Hochwasser, 1940, Kolbermoor

Hochwasser, 1940, Kolbermoor

Kolbermoor / Landkreis Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1940. Nach 40-stündigem Starkregen kam es zur Hochwasserkatastrophe in Rosenheim und Kolbermoor:

Die Hochwasserkatastrophe von 1940 bahnte sich am 30. Mai an: Der Inn führte da schon infolge der Schneeschmelze Hochwasser. Dann kam ein 40-stündiger Starkregen Am 31. Mai kam es zum ersten Dammbruch an der Mangfall im Bereich von Rosenheim. Danach verschlimmerte sich die Lage zusehends. Auch große Teile von Kolbermoor standen unter Wasser. Unser Fotooldie zeigt die Carl-Jordan-Straße.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Flußpegel in Rosenheim steigen wieder – Katwarn löst aus

Flußpegel in Rosenheim steigen wieder – Katwarn löst aus

Rosenheim  / Landkreis – An diesem Wochenende (8. und 9. uni) und in den folgenden Tagen kommt es immer wieder zu teils kräftigen Regenschauern. Hinzu kommt die Schneeschmelze. Folge. Die Flußpegel steigen. Es gibt aktuell wieder für Stadt und Landkreis Rosenheim eine Hochwasserwarnung.

Katwarn hat vor wenigen Minuten ausgelöst. Die Lage schaut bis jetzt noch nicht besorgniserregend aus. Laut dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim wird am heutigen Sonntagnachmittag (9.6.2024)  am Inn-Pegel Wasserburg wieder Meldestufe 1 und am Montagmorgen voraussichtlich Meldestufe 2 erreicht. Die Inn-Pegeln Oberaudorf und Rosenheim werden im Laufe des heutigen Abends ebenfalls Meldestufe 1 erreicht. Am Pegel in Rosenheim wird in der zweiten Nachthälfte nach derzeitigen Prognosen Meldestufe 2 erreicht –  bedeutet es kann zu Ausuferungen kommen. 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Foto: Innpuls.me)

Stadt Rosenheim: Soforthilfen nach Hochwasser beantragen

Stadt Rosenheim: Soforthilfen nach Hochwasser beantragen

Rosenheim – Ab sofort können bei der Stadt Rosenheim Anträge für Soforthilfe nach dem Hochwasser am vergangenen Montag (3.6.2024) eingereicht werden. Wegen der schweren Schäden,  hat das bayerische Kabinett ein Soforthilfe-Programm beschlossen.

Privathaushalte im Stadtgebiet Rosenheim können sich dafür an die Stadtverwaltung Rosenheim wenden. Für unbrauchbaren Hausrat können Privathaushalte bis zu 5.000 Euro erhalten (Soforthilfe „Haushalt/Hausrat“), bei Ölschäden bis zu 10.000 Euro (Soforthilfe „Ölschäden an Gebäuden“). Bei „Versicherbarkeit“ gibt es einen Abschlag von 50 Prozent. Versicherbarkeit bedeutet, dass Versicherungsschutz möglich gewesen wäre, aber keine Versicherung abgeschlossen wurde.

Der Antrag auf Soforthilfe kann bei der Stadtverwaltung Rosenheim eingereicht werden. Für Unternehmen und Freiberufler ist die Regierung von Oberbayern zuständig. Anfragen können direkt an hochwasser@reg-ob.bayern.de gestellt werden. Landwirtschaftliche Betriebe wenden sich an das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim.

