Streik des Lufthansa-Bodenpersonals – Auch Flughafen München betroffen

Streik des Lufthansa-Bodenpersonals – Auch Flughafen München betroffen

München – Die Gewerkschaft Ver.di hat erneut das Lufthansa-Bodenpersonal zu einem 60-stündigen Warnstreik aufgerufen (Beginn Mittwoch, 6. März, 20 Uhr). Betroffen ist auch der Flughafen München. 

Der Streik endet am Samstagmorgen (9.Februar) um 7.10 Uhr. Aufgrund des Streiks ist auch am Flughafen München mit erheblichen Einschränkungen und Flugstreichen zu rechnen, wird online gemeldet. Passagiere, die infolge der Ver.di-Streiks von Flugstreichungen betroffen sind, demnach von Lufthansa per Mail oder über die Lufthansa-App informiert.
Reisenden wird empfohlen, sich vor ihrer Anreise an den Flughafen über den Flugstatus bei ihrer Airline zu informieren. Mehr hier.
(Quelle: Mitteilung Flughafen München / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Streik des Lufthansa-Bodenpersonals – Auch Flughafen München betroffen

Streik des Lufthansa-Bodenpersonals am Flughafen München

München / Bayern / Deutschland – Der Streik des Lufthansa-Bodenpersonals hat begonnen (20.2.2024). Deutschlandweit fallen damit am heutigen Dienstag rund 90 Prozent der Flüge aus. Betroffen ist auch der Flughafen München. 

Die Gewerkschaft Ver.di hat das Bodenpersonal der Deutschen Lufthansa, Lufthansa Technik, Lufthansa Cargo und weiteren Gesellschaften  zu einem 35-stündigem Warnstreik aufgerufen. Der Streit am gestrigen Montagabend begonnen und endet am morgigen Mittwochabend (21.2.2024) um 7.10 Uhr.
Passagiere, die von Flugstreichungen betroffen sind, werden von der Lufthansa per Mail oder über die Lufthansa.-App informiert. Mehr Infos hier.

BDS äußert sich zu den Bahnstreiks

BDS äußert sich zu den Bahnstreiks

München / Rosenheim – Der BDS Bayern kritisiert die Art und Weise des Bahnstreiks und den Umfang der Forderungen auf das Schärfste. Hauptgeschäftsführer Michael Forster hat eine klare Einschätzung: „Das ist Missbrauch!“.

Weiter sagt er „Hier nutzt eine Gewerkschaft die besondere systemrelevante Stellung der Bahn aus, um überzogene Forderungen zu erpressen. Die Gewerkschaft nimmt nicht ihren Arbeitgeber, sondern unsere ganze Gesellschaft in den Schwitzkasten. Sowas übersteigt meiner Einschätzung nach den verfassungsgemäß geschützten Bereich des Streikrechtes und sollte künftig unter Strafe stehen.“
Die von Claus Weselsky geführte Lokführergewerkschaft GDL fordert unter anderem die Reduzierung der Arbeitszeit von 38 auf 35 Wochenarbeitsstunden. Gleichzeitig wird eine Entgelterhöhung von 555 € gefordert. Vor allem das Thema Wochenarbeitszeit ist seitens der Bahn sehr umstritten.
Nach Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft kostet ein Tag Streik die Volkswirtschaft 100 Mio. Euro am Tag. Nicht nur der wirtschaftliche Schaden ist enorm, auch die Wirkung auf die aufgeheizte Stimmung in der Bevölkerung ist nicht zu unterschätzen. Während viele Durchschnittsverdiener unter der nach wie vor hohen Inflation ächzen, ist nun noch zusätzlich der tägliche Weg zur Arbeit erschwert.
Auch BDS Präsidentin Gabriele Sehorz zeigt sich empört: „Während unser Staat und die Bevölkerung zu Sparmaßnahmen gezwungen werden, legt eine kleine Gewerkschaft das ganze Land lahm und das auch noch mit einem unmöglichen Anliegen. Bei den großen Problemen unseres Landes und der demografischen Entwicklung ist die Forderung nach einer verringerten Wochenarbeitszeit gesellschaftlich schlicht unverantwortlich. Ein Erfolg von Herrn Weselsky wäre eine Absage an die Leistungsgesellschaft. Wir fordern daher die GDL auf, an den Verhandlungstisch zurückzukommen. Ein weiterer Streik und der Schaden für die gesamte Gesellschaft sind nicht zu rechtfertigen!“
(Quelle: Pressemitteilung Bund der Selbständigen – Gewerbeverband Bayern e.V. / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bauernproteste: Was bedeutet das für den Schulbetrieb?

