Die Vergänglichkeit des Seins
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos, Info Hendrik Heuser / Info: kunstverein-bad-aibling.de)
Rosenheim – Die Ausstellung „Auf Tuchfühlung“ des Rosenheimer Bildungswerks zeigt von 17. April bis 28. Juli die Misereor Hungertücher von 1976 bis 2022.
Misereor hat 1976 die Tradition der historischen Hungertücher neu aufgegriffen und ihr in über 40 Jahren weltweite Resonanz verschafft. Meist von Künstlern und Künstlerinnen aus dem Süden gemalt, ermöglichen die Misereor-Hungertücher eine Begegnung mit dem Leben und dem Glauben von Menschen anderer Kulturen.
Die Ausstellung kann werktags von 8 bis 16 Uhr im Bildungszentrum St. Nikolaus (Pettenkoferstraße 5, 83022 Rosenheim) kostenlos besucht werden. Jedes Hungertuch wird mit dem jeweiligen Künstler in einer Schautafel vorgestellt.
(Quelle: Pressemitteilung Bildungswerk Rosenheim / Beitragsbild: Copyright MVG Aachen)
Rosenheim – Die Faschingsferien stehen vor der Tür. Die Städtische Galerie Rosenheim bietet für die kommende Woche Führung und kunstpädagogisches Programm an.
Auch um ihn geht es in de aktuellen Ausstellung: Frosch Boris. Foto: Copyright G&G Verlag, Edition Nilpferd
Frosch Boris lebt glücklich und zufrieden in seinem kleinen Teich auf einem herrlich runden Seerosenblatt lebt. Doch eines Tages ist die Idylle bedroht: Ein riesiger dunkler Schatten senkt sich über den friedlichen Ort. Der Storch! Jetzt aber nichts wie weg hier, denkt Boris und macht sich auf die Suche nach einer neuen Bleibe. Was der kleine Frosch in Jens Rassmus‘ Geschichte „Der wunderbarste Platz auf der Welt“ auf seiner Reise erlebt, lässt sich derzeit in der Städtischen Galerie Rosenheim entdecken. Im Rahmen der Ausstellung „Wegschauen verboten! Das politische Bilderbuch“ werden unter anderem die Original-Illustrationen von Jens Rassmus und viele weitere bewegende und brisante Bilderbuch-Zeichnungen im Original präsentiert.
Am Donnerstag, 23. Februar, um 15 Uhr lädt die Galerie Kinder zwischen 7 bis 12 Jahren ein, ihren ganz eigenen „wunderbarsten Platz“ zu gestalten. Nach einem gemeinsamen Ausstellungsrundgang darf nach Herzenslust im reichhaltigen Fundus an Stoffen, Zeitschriften und Papieren gewühlt werden, um daraus mit Schere, Kleber und Stiften einen ganz individuellen Glücksort zu kreieren. (Dauer des Programms ca. 2 Stunden).
Für die Älteren (ab 14 Jahren bis 99 Jahren) bietet sich am Sonntag, 26. Februar 2023, um 14 Uhr die Möglichkeit zu einem geführten Rundgang durch die Ausstellung mit Kunsthistorikerin Elisabeth Rechenauer.
Für beide Veranstaltungen ist eine Voranmeldung unter Telefon 08031/365 1447 oder galerie@rosenheim.de erforderlich.
Selbstverständlich kann die Ausstellung auch ganz individuell besucht werden. Die Städtische Galerie ist in den Ferien, außer montags, täglich von 13 bis 17 Uhr (auch Faschingsdienstag) geöffnet.
Neben den vielen augenöffnenden Illustrationen laden auch Lesehöhlen für die Kleineren oder das Galeriecafé mit einem eigens für die Ausstellung kuratierten Buchregal zum gemütlichen Schmökern und Verweilen ein.
(Quelle: Pressemitteilung Städtische Galerie Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Städtische Galerie Rosenheim)
Rosenheim – „Magie des Augenblicks“ nennt Hannes Hayer seine Werkschau in den Räumen der Bürgerstiftung Rosenheim in der „Alten Druckerei“ (Königstraße 7b). Zu sehen noch bis einschließlich 17. Februar.
In den Räumlichkeiten im Durchgang zwischen Inn- und Königstraße finden auch regelmäßig Konzerte und Lesungen statt, und von dienstags bis donnerstags ist von 19 bis 21. 30 Uhr, freitags bis sonntags bis 23.30 Uhr Barbetrieb bei freiem Eintritt.
Am heutigen Mittwoch, 15. Februar, steht als Begleitprogramm um 19 Uhr eine Poesie-Lesung auf dem Programm. Am Freitag, 17. Februar, gibt es noch die Lesung „Verzweiflung“.
(Quelle: Artikel: Hendrik Heuser, Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)
Traunstein – „So fern, so nah“ lautet der Titel der Ausstellung des Fotografen Alain Roux in der Städtischen Galerie Traunstein neben der ehemaligen Klosterkirche. Zu sehen sind großformatige Familienfotos aus der Zeit des Corona-Lockdown.