Die Antragsformulare sind über die Startseite der Homepage der Stadt Rosenheim https://www.rosenheim.de/news/soforthilfeaktion-anlaesslich-der-aktuellen-ueberschwemmungen/ zu erreichen. Hier stehen die Formulare sowie die Richtlinien zum Herunterladen bereit.
Der ausgefüllte Antrag kann per Post (Stadt Rosenheim, Königstraße 24, 83022 Rosenheim) oder per E-Mail soforthilfe@rosenheim.de eingereicht werden. Stichtag ist der 30. September 2024. Verspätet eingereichte Anträge werden nicht berücksichtigt.
Eventuelle Rückfragen können auch telefonisch unter 08031 / 365 83 66 in der Zeit von Montag bis Donnerstag jeweils von 8 Uhr bis 17 Uhr, freitags von 8  Uhr bis 13 Uhr gestellt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Traunsteiner Feuerwehren weiter in Hochwasser-Gebieten im Einsatz

Traunsteiner Feuerwehren weiter in Hochwasser-Gebieten im Einsatz

Landkreis Traunstein /  Freising – Nach wie vor gibt es in den vom Hochwasser besonders betroffenen Regionen in Bayern viel zu tun. Die Feuerwehren des Landkreises Traunstein packen tatkräftig weiter mit an, jüngst in Freising. Hauptaufgabe derzeit: Ölbeseitigung.

Fahrt der Einsatzkräfte durch unter Wasser stehenden Straßen. Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Das Wasser zieht sich nur langsam wieder aus den Straßen zurück. Fotos: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Nachdem vor wenigen Tagen der überörtliche Einsatz von rund 100 Helfern der Feuerwehr und des Malteser Hilfsdienstes im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm beendet werden konnte, erreichten den Landkreis Traunstein bereits neue Hilfsanfragen. Gefordert war insbesondere Spezialausrüstung, die zur Trennung von „Öl-Wassergemischen“ benötigt wird. Eine dieser Anlagen ist bei der Feuerwehr Traunstein stationiert, die damit mehrere Tage im Landkreis Freising im Einsatz waren. Die Traunsteiner Malteser hingegen, können bereits eine erste Bilanz ziehen.

Ein Feuerwehrfahrzeug wird mit der mobilen Tankstelle betankt. Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Ein Feuerwehrauto wird mit einer mobilen Tankstelle betankt.

„In vielen vom Wasser betroffenen Kommunen ist das Wasser glücklicherweise auf dem Rückzug und die Helfer aus den betroffenen Regionen sind daher in der Lage, die weiteren Aufgaben selbstständig zu bewältigen“, informiert Kreisbrandrat Christof Grundner und freut sich, „dass unser Hilfeleistungskontingent Traunstein mittlerweile in die Heimat zurückgekehrt ist. Etwa 100 Helfer der Feuerwehren und des Malteser Hilfsdienstes machten sich vergangenen Samstag innerhalb von zwei Stunden nach der Anforderung auf den Weg in den Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, um vor Ort zu helfen.

Täglich drei bis vier Häuser von Öl befreit

Vielerorts geht es in den Hochwassergebieten mittlerweile an die Aufräumarbeiten. Viele Keller stehen dabei noch unter Wasser und müssen ausgepumpt werden. Dabei tritt immer wieder das Problem auf, dass sich durch aufgeschwommene Heizöltanks nun ein „Heizöl-Wassergemisch“ in den Untergeschossen befindet. „Um Umweltschäden zu verringern, muss man mit Spezialgerät das Wasser vom Öl trennen und der Weiterverwertung zuführen“, erklärt der Kreisbrandrat und ergänzt, „hier kommt dann Spezialausrüstung des Landkreises Traunstein und des Freistaates Bayern zum Einsatz, die bei der Feuerwehr der Großen Kreisstadt stationiert ist“.

Ölwasser in einem Keller in Hohenkammer. Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstein.

Ölwasser in einem Keller in Hohenkammer.

In den vergangenen drei Tagen waren die Helfer insbesondere in der Gemeinde Hohenkammer im Landkreis Freising im Einsatz. „Unsere Hauptaufgabe besteht darin, vollgelaufene Keller leer zu pumpen und dabei Wasser von Öl zu trennen“, erklärt Traunsteins Kommandant Christian Schulz die Aufgaben vor Ort. Das Öl wird in großen Plastikbehältern gesammelt und an die entsprechenden Sammelstellen gefahren. „Täglich schaffen wir etwa drei Keller“, betont Christian Schulz und gibt an, „dass dabei etwa 70 sogenannte IBC-Container pro Tag zusammenkommen, die wir zur Sammelstelle bringen können“.

Starke Nachfrage nach Spezialausrüstung in allen Schadensorten

Täglich sind dazu etwa zehn Feuerwehrleute vor Ort nötig, die nach „getaner Arbeit“ in den späten Abendstunden wieder zurück in die Heimat gefahren sind. Unterstützt wurden die Traunsteiner Aktiven der Feuerwehren Kammer und Wolkersdorf. Neben der Ausrüstung zur Öltrennung waren Einsatzfahrzeuge zum Transport der Container und ein Radlader zum verladen dabei. Die verbleibt dabei im Einsatzgebiet und wird von wechselndem Personal bedient. „Dies war hier gut möglich, weil wir unseren Einsatzort in etwa eineinhalb Stunden erreichen können“, betont Christian Schulz.

Drei Tage waren die Einsatzkräfte aus Traunstein und Wolkersdorf im Landkreis Freising im Einsatz. Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Drei Tage waren die Einsatzkräfte aus Traunstein und Wolkersdorf im Landkreis Freising im Einsatz.

„Die Ausrüstung zur Öl-Separation ist zwar in der Fläche des Freistaates Bayern recht gut verteilt, sie wird aber derzeit in allen Schadensgebieten benötigt“, erklärt Kreisbrandrat Christof Grundner und ergänzt, „daher ist die Nachfrage natürlich hoch“. Am Donnerstagabend (6.6.2024)  waren die letzten Aufträge für die Traunsteiner Kräfte erledigt. Derzeit ist man mit der „Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft“ rund um das Feuerwehrhaus Traunstein beschäftigt.

Die Malteser aus Traunstein kümmerten sich um die Verpflegung der 100 Helfer in Pfaffenhofen an der Ilm. Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Die Traunsteiner Malteser kümmerten  sich um die Verpflegung der 100 heimischen Einsatzkräfte in Pfaffenhofen an der Ilm.

Ob es in der Zukunft zu weiteren überörtlichen Anforderungen von Technik oder Personal kommen wird, steht derzeit noch nicht fest. Koordinativ laufen alle „überörtlichen“ Fäden in der Feuerwehr-Führungsstelle „Chiemsee“ im Feuerwehrhaus Erlstätt zusammen. Die Mannschaft kümmert sich von der Personalplanung bis zum schnellen Ersatz von Ausrüstungsgegenständen die einen Defekt und bildet auch einen „Kommunikationsschnittpunkt“ zwischen Schadensort und Heimat.

Erste Bilanz der Traunsteiner Malteser

Eine erste Bilanz ziehen zwischenzeitlich die Malteser in Traunstein. Sie waren mit rund 20 Helfern im Schadensgebiet des Landkreises Donau an der Ilm mit den Schnellen Einsatzgruppen „Betreuung“, „Verpflegung“ sowie „Technik und Logistik“ und einer Krankenwagenbesatzung vor Ort. Täglich versorgten sie die heimischen Einsatzkräfte mit jeweils 100 Portionen Frühstück, Mittagessen und Abendessen und unterstützen insbesondere die Sandsacklogistik. Wertvolle Hilfe leistete auch der mitgeführte „Tankanhänger“, der die Fahrzeuge mit Treibstoffe versorgte.
Max Rauecker, Kreisbeauftragter der Malteser, war selbst im Einsatz in Pfaffenhofen mit dabei. „Ich bin begeistert von dem kameradschaftlichen Miteinander im Hochwasser-Einsatz, vom Zusammenhalt, wenn es darum geht Menschen zu helfen, die um ihr Hab und Gut kämpfen beziehungsweise um ihr Leben und das ihrer Angehörigen bangen“.

Mit schweren Fahrzeugen werden die Container transportiert

Mit schweren Fahrzeugen werden die Container transportiert.

