Fronleichnam erstmals zusammen

Fronleichnam erstmals zusammen

Rosenheim – Die beiden Rosenheimer Pfarreien St. Josef der Arbeiter Oberwöhr und Heilig Blut feiern heuer das Fronleichnamsfest erstmals mit einem gemeinsamen Festgottesdienst und einer feierlichen Prozession. Die Idee entstand aus der Not heraus.

Weil in diesem Jahr kein dritter Priester in der Stadtteilkirche Am Wasen zur Verfügung steht, ist im Stadtteilkirchenrat die Idee geboren worden, an einem Ort, der beide Pfarreien historisch verbindet, zusammenzukommen und dort in einer großen Prozession zu beten, zu bitten und zu singen.
Beginn des Fronleichnamsfestes ist am Sonntag, 19. Juni, um 9 Uhr am Hirschbichlkreuz, Am Hirschbichl / Ecke Arnulfstraße in der Aisingerwies.
(Quelle: Artikel: Martin Aerzbäck / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neuwahlen beim Dekanatsrat Rosenheim

Neuwahlen beim Dekanatsrat Rosenheim

Rosenheim – Die Frühjahrsvollversammlung des Dekanatsrats Rosenheim fand heuer im Pfarrheim von St. Hedwig in der Erlenau statt. Im Mittelpunkt standen Neuwahlen.

Das Gremium stellt die Verbindung zwischen den Pfarreien, Pfarrgemeinderäten und dem Diözesanrat in München her. Sie besteht aus Ehrenamtlichen, Jugendseelsorgern, Vertretern der evangelischen Schwesterpfarreien sowie weiteren Delegierten.

Zum Dekanat Rosenheim 
gehören rund 45.000 Katholiken

Das Dekanat Rosenheim umfasst neben den drei Rosenheimer Stadtteilkirchen die Pfarrverbände Stephanskirchen, Großkarolinenfeld-Pfaffenhofen sowie Prutting-Vogtareuth im Umland und zählt mit rund 45.000 Katholiken zu den größten im südlichen Oberbayern.
An der Spitze des Dekanatsrates steht weiterhin Paul Deutschenbaur aus Rosenheim (Vierter von links). Weitere Mitglieder sind (von links) der ehemalige Zweite Rosenheimer Bürgermeister Anton Heindl, Gesummina Altilio (stellvertretende Vorsitzende), Florian Eichberger, Martin Weyland, Angelika Rösner (Schriftführerin), Domkapitular Dekan Pfarrer Daniel Reichel und Johannes Boldt (Stellvertretender Vorsitzender).
(Quelle: Artikel: Martin Aerzbäck / Foto: Martin Aerzbäck)

Der Weiße Sonntag

Der Weiße Sonntag

Rosenheim / Landkreis / Bayern / Deutschland – Der heutige Sonntag, der die Osterwoche beendet, wird als Weißer Sonntag bezeichnet. Für viele Erstkommunions-Kinder ist das heute ein großer Tag. Innpuls.me wünsche allen Erstkommunions-Kindern wunderschöne, unvergessliche Stunden im Kreise ihrer Familien.

Der Begriff „Weißer Sonntag“ hat seinen Ursprung um die Zeit zwischen dem 4. bis 7. Jahrhundert. Täuflinge in der katholischen Kirche empfingen in der Osternacht das Sakrament und trugen zu diesem feierlichen Anlass weiße Taufgewänder als Symbol durch die Reinigung mit dem Taufwasser. Es war Brauch, die weißen Gewänder bis zum ersten Sonntag nach Ostern zu tragen. 
Traditionell finden am Weißen Sonntag auch in vielen Gemeinden die Erstkommunionsfeiern statt. Heuer dürfen sie erstmals nach zwei Jahren mit Corona-Beschränkungen wieder weitgehend normal gefeiert werden. 
Unser Beitragsfoto zeigt übrigens Josefa – ihre Kommunionsfeier liegt aber schon einige Jahre zurück.
(Quelle: Beitragsbild: Karin Wunsam)

Feierliche Karmette am Karsamstag

Feierliche Karmette am Karsamstag

Rosenheim – Gut besucht war die Karmette am Karsamstag in der Rundkirche St. Johann Baptist und Heilig Kreuz im Rosenheimer Stadtteil Westerndorf am Wasen. Den Gottesdienst zelebrierten Dekan Pfarrer Daniel Reichel und Pfarrvikar Mathias Klein-Heßling.
(Quelle: Text: Martin Aerzbäck / Beitragsbild-Foto: Martin Aerzbäck)

Ostersonntag verabschiedet sich traumhaft schön

Ostersonntag verabschiedet sich traumhaft schön

Rosenheim – Der Ostersonntag verabschiedet sich nun in Rosenheim mit einem traumhaft schönen Sonnenuntergang, festgehalten mit der Kamera von Anton Aerzbäck. Im Hintergrund zu sehen die Pfarr- und Wallfahrtskirche im Rosenheimer Stadtteil Heilig Blut. 
(Quelle: Beitragsbild: Anton Aerzbäck)

Oster-Grußwort von Hannelore Maurer

Oster-Grußwort von Hannelore Maurer

Rosenheim – Das Oster-Grußwort für Innpuls.me kommt von der Rosenheimer Seelsorgerin Hannelore Maurer. Titel: „Osteraugen 2022“. Dazu ausgewählt hat sie ein Gedicht des katholischen Theologen Klaus Hemmerle.

