Helme-Heine-Ausstellung in Prien: Meisterhafte Karikaturen

Helme-Heine-Ausstellung in Prien: Meisterhafte Karikaturen

Prien / Landkreis Rosenheim – Beim Namen Helme Heine (geboren 1941) denkt man an so manchen KInderbuch-Klassiker wie „Mullewapp“ oder „Tabaluga“. Dass sein künstlerisches Repertoire noch weit großer ist, beweist die aktuelle Ausstellung „Requiem für die Neuzeit“ in der Galerie im Alten Rathaus in Prien (Landkreis Rosenheim)

Über 50 Kinder- und Jugendbücher hat Helme Heine bereits geschrieben. Seit vielen Jahren lebt er zusammen mit seiner Frau Gisela von Radowitz die meiste Zeit des Jahres in Neuseeland.
Viele seiner Werke wirken auf den ersten Blick kindlich naiv, doch es steckt meist eine Botschaft dahinter, die sich mehr an die Erwachsenen richtet.
Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 4. August 2024. Öffnungszeiten: jeweils Mittwoch bis Sonntag, von 13 bis 17 Uhr. Es gibt auch ein Rahmenprogramm mit Lesungen und Führungen. Mehr dazu hier.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)

Eröffnung der Ausstellung des Multikünstlers Andreas Legath in Bruckmühl

Eröffnung der Ausstellung des Multikünstlers Andreas Legath in Bruckmühl

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Andreas Legath zählt zu den bekanntesten Künstlern der Region Rosenheim. Am gestrigen Sonntag (2.6.2024) wurde eine Ausstellung mit Werken von ihm und Freunden in der Galerie Markt Bruckmühl (Sonnenwiechser Straße 12) eröffnet. 

Es ist nach den Präsentationen von Christian Heß und Rupert Dorrer die dritte Kunstschau der Reihe, in der Juroren der Galerie ihre Werke zusammen mit jenen der Künstler, die sie gelehrt, beeinflusst oder gesammelt haben, dem Publikum zeigen.
Der Maler, Zeichner, Radierer und Plastiker Legath, der auch Bühnenbilder und als Musiker „Klangräume-Gestalter“ ist, zeigt aus seiner umfangreichen Sammlung nicht nur Bilder befreundeter Kollegen und Lehrmeister von Rudi Träger bis Oskar Kokoschka, sondern auch historische Keramiken und beeindruckende sakrale Holzskulpturen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 14. Juli. Öffnungszeiten: Mittwoch von 14 bis 18 Uhr, Samstag von 11 bis 18 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt pro Person 1,50 Euro. Weitere Infos hier.
(Quelle: Artikel: Hendrik Heuser / Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser – Beitragsbild zeigt: Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter begrüßte die zahlreichen Besucher, bevor Andreas Legath in die Ausstellung einführte.)

Ausstellungseröffnung über die NS-Zeit im Chiemgau

Ausstellungseröffnung über die NS-Zeit im Chiemgau

Traunstein – Unter dem Titel „Verfolgung und Widerstrand in der NS-Zeit im Chiemgau“ wurde im Vereinshaus eine Ausstellung eröffnet, die den Schwerpunkt auf die lokalen und politischen Geschehnisse in den 20er, 30er und 40er Jahre des letzten Jahrhundert legt. 

Friedrich Mühldorfer führte die Gäste bei der Eröffnung durch die regionale Zeitgeschichte der NS-Zeit. Fotos: Hubert Hobmaier

Friedrich Mühldorfer führte die Gäste bei der Eröffnung durch die regionale Zeitgeschichte der NS-Zeit. Fotos: Hubert Hobmaier

„Es schaudert mich, wenn ich daran denke, dass das NS-Regime auch in unserer Heimat für Furcht und Schrecken gesorgt hat und viele Menschen unter darunter leiden mussten und zu Tode kamen“, betont die treibende Kraft Svetlana Teterja-Pater.  Bis zum 3.6. sind im Vereinshaus Traunstein an der Trauner Straße zahlreiche eindrückliche Schautafeln mit Bild- und Textnachweisen ausgestellt. Bei freiem Eintritt ist sie Montag bis Freitag in der Zeit von 14 Uhr bis 18 Uhr sowie am Samstag zwischen 10 Uhr und 14 Uhr geöffnet. Die ursprüngliche Ausstellung wurde bereits vor 30 Jahren durch den Kreisjugendring Traunstein konzeptioniert und nun anlässlich der bevorstehenden Europawahl sowie den weltweiten politischen Entwicklungen „auf aktuellen Stand gebracht“.

