Liveübertragung des Spiels ist auf www.sprade.tv buch- und abrufbar.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. / Beitragsbild re)