Ähnlich sieht dies der Malteser-Kreisgeschäftsführer und ehrenamtliche Feuerwehr Pressesprecher Peter Volk, „es ist grandios, dass sich Feuerwehrler und Malteser-Helfer, nach einem Alarm am Samstagabend, wenn eigentlich jeder nur an Wochenende und Erholung denkt, ohne Wenn und Aber aufmachen, und wenige Stunden später im Katastrophengebiet anpacken, jeder an seiner Stelle und mit vollem Einsatz. Gemeinsam helfen, darin sind wir – die Blaulichtfamilie – echt stark.“
„Es sind zwar jeweils keine schönen Anlässe“, betonen Kreisbrandrat Christof Grundner und Traunsteins Kommandant Christian Schulz übereinstimmend. Hunderte Helfer der beiden Kreise waren im bei der „Schneelage 2019“ im Landkreis Traunstein über Tage im Einsatz. „Es ist aber ein gutes Gefühl, wenn wir davon jetzt etwas zurückgeben konnten. Die gegenseitige Hilfe in der Not kennt einfach keine Grenzen“, zeigen sich Beide überzeugt.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild, Fotos: Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Hochwasser: Betroffene erhalten Soforthilfe vom Freistaat

Hochwasser: Betroffene erhalten Soforthilfe vom Freistaat

Rosenheim / Landkreis / Bayern – Wegen der schweren Schäden, die das Hochwasser in ganz Bayern verursacht hat, hat das bayerische Kabinett ein Soforthilfe-Programm beschlossen. Privathaushalte im Landkreis Rosenheim können sich dafür an das örtliche Landratsamt wenden. Für unbrauchbaren Hausrat können Privathaushalte bis zu 5.000 Euro erhalten, bei Ölschäden bis zu 10.000 Euro. Bei „Versicherbarkeit“ gibt es einen Abschlag von 50 Prozent. Versicherbarkeit bedeutet, dass Versicherungsschutz möglich gewesen wäre, aber keine Versicherung abgeschlossen wurde.

Den Antrag auf Soforthilfe wird beim Landratsamt Rosenheim eingereicht. Für Unternehmen ist die Bezirksregierung von Oberbayern zuständig. Landwirtschaftliche Betriebe wenden sich an das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Rosenheim.
Die Antragsformulare  sind über die Startseite der Homepage des Landratsamts Rosenheim (www.landkreis-rosenheim.de/hochwasserhilfe) zu erreichen Die Behörde empfiehlt dringend, das Formular online auszufüllen und abzuschicken. So kann eine zügige Auszahlung der Soforthilfe am besten umgesetzt werden.

Alternativ steht das Formular auch zum Herunterladen zur Verfügung. Der ausgefüllte Antrag kann dann per Post an:
Landratsamt Rosenheim
Wittelsbacherstraße 53
83022 Rosenheim

oder per E-Mail  an: hochwasserhilfe@lra-rosenheim.de eingereicht werden. Stichtag ist der 30. September 2024. Verspätet eingereichte Anträge werden nicht berücksichtigt.
Für eventuelle Rückfragen wurde im Landratsamt ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist ab sofort unter folgender Nummer zu erreichen: 08031/392 – 5555. Das Bürgertelefon ist von Montag bis Donnerstag jeweils von 8 bis 17 Uhr besetzt, am Freitag von 8 bis 12 Uhr.

Hier die wichtigsten Links:

Soforthilfe Haushalt
Soforthilfe Ölschaden
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Starkregen, Hochwasser: Was tun, wenn mich die Angst nicht mehr loslässt?

Starkregen, Hochwasser: Was tun, wenn mich die Angst nicht mehr loslässt?

Rosenheim / Landkreis – Starkregen und Hochwasser zu Beginn dieser Woche (3.6.2024) haben auch in der Region Rosenheim für Schäden gesorgt. Dabei geht es nicht nur um materielle Dinge-  auch die Psyche kann durch ein derartiges Erlebnis Schaden nehmen. Dipl. Psychologin und Traumatherapeutin Gisela Engel, Leiterin der Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) Rosenheim und Wasserburg (wir berichteten),  weiß dass es in derartigen Fällen wichtig ist, bei traumatischen Erfahrungen wie diesen schnellstmöglich Hilfe anzubieten. Im Interview mit Innpuls.me spricht sie darüber, wie ein derartiges Erlebnis sich auf die Psyche auswirkt und was nun für Betroffene wichtig ist.

