Großer Einsatz zum Wohl der Gemeinden

Großer Einsatz zum Wohl der Gemeinden

Rosenheim/Stephanskirchen – Der aus Gehering (Gemeinde Stephanskirchen) stammende Pfarrer Matthias Wögerbauer ist am Samstagmorgen im Alter von 91 Jahren verstorben. Er wohnte zuletzt im Caritas-Altenheim St. Franziskus in Kolbermoor.

Im Juni 1956 wurde Wögerbauer in Freising zum Priester geweiht. Seine Primiz, also die erste Heilige Messe, feierte er in der Pfarrei St. Georg am Schloßberg, bevor er bis 1964 als Kaplan in der Rosenheimer Pfarrei St. Nikolaus eingesetzt war. Weitere Stationen folgten als Pfarrkurat in Ottenhofen, als Jugendseelsorger im Dekanat Isen, Pfarrer von Neufahrn bei Freising sowie in Dachau. Von 1986 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2000 war Wögerbauer Polizeipfarrer im größten Standort der Bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau. Daneben hatte er die Funktionen als Prodekan in Weihenstephan und später in Dachau inne. Von 2001 bis 2015 war er darüber hinaus als Ruhestandseelsorger in der Stadtkirche Bad Aibling eingesetzt.„Pfarrer Matthias Wögerbauer war ein offener, stets auf das Wohl der ihm Anvertrauten bedachter Mensch und Priester, der sich sehr für seine Gemeinden und für das Erzbistum eingesetzt hat. Dafür sage ich ihm ein herzliches Vergelt’s Gott“, so Domkapitular Dekan Pfarrer Daniel Reichel.
Pfarrer Wögerbauer wird er im Priestergrab seiner Heimatpfarrei am Schloßberger Kirchenfriedhof beerdigt. Anstelle von Blumen und Kränzen werden auf Wunsch des Verstorbenen Spenden erbeten an die „Aktion für das Leben“ (Mütter in Not), IBAN DE38 7509 0300 0002 1475 05, Kennwort „Pfarrer Wögerbauer“
(Quelle: Text: Martin Aerzbäck / Beitragsbild: JuliaDinner / Foto: re)

Vandalismus am Schönstatt-Bildstock

Vandalismus am Schönstatt-Bildstock

Rosenheim / Oberwöhr – Vandalismus am Schönstatt-Bildstock an der Mangfall in Rosenheim: Die Madonna-Figur geköpft, der Bildstock beschmutzt und der Blumenschmuck zerstört und in den Wald geworfen. Zeugen werden gesucht.

Der Bildstock an der Mangfall in Höhe des Rosenheimer Ortsteil Oberwöhr wird seit Jahrzehnten von Mitgliedern der Schönstatt-Gruppe liebevoll gestaltet und gewartet. Im Sommer finden dort regelmäßig Andachten und Rosenkranzgebete statt. Aber nicht nur für gläubige Menschen ist der Bildstock eine wichtiger Anlaufpunkt. Auch Spaziergänger, Jogger und Familien halten an dem beschaulichen Ort gerne inne und gönnen sich dort eine Pause. Ebenso Kindergärten bei ihren Unternehmungen im Auwald. 
Nun aber wurde diese Oase der Ruhe von jemanden dazu genutzt, um seine Aggressionen auszuleben. Zu dem Vorfall muss es am Donnerstag, 24. März, zwischen 15 und 17.15 Uhr gekommen sein. Anzeige wurde erstattet. Wer an diesem Tag Beobachtungen gemacht hat und Hinweise geben kann, soll sich bei bitte an die Polizeidienststelle Rosenheim wenden.
(Quelle: Info / Beitragsbild / Foto: Martin Aerzbäck)

Rückgang der Wahlbeteiligung

Rückgang der Wahlbeteiligung

Region Rosenheim / Bayern – Am vergangenen Wochenende ( 20 März) fand in Bayern die Pfarrgemeinderatswahl statt (wir berichteten). Jetzt liegen die Ergebnisse vor. Die Wahlbeteiligung lag bei 12,3 Prozent. 2018 waren es 20 Prozent.

In der Erzdiözese München und Freising wurde in 718 Pfarreien gewählt. Rund 6200 Kandidaten standen zur Wahl – davon wurden 4900 in den Pfarrgemeinderat gewählt. Wahlberechtigt waren 163502 Katholiken. Die diesjährige Wahlbeteiligung liegt war über den Werten der Jahre 2002 und 2010 (11,1 Prozent), aber deutlich unter den der Jahre 2015 (16,1 Prozent) und 2018 (20 Prozent). „Dies hat zum einen damit zu tun, dass bei den Pfarrgemeinderatswahlen 2014 und 2018 ein nicht geringer Teil der Pfarrgemeinden die Wahl in Form einer Allgemeinen Briefwahl durchgeführt hat“, heißt die Begründung dazu auf der Website www.erzbistum-muenchen.de.

Gutachten über sexuellem Missbrauch
hat Vertrauen in die Kirche stark belastet

Zum anderen hätten auch die Ergebnisse des kurz vor der Wahl veröffentlichen Gutachtens zu sexuellem Missbrauch im Bereich der Erzdiözese München und Freising das Vertrauen in die Kirche stark belastet. Etwa ein Prozent der Katholiken sei in den Monaten Januar und Februar 2022 aus der Kirche ausgetreten.

Erstmalige Online-Wahl
kam gut an

Gut angenommen wurde das erstmalige Angebot der Online-Wahl. Knapp 100.000 wahlberechtigte Katholiken (62,6 Prozent) haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht: „Damit hat die Online-Wahl zu einer Weiterentwicklung von digitalen Kompetenzen im gesamten Erzbistum beigetragen“. Nicht zuletzt bei Senioren sei das Angebot der Online-Wahl auf eine gute Resonanz gestoßen.

Hoher Anteil von Frauen
im neuen Pfarrgemeinderat

Der Anteil der Frauen, die in den Pfarrgemeinderat gewählt wurden, fällt gegenüber den Wahlen von 2018 noch einmal höher aus. 62,1 Prozent der Pfarrgemeinderatsmitglieder sind jetzt weiblich. In 59 Pfarrgemeinderäten wurden ausschließlich Frauen gewählt.
Außerdem haben sich die Pfarrgemeinderäte verjüngt. 19,91 Prozent der Gewählten sind unter 35 Jahre. Der Alters-Schwerpunkt der Pfarrgemeinderatsmitglieder liegt zwischen 36 und 55 Jahre.

Pfarrgemeinderatswahl: Wahlbeteiligung Rosenheim:

Christkönig: 5,43 Prozent
Heilig-Blut: 7,72 Prozent
Heilige Familie Kastenau: 23,83 Prozent
Mariä Himmelfahrt Pang: 12,11 Prozent
St. Hedwig: 10,19 Prozent
St. Michael: 7,74 Prozent
St. Nikolaus: 6,16 Prozent
St. Quirinus Fürstätt: 9,84 Prozent

 

Südturm des Münchner Doms wieder geöffnet

Südturm des Münchner Doms wieder geöffnet

München – Nach über zehn Jahren Renovierung ist der fast 100 Meter hohe Südturm des Münchner Liebfrauendoms nun wieder für Besucher geöffnet. Fotograf Rainer NItzsche hat ihn gleich einmal für uns besichtigt.

Für die Besucher gibt es ein neues Besucher- und Informationskonzept. Das Motto lautet „Du wirst ein weites Land sehen“. Zuerst gibt es 86 Stufen durch eine schmale Wendeltreppe hinauf. Von dort geht es dann mittels Aufzug weiter in die Turmstube auf gut 80 Meter Höhe. Von dort oben wird man mit einem einzigartigen Blick über die Weite der Stadt München belohnt.

Weitere Informationen zum Münchner Dom gibt es hier:

 

Geöffnet ist der Südturm montags bis Sonntags von 10 (Sonn- und Feiertag 11.30 Uhr) bis 17 Uhr. Letzter Aufstieg ist jeweils um 16.30 Uhr. Bei Platz- oder Höhenangst ist der Aufstieg zur Turmstube allerdings wegen der engen Wendeltreppe nicht zu empfehlen. Der Zugang ist dadurch auch nicht barrierefrei.
(Quelle: Beitragsbild / Fotos: Rainer Nitzsche von dem Samerberger Nachrichten – dort gibt es ebenfalls noch Infos zum Thema)

„Himmelsleiter“ weithin sichtbar

„Himmelsleiter“ weithin sichtbar

Aschau / Landkreis Rosenheim – Bis zum 20. November leuchtet die „Himmelsleiter“ am Nordturm der Pfarrkirche Darstellung des Herrn in Aschau im Chiemgau. Feierlich enthüllt und erstmals beleuchtet wurde die Kunstinstallation des Künstlers Erwin Wiegerling vor wenigen Tagen (wir berichteten). Nun ist die „Himmelsleiter“ weithin sichtbar, wie dieses aktuelle Foto von Rainer Nitzsche zeigt.
(Quelle: Beitragsbild: Rainer Nitzsche)

Himmelsleiter nun in Aschau zu sehen

Himmelsleiter nun in Aschau zu sehen

Aschau im Chiemgau – Anlässlich der Aufstellung des Heiligen Grabes feierte Kardinal Reinhard Marx feierte in der Pfarrkirche Darstellung des Herrn  in Aschau im Chiemgau  einen Gottesdienst 
Im Rahmen des Festgottesdienstes wurde auch die Kunstinstallation „Himmelsleiter“ am Nordturm der Kirche enthüllt und erstmals beleuchtet.

Kardinal Reinhard Marx beim festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche Darstellung des Herrn. Foto: Rainer Nitzsche

Der Erzbischof von München und Freising besuchte damit eine der bedeutendsten und umfangreichsten Heilig-Grab-Darstellungen; sie war nach jahrzehntelanger Pause zuletzt vor drei Jahren aufgebaut. Das Heilige Grab von Aschau wird im Kirchenraum bis 24. April zu sehen sein, am Nordturm leuchtet die „Himmelsleiter“ bis 20. November. Das 28 Meter hohe Lichtobjekt, das der Gaißacher Künstler Erwin Wiegerling geschaffen hat, war bereits seit dem Jahr 2000 an vielen Orten in Deutschland zu sehen und wird nun erstmals im Landkreis Rosenheim gezeigt.

Lichtobjekt des Gaißacher Künstlers
Erwin Wiegerling

Mit den zwölf Leitersprossen und sieben Engelsflügeln liegt dem Projekt die Vision des biblischen Jakob von der Himmelsleiter zugrunde. Sie wird durch ein Rahmenprogramm und einen neuen Meditations- und Skulpturenweg verschiedener Gruppen und Künstler ab Pfingstsamstag 2022 rund um die Aschauer Kirche ergänzt.Die Präsentation von Heiligem Grab und Himmelsleiter ist ein Gemeinschaftsprojekt der Pfarrei, des Heimat- und Geschichtsvereins Aschau sowie der politischen Gemeinde Aschau im Chiemgau mit der Tourist Info. Das Projekt ist nicht zuletzt dem besonderen Engagement des Leiters der Tourist Info Aschau, Herbert Reiter, zu verdanken.

Führungen zum Heiligen Grab
und der Kunstinstallation

Die Pfarrkirche mit dem Heiligen Grab ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Führung zum Heiligen Grab und der Kunstinstallation Himmelsleiter bietet der Heimat- und Geschichtsverein Aschau von 20. März bis 24. April jeweils sonntags um 13.30 Uhr und mittwochs um 15.30 Uhr an. Eine zusätzliche Führung ist für Ostermontag, 18. April, 13.30 Uhr, geplant. Der Treffpunkt ist vor der Kirche, die Teilnahme kostet 7 Euro, Kinder nehmen kostenfrei teil. Monatlich von April bis Oktober bietet die Tourist Info zudem eine Führung um den Aschauer Kirchberg mit der Historikerin Martina Stoib an, die mit der erleuchteten Himmelsleiter endet. Unter www.aschau.de sind die Details online abrufbar.

Reihe von Konzerten in Aschau
zur Fastenzeit

Den Auftakt zu einer Reihe von Konzerten macht am Sonntag, 13. März, um 11 Uhr Christina Klinger an der Orgel mit Orgelmusik zur Fastenzeit. Am Sonntag, 20. März, 18 Uhr, veranstaltet der Heimat- und Geschichtsverein ein festliches Konzert mit Johannes Berger und kammermusikalischem Ensemble. Ab 25. März bis Karfreitag, 15. April, jeweils freitags um 19 Uhr, lädt der Pfarrgemeinderat zu „Musik für die Seele – Meditation in Wort und Klang“, am Sonntag, 27. März, 18 Uhr, zu einem „Alpenländischen Passionssingen“ ein. Am Sonntag, 3. April, 18 Uhr, veranstaltet die Kolpingfamilie das Konzert „Klassik für die Mission“ mit dem Kammermusikkreis Rohrdorf unter Leitung von Christina Stocker. Am Palmsonntag, 10. April, 18 Uhr, veranstaltet das Musikforum Sachrang ein Konzert: „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ von Joseph Haydn und „Anverwandlung“ von Peter Hamel stehen auf dem Programm. Hansjörg Schellenberger ist an Oboe und Englisch Horn zu hören, zudem ein Streichensemble. Am 24. April um18 und 20 Uhr bildet ein Konzert mit der Musik aus dem Aschauer Auferstehungsspiel, veranstaltet vom Heimat- und Geschichtsverein, den Abschluss der Konzertreihe.
Besondere Gottesdienste werden insbesondere in der Karwoche gefeiert, beginnend mit der Palmweihe, Palmprozession und dem Palmsonntagsgottesdienst am Sonntag, 10. April, um 10 Uhr. Die Feier vom Letzten Abendmahl findet am Gründonnerstag, 14. April, um 19.30 Uhr statt, am Karfreitag beginnt um 10 Uhr der Kinderkreuzweg und um 15 Uhr die Karfreitagsliturgie mit Passionsgesängen a cappella. Am Karsamstag wird um 9 Uhr die Trauermette mit Lamentationes, Psalm- und Passionsgesängen begangen, bevor am Ostersonntag, 17. April, die Feiern zur Auferstehung des Herrn zelebriert werden: Morgens um 5 Uhr beginnt die Osternacht mit Bläsern, Schola und Gemeindegesang, um 10 Uhr folgt der Festgottesdienst mit Kirchenchor und Orchester, um 18 Uhr kommen evangelische und katholische Gemeinde zur Ökumenischen Ostervesper zusammen.

Weitere Veranstaltungen rund um 
die Himmelsleiter in Aschau im Chiemgau

Auch nach dem Abbau des Heiligen Grabes werden in Aschau weitere kulturelle und religiöse Veranstaltungen rund um die Himmelsleiter stattfinden, unter anderem wird am Pfingstsamstag, 4. Juni, ein Meditationsweg zur Himmelsleiter eröffnet, für den Erntedank-Sonntag, 2. Oktober, ist ein Konzert der Singgemeinschaft und weiterer Musikgruppen aus Frasdorf geplant. Am Sonntag, 20. November, 10 Uhr, wird eine Abschlussandacht mit einem letzten Erleuchten der Himmelsleiter gefeiert. Informationen zum gesamten Programm sind unter www.aschau.de abrufbar, dort werden sie regelmäßig aktualisiert.

Rund 150 Glaskugeln beleuchten
das Heilige Grab von Aschau

Das Heilige Grab von Aschau nimmt mit einer Höhe von zehn Metern, einer Breite von sieben Metern und einer Tiefe von sechs Metern den gesamten historischen Altarraum der Pfarrkirche ein. Die Anlage aus dem späten Barock zeigt in der Mitte einen achteckigen Grabtempel, an den seitlich Arkadenhallen anschließen. Zwei der drei Stockwerke sind begehbar, so dass die Anlage zugleich die Kulisse für ein Passionsspiel bildet. Tafelfiguren von Grabwächtern, Engeln und Propheten beleben das Heilige Grab, geschmückt wird es von rund 150 beleuchteten, mit gefärbtem Wasser gefüllten Glaskugeln.
In der Grabanlage sind nacheinander drei Szenen zu sehen, die besonders auf die Kar- und Ostertage abgestimmt sind. Bis zum Gründonnerstag wird die Ölbergszene mit zwei Tafelfiguren gezeigt. Sie stellen den betenden Jesus und einen Engel mit einem Kelch und einem Kreuz dar und erinnern an das Gebet Jesu auf dem Ölberg vor seiner Gefangennahme. Während des Gottesdienstes am Karfreitag, der an das Leiden und Sterben Jesu erinnert, wird die Figur des Leichnams Jesu im Grabtempel sichtbar. Bis in die Nachtstunden des Karfreitags und auch am Karsamstag sind die Gläubigen dann zum Gebet und zur Andacht am Heiligen Grab eingeladen. Während der Osternacht am Ostersonntag, in der die Auferstehung Jesu gefeiert wird, wird die Figur des auferstandenen Jesus in der Grabanlage in die Höhe gezogen, das Grab selbst bleibt leer.
(Quelle: Tourist Information Aschau im Chiemgau / Text, Beitragsbild und Foto: Rainer Nitzsche)