Kripperl schaun im Wald

Kripperl schaun im Wald

Nußdorf / Landkreis Rosenheim – „Kimm, wir gengan Krippal schaun!“ – das hört man in den lezten Tagen vor Weihnachten oft. Möglichkeiten dafür finden sich vielerorts im Landkreis Rosenheim. Besonders stimmungsvoll ist es, wenn die Krippen in freier Natur aufgebaut sind, so wie auf dem Spazierweg om Ort Gritschen am Samerberg durch den Wald zur Einsiedelei in Kirchwald.

Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Kirchwald oberhalb des Ortes Nußdorf am Inn hat eine lange Geschichte. Fotos: Hendrik Heuser

Das Besondere an dem Krippenweg zur Einsiedelei in Kirchwald: Viele der kleinen und größeren Krippen-Darstellungen sind sehr schlicht. Einige enstanden sicher auch durch Kinderhände. Selbst mittels liebevoll bemalter Steinen und einem Strohstern lässt sich die bekannte Szene der Geburt Christi darstellen und berührt gerade durch ihre Einfachheit.
Dem Einfallsreichtum scheinen bei der künstlerischen Umsetzung der Herbergssuche keine Grenzen gesetzt. Als Unterschlupf dienen der Heiligen Familie, Ochs, Esel, Engel und den Heiligen Drei Königen Wurzeln, verlassene Tierhöhlen oder Baumstümpfe.
Gerade auch bei Familien mit kleinen Kindern ist dieser Weg beliebt, da selbst mit Kinderwagen gut machbar.

Übrigens: Erfinder der Weihnachtskrippe soll Franz von Assisi sein. Einer Legende zufolge soll er im Jahr 1223 am Weihnachtsabend eine Krippe mit echten Menschen und Tieren im Wald aufgebaut haben, um Gläubigen das Weihnachtsevangelium bessser vor Augen führen zu können.

Für unsere kleinen Leser: Die Weihnachtsgeschichte vorgelesen auf Oberbayrisch

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Überlebenshilfen für Kiebitze

Überlebenshilfen für Kiebitze

Rosenheim / Landkreis / Bayern – Kiebitze sind selten geworden. Die neuesten Zahlen aus dem Projekt „Sympathieträger Kiebitz“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt sprechen von einem Bestandsrückgang seit 1980 um 93 %. Viele Landwirte helfen bereits mit großem Engagement beim Schutz der Nester und Küken der Kiebitze, damit auch unsere Kinder und Enkelkinder die schönen Vögel noch bewundern können.

Enorm wichtig für das Überleben vieler Tierarten und ihres Nachwuchses sind Kleinstrukturen in der Landschaft wie Geländesenken, kleine Wasserflächen, blühende Säume und Blumenwiesen. Wegen des starken Rückgangs und ihres hohen Wertes für die Tiere sind Bodensenken in der freien Natur seit dem 1. August 2019 durch Art. 16 BayNatSchG geschützt und dürfen nicht mehr verfüllt werden.

Spektakuläre
Balzflüge

Die Kiebitze treffen schon ab Mitte Februar in ihren angestammten Brutgebieten ein und beginnen dort mit spektakulären Balzflügen, die ihnen auch den Namen „Akrobaten der Lüfte“ eingebracht haben. Mitte März beginnt die Brutzeit und die Tiere sitzen etwa vier Wochen in Äckern oder feuchten, niedrigwüchsigen Wiesen in einer sparsam mit Halmen ausgepolsterten Mulde auf vier Eiern. Diese Gelege werden seit vielen Jahren im Landkreis Rosenheim von ehrenamtlichen Kiebitzbetreuenden markiert und in sehr guter Zusammenarbeit mit den Landwirten geschützt.

Feuchte Senken
und Wiesen wichtig

Endlich ist es so weit und das erste Ei wird von innen aufgepickt. Bald folgt das zweite, das dritte und auch das vierte Ei. In dieser äußerst empfindlichen Phase verteidigen die Kiebitzeltern ihren Nachwuchs mit dem Einsatz ihres Lebens. Die kleinen, durch ihr gesprenkeltes Dunenkleid sehr gut getarnten Küken, auch Pullis (von lat. pullus) genannt, müssen sich als Nestflüchter ihre Nahrung sofort selbst suchen. Hier beginnt oft ein großes Drama. Bereits im April kann das Wetter sehr warm sein, der Boden trocknet aus und ist für die winzigen Schnäbel zu hart, um nach Würmern oder Käfern zu stochern. Vielerorts sind feuchte Senken und Wiesen verschwunden, die das Wasser länger halten, weichen Boden und damit auch Nahrung bieten. Die Eltern müssen hilflos zusehen, wie ihre Küken verhungern und verdursten.

