Kastenau, Rosenheim, Hochwasser, 1940

Kastenau, Rosenheim, Hochwasser, 1940

Kastenau / Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1940. Auf der historischen Aufnahme sehen wir das Rosenheimer Stadtteil Kastenau bei der Hochwasserkatastrophe von 1940.

Am 30. Mai 1940 bahnte sich Unheil an. Der Wasserstand des Inns stieg aufgrund von Schneeschmelze und heftigen Regengüsse innerhalb kürzester Zeit rasant an. Einen Tag später brach dann der Mangfalldamm beim Betonwerk Bernrieder. Die Wassermassen entfalteten auch im Rosenheimer Ortsteil Kastenau eine enorme Zerstörungskraft. 
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Wieder Hochwasserwarnung für den Inn

Wieder Hochwasserwarnung für den Inn

Rosenheim – Der Inn bei Rosenheim ist am heutigen Freitag (21.6.2024) aktuell schon wieder ganz schön hoch (unser Beitragsbild). Der Pegel liegt (13.45 Uhr) bei 3.30 Meter – und er wird weiter steigen. Es gibt eine Warnung vom Hochwassernachrichtendienst für das Wochenende. 

„Die starke Schneeschmelze im Inn-Einzugsgebiet führt derzeit zu einer hohen Wasserführung des Inns“; informiert die Stadt Rosenheim auf Instagram. Hinzu kommen nun wohl wieder stärkere Niederschläge, die eine Kaltfront am heutigen Freitagnachmittag nach Rosenheim bringt. Am Alpenhauptkamm werden 25 bis 45 mm prognostiziert. 
Das bedeutet laut Prognose des Hochwassernachrichtendienstes, dass der Inn in der Nacht vom heutigen Freitag auf Samstag wohl die Meldestufe 1 überschreitet. Im Laufe des morgigen Samstags kann auch Meldestufe 2 überschritten werden. Meldestufe 3 wird aber wohl nicht erreicht.
Aufgrund der vorhergesagten Niederschläge und der gesättigten Böden in der Region Rosenheim können auch kleinere Gewässer wieder reagieren und die Wasserstände steigen. Durch lokal auftretende Gewitter und Starkregen kann dies noch verstärkte werden. 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Innpuls.me)

Hochwasser am Bodensee

Hochwasser am Bodensee

Bodensee / Bayern – Viel Nass von oben in den vergangenen Wochen kombiniert mit der Schneeschmelze sorgen für Hochwasser am Bodensee. Der Wassertand in Konstanz liegt aktuell bei knapp über 5 Meter (14.6.2024). Das ist ein Meter mehr als gewöhnlich. 

Viele Radwege sind aktuell überschwemmt. Fotos. Marion Protzek

Mit dem Rad durch das Nass – so sieht aktuell die Situation am Bodensee aus. Fotos: Marion Protzek

Bodensee mit Hochwasser im Juni 2024. Foto: Martin Protzek

So hoch ist der Wasserstand am Bodensee nur selten. 

Unsere Fotos entstanden in Gottlieben am Bodensee. Da wurde vor einigen Tagen sogar die höchste Warnstufe 5 ausgerufen. Insgesamt sinken die Pegel aber derzeit wieder leicht. Aber trockenen Fußes kommt man an den Ufern des Sees derzeit noch nicht gut voran. Viele Fuß- und Radwege stehen weiter unter Wasser.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Marion Protzek)

Nach Starkregen: Spendenaktion für Sägewerk Berger

Nach Starkregen: Spendenaktion für Sägewerk Berger

Brannenburg / Landkreis Rosenheim – Der Starkregen vor gut einer Woche in der Region Rosenheim beschäftigt nach wir vor viele Menschen. Besonders schlimm getroffen hat es Familie Berger in Brannenburg. In ihrem frisch renovierten Haus ist praktisch alles kaputt und auch in ihrem Sägewerk wurde vieles zerstört. Eine Spendenaktion wurde ins Leben gerufen. 

Die Mure grub auch das Auto der Familie ein. Foto: Privat

Auch das Auto der Familie wurde unter Schlamm und Geröll begraben. Fotos: re

Seit dem Starkregen am Montag, 3. Juni, ist für Familie Berger in Brannenburg nichts mehr so, wie es vorher war. Ihr Wohnhaus liegt kurz hinter der Mautstelle zum Sudelfeld hinauf. Das Sägewerk ist nicht weit davon entfernt. Eine Mure bahnte sich bei dem Starkregen einen Weg durch beide Gebäude und ließ Tonnen von Schlamm, Geröll und Geäst zurück.

Das Anwesen der Familie nach dem Starkregen. Foto: Privat.

Das Anwesen der Familie nach dem Starkregen. Fotos: privat

Bis wieder Normalität in das Leben der Familie einkehren kann, wird es noch sehr, sehr lange dauern – und ohne Hilfe von Außen geht es in diesem Fall nicht.
Die Hilfsbereitschaft war sofort nach der Katastrophe groß. Viele Hände packten tatkräftig mit an. Aber das reicht nicht, den die berufliche Existenz von zwei Familien stehen nun auf dem Spiel. Da da Sägewerk direkt am Bach liegt, war es bisher unmöglich, dafür eine Elementarschaden-Versicherung zu bekommen.

In dem frisch renovierten Haus ist fast alles kaputt. Foto: Privat

Fast nichts im Wohnhaus blieb heil bei der Katastrophe. 

