Feiertag „Mariä Himmelfahrt“: Änderungen bei acht Gemeinden in Bayern

Feiertag „Mariä Himmelfahrt“: Änderungen bei acht Gemeinden in Bayern

Fürth / Bayern – Am 15. August wird das Hochfest „Mariä Himmelfahrt“ gefeiert. In bayerischen gemeinden dann ein gesetzlicher Feiertag, wenn dort mehr katholische als evangelische Einwohner ihren Hauptwohnsitz haben – und da gibt es heuer bei 8 Gemeinden Änderungen. 

Grafik: Gemeinden in Bayern, in denen "Mariä Himmelfahrt" 2025 ein Feiertag ist. Grafik: Bayerisches Landesamt für Statistik

Eine Übersicht, in welchen bayerischen Gemeinden „Mariä Himmelfahrt“ 2025 ein gesetzlicher Feiertag it. Grafik: Bayerisches Landesamt für Statistik

Mit der Feststellung der Einwohnerzahlen aus dem Zensus 2022 ergeben sich, laut Auskunft des Bayerischen Landesamt für Statistik, für acht Gemeinden in Bayern Änderungen beim Feiertag Mariä Himmelfahrt. Sechs Gemeinden erhalten den Feiertag hinzu, in zwei Gemeinden ist Mariä Himmelfahrt nicht mehr gesetzlicher Feiertag, aber nach Art. 4 des Gesetzes über den Schutz der Sonn- und Feiertage (Feiertagsgesetz) geschützt. In 1 708 von insgesamt 2 056 bayerischen Gemeinden ist der 15. August ein gesetzlicher Feiertag, in 348 dagegen nicht.

Mariä Himmelfahrt in Bayern: Änderungen in acht Gemeinden

Im Vergleich zu den Verhältnissen nach dem Zensus 2011 ist „Mariä Himmelfahrt“ ab dem Jahr 2025 in den Kommunen Baiersdorf, Marktrodach, Memmingerberg, Oettingen in Bayern, Schwebheim und Weisendorf ein Feiertag. Baiersdorf und Memmingerberg hatten im Gegensatz zu den anderen vier genannten Gemeinden vor der Feststellung der amtlichen Einwohnerzahlen aus dem Zensus 2011 noch die Voraussetzungen für den Feiertag erfüllt und erhalten den Feiertag ab diesem Jahr wieder.

In den Gemeinden Marktschorgast und Seßlach ist hingegen der 15. August nach der neuen Feststellung kein gesetzlicher Feiertag mehr, weil dort zum Stichtag des Zensus am 15. Mai 2022 mehr evangelische als katholische Personen ihren Hauptwohnsitz haben.

Gesetzlicher Feiertag in Altbayern, unterschiedliche Lagen in Franken

Während in Oberbayern und Niederbayern in allen Gemeinden der Anteil der katholischen Bevölkerung überwiegt, zeichnet sich im Norden Bayerns ein deutlich heterogeneres Bild ab: speziell in Ober- und Mittelfranken überwiegt der Anteil der evangelischen Kirchenmitglieder. Dort ist „Mariä Himmelfahrt“ in 54,2 bzw. 81,0 Prozent der Gemeinden kein gesetzlicher Feiertag. In Schwaben, Unterfranken und der Oberpfalz ist der 15. August hingegen überwiegend ein Feiertag.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Grafik: Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Segen für Biker bei Kirche St. Quirinus in Fürstätt

Segen für Biker bei Kirche St. Quirinus in Fürstätt

Rosenheim / Kolbermoor – Segen für Biker: Der Motorradclub „Griabige Schngsbild: auferlfahrer“ veranstaltet am Sonntag, 11. Mai, um 9.45 Uhr, seine Motorradweihe für einen unfallfreien Saisonverlauf, vor der Fürstätter Kirche St. Quirinus.

