Sonnenuntergang am Fuße der Kampenwand

Sonnenuntergang am Fuße der Kampenwand

Aschau im Chiemgau – Ein blauer Himmel ist schön. Ein Himmel mit Wolken sogar noch schöner – insbesondere aus fototechnischer Sicht, wie dieses Foto vom gestrigen Donnerstagabend von Herbert Reiter im Bankerldorf Aschau am Fuße der Kampenwand beweist. 

Traumhaft und schier malerisch zeigt sich auf dem Foto die Katholische Aschauer Pfarrkirche Darstellung des Herrn in Abendlicht. 
(Quelle: Beitragsbild: H. Reiter)

„Alleine schafft das keiner“

„Alleine schafft das keiner“

Heilig Blut – Rosenheim – Neuwahlen waren der zentrale Punkt bei der  Vollversammlung des Kreiskatholikenrats Rosenheim im Pfarrzentrum Heilig Blut. Überraschungen blieben aus. Sebastian Kleinschwärzer aus Halfing bleibt Vorsitzender des Rates, Carola Thulke seine Stellvertreterin. Nach der Wahl gab es Themenvorschläge für die kommende Amtsperiode. Ein wichtiges Anliegen ist dabei die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

Gibt es in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt mehrere Dekanate, bilden diese die Dekanatsräte und die auf Kreisebene tätigen katholischen Organisationen und Einrichtungen einen Kreiskatholikenrat. Dieser hat die Aufgabe, die Entwicklung im gesellschaftlichen und kommunalen Leben zu beobachten und die Anliegen der Katholiken in die Öffentlichkeit zu bringen. Außerdem soll er die ökumenische Zusammenarbeit fördern, zu Fragen des öffentlichen Lebens Stellung nehmen und Kontakt zu den kommunalen Gremien und gesellschaftlichen Gruppen pflegen.
Dekan Helmut Kraus gab zu Beginn der Vollversammlung im Pfarrzentrum Heilig Blut einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Jahre. „Hinter uns liegen bewegte Zeiten. Unser Auftrag, die Botschaft Jesu weiterzutragen ist darum wichtiger denn je. Aber alleine schafft das niemand“, sagte er. Wichtig sei Vernetzung, auch um so noch näher am Puls der Zeit zu sein.
Mit ins Boot geholt werden sollen deshalb zukünftig auch Vertreter des Kreis- und Stadtjugendrings Rosenheim, außerdem Vertreter der kommunalen Politik.  „Wir müssen wissen, welche Themen die Menschen bewegen“, so Sebastian Kleinschwärzer dazu.
Nach Ansicht der Mitglieder des Kreiskatholikenrats Rosenheim ist das aktuell neben der Wohnraumproblematik auch die Rolle der Frau in der Kirche. Außerdem will man sich mit den Corona-Schäden und der Integration von geflüchteten Menschen auseinandersetzen.
Einzige Änderung in der Vorstandschaft betraf das Amt der Schriftführung: Anneliese Sonnenholzner-Roche folgt auf Monika Mayer.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

300 Jahre Weihejubiläum Kirchwald

300 Jahre Weihejubiläum Kirchwald

Kirchwald / Nussdorf / Landkreis Rosenheim – Seit über 300 Jahren gibt es die Wallfahrtskirche „Mariä Heimsuchung“ Kirchwald im Pfarrverband Neubeuern-Nussdorf am Inn. Das ganze Jahr 2022 stehen Feierlichkeiten auf dem Programm. Bisheriger Höhepunkt war nun der Festgottesdienst mit Altarweihe durch Weihbischof Wolfgang Bischof.

Die Gläubigen in Tracht gehen durch den Kirchwald zur Wallfahrtskapelle

Die Sitzplätze in der Wallfahrtskirche reichten bei weitem nicht für die vielen Gläubigen aus, die sich zu diesem Anlass in Kirchwald eingefunden hatten. Darum wurde der Festgottesdienst auch ins Freie übertragen. Am festlichen Einzug beteiligten sich auch die Ortsvereine mit ihren Fahnenabordnungen sowie viele Ehrengäste.
(Quelle: Info, Beitragsbild, Foto: Anton Hötzelsperger. Ausführlicher Bericht und viele Impressionen gibt es auf den Samerberger-Nachrichten.)

Kardinal Marx für Öffnung des Diakonats für Frauen

Kardinal Marx für Öffnung des Diakonats für Frauen

München / Bayern – Kardinal Reinhard Marx hat sich für die Öffnung des Diakonats für Frauen ausgesprochen. „Ich glaube, dass die Zeit reif ist, dass es für Männer und Frauen offenstehen muss und soll“, sagte der Erzbischof von München und Freising am gestrigen Samstag bei einem Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom.

Das Amt der Diakonen ist eines der ältesten Weihämter innerhalb der katholischen Kirche. Diakone assistieren den Priestern bei der Eucharistie. Auch sie dürfen das Evangelium verkünden, predigen, das Sakrament der Taufe spenden, Beerdigungen leiten und die Kommunion geben. „Wir brauchen einen neuen Ansatz“, so Kardinal Marx gestern.  Generell sei das Diakonat „ein Amt, das in besonderer Weise die Verbindung von Gebet und Einsatz für die Armen sichtbar machen soll, und da hoffe ich sehr, dass wir einen Weg gehen können, dieses Amt noch mehr zu profilieren“. Es werde „theologisch und praktisch“ noch viel gearbeitet: „Ich bin der Überzeugung, dass diese Erneuerung ein großes Geschenk für die Kirche sein kann.“

Der Erzbischof äußerte sich bei einem Gottesdienst anlässlich des 150. Geburtstag von Ellen Ammann, einer prägenden Gestalt der katholischen Frauenbewegung. Bereits 1917 habe Ellen Ammann den Kontakt zum damaligen Erzbischof Michael Faulhaber gesucht und ihn gebeten, eine Gruppe von Frauen zu Diakoninnen zu weihen.
Kardinal Marx sagte, Ellen Ammann habe sich stets gefragt, wie sie konkrete Probleme im Licht des Evangeliums lösen könne: „Gebet und Leben, da war für sie nie eine Trennung. Damit ist Ellen Ammann auch eine wichtige Gestalt, die uns hilft, das biblische Gottesbild zu erkennen.“ Dieses sei ganz entscheidend für den Weg in die Zukunft.
(Quelle: Pressemitteilung erzbistum-muenchen.de (bs) / Beitragsbild: Symbolfoto Julia Dinner, Seekopf Rupolding)

Peter- und Paul-Prozession in Steinkirchen

Peter- und Paul-Prozession in Steinkirchen

Samerberg / Landkreis Rosenheim – Dieses ausdrucksstarke Foto von Rainer Nitzsche zeigt bayerisches Brauchtum von seiner schönsten Seite. Zu sehen die Peter- und Paul-Prozession in Steinkirchen auf  dem Samerberg, die mit Gebeten und Gesang durch die freie Natur begleitet wurde.
Mehr Infos und ein großer Bilderbogen von der Feierlichkeiten dazu gibt es auf den Samerberger-Nachrichten. 
(Quelle: Info: Anton Hötzelsperger / Foto: Rainer Nitzsche)

So viele Kirchenaustritte wie noch nie

So viele Kirchenaustritte wie noch nie

München / Bayern – Die Erzdiözese München und Freising hat ihre Kirchliche Statistik 2021 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass 2021 35.323 Menschen aus der katholischen Kirche austraten – die höchste Austrittszahl seit Einführung der kirchlichen Statistik in den 1970er Jahren. 

Christian Klingan, Generalvikar der Erzdiözese München und Freising, bezeichnet die hohe Zahl an Kirchenaustritten als „sehr schmerzhaft“ und „nicht zu beschönigen“. Er wies bei der Vorstellung der Statistik darauf hin, dass Ende 2021 ein Gesamtstrategieprozess für die Erzdiözese abgeschlossen worden sei, der „in einer Zukunft mit geringer werdenden Ressourcen sicherstellen soll, dass die Kirche weiterhin mit ihren vielfältigen Angeboten für die Menschen da ist“.
Zum 31.Dezember 2021 lebten rund 1,562 Millionen Menschen katholischen Glaubens im Erzbistum München – was einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 40,6 Prozent spricht.
Positiv aus Sicht der Kirche: Die Zahl der Trauungen hat sich im Bereich des Erzbistums München und Freising im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Ebenso ist die Zahl der Taufen, Erstkommunionen und Firmungen deutlich gestiegen. Die Niveaus der Vor-Pandemie-Zeit wurden in den Ergebnissen der Kirchlichen Statistik für das Jahr 2021 aber nicht immer erreicht.
Hier die konkreten Zahlen dazu:

  • 1555 Paare wurden getraut (2020: 786 Paare)
  • 12.523 Mal wurde die Taufe gespendet ( 2020: 8748)
  • Die Zahl der Erstkommunionen betrug 13950 (das entspricht 98 Prozent der katholischen Kinder – 2020: 85,7 Prozent)
  • Die Zahl der Beerdigungen betrug 16617 (2020: 16742)
    (Quelle: Pressemitteilung Erzbistum München und Freising / Beitragsbild: Symbolfoto re)