Frage: Frau Engel, bei Erlebnissen wie dem Starkregen und den Überflutungen Anfang dieser Woche geht es erst mal darum, zu handeln und sich und sein Zuhause vor den Fluten zu schützen. Zum Denken kommt man da erst einmal kaum. Wann bemerkt man danach, dass man professionelle Hilfe benötigt?
Antwort: Wenn ich merke dass ich in meinem Alltag eingeschränkt bin. Wenn mich Albträume heimsuchen, ich eine innere Unruhe verspüre, sehr viel weine. Oder mich komplett vom Leben zurückziehe, also ins normale Leben nicht mehr zurückfinde. Oftmals können sich aber auch körperliche Symptome zeigen.

Frage: Wie wirken sich derartige traumatische Erfahrungen aus?
Antwort:
Durch Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Ängste jeglicher Art, depressive Verstimmung.

Frage: Warum belasten gerade Ereignisse wie Hochwasser oder Starkregen unsere Psyche so stark?
Antwort: Die Flut hat uns in unserer empfindlichsten Stelle getroffen: Unserem Zuhause. Wir haben so das Gefühl der Sicherheit verloren. Das Leben ist nicht mehr so wie davor. Oftmals werden Ängste betäubt durch Alkohole, Bilder kommen immer wieder hoch, teilweise auch mit Panikattacken.

Frage: Kann ich ein Trauma selbst in Griff bekommen?
Antwort: Nein. Ohne professionelle Hilfe ist dies nicht möglich.

Antwort: Warum ist es so wichtig, sich in so einem Fall schnellstmöglich fachliche Hilfe zu suchen?
Antwort: Ein nicht behandeltes Trauma setzt sich fest und kann so von Generation zu Generation weitervererbt werden.  Ängste können sich manifestieren und zum festen Alltagsbegleiter werden. Depressive Verstimmungen treten auf.

Die katholische Ehe-, Familien und Lebensberatung gibt es bereits seit über 50 Jahren. Bundesweit werden 350 Beratungsstellen unterhalten. m Einzugsgebiet der Erzdiözese München und Freising gibt es aktuell 19 Beratungsstellen. Eine davon hat seit inzwischen 20 Jahren ihren Sitz am Max-Josefs-Platz 23 in Rosenheim, mit Zweigstelle in der Herrengasse 9 in Wasserburg am Inn. Das Besondere: Dieses Fachangebot ist kostenfrei. Alle Ratsuchenden sollen es nutzen können, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten. Die Beratungsstelle bitten jedoch um Spenden, die für die Aufrechterhaltung dieses Angebots notwendig sind. 
Wenden kann sich an die EFL jeder – unabhängig von Glauben, Konfession, Weltanschauung und sexueller Orientierung.
Telefonnummer der EFL Rosenheim: 08031 / 381850
Telefonnummer der EFL Wasserburg: 08031 / 381850>
Weitere Infos zu den Beratungsstellen gibt es hier.

Frage: Welche Hilfe bieten Sie nun an?‘
Antwort:
Betroffene bekommen durch uns schnelle Hilfe und Entlastung. Meine Kollegen und ich sind alle ausgebildete Fachkräfte. Wir von der EFL der Erzdiözese München und Freising handeln nach dem Motto „nah am Menschen.“  Es ist uns ein Anliegen, schnellstmöglich zu helfen damit es den Betroffenen wieder besser geht.

Frage: Was genau passiert dann bei diesen Treffen?
Antwort:
Wir sprechen über das Erlebte und helfen so bei der Verarbeitung. Wir schaffen Räume, um das Trauma platzieren zu können.
(Quelle: Interview: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Martin Aerzbäck)