Die Fahrzeuge werden nach dem Gottesdienst gesegnet. Danach fahren die Biker zum gemeinsamen Weißwurst-Frühstück beim Brückenwirt in Kolbermoor (Brückenstraße 2a).
Gut gestärkt geht es für die Teilnehmer im Anschluss zur gemeinsamen Ausfahrt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kardinal Marx wäscht am Gründonnerstag Pflegekräften die Füße

Kardinal Marx wäscht am Gründonnerstag Pflegekräften die Füße

München – „Arme, Kranke, Sterbende und Demente gehören in die MItte“: Kardinal Marx hat am gestrigen Gründonnerstag (17.4.2025) im Liebfrauendom in München als Zeichen der Anerkennung für ihre Arbeit zehn Pflegekräften aus verschiedenen Münchner Krankenhäusern und einem Seniorenheim die Füße gewaschen. 

Der Umgang mit alten und kranken Menschen ist nach Ansicht von Kardinal Reinhard Marx ein Lackmustest für eine Gesellschaft. „Daran zeigt sich’s: wie wir mit den Alten und Kranken umgehen“, sagte der Erzbischof von München und Freising zu Beginn der Messe vom Letzten Abendmahl am gestrigen Gründonnerstag im Münchner Liebfrauendom. Als Zeichen der Anerkennung und als Vergelt’s Gott für ihre Arbeit wusch er zehn in verschiedenen Münchner Krankenhäusern und einem Seniorenheim tätigen Frauen und Männern die Füße. Die symbolische Handlung der Fußwaschung am Gründonnerstag erinnert daran, dass Jesus Christus vor dem Letzten Abendmahl in Jerusalem seinen Jüngern die Füße wusch.
„Wir wollen eine Gesellschaft, die sieht: die Armen, die Kranken, die Sterbenden und die Dementen. Sie werden nicht beiseitegeschoben, sie gehören in die Mitte der Gesellschaft“, unterstrich der Kardinal in seiner Predigt. „Wir wollen eine wertvolle Gesellschaft aufbauen, die wir dann auch mit Herz und Verstand und möglichst gewaltfrei verteidigen wollen.“

„Dass wir nicht nur im militärischen Sinn, sondern auch im Geist kriegsertüchtigt werden sollen. Das ist neu“.

„Für wen oder was sind wir bereit zu sterben“, hatte der Erzbischof zuvor als Frage aufgeworfen. „Am ehesten wohl für unsere Lieben, unsere Familie, die Menschen, die uns nahestehen“, sagte er. „Für unser Vaterland? Das ist neu. Dass wir nicht nur im militärischen Sinn, sondern auch im Geist kriegsertüchtigt werden sollen: Das ist neu.“ Welche Gesellschaft also sei es, die wirklich verteidigt werden solle? Die Freiheit sei „etwas sehr Theoretisches“, mahnte Marx und erinnerte: „Es kann keine Freiheit geben ohne Verantwortung.“ Ebenso sei Dankbarkeit angezeigt, auch Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.
All das komme am Gründonnerstag zum Ausdruck. „Das Abendmahl signalisiert: Denkt an die Befreiung aus der Sklavenherrschaft und an die Sendung, die euch aufgetragen ist: Demut und die Hingabe zu den Schwachen.“
(Quelle: Pressemitteilung Erzdiözese München und Freising / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Trotz rückläufiger Mitgliederzahlen – Kirchen halten aktive Rolle in bayerischer Gesellschaft

Trotz rückläufiger Mitgliederzahlen – Kirchen halten aktive Rolle in bayerischer Gesellschaft

Fürth / Bayern –  Trotz rückläufiger Mitgliederzahlen halten die beiden Großkirchen in Bayern eine bedeutende und aktive Rolle in der bayerischen Gesellschaft – von zentralen Lebensereignissen bis in den Alltag. Zu diesem Ergebnis kommt das Bayerische Landesamt für Statistik mit Blick auf die Zensusergebnisse. 

In einer gemeinsamen Pressekonferenz präsentierten Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sowie der Präsident des Bayerischen Landesamts für Statistik, Dr. Thomas Gößl, jüngst die statistische Daten zu den Religionsgemeinschaften in Bayern. Die Zahlen geben einen umfassenden Einblick in aktuelle Entwicklungen bei den Religionsgemeinschaften und liefern Zeitreihen zum kirchlichen Leben, wie Taufen und Beerdigungen.

Religionszugehörigkeit in Bayern

Bayern hat sich in den vergangenen Jahrzehnten durch Zuwanderung religiös und kulturell verändert.. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Mitglieder in der römisch-katholischen und evangelischen Kirche kontinuierlich. Das spiegelt sich in den Ergebnissen der letzten Zensus-Erhebungen wider: gehörten 2011 noch drei von vier Personen in Bayern einer der beiden großen Kirchen an, waren es 2022 noch etwas über 60 Prozent. Die detaillierte Analyse zeigt, dass die Zahl der Kirchenmitglieder trotz jährlichen Zuwächsen von durchschnittlich 73 000 Personen durch Taufen, Übertritte und Wiedereintritte insgesamt abnimmt. Bereits die Zahl der kirchlichen Beerdigungen und damit der Sterbefälle führt zu einem negativen Saldo, der durch zusätzliche Kirchenaustritte noch verstärkt wird.

Religiöse Vielfalt inner- und außerhalb der amtlichen Statistik

Neben den über acht Millionen Angehörigen der beiden großen christlichen Kirchen werden auch Mitglieder weiterer öffentlich-rechtlicher Religionsgesellschaften in der amtlichen Statistik erfasst. Dazu gehören beispielsweise die Altkatholiken, die neuapostolische Kirche, Freikirchen, die Zeugen Jehovas sowie jüdische Gemeinden und orthodoxe Kirchen1). Ihr Anteil an der Bevölkerung liegt laut den Ergebnissen des Zensus 2022 bei etwa einem Prozent. Zwei der größeren Gruppierungen stellen die orthodoxen Kirchen mit rund 116 000 Mitgliedern sowie die jüdischen Gemeinden mit rund 11 000 Mitgliedern. Ihre Mitglieder sind besonders stark in den Großstädten München, Nürnberg und Augsburg vertreten. Aber auch in kleineren Städten gibt es jüdische Gemeinden, wie beispielsweise in Fürth, das als bedeutender Ort jüdischen Lebens in Franken galt und diese Tradition mit rund zwei Prozent der jüdischen Gemeindeangehörigen in Bayern heute fortführt. Bei den Angehörigen der orthodoxen Kirchen zeigt sich hingegen eine größere Verteilung auch in ländlichen Regionen.

Eine Besonderheit der Zensusergebnisse – im Gegensatz zu anderen Datengrundlagen – ist, dass sie noch tiefere Einblicke in die demographische Zusammensetzung liefern, so zum Beispiel zum Alter: Während zum Stichtag des Zensus am 15. Mai 2022 die Mitglieder der beiden Großkirchen durchschnittlich 46,1 (evangelisch) bzw. 46,2 Jahre alt waren (römisch-katholisch), sind Mitglieder der jüdischen Gemeinden mit durchschnittlich 58,6 Jahren wesentlich älter, wohingegen Angehörige der orthodoxen Kirchen merklich jünger sind mit einem Durchschnittsalter von 34,2 Jahren.

Daneben gibt es im Freistaat aber auch über fünf Millionen Personen, die einer anderen oder keiner Religionsgemeinschaft angehörig sind. Über sie liegen in der amtlichen Statistik nur wenige Informationen zur Religion oder zum Bekenntnis vor. Einen wichtigen Teil dieser Gruppe bilden Menschen muslimischen Glaubens. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge schätzt deswegen regelmäßig die Zahl der muslimischen Religionsangehörigen, zuletzt in der Studie „Muslimisches Leben in Deutschland 2020“. Für Bayern liegt die so ermittelte Zahl für das Jahr 2019 zwischen 621 000 und 656 000 Personen – 4,8 bis 5,1 Prozent der Bevölkerung.