Eine der beiden Töchter hat darum am vergangenen Woche im Internet eine Spendenaktion gestartet. Rund 86.278 Euro sind dort mittlerweile schon zusammengekommen. Für alle, die die Familie ebenfalls unterstützen wollen, hier geht es zur Spendenaktion.

Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: re)

Bohrungen für Trinkwasserschutzgebiet in Bruckmühl

Bohrungen für Trinkwasserschutzgebiet in Bruckmühl

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Bruckmühl (Landkreis Rosenheim) muss ein neues Trinkwasserschutzgebiet ausweisen. Grund dafür ist der Bau Hochwasserrückhaltebecken in Feldolling. Bohrpoben sollen nun zweigen, wo das Wasser fließt.

Eine sichere Trinkwasserversorgung und Schutz vor Hochwasser haben auch in Bruckmühl höchste Priorität. Die Dringlichkeit hat jüngst wieder der Starkregen eindrücklich unter Beweis gestellt. Das Hochwasserrückhaltebecken in Feldolling soll hier künftig einen großen Beitrag gegen Überschwemmungen leisten. Doch bis dahin musste  ein neuer Trinkwasserbrunnen in Götting errichtet werden, um die Trinkwasserversorgung Bruckmühls sicherzustellen. Zudem muss, da das Wasserrecht an den Brunnen Vagen I und II ausgelaufen ist, jetzt ein neues Trinkwasserschutzgebiet im Bereich der beiden Bruckmühler Brunnen Vagen I und II nahe dem Rückhaltebecken ausgewiesen werden. Die ersten Schritte laufen aktuell dafür.

„Die Größe und Lage der engen Schutzzonen II und III wird nach den örtlichen hydrogeologischen Verhältnissen im Einzelfall festgelegt. Die Zone III dient dem Schutz vor weitreichenden Beeinträchtigungen, insbesondere vor chemischen oder radioaktiven Verunreinigungen“, erklärt Moritz Pröckl, Leiters des Bruckmühler Wasserwerks. In der engeren Schutzzone (Zone II) wiederum soll eine bakterielle Verunreinigung verhindert werden. Der Fassungsbereich (Zone I) soll zusätzlich vor unmittelbaren Gefahren schützen.

Derzeit wird die Fließrichtung des Wassers ermittelt

Derzeit wird anhand von drei Bohrpunkten die aktuelle Fließrichtung des Wassers ermittelt. Dies wird, um aussagekräftige Informationen und Daten einige Monate dauern. „Wir sind hinsichtlich des Trinkwasserschutzgebiets mit Anliegern beziehungsweise Grundstücksbesitzern in Kontakt und stehen im Informationsaustausch“, so Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter. Jetzt müssten aber erst einmal die fundierten Daten für das Schutzgebiet gemessen und erhoben werden.

Schutzgebiete werden in der Regel in verschiedene Zonen gegliedert, für die graduell abgestufte Beschränkungen oder Verbote gelten, ausgehend vom Fassungsbereich über die engere zur weiteren Schutzzone, die zuweilen nochmals untergliedert ist. Bisher hatte der Markt Bruckmühl die Brunnen nahe dem Rückhaltebecken als Hauptlieferant genutzt. Diese Aufgabe übernimmt  nun der Göttinger Brunnen. Vagen I und II befinden sich seit Ende 2020 aufgrund der Baumaßnahmen für das Rückhaltebecken nicht mehr am Netz. Die Brunnen werden aber in der Reserve gehalten. Lösgelöst davon: die Versorgung der Kommune durch den Wasserbeschaffungsverband Högling-Bruckmühl (WBV). 56 Kilometer Hauptleitung und 880 Hausanschlüsse betreut der WBV aktuell in Bruckmühl. Das gemeindliche Wasserwerk Bruckmühl betreut 118 Kilometer Hauptleitungen sowie 90 Kilometer an Hausanschlussleitungen.

Das Trinkwasser im Versorgungsgebiet des Wasserwerks Bruckmühl hat eine Gesamthärte von 20,1° dH (deutsche Härte), nach dem Waschmittelgesetz Bereich 3 – hart. Der tägliche Wasserverbrauch der gemeindlichen Versorgung liegt zwischen 2.000 und 3.500 Kubikmetern. Der jährliche Wasserverbrauch im gesamten Gemeindegebiet (inklusive Versorgungsgebiet des Wasserverbandes Högling-Bruckmühl) ist bei circa einer Million Kubikmeter.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Brückmühl / Beitragsbild: Copyright Markt Brückmühl)

Hochwasser: IHK bietet Ratgeber für Unternehmen

Hochwasser: IHK bietet Ratgeber für Unternehmen

München – Nach dem schweren Hochwasser vor gut einer Woche hat die IHK für München und Oberbayern ein umfassendes Ratgeber-Angebot für betroffene Unternehmen zusammengestellt.

Auf der Webseite der IHK finden sich Antworten und zahlreiche Informationen unter anderem zu folgenden Themen:

▪ Bedingungen und Abwicklung der staatlichen Soforthilfe in Bayern
▪ Freistellung von ehrenamtlichen Katastrophenschutz-Helfern von der Arbeit
▪ Arbeitsrechtliche Fragestellungen für Hochwasser-Betroffene
▪ Übersicht von Sachverständigen zur Begutachtung von Schäden an Gebäuden
Das Ratgeberangebot der IHK zu den nun drängendsten Fragestellungen für
betroffene Unternehmen gibt es hier⬇️:

(Quelle: Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)