Der gebürtige Bretone, der seit knapp zehn Jahren mit seiner aus Heidelberg stammenden Ehefrau im ererbten Birkenhof in Vachendorf lebt, hat Gemeindebürger in dieser fast schon wieder vergessenen Zeit interviewt und einen Bildband daraus geschaffen, woraus Beispiele hier präsentiert werden.
Noch bis Sonntag, 19. Februar ist die eindrucksvolle Bilderschau mit den so unterschiedlichen, lebensnah-nachdenklichen und auch humorvollen Texten zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Freitag von 11 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr. Alain Roux führt am Sonntag, 19. Februar, um 15 Uhr durch die Ausstellung und wird dann einzelne „Schicksale“ erläutern.
(Quelle: Artikel: Hendrik Heuser / Beitragsbild, Foto: Hendrik Heuser)
Seeon / Landkreis Traunstein – Noch bis zum 4. Juni sind im Kloster Seeon im Landkreis Rosenheim Fotografien aus der Sammlung von Karl Valentin zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung zur Eröffnung des denkmalgeschützten und frisch sanierten Mesnerhauses ist eine liebevolle Hommage an Karl Valentins Sichtweise auf Gestalten wie Krenkel, den Wurzelsepp oder den „ewigen Hochzeiter“. Die „Münchner Originale – Fotografien aus der Sammlung Karl Valentin“ ermöglichen im Kultur- und Bildungszentrum des Bezirks Oberbayern noch bis zum 4. Juni einen amüsanten und bewussten Blick auf eine Welt von gestern.
Und diese Welt des „alten Münchens“ war voller Sonderlinge, Gaudiburschen, Ratschkatteln, Revoluzzer, Spinner und Volkssänger. Einer von diesen Originalen, gewiss einer der größten, war Karl Valentin selbst. Der Humorist war ein unermüdlicher Sammler von Fotos, Postkarten und anderen Abbildungen, auf denen das München der Jahrhundertwende und die besonderen Menschen dieser Zeit zu sehen sind. Den abgebildeten Zeitgenossen hat Valentin begeistert nachgespürt und in Wirtshäusern Lichtbildvorträge über sie gehalten. Deshalb stehen neben den Abbildungen auch die Lebenswege dieser „Münchner Originale“ im Mittelpunkt.
Eine dieser speziellen Charaktere war Thekla Foag (unser Beitragsbild), besser bekannt als das „Schlüsselfräulein“. Thekla Foag betrieb ihr Gewerbe „Schlüssel, Altmetalle und Tandlerei“ in einem kleinen Laden in der Blumenstraße, der im Prinzip nicht viel mehr als ein vollgestopfter Hausdurchgang war. Wenn die zierliche Frau mit einem Riesenschlüsselbund vor der versperrten Tür des Ladens auftauchte, klimperte es gewaltig. Wer auch immer in München einen Schlüssel verloren hat, der ging zur Thekla und die fand Ersatz. Der zierlichen Frau genügte meist ein kurzer Blick auf ein mitgebrachtes Schloss. Falls der passende Schlüssel nicht dabei war, feilte sie eben ein bisschen nach und erzählte nebenbei Wissenswertes – oft von ihrem Vater, der einst wegen dem „Flitscherl“ Lola Montez auf die Barrikaden gegangen war. Täglich putzte und ölte sie ihre metallenen Schätze. Geheiratet hat das „Schlüsselfräulein“ übrigens nie.
Es war eine Welt, die überschaubar war und in der man sich noch kannte. Man lachte über die Außenseiter, lebte aber auch mit ihnen. Sie gehörten zum Stadtbild dazu. Der Bilderwelt Karl Valentins, die erst vor einigen Jahren im Stadtarchiv München wiederentdeckt wurde, verdanken wir einen Blick auf besondere Persönlichkeiten – Menschen, die eigen waren und sich nicht verbiegen ließen. Die Präsentation der „Münchner Originale“ entstand in Kooperation mit dem Stadtarchiv München, dem Valentin-Karlstadt-Musäum, dem Allitera Verlag und der Heimatpflege des Bezirks Oberbayern.
Zwei Zeichenkurse mit Rosemarie Zacher begleiten die Ausstellung. Am Freitag, 10. März 2023, können Kinder ab 5 Jahren „Einfach Zeichnen!“. Unter fachkundiger Anleitung der Künstlerin entstehen freche Figuren, witzige Porträts oder etwas „typisch Bayerisches“. Ein zweitägiger Kurs für Jugendliche und Erwachsene steht am Samstag, 11. und Sonntag, 12. März unter dem Motto „Menschen zünftig zeichnen!“.
Informationen zum Rahmenprogramm und den Teilnahmegebühren unter www.kloster-seeon.de. Eine Voranmeldung ist im Klosterladen per Telefon 08624 897-201 oder E-Mail: klosterladen@kloster-seeon.de möglich. Der neue Klosterladen befindet sich ab sofort ebenfalls im denkmalgeschützten Mesnerhaus im Klosterweg 15.
(Quelle: Pressemitteilung Bezirk Oberbayern / Beitragsbild: Stadtarchiv München – Fotografie von Georg Pettendorfer von 1915, Thekla Foag vor ihrem Laden)
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