Warnung vor hoher Waldbrandgefahr im Landkreis Rosenheim

Warnung vor hoher Waldbrandgefahr im Landkreis Rosenheim

Landkreis Rosenheim – Das Landratsamt Rosenheim informiert: Im Landkreis Rosenheim herrscht in den kommenden Tagen sehr hohe, teilweise extreme Waldbrandgefahr.

Das Anzünden von Daxenfeuern ist verboten, solange bis die amtliche Gefahrenstufe wieder herabgesetzt wird. Darauf weist das Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung im Landratsamt Rosenheim hin. In den kommenden Tagen liegt die Gefahrenstufe laut Prognose des Deutsches Wetterdienstes (DWD) bei 3 (mittlere Gefahr) bis 4 (hohe Gefahr), teilweise auch bei Stufe 5 (extreme Gefahr)
Deswegen ist zudem in Wäldern kein offenes Feuer erlaubt. Bei offenem Feuer in der Nähe von Wäldern ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 100 Meter einzuhalten. Offene Feuerstätten sind ständig unter Aufsicht zu halten. Feuer und Glut müssen bei Verlassen der Feuerstätte erloschen sein.

Achtung vor Brennglaseffekt

Wegen des so genannten Brennglaseffekts sollte auch kein Glas in Wäldern oder auf Freiflächen zurückgelassen werden. Wer das schöne Wetter der kommenden Tage für einen Ausflug in die Natur nutzen möchte, sollte die Zufahrten zu den Wäldern freihalten und nur ausgewiesene Parkplätze benutzen. Grasflächen können sich durch heiße PKW-Katalysatoren entzünden.
Der aktuelle Waldbrandgefahrenindex des DWD ist hier zu sehen. 
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Waldbrand ist auch in der kalten Jahreszeit Thema

Waldbrand ist auch in der kalten Jahreszeit Thema

Kiefersfelden / Landkreis Rosenheim  – Waldbrandgefahr ist nicht nur im Sommer ein Thema.  Rosenheims Kreisbrandrat .Richard Schrank tauschte sich darum jetzt mit Vertretern des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Rosenheim am Schwarzenberg in Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) über Präventionsmaßnahmen aus.  

Blick in die Brandfläche am Schwarzenberg 2018 nach der Brandbekämpfung. Fotos: AELF

Blick auf die Brandfläche am Schwarzenberg 2018 nach der Brandbekämpfung. Fotos: AELF

Fünf Jahre ist es nun her, dass am Schwarzenberg im
Gemeindebereich von Kiefersfelden mit einem massiven und sehr
aufwendigen Feuerwehreinsatz der brennende Schutzwald oberhalb von
Ramsau gelöscht werden konnte. Damals kämpften rund 200 Einsatzkräfte
gegen die Flammen. Schon allein der Hubschraubereinsatz, der dringend
nötig war, kostete ca. 320.000 EUR. „Rund drei Hektar Schutzwald fielen
dem Brand zum Opfer“, erklärt Magdalena Bergmann, die zuständige
Forstrevierleiterin. Glücklicherweise kamen keine Menschen zu Schaden.
Welche Möglichkeiten es gibt, solche verheerenden Waldbrände verhindern
zu können, erörterten die Experten vor Ort.

Bayernweit durchschnittlich 77 Waldbrände pro Jahr

Bayernweit gibt es durchschnittlich 77 Waldbrände pro Jahr mit einer
Zerstörung von fast 60 ha Waldfläche, mit steigender Tendenz.
„Zunehmende Trockenheitsphasen mit teilweise extremen Temperaturen zu
jeder Jahreszeit sind sicher ein Grund dafür“, so Förster Michael Luckas,
Abteilungsleiter am AELF. Vor allem in südexponierten Hängen, die extreme Sonnenstrahlung erfahren, herrscht laut dem Forstexperten sehr schnell hohe Waldbrandgefahr. Dabei sorgt ein hoher Nadelholzanteil nochmal für eine Vergrößerung des Risikos, da es in Nadelwäldern besonders viel und leicht entzündliches Brennmaterial gibt.