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Seelsorgerin Hannelore Maurer.

„Osteraugen“ 2022

Auch heuer haben sich einige fleißige Frauen wieder an die Arbeit gemacht. Seit ein paar Jahren gibt es im Pfarrgarten der Rosenheimer Pfarrei Heilige Familie einen Osterbrunnen. Nicht nur zum überraschten Staunen der Kinder, die am Ostersonntag nach dem Familiengottesdienst im Pfarrgarten ihre Osternester suchen, sondern zur Freude vieler Menschen.

Wenn ich in den Pfarrgarten komme, berührt mich der Osterbrunnen jedes Jahr wieder neu. Aber noch nie habe ich dieses Bild als so hoffnungsvoll empfunden wie heuer nach den beiden trostlosen Corona-Jahren: Der Brunnen geschmückt mit grünen Girlanden, die vom Leben erzählen. Dazu die Blumen und farbigen Bänder, die heuer in den Landesfarben der Ukraine blau-gelb leuchten.

Rund um die Osterbrunnen gibt es viele Bräuche und Geschichten. In einem kleinen Dorf in Frankreich gibt es einen ganz besonderen Brauch: Wenn am Morgen des Ostersonntags zum ersten Mal die Glocken läuten, sausen Kinder und auch die Erwachsene an den Dorfbrunnen und waschen sich die Augen mit dem klaren Brunnenwasser aus. Nicht weil sie daheim kein Wasser haben oder weil sie schlecht sehen. Alle wissen, dass es um ganz besondere Augen geht. Sie waschen sich mit dem Wasser aus dem Osterbrunnen aus ihren Augen alles aus, was niederdrückt und traurig macht. Ausgewaschen wird die schlechte und negative Sicht auf die Welt, die „Niemand-mag mich Augen“, Hass, Neid und Streit und dunkle Gedanken. Dann bekommt man „Osteraugen“: Das sind die „Ich-bin-wertvoll-Augen“, das sind die „Das-Leben-ist-schön-Augen“. Es verändert sich der Blick und damit auch das Herz.

Ein seltsamer Brauch, oder? Bekommt man da wirklich vom Brunnen allein einen neuen, klaren, fröhlichen, positiven Blick auf die Welt und das Leben? Vom Brunnen allein vielleicht nicht, aber vom „sich gemeinsam auf den Weg machen“.

Die Erzählung aus der Bibel von den beiden Freunden, die nach dem Tod Jesu wieder enttäuscht heimgehen von Jerusalem in ihr Dorf Emmaus, sagt genau dasselbe: Die Freunde haben zwar die Nachricht von der Auferstehung gehört, aber sie können nichts damit anfangen. Sie haben noch keine „Osteraugen“. Die Botschaft ist noch nicht im Herzen angekommen. Sie sind so niedergeschlagen, dass sie auf ihrem Weg nur noch den trostlosen Weg sehen und nicht mehr die blühende Natur. Sie sind so blind unterwegs mit dem sprichwörtlichen Brett vor dem Kopf, dass sie auch den Fremden nicht erkennen, der auf dem Weg plötzlich mitgeht. „Osteraugen“ bekommen sie erst am Ziel, als Jesus das Brot teilt. Genau da gehen ihnen die Augen auf.

Welche „Osteraugen“ ich mir 2022 wünsche? Vielleicht, dass uns wieder die Augen aufgehen für das, was in unserem Leben wirklich zählt: Familie, wahre Freundschaft, echte Liebe. Dazu die spürbare Gewissheit, dass Gott auf allen unseren Wegen immer mit dabei ist. Ich würde mir zum Beispiel auch wünschen, dass Impfbefürworter und Impfgegner sich jetzt gegenseitig akzeptieren oder wenigsten wieder ruhig miteinander reden. Am meisten aber wünsche ich mir „Osteraugen“ für kleine und große Schritte zum Frieden auf der Welt. Das ist übrigens immer der erste Wunsch des Auferstandenen an seine Freunde. Zunächst nur das und nichts anderes. Und dieser Wunsch hat nichts von seiner Aktualität verloren.
(Quelle: Text: Hannelore Maurer / Beitragsbild / Fotos: Hannelore Maurer)

Gedicht von Klaus Hemmerle:

Ich wünsche uns Osteraugen,
die im Tod bis zum Leben sehen,
in der Schuld bis zur Vergebung,
in der Trennung bis zur Einheit,
in den Wunden bis zur Heilung.
Ich wünsche uns Osteraugen,
die im Menschen bis zu Gott,
in Gott bis zum Menschen,
im ICH bis zum DU
zu sehen vermögen.
Und dazu wünsche ich uns
alle österliche Kraft und Frieden,
Licht, Hoffnung und Glauben,
dass das Leben stärker ist als der Tod.
(Klaus Hemmerle)