Kirchliches Leben in Bayern

Die Zahlen zum kirchlichen Leben in Bayern, die vom Landesamt jährlich für das Statistische Jahrbuch bei beiden Großkirchen erhoben werden, zeigen: seit 2011 entschied sich mit etwa 70 Prozent ein Großteil der Bevölkerung für eine kirchliche Beisetzung. Für mehr als jede vierte Zivilehe wurde außerdem im beobachteten Zeitraum auch die kirchliche Ehe geschlossen. Als Träger zahlreicher Einrichtungen wie etwa der Caritas und der Diakonie leisten die Kirchen darüber hinaus einen unverzichtbaren Beitrag zur Betreuung von Kindern, Senioren und hilfsbedürftigen Menschen.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Misereor-Hungertuch zieht in Rosenheimer Kirche St. Nikolaus viele Blicke auf sich

Misereor-Hungertuch zieht in Rosenheimer Kirche St. Nikolaus viele Blicke auf sich

Rosenheim – Seit 50 Jahren sind die Misereor-Hungertücher ein bekanntes Element in katholischen Kirchen in den 7 Wochen vor Ostern. Auch in der Rosenheimer Kirche St. Nikolaus ist das Hungertuch 2025/2026 zu sehen.  Beim gestrigen Sonntagsgottesdienst (6.4.2025) stand es im Fokus. 

Pfarrvikar Robert Baumgartner zelebrierte den Gottesdienst. Georg Schmid (unser Beitragsbild) erklärte den Besuchern dann, welche Botschaft das aktuelle Hungertuch vermittelt. „Auf den ersten Blick erscheint die Szene Idyllisch, bunt und fröhlich. Kinder und Tiere spielen auf einer Sandbank umgeben von Wasser. Aber dann fällt schnell ein Tornado ins Auge, der sich seinen Weg zur Grupp hin bahnt und ein Helikopter kreist am Himmel“, erklärte er. 
Erschaffen wurde das Misereor-Hungertuch von der Künstlerin Konstanze Trommer. Seit 1977 ist sie als freischaffende Künstlerin in Erfurt Tätig. im Stil des Fotorealismus und des magischen Realismus verbindet sie Computerkunst mit einem grafischen und malerischen Gesamtwerk. Ihre meist großformatigen Bilder setzen sich meist kritisch mit gesellschaftspolitischen und ökologischen Themen auseinander.
Das Hungertuch 2024 / 2026 trägt den Titel: „Gemeinsam Träumen – Liebe seit Tat“ und ist in der Kirche St. Nikolaus noch bis zu Ostern zu sehen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Hunderte bunte Eier für den Eggstätter Rathausplatz

Hunderte bunte Eier für den Eggstätter Rathausplatz

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – Er war ein besonderer Farbtupfer in der  Eggstätt (Landkreis Rosenheim): der Osterbrunnen 2023. Nach seiner Premiere vor zwei Jahren kommt er heuer zurück und steht ganz im Zeichen der 1100-Jahrfeier der Gemeinde. 

Unter der Leitung der gemeindlichen Seniorenbeauftragten Marianne Schönhuber und Maria Fischer, Vorsitzende des Gartenbauvereins haben sich heuer wieder engagierte Helfer gefunden, die den Eggstätter Rathausbrunnen mit vielen bunten Eiern und gebundenen Kränzen verschönern wollen.
„Ganz genau 1100 Eier sind es zwar nicht geworden, aber die mehreren Hundert handbemalten Eier sind auch so ein toller Farbtupfer auf dem Rathausplatz.“ freut sich Eggstätts Bürgermeister Christoph Kraus. Wie schon vor zwei Jahren haben auch heuer wieder die Schule und der Kindergarten fleißig mitgeholfen und die Eier bemalt.

Am Donnerstag, 10. April, wird geschmückt

Am Donnerstag, 10. April um 13 Uhr sind alle Interessierten herzlich zum Binden und Schmücken vor dem Haus des Gastes eingeladen. Der fertige Osterbrunnen wird dann am Palmsonntag, 13. April nach dem Gottesdienst gegen 11 Uhr feierlich von Pfarrer Andreas Przybylski geweiht. Es spielt der Musikverein und für Kaffee und Süßes ist ebenfalls gesorgt. Die kleinen Besucherinnen und Besucher dürfen sich zudem auf eine Ostereiersuche freuen.
(Quelle: Tourist-Info Eggstätt / Beitragsbild: Foto links. Tourist-Info Eggstätt / Foto rechts : Copyright Pia Steen)