Bauernproteste: Was bedeutet das für den Schulbetrieb?

Rosenheim / Landkreis / Bayern  – Landwirte, Lkw-Fahrer und Gastronomen haben für den morgigen Montag, 8. Januar großangelegte Proteste angekündigt.  Mit Behinderungen im Straßenverkehr ist zu rechnen. Was bedeutet das für den Schulbetrieb in Bayern?

Auf der Internetseite des Staatlichen Schulamts Rosenheim findet sich bereits ein Link zur Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus mit Infos zum morgigen Protesttag.
Demnach findet trotz möglicher Warnstreik und Behinderungen im Straßenverkehr in den Schulen in Bayern am morgigen Montag – dem ersten Tag nach den Weihnachtsferien – regulärer Unterricht statt.
Aber: „Schüler, die wegen ausfallender Busse und Bahnen nicht zur Schule kommen können und über keine alternativen Fahrtmöglichkeiten verfügen, können ausnahmsweise dem Präsenzunterricht fernbleiben“. In diesem Fall muss die Schule – ähnlich wie bei Krankmeldung – umgehend informiert werden; die Schüler gelten in diesem Fall als entschuldigt. Entsprechendes gilt auch, wenn ein Kind infolge der Proteste oder Einschränkungen im Schulbusverkehrs nur verspätet zum Unterricht erscheinen kann.

Weitere Infos zu den Auswirkungen von Warnstreiks und Behinderungen im Straßenverkehr auf den regulären Schulbetrieb erhalten Schüler und ihre Erziehungsberechtigten bei Bedarf direkt von den Schulen: „Je nach Situation vor Ort sind unter Umständen im Einzelfall auch weitergehende Maßnahmen, wie beispielsweise Verlegung von angekündigten Leistungsnachweisen, Distanzunterricht für einzelne Jahrgangsstufen möglich. Eine landesweite Regelung besteht nicht“.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Innpuls.me)

Wieder geht nichts bei der Bahn: jetzt wird gestreikt

Wieder geht nichts bei der Bahn: jetzt wird gestreikt

Rosenheim / Bayern – Nach den Zugausfällen wegen Schnee geht nun schon wieder nichts bei der Bahn, die GDL streikt am Freitag vor dem zweiten Adventswochenende. „Verantwortungslos und egoistisch“ sagt der DB‑Personalvorstand dazu.