Feuerwehr hilft Küken
mit Wassergaben

In vielen Kiebitzgebieten wird daher von Landwirten an geeigneten Stellen für die Küken Wasser auf die Äcker und Wiesen gefahren. 2021 half sogar zweimal die Feuerwehr mit Wassergaben aus, damit die Küken überleben konnten. Um diesen Aufwand zu verringern, wurden und werden vielerorts wieder flache Mulden, sogenannte Seigen und Tümpel angelegt sowie Gräben aufgeweitet. Diese Strukturen bereichern die Landschaft und bieten einer großen Anzahl von Tieren und Pflanzen einen Lebensraum: Schwalben jagen in der Luft nach Insekten, Frösche quaken, Libellen blitzen in der Sonne und gelbe Schwertlilien leuchten am Ufer.

Mehr Informationen zu den wichtigen Kleinstrukturen und den Fördermöglichkeiten gibt es bei Margit Böhm, der Projektleiterin des BayernNetzNatur-Projektes „Netzwerke für den Kiebitz“ im Landratsamt Rosenheim unter 08031/392 3301. Auch Vorschläge für die Neuanlage von Landschaftsstrukturen als Überlebenshilfe für unsere Tiere sind sehr willkommen und können mit dem Landschaftspflegeprogramm für den Grundeigentümer kostenfrei verwirklicht werden.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsfoto: Landratsamt Rosenheim)

Und hier noch ein Viedo zum Thema von NABU:

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Trubel im Spitzinggebiet

Trubel im Spitzinggebiet

Miesbach / Rosenheim – Am vergangenen Wochenende war der Trubel in der Region rund um den Spitzingsee, trotz aktuell angespannter Corona-Lage, wieder groß. Kein Wunder, die Region zählt zu den beliebtesten und bekanntesten Wandergebieten in Bayern. Trotz Andrang im Tal finden sich aber zum Glück weiter oben dann doch noch Stellen, an denen man die Winterwelt fernab von Menschenmengen genießen kann, wie unsere aktuellen Fotos und das Video vom Rodelspaß auf der Rotwand zeigen.

Hier gibt es Wandervorschläge rund um den Spitzingsee:

Hier gibt es Tipps zum Skigebiet Spitzingsee:

Schwäne beflügeln die Phantasie

Schwäne beflügeln die Phantasie

Bayern / Hamburg – Wer kennt es nicht, das Märchen von Hans-Christian Andersen, in dem ein hässliches Entlein am Schluss ein majestätischer Schwan wird. Schwäne beflügeln seit jeher die Phantasie der Menschen. Hier eine Hommage an diese wunderschönen Tiere von dem Hamburger Gastautor Sven Holger Wolf.

Auch beim Schloss Nymphenburg in München tummeln sich viele Schwäne. Fotos: Anton Hötzelsperger

Von einer Minute auf die andere war es um Ludwig geschehen: Als der spätere „Kini“ mit  gerade mal 16 Jahren in München eine Aufführung von Richard Wagners „Lohengrin“ besuchte, in dem der Titelheld in einem von einem Schwan gezogenen Nachen übers Wasser gleitet, entflammte seine lebenslange Liebe zu den majestätischen weißen Wasservögeln. Spaziergänger staunten später wohl nicht schlecht, wenn Ludwig II. in einem Boot in Schwanengestalt von seinem Domizil in Herrenchiemsee über den Voralpensee glitt.
Die Liebe des Märchenkönigs zu den größten Vertretern der Entenvögel, die mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,40 m neben Pelikanen zu den größten Wasservögeln zählen, übertrug sich auch auf seine Untertanen. Bis heute gehören die mythischen Langhälse zu den beliebtesten Fotomotiven und Fütterungsobjekten zwischen Chiemsee und Starnberger See.

Einmaliger
Familiensinn

Dazu trägt sicher auch der einmalige Familiensinn der weißfedrigen Vögel mit dem charakteristischen Höcker bei: Schwanenpaare verbünden sich für gewöhnlich ein ganzes Leben lang, und der Nachwuchs wird von beiden Partnern gemeinschaftlich großgezogen. Meist schwimmen die Schwanenküken wie am Schnürchen gezogen hinter einem Elterteil her, während der andere den Verband nach hinten sichert. Gelegentlich lassen sich die kleinen Schwänlein auch wie Ausflugsgäste einer Sightseeing-Tour auf dem Rücken ihrer Eltern durch die Wellen schippern. Flügge gewordene Schwäne bleiben meist lange mit den Elternvögeln verbunden.

Schwäne beflügeln die menschliche Fantasie seit eh und je: Davon zeugen nicht nur der Mythos von Leda oder der Schwanengesang, sondern auch das Märchen vom Hässlichen Entlein. Hier versinnbildlicht der Schwan die Reifung und Vollendung, er gilt in Kunst und Literatur aber auch als Allegorie der Reinheit.

Beleidigen eines
Schwans verboten

Mit ihrer Sympathie für den Schwan stehen die Bayern freilich nicht allein da. In Hamburg, der Heimatstadt des Autors dieser Zeilen, genießen die Schwäne nahezu Heiligenstatus: In einem Gesetz aus dem Jahr 1664 verbot der Magistrat der Stadt bei Strafe das „Beleidigen eines Schwans“. In den folgenden Jahrhunderten war die Anzahl der auf dem innerstädtischen Alster-See beheimateten Schwäne starken Schwankungen ausgesetzt. Während der Belagerung der Franzosen gab es im Jahr 1813 zum Beispiel nur noch ganze drei Schwäne. 1893 waren es dann schon wieder stolze 400. Nach dem Ersten Weltkrieg schwammen wiederum nur 16 Schwäne durch die Alster. Heute hat sich ihre Anzahl auf rund 120 eingependelt.