Sieben Schulklassen nutzten das Angebot

Im Rahmen des Eröffnungsabends betonte der stellvertretende Vorsitzende Andreas Hunglinger, „dass wir uns im Rahmen einer Vorstandssitzung darauf geeinigt haben, die Ausstellung vom Dachboden zu holen, um sie erneut der Öffentlichkeit zu präsentieren“ und gab weiter an, „dass wir hier im Vereinshaus Traunstein Dank unseres Vorstandsmitgliedes Svetlana Teterja-Pater schnell fündig geworden sind“. Bereits im Vorfeld besuchten sieben Schulklassen aus Traunstein die Ausstellung und wurden durch Friedbert Mühldorfer fachlich begleitet.

Svetlana Teterja-Pater war die treibende Kraft, dass die Ausstellung wieder gezeigt wird - sie lebt ganz in der Nähe des Traunsteiner Viadukts. Foto: Hubert Hobmaier

Svetlana Teterja-Pater war die treibende Kraft, dass die Ausstellung wieder gezeigt wird – sie lebt ganz in der Nähe des Traunsteiner Viadukts. 

Der ehemalige Lehrer und Mitgestalter der Ausstellung betonte in seiner kurzen Ansprache, „gerade der lokale Bezug spricht die Menschen an und es gäbe zahlreiche Möglichkeiten, sich im Rahmen von Seminararbeiten in Schulen mit dem Thema auseinander zu setzen“. Gleichzeitig betonte er, „eigentlich hätte dieses Werk eine dauerhafte Ausstellung im Landkreis Traunstein verdient, damit sich gerade die junge Generation mit der Geschichte kritisch auseinandersetzen kann“.
„Aus der Geschichte lernen“

In seinem Grußwort zitierte Eduard Niederlöhner, der ehemalige Vorstand des Kreisjugendrings und Initiator der Ausstellung den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker, „Es geht nicht darum, Vergangenheit zu bewältigen. Das kann man gar nicht. Sie lässt sich nicht nachträglich ändern oder ungeschehen machen. Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart“, so Eduard Niederlöhner, der gleichzeitig seine Freude zum Ausdruck brachte, dass die Ausstellung nun erneut der Öffentlichkeit präsentiert wird und bei den Schulklassen regen Zuspruch fand.

Stellvertretender Vorsitzender des KJR, Andreas Hunglinger bei der Eröffnung.

Stellvertretender Vorsitzender des KJR, Andreas Hunglinger bei der Eröffnung.

„Aus der Geschichte lernen war damals unser Antrieb“, so Eduard Niederlöhner und gab an, von dem jüdischen Sprichwort „Das Vergessenwollen verlängert das Exil, und das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung“ geleitet worden zu sein. Die damaligen Verantwortlichen waren zudem „von der Hoffnung getragen, dass sich der Nazi-Terror in der NS-Zeit niemals wiederholt“.

NS-Regime war auch im Chiemgau aktiv

Durch die Ausstellung am Eröffnungsabend führte Friedbert Mühldorfer. Diese spannt einen Bogen beginnend vom verlorenen 1. Weltkrieg über die zunehmende Polarisierung und Radikalisierung in den zwanziger Jahren. Zahlreiche Bildzeugnisse wie ein Auftritt Adolf Hitlers in der vollbesetzten Traunsteiner TVT-Halle oder in Schleching sind Zeugnisse dafür, dass das NS-Regime auch im Chiemgau und Rupertiwinkel sehr aktiv war. Weiter widmet sich die die Ausstellung der Machtübernahme 1933 und präsentiert wiederum zahlreiche „Zeitzeugnisse“ aus Traunstein und dem gesamten Landkreis.

Sie befasst sich aber auch mit dem Konzentrationslager in Dachau und beleuchtet, wie Andersdenkende und politische Gegner gezielt und mitunter gewaltsam „ausgeschaltet wurden“. Sehr eindrücklich schilderte Mühldorfer beispielsweise, dass im Jahr 1933 erstmals 27 Gefangene aus Traunstein nach Dachau transportiert wurden und der bekannte KPD-Stadtrat Hans Braxenthaler als erstes Todesopfer des NS-Regimes in der Region gilt. „Dieser hat sich in seinem Versteck am Hochberg auf Grund seines Auffindens durch die Suchmannschaften der Gestapo sowie nach schwerer Misshandlung das Leben genommen“, so Mühldorfer.

„Traunsteiner Glockenstreick“ sorgte für Unruhe‘

Die Ausstellung zeigt darüber hinaus weitere persönliche Geschichten wie die des späteren Traunsteiner Oberbürgermeisters Rupert Berger oder die des ehemaligen Stadtpfarrers Josef Stelzle, der für eine Aussage in einer Predigt in die Missgunst der NSDAP gefallen war und in Haft genommen wurde. „Mit einem Glockenstreick sorgte er für so viel Aufsehen, dass es ihm gelang, seine Stelle als Pfarrer wiederzuerlangen“, betonte Mühldorfer und verwies darauf, dass sich die Ausstellung mit dem Widerstand in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen beschäftige. Die Tafeln zeigen aber auch, wie Zwangsarbeiter in der Region beschäftigt waren und welche Rolle die Religionsgemeinschaften gespielt haben.
Die letzten Schautafeln widmen sich „widerstandslosen Übergabe Traunsteins, die einer kleinen Gruppe Traunsteiner Bürger zu verdanken ist. Sie haben unter anderem verhindern können, dass das Traunsteiner Viadukt von den amerikanischen Truppen gesprengt wurde“, hieß es in der Führung. Ausgestellt ist auch eine Aufnahme mit 61 Särgen. Es handelte sich um Kriegsgefangene die in den letzten Kriegstagen als Kolonnen durch Traunstein „getrieben wurden“ und auf Befehl von Heinrich Himmler nahe Surberg durch SS-Leute erschossen wurden.
Die Sinnlosigkeit des Krieges veranschaulicht eine weitere Grafik sehr deutlich. 55 Millionen Menschen haben während des 2. Weltkrieges ihr Leben verloren, darunter mehr als 20 Millionen Sowjetbürger, fast sieben Millionen Deutsche und rund sechs Millionen Polen. Der 2. Weltkrieg hat in weiten Teilen der Erde für Tod und Schrecken gesorgt.

Am 4.6. die eigene Geschichte erzählen

„Ich habe selbst sowjetische Wurzeln und lebe mit meiner Familie unweit des Traunsteiner Viaduktes“, sagt Svetlana Teterja-Pater und ergänzt, „wenn ich die Geschichten höre dann bekomme ich Gänsehaut, weil ich durch die persönliche Nähe zu den Orten und den Hintergründen einen Bezug herstellen kann. Es ist nicht irgendwo, sondern hier bei uns zuhause passiert und die Geschichte darf sich keinesfalls wiederholen“, sagte die junge Frau mit bewegter Stimme.
Gleichzeitig freut sie sich, dass sie in den Nachwuchsreihen des Vereinshauses so viele Freiwillige gefunden hat, dass die Ausstellung bis zum 3.6. präsentiert werden kann und hofft, dass sich viele Besucher mit dem Thema „Verfolgung und Widerstand in der NS-Zeit im Chiemgau“ auseinandersetzen werden. Am 4.6. ist um 19 Uhr die Veranstaltung „Vorbeikommen und Erzählen“ als Abschluss geplant. „Alt und Jung sind eingeladen, ihre persönliche Geschichte oder Erzählungen der Eltern beziehungsweise Großeltern vorzutragen“, so die Hauptorganisatorin abschließend. 
(Quelle. Artikel Hubert Hobmaier / Beitragsbild, Fotos: Hubert Hobmaier)

Ausstellung: Zauberhafte Kinderbuchwelten von Bernhard Oberdieck

Ausstellung: Zauberhafte Kinderbuchwelten von Bernhard Oberdieck

Seeon / Landkreis Traunstein – Im Mesnerhaus des Kultur- und Bildungszentrums des Bezirks Oberbayern werden von 1. Juni bis 6. Oktober Arbeiten des bekannten Kinderbuchillustrators Bernhard Oberdieck gezeigt. Geschichten für Kinder in Bilder zu fassen, hat dieser sich zur Lebensaufgabe gemacht.

Durch seine detailgetreuen Zeichnungen lädt er Kinder und Erwachsene zum Träumen ein und entführt sie in eine magische Bilderwelt. Begleitend zur Ausstellung wird der Film „Weiße Eule, blaue Maus“ (Bayerischer Rundfunk, ARD 1989), basierend auf den Illustrationen von Bernhard Oberdieck, im Ausstellungsbereich gezeigt.
Bekannt wurde Bernhard Oberdieck durch eine spezielle Farbstifttechnik: mit spitzen Buntstiften setzt er Strich für Strich aneinander und legt diese wie ein Raster transparent übereinander, bis schließlich aus Tausenden von kleinen Farbstrichen einfühlsame, warme Bilder entstehen. Er schafft detailgetreu wiedergegebene Tiere, Orte und Momente, welche er mit Buntstift, Pastellkreide oder Acryl- und Aquarellfarben entstehen lässt. So zum Beispiel Teddy „Washable“, der schon alt und abgeschabt loszieht, um zu erfahren, wofür er gut ist. Er trifft viele Tiere, die er befragt, bis ihm ein kleines Mädchen eine ganz einfache Lösung zeigt. Oder die listige dicke Maus, die mit ihrer Stärke und Klugheit die Schleiereulen aus dem Wald vertreibt. Insgesamt illustrierte Bernhard Oberdieck mehr als 300 Bücher für deutsche sowie internationale Verlage. Zu seinen bekanntesten Illustrationen gehören sicher die Arbeiten zu den Büchern von Michael Ende, die seinen Durchbruch bedeuteten.

Auch Skizzen und Studien zu sehen 

Bernhard Oberdieck wurde am 24. Februar 1949 in Oerlinghausen/Westfalen geboren. Nach der Schulzeit folgte zunächst eine Ausbildung als Lithograf. Anschließend studierte er von 1970 bis 1975 freie Grafik an der Werkkunstschule in Bielefeld bei Professor Karl-Heinz Meyer. 1978 ging Bernhard Oberdieck als freiberuflicher Grafiker nach München und war dazu auch schon als Illustrator tätig. Seit 1980 lebt und arbeitet er bei Wasserburg am Inn.
Im Mesnerhaus von Kloster Seeon zeigt der Künstler nicht nur fertige und veröffentlichte Arbeiten, sondern auch Skizzen und Studien. Kleine und große Besucher können mit dem Auge ganz nahe ans Papier gehen und jeden „Strich“, aber auch die akribische Planung, den Weg von der Skizze bis zum fertigen Bild nachvollziehen. Denn bei der Entstehung seiner Bilder sucht sich der Illustrator zu Beginn passende Textpassagen aus den Büchern heraus, und macht sich kleine „Gedankenskizzen“. Im nächsten Arbeitsgang legt er mehrere verschiedene Bleistiftzeichnungen an, platziert Bild und Text zur Skizze und erst wenn das ganze Buchlayout fertig ist, werden aus den Skizzen Illustrationen. Dann erst legt er fest, in welcher Technik diese umgesetzt werden. Je nach Größe des Bildes sind manchmal 450 bis 500 Arbeitsstunden nötig, um ein Bild mit seiner speziellen Farbstifttechnik zu gestalten. Aufgrund dieses hohen Aufwands bevorzugt Oberdieck in späteren Jahren die Aquarelltechnik.
Die Ausstellung im Mesnerhaus (Klosterweg 15) ist täglich von 10 bis12:30 Uhr und 13:30 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Mehr Infos zur Ausstellung unter www.kloster-seeon.de/kultur-erleben/ausstellungen.

Rahmenprogramm zur Ausstellung:

Mittwoch, 21.8, 10 bis 11:30 Uhr
Ferienprogramm für Kinder: Zeichnen mit Bernhard Oberdieck
Welche Tiere trifft der Teddy „Washable“ auf seiner Reise? Und wie komme ich von der Geschichte zum Bild? Bernhard Oberdieck erklärt mit Hilfe seiner Illustrationen, wie eine Zeichnung entsteht. Unser seiner Anleitung und der eigenen Fantasie entstehen so eigene Kinderbuchfiguren. Für Kinder von 6 – 12 Jahren.
Tickets für das Ferienprogramm sind im Klosterladen Seeon oder im Webshop www.kloster-seeon.de erhältlich.

Samstag, 14.9. und Sonntag, 15.9., jeweils 14 Uhr (Klösterlicher Markt)
Schauzeichnen im Mesnerhaus
Live Erleben wie eine Illustration entsteht und Fragen stellen zur Zeichnung an Bernhard Oberdieck – hier kann man dem Künstler über die Schulter schauen (Eintritt frei)
(Quelle: Pressemitteilung Kloster Seeon / Beitragsbild: Bernhard Oberdieck  Copyright Oberdieck )

Ausstellung „Verfolgung und Widerstand“ kommt nach Traunstein

Ausstellung „Verfolgung und Widerstand“ kommt nach Traunstein

Traunstein – Die Ausstellung „Verfolgung und Widerstand während der NS-Zeit im Landkreis Traunstein“ kommt nach Traunstein. Das Vereinshaus in Traunstein (Traunerstraße 1) bietet in der Zeit von 23. Mai. bis zum 3. Juni. die Möglichkeit, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Der Eintritt ist kostenlos. Am morgigen Mittwoch, 22. Mai,  wird die Ausstellung um 19 Uhr offiziell eröffnet, an diesem Abend wird es eine Führung geben. Am 4. Juni bildet die Veranstaltung „Vorbeikommen und Erzählen“ den Abschluss.

„Wir müssen uns mit der Vergangenheit weiter kritisch auseinandersetzen, damit sich die Geschichte niemals wiederholt“, betont Svetlana Teterja-Pater vom Vereinshaus und ergänzt, „daher sind wir gerne Gastgeber für diese Ausstellung und bieten auch Führungen an. Am Mittwoch (22.Mai) wird die Ausstellung um 19 Uhr offiziell eröffnet. Neben einer Ansprache von Konrad Baur, dem Vorsitzenden des Vereinshauses Traunstein, ist eine Führung durch Friedbert Mühldorfer vom Netzwerk „Bunt statt Braun“ geplant.

Zwischen 23.5. und 03.06. ist sie dann jeweils von Montag bis Freitag zwischen 14 Uhr und 18 Uhr und am Wochenende zwischen 10 Uhr und 14 Uhr geöffnet. Bereits vor dem offiziellen Start hatten Schulklassen die Möglichkeit, eine Führung durch die Ausstellung zu buchen. Der Lehrer und Mitinitiator Friedbert Mühldorfer hat beispielsweise der Mittelschule Traunstein sowie der FOS/BOS Traunstein Führungen gegeben.
Am 4.6. ist dann ebenfalls um 19 Uhr die Veranstaltung „Vorbeikommen und Erzählen“ als Abschluss geplant, bei dem Jeder eingeladen ist, der von der Geschichte der Eltern oder Großeltern erzählen möchte. „Damit wollen wir uns gemeinsam gegen das Vergessen dieser schlimmen Zeit stellen“, so Svetlana Teterja-Pater. Als Moderator wird der 2. Vorsitzende des Kreisjugendrings Traunstein, Andreas Hunglinger, durch den Abend führen.

30 große Schautafeln informieren

30 große Schautafeln über die Zeit des Nationalsozialismus, der auch im Landkreis nicht Halt machte, zeigen viele Beispiele und verdeutlichen die schrecklichen Folgen des NS-Regimes. Gleich zu Beginn der Naziherrschaft wurden Frauen und Männer vor allem aus der Arbeiterbewegung als Nazigegner verfolgt und oftmals mehrere Jahre eingesperrt. Anhand vieler Einzelbeispiele wird das Ausmaß der Verfolgung, die mit den Jahren ausgeweitet wurde, deutlich.
Die Ausstellung vermittelt darüber hinaus, dass es in allen Teilen der Gesellschaft auch Widerstand gab. Auf verschiedenen Tafeln werden Beispiele aus Gemeinden und Städten veranschaulicht. Die Erstellung durch Mitglieder des Kreisjugendrings war nur möglich, da noch viele „Spuren vor Ort gesichert“ und Gespräche mit Zeitzeugen geführt werden konnten.
Neben dem Kreisjugendring Traunstein, der hat die Ausstellung zur Verfügung gestellt hat, wird diese durch das „Junge Ensemble Chiemgau“, der Jugend des Vereinshauses, veranstaltet. Als Mitveranstalter der vom Bayerischen Kultusministerium geförderten Sammlung, tritt das regionale Netzwerk „Bunt statt Braun“ auf. Der Besuch der Ausstellung sowie der beiden Abendveranstaltungen ist kostenlos. Als Ansprechpartner steht Svetlana Teterja-Pater (kontakt@vereinshaus-traunstein.de) zur Verfügung.
(Quelle: Artikel: Hubert Hobmaier/ Beitragsbild: Vereinshaus Traunstein)

Loifei & Wadlstrümpf im Bergsteigerdorf Sachrang

Loifei & Wadlstrümpf im Bergsteigerdorf Sachrang

Sachrang / Landkreis Rosenheim – „Loifei & ‚Wadlstrümpf – Strickkunst und Stricken zur  Zeit des Müllner Peter bis heute “ ist der Titel der neuen Sonderausstellung im Müllner-Peter- Museum Sachrang (Landkreis Rosenheim – Müllner-Peter-Weg 3, 83229 Aschau im Chiemgau)

Die neue Sonderausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte der Strickkunst. Foto: H. Reiter

Seit wann ist die Strickkunst belegt? Und was haben welche Menschen warum gestrickt? War das Stricken ausschließlich „Weibakram“? Diesen und anderen Fragen rund um das Stricken widmet sich die diesjährige Sonderausstellung. Sie beleuchtet diese Handwerkstechnik, welche praktische, soziale, kulturelle, manchmal auch politische Bedeutung hatte bzw. hat.

Am Freitag,17. Mai,  19 Uhr findet unter dem Titel „Gwand und Tracht im Priental“ ein Podiumsgespräch als Kooperationsveranstaltung mit dem HGV Aschau im Chiemgau mit Alexander Wandinger (Leiter des Zentrums für Trachtengewand/ Bezirk Oberbayern) und Vertretern der Prientaler Trachtenvereine (Griabinga, Edelweißa, Geigelstoana) statt. (Erkersaal Alte Schule, 1. Stock, Kosten 3 Euro pro Person.) Bereits ab 18 Uhr ist ein Besuch des Museums mit Sonderausstellung möglich. Weitere Infos gibt es bei der Tourist Info Sachrang, Telefeon 08057/909737 bzw. unter www.sachrang.de.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau und Sachrang / Beitragsbild, Foto: Copyright H. Reiter)

Die neue Sonderausstellung beschäftigt sich mit de Kunst des Strickens. Fotos: H. Reiter