Flusspegel in der Region steigen weiter

Flusspegel in der Region steigen weiter

Rosenheim / Wasserburg / Landkreis – Es regnet und regnet und die Hochwassergefahr nimmt damit in der Region Rosenheim, aber vor allem im Nachbarland Tirol weiter zu. Der Inn ist jetzt schon im Auslaufbecken (Stand: 28. August, 14.30)

Blick auf den Inn mit Hochwasser. Foto: Innpuls.me
Hochwasser Inn bei Rosenheim. Foto: Innpuls.me
Foto Innbrücke bei Rosenheim mit Hochwasser. Foto: Innpuls.me
Hochwasser Inn. Foto: Innpuls.me

Die Fotos entstanden aktuell in Rosenheim auf der Innbrücke und in der Hofleiten und dem Inndamm. Darauf gut erkennbar, der Wasserstand ist in den vergangenen Stunden enorm gestiegen. Meldestufe 2 wurde am Inn Pegel Rosenheim oberhalb der Mangfall gegen 14 Uhr überschritten. Nach Auskunft des Hochwasserwarndienstes Bayern ist mit weiter steigenden Wasserständen zu rechnen.
Besorgniserregender ist die Lage aber derzeit in Wasserburg. So wie es aktuell aussieht, wird dort die Meldestufe 3 gegen 18 Uhr überschritten und auch Meldestufe 4 noch erreicht – das bedeutet dann Überschwemmung bebauter Gebiete.

Bei den Nachbarn in Tirol schaut es noch mal deutlich schlimmer aus. In der Stadt Innsbruck wurde am Oberlauf des Inns bereits die Pegelwerte für ein 100-jähriges Hochwasser erreicht. Deshalb wurde dort der Sonderalarmplan Inn aktiviert und Teile der Innenstadt bereits gesperrt.
Die Lage an der Still habe sich seit den Morgenstunden nicht gebessert. Bei der St. Bartlmä-Brücke gibt es bereits leichte Uferanrisse.  Bewohner wurden dort aufgefordert, Sandsäcke zum Schutz abzuholen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Ferdinand Staudhammer)

Hochwasser: Wasserburg erwartet Meldestufe 3

Hochwasser: Wasserburg erwartet Meldestufe 3

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – In Tirol spitzt sich die Hochwassersituation zu. Das hat auch Auswirkungen auf die Region Rosenheim. Wasserburg rechnet jetzt sogar mit Meldestufe 3.

Meldestufe 3 gilt ab 550 cm. Auf der Onlineseite der Stadt Wasserburg heißt es dazu: „Im Rathaus werden notwendige Vorkehrungen laut dem Hochwassereinsatzplan getroffen.“ Online ist der aktuelle Pegelstand über hnd.bayern.de beim Hochwassernachrichtendienst jederzeit abrufbar. 
(Quelle: Artikel Karin Wunsam ( Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tirol rüstet sich schon für das Hochwasser

Tirol rüstet sich schon für das Hochwasser

Rosenheim – Wenn es um Hochwasser geht, wandert der Blick bei uns in Rosenheim auch immer zu den Nachbarn in Tirol. Und dort rüstet man sich aktuell am heutigen Montagmorgen bereits vor Überschwemmungen.

Aktuell regnet es bei uns in  Rosenheim ergiebig. Die amtliche Warnung vor Dauerregen des DWD gilt noch bis morgigen Dienstag, 18 Uhr.
Der Hochwassernachrichtendienst hat seine Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen mittlerweile konkretisiert. „Eine Kaltfront und nachfolgender Tiefdruckeinfluss bringen im Einzugsgebiet des Inns bis in den Dienstag hinein ergiebigen Regen bis zu 100 mm, am Tiroler Alpenhauptkamm teilweise deutlich mehr. Daher haben die Tiroler Warndienste steigende Wasserstände am Inn und seinen alpinen Zuflüssen vorhergesagt“, heißt es auf der Onlineseite.