Blick in die Brandfläche am Schwarzenberg 2018 nach der Brandbekämpfung. Foto: AELF

Noch ein aktuelles Bild von der Brandfläche am Schwarzenberg. 

Bei Waldbränden ist Vorbeugung besser als heilen. Darüber sind sich
Kreisbrandrat Richard Schrank und die Forstleute einig. Deshalb macht es
nach Ansicht aller absolut Sinn, die Wälder zur Waldbrandprävention in
laubbaumreichere Mischwälder umzubauen. Darüber hinaus appellieren sie
an Waldbesucher und Waldbesitzer, alles zu vermeiden, was einen
Waldbrand auslösen könnte. „Durch Aufklärung und Sensibilisierung der
Bevölkerung kann arglosem Verhalten vorgebeugt werden“ erklärt
Kreisbrandrat Schrank und verweist dabei auf die Hinweise in der Richtlinie
zur Waldbrandabwehr des Landwirtschafts- und Innenministeriums. So ist
es verboten im Wald selbst und in einer Nähe von 100 m davon offenes
Feuer wie bei Lagerfeuern oder beim Grillen üblich zu entzünden. Häufig
sind leichtfertig weggeworfene Zigarettenkippen Auslöser von verheerenden Waldbränden. Es besteht sogar ein Rauchverbot im Wald, vom 1. März bis 31. Oktober, was viele gar nicht wissen. Eine Brandursache, die gerne unterschätzt wird, sind PKWs. Laut dem Kreisbrandrat kann sich trockenes Gras schnell durch den heiß gelaufenen Auspuff eines geparkten Autos entzünden. Kritsch sehen die Fachleute auch das leichtfertige Anzünden von Daxenfeuern. Diese dienen dem Abbrennen von Ast- und Gipfelmaterial gefällter Bäume. „Wegen der Waldbrandgefahr und den vielfach negativen ökologischen Auswirkungen ist es empfehlenswert, möglichst darauf zu verzichten und Beseitigungsalternativen zu wählen“, erläutert Abteilungsleiter Luckas. Meistens macht es mehr Sinn, das Material zur Humusbildung im Wald zu belassen.

Aber es sind nicht immer die menschenverursachten Gefahrenquellen die Waldbrände auslösen. Manchmal reicht auch ein einfacher Blitzschlag wie
vermutlich im Fall des Schwarzenberg Brandes. Kreisbrandrat Richard Schrank erklärte, dass es allen Einsatzkräften viel helfen würde, wüssten sie von vornherein, wo genehmigte Brauchtums- oder Daxenfeuer geplant sind. Durch eine rechtzeitige Anmeldung bei der Integrierten Leitstelle (ILS), https://daxenfeuer.de/, kann schnell und übersichtlich eine Zusammenstellung von Ort und Umfang der beabsichtigten Feuer erstellt werden. Eingehende Notrufe zu Rauchentwicklungen oder Feuer können so entsprechend zugeordnet und Fehlalarme reduziert werden. Die Zahl der Einsätze ist nämlich laut Schrank stark gestiegen. Weniger Fehlalarmierungen bedeuten weniger unnötige Belastung der Einsatzkräfte.
Für die Experten ist abschließend klar, dass in Zeiten steigender Waldbrandgefahr alle Möglichkeiten zur Waldbrandprävention und optimierten Waldbrandbekämpfung genutzt werden sollten. Am Ende des
konstruktiven Austauschs vereinbarten deshalb die Beteiligten eine
Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen der Kreisbrandinspektion und der Forstbehörde. Schließlich gilt es, Bilder wie zuletzt von den Waldbränden im Mittelmeerraum oder Kanada zu vermeiden, um unsere herrlichen Gebirgswälder mit ihren lebenswichtigen Aufgaben zu erhalten.
(Quelle: Pressemitteilung Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: AELF)

Daxenfeuer-Verbot jetzt auch in der Stadt Rosenheim

Daxenfeuer-Verbot jetzt auch in der Stadt Rosenheim

Rosenheim – Nachdem der Landkreis Rosenheim heute bereits das Anzünden von Daxenfeuern verboten hat (wir berichteten), folgt nun auch Stadt Rosenheim. Hier die aktuelle Info dazu.

Die Pressemitteilung der Stadt Rosenheim im Wortlaut:
Aufgrund der hohen Waldbrandgefahr sind ab sofort Daxenfeuer solange verboten, bis die amtliche Gefahrenstufe wieder herabgesetzt wird. Nach der Waldbrandindexkarte des Deutschen Wetterdienstes herrscht in der Stadt Rosenheim sehr hohe, teils extreme Waldbrandgefahr.
Zusätzlich sind keine offenen Feuer in Wäldern erlaubt. Bei offenen Feuern in Waldnähe ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 100 Metern einzuhalten. Außerdem müssen offene Feuerstätten unter ständiger Aufsicht stehen und Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle vollständig erloschen sein.
Um den Brennglaseffekt zu vermeiden, darf kein Glas in Wäldern oder auf Freiflächen zurückgelassen werden. Parkende Autos sollten nicht die Zufahrten zu Wäldern blockieren und nur auf ausgewiesenen Flächen stehen. Grasflächen können durch heiße Katalysatoren entzündet werden.

Sobald die Waldbrandgefahr wieder abnimmt wird gesondert informiert.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Innpuls.me)

 

Daxenfeuer verboten

Daxenfeuer verboten

Landkreis Rosenheim – Aufgrund der derzeitigen Trockenheit und der damit verbundenen Waldbrandgefahr ist im Landkreis Rosenheim das Anzünden von Daxenfeuern ab sofort verboten. Wie das Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung im Landratsamt Rosenheim mitteilt, gilt in den kommenden Tagen sehr hohe, teils extreme Waldbrandgefahr. Dies geht aus der Waldbrandindexkarte des Deutschen Wetterdienstes hervor.

Aufgrund der hohen Waldbrandgefahr ist offenes Feuer in Wäldern absolut verboten, informiert das Landratsamt Rosenheim aktuell. Wer ein Lagerfeuer entzünden will, muss einen Mindestabstand von 100 Metern zum nächsten Wald einhalten. Offene Feuerstätten müssen beaufsichtigt werden. Zigarettenkippen sollten nicht weggeworfen werden.

Vorsicht vor Brennglaseffekt

Wegen des Brennglaseffekts sollte auch kein Glas liegengelassen werden. Bei Ausflügen in die Natur mit dem Auto sollten nur ausgewiesene Parkplätze genutzt werden, da heiße Katalysatoren Grasflächen entzünden können.
Die Zufahrten zu Wäldern müssen freigehalten werden, da sie bei Bedarf wichtige Rettungswege sind. Brände oder Rauchentwicklungen bitte sofort über Notruf 112 an die Integrierte Leitstelle in Rosenheim melden. Entstehende Brände sollten nur dann gelöscht werden, wenn eine Gefährdung der eigenen Personen ausgeschlossen ist.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Weiterhin erhöhte Waldbrandgefahr

Weiterhin erhöhte Waldbrandgefahr

Bayern – Aufgrund der anhaltend hohen Waldbrandgefahr hat die Regierung von Oberbayern die Luftbeobachtung über das Wochenende sukzessive auf den gesamten Regierungsbezirk ausgeweitet.  Am heutigen Samstag, 17. Juni starten laut Presseinfo der Regierung von Oberbayern Flieger von den Stützpunkten Oberpfaffenhofen (Landkreis Starnberg), Königsdorf (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) und Ohlstadt (Landkreis Garmisch-Partenkirchen). Am morgigen Sonntag, 18. Juni, finden Beobachtungsflüge in ganz Oberbayern statt.

Die Anordnung der Luftbeobachtung geschieht in Abstimmung mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Die Flüge finden jeweils am Nachmittag statt.

Wälder auf leicht sandigen Standorten besonders gefährdet

Aufgrund zunehmender Trockenheit weist der allgemeine Waldbrandgefahren-Index für weite Bereiche Oberbayerns nach wie vor eine hohe Waldbrandgefahr aus (Stufe 4). Besonders gefährdet sind laut der Regierung von Oberbayern Wälder auf leichten sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder.
Die Regierung von Oberbayern bittet insoweit erneut dringend darum, im Wald oder in einer Entfernung von weniger als 100 Metern davon

  • kein Feuer oder offenes Licht anzuzünden oder zu betreiben,
  • keine offenen Feuerstätten zu errichten oder zu betreiben,
  • keine Bodendecken abzubrennen und keine Pflanzen oder Pflanzenreste flächenweise abzusengen,
  • keine brennenden oder glimmenden Sachen wegzuwerfen und nicht zu rauchen.
    Dies gilt auch für Waldbesitzer, Jäger und alle Personen, die mit Waldarbeiten beschäftigt sind.

Die Luftbeobachtung ist eine vorbeugende Maßnahme der Waldbrandbekämpfung. Die Regierung von Oberbayern trägt die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds. Die Flugbereitschaft Oberbayern der Luftrettungsstaffel Bayern e.V. stellt die ehrenamtlichen Piloten. Die ausgebildeten amtlichen Luftbeobachter sind in der Regel Bedienstete der Katastrophenschutzbehörden oder Forstbehörden vor Ort.
(Quelle: Pressemitteilung Regierung von Oberbayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Hohes Risiko für Waldbrände in Bayern

Hohes Risiko für Waldbrände in Bayern

Freising / Bayern – Aktuell besteht in Bayerns Wäldern, nach Auskunft der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) akute Waldbrandgefahr. Für weite Teile des Landes ist vom Deutschen Wetterdienst die zweithöchste, vereinzelt auch die höchste Waldbrand-Gefahrenstufe ausgerufen worden. In den letzten Wochen trockneten die Streuauflage und die oberste Bodenschicht stark aus, daher gelte es jetzt, im Wald besonders aufmerksam und vorsichtig zu sein.

Doch auch der Blick auf das rückliegende und zukünftige Waldbrandgeschehen in Bayern bringt wichtige Erkenntnisse. Deshalb untersucht die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in einem bundesweiten Forschungsvorhaben das Waldbrand-Risiko, auch unter klimatischen Veränderungen und hat dazu bereits erste Zahlen und Fakten gesammelt.

Mensch ist zu 90 Prozent Auslöser für einen Waldbrand

Welches Ausmaß Waldbrände im schlimmsten Fall annehmen können, zeigen die jüngsten Bilder in den Medien, zuletzt vom ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog im südlichen Brandenburg. Auch in Bayern gilt aktuell allerhöchste Vorsicht, denn durch die Trockenheit genügt eine weggeworfene Zigarettenkippe, ein Grillfeuer oder ein auf trockenem Gras im Wald geparktes Auto mit heißem Katalysator, um ein Feuer zu entfachen. Zu über 90 Prozent sei  der Mensch Auslöser für einen Waldbrand.

„Im Klimawandel werden heiße und trockene Tage häufiger und das Waldbrandrisiko nimmt zu. So hat die Zahl der Tage mit den beiden höchsten Waldbrandwarnstufen im Vergleich zum Referenzzeitraum 1961-1990 in Bayern bereits von 27 auf 38 Tage zugenommen“, so die LWF. Nach den einschlägigen Klimaszenarien werde sich dieser Trend auch in Zukunft weiter fortsetzen.

Ob wir es im Wald in Bayern künftig auch mit Bedingungen wie in Kanada, Spanien, Portugal oder Griechenland zu tun bekommen, erforscht die LWF in einem bundesweiten Forschungsvorhaben (Waldklimafondsprojekt MultiRiskSuit) und Waldbrandnetzwerk. „Eines kann man zum Glück bereits heute festhalten:“, so Dr. Lothar Zimmermann von der Abteilung Boden und Klima der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), „In Bayern wirken eine ganze Reihe an Faktoren der Entstehung von Großbränden im Wald entgegen.“ So zeigt die Waldbrandstatistik seit 1991 für die Anzahl der Brände sowie die betroffene Fläche in Bayern einen abnehmenden Trend, lässt man den Bundesforst mit seinen großen militärischen und regelmäßig von Bränden betroffenen Übungsplätzen außen vor (2 % der Waldfläche in Bayern).„Im Gegensatz zu Kanada verfügen wir über andere Waldstrukturen und sind ein dicht besiedeltes Land, bei dem regelmäßig eine rasche Alarmierung der Feuerwehren erfolgt“, berichtet Lothar Zimmermann, „bei hoher Waldbrandgefahr wird zudem eine Luftbeobachtung durch die Bayerische Luftrettungsstaffel angeordnet“. Ferner sorgen in Bayern rund 330.000 Feuerwehrleute in 7.521 Feuerwehren für eine schnelle Bekämpfung entstehender Brände, so dass sie erst gar nicht groß werden können. Hierbei zeigt sich bei der Waldbrandbekämpfung auch der Vorteil einer guten Erschließung des Waldes durch Forstwege.

Der größte Waldbrand 2022 betrug 2 Hektar

So kam es zum Beispiel im heiß-trockenen Extremsommer 2022 in Bayern zwar zu einer ganzen Reihe an Waldbränden, diese hatten aber insgesamt nur einen geringen Flächenumfang. Der größte Waldbrand betrug ganze 2 Hektar (etwas mehr als 2 Fußballfelder). Auch der Waldumbau zu laubholzreicheren Wäldern wirkt dem steigenden Waldbrandrisiko entgegen, so die Experten der LWF.
Die Ausnahme bilden regelmäßig die von verschiedenen Nationen genutzten militärischen Übungsplätze im Freistaat. Durch den Übungs- und Schießbetrieb kommt es auf diesen Flächen regelmäßig zu Bränden. Außerhalb der Truppenübungsplätz sind größere Waldbrände (>10 ha) in Bayern vergleichsweise selten (3 seit 2005). Sie entstehen in der Regel nur dann, wenn der Brand für die Feuerwehr schlecht zugänglich ist und durch die Geländesituation noch verstärkt wird (thermische Aufwinde), wie zum Beispiel im steilen Gelände in den Alpen.
Zuletzt kam es so 2007 am Antoniberg bei Bad Reichenhall (30 ha), Silvester 2016 am Jochberg am Walchensee (30 ha) oder im Frühjahr 2022 auf der Tiroler Seite bei Hohenschwangau (rund 35 ha) zu größeren Bränden im alpinen Gelände. In Bayern ist man in schwierigem Gelände wie in den Alpen inzwischen mit Spezialgerät ausgestattet und für eine Löschung aus der Luft mit Hubschraubern vorbereitet.

„Kein Grund zur Panik“

Also auch bei hoher Waldbrandgefahr und drastischen Bildern aus anderen Regionen Deutschlands und der Welt kein Grund zur Panik, so die LWF. Aber eben Grund zur besonderen Vorsicht im Wald und zur erhöhten Wachsamkeit, um entstehende Brände im Wald schnell über die 112 zu melden. Außerdem beachten: Nach dem Bayerischen Waldgesetz dürfen Waldbesucher im Wald in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober nicht rauchen und nicht ohne Genehmigung Feuer machen, d. h. auch nicht grillen!
(Quelle: Pressemitteilung Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft / Beitragsbild. Copyright M. Jantsch, LWF)