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Der sicherste Job der Stadt ist der des „Schwanenvaters“. Er ist die älteste Planstelle der Verwaltung und wurde 1674 geschaffen. Der amtierende Schwanenvater heißt Olaf Nieß. Vorgänger war sein Vater, der 46 Jahre lang auf das Alster-Federvieh aufpasst. Jedes Jahr im Herbst sammelt Nieß alle Alsterschwäne auf dem Gewässer ein und bringt sie per Boot in den Eppendorfer Mühlenteich, der mithilfe einer Unterwasserpumpe eisfrei gehalten wird. Pro Jahr schüttet die Stadt rund 36 Tonnen Futter für ihre Lieblinge in die Alster.
Dass die Stadt bei der „Beleidigung von Schwänen“ keinen Spaß kennt, hat zuletzt der Rapper Gzuz zu spüren bekommen: In einer Instagram-Story filmte er, wie er einen Schwan vermeintlich ohrfeigte. Nur die Tatsache, dass man ihm die Watsch’n nicht einwandfrei nachweisen konnte, bewahrte ihn von einer empfindlichen Strafe…
(Quelle: Sven Holger Wolf)

Hier geht es zu einem Basteltipp für unsere kleinen Leser von Innpuls.me:

Hier gibt es noch einen interessanten Blogeintrag zu Hamburgs Alsterschwänen:

18. Dezember 2021

18. Dezember 2021

Heute sendet auch das Rosenheimer Duo „Da Fiddler und I“ einen beschwingten Weihnachtsgruß. Wir wünschen Euch gute Unterhaltung.

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Informationen zu „Da Fiddler und I“:
Die beiden ehemaligen Chiemsee-Cowboys Max Breu und Martin Roscher sind die Spezialisten für priate Feiern wie Geburtstag, Jubiläum, Hochzeiten und Firmenfeiern. Ihr musikalisches Repertoire reicht von Rock und Pop über Oldies bis hin zu boarischen Einlagen.

Weitere Infos über das Rosenheimer Musikduo gibt es hier:

8. Dezember 2021, Mariä Empfängnis

8. Dezember 2021, Mariä Empfängnis

Heute gibt es für Euch stimmungsvollen Gesang mit der Rosenheimer Sängerin Ursula Stolle. Das Lied heißt: „Mache dich auf“.

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Informationen zur Sängerin Maria Stolle:

Hallo, mein Name ist Ursula Stolle und ich singe.
Mit 5 Jahren stand ich zum ersten Mal auf einer Bühne im Pfarrheim und sang am Altennachmittag der Gemeinde: „Ich bin ein kleiner Italiano“.
Seither ist der Gesang mein ständiger Begleiter, mein Ausdruck und meine Berufung. Auch nach nun mehr 49 Jahren begeistert es mich einen Raum mit meiner Stimme füllen zu dürfen und mit Tönen die Herzen der Menschen zu berühren.
„Wenn du singst, geht’s mir besser…“ Diese Aussage zeigte mir deutlich meine Verantwortung und meine Aufgabe das zu tun was ich bin, nämlich Stimme zu sein mit und für Andere.
Für mich ist es immer wieder eine besondere Ehre an so einmaligen Festen wie Hochzeiten, Taufen und Trauerfeiern singen zu dürfen. Der überkonfessionelle spirituelle Gesang , ob christlich, indisch- buddhistisch, tibetisch-buddhistisch, indianisch… wirkt klärend, ausgleichend und heilend auf allen Ebenen des Seins. Singen ist meine Therapie, ist meine Kraftquelle aus der ich schöpfen kann.
Aus eigener Erfahrung kann ich dies nur bezeugen. Dieses Erleben möchte ich auch Ihnen als Instrument der Selbstheilung ermöglichen. In Mantrameditationen , in denen sie meinem Gesang lauschen dürfen oder in Einzelstunden der Gesangstherapie, in denen sie ihren Körper als Klangkörper erfahren und mit gezielten gesanglichen Übungen an Körper, Geist und Seele arbeiten lernen.
Ob Sie professioneller Sänger oder „Sänger – Unter der Dusche“ sind spielt dabei keine Rolle. „Jeder Mensch, der hören kann, kann auch singen“ (Werbeck)
„ Das Singen ist zuerst der innere Tanz des Atems der Seele. Aber es kann auch unsere Körper aus jeglicher Erstarrung…befreien und uns den Rhythmus des Lebens lehren“ (Quelle: Y. Menuhin)

Ich freue mich, dies mit Euch teilen zu dürfen.

Namaste, Ursula Stolle

Hier geht es zur Website der Sängerin: