Nach Dauerregen: Baugrube in Oberwöhr wurde zum „Schwimmingpool“

Nach Dauerregen: Baugrube in Oberwöhr wurde zum „Schwimmingpool“

Oberwöhr / Stadt Rosenheim – Das Großbauprojekt im Rosenheimer Ortsteil Oberwöhr an der Krainstraße ist nach wie vor nicht unumstritten. Einige Oberwöhrer befürchten, dass sich dadurch dadurch das katastrophale Hochwasser im Jahr 2013 wiederholen könnte. Der Dauerregen der vergangenen Tage hat aus der Baugrube einen „Schwimmingpool“ gemacht. 

Baugrube Oberwöhr mit Wasser vollgelaufen. Sept 2024 Foto re

Die Baugrube an der Krainstraße im Rosenheimer Ortsteil Oberwöhr ist nach dem Dauerregen komplett vollgelaufen. Fotos: re

Ende September 2023 wurden für das Bauvorhaben zwei Hürden genommen: die Änderung des Flächennutzungsplans wurde wirksam und der Beschluss des Bebauungsplans wurde rechtsverbindlich (wir berichteten).‘
Entstehen sollen auf der rund 2,8 Hektar großen Fläche unmittelbar an der Krainstraße und sehr nah dran an der Mangfall 166 neue Wohnungen.
Bereits im Vorfeld gab es Kritik von Seiten der Anwohner. Denn bei vielen von ihnen sitzen die schlimmen Erinnerungen an das katastrophale Hochwasser im Jahr 2013 (wir berichteten) zu tief. Die Jahrhundertflut hat speziell in Kolbermoor und Rosenheim laut Wasserwirtschaftsamt Rosenheim rund 200 Millionen Euro Schäden hinterlassen.

Wie in den vergangenen Tagen wieder, bestimmte damals ein ausgedehntes Tiefdrucksystem über Mitteleuropa das Hochwassergeschehen, das sehr lange stationär blieb. Für die Unwetterkatastrophe in der Region sorgte letztendlich die Gesamtsumme des Niederschlags über fünf Tage hinweg und davor schön der kühl-nasse Frühling mit seinem gesättigten Böden.

2020 wurde sogar eine Bürgerinitiative gegründet, um den Bau zu stoppen

Nach dem Hochwasser gab es Versprechen von Seiten der damaligen Stadtspitze, den Hochwasserschutz in Zukunft bei Baumaßnahmen in diesem Gebiet besonders im Auge zu haben und Überschwemmungsflächen für alle Zeiten frei zu halten.
Genau das sehen aber nun einige Oberwöhrer mit dem neuen Baugebiet nicht mehr gewährleisten. Im Jahr 2020 wurde deshalb sogar eine Bürgerinitiative gegründet, um das Vorhaben doch noch zu stoppen. Ohne Erfolg.
Angesichts der aktuellen Bilder von der bis zum Rand vollgelaufenen Baugrube erwachen bei einigen Oberwöhrern erneut die Angst, dass sich die Katastrophe aus dem Jahr 2013 wiederholen könnte. (Quelle. Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Karin Wunsam)

Hochwasser: So bereiten Tierhalter ihre Tiere auf Evakuierungen vor

Hochwasser: So bereiten Tierhalter ihre Tiere auf Evakuierungen vor

Rosenheim / Bayern / Deutschland – Überschwemmungen, Erdrutsche oder Waldbrände: Wenn bei derartigen Katastrophen Evakuierungen erforderlich sind, dürfen die Tiere nicht vergessen werden. Peta-Fachreferentin Jana Hoger gibt Tipps für Tierhalter, um im Ernstfall schnell und sicher reagieren zu können.

„Werden Menschen unvorbereitet von einer Katastrophe überrascht, ist es schwer bis unmöglich, an alles Wichtige zu denken. Oft bleiben nur wenige Minuten Zeit, um das Haus zu verlassen und die Rückkehr ist ungewiss“, so Jana Hoger. „Allein zurückgelassen zu werden, ist für Tiere nicht nur traumatisch, sondern kann auch schnell zu einem Kampf um Leben und Tod werden. Wer einige wichtige Vorkehrungen trifft, ist im Extremfall gut gerüstet.“

So bereiten Tierhaltende sich auf eine Evakuierung vor:
  • Identifikation gewährleisten: Im Fall einer Evakuierung kann es schnell chaotisch werden. Um die Identifikation tierischer Mitbewohner zu gewährleisten, ist es ratsam, je nach Tier Transportbox, Halsband oder Geschirr mit wichtigen Informationen wie Name und Kontaktdaten zu beschriften. Wer ein Foto seines Tieres bei sich trägt, kann andere leichter um Mithilfe bitten, sollte es in der Ausnahmesituation verloren gehen. Zusätzlich empfiehlt sich dringend, die Mikrochip- und Kontaktdaten in den entsprechenden Heimtierregistern zu aktualisieren, um im Auffinde-Fall schnell kontaktiert werden zu können.
  • Notfall-Set vorbereiten: Um für die erste Zeit gerüstet zu sein, sollten Tierhaltende ein Notfall-Set mit Nahrungsvorräten für etwa zwei Wochen, ausreichend großen Flaschen Wasser und Näpfen zusammenstellen. Außerdem dürfen ein kleines Erste-Hilfe-Set sowie alle wichtigen Unterlagen wie der EU-Heimtierausweis, Medikamentenpläne und die Medikamente selbst nicht fehlen.
  • Impfschutz überprüfen: Damit im Notfall problemlos und schnell über Ländergrenzen gereist werden kann, ist es wichtig, dass Hunde, Katzen und Frettchen stets einen aktuellen Tollwutimpfschutz haben. Es kann außerdem sinnvoll sein, Tiere gegen weitere Krankheiten impfen zu lassen. Informationen dazu erhalten Menschen mit Tieren in der tierärztlichen Praxis ihres Vertrauens.
  • Stressige Situationen trainieren: Um Hunde und Katzen im Ernstfall nicht zu überfordern, sollten Tierhalter sie auf potenziell stressige Situationen vorbereiten – wie zum Beispiel das Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln, das Anlegen eines Beißkorbes oder der Aufenthalt in einer Transportbox. So wird bestenfalls vermieden, dass die Tiere bei einer schnellen Flucht durch zu viele unbekannte Situationen in Panik geraten.
  • Unterkunft festlegen: Mittlerweile gibt es viele Hotels, Motels und auch Sammelunterkünfte, die Menschen mit Tieren in ihren Räumlichkeiten aufnehmen. Ist das nicht möglich, besteht die Option, befreundete oder verwandte Personen im Voraus zu fragen, ob sie ein Tier im Notfall aufnehmen würden. Findet sich kein anderer Platz, können Tiere als letzte Möglichkeit in einem Tierheim untergebracht werden. Es ist aber wichtig zu bedenken, dass viele Tierheime schon grundsätzlich stark überlastet sind, insbesondere aber in Notsituationen, daher sollten Bekannte immer die bevorzugte Pflegestelle sein.
  • Wenn Tiere nicht mitgenommen werden können: Sollte es im absoluten Notfall nicht möglich sein, tierische Mitbewohner bei der Evakuierung mitzunehmen, ist es wichtig, die Rettungskräfte darüber zu informieren, dass sich noch Tiere im Haus befinden. Hierfür können große beschriebene Zettel an der Haustür oder den Fenstern angebracht werden, auf denen auch Informationen über mögliche Krankheiten und das Wesen der Tiere vermerkt sind. Zusätzlich sollten die Kontaktdaten der Familie notiert werden. Um sicherzustellen, dass Tiere auch ohne menschliche Betreuung mehrere Tage überleben können, muss ihnen jederzeit ausreichend Nahrung und Wasser zur Verfügung stehen. Ein solches Szenario ist jedoch potenziell lebensgefährlich für Tiere und sollte, wenn irgendwie möglich, vermieden werden.
    ((Quelle: Pressemitteilung PETA Deutschland / Beitragsbild: Symbolfoto re)
Dauerregen: Land unter bei Happinger Schrebergärten

Dauerregen: Land unter bei Happinger Schrebergärten

Happing / Stadt Rosenheim –  Nach Dauerregen am Samstag zeigte sich am gestrigen Sonntag (16.9.2024) sogar ab und zu die Sonne. Am Abend zu setzte aber wieder Regen ein und dann hieß es wieder vielerorts Land unter – wie beispielsweise bei den Schrebergärten in Happing.

Hochwasser September 2024. Fotos: Gisela Schreiner

Den Enten gefällt die neue Seenlandschaft in Happing, den Besitzern der Schrebergärten in Happing sicher nicht. Fotos: Gisela Schreiner

Wohl einzig einige Enten freuen sich über die temporäre Seenlandschaft in den Schrebergärten am Happinger Bahngleis. Auch anderenorts in Rosenheim und dem Landkreis steht auch am heutigen Montag noch einiges unter Wasser. Aber insgesamt betrachtet, halten sich die Schäden bisher glücklicherweise in Grenzen, angesichts der teils extrem Wetterwarnungen zum Wochenende hin.

Hochwasser September 2024. Fotos: Gisela Schreiner

Viele Wiesen und Ackerflächen im Rosenheimer Stadtgebiet sind aktuell geflutet. 

Noch bis zum morgigen Dienstag (17.9.2024) zieht sich der Regen und der kann auch immer wieder mal stark ausfallen. Der DWD warnt bis morgen, 12 Uhr, vor ergiebigem Dauerregen. Großflächige Überflutungen sind aber nicht mehr zu erwarten. 

Und nach Dienstag ist es dann auch erst mal wieder vorbei mit Regen und Kälte. Am Mittwoch, 18. September, soll das Thermometer bereits wieder bis 19 Grad hoch klettern mit einem Wechsel aus Sonnenschein und Wolken – damit könnte es dann auch ganz schnell wieder vorbei sein mit dem Plantschvergnügen für die Enten in Happing.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild; Fotos: Gisela Schreiner)

Dauerregen: die Lage am Sonntag (15.9.2024)

Dauerregen: die Lage am Sonntag (15.9.2024)

Rosenheim / Region, / Bayern / Österreich –  Am gestrigen Samstagabend (13.9.2024) verabschiedete sich der Dauerregen aus der Region Rosenheim (wir berichteten). Ganz gebannt ist die Gefahr aber auch bei uns noch nicht. Neue ergiebige Regenfälle sind bereits wieder angekündigt.

Insgesamt ist die Schadenslage in der Region Rosenheim trotz der vielen Stunden intensiven Regens glücklicherweise bisher stark überschaubar. Nachdem der Regen in den gestrigen Abendstunden versiegte, sind die Pegelstände der Gewässer allesamt wieder gesunken.

Aus der Gemeinde Brannenburg wurde uns am gestrigen Abend noch gegen 22 Uhr ein Stromausfall gemeldet. Ob es dabei einen Zusammenhang mit dem Regen gibt, ist aber noch unklar.

Motorboot fällt Starkregen zum Opfer

Am Chiemsee ist ein Motorboot den Starkregen zum Opfer gefallen, wie die Polizeiinspektion Prien meldet. Gegen 18.30 Uhr bemerkte ein 35-jähriger Eggstätter, dass am Sportboothafen in Breitbrunn am Chiemsee ein offenes Motorboot nicht mehr an seinem Anlegeplatz stand, obwohl er es dort noch gegen 12 Uhr gesehen hat. Bei genauerem Hinsehen wurde im klar, dass das Boot gesungen war und Kraftstoff austrat. Die Feuerwehr Breitbrunn verhinderte eine Verbreitung des Ölfilms.
Die Polizei geht davon aus, dass das Boot aufgrund der Schwere des Stauwassers gesunken ist. Zu großen Verunreinigungen des Wassers kam es, nach Aussage der Polizei, nicht.

In der Nacht könnte das VB-Tief in die Region zurückkommen

Leider ist es derzeit noch zu früh für eine endgültige Entwarnung. Denn laut Unwetterservice Südostbayern auf Facebook besteht die Gefahr, dass das VB-Tief in der Nacht zum morgigen Montag (16.9.2024) rückläufig wird und über Tschechien und Sachsen zurück in Richtung Alpenrand zieht. Betroffen wären dann wohl insbesondere das Berchtesgadener Land, der Raum Traunstein und der Landkreis Rosenheim. „Von Sonntag-Nacht bis voraussichtlich Dienstag könnten dort zu den bereits gefallenen Niederschlägen zusätzlich bis zu 100 Liter pro Quadratmeter hinzukommen, in Staulagen noch mehr möglich“, schreibt dazu der Unwetterservice Südostbayern, verbunden mit der Hoffnung, dass dieser Fall nicht eintreten wird. 😅

Katastrophenalarm in Niederösterreich

Zuletzt noch ein Blick zum Stand der Lage in unser Nachbarland Österreich. Die Lage dort ist mit Blick auf Medienberichten und Beiträgen und Videos auf Social-Media leider am heutigen Sonntagmorgen extrem angespannt. Gesamt Niederbayern wurde mittlerweile zum Katastrophengebiet erklärt. Es gibt eine Reisewarnung. Die österreichische Bahn rät aktuell bis Sonntagabend von nicht notwendigen Reisen ab.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Dauerregen und Schneemassen: Viel zu tun für Feuerwehren in Traunstein

Dauerregen und Schneemassen: Viel zu tun für Feuerwehren in Traunstein

Landkreis Traunstein – Der anhaltende Dauerregen hat im Landkreis Traunstein am heutigen Samstag (14.9.2024) zu über 100 Einsätze der Feuerwehr geführt. Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und zahlreiche umgestürzte Bäume waren dabei die häufigsten Einsatzstichworte. Am stärksten betroffen waren die Gemeinden Ruhpolding, Reit im Winkl und Siegsdorf, hier hatten die Helfer der Feuerwehren über Stunden hinweg alle Hände voll zu tun.

Dauerregen Traunstein September 2024. Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Winterlandschaft im Herbst in Ruhpolding. Fotos: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Im südlichen Landkreis gabs Schneefall bis in tiefe Lagen

Als erste Feuerwehr im Landkreis Traunstein wurde gegen 4:40 Uhr die Feuerwehr Ruhpolding alarmiert in ein Haus an der Seehauser Straße war ein Kellerschacht voll Wasser gelaufen. Insgesamt 14-mal musste die Feuerwehr Ruhpolding ausrücken. Schwerpunktmäßig handelte es sich um Wassereintritte in Gebäude sowie überflutete Straßen und Wege. Schneebruch im Bereich Seehaus bis Seegatterl führte zu einer Streckensperre der B 305. Dort blockieren 30 bis 40 umgestürzte Bäume die Fahrbahn. Zunächst haben die Einsatzkräfte damit begonnen, die Hindernisse zu beseitigen. Derzeit ist aber die Gefahr für die Feuerwehrleute auf Grund des weiteren Schneebruchs zu groß, so dass die Arbeiten abgebrochen wurden. Unterstützung leistete auch ein Radlader sowie der Räumdienst.

Dauerregen Traunstein September 2024. Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Straßen unter Wasser in Siegsdorf.

In den frühen Morgenstunden wurde Staatsstraße 2026 zwischen Obermoosen und Winkl durch die Feuerwehr komplett gesperrt. Seit den frühen Morgenstunden führt die Feuerwehr Kontrollfahrten durch. Gegen 13 Uhr wurde die Feuerwehr noch zu einer Erkundung alarmiert, da im Bereich des Alberer Weges der Überseer Bach über die Ufer zu laufen drohte. 

Dauerregen Traunstein September 2024. Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Überflutete Unterführung in Torring.

In Siegsdorf waren alle gemeindlichen Feuerwehren im Einsatz. Im Feuerwehrhaus wurde der gemeindliche Führungsstab mit Vertretern der Feuerwehr, des Bauhofs sowie der Verwaltung einschließlich des Bürgermeisters einberufen. Insgesamt mussten die Feuerwehren Siegsdorf, Eisenärzt, Vogling und Hammer zu 27 Einsatzstellen ausrücken. Wasser im Keller und überflutete Fahrbahnen waren dabei die meisten Ursachen. Der erste Einsatz war gegen 5:25 Uhr bei der Feuerwehr eingetroffen. Darüber hinaus wurde damit begonnen, weitere Sandsäcke zu füllen. Rund 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Dauerregen Traunstein September 2024. Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Treppe wird zum Wasserfall in Reit im Winkl. So die Lage im Tal.

Die Feuerwehr Marquartstein ist seit den Morgenstunden im Einsatz. Der Angerbach im Ortsteil Piesenhausen tritt über die Ufer. An der Verrohrung hat es einen Rückstau gegeben. Mittels Pumpen wird der Rückstau derzeit abgepumpt, um somit eine Überflutung der umliegenden Bebauung zu verhindern. Die Feuerwehr hatte noch einige weitere kleine Einsätze, die den Pumpeneinsatz sowie den Verbau von Sandsäcken nötig machte.

Dauerregen Traunstein September 2024. Kreisfeuerwehrverband Traunstein

In Siegsdorf trat der Fluss über das Ufer.

Die Feuerwehr Reit im Winkl wurde zur Sicherung des Dosbaches alarmiert. Mittels Sandsäcke wurde ein Wall errichtet, damit der Bach in seinem Lauf bleibt. Gleichzeitig musste ein Wohngebäude vor den Wassermassen geschützt werden. Darüber hinaus musste die Feuerwehr mehrfach zu umgestürzten Bäumen ausrücken. Auf Grund des starken Schneefalls mit bis zu 80 Zentimeter Neuschnee wurden die Strecken in Richtung Seegaterl sowie die Winklmoosstraße gesperrt.

Dauerregen Traunstein September 2024. Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Noch ein Bild von Reit im Winkl: Schneemassen auf den Bergen.

In Inzell mussten die Einsatzkräfte zu einem Keller unter Wasser im Ortsteil Gschwall ausrücken. Das Wasser stand dort etwa 30 Zentimeter hoch. Achtmal musste die Feuerwehr zu umgestürzten Bäumen ausrücken. Zeitweise mussten Streckenabschnitte kurzzeitig gesperrt werden. Betroffen waren der Bremsberg, der Ortsteil Schmelz und Adelgaß. Hier mussten die Einsatzkräfte stets zur Motorsäge greifen, um die Hindernisse zu beseitigen.
Als Schwerpunkte der Maßnahmen in Grabenstätt haben sich der Mühlbach im Dorf sowie der Hirschauer Bach herauskristallisiert. Einsatzkräfte mussten Sicherungen mit dem mobilen Hochwasserschutz auf einer Länge von 50 Metern aufbauen. „Derzeit werden vor Ort auch weitere Sandsäcke gefüllt“, so Kommandant Sven Lein.
Gegen 13:30 Uhr wurde die Feuerwehr Schleching alarmiert, weil die Tiroler Ache im Bereich Raiten auszuufern drohte. Eine Streckensperrung der Bundesstraße B 307 war noch nicht nötig. Nach Absprache mit der Straßenmeister wird der Bereich weiter kontrolliert.

Dauerregen Traunstein September 2024. Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Umgestürzte Bäume in Reit im Winkl. 

Grassau und Rottau melden keine größeren Schäden. Neben Kontrollfahrten wurden einige Abstimmungsgespräche mit dem Bauhof und dem Bürgermeister getroffen.
In Törring und Freutsmoos blieben PKW stecken
Die Feuerwehr Kirchanschöring wurde um 8:04 Uhr mit dem Einsatzstichwort Wasser im Keller in einem Gebäude in Penesöd alarmiert. Oberflächenwasser lief in den Keller eines Wohnhauses und musste abgepumpt werden. Das Objekt wurde mit etwa 100 Sandsäcken gesichert.
Am Plosauer Berg lief ein Gully über. Die Feuerwehr Otting rückte aus und konnte die Einsatzstelle schnell an den Bauhof der Gemeinde Waging übergeben.
Um 9:17 Uhr erfolgte ein Alarm für die Feuerwehr Kirchheim. Dort drohte im Bereich der Nonnbergstraße der Stillbach überzulaufen. „Am Wehr an der Müllerstraße mussten wir ebenfalls einen Sandsackverbau errichten, damit wir einen Puffer für den Abfluss gewinnen“, berichtet Kommandant Christoph Thalbauer. Darüber hinaus musste die Feuerwehr zu einem Wassereintritt in einen Heizungsraum im Ortsteil Hörzing ausrücken.
Gegen 10:30 Uhr wurde die Feuerwehr Törring alarmiert. In der Bahnunterführung bei Wiesmühl war ein Fahrzeug im Wasser stecken geblieben. Mit vereinten Kräften wurde der Wagen aus dem Wasser gezogen.
In Waging musste die Feuerwehr in die Gotenstraße ausrücken. Dort war eine Zisterne übergelaufen. Das Wasser drohte ins Haus zu gelangen. Der Wassereintritt konnte aber rechtzeitig gestoppt werden.
Die Feuerwehr Freutsmoos wurde auf die Kreisstraße TS 42 alarmiert. Dort war ein PKW auf Grund von Aquaplaning von der Fahrbahn abgekommen und ist in einem Maisfeld gelandet. Der Fahrer konnte unverletzt seinen PKW verlassen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten das Fahrzeug bergen, so dass im Anschluss eine Weiterfahrt möglich war.

Dauerregen Traunstein September 2024. Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Wassersperren bei einem Haus in Reit im Winkl.

Wasser in Wohnhaus eingedrungen

Im Norden und Westen waren nur vereinzelte Einsatzstellen zu verzeichnen
Trostberg 7:15 Uhr Bayernstraße umgestürzten Bauzaun sichern, An der Pechleraustraße wurden vorbereitend Dichtkissen für den Hochwasserschutz eingebracht. In ein Gebäude im Trostberger Ortsteil Hofstett ist Wasser eingedrungen. Der Keller stand rund 1,20 Meter unter Wasser. 18 Einsatzkräfte der Feuerwehr Heiligkreuz haben über drei Stunden hinweg mit zwei Pumpen das Wasser abgepumpt. Außerdem kam ein Radlader zum Einsatz, der einen Graben gezogen hatte, um das Oberflächenwasser umzuleiten. Die Feuerwehr Heiligkreuz war hier zur Hilfeleistung vor Ort. Die Feuerwehr Altenmarkt war am Traunweg gefordert. Wasser ist dort in ein Wohnhaus eingedrungen.
In Obing kam es im Bereich der Kienberger Straße zu einer Überschwemmung. Hier sorgte der Bauhof für die entsprechende Sperrung. Die Feuerwehr musste nicht eingreifen. Die Feuerwehren Engelsberg und Maisenberg wurden alarmiert, weil sich in einer Senke der Kreisstraße TS 20 Wasser angesammelt hatte. Der Geh- und Radweg war überflutet. Die Straßenmeisterei hat die entsprechende Beschilderung aufgestellt.
In Traunreut greift der Hochwassermeldeplan

Dauerregen Traunstein September 2024. Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Geflutete Unterführung in Torring bereitete Autofahrern Probleme.

Die Einsatzzentrale der Feuerwehr Traunreut wurde um 04:50 Uhr besetzt und eine Einsatzleitung eingerichtet. Kommandant Konrad Unterstein informierte laut städtischen Hochwassermeldeplan die Bauhofbereitschaft sowie die Kommandanten der Feuerwehren Stein, Traunwalchen, Matzing und Pierling. Die Einsatzleitung informierte telefonisch die Anwohner und verschaffte sich einen Überblick über die Fließgewässer im Stadtgebiet. Bauhofmitarbeiter machten die gelagerten Sandsäcke zur Entnahme fertig und stellten für die Sandsackfüllanlage die Betriebsbereitschaft her. Gleichzeitig wurde der brandneue Hochwasserschutz in Hörpolding in Betrieb genommen.
Vormittags gab es einen Einsatz in Traunwalchener Mühlenstraße. Wasser drohte in ein Gebäude zu fließen. Die Feuerwehr Traunwalchen war mit mehreren Pumpen im Einsatz. Des Weiteren rückte der Kommandant der Feuerwehr Stein zusammen mit der Bauhofbereitschaft zur Erkundung in deren Einsatzgebiet aus. In den Nachmittagsstunden musste die Feuerwehr Stein noch zu einem Einsatz in Ortsteil Neudorf ausrücken. Wasser lief in den Keller eines Hauses.

Schneefall in den Bergen stoppte Wasser im Tal

Die Feuerwehr der Stadt Traunreut unterstützte den Bauhof sowie die Freiwillige Feuerwehr Traunwalchen, hatte aber in der Kernstadt keine Probleme mit den Niederschlagsmengen. „Gegen 09:00 Uhr war der Scheitel bei uns an der Traun erreicht, da aus den Bergen auf Grund des starken Schneefalls kein Wasser mehr nachkam“, so Konrad Unterstein. Um 15:00 Uhr waren dann alle Arbeiten erledigt und die Kameraden und Kameradinnen konnten wieder nach Hause zu ihren Familien.
Die Feuerwehr Traunstein wurde an die Bundesstraße B 304 im Bereich der Gamm alarmiert. Ein Biberbau hatte dort das Wasser aufgestaut. Es wurde eine Straßensperre eingerichtet. Darüber hinaus waren die Aktiven bei einer Türöffnung gefordert.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild, Fotos: Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Dauerregen in Region Rosenheim:  Einige Gemeinden haben schon Probleme

Dauerregen in Region Rosenheim: Einige Gemeinden haben schon Probleme

Rosenheim / Landkreis / Regen – Der Dauerregen bereitet jetzt einigen Gemeinden in der Region Rosenheim schon Probleme. In Kiefersfelden wurden die Bürger geben, in ihren Häusern zu bleiben. Angespannt ist die Lage auch bereits in Aschau im Chiemgau. Keine großen Probleme gibt es nach wie vor in der Stadt Rosenheim. 

Erste Auswirkungen der anhaltenden Regenfälle zeigen sich natürlich mittlerweile auch in Rosenheim. Auf Wiesen und Äckern beginnt das Wasser zu stehen, wie unser Beitragsbild zeigt, das im Rosenheimer Ortsteil Happing entstand.

In der Gemeinde Kiefersfelden spitzt sich die Situation aber schon weit mehr zu. Dort wurden die Bürger, nach Information des Unwetterservice Südostbayern, bereits am heutigen Samstagmorgen (13.9.2024) gebeten, in ihren Häusern zu bleiben. Mehrere Straßen und Keller sind dort bereits überflutet. Die Feuerwehr hat einen Vollalarm ausgelöst.
Zunehmend Probleme gibt es fauch in der Gemeinde Aschau im Chiemgau. „Aktuell angespannte Grund- und Oberflächenwasser-Situation im gesamten Gemeindegebiet. Feuerwehren, Bauhof und Hilfskräfte sind im Einsatz“, wird von dort  von Bürgermeister Simon Frank gemeldet. Bürger, die Sandsäcke benötigen, können diese am Bauhof Aschau und Sachrang abholen.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Gisela Schreiner)