Zu der sehr kurzfristigen Ankündigung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), zu streiken, erklärt DB‑Personalvorstand Martin Seiler: „Die Lokführergewerkschaft vermiest Millionen unbeteiligten Menschen das zweite Adventswochenende. Ein Streik so kurz nach dem Wintereinbruch und so kurz vor dem Fahrplanwechsel ist verantwortungslos und egoistisch. Anstatt zu verhandeln und sich der Wirklichkeit zu stellen, streikt die Lokführergewerkschaft für unerfüllbare Forderungen. Das ist absolut unnötig! Es gäbe so viel zu tun: Endlich die Weihnachtsfrage klären, unser 11‑Prozent-Angebot ausgestalten und an Lösungen für Mitarbeitende und Kunden arbeiten.“
Die DB fordert die Gewerkschaft auf, den Adventsstreik abzusagen und umgehend an den Verhandlungstisch zurückzukehren. „Wir sind zu jeder Zeit und an jedem Ort verhandlungsbereit“, sagte Seiler.
Die GDL hat angekündigt, von Donnerstag, 22 Uhr (Güterverkehr bereits ab 18.00 Uhr), bis Freitag, 22 Uhr, zu streiken. Die DB geht von massiven Auswirkungen des GDL-Streiks auf den Bahnbetrieb aus.
Insgesamt hat die GDL 35 Forderungen aufgestellt, die die Personalkosten der DB um 50 Prozent steigern würden. Neben der 35-Stunden-Woche in einer 4-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich will die GDL zum Beispiel 555 Euro Lohnerhöhung im Monat, eine Erhöhung der Zulagen um 25 Prozent, 67 Prozent mehr betriebliche Altersvorsorge und die Ausweitung ihres Organisationsbereichs in die Infrastruktur. Des Weiteren fordert die GDL, die DB solle das Tarifeinheitsgesetz (TEG) nicht anwenden.
Bereits Ende August hat der Konzern einen Tarifabschluss mit der EVG erzielt. Dieser kommt für rund 180.000 Beschäftigte in rund 500 Berufen zur Anwendung. In der jetzigen Tarifrunde mit der Lokführergewerkschaft werden die Tarifverträge der GDL verhandelt, die für rund 10.000 Beschäftigte in 18 von 300 Betrieben im DB-Konzern Anwendung finden. Weitere Informationen: www.deutschebahn.com/tarif.
(Quelle: Pressemitteilung DB / Beitragsbild: Symbolfoto re)

So groß ist der „Eis-Hunger“ in Rosenheim

So groß ist der „Eis-Hunger“ in Rosenheim

Rosenheim / Bayern / Deutschland. Rund 514.400 Liter Eis lassen sich die Rosenheimer pro Jahr schmecken. Ungerechnet sind das rund 7,4 Millionen Kugeln Eis – rechnerisch 116 Eiskugeln pro Kopf, sagen die Statistiker vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). Doch jetzt drosseln Warnstreiks die Produktion.

„Was die Süßwarenindustrie nicht verrät: Sie produziert süßes Eis gerade mit einem bitteren Beigeschmack – jedenfalls für die Beschäftigten. Denn denen schmecken die Löhne schon lange nicht mehr“, sagt Manuel Halbmeier von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Das sei ein Problem der gesamten Branche. Ob Schokolade, Gummibären, Kekse oder eben Eis: „Wer in der Süßwarenindustrie in der Produktion am Band steht oder im Lager arbeitet, muss am Ende des Monats jeden Euro dreimal umdrehen. Gerade in den unteren Lohngruppen ist an den Jobs nur das süß, was produziert wird. Nicht aber das, was verdient wird“, so der Geschäftsführer der NGG-Region Rosenheim-Oberbayern. Viele würden deshalb der Branche den Rücken kehren.

„Juni wird Streikmonat fürs Süße“

Trotzdem würden die Arbeitgeber – und dazu gehören Branchen-Giganten wie Ferrero, Storck, Lindt, Haribo, Nestlé oder Bahlsen – keine Bereitschaft zeigen, darauf mit einem angemessenen Lohnangebot zu reagieren. Die NGG habe deshalb die Tarifverhandlungen für die Süßwarenindustrie vorerst abgebrochen: „Mit Peanuts lassen sich die Beschäftigten nicht abspeisen. Jetzt gibt es flächendeckende Warnstreiks. Der Juni wird zum ‚Streikmonat fürs Süße‘“, so Gewerkschafter Manuel Halbmeier.
Die NGG  will die hohen Preissteigerungen auffangen und fordert monatlich 500 Euro mehr für die unteren Lohngruppen. Alle übrigen sollen ein Lohn-Plus von 400 Euro bekommen. Für Azubis will die Gewerkschaft 200 Euro mehr im Monat erreichen. Ebenso ein „Ticket-Geld“ – eine monatliche Fahrtkostenpauschale von 50 Euro.
(Quelle: Pressemitteilung NGG Region Rosenheim-Oberbayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)