In Tirol werden bereits Schutzmauern entlang des Inns aufgebaut

In Tirol rüstet man sich darum auch bereits seit dem gestrigen Sonntag vor dem Hochwasser. Laut Facebook-Info der Freiwilligen Feuerwehr Jenbach ist der Inn und seine Zubringer im Tiroler Oberland, die Stil und das hintere Zilltertal besonders betroffen. „Aufgrund starker Niederschläge in Teilen Tirols wird ein markanter Anstieg der Pegelständen am Inn erwartet“, schreibt das zu die Feuerwehr Jenbach und weiter: „Schützen Sie ihr Eigentum, bringen Sie sich dadurch jedoch keinesfalls in Gefahr. Halten Sie sich von Gewässern fern“.
Dazu wurden Fotos veröffentlicht, die zeigen, wie die Feuerwehr Jenbach bereits in der Nacht damit beschäftigt war, Schutzmauern entlang des Inns aufzuschütten.

Bei uns in der Region Rosenheim rechnet der Hochwassernachrichtendienst Bayern an den bayerischen Innpegeln Oberaudorf mit der Meldestufe 1, für Rosenheim und Wasserburg sogar mit Meldestufe 2.

Zur Erklärung:

  • Meldestufe 1 bedeutet, stellenweise kleinere Ausuferungen.
  • Meldestufe 2 bedeutet, Land- und fortwirtschaftliche Flächen können überflutet werden und es kann zu leichten Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen kommen.

Für die Pegel im Mangfall-Einzugsgebiet werden weiterhin keine Überschreitungen von Meldestufen erwartet.
Je nach Niederschlagsintensitäten werden an allen Bächen im Landkreis Rosenheim die Abflüsse in den kommenden Stunden ansteigen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Vorwarnung Hochwassergefahr

Vorwarnung Hochwassergefahr

Stadt- und Landkreis Rosenheim / Landkreis Mühldorf am Inn – Erst Hitze, dann Unwetter und nun Dauerregen. Aktuell regnet es zwar in Stadt Rosenheim nur leicht – aber im Laufe der Zeit soll auch da einiges zusammenkommen. Aktuell gibt es vom Hochwassernachrichtendienst Bayern eine Vorwarnung.

Die Vorwarnung betrifft Stadt- und Landkreis Rosenheim und den Landkreis Mühldorf am Inn. 
Die Wetterwarndienste haben für den Alpenrand und das Inneinzugsgebiet in Tirol bis in die Schweiz hinein für die nächsten Tage Dauerregen angekündigt. Darum rechnet der Hochwassernachrichtendienst Bayern für alle Gewässer am Alpenrand und vor allem für den Inn Hochwasserabflüsse.
Sollten die vorhergesagten Niederschläge in der Größenordnung eintreten, werden an allen Innpegeln in den Landkreisen Rosenheim und Mühldorf Meldestufen 1 überschritten. 
Am Pegel Rosenheim wird sogar die Überschreitung von Meldestufe 2 erwartet. Die Scheitel werden im Laufe des Dienstags erwartet. 
Für die Mangfall ergeben die aktuellen Berechnungen Wasserstände knapp unter Meldestufe 1.
(Quelle: Pressemitteilung Hochwassernachrichtendienst Bayern / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Erzdiözese spendet für Hochwasser-Opfer in Slowenien

Erzdiözese spendet für Hochwasser-Opfer in Slowenien

München – Die Erzdiözese München und Freising spendet 30.000 Euro zur Hilfe für Betroffene der Flutkatastrophe in Slowenien. „In Slowenien haben, wie uns berichtet wird, wahrscheinlich tausende Menschen ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage verloren. Sie brauchen eine unmittelbare Versorgung in den Notunterkünften, bei der wir die Caritas finanziell unterstützen, damit unsere Spende zielgerichtet und als konkrete Hilfe vor Ort ankommt“, so Christoph Klingan, Generalvikar der Erzdiözese München und Freising.

Die Spende in Höhe von 30.000 Euro stammt aus dem Katastrophenhilfsfonds der Erzdiözese und geht an Caritas International. Über den Partner vor Ort, Caritas Slowenien, stellt die Hilfsorganisation Unterkünfte, medizinische Versorgung sowie Nahrung und sauberes Wasser zur Verfügung. „Viele Menschen in Slowenien stehen jetzt vor dem Nichts. Ich hoffe, dass die Spende dazu beiträgt, ihre unmittelbare Not zu lindern und ihnen zudem das Gefühl gibt, dass wir sie sehen und nicht allein lassen“, sagt Generalvikar Klingan.

Anhaltender Starkregen hat in Teilen Sloweniens, Österreichs und Kroatiens in den vergangenen Tagen Überflutungen und Erdrutsche verursacht. Aufgrund seiner geographischen Lage und Größe ist Slowenien besonders stark betroffen. Entlang der Flüsse Save, Drau, Mieß und Mur wurden nach bisherigen Schätzungen zehntausend Häuser zerstört. Die internationale katholische Hilfsorganisation Caritas International trägt mit der Spende der Erzdiözese zur Versorgung der Betroffenen mit mobilen Unterkünften, Lebensmitteln, Artikeln des täglichen Bedarfs sowie medizinischer Betreuung bei. 
(Quelle: Pressemitteilung Erzdiözese München und Freising / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Das Wochenende bleibt sehr kühl und regnerisch

Das Wochenende bleibt sehr kühl und regnerisch

Update Samstag, 5. August, 10.30 Uhr: Der Hochwassernachrichtendienst Bayern hat für Stadt und Landkreis Rosenheim und Landkreis Mühldorf am Inn Entwarnung gegeben: „Der Niederschlag im Einzugsgebiets des Inns war in der vergangenen Nacht geringer als vorhergesagt. Daher wird nach aktuellem Kenntnisstand der Inn an diesem Wochenende keine Meldepegel in den Landkreisen Rosenheim und Mühldorf überschreiten. Die Vorwarnung wird daher aufgehoben“.

Rosenheim / Landkreis – Nach wie vor gilt am heutigen Samstagmorgen für den Alpenrand die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes vor ergiebigem Dauerregen. Die gute Nachricht: Die Lage in Stadt und Landkreis ist noch entspannt. Österreich und Slowenien melden dagegen bereits Überschwemmungen.

Nach weiteren heftigen Regenfällen in der Nacht ist in Österreich auch noch keine Entspannung in Sicht. Mit Blick auf die örtlichen Medien dort gab es bereits Evakuierungen. Besonders betroffen sind die südlichen Bundesländer Steiermark und Kärnten. Auswirkungen hat das viele Nass auch auf den Urlaubsverkehr. Bereits am heutigen frühen Samstagmorgen wurden teils lange Staus gemeldet, beispielsweise beim Karawankentunnel. Es gibt auch Sperrungen, bspw. auf der slowenischen Autobahn. Wer in die Richtung unterwegs ist oder noch will, unbedingt vorab über Ausweichmöglichkeiten informieren.

In Baden-Württemberg gab es am gestrigen Freitagnachmittag noch ein schweres Gewitter mit Hagel. Die Bilder von dort auf den Social-Media-Kanälen erinnern an eine weiße Winterlandschaft. Auch dort kam es zu Überschwemmungen.

Die gute Nachricht in unserer Region: Bis jetzt gibt es mit dem vielen Nass offenkundlich noch kein Problem. Die Unwetterwarnung gilt aber derzeit nach wie vor bis 18 Uhr am heutigen Samstagabend.
Der Hochwassernachrichtendienst geht davon aus, dass bei allen Inn-Pegeln die erste Meldestufe überschritten wird. Der Scheitel wird in der Nacht auf Sonntag erwartet. Dann könnte auch Meldestufe 2 erreicht werden. Im Laufe des Sonntags sollten die Wasserstände aber dann wieder unter die Meldestufe 1 fallen.
An der Mangfall werden nach aktueller Vorhersage keine Überschreitungen von Meldestufen erwartet.
Das Wetter bleibt aber am Wochenende nass und mit aktuell 14 Grad alles andere als hochsommerlich. Auch am kommenden Montag soll es noch regnen. Danach sagen die Wetterdienste aber dann wieder mehr Sonne voraus, bevor dann am kommenden Wochenende schon wieder Gewitter erwartet werden.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Innpuls.me – Wasserklangschale)